Reinhard Glaser. Geldwäsche ( 261 StGB) durch Rechtsanwälte und Steuerberater bei der Honorarannahme

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Reinhard Glaser. Geldwäsche ( 261 StGB) durch Rechtsanwälte und Steuerberater bei der Honorarannahme"

Transkript

1 Reinhard Glaser Geldwäsche ( 261 StGB) durch Rechtsanwälte und Steuerberater bei der Honorarannahme Herbert Utz Verlag München

2 Rechtswissenschaftliche Forschung und Entwicklung Herausgegeben von Prof. Dr. jur. Michael Lehmann, Dipl.-Kfm. Universität München Band 763 Zugl.: Diss., München, Univ., 2009 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, der Entnahme von Abbildungen, der Wiedergabe auf fotomechanischem oder ähnlichem Wege und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen bleiben auch bei nur auszugsweiser Verwendung vorbehalten. Copyright Herbert Utz Verlag GmbH 2009 ISBN Printed in Germany Herbert Utz Verlag GmbH, München

3 I Inhaltsübersicht Inhaltsübersicht... I Inhaltsverzeichnis... III Abkürzungsverzeichnis... IX Zusammenfassung...XIII Kapitel 1...XIII Kapitel 2... XIV Vorbemerkung und Gang der Untersuchung Kapitel Strafbarkeitsrisiko ( 261 StGB) für Anwälte und Steuerberater bei Honorarannahme... 5 A. Der Tatbestand des 261 StGB... 5 I. Kriminalpolitisches Konzept... 5 II. Tatbestandsmerkmale... 7 B. Erhöhtes Strafbarkeitsrisiko ( 261 StGB) für Anwälte/Steuerberater I. 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB (sich verschaffen) II. Sonstige Strafbarkeitsrisiken C. Ausschluss des Strafbarkeitsrisikos I. 261 Abs. 6 StGB: Schutz des guten Glaubens II. Persönlicher Strafaufhebungs- und -milderungsgrund III. Ergebnis Ausschluss des Strafbarkeitsrisikos D. Geldwäschegesetz und strafprozessuale Folgen I. Geldwäschegesetz (GwG) II. StPO E. Gesamtergebnis Kapitel Kapitel Privilegierungen von Anwälten und Steuerberatern bei der Honorarannahme A. Diskutierte Lösungsansätze bzgl. Strafverteidiger I. Ansätze innerhalb des Tatbestands von 261 StGB II. Ansätze außerhalb des Tatbestands von 261 StGB III. Entscheidung des BGH vom IV. Urteil des BVerfG vom (2 BvR 1520/01 u. 1521/01) B. Einschränkende Auslegung von 261 StGB I. Einschränkende Auslegung von 261 StGB aus teleologischen Gründen II. Einschränkende Auslegung von 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB aus verfassungsrechtlichen Gründen C. Übertragbarkeit der diskutierten Lösungsansätze zum Strafverteidiger I. Beseitigung des Verfassungsverstoßes hinsichtlich 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB II. Übertragbarkeit der Privilegierung auf 261 Abs. 1, 2 Nr. 2 StGB D. Gesamtergebnis Kapitel Schlussbemerkung Literaturverzeichnis

4 III Inhaltsverzeichnis Inhaltsübersicht...I Inhaltsverzeichnis... III Abkürzungsverzeichnis...IX Zusammenfassung... XIII Kapitel 1... XIII Kapitel 2...XIV Vorbemerkung und Gang der Untersuchung Kapitel Strafbarkeitsrisiko ( 261 StGB) für Anwälte und Steuerberater bei Honorarannahme... 5 A. Der Tatbestand des 261 StGB... 5 I. Kriminalpolitisches Konzept... 5 II. Tatbestandsmerkmale Tatobjekt... 7 a) Gegenstand... 8 b) Vermögenswert... 9 c) Rechtswidrige Vortat aa) Verbrechen, 261 Abs. 1 S. 2 Ziff. 1 StGB bb) Vergehen, 261 Abs. 1 S. 2 Ziff. 2 bis 5 StGB d) Herrühren aa) Ursprungsgegenstände bb) Mittelbar Erlangtes/Surrogate (1) Ansicht Bottermann (2) Sonstige Ansichten (a) Austauschgegenstand (b) Mischfälle (Verdünnung) (aa) Einheitliche Verfügung über das ganze Surrogat (keine Aufteilung) (aaa) Quantitativer Anteil (Quote) (bbb) Verzicht auf einen quantitativen Anteil/Mindestquote 21 (bb) Aufteilung (aaa) Teilkontamination (bbb) Totalkontamination (cc) Kritik und Lösung (aaa) Mindestquote (bbb) Lehre von der Teilkontamination (ccc) Lehre von der Totalkontamination (ddd) Fazit cc) Mittelbare Gewinne aus Ursprungsgegenstand/Surrogat dd) Ende der Bemakelung (Dekontamination)... 32

5 IV (1) Unmittelbar aus der Vortat herrührend (2) Mittelbar aus der Vortat herrührend e) 370 AO als Vortat und Erweiterung des Geldwäschetatobjekts aa) 370 a AO (Verbrechen) (1) Formelle Verfassungsmäßigkeit 370 a AO (2) Materielle Verfassungsmäßigkeit 370 a AO bb) Nachfolgevorschrift 370 Abs. 3 S. 2 Ziffer 1, 5 AO cc) Gegenstandsbegriff i.s.d. 261 Abs. 1 S. 3 StGB bei Steuerstraftaten (1) 373, 374 Abs. 2 AO (2) Gewerbs-/bandenmäßige Steuerhinterziehung gemäß 370 AO (a) Unrechtmäßig erlangte Steuererstattungen und -vergütungen (b) Ersparte Aufwendungen (aa) Kenntnis der Ermittlungsbehörden (bb) Sämtliche einzelnen Vermögensgegenstände (cc) Tätervermögen in seiner Gesamtheit/Variante: derart großer Vermögenswert, dass er zwingend ersparte Aufwendung enthält (dd) Einkunftsquelle (ee) Ergebnis ersparte Aufwendungen cc) Gesamtergebnis 370 AO ivm 261 Abs. 1 S. 3 StGB f) Gesamtergebnis Tatobjekt Tathandlungen a) Tathandlungen des 261 Abs. 1 StGB aa) Verschleierungstatbestand, 261 Abs. 1 S. 1, Var. 1, 2 StGB bb) Vereitelungs- u. Gefährdungstatbestand, 261 Abs. 1 S. 1, Var. 3, 4 StGB b) Tathandlungen des 261 Abs. 2 StGB aa) 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB, sich oder Dritten verschaffen bb) 261 Abs. 2 Nr. 2, Verwahrung/Verwendung für sich oder Dritten Subjektive Strafbarkeitsvoraussetzungen a) Vorsatz b) 261 Abs. 5 StGB, Leichtfertigkeit aa) Begriff der Leichtfertigkeit allgemein bb) Verfassungsrechtliche Bedenken cc) Pflichten nach dem GwG für Rechtsanwälte/Steuerberater dd) Leichtfertigkeit bei Rechtsanwälten/Steuerberatern Versuch B. Erhöhtes Strafbarkeitsrisiko ( 261 StGB) für Anwälte/Steuerberater I. 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB (sich verschaffen)... 72

6 II. Sonstige Strafbarkeitsrisiken Abs. 1 StGB Teilnahme C. Ausschluss des Strafbarkeitsrisikos I. 261 Abs. 6 StGB: Schutz des guten Glaubens Allgemein Praxislösung a) Literaturvorschlag: Überweisung b) Rechtslage strittig zu 261 Abs. 6 StGB aa) Teleologischer Ansatz von Maiwald bb) Wertbezogener Ansatz cc) Forderungsbezogener Ansatz dd) Ansatz Bussenius ee) Zusammenfassende Lösung für Überweisung des Honorarentgelts c) Ergebnis Überweisung II. Persönlicher Strafaufhebungs- und -milderungsgrund Abs. 9 S. 2 StGB Abs. 9 S. 1, Abs. 10 StGB, Tätige Reue III. Ergebnis Ausschluss des Strafbarkeitsrisikos D. Geldwäschegesetz und strafprozessuale Folgen I. Geldwäschegesetz (GwG) II. StPO Durchsuchung von Kanzlei und Wohnung Beschlagnahme von Unterlagen, Datenträgern etc a) Allgemein b) Reine Beweismittel, die nicht zugleich Verfalls- /Einziehungsgegenstände sind aa) Berufsgeheimnisträger als alleiniger Beschuldigter bb) Doppelstellung (Tatverstrickung), 97 Abs. 2 S. 3 Hs. 1 StPO (1) Verfahren gegen Mandant (2) Verfahren gegen den Zeugnisverweigerungsberechtigten cc) Deliktsgegenstände c) Besonderheit: Beschlagnahme von Daten Telekommunikationsüberwachung und Einsatz technischer Mittel.. 99 a) Telekommunikationsüberwachung 100 a StPO b) Einsatz technischer Mittel, 100 c StPO Ergebnis StPO E. Gesamtergebnis Kapitel Kapitel Privilegierungen von Anwälten und Steuerberatern bei der Honorarannahme A. Diskutierte Lösungsansätze bzgl. Strafverteidiger V

7 VI I. Ansätze innerhalb des Tatbestands von 261 StGB Objektive Tatbestandlösungen a) Einschränkende Auslegung sich verschaffen b) Teleologische Reduktion c) Verfassungskonforme Auslegung des objektiven Tatbestands Subjektive Tatbestandslösungen (Vorsatzlösungen) II. Ansätze außerhalb des Tatbestands von 261 StGB Rechtfertigungslösungen Prozessuale Lösung Strafausschlusslösung III. Entscheidung des BGH vom IV. Urteil des BVerfG vom (2 BvR 1520/01 u. 1521/01) B. Einschränkende Auslegung von 261 StGB I. Einschränkende Auslegung von 261 StGB aus teleologischen Gründen Rechtsgutsbegriff und verfassungsrechtliche Erforderlichkeit des Rechtsgutschutzes Streitstand a) Staatliche Rechtspflege und durch Vortat geschütztes Rechtsgut aa) Rechtspflege bb) Durch Vortat geschützte Rechtsgut b) Legaler Wirtschafts- und Finanzkreislauf c) Innere Sicherheit d) Rechtsgutsschutz in der Rechtsprechung e) Ergebnis Verletzung des von 261 StGB geschützten Rechtsguts durch Honorarannahme II. Einschränkende Auslegung von 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB aus verfassungsrechtlichen Gründen Verletzung von Art. 12 Abs. 1 GG durch 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB a) Schutzbereich b) Eingriff aa) Aufgabe und Stellung des Rechtsanwalts bb) Aufgabe und Stellung des Steuerberaters cc) Unterschiedliche Inhalte der Mandatsverhältnisse...133

8 (1) Mandant ist Vortäter, Rechtsberatung erfolgt wegen dieser Vortat (2) Mandant ist Vortäter, Rechtsberatung erfolgt (auch) in einer anderen unabhängigen Sache (3) Mandant ist nicht Vortäter, Honorarmittel dennoch kontaminiert (4) Sonstige Konstellationen (5) Ergebnis dd) Auswirkungen der Strafandrohung des 261 StGB auf die unterschiedlichen Mandatsverhältnisse (1) Beeinträchtigung der Mandatsübernahme durch die Strafandrohung des 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB (2) Störung des laufenden Mandatsverhältnisses und Interessenkonflikte durch die Strafandrohung des 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB (3) Zusätzliche Beeinträchtigung von Mandatsverhältnissen durch (drohende) Ermittlungsmaßnahmen bzgl. Drittmandaten ee) Ergebnis c) Rechtfertigung des Eingriffs (Schranke) aa) Legitimer Zweck, Geeignetheit und Erforderlichkeit bb) Übermaßverbot (1) Mandant ist Vortäter, Rechtsberatung wegen Katalogtat (2) Mandant ist Vortäter, Rechtsberatung wegen Katalogtat und daneben unabhängig davon (3) Mandat beinhaltet nicht die Auseinandersetzung mit einer Katalogtat des Mandanten (4) Honorarleistung durch Dritten als Vortäter cc) Ergebnis Ungleichbehandlung i.s.v. Art. 3 Abs. 1 GG durch 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB auf die Honorarannahme von Anwälten/Steuerberatern außerhalb der Strafverteidigung a) Reichweite der Strafverteidigerentscheidung des BVerfG b) Allgemeiner Gleichheitssatz, Art. 3 Abs. 1 GG aa) VII Ungleichbehandlung: Schutzbereich und Beeinträchtigung bb) Rechtfertigung der Ungleichbehandlung (1) Anwendung der Neuen Formel auf vorliegende Problemstellung (2) Festlegung des Prüfungsumfangs (3) Verhältnismäßigkeit der Ungleichbehandlung von Strafverteidigern und sonstigen Rechtsanwälten/ Steuerberatern Ergebnis...173

9 VIII C. Übertragbarkeit der diskutierten Lösungsansätze zum Strafverteidiger.174 I. Beseitigung des Verfassungsverstoßes hinsichtlich 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB Übertragbarkeit der Lösungsansätze zum Strafverteidiger a) Keine Lösung innerhalb des objektiven Tatbestands b) Keine Lösung außerhalb des Tatbestands von 261 StGB..176 c) Vorsatzlösung aa) Aus Gründen des Art. 12 Abs. 1 GG bb) Aus Gründen des Art. 3 Abs. 1 GG d) Ergebnis Reichweite und Grenzen der Übertragung der Vorsatzlösung a) Erfasste Honorarleistungen b) Übertragbarkeit: Grenzen verfassungskonformer Auslegung aa) Verfassungskonforme Auslegung (1) Methodik der Strafverteidigerentscheidung (2) Übertragbarkeit bb) Zulässige Rechtsfortbildung (1) Kritik an der Methodik des BVerfG zur verfassungskonformen Auslegung (2) Rechtsfortbildung: verfassungskonforme Reduktion Vorsatzlösung und strafprozessuale Absicherung Ergebnis II. Übertragbarkeit der Privilegierung auf 261 Abs. 1, 2 Nr. 2 StGB Übertragung von Privilegien auf Tatbestände außerhalb 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB Übertragung der Vorsatzlösung verfassungsrechtlich geboten Prozessuale Absicherung D. Gesamtergebnis Kapitel Schlussbemerkung Literaturverzeichnis...196

10 1 Die Kirch` allein, meine lieben Frauen, Kann ungerechtes Gut verdauen. (Mephisto, den Pfaffen zitierend 1 ) Vorbemerkung und Gang der Untersuchung Unabhängig davon, ob das Faustzitat jemals juristisch zutreffend war, stimmt es jedenfalls seit dem Urteil des BVerfG vom inhaltlich nicht. Danach können (auch) Wahlverteidiger ungerechtes Gut verdauen. Nehmen Strafverteidiger Honorar an, das aus einer Katalogtat ihres Mandanten herrührt, die im Geldwäschetatbestand als Vortat aufgeführt ist ( 261 Abs. 1 S. 2 StGB) und wegen der sie ihn verteidigen, bleiben sie im Hinblick auf den Geldwäschetatbestand des 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB straflos so lange sie nicht wenigstens wissentlich handeln. Bereits vor dem als salomonisch 3 gefeierten Urteil des BVerfG existierte eine Fülle von Veröffentlichungen zum Problemkreis der Honorarannahme durch Strafverteidiger, die sich mit einer Geldwäschestraflosigkeit, also einer Privilegierung von Verteidigern, auseinandersetzten. Hingegen treten Rechtsanwälte, die nicht als Wahlverteidiger tätig sind, aber auch Steuerberater, allenfalls am Rand der Diskussion um die Privilegierung bei der Honorarannahme auf, obwohl auch hier eine besondere Tatnähe zur Geldwäsche bestehen kann 4. Nur vereinzelt finden sich dazu Literaturbeiträge 5. Diese Untersuchung will deshalb nicht erneut und isoliert die Problematik seitens des Strafverteidigers aufgreifen. Ziel der Arbeit ist vielmehr die Beantwortung der Frage, ob und inwieweit auch nicht als Verteidiger tätige Anwälte, speziell Zivilanwälte, und Steuerberater bei der Honorarannahme privilegiert sind und die Kriterien der bundesverfassungsgerichtlichen Rechtsprechung auf die Honorarannahme durch diese übertragen werden können oder sogar müssen. Dabei wird sich nicht auf die im Fokus bzgl. des Strafverteidigers stehende Vorschrift des 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB beschränkt werden, sondern auch die anderen Tatbestandsalternativen der Geldwäschestrafbarkeit Gegenstand der Untersuchung sein. Ebenso wird untersucht, ob und wie die Privilegierung bei der Honorarannahme auf andere Konstellationen, als jene, die dem Strafverteidigerurteil des BVerfG zugrunde liegt, Anwendung findet. So etwa, wenn Rechtsberatung oder -vertretung nicht wegen einer Katalogvortat der Geldwäsche erfolgt, aber dennoch Honorarmittel, die aus einer Katalogvortat herrühren (können) angenommen werden. 1 Goethe, Faust I, Verse 2839 f. 2 BVerfG NJW 2004, Lackner/Kühl, StGB, 261 StGB Rn 5 a. 4 Fischer NStZ 2004, 473, Brüssow/Petri AnwBl. 2004, 114; bezeichnend Giannini, Anwaltliche Tätigkeit und Geldwäscherei, der mit S. 226 f. zwei Seiten von 286 sonstigen Rechtsanwälten widmet.

11 2 Die Arbeit beginnt deshalb zunächst in Kapitel 1 mit einer Untersuchung der relevanten Tatbestandsmerkmale von 261 StGB, um das Strafbarkeitsrisiko bei der Honorarannahme in den verschiedenen tatsächlichen Konstellationen beurteilen zu können. Gerade wegen der Masse der Veröffentlichungen zum Tatbestand der Geldwäsche selbst 6 unabhängig vom Problem der Honorarannahme ist es geboten auf die dort vorgebrachten Argumente und Meinungen, insbesondere zum Tatobjekt, einzugehen und weitere Aspekte in die Diskussion einzubringen. Nur wenn die Reichweite des aus dem Tatbestand der Geldwäsche folgenden Strafbarkeitsrisikos feststeht, kann das Erfordernis und die Möglichkeit einer umfassenden Privilegierung für Rechtsanwälte und Steuerberater untersucht werden. Denn das Strafbarkeitsrisiko kann Auswirkungen auf die Mandatsbeziehung und damit die Berufsausübung haben. Im Rahmen dessen wird die gewerbs- oder bandenmäßige Steuerhinterziehung ( 370 AO) als Vortat näher untersucht, weil sie durch ihre Reichweite eine straflose Honorarannahme von Zivil- und Steuerrechtsberatung überhaupt nicht mehr möglich erscheinen lässt 7. Es wird auch auf strafprozessuale Eingriffsbefugnisse der Ermittlungsbehörden, die mit der Strafandrohung des 261 StGB flankierend verbunden sind eingegangen, da auch diese das Mandatsverhältnis beeinflussen können. Nachdem das Strafbarkeitsrisiko durch die Annahme von Honorar untersucht wurde, wird in Kapitel 2 auf die einschränkende Auslegung von 261 StGB und die damit verbundene Privilegierung außerhalb der Strafverteidigung tätiger Anwälte und Steuerberater bei der Honorarannahme eingegangen, wobei sich nicht auf 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB beschränkt wird. Dabei werden die in Kapitel 1 (Strafbarkeitsrisiko) gefunden Ergebnisse verwendet, um tatsächliche Auswirkungen auf das Mandatsverhältnis rechtlich (auch verfassungsrechtlich) würdigen zu können. Ausgangspunkt der Frage nach einer Privilegierung ist dabei zunächst, ob diese nach dem Schutzzweck des 261 StGB geboten ist. Im Anschluss wird untersucht wie sich die Strafandrohung der Geldwäsche samt ihrer flankierenden prozessualen Maßnahmen auf die Grundrechte des Rechtsanwalts und des Steuerberaters auswirkt, wobei zunächst 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB untersucht wird. Primär wird dabei auf die Berufsausübungsfreiheit des Art. 12 Abs. 1 GG eingegangen. Weiter ist das Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 Abs. 1 GG, basierend auf der Frage, inwieweit durch das Urteil des BVerfG zum Strafverteidiger auch eine gleiche Behandlung von außerhalb der Verteidigung tätigen Anwälten und Steuerberatern verfassungsrechtlich geboten ist, Teil der Untersuchung. Auf die Rechte des Mandanten wird dabei nur eingegangen, soweit sie Auswirkungen auf die Grundrechte des Berufsträgers haben. Der sich im Hinblick auf Art. 12 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 1 GG zeigende Verfassungsverstoß wird auf Grundlage des geltenden Rechts aufgelöst werden, 6 Burr, Geldwäsche Eine Untersuchung zu 261 StGB; Leip, Der Straftatbestand der Geldwäsche Zur Auslegung des 261 StGB. 7 Vgl. Fischer, StGB, 261 Rn 38 a.e.

12 indem unter Anwendung der Methodik des BVerfG im Strafverteidigerurteil eine verfassungskonforme Auslegung des 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB vorgenommen wird. Die hinsichtlich 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB gefundene Lösung wird abschließend auf ihre Übertragbarkeit bzgl. der Tathandlungen nach 261 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB untersucht. 3

13 5 1. Kapitel Strafbarkeitsrisiko ( 261 StGB) für Anwälte und Steuerberater bei Honorarannahme A. Der Tatbestand des 261 StGB Um Strafbarkeitsrisiken für Anwälte/Steuerberater bei der Honorarannahme im Hinblick auf Geldwäsche analysieren zu können, ist der Tatbestand des 261 StGB zu untersuchen. I. Kriminalpolitisches Konzept Am ist durch das Gesetz zur Bekämpfung des illegalen Rauschgifthandels und anderer Erscheinungsformen der Organisierten Kriminalität (OrgKG) 8 der Tatbestand der Geldwäsche als 261 StGB eingeführt worden. 261 StGB basiert auf internationalen Vorgaben 9 und unterlag bereits zahlreichen Änderungen 10. Mit 261 StGB wollte der Gesetzgeber Lücken schließen, die die Anschlussdelikte der 257 bis 259 StGB offen lassen 11. Nach BT-Drs. 12/989, S ist unter Geldwäsche die Einschleusung von Vermögensgegenständen aus organisierter Kriminalität in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf zum Zwecke der Tarnung zu verstehen. Dies deckt sich mit der phänomenologischen US-amerikanischen Definition: Als Geldwäsche bezeichnet man die Mittel, mit denen man die Existenz, die illegale Quelle oder die illegale Verwendung von Einkommen verbirgt und dann dieses Einkommen so bemäntelt, dass es aus einer legalen Quelle zu stammen scheint 13. Der illegal erworbene Vermögenswert soll 8 BGBl. I/1992, S. 1302, Weiterhin wurden durch das OrgKG etwa eingeführt: 43 a StGB (Vermögensstrafe), 110 a StPO (Einsatz verdeckter Ermittler), 98 a StPO (Rasterfahndung). 9 Suchtstoffübereinkommen vom ; Übereinkommen des Europarats über Geldwäsche sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten vom ; Europäische Geldwäscherichtlinie Nr. 91/308/EWG vom , dazu unten. 10 Hierzu ausführliche Darstellung bei Fischer, StGB, 261 Rn 1, 1 a. 11 BT-Drs. 12/989, S. 26; s. auch BGH NJW 2006, 1297, 1299; Otto Jura 1993, 329. Zu den Strafbarkeitslücken ausführlich Höreth, Die Bekämpfung der Geldwäsche unter Berücksichtigung einschlägiger ausländischer Vorschriften und Erfahrungen, S ; Leip, aao, Teil 1, 2. Kapitel; Arzt NStZ 1990, 1, 2 ff. (de lege ferenda). 12 So schon BT-Drs. 11/7663, S. 24. Vgl. auch Bottermann, Untersuchung zu den grundlegenden Problematiken des Geldwäschetatbestands auch in seinen Bezügen zum GwG, S The problem of money laundering, the means, by which one conceals the existence, illegal source, or illegal application of income, and then disguises that income to make it appear

14 6 erhalten und dem Zugriff durch Strafverfolgungsbehörden entzogen werden 14. Geldwäsche stellt die Schnittstelle zwischen legalem Finanzkreislauf und illegaler Straftaterlöse dar; illegales Geld wird sichtbar StGB beabsichtigt den Straftäter der Vortat mit seinem schmutzigen Geld 16 gegenüber seiner Umwelt zu isolieren, indem der inkriminierte Gegenstand verkehrsunfähig gemacht wird. Daneben will der Geldwäschetatbestand die Abschöpfung krimineller Gewinne sicherstellen 17. Zudem soll durch 261 StGB in Zusammenspiel mit dem Geldwäschegesetz (GwG) 18 eine Papierspur (paper-trail) 19 gelegt werden, anhand derer die Strafverfolgungsbehörden illegale Finanztransaktionen rekonstruieren und in die Strukturen der Organisierten Kriminalität eindringen können 20. Der Nerv der Organisierten Kriminalität soll durch die Entziehung illegaler Finanzströme getroffen werden 21. Die Isolierung des Vortäters er kann nicht mehr mit kriminell kontaminiertem Geld wirtschaften soll auch zu einer Eindämmung der Vortaten führen. Salditt spricht von der Strafbarkeit des wirtschaftlichen Bannbruchs 22. Barton formuliert bildhaft, Kriminalität solle sich nicht mehr lohnen 23 was allerdings generalpräventiver Zweck jeder Strafnorm ist 24. Bedeutung soll dem Tatestand damit überwiegend im polizeilichen und rechtspolitischen Raum zukommen 25. legitimate, s. Giannini, aao, S. 21; Lampe JZ 1994, 123, Fn 1; United States President s Commission on Organized Crime, The Cash Connection: Organized Crime, Financial Institutions, and Money Laundering, Washington D.C p. VII, s. Arzt NStZ 1990, 1, Fn 1. Vgl. auch kriminologische Definition bei Ackermann, Geldwäscherein Money Laundering, BT-Drs. 12/989, S. 26; s. BGH NJW 2006, 1297, Vgl. auch Körner NJW 1996, BT-Drs. 12/989, S. 26. Gotzens/Schneider wistra 2002, 121, 124 bezeichnen diese Annahme des Gesetzgebers als möglicherweise illusionär, aber noch im Rahmen seines Beurteilungsspielraums. 16 Körner/Dach, Geldwäsche, Ein Leitfaden zum geltenden Recht, S BT-Drs. 12/989, S. 26; BT-Drs. 12/3533, S Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz GwG) vom 25. Oktober 1993, BGBl. I, S. 1770), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 9 des Gesetzes zur Verfolgung der Vorbereitung von schweren staatsgefährdenden Gewalttaten vom (BGBl. I, S. 2437). 19 Vgl. Barton StV 1993, 156, 159 unter Bezugnahme auf BR-Drs. 507/92, S Körner/Dach, aao, S.13; Hufnagel, Der Strafverteidiger unter dem Generalverdacht der Geldwäsche, S BT-Drs. 12/989, S StrFo 1992, StV 1993, 156, 157. Vgl. auch Gotzens/Schneider wistra 2002, 121, Hufnagel, aao, S. 16, Gotzens/Schneider wistra 2002, 121, Hetzer NJW 1993, 3298; ders. wistra 1993, 286; Meyer/Hetzer NJW 1998, Starke Kritik an diesem kriminalpolitischen Konzept einer Vollziehung von Polizeirecht in Form des Strafrechts übt Fischer, in dem er das umfassende Verkehrunfähigmachen von kriminell kontaminiertem Vermögen in einer freien Gesellschaft als nicht erreichbar ansieht, s. Fischer, StGB, 261 Rn 4 b - d. Ähnlich Bottke wistra 1995, 121, 122, durch den

15 7 II. Tatbestandsmerkmale 1. Tatobjekt Dem Tatobjekt kommt innerhalb dieser Arbeit herausgehobene Bedeutung zu. Anders als bei Abhandlungen, die sich mit der Strafbarkeit eines Verteidigers wegen Honorarannahme beschäftigen, wird hier nicht lediglich eine Sachverhaltskonstellation zugrunde gelegt. Bei der Verteidigerproblematik geht es regelmäßig darum, dass ein Mandant wegen einer Katalogtat verteidigt wird und der Strafverteidiger Honorar (in bar) annimmt, das aus dieser Katalogtat herrührt 26. Vorliegend wird sich hierauf nicht beschränkt 27, weswegen die Kenntnis des Tatobjekts von Bedeutung ist 28. Was nicht (mehr) bemakelt, also kein Tatobjekt ist, kann straffrei als Honorar angenommen werden. Tatobjekte der Geldwäsche sind nach 261 Abs. 1 S. 1 StGB Gegenstände, die aus einer in 261 Abs. 1 S. 2 StGB genannten rechtswidrigen Tat herrühren 29. Die Gesetzesbegründung 30 nennt bewegliche und unbewegliche Sachen, Edelmetalle und -steine 31, Grundstücke und Rechte an solchen, Geld (Bargeld, Buchgeld in inländischen und ausländischen Währungen), Wertpapiere und Forderungen. Aber auch Patente, Kunst- und Sammelobjekte, Schecks, Unternehmensanteile fallen hierunter 32. Tauglicher Gegenstand einer Geldwäsche kann jeder Vermögensgegenstand sein 33. Für die Problemstellungen dieser Arbeit sind Bar- und Buchgeld von Interesse. Isolierungstatbestand des 261 Abs. 2 StGB sei jeder Bürger als potentieller Anbieter von Gütern/Dienstleistungen aufgefordert, entweder auf Forderungsbegleichung durch unkontrolliertes Geld zu verzichten oder dem Verkehr selbst zu entsagen. 26 So auch Sachverhalt bei BVerfG NJW 2004, 1305 (Strafverteidigerentscheidung). 27 Vgl. Fischer, StGB, 261 Rn 32 a zu den zahlreichen Möglichkeiten. Ausführlich unten. 28 Untersuchungen (vgl. etwa Bussenius, Geldwäsche und Strafverteidigerhonorar; Hufnagel, Der Strafverteidiger unter dem Generalverdacht der Geldwäsche gemäß 261 StGB), die sich nur mit der speziellen Strafverteidigerkonstellation beschäftigen, können sich hinsichtlich der Ausführungen zum Tatobjekt kurz fassen, da dort die Fälle des Herrührens des Tatobjekts keine Probleme aufwerfen. 29 Auf die Besonderheiten des 261 Abs. 1 S. 3 StGB wird später eingegangen. 30 BT-Drs. 12/989, S Siehe 148 b GewO (gewerbsmäßige, fahrlässige Hehlerei von Edelmetallen und -steinen). 32 Stree in Schönke/Schröder 261 Rn BT-Drs. 12/989, S. 27; Fischer, StGB, 261 Rn 6; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 3; SK-Hoyer 261 Rn 5; Schröder/Textor in Fülbier/Aepfelbach/Langweg, Kommentar zum GwG, 261 StGB Rn 10; Körner/Dach, aao, S.15; Cebulla wistra 1999, 281; vgl. auch Lampe JZ 1994, 123, 126; Arzt JZ 1993, 913; Hetzer NJW 1993, 3298; 3299, ders. ZAP 2001, 266, 271.

16 8 a) Gegenstand Gegenstand ist, was Objekt von Rechten sein kann, d.h. eine Sache ( 90 BGB) oder ein Recht 34. Hierunter fällt Bargeld als Sache. Bei Buchgeldern handelt es sich zivilrechtlich um Forderungen. Teilweise wird (ohne Begründung) vertreten, dass auch tatsächliche Positionen, wie etwa nichtige Forderungen, die zwar von der Rechtsordnung nicht anerkannt werden, aber dennoch einen Rechtsschein erwecken und verkehrsfähig sind, unter den Gegenstandsbegriff des 261 StGB fallen 35. Dem ist nicht zu folgen. Nichtige Forderungen haben keine Rechtsqualität. Sie können keine Objekte von Rechten sein, womit sie niemals Gegenstände im (zivil)rechtlichen Sinn sind 36. Gleiches gilt für einen etwaig erzeugten Rechtsschein. Es läge eine Wortlautüberdehnung vor, wollte man auch tatsächliche Positionen, die von der (Zivil)Rechtsordnung nicht anerkannt werden, unter den Gegenstandsbegriff des 261 StGB fassen. 261 Abs. 7 S. 1 StGB stützt dies. Er sieht vor, dass Gegenstände, auf die sich die Straftat (Geldwäsche) bezieht, der Einziehung unterliegen. Gemäß 74 e StGB ist Rechtfolge ein Wechsel der Rechtsinhaberschaft. Bei rein tatsächlichen Positionen (wie nichtigen Forderungen), ist dies nicht möglich 37. Das Argument Altenhains, 261 StGB liefe über 134 BGB zumeist schon nach der ersten tatbestandsmäßigen Geldwäschehandlung leer 38, wollte man nichtige Forderungen unberücksichtigt lassen, überzeugt nicht. Die zivilrechtlichen Auswirkungen des 261 StGB sind noch nicht abschließend untersucht 34 Palandt-Heinrichs vor 90 BGB Rn 2; Burr, aao, S. 55; Nestler in Herzog/Mülhausen, Geldwäschebekämpfung und Gewinnabschöpfung, 17 Rn 1; Hetzer NJW 1993, 3298, Vgl. auch BVerfG NJW 2005, 1917, 1920 zu 94 StPO: Der Wortsinn gestattet es, als Gegenstand des Zugriffs auch nicht körperliche Gegenstände zu verstehen. Abzulehnen ist die Ansicht von Geurts ZRP 1997, 250, 252. Seiner Auffassung nach handelt es sich bei Rechten, insbesondere bei Forderungen, nicht um Gegenstände im Sinne des 261 StGB. Dass damit die ratio legis, Geldwäsche zu bekämpfen, die sich regelmäßig über Bankkonten und damit rechtlich über Forderungen abspielt, ad absurdum geführt wird und 261 StGB so auf ein faktisches Nullum (so Berndt in Münchener Anwaltshandbuch, Verteidigung in Wirtschafts- und Steuerstrafsachen, 20 Rn 45, Fn 64) reduziert wäre, bedarf keiner weiteren Erörterung. 35 Lackner/Kühl, StGB, 261 Rn 3; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 3; Nestler in Herzog/Mülhausen, aao, 17 Rn 2; Schmidt, Gewinnabschöpfung im Straf- und Bußgeldverfahren, Rn 1607; NK-Altenhain 261 Rn 26 (erforderlich sei nur, dass die Forderungsposition ihrer Art nach von der Rechtsordnung anerkannt werde, nicht ob sie konkret Anerkennung genießt); Götz/Windholz AnwBl. 2000, 642, Burr, aao, S Cebulla wistra 1999, 281 (auch Schmidt, aao, Rn 1607), will auch sog. Besondere Gegenstände, die rechtlich nicht in die Form einer Sache oder eines Rechts gegossen werden können, wie beispielsweise Computerprogramme oder Know-how, erfasst wissen. Dagegen spricht schon der Bestimmtheitsgrundsatz. SK-Hoyer 261 Rn 5 meint, Gegenstand im Sinne von 261 StGB sei nur jede wirtschaftliche Position, die Bezugspunkt (Gegenstand) eines Anspruchs ist. Allerdings finden sich weder im Gesetzestext noch in der Gesetzesbegründung Anhaltspunkte, die eine solche Annahme stützten. 38 NK-Altenhain 261 Rn 26 a.e.

17 Nr. 1, 2) 380. Bei der Annahme von Honoraren für berufsspezifische Leistungen von Anwälten/Steuerberatern können theoretisch alle Tathandlungen verwirklicht werden. Praktisch am relevantesten ist jedoch der Isolierungstatbestand in Form des 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB ( sich verschaffen ). a) Tathandlungen des 261 Abs. 1 StGB aa) Verschleierungstatbestand, 261 Abs. 1 S. 1, Var. 1, 2 StGB Mit Verbergen und Verschleiern umfasst 261 Abs. 1 S. 1, Var. 1, 2 StGB manipulative und klandestine Verhaltensweisen, die für die phänomenologische Geldwäsche typisch sind 381. Verbergen ist jede Tätigkeit, die durch eine nicht übliche örtliche Unterbringung oder durch eine den Gegenstand verdeckenden Handlung den Zugang zum Tatobjekt erschwert 382, z.b. Verstecken, Vergraben, Ablegen einer Sache an ungewöhnlicher Stelle 383. Verschleiern der Herkunft sind irreführenden Machenschaften, die darauf abzielen, den Nachweis zu erschweren, dass der Gegenstand aus einer Straftat stammt 384, etwa Falschbuchungen oder Kontoführungen unter falschem Namen 385. Im Unterschied zum Verbergen wird beim Verschleiern nicht die Existenz des Vermögenswerts geleugnet 386. Der Verschleierungstatbestand bezeichnet jeweils ein finales Handeln, das auf einen Verdeckungserfolg gerichtet ist, ohne dass dieses Verhalten aus Sicht der Ermittlungsbehörden zum Erfolg geführt haben muss 387. Die finale Struktur des Verschleierungstatbestands führt dazu, dass die Honorarannahme für sich allein genommen keine Strafbarkeit nach 261 Abs. 1 S. 1, Var. 3, 4 StGB zu begründen vermag Bzgl. des Verschleierungs- wie auch des Isolierungstatbestands folgte der Gesetzgeber im Wesentlichen den Vorgaben der Wiener Drogenkonvention von So setzt Abs. 2 den Art. 3 Abs. 1 Unterabs. c (i) des Wiener Übereinkommens um, BT-Drs. 12/989, S. 27. Dagegen resultiert der Vereitelungs- und Gefährdungstatbestand aus einer Anleihe der Formulierungen des Art. 305bis Schweizer StGB, dazu Leip, aao, S Leip, aao, S. 129; MK-Neuheuser 261 Rn Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; Bottke wistra 1995, 121; Otto wistra 1995, 323, 326; MK-Neuheuser 261 Rn 61. Zum Begriff des Verbergens schon Art. 3 Abs. 1 b) (ii) Wiener Übereinkommen. 383 MK-Neuheuser 261 Rn 61; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn Fischer, StGB, 261 Rn 21; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; MK-Neuheuser 261 Rn Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; MK-Neuheuser 261 Rn 62. Vgl. auch 283 Abs. 1 Nr. 8 StGB. 386 MK-Neuheuser 261 Rn 62; vgl. auch Leip, aao, S. 127, Leip, aao, S. 128 f.; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; MK-Neuheuser 261 Rn Bussenius, aao, S. 34 (zum Strafverteidiger).

18 62 bb) Vereitelungs- u. Gefährdungstatbestand, 261 Abs. 1 S. 1, Var. 3, 4 StGB Vom Vereitelungs- und Gefährdungstatbestand werden Verhaltensweisen umfasst, welche die Strafverfolgung beeinträchtigen, indem ein Aufrechterhalten der vom Geldwäschetatbestand bezweckten Papierspur vereitelt oder konkret gefährdet wird 389. Voraussetzung ist die Eignung der Tathandlung Herkunft, Auffinden, Verfall ( 73 ff. StGB), Einziehung ( 74 ff. StGB) oder die Sicherstellung ( 111 b ff. StPO) beeinträchtigen zu können 390. Im Fall des Vereitelns liegt ein Erfolgsdelikt vor, bzgl. des Gefährdens ein konkretes Gefährdungsdelikt 391. Die notwendige konkrete Gefahr bezieht sich darauf, dass die Herkunftsermittlung, das Auffinden usw. unterbleibt, d.h. der tatsächliche Zugriff auf den Gegenstand konkret erschwert wird 392. Vereitelungshandlung ist z.b. eine falsche Angabe gegenüber Ermittlungsbehörden oder das Beiseiteschaffen belasteter Dokumente 393. Das Auffinden des Tatobjekts wird etwa bei einer Verbringung ins Ausland konkret gefährdet 394. Die bloße Annahme von Honorar durch Anwälte/Steuerberater kann eine Strafbarkeit nach 261 Abs. 1 S. 1 Var. 3, 4 StGB zur Folge haben, insbesondere weil der BGH in seinem Geldwäscheurteil diese Varianten des Abs. 1 weit auslegte 395. Der Senat bejahte eine Gefährdung der Sicherstellung ( 111 b Abs. 1, 2, 5 StGB) sogar als der Verteidiger bemakelte Gegenstände, die zuvor als Kaution hinterlegt wurden, von der Hinterlegungsstelle erlangte, obwohl in dieser Konstellation eine konkrete Gefährdung der Auffindung der Geldbeträge kaum vorstellbar ist, da die Auszahlung seitens der Justiz dokumentiert wird 396. b) Tathandlungen des 261 Abs. 2 StGB 261 Abs. 2 betrifft Handlungen, die die Strafverfolgung abstrakt gefährden 397. Er ist Auffangtatbestand, der greifen soll, wenn die Tatbegehungsweisen des 389 Leip, aao, S. 129 f.; MK-Neuheuser 261 Rn MK-Neuheuser 261 Rn 63 unter Hinweis auf entgegenstehende Haupttatverjährung im Fall des Verfalls. 391 BT-Drs. 12/989, S. 27; Spiske, aao, S. 130; Leip, aao, S. 130, 144; MK-Neuheuser 261 Rn 65; Fischer, StGB, 261 Rn 22; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; Körner/Dach, aao, S. 22. Anders als bei den vergleichbaren Vorschriften innerhalb des Art. 305bis Schweizer StGB genügt eine abstrakte Gefährdung nicht. 392 Vgl. BGH NJW 1999, 436, 437; OLG Frankfurt a.m. NJW 2005, 1727, 1733; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; Spiske, aao, S Stree in Schönke/Schröder 261 Rn Vgl. BGH NJW 1999, 436, 437; Stree in Schönke/Schröder 261 Rn 11; Lackner/Kühl, StGB, 261 Rn 7; MK-Neuheuser 261 Rn BGH NJW 2001, 2891, Bussenius, aao, S. 35; Nestler StV 2001, 641, MK-Neuheuser 261 Rn 66; Fischer, StGB, 261 Rn 23; Kargl NJ 2001, 59.

19 72 4. Versuch Der Versuch ist nach 261 Abs. 3 StGB strafbar. Weil bei 261 Abs. 1 StGB eine konkrete Gefährdung zur Vollendung genügt, ist der Versuchsbeginn weit vorverlagert 470. Bereits, wenn der Täter seine Tatentschlossenheit durch eindeutige Handlungen nach außen dokumentiert, liegt ein unmittelbares Ansetzen vor, nicht erst, wenn der Täter mit dem inkriminierten Vermögensgegenstand in Kontakt kommt 471. Nach dem BGH 472 genügt das sich Verschaffen von Vermögensgegenständen, in der Annahme, sie rührten aus illegalen oder betrügerischen Geschäften her, nicht für die Feststellung eines Versuchs. Notwendig ist eine zutreffende Vorstellung (zumindest in groben Zügen) von einer Katalogvortat. Die mit Nachdruck beim Mandanten geführte Anfrage, wann die Honorarnote endlich bezahlt wird, stellt nur dann eine versuchte Geldwäsche nach 261 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 StGB dar (Tatentschluss vorausgesetzt), wenn auch eine in groben Zügen zutreffende Vorstellung von einer Katalogtat existiert. Wegen der vielen Möglichkeiten irriger Annahmen ergibt sich ein breites Feld strafbarer untauglicher Versuche 473. B. Erhöhtes Strafbarkeitsrisiko ( 261 StGB) für Anwälte/Steuerberater Nach der Untersuchung von Tatobjekt, Tathandlungen und subjektiver Strafbarkeitsvoraussetzungen, kann gezeigt werden, dass ein Anwalt/Steuerberater ein erhöhtes Risiko hat, bei der Honorarannahme eine strafbare Geldwäsche zu begehen 474. I. 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB (sich verschaffen) Jeder, der in alltäglichen Austauschgeschäften Geld für seine Leistung annimmt, verschafft sich dieses nach 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB 475, gleichwohl ob Bäcker, Arzt oder Anwalt. Für ein erhöhtes Strafbarkeitsrisiko des Letztgenannten kommt es nicht auf die objektive Tatseite an. Entscheidend ist vielmehr, ob auf subjektiver Seite Wissen vorhanden ist, mit dem auf die kriminelle Herkunft der Honorarmittel geschlossen werden kann und so jedenfalls der Leichtfertigkeitsvorwurf begründbar ist. Bzgl. dieses Wissens ist zu differenzieren. 470 Lampe JZ 1994, 123, 131; Körner/Dach, aao, S. 31; Fischer, StGB, 261 Rn 45; Schmidt, Gewinnabschöpfung im Straf- und Bußgeldverfahren, Rn Körner/Dach, aao, S BGH wistra 2003, 260 f. 473 Körner/Dach, aao, S.37; vgl. auch Leip, aao, S. 154 ff. zur Irrtumsproblematik sowie Schmidt, aao, Rn Vgl. Wessing NJW 2003, 2265, 2270 ( bedrohliches Strafpotenzial ). 475 Siehe oben.

20 So kann Inhalt des Mandatsvertrags die Beratung wegen einer Katalogvortat sein, z.b. wenn ein Zivilanwalt seinen Mandanten berät, der Schadensersatzansprüchen wegen gewerbsmäßigem Betrug ausgesetzt ist 476 oder eine präventive Vorfeldberatung einer Kapitalgesellschaft in Zeiten der Krise, bei der verdeckte Gewinnausschüttungen erfolgten, die als gewerbsmäßige Untreue zu qualifizieren sind 477. Hier wird der Unterschied zum exemplarisch gewählten Bäcker deutlich. Die berufstypische Leistung des Anwalts/Steuerberaters hat zwingend ein Auseinandersetzen mit der Katalogtat zum Inhalt, sodass auf subjektiver Seite ein Wissen vorhanden ist, das zumindest für einen Leichtfertigkeitsvorwurf genügen kann. Anders beim Bäcker. Durch den Kauf einer Brezel erhält der Bäcker keinen Einblick in Tatsachen, die mit einer Katalogvortat in Zusammenhang stehen. Andererseits kann es sein, dass der Anwalt/Steuerberater nicht wegen einer Katalogtat mandatiert wird. Im Laufe des Mandatsverhältnisses ergeben sich aber Anhaltspunkte, die auf eine Katalogtat schließen lassen. Anders als der Bäcker, wird der Anwalt/Steuerberater i.d.r. aufgrund des dem Mandatsverhältnis zugrunde liegenden Vertrauensverhältnisses vermehrten Einblick in die Vermögensverhältnisse und -herkunft seines Mandanten haben 478. Es besteht auch die Möglichkeit, dass über die Medien ein annähernd gleiches Informationsniveau bzgl. einer Katalogtat geschaffen wird, so z.b., wenn in der Tagespresse die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen einen berühmten Sportler wegen Verdacht einer gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung bekannt gegeben wird. Letzteres wird die Ausnahme sein. Der entscheidende Unterschied bzgl. des Strafbarkeitsrisikos von Anwälten/Steuerberatern zum exemplarisch gewordenen Bäcker wird also in den ersten beiden Konstellationen deutlich. Der Anwalt/Steuerberater setzt sich einem Strafbarkeitsrisiko nach 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB aus, wenn er von Tatsachen Kenntnis erlangt, die auf ein Herrühren der Honorarmittel aus einer Vortat schließen lassen 479. Die Kenntniserlangung ist dabei gegenüber sonstigen Geschäftspartnern innerhalb täglicher sozialadäquater Austauschgeschäfte erleichtert. Es besteht eine erhöhte Siehe etwa Sachverhalt des OLG Frankfurt a.m. NJW-RR 2001, 1649 (Betrug). 477 Brüssow/Petri AnwBl. 2004, 114, weitere Beispiele S Burmeister/Uwer AnwBl. 2004, 199, 205; Götz/Windholz AnwBl. 2000, 642, 644, abstellend auf den Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Mandaten; Vgl. allgemeiner Fischer NStZ 2004, 473, 477 zur besonderen Tatnähe von anderen Berufen als Strafverteidigung. 479 Auf die Privilegierung des Strafverteidigers soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.

Nikolas Schrader. Die Strafbarkeit des Verteidigers wegen Geldwäsche ( 261 StGB) durch Annahme bemakelter Honorarmittel

Nikolas Schrader. Die Strafbarkeit des Verteidigers wegen Geldwäsche ( 261 StGB) durch Annahme bemakelter Honorarmittel Nikolas Schrader Die Strafbarkeit des Verteidigers wegen Geldwäsche ( 261 StGB) durch Annahme bemakelter Honorarmittel Nikolas Schrader Die Strafbarkeit des Verteidigers wegen Geldwäsche ( 261 StGB) durch

Mehr

Geldwäsche ( 261 StGB)

Geldwäsche ( 261 StGB) Geldwäsche ( 261 StGB) Lösung Fall 1 (OLG Karlsruhe NJW 2005, 767) A. Strafbarkeit der A gem. 259 I durch Annahme der Gelder (-), A war bei Annahme der Gelder gutgläubig, handelte ohne Vorsatz. B. Strafbarkeit

Mehr

MA-Thesis / Master. Geldwäsche. Die Organisierte Kriminalität und die Infizierungstheorie. Joachim Monßen. Bachelor + Master Publishing

MA-Thesis / Master. Geldwäsche. Die Organisierte Kriminalität und die Infizierungstheorie. Joachim Monßen. Bachelor + Master Publishing MA-Thesis / Master Joachim Monßen Geldwäsche Die Organisierte Kriminalität und die Infizierungstheorie Bachelor + Master Publishing Joachim Monßen Geldwäsche Die Organisierte Kriminalität und die Infizierungstheorie

Mehr

Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG)

Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG) Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG) und sonstiges aus dem Gebiet der Strafverfolgung Zu meiner Person 2. jur. Staatsexamen 2001 StA Nbg.-Fürth (Abt.

Mehr

5. Teil: Schutz von kollektiven Rechtsgütern

5. Teil: Schutz von kollektiven Rechtsgütern I. Geldwäsche 261 StGB 1. Allgemeines 5. Teil: Schutz von kollektiven Rechtsgütern 12: Schutz der Rechtspflege Geldwäsche bezeichnet das Einschleusen illegal erworbenen Vermögens in den legalen Wirtschafts-

Mehr

Verfassungsrechtliche Grundlagen des Strafrechts Das Bestimmtheitsgebot

Verfassungsrechtliche Grundlagen des Strafrechts Das Bestimmtheitsgebot Verfassungsrechtliche Grundlagen des Strafrechts Das Bestimmtheitsgebot Beispielsfall: Folgende Regelung wird in das StGB aufgenommen: Vermögensstrafe: Verweist das Gesetz auf diese Vorschrift, so kann

Mehr

Gemeinsame Stellungnahme BRAK, BStBK und WPK zum Entwurf eines Geldwäschebekämpfungsgesetzes gegenüber den Finanzministern der Länder

Gemeinsame Stellungnahme BRAK, BStBK und WPK zum Entwurf eines Geldwäschebekämpfungsgesetzes gegenüber den Finanzministern der Länder www.wpk.de/stellungnahmen/stellungnahmen.asp Gemeinsame Stellungnahme BRAK, BStBK und WPK zum Entwurf eines Geldwäschebekämpfungsgesetzes gegenüber den Finanzministern der Länder Mit Schreiben vom 5. April

Mehr

Übung im Strafrecht für Vorgerückte Ferienhausarbeit Lösungshinweise

Übung im Strafrecht für Vorgerückte Ferienhausarbeit Lösungshinweise Prof. Dr. Walter Perron Wintersemester 2014/2015 Prof. Dr. Roland Hefendehl Übung im Strafrecht für Vorgerückte Ferienhausarbeit Lösungshinweise 1 Erster Tatkomplex: Betreiben der Webseite A. Strafbarkeit

Mehr

Glücksspiel im Internet

Glücksspiel im Internet Glücksspiel im Internet von Dr. iur. Annette Volk Carl Heymanns Verlag Vorwort VII Teil 1: Problemstellung I Teil 2: Die Strafnorm des Glücksspiels 3 A. Kriminalgeschichtlicher Überblick 3 I. Geschichtliche

Mehr

Gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung

Gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung Der Präsident Frau Christine Scheel, MdB Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages Platz der Republik 1 11011 Berlin 18. März 2002 Az.: 22-00-026-01/02 S 7 Gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung

Mehr

Fall 5. Strafbarkeit von T und F? Die Strafbarkeit wegen dem Überfall auf die Tankstelle ist nicht zu prüfen. Gutachten. A. Strafbarkeit der F

Fall 5. Strafbarkeit von T und F? Die Strafbarkeit wegen dem Überfall auf die Tankstelle ist nicht zu prüfen. Gutachten. A. Strafbarkeit der F Fall 5 T hat einen Raubüberfall auf eine Tankstelle begangen. Einige Zeit später kommt es zur Anklage vor dem Landgericht Saarbrücken. Da T nicht eindeutig identifiziert werden konnte, weil er während

Mehr

Der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch das Strafrecht

Der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch das Strafrecht Jens Peglau Der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch das Strafrecht PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften IX GLIEDERUNG Literaturverzeichnis XV Abkürzungsverzeichnis XXV A) Einleitung

Mehr

Michael Knab. Eigentumsschutz in der privaten Krankenversicherung unter besonderer Berücksichtigung der Altersrückstellungen

Michael Knab. Eigentumsschutz in der privaten Krankenversicherung unter besonderer Berücksichtigung der Altersrückstellungen Michael Knab Eigentumsschutz in der privaten Krankenversicherung unter besonderer Berücksichtigung der Altersrückstellungen Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek

Mehr

Heiko Hoffmann. Die AusschluBtatbestande der Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung. Zur Sperrwirkung des 371 Abs. 2 AO. ffnft

Heiko Hoffmann. Die AusschluBtatbestande der Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung. Zur Sperrwirkung des 371 Abs. 2 AO. ffnft Heiko Hoffmann Die AusschluBtatbestande der Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung Zur Sperrwirkung des 371 Abs. 2 AO ffnft BERLINVERLAG Arno Spitz GmbH Nomos Verlagsgesellschaft IX Inhaltsverzeichnis Abkiirzungsverzeichnis

Mehr

Geleitwort... Vorwort... Inhaltsverzeichnis... Literaturverzeichnis... Abkürzungsverzeichnis...

Geleitwort... Vorwort... Inhaltsverzeichnis... Literaturverzeichnis... Abkürzungsverzeichnis... Inhaltsverzeichnis Geleitwort................................................... Vorwort..................................................... Inhaltsverzeichnis.............................................

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsübersicht... VII Abkürzungsverzeichnis... XV Literaturverzeichnis... XIX

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsübersicht... VII Abkürzungsverzeichnis... XV Literaturverzeichnis... XIX Seite Inhaltsübersicht........................................... VII Abkürzungsverzeichnis..................................... XV Literaturverzeichnis........................................ XIX A. Materielles

Mehr

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/frames/rk20050114_2bvr197503

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/frames/rk20050114_2bvr197503 Seite 1 von 5 Zitierung: BVerfG, 2 BvR 1975/03 vom 14.1.2005, Absatz-Nr. (1-24), http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20050114_2bvr197503.html Frei für den nicht gewerblichen Gebrauch. Kommerzielle Nutzung

Mehr

Verhaltensempfehlungen für Rechtsanwälte im Hinblick auf die Vorschriften des Geldwäschebekämpfungsgesetzes (GwG) und die Geldwäsche, 261 StGB

Verhaltensempfehlungen für Rechtsanwälte im Hinblick auf die Vorschriften des Geldwäschebekämpfungsgesetzes (GwG) und die Geldwäsche, 261 StGB Verhaltensempfehlungen für Rechtsanwälte im Hinblick auf die Vorschriften des Geldwäschebekämpfungsgesetzes (GwG) und die Geldwäsche, 261 StGB I. Vorbemerkung Die Erstreckung des Geldwäschebekämpfungsgesetzes

Mehr

Mittäterschaft ( 25 Abs. 2 StGB)

Mittäterschaft ( 25 Abs. 2 StGB) Mittäterschaft ( 25 Abs. 2 StGB) I. Voraussetzungen 1. Gemeinsamer Tatentschluss 2. Objektiver Tatbeitrag a) Zeitpunkt nach hm genügt Beitrag im Vorbereitungsstadium, nach aa ist der Beitrag im Stadium

Mehr

Abkürzungsverzeichnis, 10 Der Vermögensschutz bei sittenwidrigen und rechtswidrigen Rechtsgeschäften 13 unter Heranziehung der Gesamtrechtsordnung 13

Abkürzungsverzeichnis, 10 Der Vermögensschutz bei sittenwidrigen und rechtswidrigen Rechtsgeschäften 13 unter Heranziehung der Gesamtrechtsordnung 13 Abkürzungsverzeichnis, 10 Der Vermögensschutz bei sittenwidrigen und rechtswidrigen Rechtsgeschäften 13 unter Heranziehung der Gesamtrechtsordnung 13 A. Einleitung 13 B. Der Umfang des Vermögensschutzes

Mehr

Steuerstrafrecht. Grüne Reihe Band 15. einschl. Steuerordnungswidrigkeiten und Verfahrensrecht

Steuerstrafrecht. Grüne Reihe Band 15. einschl. Steuerordnungswidrigkeiten und Verfahrensrecht Grüne Reihe Band 15 Steuerstrafrecht einschl. Steuerordnungswidrigkeiten und Verfahrensrecht Von Prof. Dr. jur. Jo Lammerding Prof. Dr. jur. Rüdiger Hackenbroch Alfred Sudau, Ltd. Regierungsdirektor a.

Mehr

Frank K. Peter I Ralph Kramer. Steuerstrafrecht. Grundlagen - Anwendungsfelder Musterfälle GABLER

Frank K. Peter I Ralph Kramer. Steuerstrafrecht. Grundlagen - Anwendungsfelder Musterfälle GABLER Frank K. Peter I Ralph Kramer Steuerstrafrecht Grundlagen - Anwendungsfelder Musterfälle GABLER Vorwort Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 1 Materielles Steuerstrafrecht 1

Mehr

Gesetzesantrag des Landes Hessen

Gesetzesantrag des Landes Hessen Gesetzesantrag des Landes Hessen Entwurf eines zweiundvierzigsten Strafrechtsänderungsgesetzes - Gesetz zur Bekämpfung des Aufenthalts in terroristischen Ausbildungslagern - (42. StrÄndG) A. Problem und

Mehr

Strafvereitelung ( 258 StGB)

Strafvereitelung ( 258 StGB) Strafvereitelung ( 258 StGB) Lösungshinweise Fall 1 (nach LG Itzehoe NStZ-RR 2010, 10 mit Bespr. Hecker JuS 2010, 549) A. Strafbarkeit des A gem. 258 I; 13 I Zunächst kommt eine vollendete Strafvereitelung

Mehr

Textgegenüberstellung

Textgegenüberstellung Textgegenüberstellung Artikel I Änderung der Rechtsanwaltsordnung 8b. (1) 8b. (1) (2) (2) (4) Der Rechtsanwalt hat risikobasierte und angemessene Maßnahmen zur Feststellung und Überprüfung der Identität

Mehr

Die Strafbarkeit von Submissionsabsprachen gemäß 298 StGB unter besonderer Berücksichtigung von BGH 2 StR 154/12

Die Strafbarkeit von Submissionsabsprachen gemäß 298 StGB unter besonderer Berücksichtigung von BGH 2 StR 154/12 ROXIN RECHTSANWÄLTE LLP Die Strafbarkeit von Submissionsabsprachen gemäß 298 StGB unter besonderer Rechtsanwalt Dr. Alexander von Saucken www.roxin.com Themen und Gliederung A. 298 StGB Wettbewerbsbeschränkende

Mehr

Repetitorium Strafrecht (AT II) 1 Täterschaft und Teilnahme

Repetitorium Strafrecht (AT II) 1 Täterschaft und Teilnahme Prof. Dr. Bernd Hecker SS 2010 FB V Straf- und Strafprozessrecht Repetitorium Strafrecht (AT II) 1 Täterschaft und Teilnahme Wichtiger Hinweis: Der in Ihrem Arbeitspapier dargelegte Sachverhalt in Fall

Mehr

Sommersemester 2013. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 4. Klausur / 17.5.2013

Sommersemester 2013. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 4. Klausur / 17.5.2013 Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Sommersemester 2013 Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 4. Klausur / 17.5.2013 Steuerhinterziehung Sachverhalt A. Ausgangsfall Paul Potter

Mehr

44: Begünstigung ( 257)

44: Begünstigung ( 257) 44: Begünstigung ( 257) I. Allgemeines 257 schützt nach h.m. die staatliche Rechtspflege (Verfolgungsinteresse als Allgemeininteresse) und das Restitutionsinteresse des durch die Vortat Verletzten (als

Mehr

Der strafrechtliche Parteiverrat ( 356 StGB)

Der strafrechtliche Parteiverrat ( 356 StGB) Privatdozent Dr. Joachim Kretschmer Der strafrechtliche Parteiverrat ( 356 StGB) Eine Analyse der Norm im individualrechtlichen Verständnis Nomos Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Einleitung 11 Erster Teil:

Mehr

S. Die Unverletzlichkeit der Wohnung gemäß Art. 13 GG

S. Die Unverletzlichkeit der Wohnung gemäß Art. 13 GG S. Die Unverletzlichkeit der Wohnung gemäß Art. 13 GG I. Schutzbereich Geschützt ist die Wohnung zur freien Entfaltung der Persönlichkeit in räumlicher Hinsicht. Der Begriff Wohnung wird weit ausgelegt,

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Teil 1 Gegenstand der Arbeit 1

Inhaltsverzeichnis. Teil 1 Gegenstand der Arbeit 1 Vorwort... VII Teil 1 Gegenstand der Arbeit 1 Teil 2 Bankgeschäft und Insolvenz zivil- und insolvenzrechtliche Grundlagen, wirtschaftliche Zusammenhänge A. Kreditgeschäft der Banken und Gründe der Insolvenz...............

Mehr

Die Pflichten, die den Anwälten durch die Richtlinie gegen Geldwäsche auferlegt werden

Die Pflichten, die den Anwälten durch die Richtlinie gegen Geldwäsche auferlegt werden Federation of European Bars Training Stage and Intermediate Meeting Madrid, 22. bis 25. September 2010 Die Pflichten, die den Anwälten durch die Richtlinie gegen Geldwäsche auferlegt werden Rechtsanwältin

Mehr

Jugendstrafrecht für Erwachsene?

Jugendstrafrecht für Erwachsene? Hannes Budelmann Jugendstrafrecht für Erwachsene? Zur Anwendbarkeit von Jugendstraf recht auf sich zum Verfahrenszeitpunkt im Erwachsenenalter befindliche Personen PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften

Mehr

Die Polizei als Wolkenkratzer.

Die Polizei als Wolkenkratzer. Die Polizei als Wolkenkratzer. Grundrechtsschutz beim Cloud Computing? Prof. Dr. Dirk Heckmann, MdBayVerfGH Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht Prof. Dr. Dirk Heckmann

Mehr

A. Einleitung 1 I. Darstellung und Erläuterung der Problemstellung 1 II. Gang der Darstellung 4 B. Entstehungsgeschichte des Tatbestandes 265a StGB

A. Einleitung 1 I. Darstellung und Erläuterung der Problemstellung 1 II. Gang der Darstellung 4 B. Entstehungsgeschichte des Tatbestandes 265a StGB A. Einleitung 1 I. Darstellung und Erläuterung der Problemstellung 1 II. Gang der Darstellung 4 B. Entstehungsgeschichte des Tatbestandes 265a StGB unter Berücksichtigung des Normhintergrunds 7 I. Historischer

Mehr

Zum Honoraranspruch des Arztes bei rechtswidrigem Eingriff

Zum Honoraranspruch des Arztes bei rechtswidrigem Eingriff Zum Honoraranspruch des Arztes bei rechtswidrigem Eingriff anläßlich des Urteils des Bundesverfassungsgerichts v 17.4.2012 1 BvR 3071/10 Beitrag zur 12. Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht

Mehr

Das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen im Bereich des Strafrechts

Das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen im Bereich des Strafrechts Das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen im Bereich des Strafrechts von Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Gubitz, Fachanwalt für Strafrecht, Kiel Zu den Grundpflichten des Anwalts gehört es,

Mehr

Probleme des Verfalls jm Strafrecht

Probleme des Verfalls jm Strafrecht Sven Keusch Probleme des Verfalls jm Strafrecht PETER LANG Europaischer Verlag der Wissenschaften IX Inhaltsverzeichnis A. EINLEITUNG 1 I. Gang und Ziel der Arbeit 1 II. Kurze Darstellung der zentralen

Mehr

Anlagen zu den Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren (RiStBV)

Anlagen zu den Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren (RiStBV) Die RiStBV sind hier zu finden: http://home.arcor.de/bastian-voelker/ristbv.pdf Anlagen zu den Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren (RiStBV) Anlage D Gemeinsame Richtlinien der Justizminister/-senatoren

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Ein Vorschlag zur Bildung von Tatkomplexen: 1. Tatkomplex: Bis zum Unfall Zu Fall 1 Beleidigung/ üble Nachrede = 185 ff. StGB? Verkehrsdelikte =

Mehr

Tattoos, Piercings, Schönheitsoperationen

Tattoos, Piercings, Schönheitsoperationen Lysann Hennig Tattoos, Piercings, Schönheitsoperationen Zur rechtlichen Problematik nicht indizierter Eingriffe bei Minderjährigen Inhaltsverzeichnis 9 Inhaltsverzeichnis I. Anliegen und Gang der Untersuchung.......................

Mehr

Besonders schwere Fälle des Betrugs 263 Abs. 3 StGB Strafzumessungsregelung Regelbeispiele für das Vorliegen eines besonders schweren Falls

Besonders schwere Fälle des Betrugs 263 Abs. 3 StGB Strafzumessungsregelung Regelbeispiele für das Vorliegen eines besonders schweren Falls Betrug ( 263 StGB) Besonders schwere Fälle des Betrugs ( 263 Abs. 3 StGB) 263 Abs. 3 StGB ist eine Strafzumessungsregelung, die sog. Regelbeispiele für das Vorliegen eines besonders schweren Falls normiert.

Mehr

hrr-strafrecht.de - Rechtsprechungsübersicht

hrr-strafrecht.de - Rechtsprechungsübersicht hrr-strafrecht.de - Rechtsprechungsübersicht Bearbeiter: Gerhard Strate Zitiervorschlag: BGH 2 StR 513/00, Urteil v. 04.07.2001, HRRS-Datenbank, Rn. X BGH 2 StR 513/00 - Urteil v. 4. Juli 2001 (LG Frankfurt/Main)

Mehr

Leseprobe Text (Auszug) Der Irrtum über rechtfertigende Umstände

Leseprobe Text (Auszug) Der Irrtum über rechtfertigende Umstände Leseprobe Text (Auszug) Der Irrtum über rechtfertigende Umstände Der Irrtum über rechtfertigende Umstände wird auch Erlaubnistatbestandsirrtum genannt. Dieser Fall des Irrtums ist im Gesetz nicht ausdrücklich

Mehr

Zwangsvollstreckung in die Website

Zwangsvollstreckung in die Website Zwangsvollstreckung in die Website Eine urheber- und sachenrechtliche Betrachtung von Mani Radjai-Bokharai 1. Auflage Zwangsvollstreckung in die Website Radjai-Bokharai schnell und portofrei erhältlich

Mehr

Nachstellung (Stalking) 238 n. F.

Nachstellung (Stalking) 238 n. F. Nachstellung (Stalking) 238 n. F. Einführung Schutzgüter des 238: Entschließungs- und Handlungsfreiheit, körperliche Unversehrtheit und Leben Kreis der geschützten Personen: Adressat der Nachstellungen

Mehr

GENTECHNOLOGIE IN DER HAFTPFLICHT- VERSICHERUNG

GENTECHNOLOGIE IN DER HAFTPFLICHT- VERSICHERUNG Dr. Jill Bohnhorst GENTECHNOLOGIE IN DER HAFTPFLICHT- VERSICHERUNG PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften 9 Inhaltsverzeichnis A. Problemdarstellung 17 B. Gang der Untersuchung 19 C. Gentechnologie

Mehr

AIDS und Strafrecht. Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden. Klaus Scherf

AIDS und Strafrecht. Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden. Klaus Scherf Klaus Scherf AIDS und Strafrecht Schaffung eines Gefährdungstatbestandes zur Bestrafung ungeschützten Geschlechtsverkehrs Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden Inhaltsverzeichnis A. Einführung in die medizinischen

Mehr

Steuerverfassungsrechtliche Probleme der BetriebsaufSpaltung und der verdeckten Gewinnausschüttung

Steuerverfassungsrechtliche Probleme der BetriebsaufSpaltung und der verdeckten Gewinnausschüttung Steuerverfassungsrechtliche Probleme der BetriebsaufSpaltung und der verdeckten Gewinnausschüttung Rechtsgrundsätze versus Gerichtspraxis Von Karl Albrecht Schachtschneider Juristische G :.:;;:.; moibllothek

Mehr

Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG. Rechtsanwalt

Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG. Rechtsanwalt Rechtsanwalt Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG - ANMERKUNG ZUR GAMBELLI-ENTSCHEIDUNG DES EUGH (URT. V. 06.11.2003 - AZ.: C-243/0) Kanzlei RA Dr. Bahr Sierichstr.

Mehr

Modul 55208: Deutsches und Europäisches Verfassungsrecht Vertiefung

Modul 55208: Deutsches und Europäisches Verfassungsrecht Vertiefung Modul 55208: Deutsches und Europäisches Verfassungsrecht Vertiefung Besprechung der Klausur vom 23.09.2011 SS 2011 Sachverhalt Folie 2 Aufgabe: Verletzung des A in seiner Niederlassungsfreiheit Das staatliche

Mehr

Mediation im Gewerblichen Rechtsschutz

Mediation im Gewerblichen Rechtsschutz Angela Schneider Mediation im Gewerblichen Rechtsschutz PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1 I. Einführung. 2 II. Außergerichtliche Schlichtung in Deutschland

Mehr

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT BUNDESVERFASSUNGSGERICHT - 2 BvR 950/05 - Im Namen des Volkes In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerde des Herrn P - Bevollmächtigte: 1. Rechtsanwalt Dr. Hans-Joachim Weider, Friedensstraße 11,

Mehr

Neubegründung der Lehre vom gedehnten Versicherungsfall und ihre Bedeutung für moderne versicherungsrechtliche Probleme

Neubegründung der Lehre vom gedehnten Versicherungsfall und ihre Bedeutung für moderne versicherungsrechtliche Probleme Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungswissenschaft der Universität Hamburg und des Vereins zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Hamburg e.v. Reihe A Rechtswissenschaft Heft 86 Herausgeber

Mehr

... Erstversand, 12.10.2009

... Erstversand, 12.10.2009 Erstversand Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Abkürzungsverzeichnis... XV Motive der Steuerhinterziehung... 1 A. Steuerstraftaten. 3 I. Habe ich Steuern hinterzogen? Die Tatbestände... 3 II. Wann mache

Mehr

Zur Problematik privater Ermittlungen des durch eine Straftat Verletzten

Zur Problematik privater Ermittlungen des durch eine Straftat Verletzten Zur Problematik privater Ermittlungen des durch eine Straftat Verletzten Zulässigkeit und Schranken privater Straftataufklärung durch den Verletzten, seinen Rechtsanwalt und durch Detektive zum Zwecke

Mehr

Klausur im Strafrecht für Examinanden

Klausur im Strafrecht für Examinanden Seite 1 von 8 Prof. Dr. Hellmann Universität Potsdam Klausur im Strafrecht für Examinanden Lösungsskizze 1. Teil: Der Reparaturauftrag Strafbarkeit des R I. 263 I StGB 1. Objektiver Tatbestand a) Täuschung

Mehr

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte 3. Fall Lösung: Überraschung am Wochenende Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit A und B (nach 249 Abs. 1, 25 StGB, durch Schlagen, Fesseln und bedrohen des

Mehr

Aushöhlung der Individualrechte für fiskalische Zwecke

Aushöhlung der Individualrechte für fiskalische Zwecke Simon Andreas Winkler Aushöhlung der Individualrechte für fiskalische Zwecke PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Vorwort 7 Abkürzungsverzeichnis 15 Einleitung...21

Mehr

Basiswissen Strafrecht Allgemeiner Teil

Basiswissen Strafrecht Allgemeiner Teil Basiswissen - Alpmann-Schmidt Basiswissen Strafrecht Allgemeiner Teil Bearbeitet von Dr. Rolf Krüger 4. Auflage 2015. Buch. IV, 154 S. Kartoniert ISBN 978 3 86752 400 1 Format (B x L): 16,5 x 23,0 cm Gewicht:

Mehr

InhaltsverzeichniS INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS EINFÜHRUNG 1

InhaltsverzeichniS INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS EINFÜHRUNG 1 InhaltsverzeichniS VORWORT INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VII IX XVII EINFÜHRUNG 1 A. GEGENSTAND DER UNTERSUCHUNG 1 I. Private Berufsunfähigkeitsversicherung 1 1. Definition Berufsunfähigkeit

Mehr

Die Auswirkungen einer unrichtigen gemeinsamen Steuererklärung im Steuerstrafrecht

Die Auswirkungen einer unrichtigen gemeinsamen Steuererklärung im Steuerstrafrecht Die Auswirkungen einer unrichtigen gemeinsamen Steuererklärung im Steuerstrafrecht von stud. iur. Sebastian Meyer, Bielefeld I. Die Steuerhinterziehung gem. 370 AO Wer in seiner Einkommenssteuererklärung

Mehr

Lösung Fall 20. Lösung Ausgangsfall: A) Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung des Hausgrundstücks, 433 Abs.1 S.1 BGB

Lösung Fall 20. Lösung Ausgangsfall: A) Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung des Hausgrundstücks, 433 Abs.1 S.1 BGB Lösung Fall 20 Lösung Ausgangsfall: A) Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung des Hausgrundstücks, 433 Abs.1 S.1 BGB Als Grundlage für einen Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung

Mehr

Der Arzt im Fadenkreuz von Staatsanwaltschaft, KV und Patienten

Der Arzt im Fadenkreuz von Staatsanwaltschaft, KV und Patienten Der Arzt im Fadenkreuz von Staatsanwaltschaft, KV und Patienten Dr. jur. Alexander Dorn Rechtsanwalt Fachanwalt für Medizinrecht Fachanwalt für Strafrecht 1 Überblick: I. Einleitung II. Entwicklung des

Mehr

Eingabe. an den Vermittlungsausschuss. zum. 5. Steuerbeamten- Ausbildungsgesetz

Eingabe. an den Vermittlungsausschuss. zum. 5. Steuerbeamten- Ausbildungsgesetz Der Präsident Eingabe an den Vermittlungsausschuss zum 5. Steuerbeamten- Ausbildungsgesetz Eingabe S 14 des Deutschen Steuerberaterverbandes e. V 2 370a Abgabenordnung (AO) Derzeitige Rechtslage Durch

Mehr

Vorbereitimgshandlung und Versuch im Steuerstrafrecht

Vorbereitimgshandlung und Versuch im Steuerstrafrecht Vorbereitimgshandlung und Versuch im Steuerstrafrecht Eine Darstellung unter besonderer Berücksichtigung einzelner Steuerarten von Rechtsanwalt Dr. Jürgen Höser Hürth juristische Gesamtbibliothek de '

Mehr

VVF. Die Bürgschaft mittelloser Personen. Theodoros stamatopoulos. "'"",,fvv "vl ;, ~ IJT~ AH ~~ 1.'-" :~' ~... ;,71.: ~~..,

VVF. Die Bürgschaft mittelloser Personen. Theodoros stamatopoulos. ',,fvv vl ;, ~ IJT~ AH ~~ 1.'- :~' ~... ;,71.: ~~.., ;, ~ IJT~ AH ~~ 1.'-" :~' ~... ;,71.: ~~..,.uj"~i\~ltf :.13.- "'"",,fvv "vl ~ A~\It'l1fite 11!rf;tJt1\i Theodoros stamatopoulos Die Bürgschaft mittelloser Personen VVF P""RECHTSWISSENSCHAFTLICH o~ ~ E

Mehr

-aktuell. Viel Spaß beim Lesen! Harald Langels

-aktuell. Viel Spaß beim Lesen! Harald Langels -aktuell Mit dieser Datei die wöchentlich aktualisiert wird möchten wir Sie über die aktuelle Rechtsprechung des BGH sowie geplante Gesetzesvorhaben auf dem Laufenden halten. Die Datei besteht neben zahlreichen

Mehr

Der versicherungsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Deregulierung und Diskriminierung

Der versicherungsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Deregulierung und Diskriminierung Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungslehre der Universität Frankfurt am Main Band 13 Begründet von Herausgeber Professor Dr. Wolfgang Müller Professor Dr. Christian Laux Professor Dr. Manfred

Mehr

Paragraphenkette: AO 393 Abs. 2. Datum: 15.10.2004. Vorinstanz(en): Kurzleitsatz: Umfang des Verwertungsverbots in 393 Abs.

Paragraphenkette: AO 393 Abs. 2. Datum: 15.10.2004. Vorinstanz(en): Kurzleitsatz: Umfang des Verwertungsverbots in 393 Abs. Gericht: Entscheidungsform: BVerfG Beschluß Paragraphenkette: AO 393 Abs. 2 Datum: 15.10.2004 Vorinstanz(en): BGH Kurzleitsatz: Umfang des Verwertungsverbots in 393 Abs. 2 Abgabenordnung Redaktioneller

Mehr

Outsourcing bei Kreditinstituten: Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Bank- und Datenschutzrecht

Outsourcing bei Kreditinstituten: Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Bank- und Datenschutzrecht Melanie Gutmann Outsourcing bei Kreditinstituten: Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Bank- und Datenschutzrecht Wirtschaftliche Interessen der Banken im Spannungsverhältnis zum Geheimhaltungsinteresse

Mehr

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11 Versuch, Rücktritt vom Versuch, tätige Reue Strafbarkeit des Versuchs: stets bei Verbrechen, bei Vergehen nur, wenn das Gesetz es ausdrücklich bestimmt, 23 Was ist Versuch? 22 sagt, den Versuch einer Straftat

Mehr

Das aktuelle Computerstrafrecht

Das aktuelle Computerstrafrecht Das aktuelle Computerstrafrecht Chemnitzer Linux Tag Chemnitz, 04.03.7, Zwickau Prinzipien des Strafrechts Bestimmtheitsgebot Rückwirkungsverbot Analogieverbot Verbot des Gewohnheitsrecht Formalismus des

Mehr

Dr. Michael Kilchling. Strafvollzugsrecht (9) Michael Kilchling Vorlesung Strafvollzugsrecht WS 2014/2015 1

Dr. Michael Kilchling. Strafvollzugsrecht (9) Michael Kilchling Vorlesung Strafvollzugsrecht WS 2014/2015 1 Dr. Michael Kilchling Strafvollzugsrecht (9) Michael Kilchling Vorlesung Strafvollzugsrecht WS 2014/2015 1 Vollzugsplan 17 JVollzGB I: Behandlungs- und Vollzugsplankonferenzen Die an der Behandlung maßgeblich

Mehr

Prof. Dr. Frank Schuster

Prof. Dr. Frank Schuster Prof. Dr. Frank Schuster Lehrstuhl für Internationales Strafrecht schuster@jura.uni-wuerzburg.de Vermögensschaden VI. Schadensgleiche Vermögensgefährdung Risiko einer bestimmten Entwicklung wiegt so schwer,

Mehr

AbkÄrzungsverzeichnis 13. EinfÄhrung 17. A Problemstellung 17 B Praktische Relevanz 20 C Aufbau und Methode der Untersuchung 21

AbkÄrzungsverzeichnis 13. EinfÄhrung 17. A Problemstellung 17 B Praktische Relevanz 20 C Aufbau und Methode der Untersuchung 21 Inhaltsverzeichnis AbkÄrzungsverzeichnis 13 EinfÄhrung 17 A Problemstellung 17 B Praktische Relevanz 20 C Aufbau und Methode der Untersuchung 21 Kapitel 1: Das GlÄcksspiel im Internet 23 A Funktionsweise

Mehr

Das Arbeitsvermittlungsmonopol der Bundesanstalt für Arbeit im europäischen Binnenmarkt

Das Arbeitsvermittlungsmonopol der Bundesanstalt für Arbeit im europäischen Binnenmarkt PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften Mathias Schröder Das Arbeitsvermittlungsmonopol der Bundesanstalt für Arbeit im europäischen Binnenmarkt Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 15 A.

Mehr

Schutz vor aufgedrängten Informationen im Internet und in der E-Mail-Kommunikation durch die negative Rezipientenfreiheit

Schutz vor aufgedrängten Informationen im Internet und in der E-Mail-Kommunikation durch die negative Rezipientenfreiheit Philipp Hammerich Schutz vor aufgedrängten Informationen im Internet und in der E-Mail-Kommunikation durch die negative Rezipientenfreiheit Artikel 5 Absatz 1 Satz 1 Halbsatz 2 GG unter dem Aspekt des

Mehr

Selbstanzeigeberatung in der Praxis

Selbstanzeigeberatung in der Praxis Selbstanzeigeberatung in der Praxis von Annette Parsch Rechtsanwältin und Dr. Thomas Nuzinger Rechtsanwalt ERICH SCHMIDT VERLAG Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek

Mehr

Rechte und Pflichten des Beschuldigten im Ermittlungsverfahren

Rechte und Pflichten des Beschuldigten im Ermittlungsverfahren Rechte und Pflichten des Beschuldigten im Ermittlungsverfahren Rechtsanwalt Dirk Löber Fachanwalt für Strafrecht Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht Rechtsanwälte Löber & Sonneborn Rathausplatz

Mehr

Die Aufsichtshaftung der Eltern nach 832 BGB - im Wandel!

Die Aufsichtshaftung der Eltern nach 832 BGB - im Wandel! Die Aufsichtshaftung der Eltern nach 832 BGB - im Wandel! Die Elternhaftung im Lichte des Wandels in der Verfassung, im bürgerlichen Recht und der Gesellschaft Von Falk Bernau Duncker & Humblot Berlin

Mehr

2. Das Unternehmen im strafprozessualen Verfahren

2. Das Unternehmen im strafprozessualen Verfahren 2. Das Unternehmen im strafprozessualen Verfahren Das Unternehmen im strafprozessualen Verfahren Trotz der Strafunmündigkeit des Unternehmens können sich gegen dieses (strafrechtliche) Sanktionen richten,

Mehr

Süddeutsche Zeitung online 25. Juli 2014

Süddeutsche Zeitung online 25. Juli 2014 Süddeutsche Zeitung online 25. Juli 2014 Anlagebetrug hat Hochkonjunktur Die Immobilienfirma S&K lässt grüßen: Schäden durch Betrügereien mit Kapitalanlagen sind im vergangenen Jahr dramtisch gestiegen.

Mehr

Vereinigung Berliner Strafverteidiger e.v.

Vereinigung Berliner Strafverteidiger e.v. 1 von 11 04.12.2014 11:34 Vereinigung Berliner Strafverteidiger e.v. zuletzt bearbeitet am 04.12.2003 00/01/06; 2 Ws 185/99 Hanseatisches Oberlandesgericht; Keine Geldw sche durch Entgegennahme von Verteidigerhonorar

Mehr

Betäubungsmittelrecht

Betäubungsmittelrecht Betäubungsmittelrecht von Jörn Patzak, Dr. Wolfgang Bohnen 1. Auflage Betäubungsmittelrecht Patzak / Bohnen wird vertrieben von beck-shop.de Thematische Gliederung: Nebenstrafrecht Verlag C.H. Beck München

Mehr

Entschädigung nach Art. 41 EMRK: 1.000,- für immateriellen Schaden, 3.500, für Kosten und Auslagen (einstimmig).

Entschädigung nach Art. 41 EMRK: 1.000,- für immateriellen Schaden, 3.500, für Kosten und Auslagen (einstimmig). Bsw 30804/07 Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Kammer 5, Beschwerdesache Neziraj gg. Deutschland, Urteil vom 8.11.2012, Bsw. 30804/07. Art. 6 Abs. 1 EMRK, Art. 6 Abs. 3 EMRK - Verwerfung der

Mehr

Auszüge aus dem Jahresbericht 2008 der Zentralstelle für Verdachtsanzeigen Financial Intelligence Unit (FIU) Deutschland

Auszüge aus dem Jahresbericht 2008 der Zentralstelle für Verdachtsanzeigen Financial Intelligence Unit (FIU) Deutschland Presseinformation HAUSANSCHRIFT POSTANSCHRIFT Thaerstraße 11, 65193 Wiesbaden 65173 Wiesbaden TEL +49(0)611-55-13083 FAX +49(0)611-55-12323 E-MAIL Pressestelle@bka.bund.de www.bka.de DATUM 02.06.2009 SEITE

Mehr

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen das Vermögen (3)

Lösungshinweise zu den Straftaten gegen das Vermögen (3) Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoS 2011 Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht J. Allmendinger, Dr. C. Corell, D. Kohlmann, T. Müller,

Mehr

Ehrschutzdelikte 185 ff StGB

Ehrschutzdelikte 185 ff StGB Ehrschutzdelikte 185 ff StGB Der Auffangtatbestand ist 185. 186 und 187 beziehen sich nur auf Tatsachenäußerungen ggü Dritten. 187 ist Qualifikation zu 186. 185 erfaßt neben Tatsachen auch Werturteile

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom. 20. November 2012. in dem Rechtsstreit

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom. 20. November 2012. in dem Rechtsstreit BUNDESGERICHTSHOF VI ZB 64/11 BESCHLUSS vom 20. November 2012 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: BGHZ: BGHR: ja nein ja ZPO 91 Abs. 4, 103 Abs. 1, 126 Abs. 1 Zahlt die obsiegende Partei im Verlaufe des

Mehr

Oberlandesgericht Karlsruhe

Oberlandesgericht Karlsruhe Oberlandesgericht Karlsruhe Urteil vom 1.3.2013, 4 U 120/12 Gründe I. Die klagende Rechtsanwaltskammer möchte dem Beklagten verbieten, im geschäftlichen Verkehr und insbesondere auf dem Briefkopf der Kanzlei

Mehr

Überblick. Vernichtung von Unterlagen. Zulässigkeit der Vernichtung von Unterlagen. Nutzen der Vernichtung von Unterlagen. Exkurs: Legal Privilege

Überblick. Vernichtung von Unterlagen. Zulässigkeit der Vernichtung von Unterlagen. Nutzen der Vernichtung von Unterlagen. Exkurs: Legal Privilege FIW Kölner Seminar Neue Herausforderungen für die Compliance: Vernichtung von (kartellrechtlich) belastenden Unterlagen? Köln, den 20. November 2009 Rechtsanwalt Dr. Thomas Kapp, LL.M. Überblick Vernichtung

Mehr

Leseprobe zu. Bestellfax 0221 / 9 37 38-943. Ja, ich bestelle das o.g. Buch mit 14-tägigem Rückgaberecht

Leseprobe zu. Bestellfax 0221 / 9 37 38-943. Ja, ich bestelle das o.g. Buch mit 14-tägigem Rückgaberecht Weitere Informationen unter www.otto-schmidt.de Leseprobe zu Deckers Anwaltsstation Strafrecht Klausur Vortrag Kanzleipraxis 2011, 189 S., Lexikonformat, broschiert, ISBN 978-3-504-62902-1 29.80 (inkl.

Mehr

Virtuelle Währungen und Geldwäsche. Dr. Severin Glaser. Wesen und Eigenschaften virtueller Währungssysteme

Virtuelle Währungen und Geldwäsche. Dr. Severin Glaser. Wesen und Eigenschaften virtueller Währungssysteme BITCOIN Symposium 3.3.2015 Juridicum, Wien Virtuelle Währungen und Geldwäsche Dr. Severin Glaser Wesen und Eigenschaften virtueller Währungssysteme EZB, Virtual Currency Schemes (2012) 13: a virtual currency

Mehr

Datenbeschädigung und Malware im Schweizer Strafrecht

Datenbeschädigung und Malware im Schweizer Strafrecht Zürcher Studien zum Strafrecht Herausgegeben im Auftrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich von A. Donatsch, D. Jositsch, F. Meyer, C. Schwarzenegger, B. Tag und W. Wohlers Annina

Mehr

GORG. Mandatsvereinbarung. mit Haftungsbeschränkung

GORG. Mandatsvereinbarung. mit Haftungsbeschränkung GORG Mandatsvereinbarung mit Haftungsbeschränkung zwischen Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburger Straße 37, 22083 Hamburg und - nachfolgend als Mandant' bezeichnet

Mehr

V. Die Abweichungen vom Sachenrecht

V. Die Abweichungen vom Sachenrecht V. Die Abweichungen vom Sachenrecht 1. Gutglaubensschutz nach 366 f. HGB a) Gutgläubiger Eigentumserwerb nach 929 ff. BGB (Schema) Einigung Übergabe/Übergabesurrogat Verfügungsbefugnis des Veräußerers:

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 1 S t R 3 8 9 / 1 4 BESCHLUSS vom 4. September 2014 in der Strafsache gegen wegen schweren räuberischen Diebstahls u.a. - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. September

Mehr

Pflichtvertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht II im Sommersemester 2013

Pflichtvertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht II im Sommersemester 2013 Pflichtvertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht II im Sommersemester 2013 Zeit: Dienstag 15:15-16:15 und 16:30-17:30 Uhr Ort: Raum B 106 Hauptgebäude Ermittlungsverfahren II Beschuldigtenvernehmung Zwangsmittel

Mehr