Schullehrplan WG1 (BRK) 1. Semester Kaufleute E-Profil

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1 Schullehrplan WG1 (BRK) 1. Semester Unternehmenskonzept Unternehmungsmodell Kaufleute kennen den wesentlichen Inhalt der Grundstrategie und erklären den Unterschied zum Leitbild. Kaufleute erläutern einem Dritten den Aufbau und Zweck des Unternehmungsmodell anhand eines konkreten Beispiels Saxer 1 Organisationsformen Stellenbeschreibung Prozesse Kaufleute kennen mögliche Organisationsformen und können deren Vorund Nachteile nennen. Sie sind unter anderem in der Lage, anhand einfacher Fallbeispiele Organigramme zu zeichnen. Kaufleute beurteilen eine einfache Stellenbeschreibung. Sie beschreibenden Unterschied zwischen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung an konkreten Beispielen. Saxer 3 Saxer 3 Kaufleute erfassen einfache Prozesse aus Alltag und Betrieb und können diese mittels eines Flussdiagramms darstellen. (Saxer 3) Produkt- und Marktziele Marketing-Mix Kaufleute legen für einen vorgegebenen Fall typische Produkt- bzw. Marktziele vor.sie können wesentliche Konflikte innerhalb dieser Ziele und gegenüber den Anspruchsgruppen sowie der Umwelt beschreiben. Kaufleute erklären die Begriffe Marketing und Marketing-Mix. Sie beschreiben die verschiedenen Absatzinstrumente (4 P s ). Kaufleute wenden die AIDA-Formel an konkreten Beispielen an. Kaufleute erhalten einen Fall zum Marketing mit Produkten oder Dienstleistungen, die hnen grundsätzlich bekannt sind. Sie entwickeln dazu wirkungsvolle Strategien unter Einsatz des Marketing-Mix. Saxer 2 Saxer 4 Absatzverfahren Kaufleute beschreiben für typische Unternehmungen das direkte und indirekte Absatzverfahren. Sie begründen ihre Wahl. Saxer 4 erstellt am: überarbeitet am: (Datum) nächste Überprüfung: (Datum) E-Profil WuG1 BRK Lehrjahr.doc Seite 1 von 6

2 Schullehrplan WG1(BRK) 2. Semester Schweizerische Aufgrund von einfachen Fallbeispielen nennen Kaufleute die Rechtsordnung Quellen und Grundsätze der schweizerischen Rechtsordnung. G. Müller 1 Kaufleute ordnen Rechtsfälle dem Privat- oder dem öffentlichen Recht zu und kennen den Aufbau von ZGB und OR. Sie können zwingende, relativ zwingende und dispositive Gesetzesartikel unterscheiden und sind in der Lage, im Privatrecht Gesetzesartikel zu suchen. Obligation Kaufleute können die Entstehungsgründe der Obligation anhand eines Beispiels erklären. G. Müller 2 Verträge Kaufleute beurteilen Verträge für einfache Problemstellungen auf Entstehung, Erfüllung G. Müller und Verjährung. Kaufleute erklären einem Laien, unter welchen Voraussetzungen ein Vertrag rechtsgültig zustande kommt (gegenseitige Willensäusserung, Willensübereinstimmung, Vertragsfähigkeit, Formvorschriften, Vertragsinhalt). Kaufleute erklären den Übergang von Eigentum, Nutzen und Gefahr. Sie unterscheiden zwischen anfechtbaren und nichtigen Verträgen. Sie kennen die Anfechtungsgründe und die Rechtsfolgen. Kaufleute unterscheiden zwischen Mahngeschäft und Fixgeschäft und leiten die entsprechenden Rechtsfolgen ab. Sie erklären einem Dritten die Entstehung und die Folgen des Verzugs (Zahlungs- und Leistungsverzug). Kaufleute kennen die Pflichten des Empfängers mangelhafter Waren und wissen, welche Ansprüche sie stellen können. Kaufleute stellen einem Dritten die wichtigsten Sicherungsmittel der Vertragserfüllung vor (Faustpfand, Grundpfand, Bürgschaft, Eigentumsvorbehalt, Retentionsrecht, Kaution, Reuegeld) und können sie situationsgerecht zuordnen. erstellt am: überarbeitet am: (Datum) nächste Überprüfung: (Datum) E-Profil WuG1 BRK Lehrjahr.doc Seite 2 von 6

3 Schullehrplan WG1(BRK) 3. Semester Gültigkeit von Verträgen Anhand von einfachen Fallbeispielen beurteilen Kaufleute, ob ein Kauf-, Miet- oder Einzelarbeitsvertrag zustande gekommen und gültig ist. Falls nicht, begründen sie dies anhand von Merkmalen. G. Müller 2 Rechte und Pflichten von Vertragsparteien Finanzierung Anlagestrategien Kaufleute erkennen anhand von Beispielen bei Kauf- und Mietverträgen Rechte und Pflichten der Vertragsparteien. Sie überprüfen, ob diese erfüllt wurden und leiten die entsprechenden Rechtsfolgen ab. Kaufleute kennen die Merkmale der Wertpapiere und unterscheiden die wichtigsten Arten von Wertpapieren. Kaufleute können zwischen den wichtigsten Bankentypen (Grossbanken, Kantonal-banken, Regionalbanken, Raiffeisenbanken, Privatbanken) unterscheiden und erläutern einem Dritten gegenüber deren Hauptgeschäftstätigkeit. Sie kennen die verschiedenen Finanzierungsarten und legen die Unterschiede dar. Sie zählen die Merkmale der wichtigsten Kreditarten auf. Anhand vorgegebener Merkmale (Verfügbarkeit der Mittel, Sicherheit der Anlage, Gewinnmöglichkeiten) charakterisieren Kaufleute für einfache Situationen die gängigsten Anlagestrategien mit Aktien, Obligationen, Fonds oder Lebensversicherungen. G. Müller Saxer Saxer 6 erstellt am: überarbeitet am: (Datum) nächste Überprüfung: (Datum) E-Profil WuG1 BRK Lehrjahr.doc Seite 3 von 6

4 Schullehrplan WG1(BRK) 4. Semester Arbeitsvertrag Kaufleute erkennen anhand von Beispielen die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien beim Einzelarbeitsvertrag. Sie überprüfen, ob diese erfüllt wurden und leiten die entsprechenden Rechtsfolgen ab. G. Müller 5 Rechtsformen von Unternehmen Geeignete Rechtsform Kaufleute wenden die wichtigsten Vorschriften zur Kündigung des Einzelarbeitsvertrages an konkreten Rechtsfällen an. Sie erklären den Unterschied zwischen einer missbräuchlichen Kündigung und einer Kündigung zur Unzeit. Kaufleute unterscheiden die verschiedenen Verträge auf Arbeitsleistung. Sie erstellen eine Struktur der verschiedenen Arten von Arbeitsverträgen. Kaufleute erklären den Zusammenhang zwischen dem Gesamtarbeitsvertrag und dem Einzelarbeitsvertrag. Kaufleute unterscheiden anhand der wichtigsten Kriterien Einzelunternehmung, GmbH und Aktiengesellschaft. Die Kriterien sind: Gründung, Kapital, Firma, Handelsregistereintrag, Haftung, Vertretung, Steuern. Kaufleute können die Kriterien auch auf die Kollektivgesellschaft und die Genossenschaft anwenden. Anhand einfacher Beispiele machen Kaufleute anlässlich der Gründung einer Unternehmung mit Hilfe des Obligationenrechtes einen Vorschlag für eine geeignete Rechtsform. Sie begründen ihre Wahl G. Müller G. Müller 7 Versicherungsrisiken Staatliche und private Vorsorge Versicherungsvorschlag Kaufleute benennen für sich privat und für ihren Betrieb gängige Risiken, die normalerweise versichert werden. Kaufleute geben einem Dritten eine Überblick über die verschiedenen Versicherungsarten. Kaufleute kennen Merkmale und Funktionsweise staatlicher und privater Vorsorge. Sie sind zudem in der Lage, die Finanzierungssysteme und die daraus resultierenden Probleme zu beschreiben. Kaufleute unterbreiten anhand eines einfachen Fallbeispiels einen Versicherungs-vorschlag für eine Privatperson bzw. einen Privathaushalt. Saxer 9 Saxer 9 Saxer 9 erstellt am: überarbeitet am: (Datum) nächste Überprüfung: (Datum) E-Profil WuG1 BRK Lehrjahr.doc Seite 4 von 6

5 Schullehrplan WG1(BRK) 5. Semester Lohnabrechnung Kaufleute interpretieren eine Lohnabrechung und unterscheiden zwischen dem, was einem Arbeitnehmer ausbezahlt wird und was ein Arbeitnehmer der Unternehmung effektiv kostet. Saxer 10 (RW2 1.1) Mitwirkung der Arbeitnehmer Kaufleute analysieren die verschieden Formen der Mitwirkung der Arbeitnehmer. Kaufleute erklären einem Dritten die verschiedenen Mitwirkungsmöglichkeiten (Vorschlagswesen, Mitbesitzer, Mitbestimmung, Arbeitsbedingungen usw.). Saxer 10 Zwangsverwertungsverfahren Kaufleute umschreiben die Grundzüge des Zwangsverwertungsverfahrens. An Hand eines einfachen Fallbeispieles bestimmen sie, welche Schritte sie unternehmen müssen. Kaufleute können die drei Hauptarten von Betreibungen unterscheiden. G. Müller 9 Personenrecht Kaufleute erläutern die Begriffe Rechtsfähigkeit, Handlungsfähigkeit und Vertrags-fähigkeit. Sie können diese in konkreten Sachverhalten anwenden. Kaufleute nennen die wichtigsten Persönlichkeitsrechte und kennen die Ansprüche aus einer widerrechtlichen Persönlichkeitsverletzung. Kaufleute unterscheiden juristische und natürliche Personen anhand konkreter Beispiele. Kaufleute skizzieren eine Vereinsgründung, kennen den Mindestinhalt von Vereins-statuten und nennen die wichtigsten Rechte und Pflichten eines Vereinsmitgliedes. Sie können dieses Wissen im Rahmen einer einfachen Vereinsgründung anwenden. erstellt am: überarbeitet am: (Datum) nächste Überprüfung: (Datum) E-Profil WuG1 BRK Lehrjahr.doc Seite 5 von 6

6 Schullehrplan WG1(BRK) 6. Semester Familienrecht Kaufleute erklären einem Dritten die Voraussetzungen und Wirkungen der Ehe und zeigen die wesentlichen Unterschiede zum Konkubinat. Kaufleute zählen die Merkmale der Errungenschaftsbeteiligung auf und können zwischen Eigengut und Errungenschaft unterscheiden. Sie nehmen die güterrechtliche Aufteilung bei einer Scheidung oder bei einem Todesfall vor. Sie nennen die wesentlichen Unterschiede der Gütergemeinschaft und der Gütertrennung im Vergleich zur Errungenschaftsbeteiligung. Erbrecht Kaufleute können die gesetzliche Erbfolge anhand von konkreten Beispielen vornehmen und die Pflichtteile und die frei verfügbare Quote berechnen. Sie unterscheiden zwischen Erbvertrag und Testament und erklären einem Dritten, was bei Erstellen eines Testamentes zu beachten ist. Sachenrecht Kaufleute können die Rechte von Eigentümern und Besitzern an Beispielen anwenden. Sie können Einschränkungen des Eigentumsrechts beschreiben und deren Entwicklung begründen. Repetition Vorbereitung auf LAP / QV erstellt am: überarbeitet am: (Datum) nächste Überprüfung: (Datum) E-Profil WuG1 BRK Lehrjahr.doc Seite 6 von 6

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