Das EU Projekt ConVET Auszüge aus der Dokumentenanalyse zur Verbindung von Theorie und Praxis in ausgewählten Curricula der wirtschaftlichen Bildung

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1 Das EU Projekt ConVET Auszüge aus der Dokumentenanalyse zur Verbindung von Theorie und Praxis in ausgewählten Curricula der wirtschaftlichen Bildung Mag. Elke Graf Institut für Organisation Lernen Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung Universität Innsbruck

2 Überblick Das Projekt ConVET Connectivity Theorie Die Methodik der Dokumentenanalyse Die Ergebnisse der Analyse 2

3 Das Projekt ConVET Leonardo da Vinci Partnership Ziel Gemeinsames Verständnis von Konnektivität zwischen Schule und Arbeitsplatz Zentrale Frage Wie kann die Verbindung zwischen der Berufspraxis und den berufstheoretischen und allgemeinbildenden Inhalten hergestellt werden? Informationen 3

4 Das Projekt ConVET Partner I Istituto Universitario Federale per la Formazione Professionale (CH) SIC Federazione ticinese della Società degli impiegati del commercio (CH) Technische Universität Darmstadt. Arbeitsbereich Technikdidaktik (GER) Technische Universität Chemnitz Institut für Berufs- u. Wirtschaftspädagogik (GER) Fondazione Casa di Carità Arti e Mestieri (IT) Cooperativa Orso Scs (IT) Jyväskylän (FIER): The Finnish Institute for Educational Research (FI) Universität Innsbruck Wirtschaftspädagogik (AUT) 4

5 Das Projekt ConVET Vorgehen I Workshop 1 (Finnland, Oktober 2012): Präsentation der einzelnen Partner und ihrer Rolle in der Berufsbildung Theoretische Abhandlung des Connectivity Begriffs Erarbeiten der Guidelines für die Dokumentenanalyse Workshop 2 (Deutschland, April 2013) Präsentation und Diskussion der einzelnen Dokumentenanalysen 5

6 Das Projekt ConVET Vorgehen II Workshop 3 (Italien, November 2013) Präsentation und Diskussion der Aufgaben der einzelnen Akteure innerhalb des jeweiligen Curriculums bzw. Berufsbildungssystems Erarbeitung von Kriterien für Best-Practice Beispiele Workshop 4 (Österreich, Februar 2014) Präsentation und Diskussion der Best-Practice Beispiele der einzelnen Partner Diskussion der weiteren Schritte Workshop V (Schweiz, Mai 2014) Abschlussmeeting 6

7 Connectivity Theorie Levels of Connectivity: Stenström, Tynjälä, 2009:4 7

8 Dokumentenanalyse - Zielsetzung Ziel der Dokumentenanalyse Beschreibung der Konnektivität innerhalb der Mesoebene (curriculare Ebene) in den einzelnen Partnerländern Begriffsabgrenzung Bezieht sich auf die Strategien zur Verbindung von schulischem und arbeitsplatzbezogenem Lernen und die Zusammenarbeit von Schule und Ausbildungsbetrieb 8

9 Dokumentenanalyse Berufsprofile (AUT) Duales System Wirtschaftliche Gastronomische Berufe Berufe Vollzeitschulisches System Tourismuskolleg Praxis HAS Einzelhandel Bürokaufmann/frau Gastronomiefachmann/frau Industriekaufmann/frau 9

10 Dokumentenanalyse Analyseraster I Part 1: Grundlegende Informationen Part 2: Kernbereich A: Integration von schulischem und arbeitsplatzbezogenem Lernen A1: Lernziele A2: Lehr- und Trainingsinhalte A3: Lehr- und Trainingsmethoden A4: Beurteilungskriterien B: Strategien zur Kollaboration Part 3: Kommentare 10

11 Dokumentenanalyse Analyseraster II 11

12 Dokumentenanalyse Analyseraster III 12

13 Dokumentenanalyse Analyseraster IV 13

14 Dokumentenanalyse Verwendete Dokumente Lehrberuf Bürokaufmann/frau Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich: 6. Verordnung: Erlassung der Ausbildungsvorschriften für den Lehrberuf Bürokaufmann/Bürokauffrau:2004 Praxis Handelsschule Lehrplan Entwurf 2014 Praxis Handelsschule, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (2012) Berufsausbildungsgesetz, Jänner 2012 Schulorganisationsgesetz, 1962 i.d.gf. Rahmenlehrplan für die Lehrberufe Prüfungsordnung, BMHS, 2013 Bürokaufmann/Bürokauffrau, ( ); (BGBl. Nr. 430/1976 i.df. 148/1984, 555/1990, 497/1996, BGBl. II Nr. 389/1999, 461/2003, 313/2004, Anlage A/9/3) Die Lehre Duale Berufsausbildung in Österreich: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, 13. Auflage, Wien (2012) 14

15 Ergebnisse Praxis Handelsschule I A1: Lernziele - Beispiel Fragestellung: Wodurch wird die Integration von schulischem und arbeitsplatzbezogenem Lernen im Rahmen der Lernziele in der Schule sichtbar? Antwort: Zum Erreichen einer praxisorientierten Wirtschaftskompetenz ist der Bezug zu den schulischen Übungsfirmen und Wirtschaftspartner in allen Unterrichtsgegenständen zu berücksichtigen (Lehrplan Entwurf 2014 Praxis Handelsschule:6) 15

16 Ergebnisse Praxis Handelsschule II A2: Lehr- und Trainingsinhalte Integration von Theorie und Praxis formalisiert A3: Lehr- und Trainingsmethoden Konkrete Anweisungen im Abschnitt 2 Unterrichtsmethoden Exkursionen, Lehrausgänge, A4: Beurteilungskriterien Schulorganisationsgesetz Boundary Crossing nicht formalisiert 16

17 Ergebnisse Praxis Handelsschule III B: Strategien zur Zusammenarbeit Die Lehrerinnen und Lehrer haben nach Möglichkeit mit den Betrieben/Praxisstätten,( ), Kontakt zu halten. (Lehrplan Entwurf 2014 Praxis Handelsschule:7f) Keine weiteren Formalisierungen Kommentare Viele Elemente zur Förderung der Konnektivität 17

18 Ergebnisse Bürokaufmann/-frau A1: Lernziele Keine gemeinsamen Lernziele Formalisierung für Berufsschule A2: Lehr- und Trainingsinhalte A3: Lehr und Trainingsmethoden Berufsschule Gegenstand Fachpraktikum A4: Beurteilungskriterien Nicht formalisiert B: Strategien zur Zusammenarbeit Nicht formalisiert Hinweise in der Broschüre Die Lehre Duale Berufsausbildung in Österreich des BWFJ 18

19 Zusammenfassende Ergebnisse Formalisierung Vollzeitschulischer Bereich Auf curricularer Ebene vorhanden Duales System Nur im schulischen Bereich Internationaler Vergleich Große Ähnlichkeit mit deutschem System Besonderheit in der Schweiz 3 Lernorte: Betrieb, Schule, Intercompany-Courses Intercompany-Courses: Fördern Konnektivität Ein Lehrplan für alle 3 Lernorte Stärkere Formalisierung als Italien Rein vollzeitschulisches System Simulationen Streben nach Employability 19

20 Literatur Guile, D.; Griffiths, T.: Learning Through Work Experience, in: Journal of Education and Work, Vol. 14, No. 1 (2001) Stenström, M.; Tynjälä, P. (Eds.): Towards Integration of Work and Learning. Strategies for Connectivity and Transformation (2009) 20

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