Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr

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1 Klausur zum Modul Molekularbiologie ILS, SS 2010 Freitag 6. August 10:00 Uhr Name: Matrikel-Nr.: Code Nummer: Bitte geben Sie Ihre Matrikel-Nr. und Ihren Namen an. Die Code-Nummer erhalten Sie zu Beginn der Klausur, bitte schreiben Sie unbedingt die Codenummer auf jedes Blatt der Klausur oben rechts. Die Ergebnisse werden in Mein Campus bekanntgegeben. Die Klausur wird bis zum korrigiert sein (Auch wir machen Urlaub). Der nächste Termin zum ablegen dieser Prüfung ist der 13. Oktober. Wenn die vorgegebenen Blätter nicht reichen, benützen Sie bitte die Rückseiten der Blätter (bitte kennzeichnen). Bitte die Antworten nicht auf ein anderes Blatt schreiben! Zum Bestehen der Klausur müssen Sie mindestens 12 Punkte (von 24 möglichen) erreichen.

2 Frage 1 Die Genome von Maus und Mensch sind nahezu vollständig sequenziert. Welche der folgenden Aussagen sind richtig? Markieren Sie die richtigen Aussagen mit einem Kreuz. (insg. 2P, jede falsche Antwort gibt Punktabzug) Die Anzahl der Gene ist annähernd gleich (± 1%). Die Organisation (Reihenfolge) aller Gene auf allen Chromosomen ist identisch. Die Abfolge von Genen auf menschlichen Chromosomen ist über weite Bereiche (hunderte von Genen) auch im Genom der Maus zu finden. Die Exon Intron Grenzen und die Anzahl der Exons sind unterschiedlich für die meisten homologen Gene beider Spezies. Die Sequenz-Homologie (identische Nukleotide) ist für Exons genauso hoch wie für Introns, in den Regionen zwischen den Genen aber niedriger. Frage 2: Beschreiben Sie (Flußdiagramm), wie Sie eine Genbank aus Maus-DNA herstellen können. Schätzen Sie ab, wie viele Plasmid-Klone ungefähr notwendig sind, um das Genom statistisch einmal repräsentiert zu haben (wenden Sie das gleiche Verfahren wie im Kurs an). (2P)

3 Frage 3: Die Annotierung des menschlichen Genoms erbrachte das Ergebnis, dass das Genom des Menschen ca Gene enthält. Mit den Methoden der Proteomik wurde festgestellt, dass menschliche Zellen mehr als unterschiedliche Proteine synthetisieren können. Wie erklärt sich diese Diskrepanz? (2 P) Frage 4: Beschreiben Sie in Stichworten die Methode der DNA-Sequenzierung nach Sanger! (2 P).

4 Frage 5 Sie wollen eine PCR-Reaktion aufbauen, um die mit XXXXXXX bezeichnete Sequenz zu amplifizieren. 2 Primer mit einer Länge von 10 Basenpaaren sollen gewählt werden, um ein möglichst langes DNA-Molekül Stück zu amplifizieren. Geben Sie die beiden Primersequenzen an, die gewählt werden müssen: Zielsequenz: 5 ACCGCGGCTTAGGAAA XXXXXXXXX CCCGGGCCTATGCTGACGG 3 Primer 1: 5 3 Primer 2: 5 3 (2P) Frage 6 (2P) A: Warum wird oligo-dt als Primer für die cdna Synthese verwendet? B: Welches Enzym wird für die cdna Synthese benötigt, aus welchen Organismen?

5 Frage 7 (2P) Ordnen sie die Begriffe links, den folgenden Prozessen oder biochemischen Funktionen zu: A) Bakterielle DNA Synthese; B) Eukaryontische DNA Synthese; C) Bakterielle RNA Synthese; D) Eukaryontische Transkription; E) RNA- Prozessierung; F) Bakterielle Proteinbiosynthese; G) Eukaryontische Proteinbiosynthese; Bitte nur eine Zuordnung pro Begriff. Wenn 2 richtige Antworten möglich sind, nur eine angeben. Falsche Antworten werden nicht gewertet. Beispiel: rho- unabhängiger Terminator: C oder Bakterielle RNA-Synthese Kozak Sequenz: Polymerase alpha: U4 snrna: Sigma70: TBP: laci: Shine-Dalgarno Sequenz: ORC: dnab: TFIIB: S RNA: dctp:

6 Frage 8: (2 P) DNA Synthese: A) Erklären sie in 2 Sätzen, warum die DNA Synthese in der Bäckerhefe 10 Minuten dauert, während die die E.coli Zelle etwa 30 Minuten benötigt, obwohl das Genom des Bakteriums viel kleiner ist. B) Welche drei wichtigen Elemente benötigt ein E. coli Plasmid Vector? Frage 9: (2 P) Sie haben im Kurs aus einer Population von EMS behandelten Hefezellen Tryptophanauxotrophe Mutanten isoliert. a) Warum haben sie dazu im ersten Schritt 5-Fluoranthranilsäure verwendet? (1 P) b) Was können sie über die Funktion eines Hefe Gens annehmen, dessen Verlust zu Eigenschaft Tryptophanauxotrophie, nicht aber zu 5-Fluoranthranilsäure Resistenz führt? (1P)

7 Frage 10: (2P) RNA Synthese Nennen sie die 3 wichtigsten Kernlokalisierten RNA Polymerasen der Eukaryonten und welche Gene von ihnen transkribiert werden.

8 Frage 11: (2 P) Proteinsynthese Woher weiss das Ribosom des gefleckten Knabenkrauts wo ein Start Codon ist? (1P) Welche Funktion hat EF-Ts bei der Proteinbiosynthese? (1P) Frage12: (2P) RNA - Prozessierung Zeichnen sie eine Prä-mRNA mit einem Intron. Zeichnen sie als zweites die Produkte der ersten Transesterifizierung beim Spleißen (ohne chemische Formeln)

9 Für ihre Notitzen. Viel Erfolg.

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