Aufgabe 2 Welche Möglichkeiten zur Verwendung des Jahresüberschusses gibt es für eine Aktienbank? Nennen Sie mindestens 6 Möglichkeiten!

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1 Übungsaufgaben Aufgabe 1 Erläutern Sie die Begriffe Jahresüberschuss und Bilanzgewinn! Aufgabe 2 Welche Möglichkeiten zur Verwendung des Jahresüberschusses gibt es für eine Aktienbank? Nennen Sie mindestens 6 Möglichkeiten! Aufgabe 3 Erläutern Sie die Ziele, die ein Kreditinstitut bei der Rücklagen- und Gewinnausschüttungspolitik verfolgt! Aufgabe 4 Unterscheiden Sie, welche Vorteile sich für die Aktionäre aus der Einbehaltung bzw. Ausschüttung von Gewinnen ergeben können! Aufgabe 5 Erläutern Sie die Bedeutung der Vorschriften in 58 Abs. 2 AktG für den Vorstand und die Aktionäre des Kreditinstitutes! Aufgabe 6 Nehmen Sie die Berechnungen zum Jahresabschluss der Sachsenbank AG vor! in Mio. Gezeichnetes Kapital 380 Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 318 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9 Zinsaufwendungen 213 Kapitalrücklage 16 Provisionsaufwendungen 4 Sonstige betriebliche Erträge 12 Gesetzliche Rücklage 7 Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 14 Provisionserträge 9 Andere Gewinnrücklagen 112 Abschreibungen auf Forderungen und Sachanlagen 10 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 Zuweisungen zu den anderen Gewinnrücklagen durch Vorstand und 17 Aufsichtsrat Erträge aus Anteilsrechten 15 Anteilige Einstellung von Bilanzgewinn in die anderen 25 Gewinnrücklagen durch Beschluss der Hauptversammlung Anzahl der Stückaktien a) Berechnen Sie den Jahresüberschuss! b) Berechnen Sie die Einstellung in die gesetzliche Rücklage! c) Berechnen Sie den neuen Bestand der gesetzlichen Rücklage! d) Berechnen Sie den Bilanzgewinn! e) Berechnen Sie den neuen Bestand der anderen Gewinnrücklagen! f) Berechnen Sie den Dividendenbetrag in Cent, der auf jede Aktie entfällt! 76 Mio. Stück 1

2 Aufgabe 7 Nehmen Sie die Berechnungen zum Jahresabschluss der Holsteinbank AG vor! in Mio. Gezeichnetes Kapital 460 Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 452 Zinsaufwendungen 246 Kapitalrücklage 20 Provisionsaufwendungen 9 Anteilige Einstellung von Bilanzgewinn in die anderen 79 Gewinnrücklagen durch Beschluss der Hauptversammlung Sonstige betriebliche Erträge 12 Gesetzliche Rücklage 13 Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 19 Provisionserträge 20 Andere Gewinnrücklagen 115 Abschreibungen auf Forderungen und Sachanlagen 14 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 Zuweisung zu den anderen Gewinnrücklagen durch Vorstand und 46 Aufsichtsrat Erträge aus Anteilsrechten 36 Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2 Anzahl der Stückaktien 92 Mio. Stück a) Berechnen Sie den Jahresüberschuss! b) Berechnen Sie die Einstellung in die gesetzliche Rücklage! c) Berechnen Sie den neuen Bestand der gesetzlichen Rücklage! d) Berechnen Sie den Bilanzgewinn! e) Berechnen Sie den neuen Bestand der anderen Gewinnrücklagen! f) Berechnen Sie den Dividendenbetrag in Cent, der auf jede Aktie entfällt, sowie den Gewinnvortrag! Aufgabe 8 Die Industrie AG hat im Geschäftsjahr 2008 in der Bilanz folgende Eigenkapitalwerte ausgewiesen: Gezeichnetes Kapital 500 Mio. Kapitalrücklage 24 Mio. Gewinnrücklagen 00Gesetzliche Rücklage 00Andere Gewinnrücklage 16 Mio. 236 Mio. Der Jahresüberschuss nach Körperschaftsteuern für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 100,8 Mio.. Das gezeichnete Kapital ist in 100 Mio. Aktien aufgeteilt. Für das Geschäftsjahr 2009 wird von Vorstand und Aufsichtsrat der AG der Hauptversammlung ein Bilanzgewinn in Höhe von 48,0 Mio. vorgeschlagen. Die Hauptversammlung stimmt diesem Vorschlag zu. a) Mit welchem Wert sind die gesetzlichen Rücklagen in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 anzugeben? Beachten Sie 150 AktG! 21,04 Mio. b) Um welchen Betrag wachsen die Anderen Gewinnrücklagen an? 47,76 Mio. 2

3 Aufgabe 9 Welche der folgenden Aussagen zur Rücklagen- und Ausschüttungspolitik sind richtig? (2 Antworten) a) In ergebnisschwachen Jahren kann die Kapitalrücklage teilweise aufgelöst werden, damit die AG eine gleich bleibende Dividende ausschütten kann. b) Stille Reserven entstehen durch die Unterbewertung von Aktiva und Passiva in der Bilanz. c) Das Agio bei der Ausgabe von neuen Stückaktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen erhöht die Kapitalrücklage. d) Gesetzliche Gewinnrücklagen dürfen maximal in Höhe von 50 Prozent des Jahresüberschusses gebildet werden. e) Ist die im Aktiengesetz geforderte Höhe der gesetzlichen Gewinnrücklage und Kapitalrücklage erreicht, kann der Jahresüberschuss nach Steuern als Bilanzgewinn ausgewiesen werden, wenn kein Verlustvortrag auszugleichen ist. f) Erreicht der erzielte Jahresüberschuss nicht die Höhe der bestehenden Gewinnrücklagen, so ist eine Ausschüttung an die Aktionäre nicht zulässig. 3

4 Lösungen zu Aufgabe 1 Der Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag entspricht dem Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung (Erträge minus Aufwendungen) in der Regel nach Abzug der Ergebnissteuern (Körperschaftsteuer). Wird die Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses vom Vorstand und Aufsichtsrat aufgestellt, so tritt an die Stelle der Posten Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag und Gewinnvortrag/Verlustvortrag der Posten Bilanzgewinn/ Bilanzverlust. Der Bilanzgewinn entspricht dem zur Ausschüttung bestimmten Gewinn, der noch durch Hauptversammlungsbeschluss zu einer zusätzlichen Erhöhung der anderen Gewinnrücklagen verwendet werden kann. Bei einer Bilanzaufstellung nach vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses - also nach der HV - erscheinen die Posten Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag bzw. Bilanzgewinn/Bilanzverlust nicht mehr, eventuell ist ein nicht verteilter Rest als Gewinnvortrag ausgewiesen. Grundsätzlich wird jedoch nach der HV keine neue Bilanz mehr aufgestellt. Der Bilanzgewinn wird buchungstechnisch bei Auszahlung der Dividende und Überweisung der Kapitalertragsteuer an das Finanzamt aufgelöst. zu Aufgabe 2 Eine Aktienbank kann den Jahresüberschuss verwenden für: 1. Gewinnvortrag 2. Dividendenausschüttung 3. Gesetzliche Rücklage 4. satzungsmäßige Rücklage 5. andere Gewinnrücklagen 6. Ausgleich Verlustvortrag 7. Rücklagen für eigene Anteile zu Aufgabe 3 Bei der Rücklagen- und Gewinnausschüttungspolitik hat ein Kreditinstitut folgende Ziele zu berücksichtigen: 1. Sicherung der Liquidität des Unternehmens 2. Sicherung von Erhaltung und Wachstum des Unternehmens 3. Sicherung der Attraktivität des Unternehmens für Anleger. zu Aufgabe 4 Die Rücklagen- und Gewinnausschüttungspolitik beeinflusst das Verhältnis zwischen einbehaltenen und auszuschüttenden Gewinnen. Sie beeinflusst damit unter anderem Liquidität, Selbstfinanzierungskraft, Einlagensicherheit, Geschäftsvolumen, Aktienkurs, Dividende und Steuerbelastung der Aktiengesellschaft. zu Aufgabe 5 Stellen Vorstand und Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest, so können sie bis zur Hälfte des um den Verlustvortrag und um die Einstellungen in die gesetzliche Rücklage verminderten Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen einstellen. Durch diese Vorschriften ist es Vorstand und Aufsichtsrat möglich, Einstellungen in die Rücklage vorzunehmen, ohne dass die Zustimmung der Hauptversammlung zur Gewinnverwendung notwendig ist. Es erfolgt eine Gewinnthesaurierung, die die mögliche Gewinnausschüttung an die Aktionäre vermindert. Es erfolgt ein Interessenausgleich zwischen den Aktionären, die eine möglichst hohe Dividende wünschen, und der Verwaltung, die die Substanzerhöhung des Unternehmens durch Gewinnthesaurierung sichern will. 4

5 zu Aufgabe 6 M.E. fehlen in dieser Aufgabe für die GuV die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Somit ist der ermittelte Jahresüberschuss der Jahresüberschuss vor Steuern. Die KSt und der Soli sind als noch getrennt einzubeziehen! S GuV H Zinsaufwendungen 213 Zinserträge aus Kredit und Provisionsaufwendungen 4 Geldmarktgeschäften 318 Allgem. Verwaltungsaufwendungen 14 Provisionserträge 9 Abschreibungen auf Forderungen Sonstige betriebliche Erträge 12 und Sachanlagen 10 Erträge aus Anteilsrechten 15 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 Steuern vom Einkommen und Ertrag??? Jahresüberschuss a) JÜ vor Steuern ,00 - KSt (15%) ,00 - Soli (5,5%) , JÜ nach Steuern ,00 b) 10% vom gez. Kap. = ,00 5% von ,00 = ,50 Kap.RL Vorjahr ,00 + ges. RL Vorjahr ,00 + ges. RL lfd. Jahr , ,50 < ,00 Einstellung volle 5% in ges. RL c) ges. RL Vorjahr ,00 + ges. RL lfd. Jahr , neue ges. RL gesamt ,50 d) JÜ nach Steuern ,00 + Gewinnvortrag aus Vorjahr ,00 - Einstellung in ges. RL ,50 - Einstellung in and. Gew.RL durch Vorstand und Aufsichtsrat , = Bilanzgewinn ,50 e) and. Gew.RL ,00 + Einstellung in and. Gew.RL durch Vorstand und Aufsichtrat ,00 + Einstellung in and. Gew.RL durch Hauptversammlung , = neuer Bestand an and. Gew.RL ,00 f) 5

6 Bilanzgewinn ,50 - Einstellung in and. Gew.RL durch Hauptversammlung , = auszuschüttender Bilanzgewinn , ,50 : Stück Aktien = 0, Dividende pro Aktie eigentlich rundet man dann auf 0,73 Dividende pro Aktie Die 0, Rest werden mit der Anzahl der Aktien multipliziert (* ) = ,50 dieser Betrag darf nicht unter den Tisch fallen und wird dann als Gewinnvortrag auf das neue Jahr übernommen! zu Aufgabe 7 M.E. fehlen in dieser Aufgabe für die GuV die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Somit ist der ermittelte Jahresüberschuss der Jahresüberschuss vor Steuern. Die KSt und der Soli sind als noch getrennt einzubeziehen! S GuV H Zinsaufwendungen 246 Zinserträge aus Kredit und Provisionsaufwendungen 9 Geldmarktgeschäften 452 Allgemeiner Verwaltungsaufwand 19 Provisionserträge 20 Abschreibungen auf Forderungen Sonstige betriebliche Erträge 12 und Sachanlagen 14 Erträge aus Anteilsrechten 36 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 Steuern vom Einkommen und Ertrag??? Jahresüberschuss a) JÜ vor Steuern ,00 - KSt (15%) ,00 - Soli (5,5%) , JÜ nach Steuern ,00 b) 10% vom gez. Kap. = ,00 5% von ( Verlustvortrag ) = ,50 Kap.RL Vorjahr ,00 + ges. RL Vorjahr ,00 + ges. RL lfd. Jahr , ,50 < ,00 Einstellung volle 5% in ges. RL c) ges. RL Vorjahr ,00 + ges. RL lfd. Jahr , neue ges. RL gesamt ,50 d) JÜ nach Steuern ,00 - Verlustvortrag aus Vorjahr ,00 6

7 - Einstellung in ges. RL ,50 - Einstellung in and. Gew.RL durch Vorstand und Aufsichtsrat , = Bilanzgewinn ,50 e) and. Gew.RL ,00 + Einstellung in and. Gew.RL durch Vorstand und Aufsichtrat ,00 + Einstellung in and. Gew.RL durch Hauptversammlung , = neuer Bestand an and. Gew.RL ,00 f) Bilanzgewinn ,50 - Einstellung in and. Gew.RL durch Hauptversammlung , = auszuschüttender Bilanzgewinn , ,50 : Stück Aktien = 0, Dividende pro Aktie eigentlich rundet man dann auf 0,59 Dividende pro Aktie Die 0, Rest werden mit der Anzahl der Aktien multipliziert (* ) = ,50 dieser Betrag darf nicht unter den Tisch fallen und wird dann als Gewinnvortrag auf das neue Jahr übernommen! 7

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