1 Einleitung 3. 2 Fragestellung 6. 3 Methode Versuchspersonen Instrument zur Erfassung der Akzeptanz von Lügen 8

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1 Universität Regensburg WS 01/02 Institut für Experimentelle Psychologie Lehrstuhl Prof. Lukesch PWP: Empirische Erhebung zum Bereich der Medien- und Gesundheitspsychologie Akzeptanz von Lügen Martina Brunhuber Tanja Meindl Claudia Reinhold Nicole Urban

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 3 2 Fragestellung 6 3 Methode Versuchspersonen Instrument zur Erfassung der Akzeptanz von Lügen Untersuchungsablauf Überprüfung der Meßinstrumente Datenauswertungsmethode 11 4 Ergebnisse Ergebnisse zur Hypothese 1 (Vergleich der Lügenarten) Ergebnisse zur Hypothese 2 (Geschlecht - Lügenakzeptanz) Ergebnisse zur Hypothese 3 (emotionale Beziehung - Lügenakzeptanz) Ergebnisse zur Hypothese 4 (Studienfach - Lügenakzeptanz) Ergebnisse zur Hypothese 5 (Akzeptanz der Lügen - Anzahl der Lügen pro Tag - Erfolg der Lüge) 21 5 Diskussion 22 6 Zusammenfassung 27 7 Literaturverzeichnis 28 8 Anhang 29 A. Graphiken 29 B. Fragebogen 33 2

3 Einleitung 1 Einleitung Die Sprache wurde dem Menschen gegeben, damit er seine Gedanken verhüllen kann! (Strasser, 1995, S. 68). Nach diesem Zitat von Charles-Maurice Talleyrand nutzt der Mensch seine sprachlichen Fähigkeiten, um seine Mitmenschen zu täuschen. Und er setzt sie ein - gnadenlos - in allen Bereichen. Geheimkonten, Flugaffäre, Spendenskandal: Als Politiker muss man Spezialist auf dem Gebiet der Glaubwürdigkeit sein - egal, ob man wahrhaftige Informationen vermittelt oder. (...) Und damit können sie rein technisch auch gut lügen. Dieses Zeugnis stellt Psychologin und Lügenforscherin Jeannette Schmid der Mehrheit der Politiker aus (Streck, 2001, S. 52). Doch was unbeachtet bleiben sollte: Auch Otto-Normalverbraucher bedient sich tagtäglich kleiner Lügengeschichten. Uneingeschränkte Ehrlichkeit und Offenheit im Alltag stellen die Ausnahme als die Regel dar. Besonders wenn es sich um kulturell weniger verwerfliche Erscheinungsformen der Lüge handelt, wie Übertreibung, Angeberei, Schmeichelei, Nachgeben, Kompromisse, gezieltes Weglassen, rücksichtsloses Verschweigen, bewusste Vereinfachung oder Höflichkeitsgesten (Knapp & Comadena, 1979, zitiert nach Fiedler, 1989, S. 127). Auch aus wissenschaftlicher Perspektive wird dieses Alltagsphänomen eingehend untersucht. Im Rahmen der Kriminalpsychologie steht die Frage der Lügendetektion im Mittelpunkt. Das Überprüfen von Zeugenaussagen hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes bzw. ihrer Glaubwürdigkeit stellt dabei einen wichtigen Forschungsschwerpunkt dar. Darüber hinaus werden verschiedene Maßnahmen zur Entlarvung von Lügnern entwickelt: Wichtig ist dabei, plötzliche Veränderungen in Gestik, Mimik, Blickkontakt, Wortwahl usw. zu registrieren (...) (Füllgrabe, 1996, S. 116). Ein weiteres Forschungsinteresse besteht in Untersuchungen zur Lügenhäufigkeit. Diese wird meist in Form von Lügentagebüchern erhoben, in denen die Probanden ihr eigenes alltägliches Lügenverhalten dokumentieren sollen. Der Psychologe John Frazer behauptet in diesem Zusammenhang, dass der Mensch täglich durchschnittlich bis zu 200 Mal lügt (Stiegnitz, 2001, S. 2). Und das aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Der Aufweis verschiedenster Motive, mit denen Menschen ihre Lügengeschichten begründen, ist Forschungsgegenstand von Untersuchungen zur Rechtfertigung von Lügen. Laut einer Studie von Stiegnitz lügen 41% der Menschen, um sich Ärger zu ersparen, 14%, um sich ihr Le- 3

4 Einleitung ben bequemer zu gestalten, 8,5% um geliebt zu werden und 6% lügen aus Faulheit (Stiegnitz, 2001, S. 2). Auch Schmid unterscheidet zwischen verschiedenen Motiven: senderorientierten, empfängerorientierten und beziehungsorientierten. Erstere sind überwiegend auf das Wohl des Senders, also des Lügners, ausgerichtet. Dabei versucht der Lügner, einen materiellen Vorteil zu erzielen, indem Lügen herangezogen werden, die seinen persönlichen Gewinn vermehren oder sein Leben einfacher und angenehmer machen sollen. Auch versucht er dadurch Informationen zu erhalten, einer Bestrafung zu entgehen, seinen Besitz und seine Sicherheit zu wahren oder seine Kompetenz zu erhöhen. Zudem spielen in diesem Zusammenhang psychologische Gründe, wie z. B. der Schutz des Lügners vor Peinlichkeiten oder Gesichtsverlust, eine wichtige Rolle (Schmid, 2000, S ). Zu den empfängerorientierten Motiven zählt Schmid Lügen, die darauf abzielen, den Empfänger vor der Wahrheit zu schützen. Die zugrundeliegende Rechtfertigung zielt darauf ab, den Empfänger zum eigenen Wohl zu täuschen, ausgehend von der Annahme, dass er zu einem späteren Zeitpunkt dafür dankbar wäre und auch an der Stelle des Lügners so handeln würde (Schmid, 2000, S. 165). Laut einer Studie von Turner, Edgley und Olmstead (1975) dienen beziehungsorientierte Motive dem Ziel, Beziehungen aufrecht zu erhalten oder sie zu beenden. Auch Konfliktvermeidung wird in 22,2% der Interaktionen als Grund für Unwahrheiten genannt (Turner et al., 1975, zitiert nach Schmid, 2000, S ). Ausgehend von diesen Ergebnissen stellt sich die Frage, ob eine Reihe weiterer interessanter Motive zur Rechtfertigung von Lügen von Bedeutung sein könnten. Bei der nachfolgenden Untersuchung werden deshalb Motive wie Höflichkeit, Schutz der eigenen Person, Schutz anderer Personen, Selbstdarstellung, Manipulation, Rache sowie die klassische Notlüge in den Mittelpunkt gestellt. Anhand von kurzen, frei erfundenen Lügengeschichten sollen Probanden die Rechtfertigung der Lügenmotive beurteilen. Die Bewertung soll auf einer sechsstufigen Skala von bis erfolgen. Lüge wird dabei als eine bewusste Verbreitung von Unwahrheiten definiert. Weiterhin ist von Interesse, welchen Einfluss die soziale Beziehung zwischen Lügner und Belogenem auf die Lügensituation beziehungsweise auf deren Rechtfertigung ausübt. In einer Tagebuch-Studie von DePaulo, Kashy, Kirkendol, Wyer und Epstein (1996) wird unter anderem die Enge der Beziehung zwischen den Interaktionspartnern erfragt, wobei davon ausge- 4

5 Einleitung gangen wird, dass in engen und für bedeutsam erachteten Beziehungen weniger gelogen wird. Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass dies für gleichgeschlechtliche Beziehungen auch zutrifft (Kashy & DePaulo, 1996, zitiert nach Schmid, 2000, S. 187). Doch wird generell in sozial bedeutsameren Beziehungen weniger häufig gelogen, als dies in sozial unbedeutsameren Beziehungen der Fall ist. Ohne dabei zwischen gleich- bzw. verschieden geschlechtlichen Beziehungen zu unterscheiden, wird versucht, mit dem zu entwickelnden Fragebogen den Einfluss dieses Aspektes auf herangezogene Rechtfertigungsstrategien zu erfassen. Nicht nur unterschiedliche Beziehungsmuster könnten eine wichtige Rolle spielen, sondern auch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Gruppen. Ausgehend von der Studie von Kashy und DePaulo (1996), wonach Studierende in jeder dritten, jedoch Nicht-Studierende lediglich in jeder fünften Interaktion lügen (Schmid, 2000, S. 10), soll in der nachfolgenden Untersuchung nur dem Status Student versus Nicht-Student, sondern auch den verschiedenen Studienrichtungen Beachtung geschenkt werden: Unterschieden werden Psychologen, Theologen, Naturwissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftler. Diesem Vorgehen liegt die Annahme zugrunde, dass unterschiedliche Personengruppen verschiedenste Rechtfertigungsstrategien für die Bewertung von Lügen heranziehen. Dies zeigt sich auch in geschlechtsspezifischen Untersuchungen: Frauen scheinen sich jedoch, im Vergleich zu Männern, auf prosoziale Lügen zu spezialisieren bzw. ihre unterstützende Kommunikationsweise teilweise auf dem Weg der Täuschung zu Wege zu bringen (DePaulo, Epstein & Wyer, 1993, zitiert nach Schmid, 2000, S. 167). Nach Camden et al. (1984) verwenden Frauen beziehungsorientierte Lügen vor allem dazu, ihre wahren Gefühle zu verbergen und Interaktionen zu vermeiden (Schmid, 2000, S. 166). Da also Frauen und Männer anscheinend unterschiedliche Motive zur Rechtfertigung ihrer Lügen verwenden, erfolgt die geschlechtsspezifische Erfassung der Lügenrechtfertigung auch in der folgenden Untersuchung. 5

6 Fragestellung 2 Fragestellung Ausgehend von den oben aufgeführten Studien von Schmid (2000), Stiegnitz (2001) und Turner et al. (1975) werden in dieser Untersuchung eine Reihe verschiedener Lügenarten bezüglich ihrer Rechtfertigung erfasst. Dabei werden die Lügenmotive Höflichkeit, Schutz der eigenen Person, Schutz anderer Personen, Selbstdarstellung, Manipulation, Rache und die Notlüge unterschieden. Es wird angenommen, dass sich die einzelnen Arten von Lügen in dem Ausmaß ihrer Akzeptanz voneinander unterscheiden. Dies führt zu folgender Hypothese: Hypothese 1: Es besteht ein Unterschied in der Akzeptanz von Lügen aufgrund ihrer unterschiedlichen Motive. Die geschlechtsspezifisch ausgewerteten Untersuchungen zu Lügen zeigen, dass zwischen Frauen und Männern ein Unterschied in der Verwendung von Lügen besteht. In dieser Arbeit wird deshalb untersucht, ob sich die beiden Geschlechter auch in der Akzeptanz der oben genannten Arten von Lügen unterscheiden. Hypothese 2: Bei Männern und Frauen zeigt sich eine unterschiedliche Akzeptanz der einzelnen Arten von Lügen. Als weitere Einflussvariable wird die emotionale Bedeutsamkeit der Beziehung zwischen Lügner und Belogenem in die Untersuchung aufgenommen. DePaulo et al. (1996) zeigen in ihrer Studie, dass die Enge der Beziehung einen Einfluss auf die Häufigkeit des Lügens bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen hat. Ohne zwischen gleich- und verschiedengeschlechtlichen Beziehungen zu unterscheiden, wird hier untersucht, wie sich die Bedeutsamkeit der Beziehung auf die Akzeptanz der verschiedenen Arten von Lügen auswirkt. Hypothese 3: Bei der Akzeptanz der Lügen ist es entscheidend, ob es sich um eine emotional bedeutsame oder eine emotional unbedeutsame Beziehung zwischen Lügner und Belogenem handelt. Weiterhin wird aufgrund der Ergebnisse von Kashy und DePaulo (1996), nach denen es einen Unterschied in der Häufigkeit der Verwendung von Lügen zwischen Studierenden und Nicht- 6

7 Fragestellung Studierenden bzw. Berufstätigen gibt, untersucht, ob sich dieser Unterschied auch in dem Ausmaß der Akzeptanz der einzelnen Lügenarten widerspiegelt. Die Studierenden sollen dabei in verschiedene Studienrichtungen eingeteilt werden: Psychologen, Theologen, Naturwissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftler. Es wird vermutet, dass es einen Unterschied in der Rechtfertigung der einzelnen Arten von Lügen gibt, nur zwischen den Berufstätigen und den Studierenden, sondern auch zwischen den einzelnen Studienrichtungen. Hypothese 4: Es wird eine unterschiedliche Akzeptanz der Lügenmotive zwischen den verschiedenen Personengruppen (Berufstätige, Psychologen, Theologen, Naturwissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftler) erwartet. Da in den bisherigen Studien keine Untersuchungen über einen möglichen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Gebrauchs von Lügen, deren Erfolg und der allgemeinen Akzeptanz von Lügen durchgeführt wurden, wird die folgende Hypothese in diese Studie aufgenommen. Hypothese 5: Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Lügens, dem geschätzten Erfolg beim Lügen und der Akzeptanz der einzelnen Lügenarten. 7

8 Methode 3 Methode 3.1 Versuchspersonen Die Stichprobe besteht aus 45 männlichen und 58 weiblichen Versuchspersonen, die sich aus Studenten der Fachrichtungen Psychologie, Theologie, Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft sowie aus Nicht-Studenten verschiedener Berufsgruppen zusammensetzen (vgl. Tab. 1). Die Versuchspersonen wurden nach Geschlecht, Alter und Studienfachrichtung ausgewählt. Dabei wurde auf eine annähernde Gleichverteilung der einzelnen Kriterien geachtet. Tabelle 1: Häufigkeitsverteilung der männlichen und weiblichen Versuchspersonen in Bezug auf das Studienfach Psychologie Theologie Berufs- Natur- Wirtschaft Gesamt tätige wissenschaft männlich weiblich Gesamt Es besteht ein hoch signifikanter Zusammenhang zwischen Studienfach und Geschlecht ( χ 2 (4, N = 103) = 14.57, p <.01). Dieser entsteht, da mehr Frauen in den Studienfächern Psychologie und Theologie vertreten sind, wohingegen mehr Männer Wirtschaftswissenschaften studieren. Das Durchschnittsalter der Versuchspersonen beträgt Jahre (SD 9,33), wobei die jüngste Versuchsperson 17 Jahre und die älteste 66 Jahre alt ist. 3.2 Instrument zur Erfassung der Akzeptanz von Lügen Zur Erfassung der Akzeptanz von Lügen wurde ein aus vier Teilen bestehender Fragebogen entwickelt. Dieser wird mit einer Instruktion eingeleitet, in welcher - im Hinblick auf den Aspekt der sozialen Erwünschtheit der Antworten - ausdrücklich auf die Anonymität der Umfrage hingewiesen wird. Außerdem enthält die Instruktion Anweisungen zum Ausfüllen des Fragebogens und die Angabe des Themas der Befragung (vgl. Anhang B). 8

9 Methode Der zweite Teil besteht aus 28 Items zur Erfassung der Akzeptanz von Lügen. Die Items sind von den Autoren frei erfundene Szenen, in denen eine Person eine andere belügt. Das Motiv des Lügners wird dabei variiert. Es werden sieben Arten von Lügen unterschieden. Dabei handelt es sich um Höflichkeitslügen, Lügen zum Schutz der eigenen Person, Lügen zum Schutz anderer Personen, Lügen zur Selbstdarstellung, Lügen zur Manipulation, Lügen aus Rache und Notlügen. Die Beziehung der beiden Interaktionspartner wurde gleich häufig als emotional bedeutsam und emotional unbedeutsam eingeteilt. Unter einer emotional bedeutsamen Beziehung wird ein enges Verwandtschaftsverhältnis wie Mutter-Kind oder eine enge Freundschafts- bzw. Paarbeziehung verstanden. Zwei sich fremde oder nur flüchtig bekannte Personen werden als in einer emotional unbedeutsamen Beziehung stehend betrachtet. Die Versuchspersonen können auf einer sechsstufigen Skala das Ausmaß ihrer Akzeptanz bzw. Rechtfertigung der jeweiligen Lügengeschichte angeben. Die Antwortskala reicht von Stufe 1 = bis Stufe 6 =. Die Reihenfolge der Items wurde nach dem Zufallsprinzip vergeben. Im dritten Teil des Fragebogens werden demographische Daten wie Geschlecht, Alter, Studienfach und Semesteranzahl bzw. Beruf erhoben, nachdem erneut auf Anonymität der Angaben hingewiesen wird. Der letzte Teil enthält drei Selbsteinschätzungen der Versuchsperson. Sie soll auf einer vierbzw. fünfstufigen Skala einschätzen, wie häufig sie lügt, welchen Erfolg sie mit den Lügen erzielt und ob andere Personen häufiger oder seltener lügen als sie selber. 3.3 Untersuchungsablauf Der Fragebogen wurde durch die Autoren oder über Dritte an die Versuchspersonen ausgeteilt. Diese füllten den Fragebogen selbstständig und ohne Zeitdruck aus. Psychologiestudenten erhielten für die Rückgabe ihres ausgefüllten Fragebogens eine Versuchspersonenstunde als Belohnung. Die anderen Versuchspersonen erhielten keine Entschädigung für ihren Arbeitsaufwand. 9

10 Methode 3.4 Überprüfung der Meßinstrumente Zur Überprüfung der Reliabilität der Skalen wird eine Itemanalyse für die einzelnen Lügenarten und die Skala der emotionalen Beziehung durchgeführt (vgl. Tab. 2 und 3). Tabelle 2: Itemkennwerte Item a) M SD rit 1 rit 2 G 1: Manipulation emotional bedeutsam G 19: Manipulation emotional bedeutsam G 7: Manipulation emotional unbedeutsam G 15: Manipulation emotional unbedeutsam G 2: Höflichkeit emotional bedeutsam G 21: Höflichkeit emotional bedeutsam G 17: Höflichkeit emotional unbedeutsam G 24: Höflichkeit emotional unbedeutsam G 3: Schutz des anderen emotional bedeutsam G 27: Schutz des anderen emotional bedeutsam G 5: Schutz des anderen emotional unbedeutsam G 10: Schutz des anderen emotional unbedeutsam G 11: Rache emotional bedeutsam G 14: Rache emotional bedeutsam G 4: Rache emotional unbedeutsam G 28: Rache emotional unbedeutsam G 8: Selbstdarstellung emotional bedeutsam G 23: Selbstdarstellung emotional bedeutsam G 6: Selbstdarstellung emotional unbedeutsam G 12: Selbstdarstellung emotional unbedeutsam G 9: Selbstschutz emotional bedeutsam G 25: Selbstschutz emotional bedeutsam G 18: Selbstschutz emotional unbedeutsam G 26: Selbstschutz emotional unbedeutsam G 13: Notlüge emotional bedeutsam G 22: Notlüge emotional bedeutsam G 16: Notlüge emotional unbedeutsam G 20: Notlüge emotional unbedeutsam Anmerkungen: M = Mittelwert, SD = Standardabweichung, rit = Corrected Item-Total Correlation. a) G 1 - G 28 = Nummer der Geschichte im Fragebogen; 1 = Items einer Lügenart; 2 = Items der emotionalen Bedeutung. 10

11 Methode Tabelle 3: Skalenkennwerte Skala M SD Alpha Manipulation Höflichkeit Schutz des anderen Rache Selbstdarstellung Selbstschutz Notlüge emotional bedeutsame Beziehung emotional unbedeutsame Beziehung Datenauswertungsmethode Mit Hilfe von Pearson-Korrelationskoeffizienten wird ein Zusammenhang der Variablen Geschlecht, Alter, Anzahl der Lügen pro Tag, geschätzter Erfolg der Lügen, Vergleich der Lügenhäufigkeit mit anderen, einzelne Lügenarten (Manipulation, Höflichkeit, Schutz des anderen, Rache, Selbstdarstellung, Selbstschutz, Notlüge), Mittelwert der gesamten Lügenarten und emotionale Beziehung (emotional bedeutsam, emotional unbedeutsam) geprüft. Auf die gleiche Weise wird die emotionale Bedeutung (emotional bedeutsam/emotional unbedeutsam) innerhalb der einzelnen Lügenarten miteinander verglichen. Die oben aufgeführten Variablen werden mit dem Kolmogorov-Smirnov-Anpassungstest auf Normalverteilung getestet. Die Berechnung auf Normalverteilung ergibt für Geschlecht, Alter, Studienfach, Anzahl der Lügen pro Tag, geschätzter Erfolg der Lüge und die Lügenarten Manipulation, Schutz des anderen und Rache signifikante Ergebnisse für p <.05 (vgl. Tab. 4). Diese Items sind normalverteilt. Für die anderen Variablen werden keine signifikanten Ergebnisse erreicht (vgl. Tab. 4). Tabelle 4: Berechnung auf Normalverteilung mit dem Kolmogorov-Smirnov-Anpassungstest Item M SD Kolmogorov- Smirnov- Anpassungstest Geschlecht a) * * Alter * * Anzahl der Lügen pro Tag * * 11

12 Methode Item M SD Kolmogorov- Smirnov- Anpassungstest geschätzter Erfolg der Lüge * * emotional bedeutsam emotional unbedeutsam Manipulation * Höflichkeit Schutz des anderen * * Rache * * Selbstdarstellung Selbstschutz Notlüge Anmerkungen: *) sign. 5%, * *) sign. 1% a) männlich = 1, weiblich = 2 Zur Überprüfung der Varianzhomogenität wird bei den durchgeführten Varianzanalysen jeweils ein Levene-Test vorangestellt. Ein Unterschied in der Akzeptanz der einzelnen Lügenarten wird mittels einzelner t-tests bei gepaarten Stichproben ermittelt. Zur Beurteilung der Auswirkung des Geschlechts bzw. der Studienrichtung auf die Akzeptanz der verschiedenen Lügenarten wird jeweils eine einfaktorielle Varianzanalyse berechnet. Zum Vergleich der Bedeutung der emotionalen Beziehung zwischen Lügner und Belogenem bezüglich der Akzeptanz von Lügen wird ein t-test bei gepaarten Stichproben verwendet. Im Falle signifikanter Ergebnisse bei Varianzanalysen werden diese mittels Post-hoc-Tests genauer untersucht. 12

13 Ergebnisse 4 Ergebnisse 4.1 Ergebnisse zur Hypothese 1 (Vergleich der Lügenarten) Mit dem Korrelationskoeffizient nach Pearson erhält man für den Vergleich der einzelnen Lügenarten untereinander einen hoch signifikanten positiven Zusammenhang für alle Paare außer Manipulation und Höflichkeit, Manipulation und Schutz des anderen, Schutz des anderen und Rache sowie Schutz des anderen und Selbstdarstellung (vgl. Tab. 5). Tabelle 5: Ergebnisse des Korrelationskoeffizienten nach Pearson Itempaar (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (1) * *.34 * *.27 * *.37 (2).48 * *.23 *.33 * *.48 * *.35 * * (3) * *.40 * * (4).42 * *.24 *.28 * * (5).51 * *.62 * * (6).63 * * (7) Anmerkungen: (1) = Manipulation, (2) = Höflichkeit, (3) = Schutz des anderen, (4) = Rache, (5) = Selbstdarstellung, (6) = Selbstschutz, (7) = Notlüge *) sign. 5%, * *) sign. 1% Bei den anschließend durchgeführten t-tests für gepaarte Stichproben werden alle t-werte auf dem Alphaniveau von 1% hoch signifikant (vgl. Tab. 6). Aufgrund der Ergebnisse wird die Nullhypothese zurückgewiesen. Tabelle 6: Ergebnisse der t-tests für gepaarte Stichproben Itempaar (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (1) * * * * 8.76 * * * * * * * * (2) * * * * * * 2.81 * * 6.28 * * (3) * * * * * * * * (4) * * * * * * (5) * * * * (6) 5.08 * * (7) Anmerkungen: (1) = Manipulation, (2) = Höflichkeit, (3) = Schutz des anderen, (4) = Rache, (5) = Selbstdarstellung, (6) = Selbstschutz, (7) = Notlüge *) sign. 5%, * *) sign. 1% 13

14 Ergebnisse Die unterschiedlichen Ausprägungen der durchschnittlichen Akzeptanz der einzelnen Lügenarten über alle Personengruppen hinweg werden in der folgenden Abbildung deutlich: 5,00 4,50 4,53 4,00 Mittelwert 3,50 3,00 2,50 3,76 2,48 3,52 3,17 2,00 2,11 1,50 1,00 1,51 Manipulation Höflichkeit Rache Schutz des anderen Selbstdarstellung Selbstschutz Notlüge Abbildung 1: Mittelwerte der Akzeptanz der verschiedenen Lügenarten 4.2 Ergebnisse zur Hypothese 2 (Geschlecht - Lügenakzeptanz) Mittels Korrelationskoeffizienten werden die Zusammenhänge zwischen Geschlecht und der Akzeptanz der verschiedenen Arten von Lügen bzw. der Art der emotionalen Beziehung berechnet, die Ergebnisse sind in keinem Fall signifikant (vgl. Tab. 7). Die Mittelwertsvergleiche mit Hilfe einfaktorieller Varianzanalysen ergeben ebenso keine signifikanten Werte (vgl. Tab. 7). Mit Hilfe des Levene-Tests wird eine Varianzhomogenität für die Variablen Manipulation, Höflichkeit, Schutz des anderen, Selbstdarstellung, Selbstschutz, Notlüge, emotional bedeutsame Beziehung und emotional unbedeutsame Beziehung nachgewiesen (vgl. Tab. 7). Die Nullhypothese muss beibehalten werden. 14

15 Ergebnisse Tabelle 7: Zusammenhänge zwischen Geschlecht und Lügenart Item Korrelation Levene- F Statistik Manipulation Höflichkeit Schutz des anderen Rache * 2.47 Selbstdarstellung Selbstschutz Notlüge emotional bedeutsame Beziehung emotional unbedeutsame Beziehung Anmerkungen: *) sign. 5%, * *) sign. 1% 4.3 Ergebnisse zur Hypothese 3 (emotionale Beziehung - Lügenakzeptanz) Es besteht ein hoch signifikanter Zusammenhang zwischen den Arten der emotionalen Beziehung und der Akzeptanz von Lügen (r =.74, p <.01). Mittels t-tests bei gepaarten Stichproben zeigt sich, dass sich die Akzeptanz von Lügen aufgrund der emotionalen Beziehung der Beteiligten unterscheidet. Der Mittelwert für die emotional bedeutsamen Items beträgt 2.86 (SD =.60) und der für die emotional unbedeutsamen Items ist 3.17 (SD =.46). Daraus ergibt sich ein t-wert von (df = 102) bei p <.01 (vgl. Abb. 2). Die Nullhypothese muss demnach verworfen werden. 15

16 Ergebnisse 3,4 3,3 Mittelwert 3,2 3,1 3,17 3,0 2,9 2,8 2,86 2,7 2,6 2,5 emotional bedeutsam emotional unbedeutsam Abbildung 2: Mittelwerte der Akzeptanz der Items für emotional bedeutsame bzw. unbedeutsame Beziehungen Aufgrund der signifikanten Ergebnisse werden zusätzlich t-tests nach der Art der emotionalen Beziehung innerhalb der einzelnen Lügenarten durchgeführt. Die Korrelationen aller Paare sind, wie für diesen Test vorausgesetzt wird, positiv und signifikant (vgl. Tab. 8). Bis auf die Paare Höflichkeit und Selbstdarstellung erhält man signifikante t-werte (vgl. Tab.8). Tabelle 8: Zusammenhang zwischen den Arten der emotionalen Beziehungen innerhalb der Lügenarten Itempaar M SD Korrelation t-wert Manipulation emotional bedeutsam Manipulation emotional unbedeutsam * * 3.31 * * Höflichkeit emotional bedeutsam Höflichkeit emotional unbedeutsam * * Schutz des anderen emotional bedeutsam Schutz des anderen emotional unbedeutsam * * * * Rache emotional bedeutsam Rache emotional unbedeutsam Selbstdarstellung emotional bedeutsam Selbstdarstellung emotional unbedeutsam * * 4.13 * * * *.05 16

17 Ergebnisse Itempaar M SD Korrelation t-wert Selbstschutz emotional bedeutsam Selbstschutz emotional unbedeutsam * * * * Notlüge emotional bedeutsam Notlüge emotional unbedeutsam * * * Anmerkungen: *) sign. 5%, * *) sign. 1% Die Darstellung der Mittelwerte der einzelnen Variablen in Bezug auf die emotionale Bedeutung erfolgt im Anhang A. 4.4 Ergebnisse zur Hypothese 4 (Studienfach - Lügenakzeptanz) Zu Beginn wird eine Prüfung der Varianzhomogenität in den einbezogenen Gruppen untersucht. Der Levene-Test erbringt signifikante Ergebnisse für die Lügenarten Schutz des anderen und Rache. Somit ist bei diesen Werten keine Varianzhomogenität gegeben. Die Levene- Statistik der anderen Variablen erreicht keine Signifikanz (vgl. Tab. 9). Für die Lügenarten Manipulation, Schutz des anderen, Selbstschutz sowie die beiden Arten der emotionalen Beziehung erhält man in Bezug auf die Studienrichtung signifikante F-Werte auf 5%-igem Alphaniveau. Die Skalen Höflichkeit, Rache, Selbstdarstellung und Notlüge erreichen auf diesem Niveau keine Signifikanz (vgl. Tab. 9). Diese Ergebnisse führen zum Ablehnen der Nullhypothese. Tabelle 9: Ergebnisse des Levene-Tests und der Varianzanalyse Item Levene-Statistik F Manipulation * Höflichkeit Schutz des anderen 4.58 * * 4.42 * * Rache 2.87 * 2.37 Selbstdarstellung Selbstschutz * * Notlüge emotional bedeutende Beziehung * emotional unbedeutende Beziehung * Anmerkungen: *) sign. 5%, * *) sign. 1% 17

18 Ergebnisse Bei den Post-hoc-Tests zeigt sich ein Unterschied der Mittelwerte für die Akzeptanz der einzelnen Lügenarten zwischen den verschiedenen Studienfächern (vgl. Tab. 10) für: Wirtschaftswissenschaftler versus Berufstätige für Manipulation (mittlere Differenz (MD) =.60, p <.05), Theologen versus Wirtschaftswissenschaftler für Schutz des anderen (MD =.67, p <.05) und Selbstschutz (MD =.86, p <.05), Psychologen versus Theologen für Schutz des anderen (MD =.60, p <.05) und Selbstschutz (MD =.78, p <.05) und Berufstätige versus Theologen für Selbstschutz (MD =.81, p <.05). In den Arten der emotionalen Beziehung ergibt sich ein Unterschied der Theologen versus der Berufstätigen für emotional bedeutsame Beziehungen (MD =.50, p <.05) und für emotional unbedeutsame Beziehungen (MD =.37, p <.05), sowie der Theologen versus der Wirtschaftswissenschaftler für emotional unbedeutsame Beziehungen (MD =.42, p <.05). Tabelle 10: Deskriptive Daten der sich unterscheidenden Studienrichtungen bezüglich der jeweiligen Lügenart Lügenart Fachrichtung M MD SD Manipulation Berufstätige Wirtschaftswissenschaft *.56 Schutz des anderen Theologie Wirtschaftswissenschaft *.46 Psychologie Theologie *.87 Selbstschutz Theologie Wirtschaftswissenschaft *.61 Psychologie Theologie *.84 Berufstätige Theologie *.84 emotional bedeutsame Beziehung Theologie Berufstätige *.64 emotional unbedeutsame Beziehung Theologie Berufstätige *.48 Theologie Wirtschaftswissenschaft *.43 Anmerkungen: *) sign. 5%, MD = mittlere Differenz 18

19 Ergebnisse Die folgenden Abbildungen (vgl. Abb. 3-7) verdeutlichen den Unterschied in der Akzeptanz der jeweiligen Lügenarten bzw. der Art der emotionalen Beziehung zwischen den einzelnen Personengruppen. 2,6 2,5 Mittelwert von Manipulation 2,4 2,3 2,2 2,1 2,0 1,9 1,8 Psychologie Theologie Beruf Naturwissenschaft Wirtschaft Abbildung 3: Mittelwerte der Akzeptanz von Lügen mit dem Motiv Manipulation für die verschiedenen Personengruppen 5,0 Mittelwert von Schutz des anderen 4,8 4,6 4,4 4,2 4,0 Psychologie Theologie Beruf Naturwissenschaft Wirtschaft Abbildung 4: Mittelwerte der Akzeptanz von Lügen mit dem Motiv Schutz des anderen für die verschiedenen Personengruppen 19

20 Ergebnisse 4,0 3,8 Mittelwert von Selbstschutz 3,6 3,4 3,2 3,0 2,8 Psychologie Theologie Beruf Naturwissenschaft Wirtschaft Abbildung 5: Mittelwerte der Akzeptanz von Lügen mit dem Motiv Selbstschutz für die verschiedenen Personengruppen 3,1 Mittelwert von emotional bedeutend 3,0 2,9 2,8 2,7 2,6 2,5 Psychologie Theologie Beruf Naturwissenschaft Wirtschaft Abbildung 6: Mittelwerte der Akzeptanz von Lügen in emotional bedeutsamen Beziehungen für die verschiedenen Personengruppen 20

21 Ergebnisse 3,4 Mittelwert von emotional unbedeutend 3,3 3,2 3,1 3,0 2,9 2,8 Pychologie Theologie Beruf Naturwissenschaft Wirtschaft Abbildung 7: Mittelwerte der Akzeptanz von Lügen in emotional unbedeutsamen Beziehungen für die verschiedenen Personengruppen 4.5 Ergebnisse zur Hypothese 5 (Akzeptanz der Lügen - Anzahl der Lügen pro Tag - Erfolg der Lüge) Mit Hilfe des Pearson-Korrelationskoeffizienten kann für die Variablen Mittelwert der Akzeptanz der Lügen (Mittelwert über alle Lügenitems einer Vp) und Erfolg der Lüge (r =.23, p <.05) ein signifikanter Zusammenhang deutlich gemacht werden. Für die anderen Variablen Anzahl der Lügen pro Tag sowie Mittelwert der Akzeptanz der Lügen (r =.15) und Erfolg der Lüge und Anzahl der Lügen pro Tag (r =.07) ergibt sich keine Signifikanz. 21

22 Diskussion 5 Diskussion Mit der vorliegenden Arbeit wird untersucht, in wieweit verschiedene Personengruppen Lügen mit unterschiedlichen Motiven akzeptieren. Dabei werden Lügen zur Manipulation, zur Selbstdarstellung, zum Schutz des anderen, zum Selbstschutz sowie Lügen aus Höflichkeit, aus Rache und die klassische Notlüge betrachtet. Die Probanden werden nach Geschlecht bzw. nach ihrer Studienrichtung oder Berufstätigkeit eingeteilt. Weiterhin wird die Auswirkung der emotionalen Beziehung zwischen Lügner und Belogenem auf die Akzeptanz der einzelnen Lügenarten untersucht. Die Studien von Schmidt (2000) und Stiegnitz (2001) zeigen, dass aus unterschiedlichsten Beweggründen gelogen wird. In dieser Untersuchung wird zusätzlich deutlich, dass die Akzeptanz einer Lüge von der Intention des Lügners abhängt. So unterscheiden Personen, ob eine Lüge zur Manipulation, zur Selbstdarstellung, zum Schutz des anderen, zum Selbstschutz, aus Höflichkeit, aus Rache oder aus einer Notlage heraus getätigt wird. Dabei werden Lügen zum Schutz anderer Personen toleriert als beispielsweise Lügen mit dem Ziel, sich an jemandem zu rächen (vgl. Abb. 1). Auch Lügen zum Selbstschutz, Lügen aus Höflichkeit oder Notlügen werden im Allgemeinen weniger verurteilt als Lügen zur Manipulation oder Lügen, um die eigene Person besser darzustellen. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass Menschen Lügen grundsätzlich als positiv oder negativ bewerten, sondern nach ihren zugrunde liegenden Motiven differenzieren. Hierbei fällt auf, dass vor allem Lügen, die dazu dienen, Mitmenschen oder sich selbst zu schützen, positiver bewertet werden. Anscheinend spielen in diesem Zusammenhang soziale und moralische Faktoren eine wichtige Rolle. So könnte sich beispielsweise die Rechtfertigung von Höflichkeitslügen damit erklären lassen, dass man mit deren Hilfe unangenehmen sozialen Situationen leichter ausweichen kann, ohne andere Personen zu beleidigen oder zu verletzen. Racheakte oder manipulatives Einwirken scheinen dagegen nach wie vor als verwerflich zu gelten. Demnach werden Lügen mit diesen Beweggründen weniger toleriert (vgl. Abb. 1). In diesem Zusammenhang wird ein Bezug zu den in der Gesellschaft geltenden Werten und Normen vermutet. Dieser müsste jedoch in einer gesonderten Studie untersucht werden. Auffällig ist weiterhin, dass die Bewertung von Lügen zum Selbstschutz bzw. zur Selbstdarstellung hoch mit der Einschätzung von Notlügen korrelieren (r =.63 bzw. r =.62). Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass in vielen alltäglichen Situationen Notlügen als Mittel zum Selbstschutz bzw. zur Selbstdarstellung einge- 22

23 Diskussion setzt werden und somit diese Lügenarten konfundiert sind. Bezüglich der ersten Hypothese unterstützen die Ergebnisse die Annahme, dass ein Unterschied in der Akzeptanz von Lügen aufgrund ihrer unterschiedlichen Motive besteht. Für die Lügenakzeptanz im Vergleich zwischen Männern und Frauen ist kein Unterschied festzustellen. Beide Geschlechter bewerten die untersuchten Lügenarten in gleicher Art und Weise. Im Gegensatz dazu stehen die Studien von DePaulo et al. (1993) und Camden et al. (1984), wonach Frauen und Männer unterschiedliche Motive zur Rechtfertigung ihrer Lügen verwenden. Auf dieser Grundlage wird auch für diese Untersuchung angenommen, dass beide Geschlechter Lügen in einem anderen Ausmaß akzeptieren. Dies kann jedoch aufgrund der Ergebnisse bestätigt werden. Anzumerken ist allerdings, dass die berechnete Levene- Statistk für die Lügenart Rache in Bezug auf das Geschlecht signifikant positiv wird. D. h. die vorausgesetzte Varianzhomogenität fehlt und die Durchführung einer Varianzanalyse sowie deren Interpretation wäre für dieses Itempaar streng genommen erlaubt. Die Untersuchung der Lügenakzeptanz in Bezug auf die emotionale Beziehung der Beteiligten bestätigt die Ergebnisse der Tagebuch-Studie von DePaulo et al. (1996): Die emotionale Beziehung hat für alle Lügenmotive einen offensichtlichen Einfluss auf deren Akzeptanz. Allerdings wird in dieser Untersuchung wie bei DePaulo (1996) zwischen gleich- und verschiedengeschlechtlichen Beziehungen differenziert. Deshalb kann nur allgemein über die Bedeutung der emotionalen Beziehung bei der Akzeptanz von Lügen eine Aussage gemacht werden. Lügen in emotional bedeutsamen Beziehungen werden dabei weniger akzeptiert als Lügen in emotional unbedeutsamen Beziehungen (vgl. Abb. 2). Für den Lügner scheint es demnach eine Rolle zu spielen, ob er sich gegenüber bekannten oder fremden Personen äußert. Dabei werden Unwahrheiten gegenüber emotional bedeutsamen Personen, wie z. B. Eltern, Geschwistern oder Freunden, als moralisch verwerflicher betrachtet, da eventuell das Bedürfnis nach intakten und vertrauten Beziehungen im Vordergrund steht. Folglich werden Lügen gegenüber fremden Personen als angesehen (vgl. Abb. 2). Eine Ausnahme stellt das Motiv der Selbstdarstellung dar (vgl. Anhang A, Abb. 12). Dies bedeutet, dass bei der Bewertung dieser Lügenart kein Unterschied zwischen emotional bedeutsamen und emotional unbedeutsamen Beziehungen besteht. Anscheinend möchte sich der Lügner, unabhängig von der Art der Beziehung, in fast allen Situationen von seiner besten Seite zeigen. Dadurch versucht er, sich Anerkennung, Bewunderung und Selbstbestätigung zu verschaffen, um somit sein Selbstbewusstsein zu stärken. Vermutlich erscheint den Versuchspersonen dies am ehesten nachvollziehbar und fließt in ihre Bewertung mit ein. Für die Lü- 23

24 Diskussion genmotive Rache und Manipulation zeigt sich ein weiteres überraschendes Resultat: Die Bewertung dieser Lügenarten erfolgt entgegen der allgemeinen Bewertungstendenz, d. h. sie werden in Beziehungen mit großer emotionaler Bedeutung toleriert (vgl. Anhang A, Abb. 8 und 11). Dies widerspricht den Erwartungen, zumal gerade Rache und Manipulation als Lügenmotive im Allgemeinen abgelehnt werden. Die Tatsache, dass Probanden besonders in engen Beziehungen Racheakte oder manipulatives Einwirken in Form von Lügen weniger verurteilen, kann in diesem Rahmen nur durch methodische Mängel erklärt werden. Der erstellte Fragebogen weist in einigen Punkten der Skalenkonstruktion Schwächen auf. So konnte z. B. für die Skala Manipulation nur ein niedriger Skalenkennwert errechnet werden (α =.43), was auf eine Inskonsistenz innerhalb der Skala hindeutet (vgl. Tab. 3). Ähnliche Mängel ergeben sich für das Motiv Rache innerhalb der Itemkennwerte (vgl. Tab. 2). Es liegt demnach nahe, dass die präsentierten Kurzgeschichten eindeutig formuliert sind und somit zu Missverständnissen auf Seiten der Probanden führen. Eine weitere Rolle spielt vermutlich, dass in jeder Lügenart nur vier Geschichten, zwei für emotional bedeutsame und zwei für emotional unbedeutsame Konstellationen verglichen werden. In nachfolgenden Studien könnte diese Schwachstelle durch die Präsentation einer höheren Anzahl von Lügengeschichten behoben werden. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt in der Unterscheidung der Lügenakzeptanz bezüglich verschiedener Personengruppen. In einer Studie von Kashy und DePaulo (1996) zur Akzeptanz von Lügen wird lediglich zwischen Studierenden und Nicht- Studierenden unterschieden. Im Gegensatz dazu werden in dieser Arbeit zusätzlich Studenten nach verschiedenen Studienrichtungen eingeteilt, wobei angenommen wird, dass diese unterschiedliche Rechtfertigungsstrategien für ihre Lügen heranziehen. Ausgehend von den Inhalten der jeweiligen Studienfächer bzw. Berufe lässt sich vermuten, dass die einzelnen Gruppen unterschiedliche Ausprägungen in ihren persönlichen Einstellungen gegenüber Lügen besitzen. Theologen werden demnach vom christlichen Wertesystem, in dem Lügen grundsätzlich als Sünde verstanden werden und vor allem Nächstenliebe und Achtung vor den Mitmenschen im Mittelpunkt stehen, geprägt sein. Wirtschaftwissenschaftler hingegen favorisieren vermutlich hauptsächlich materielle Faktoren, wie z. B. Gewinnmaximierung, Macht oder Erfolg. Die Annahme, dass sich diese Personengruppen in der Bewertung der einzelnen Lügenarten unterscheiden, kann aufgrund der Resultate bestätigt werden. Bei der graphischen Darstellung der Ergebnisse (vgl. Abb. 3-7) wird der Unterschied der Akzeptanz der jeweili- 24

25 Diskussion gen Lügenarten bzw. der Art der emotionalen Beziehung zwischen den Gruppen besonders deutlich: Bezüglich des Motivs Manipulation akzeptieren Berufstätige derartige Lügen tendenziell als Studierende. Besonders die Resultate der Berufstätigen im Vergleich zu Studierenden der Wirtschaftswissenschaften werden hier signifikant (vgl. Tab. 10). D. h. Berufstätige sehen Lügen zur Manipulation als an. Womöglich ist dies ein Indiz dafür, dass Berufstätige am Arbeitsplatz häufiger in Manipulationsstrategien, z. B. Mobbing, involviert werden, sodass ihre Hemmschwelle gegenüber manipulativer Beeinflussung gesenkt sein könnte (vgl. Abb. 3). Für das Lügenmotiv Schutz des anderen zeigen Theologen sowohl gegenüber Wirtschaftswissenschaftlern als auch gegenüber Psychologen eine geringere Akzeptanzbereitschaft (vgl. Abb. 4). Studenten der Psychologie und der Wirtschaftswissenschaften treten für die Rechte anderer Personen ein. Überraschenderweise lehnen Theologiestudenten selbst dieses Lügenmotiv ab, obwohl es eigentlich in ihrer religiösen Grundhaltung verankert sein müsste. Demnach stellen sie die Verwerflichkeit der Lüge über den Schutz des anderen. Ein ähnliches Ergebnis findet sich auch in Bezug auf das Motiv Selbstschutz (vgl. Abb. 5). Theologen zeigen hier wiederum die geringste Akzeptanzbereitschaft. Eventuell spiegelt sich ihr Vertrauen auf Gott in der Bewertung dieses Lügenmotivs wider. Aufgrund dieser Einstellung könnte die Notwendigkeit, die eigene Person durch Lügen zu schützen, überflüssig werden. Studenten der Psychologie und der Wirtschaftswissenschaften sowie Berufstätige sehen Lügen zum eigenen Schutz als er an (vgl. Abb. 5). In Bezug auf emotional bedeutsame Beziehungen zeigt sich ein ähnliches Verteilungsmuster (vgl. Abb. 6 und 7): Theologen billigen Lügen gegenüber Berufstätigen in einem geringeren Ausmaß, dies ist aber auch in emotional unbedeutsamen Beziehungen der Fall. Der Vergleich der Fachrichtung Theologie mit den restlichen Studiengängen zeigt tendenziell vergleichbare Ergebnisse, welche aber signifikant werden. Anscheinend setzen Theologiestudenten unabhängig von der Art der Beziehung in punkto Akzeptanz von Lügen einen strengeren Bewertungsmaßstab an. Bei den Lügenmotiven Manipulation, Schutz des anderen, Selbstschutz sowie bei Lügen in emotional bedeutsamen und emotional unbedeutsamen Beziehungen zeigen Theologen beim direkten Vergleich mit den anderen Personengruppen durchwegs die größte Ablehnung. Dies entspricht den Erwartungen. Die Naturwissenschaftler hingegen reihen sich immer im mittleren Akzeptanzbereich ein. Eventuell spielt die Zusammensetzung dieser Gruppe, die aus Studenten verschiedener Teilgebiete (z. B. Chemie, Medizin, Physik, Mathematik, etc.) besteht, eine Rolle. 25

26 Diskussion Für die hier aufgeführten Lügenmotive ergeben sich bezüglich der Bewertung keine signifikanten Ergebnisse. Es wird vermutet, dass in diesen Bereichen Lügen von allen Personengruppen gleichermaßen als verwerflich bzw. weniger verwerflich betrachtet werden. Die Annahme eines Zusammenhangs zwischen der Lügenhäufigkeit, der Akzeptanz von Lügen sowie der Einschätzung des subjektiven Erfolgs von Lügen kann aufgrund der Ergebnisse nur für die beiden letztgenannten bestätigt werden. Demnach schätzt eine Person, die Unwahrheiten billigt, ihren eigenen Erfolg beim Lügen höher ein. Ob diese Person Lügen toleriert, weil sie subjektiv erfolgreich damit ist, kann in diesem Rahmen geklärt werden. Eine nachfolgende Ursache-Wirkungsanalyse wäre interessant. Problematisch ist die Konstruktion der Ratingskala bzgl. der Lügenhäufigkeit zu beurteilen, da in dieser Untersuchung die Abstufung nie und 1-2mal täglich von den Versuchspersonen als unzulänglich beurteilt wurde. Dies könnte die Ursache für die fehlende aber durchaus zu erwartende Korrelation zwischen der Lügenhäufigkeit und den beiden anderen Variablen sein. In einer Folgeuntersuchung sollte deshalb die Möglichkeit zur Angabe der Lügenhäufigkeit pro Woche geboten werden. Allgemein ist die Überprüfung der Meßinstrumente in einigen Punkten als sehr kritisch zu beurteilen: Der Itemkennwert der Geschichte 7 Manipulation emotional unbedeutsam weist auf einen gegenläufigen Zusammenhang hin, d. h. die in dieser Situation dargestellte Beziehung wird vom Versuchsteilnehmer als emotional bedeutsam interpretiert. Auch andere Lügengeschichten erreichen nur einen niedrigen Corrected Item-Total Correlation- Wert (vgl. Tab. 2). Ebenso ist die Stimmigkeit einzelner Skalen vollständig gegeben (z. B. Manipulation, Schutz des anderen und Selbstschutz; vgl. Tab. 3). Die Reliabilität der Skalen ist somit vollständigt gewährleistet. Die Lügengeschichten sind folglich in allen Fällen eindeutig formuliert. Ein weiterer Kritikpunkt ist die teilweise mangelhafte Erfüllung der Voraussetzungen für die verwendeten statistischen Tests (Varianzanalyse, t-tests). So sind die Skalen Höflichkeit, Selbstdarstellung, Selbstschutz und Notlüge sowie die beiden Skalen für die emotionalen Beziehungen normalverteilt. Auch ist die Varianzhomogenität für das Lügenmotiv Rache gegeben. Für diese genannten Variablen wäre streng genommen die in dieser Untersuchung erfolgte Auswertung und Interpretation sinnvoll. Die Verbesserung der dargestellten methodischen Schwächen wird für eine weiterführende Studie empfohlen. 26

27 Zusammenfassung 6 Zusammenfassung Diese Studie beschäftigt sich mit dem Thema der Akzeptanz von Lügen. Es wird untersucht, ob sich verschiedene Lügenarten (Manipulation, Höflichkeit, Selbstschutz, Schutz des anderen, Selbstdarstellung, Rache und Notlüge) in dem Ausmaß ihrer Akzeptanz voneinander unterscheiden. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf den Unterschieden zwischen den Geschlechtern, der emotionalen Beziehung zwischen Lügner und Belogenem, dem Einfluss der beruflichen Orientierung bei Studenten (Theologen, Psychologen, Naturwissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftler) und Berufstätigen sowie dem Zusammenhang zwischen dem Erfolg von Lügen, der Häufigkeit des Lügens und der Akzeptanz von Lügen. Mittels eines Fragebogens werden dazu Daten von 103 Versuchspersonen erhoben, die mit Hilfe von Korrelationen, Varianzanalysen und t-tests ausgewertet werden. Die Ergebnisse sprechen auf einem Signifikanzniveau von einem Prozent für eine unterschiedliche Bewertung der einzelnen Lügenarten. Hingegen zeigt sich kein Unterschied zwischen Männern und Frauen. Es wird aber mit einer Signifikanz von fünf Prozent deutlich, dass Lügen in emotional unbedeutsamen Beziehungen akzeptiert werden als in emotional bedeutsamen. Auf dem gleichen Signifikanzniveau ergibt sich ein Unterschied in dem Ausmaß der Akzeptanz von Lügen zwischen den einzelnen Studienrichtungen bzw. den Berufstätigen. Außerdem wird festgestellt, dass Personen, die ihren Erfolg im Lügen größer einschätzen, auch Lügen im Allgemeinen akzeptieren. 27

28 Literaturverzeichnis 7 Literaturverzeichnis Brosius, G. & Brosius, F. (1995). SPSS Base System und Professional Statistics. Bonn: International Thomson Publishing GmbH. Camden, C., Motley, M. T. & Wilson, A. (1984). White lies in interpersonal communication: A taxonomy and preliminary investigation of social motivations. Western Journal of Speech Communication, 48, DePaulo, B. M., Epstein, J. A. & Wyer, M. M. (1993). Sex differences in lying: How women and men deal with the dilemma of deceit. In M. Lewis & C. Saarni (Eds.), Lying in everyday life (pp ). New York: The Guilford Press. DePaulo, B. M., Kashy, D. A., Kirkendol, S. E., Wyer, M. M. & Epstein, J. A. (1996). Lying in everyday life. Journal of Personality and Social Psychology, 45, Fiedler, K. (1989). Lügendetektion aus alltagspsychologischer Sicht. Psychologische Rundschau, 40, Füllgrabe, U. (1996). Vernehmungstaktik. Kriminalistik, 2, 116. Kashy, D. A. & DePaulo, B. M. (1996). Who lies? Journal of Personality and Social Psychology, 70, Knapp, M. L. & Comadena, M. E. (1979). Telling it like it isn t: A review of theory and research on deceptive communications. Human Communication Research, 5, Schmid, J. (2000). Lügen im Alltag - Zustandekommen und Bewertung kommunikativer Täuschungen. Münster: LIT-Verlag. Stiegnitz, P. (2001). Die Wahrheit: Wir lügen alle. URL-Adresse: Stand: Strasser, J. (1995). Lügen haben lange Beine. Psychologie heute, 8, 68. Streck, M. (2001). Gesichter der Lüge. Stern Magazin, 8, 52. Turner, R. E., Edgley, C. & Olmstead, G. (1975). Information control in conversation: Honesty is not always the best policy. Kansas Journal of Sociology, 11,

29 Anhang 8 Anhang A. Graphiken 2,30 2,25 2,20 Mittelwert 2,10 2,00 1,97 1,90 emot. bedeutsam emot. unbedeutsam Abbildung 8: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Manipulation bezüglich der emotionalen Beziehung 3,90 3,85 3,80 Mittelwert 3,70 3,67 3,60 emot. bedeutsam emot. unbedeutsam Abbildung 9: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Höflichkeit bezüglich der emotionalen Beziehung 29

30 Anhang 5,20 5,00 5,06 4,80 Mittelwert 4,60 4,40 4,20 4,00 4,00 3,80 emot. bedeutsam emot. unbedeutsam Abbildung 10: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Schutz des anderen bezüglich der emotionalen Beziehung 1,70 1,60 1,61 Mittelwert 1,50 1,40 emot. bedeutsam 1,42 emot. unbedeutsam Abbildung 11: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Rache bezüglich der emotionalen Beziehung 30

31 Anhang 3,00 2,80 2,60 2,40 2,48 2,48 2,20 Mittelwert 2,00 1,80 emot. bedeutsam emot. unbedeutsam Abbildung 12: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Selbstdarstellung bezüglich der emotionalen Beziehung 4,20 4,00 4,12 3,80 3,60 Mittelwert 3,40 3,20 3,00 2,80 2,92 2,60 emot. bedeutsam emot. unbedeutsam Abbildung 13: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Selbstschutz bezüglich der emotionalen Beziehung 31

32 Anhang 3,30 3,26 3,20 Mittelwert 3,10 3,08 3,00 emot. bedeutsam emot. unbedeutsam Abbildung 14: Mittelwerte der Akzeptanz der Variable Notlüge bezüglich der emotionalen Beziehung 32

33 Anhang B. Fragebogen Universität Regensburg Institut für Psychologie Lehrstuhl für Psychologie VI Prof. Dr. H. Lukesch Liebe/r Versuchsteilnehmer/in, Du sollst falsch Zeugnis geben wider deinen Nächsten - schon in der Bibel gilt dieses Gebot als Grundsatz für das Zusammenleben der Menschen. Wie sieht allerdings die Realität aus? Überall im täglichen Leben werden wir mit Lügen konfrontiert: ob in der Freizeit oder am Arbeitsplatz, unter Bekannten oder Fremden, ob spontan oder sorgfältig geplant. Wir belügen unsere Mitmenschen und sogar uns selbst, beziehungsweise werden Opfer der Lügen anderer. Trotzdem scheint das Zusammenleben in der Gemeinschaft mehr oder weniger harmonisch zu sein. Für uns stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Wie werden Lügen allgemein beurteilt und? Den Begriff der Lüge definieren wir dabei als eine absichtliche Verbreitung von Unwahrheiten. Mit diesem Thema setzt sich der folgende Fragebogen auseinander. Uns interessiert, wie Sie die hier vorgestellten kurzen Lügengeschichten bewerten. Es handelt sich dabei um frei erfundene Situationen, die Sie bezüglich ihrer Rechtfertigung beurteilen sollen. Die Skala erstreckt sich dabei von bis. Nach jeder Geschichte bitten wir Sie, mittels Ankreuzen Ihre Bewertung abzugeben. Lesen Sie bitte jede Geschichte sorgfältig durch, antworten Sie aber so spontan wie möglich! Dabei gibt es keine falschen oder richtigen Urteile. Wir garantieren für eine anonyme Behandlung Ihrer Angaben. Vorweg möchten wir uns für Ihre Bemühungen recht herzlich bedanken! VIEL SPASS!!! 33

34 Anhang Ute sagt zu ihrer besten Freundin Susi: Ich bleibe heute Abend zu Hause. Susi lügt: Ich habe aber gehört, dass dein Schwarm auch auf der Party ist. Susi möchte alleine auf die Party gehen. Astrid fragt ihre Schwester Simone: Sehe ich in der Hose dick aus? Simone lügt: Nein, Du machst darin eine sehr gute Figur! Simone möchte ihre Schwester wegen Ihres Übergewichtes kränken. Mutter fragt: Hat Dein Bruder gestern etwas getrunken, als er mit dem Auto unterwegs war? Silke lügt: Nein, er war nüchtern. Silke möchte ihren Bruder vor Ärger mit der Mutter bewahren. Der Chef fragt: Wo ist Herr August? Ein Angestellter lügt: Herr August ist öfter im Raucherzimmer als an seinem Arbeitsplatz! Der Angestellte möchte sich an seinem Kollegen rächen. Restaurantbesitzer fragt: Hat mein tollpatschiger Kellner ihnen den Wein über den Anzug geschüttet? Gast lügt: Nein, das war ich selber. Der Gast möchte, dass der Kellner Ärger mit seinem Chef bekommt. Herr Lukas zu einem ihm unbekannten Partygast: Ich bin Geschäftsführer einer renommierten Restaurantkette. Herr Lukas möchte verbergen, dass er Aushilfskraft bei McDonald ist. 34

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