Am Flutgraben Berlin telefon fax internet

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1 snuggle das mobile hotel team Axel Timm, Benjamin Foerster-Baldenius, Florian Stirnemann (Zeichnungen) typ temporäre Architektur zeit April 9 Am Flutgraben Berlin telefon fax internet raumlaborberlin, 9, snuggle_weba4.pdf 1

2 Liebe Mama, diesmal brauchst du Dir um mich wirklich keine Sorgen zu machen. Weder haben mich die Veranstalter von der Fortbildung hier in Paris wieder, wie neulich in New York in so einer Junkie Absteige untergebracht, noch muss ich wie letztes Jahr bei dem Managerkurs in Warschau im Armeezelt schlafen. Diesmal habe ich ein komfortables Zimmer mitten im Park de la Villette mit Blick auf den Canal Saint Martin. Das Bett ist kuschelig bequem, der Service erstklassig und wenn ich aufwache piepsen vor meinem Fenster fröhlich die Vögel. Zugegeben die Form ist etwas ungewohnt: das Hotel hat 32 Doppelzimmer aus Weidengeflecht in die man durch eine runde Öffnung hinein krabbeln muss. Das musst Du Dir irgendwo zwischen Hamsterbau und Schwalbennest vorstellen. Die Zimmer hängen in einem Gerüst und sind über Tunnel miteinander verbunden, würdest Du jetzt nebenan wohnen, könnten wir uns abends immer besuchen, wie zuhause. Das Hotel passt sich der Landschaft an, es windet sich um Bäume, überbrückt einen Bambuswald und endet am Kanal, wo mein Zimmer ist. Es ist so schön, das ich fast nicht mehr zum Kongress gehen mag. Zum Glück ist der gleich nebenan in der Cité de Science. Aber keine Angst ich komm zurück, das Hotel wird nämlich gleich nach dem Kongress wieder abgebaut und zieht weiter nach Graz, wo ein großes Festival Unterkünfte für die Künstler braucht. Weist Du noch wie wir am Schlossberg unterm Uhrturm gestanden haben? Genau dort soll es aufgebaut werden. Tolle Vorstellung. Vielleicht sollte ich jetzt doch Künstler werden, wie Du immer gesagt hast? Bis bald, dein Hartmut raumlaborberlin, 9, snuggle_weba4.pdf 2

3 Snuggle, das mobile Hotel ist ein Entwurf, den wir speziell für Festivals, Residencies und längere Kongresse von einer bis sechs Wochen entwickelt haben. Unterkünfte für größere, heterogene Gruppen über mehrere Tage sind regelmässige Probleme solcher Ereignisse. Hotels sind meist unzumutbar ausgestattet, haben schlechten Service, räumen um 9 das Frühstück ab, sind schlecht gelegen oder viel zu teuer. Aus diesen eigenen Erfahrungen als Veranstalter und Teilnehmer haben wir daher schon des öfteren unsere eigenen temporären Unterkünfte gebaut. An einem tollen Ort, mit atemberaubenden Aussichten, leckerem Frühstück, bequemen Betten, freundlichem Personal und netten Nachbarn. Snuggle ist ein Hotel das in drei Tagen aufgebaut werden kann und sich komplett der Umgebung anpasst. Je nach Grösse, Anlass und Ort kann ändert sich der Aufbau und die Zimmerzahl. Die Zimmer bestehen aus einer Plattform, die in einem Gerüst befestigt ist, auf dieser liegt die Matratze. Sie ist umhüllt von einer Schale aus Weidengeflecht, die wiederum einen regenfesten Textilüberzug hat. Die Korbschale besteht aus 6 Einzelteilen die Vorort miteinander verknüpft werden. 3 identische Bodenelemente werden kombinier mit 3 variablen Deckenelementen. Es gibt geschlossene und offene. Die offenen haben einen Rüssel der entweder Eingang oder Fenster oder Verbindungsgang zum Nachbarzimmer ist. Zur weiteren Ausstattung der Zimmer werden Taschen, Haken und Ösen an der Korbschale befestigt. Grundsätzlich hat jedes Zimmer einen eigenen Zugang, der mit einem Deckel verschliessbar ist. Duschen und Toiletten sind in einer separaten, mobilen Moduleinheit. Je nach Lage, Wetter und Bedarf wird das Hotel durch einen pneumatischen Gemeinschaftsraum ergänzt, der sowohl Küche und Frühstücksraum, als auch Kongresszentrum sein kann. Snuggle kann auch bestehende Bauten ergänzen wie Bauernhöfe, Parkhäuser, Gartenpavillions, Höhlen, leerstehende Supermärkte. In kälteren Jahreszeiten kann Snuggle auch in größeren, beheizbaren Hallen aufgebaut werden. raumlaborberlin, 9, snuggle_weba4.pdf 3

4 Gerüststangen Plattform 6 Schalen aus Weidengeflecht Acrylglashaube Textilüberzüge»Eisbär«raumlaborberlin, 9, snuggle_weba4.pdf 1. Plattform mit zwei Gerüststangen 2. Korbschale 1 3. Korbschale 2 4. Korbschale 3 5. in Gerüst einhängen 6. Korbschale 4 am Korb des Nachbarns befestigen 7. Korbschale 5 am Korb des Nachbarns befestigen 8. Korbschale 6 anbringen. Korbschalen untereinander verbinden 4

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