Inside. Wien, im Jänner 2016

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1 Inside Prognose für Wien Einschätzung der Nächtigungsentwicklung und Zimmerpreise für die Monate Jänner, Februar und März 2016 sowie für das gesamte Jahr 2016 Wien, im Jänner 2016 Der WienTourismus stellt im Rahmen des B2B Web-Auftritts der Wiener Hotellerie eine Planungshilfe für das operative Geschäft zur Verfügung. Teil der dort veröffentlichten Tourismus-Indikatoren ist die ÖHV-Inside Befragung der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Mit dieser Befragung kann der Wiener Hotellerie einep repräsentative Tendenz in Bezug auf die Nächtigungsentwicklung und die Zimmerpreise zur Verfügung gestellt werden. Die Befragung wird quartalsweise durchgeführt. Die vorliegende, von der ÖHV durchgeführte Befragung, bezieht sich auf die Einschätzung der Nächtigungsentwicklung und der Zimmerpreise für die Monate Jänner, Februar und März 2016 sowie für das gesamte Jahr Sämtliche Einschätzungen basieren auf den bisherigen Buchungen sowie den Erfahrungen der Hoteliers und sind im Vergleich zum Vorjahr abgebildet. 1

2 Befragungsmethode Befragungssample Die ÖHV-Inside Befragung ist eine Online-Befragung. Es handelt sich um eine adhoc durchgeführte Einmalbefragung im Rahmen eines ÖHV-Sondernewsletters. Um die Anzahl der teilnehmen Betriebe zu maximieren, wurde zusätzlich ein Follow-up durchgeführt. Die Befragung wurde anonym durchgeführt. Grundgesamtheit Um von einer repräsentativen Untersuchung sprechen zu können, muss sich die Auswahl der Teilnehmer auf eine sachlich, regional und zeitlich klar definierte Grundgesamtheit beziehen. Bei den befragten Betrieben handelt es sich ausschließlich um Wiener ÖHV- Mitgliedsbetriebe. Derzeit zählt die ÖHV in Wien 193 Mitglieder (Stand: Dezember 2016). Das entspricht einer Bettenkapazität von gesamt Betten (davon Sterne bzw. 5-Sterne Superior, Betten 4-Sterne bzw. 4-Sterne Superior, Betten 3-Sterne bzw. 3-Sterne Superior und nicht kategorisierte Betten). Die Befragung wurde im Zeitraum 14. Dezember bis 4. Jänner durchgeführt. An der ÖHV-Inside Befragung nahmen gesamt 49 Wiener ÖHV- Mitgliedsbetriebe teil (n=49). Für die vorliegende Befragung wurde eine Segmentierung nach Einzel- und Konzern-/Kettenbetrieben vorgenommen. 30 Teilnehmer der Befragung kamen dabei aus Einzelbetrieben und 19 aus Konzern-/Kettenbetrieben. Die ÖHV- Inside Befragung repräsentiert damit gesamt rund 25 Prozent der Wiener Mitgliedsbetriebe der ÖHV. Die Ergebnisse sind im engeren Sinn repräsentativ, bilden jedoch nicht den Beherbergungsmarkt in seiner gesamten Bandbreite ab. 2

3 Zusammenfassung der Ergebnisse 1) Nächtigungsentwicklung Die Wiener Hotellerie erwartet in Summe eine positive Nächtigungsentwicklung für das erste Quartal 2016: Im Jänner (49,0%) und März (55,1%) rechnet der Großteil der Befragten mit steigenden Nächtigungszahlen. Die Quartalsmitte ist vornehmlich von Stagnation geprägt. Die höchsten Rückgänge machen die Befragten im Jänner bzw. Februar aus jeweils 22,4 % sehen sinkende Zahlen. Das Gesamtjahr 2016: 63,3 % der Befragten sehen ein Plus am Jahresende. Mehr als jeder Vierte (22,4 %) verortet ein Minus. An ein Nächtigungsvolumen wie 2015 glauben 14,3 %. 3) Entwicklung der Zimmerpreise Mehr als jeder zweite Hotelier erwartet eine positive Entwicklung der Zimmerpreise im ersten Quartal ,5 % sehen sich unter dem preislichen Niveau des Vorjahres, während rund jeder Vierte mit keiner Bewegung rechnet. Die beiden Anbietergruppen liegen im Gesamttrend. Einzig markanter Unterschied in punkto Stagnationserwartungen: 15,8 % der Konzerne und Ketten stehen 23,3 % der Einzelunternehmer gegenüber. 2) Nächtigungsentwicklung nach Gästesegmenten für das gesamte 1. Quartal Die Einschätzung bzgl. der unterschiedlichen Gästesegmente ( Freizeitgäste, Kongress- und Tagungsgäste und Individuelle Geschäftsreisende ): Wie auch schon im Vorjahr verorten die Befragten das höchste Wachstumspotential bei Freizeitgästen : mehr als jeder Zweite rechnet mit steigenden Zahlen. Ein Plus bei Individuellen Geschäftsreisenden sehen 42,8 %, bei Kongress- und Tagungsgästen machen die Wiener Hotels mehrheitlich (42,9 %) Stagnation aus. 3

4 Detail-Ergebnisse der Befragung 1. Einschätzung der Nächtigungsentwicklung pro Monat Frage 1: Mit welcher Nächtigungsentwicklung rechnen Sie, auf Basis der bisherigen Buchungen sowie Ihrer Erfahrungen? 1.1. Einschätzung der Nächtigungsentwicklung Jänner 2016 Rund jeder zweite Wiener Betrieb (49,0 %) sieht eine steigende Nächtigungsentwicklung zu Jahresbeginn, großteils im Bereich zwischen 1 % und 5 %. 28,6 % rechnen mit keiner Veränderung gegenüber 2015, 22,4 % glauben an ein Minus. Treiber der Wachstumserwartungen sind die Konzerne: 73,8 % verorten ein Plus gegenüber 36,7 % der Einzelunternehmer. Ein Drittel letzterer sieht eine Entwicklung auf Vorjahresniveau (Konzerne: 21,1 %), 30 % glauben an ein schlechteres Ergebnis als Jeder zehnte Kettenunternehmer teilt diese Meinung. 4

5 1.2. Einschätzung der Nächtigungsentwicklung Februar ,8 % der Hauptstadt-Hotels verorten im Februar keine Bewegung gegenüber dem Vergleichszeitraum Mehr als ein Drittel (34,6 %) sehen Zuwächse, 12,2 % dabei jenseits der 5 %-Marke. 22,4 % erwarten Einbußen. In der Differenzierung zeigt sich wie schon im Vormonat die positivere Haltung der Ketten: 42,2 % rechnen mit einem Nächtigungsplus, gegenüber 30 % der Einzelbetriebe. Letztere tendieren vermehrt (43,3 %) zum Halten des Vorjahreslevels. 36,8 % der Konzernbetriebe teilen diese Meinung. Mit Verlusten sehen sich 23,3 % (Einzelunternehmen) bzw. 21,1 % (Ketten) konfrontiert. 5

6 Einschätzung der Nächtigungsentwicklung für März 2016 Positiv der Ausblick auf das Ende des ersten Quartals: Mehr als jeder zweite Betrieb (55,1 %) erwartet ein Plus im März, 16,1 % sogar jenseits der 5 %-Marke. 28,6 % der befragten Unternehmer sehen sich auf Vorjahresniveau performen, 12,2 % rechnen mit einem rückläufigen Nächtigungsaufkommen. Die positive Erwartungshaltung wird von beiden Gruppen beinah gleichauf getragen (Einzelbetriebe 56,7 %; 52,7 % Ketten). Deutlicher hingegen der Unterschiede auf der qualitativen Ebene: Während die Einzelbetreiber das Plus beinahe zur Gänze im Bereich zwischen 1 % - 5 % sehen, verorten es die Konzerne jenseits der 5 %. Keine Bewegung machen 36,8 % der Ketten aus, 23,3 % der Einzelbetriebe teilen die Einschätzungen. Zudem sieht jeder Fünfte ein Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. 6

7 Einschätzung der Nächtigungsentwicklung für den Zeitraum Jänner bis März 2016 (gesamt) In Summe blickt die Wiener Hotellerie dem Jahresbeginn positiv entgegen: Im Jänner (49,0%) und März (55,1%) verortet ein Großteil der Hoteliers ein Nächtigungsplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Keine Bewegung sieht man vermehrt hingegen im Februar: mehr als 40% rechnen mit einem Niveau wie auch schon im Vorjahr (Jänner und März jeweils 28,6 %). Rückgänge verortet die Wiener Hotellerie am ehesten im Jänner bzw. Februar mehr als jeder Fünfte (22,4 %) geht von einem Minus aus. 7

8 Einschätzung der Nächtigungsentwicklung nach Segmenten Frage 2: Mit welcher Nächtigungsentwicklung rechnen Sie für das 1. Quartal 2016 nach Segmenten? 2.1 Einschätzung für das Segment Freizeitgäste Wachstumserwartungen im Segment der Freizeitgäste: 53,1 % der Befragten rechnen mit einem Plus, überwiegend zwischen 1 % und 5 %. 22,4 % verorten Stagnation, jeder Fünfte sieht sich unter Vorjahresniveau. In der Differenzierung zeigt sich die positivere Erwartungshaltung der Konzerne und Ketten: 63,2 % glauben aus jetziger Sicht an ein gestiegenes Nächtigungsvolumen, 46,7 % der Einzelunternehmer teilen diese Meinung. Mehr als jeder Vierte (26,7 %) letzterer Gruppe sieht sich auf Vorjahresniveau (Ketten: 15,8 %) bzw. zu 23,3 % mit Rückgängen konfrontiert (Ketten: 15,9 %) 8

9 2.2 Einschätzung für das Segment Kongress- und Tagungsgäste Bei den Kongress- und Tagungsgästen sieht die Mehrheit (42,9 %) der befragten Hoteliers keine Bewegung gegenüber dem Vorjahr. Ein knappes Drittel rechnet mit Zuwachs, 22,4 % verorten ein Minus. Während sich in punkto Stagnationserwartungen beide Gruppen die Waage halten (43,3 % bei den Einzel- und 42,1 % bei den Konzernunternehmen) zeigt die Segmentierung die positivere Haltung der Konzerne und Ketten: 36,8 % sehen mehr Nächtigungen (vor allem im Bereich zwischen 1 % und 5 %) als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Einzelbetriebe: 29,9 %). Mehr als jedes vierte Einzelhotel ist mit Rückgängen konfrontiert, 15,8 % auf Seiten der Ketten. 9

10 2.3 Einschätzung für das Segment Individuelle Geschäftsreisende Eine knappe Mehrheit der Befragten (42,8 %) rechnet im Segment der Individuell Geschäftsreisenden mit Steigerungen, verstärkt im Bereich zwischen 1 % und 5 %. 40,8 % erwarten ein ähnliches Gästeaufkommen wie auch schon 2015, 14,2 % sehen ein Minus. Die Differenzierung unterstreicht die positivere Stimmung der Konzernhotellerie. Wachstumserwartungen von 47,4 % stehen 40,0 % auf Seiten der Einzelbetriebe gegenüber. Auch auf der qualitativen Ebene spiegelt sich das Ergebnis wider: 15,8 % der Ketten sehen ein Steigerungspotential jenseits der der 5%-Marke (Einzelbetreiber: 10 %). 42,1 % der Konzernbetriebe ordnen sich auf dem Niveau des Vorjahres ein, 40,0 % bei den Einzelhotels. Konzernseitig rechnen lediglich 5,3 % mit Rückgängen, gegenüber jedem fünften Einzelhotelier. 10

11 3. Einschätzung der Nächtigungsentwicklung für 2016 Frage 3: Mit welcher Nächtigungsentwicklung rechnen Sie aus derzeitiger Sicht insgesamt für das Jahr 2016? Die Wiener Hotellerie blickt 2016 positiv entgegen: 63,3 % sehen ein Plus am Jahresende, vor allem im niedrigen einstelligen Prozentbereich zwischen 1 % und 5 %. 22,4 % der Befragten schätzen die Entwicklung weniger erfreulich ein und sind mit einem Minus konfrontiert, 14,3 % rechnen mit einem Nächtigungsniveau wie schon Die Detailbetrachtung zeigt, dass der positive Gesamtjahrestrend stark von den Konzernen und Ketten getragen wird: Wachstumserwartungen in der Höhe von 79,6 % stehen 53,4 % auf Seiten der Einzelbetriebe gegenüber. Mehr als ein Viertel letzterer sehen Rückgänge, bei den Ketten teilen 15,9 % die Meinung. 11

12 4. Einschätzung der Entwicklung der Zimmerpreise Frage 4: Mit welcher Entwicklung der Zimmerpreise rechnen Sie auf Basis der bisherigen Buchungen und Ihrer Erfahrungen? 4.1 Einschätzung der Entwicklung der Zimmerpreise Jänner 2016 Knapp jeder zweite befragte Hotelier sieht steigende Zimmerpreise im Jänner, vor allem (42,9 %) im Bereich zwischen 1 % und 5 %. Jeweils rund ein Viertel macht keine Veränderung zum Vorjahr bzw. Rückgange aus. 10,2 % beziffern das Minus jenseits der 5 %-Marke. Die Detailbetrachtung zeigt die positivere Einschätzung der Einzelbetriebe auf: 53,3 % verorten Zuwächse, 42,1 % bei den Ketten. 30 % der Einzelunternehmer rechnen mit Rückgängen, auf Seiten der Konzerne lediglich 15,8 %. Jeder Zehnte beider Anbietergruppen sieht die Rückgänge jenseits der 5 %-Marke. 12

13 4.2 Einschätzung der Entwicklung der Zimmerpreise Februar ,8 % der Wiener Hotels rechnen zur Quartalsmitte mit steigenden Zimmerpreisen, großteils (40,8 %) im Bereich zwischen 1% und 5%. 28,6 % sehen das Preisniveau auf dem Level von Knapp jeder Vierte erwartet ein Minus. Positivere Einstellung auf Seiten der Einzelbetreiber: jeder Zweite macht einen Preisanstieg aus (Ketten: 36,8 %). Beide Gruppen verorten das Wachstum hauptsächlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Ketten tendieren im Februar vermehrt (42,1 %) zum Halten des Vorjahresniveaus (Einzelunternehmen: 20,0 %). Jeder Dritte Einzelbetrieb rechnet mit einem Rückgang, 15,8 % der Kettenanbieter teilen diese Meinung und setzen das Minus jenseits der 5 %-Marke an. 13

14 4.3 Einschätzung der Entwicklung der Zimmerpreise März ,9 % der Hauptstadt-Hotels rechnen im März mit steigenden Zimmerpreisen. 28,6 % sehen diese auf Vorjahresniveau, rund jeder Vierte erwartet Rückgänge. Positiv blicken die Einzelanbieter in Richtung März: 46,7 % verorten steigende Preise (Ketten: 36,9 %), vornehmlich im Bereich zwischen 1 % und 5 %. Jeder Zehnte erwartet Wachstumssprünge jenseits der 5 %. Konzernseitig rechnen 36,8 % mit Stagnation (Einzelbetriebe: 23,3 %) bzw. 15,8 % mit sinkenden Preisen. 30 % der Einzelanbieter teilen die Meinung, wovon ein Drittel mit Rückgängen über 5 % konfrontiert ist. 14

15 Einschätzung der Entwicklung der Zimmerpreise 1. Quartal 2016 Mehr als jeder zweite Wiener Hotelier erwartet im ersten Quartal eine positive Entwicklung der Zimmerpreise. Die Zuwächse bewegen sich vornehmlich im Bereich zwischen 1% und 5%. 26,5 % verorten einen Abwärtstrend, während rund jeder Vierte mit einer Performance auf dem Niveau des Vorjahres rechnet. Der Blick auf den direkten Vergleich der Anbietergruppen zeigt, dass beide relativ im Gesamttrend liegen. Einziger Ausreißer : die Konzerne und Ketten in punkto Stagnationserwartungen. 15,8 % stehen hier 23,3 % der Einzelunternehmer gegenüber (Gesamt 20,4 %). Ein Plus sieht jeder zweite Einzelbetrieb, leicht positiver die Kettenanbieter mit 52,7 %. Einen Preisrückgang verorten 26,7 % bzw. 26,4 % der Konzerne. 15

16 5. Revenue Management in der Wiener Hotellerie Frage 5: Nutzen Sie in Ihrem Betrieb Revenue Management? 87,8 % der befragten Wiener Betriebe betreiben Revenue Management. Knapp jeder Zweite setzt auf Softwarelösungen, 38,8 % managen die Preise ohne technische Hilfsmittel. Jeder Zehnte verzichtet auf eine dynamische Preisgestaltung. Revenue Mangement ist aus der Konzernwelt nicht wegzudenken. 73,7 % setzten hierbei auf Software, mehr als jeder Vierte verzichtet auf technische Hilfsmittel. Ein Drittel der Einzelbetrieben nutzt Computerunterstützung, 50 % betreiben nicht technisiertes Revenue Mangement. 16,7 % geben an darauf zu verzichten., 16

17 Rückfragen: Österreichische Hoteliervereinigung Hofburg 1010 Wien Kontakt: Oliver Schenk, MA Public Affairs & Research Tel.: +43 (0) Fax: +43 (0)

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