RECHTSANWALTSGESELLSCHAFT STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT GMBH. Standort Österreich: Steuerliche und andere Anreize für Unternehmen und Privatpersonen

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1 RECHTSANWALTSGESELLSCHAFT STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT GMBH Standort Österreich: Steuerliche und andere Anreize für Unternehmen und Privatpersonen RA/StB Dr. Martin Lohse, Partner, und RA/StB Dr. Jochen Ettinger, Partner in Zusammenarbeit mit

2 1. Österreich als Unternehmensstandort 1.1 Laufende Steuerbelastung von unternehmerischen Aktivitäten in Österreich Körperschaftsteuer seit bei 25 % kein Solidaritätszuschlag, keine Gewerbesteuer aber zu beachten: Lohnsummensteuer 2

3 1.2 Formen des unternehmerischen Engagements aus deutscher Sicht Gründung einer Zweigniederlassung (Betriebsstätte) in Österreich Gründung eigener Gesellschaften wie österreichische GmbH oder österreichische AG Vor- und Nachteile, Entscheidungsparameter 3

4 1.3 Österreich als Holding-Standort Pro-unternehmerische Einstellung der österreichischen Wirtschaftspolitik und Bewußtsein um Standort-Wettbewerb Österreich als Sprungbrett nach Mittel- und Osteuropa gut entwickeltes Netz von Doppelbesteuerungsabkommen österreichische Gruppenbesteuerung ermöglicht auch grenzüberschreitende steuerliche Konsolidierung Nutzung von Auslandsverlusten aus österreichischer Sicht möglich 4

5 1.4 Fördermöglichkeiten bei Ansiedelung unternehmerischer Aktivitäten in Österreich Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung Unternehmensförderung in Österreich EU-Förderung in Österreich 5

6 2. Steuerliche Rahmenbedingungen in Österreich aus Sicht der Privatperson 2.1 Endbesteuerung von Kapitalerträgen Deutschland: Halbeinkünfteverfahren für Dividendeneinkünfte, voller Steuersatz plus Solidaritätszuschlag für Kapitalvermögenseinkünfte (Zinsen etc.) Österreich: einheitliche Flat-Rate -Besteuerung von Kapitalerträgen mit 25 % in Österreich 6

7 von der Endbesteuerung erfaßte Kapitalerträge: - Inländische Dividenden aus Aktien etc. - ausländische Dividenden, wenn auszahlende Stelle in Österreich; - Zinserträge aus Geldeinlagen, Forderungswertpapieren, Investment- und Immobilienfonds, wenn auszahlende Stelle bzw. Depotführung in Österreich keine Vermögensteuer, Spekulationsfrist 12 Monate aber: Spitzensteuersatz 50 % 7

8 2.2 EU-Zinsrichtlinie Grundsätzlich automatischer Informationsaustausch über grenzüberschreitende Zinszahlungen an den Heimatstaat des Anlegers Sonderregelungen für Österreich (neben Belgien und Luxemburg): Anonymer Quellensteuereinbehalt statt Information (15 % ab 2005, 20 % ab und 35 % ab ) Verbleibende Gestaltungsmöglichkeiten: Keine Erfassung von Kapitalerträgen aus Aktien, aktienähnlichen Produkten (Indexzertifikaten), Aktienfonds, Zinszertifikaten u.a. 8

9 2.3 Erbschaftsteuerliche Situation in Österreich günstigere Steuersätze in der Steuerklasse I (z.b. Eltern/Kinder), Höchstsatz 15 % statt 30 % in Deutschland allerdings: Kleinere Freibeträge als in Deutschland Abgeltungserwirkung der Kapitalbesteuerung auch für die Erbschaftsteuer Interessante Gestaltungen über Privatstiftungen möglich 9

10 Doppelbesteuerungsabkommen in Deutschland/Österreich auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer: - Erblasseransässigkeit in Österreich wirkt sofort - Zweitwohnsitz in Deutschland unschädlich - Erben können in Deutschland verbleiben 10

11 3. Kontenzugriff und Bankgeheimnis 3.1 Situation in Deutschland Keine gesetzliche Normierung des Bankgeheimnisses Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit (ab ): erweiterte Möglichkeiten zur Abfrage von Bankkonten durch Behörden Banken sind verpflichtet, Auskunftsersuchen der Finanzbehörden und weiterer Behörden zur Durchführung des Besteuerungsverfahrens im allgemeinen zu befolgen 11

12 3.2 Situation in Österreich Verbürgung des Bankgeheimnisses im Verfassungsrang Strafrechtliche und zivilrechtliche Sanktionen bei Verletzung des Bankgeheimnisses Einschränkungen nur bei gerichtlichen Strafverfahren sowie finanzstrafbehördliche Verfahren wegen vorsätzlicher Steuervergehen 12

13 4. Wegzug von Privatpersonen aus Deutschland nach Österreich 4.1 Vorteile eines Wegzugs nach Österreich Laufende steuerliche Belastung abhängig von Art der Einkünfte Erbschaftsteueroptimierung abhängig von Struktur des Vermögens in Frage kommender Personenkreis 13

14 4.2 Der Wegzug: Ein steiniger Weg Deutsche Wegzugsbesteuerung bei GmbH- oder Aktiengesellschaftsbeteiligungen von 1 % oder mehr Einschränkungen durch Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs Voraussetzungen für steuerliche Anerkennung des Wohnsitzwechsels weitere Fußangeln auf dem Gebiet des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts und des deutschen Außensteuerrechts 14

15 4.3 Wegzug vor beabsichtigtem Unternehmensverkauf Beispielsfall: Verkauf einer Beteiligung an einer deutschen GmbH mit hohem Gewinn steht an, Veräußerer ist grundsätzlich mobil Chancen und Risiken eines vorherigen Wegzugs nach Österreich, aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und bei der Finanzverwaltung In anderen Fällen (Personengesellschaft, Immobilien) gilt: erst verkaufen, dann wegziehen! 15

16 5. Fazit Österreich als interessanter Bank-, Finanz- und Unternehmensplatz Österreich als attraktiver Steuerstandort daneben: Kultur, Infrastruktur, Stabilität und Sicherheit, Freizeit- und Erholungswert 16

17 RECHTSANWALTSGESELLSCHAFT STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT GMBH Standort Österreich: Steuerliche Anreize für Unternehmen und Privatpersonen RA/StB Dr. Martin Lohse, Partner, und RA/StB Dr. Jochen Ettinger, Partner Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Kardinal-Faulhaber-Straße 14 a München Telefon: 089/ Internet:

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