Betriebsvereinbarung über den Einsatz einer Telefonanlage am Arbeitsplatz. abgeschlossen zwischen

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1 Betriebsvereinbarung über den Einsatz einer Telefonanlage am Arbeitsplatz abgeschlossen zwischen Porsche Holding Gesellschaft m.b.h. Louise-Piech-Straße Salzburg (d ie Porsche-Gesellschaften) und dem Einheitlichen Betriebsrat für die Angestellten und Arbeiter der Porsche-Gesellschaften am Standort Salzburg (inkl. TVZ) Louise-Piech-Straße Salzburg (der Betriebsrat) Präambel Diese Betriebsvereinbarung dient der Qualitätssicherung bei der Verwendung personenbezogener und -beziehbarer Daten (Auswertungen etc) aus dem Einsatz der betrieblichen Telefonanlagen, der Verwaltung und Aufbewahrung der daraus gesammelten Daten sowie der Nachvollziehbarkeit für betroffene Personen und den Betriebsrat. Im Regelfall sollen dabei nur anonymisierte Auswertungen vorgenommen werden, nur in begründeten Ausnahmefällen (siehe dazu Punkt 4) kann nach den speziellen Verfahrensbestimmungen Bestimmungen dieser Betriebsvereinbarung auch eine Einzelauswertung zulässig sein. Die Telefonanlagen sollen die Arbeitnehmerlinnen bei unterstützen. der effektiven Aufgabenerledigung 1.) Geltungsbereich Die Vereinbarung gilt für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen der Porsche Betriebe Salzburg (Porschehof, PIA Vogelweiderstraße, PIA Sterneckstraße, PIA Alpenstraße, PIA Hallein, PIA Zell/See, PIA Saalfelden, Teilevertriebszentrum Wals), der ARAC Zentrale Wien Liesing sowie den dazugehörigen Standorten in Österreich und dem Büro Wien. Soweit in dieser Betriebsvereinbarung personenbezogene Ausdrücke verwendet werden, gelten diese für Männer und Frauen gleichermaßen.

2 2.) Beschreibung des Telefon-Systems und seiner Leistungsmerkmale Das Kernsystem der Telefonieumgebung bilden Systeme, die Computernetzwerke, welche nach Internet-Standards aufgebaut sind, nutzen (VoIP-System). Die zentralen Server dieses Telefon-Systems befinden sich in den Rechenzentren der Porsche Informatik in Salzburg und in Wels. Die Telefonanlage samt softwarebasiertem Sprachkommunikationssystem umfasst neben den Basisfunktionen für Telefonie insbesondere folgende Funktionen bzw. Services: - Telefonkonferenzsystem - Einrichtungen zum Lauthören - Speicherung von Sprachmeldungen - Telefonverm ittlung/calicenterlösung - Amtsgateway - Gebührenerfassung I Auswertungen I Reports 3.) Datenermittlung Die Datenermittlung beschränkt sich auf folgende Daten bei extern eingehenden und nach extern ausgehenden Telefonaten sowie bei internen Gesprächen, wobei eine Auswertung und Verwendung dieser Daten durch die Porsche-Gesellschaften nur innerhalb der Grenzen gemäß Punkt 4. unten erfolgen wird: Datum und Uhrzeit Nebenstellennummern Unterscheidung zwischen eingehenden und ausgehenden Anrufen Unterscheidung ob direkt angewählte oder vermittelte (über Telefonzentrale) Gespräche Anzahl der eingehenden Anrufe gesamt und nach Status: angenommen I nicht angenommen (verloren) I besetzt I weiterverbunden Dauer der Gespräche Wartezeit des eingehenden Anrufers Andere Daten (insbesondere individuelle Rufnummern externer Gesprächspartner) werden nicht verarbeitet. Eine Verknüpfung von im Zuge der Telefonanlagennutzung erfassten Daten mit anderen personenbezogenen Daten erfolgt nicht. Die Beschaffung von personenbezogenen Daten über Dritte durch die Porsche Gesellschaften, die im Zusammenhang mit der Nutzung der Telefonanlage entstehen (zb Einzelgesprächsnachweis über Provider), ist unzulässig bzw nur unter den unter Punkt 4. angegebenen Ausnahmefällen zulässig. 4.) Datenauswertung Zugriff zu den gespeicherten Daten haben ausschließlich die mit dem Thema betrauten Mitarbeiter der Porsche Informatik und der Porsche Konstruktionen GmbH (Immobilien Abteilung) unter den Voraussetzungen und Einschränkungen der Punkte 3. und 4. dieser Betriebsvereinbarung. Die genannten Mitarbeiter der Porsche Informatik GmbH nehmen die Auswertung der in Punkt 3. genannten Daten vor. Die Auswertungen werden in standardisierter und kumulierter Form

3 anonymisiert gemacht (pro KostensteIle, Arbeitnehmergruppe von mindestens 3 Personen). Abteilung bzw. Teams, in jedem Fall aber pro Diese anonymen Auswertungen können auf Anfrage von Abteilungsleitern oder Geschäftsführern jederzeit und ohne Einhaltung spezieller interner Verfahren vorgenommen werden. sind über die Anforderung von Auswertungen zu informieren. Das Personalwesen und der Betriebsrat Auf einzelne Nebenstellen bezogene Auswertungen dürfen nur in Ausnahmefällen und nur bei Vorliegen konkreter Verdachtsmomente zb auf Vorliegen von Entlassungstatbeständen, Kündigungsgründen oder andere strafbare Handlungen bzw für ein allfälliges gerichtliches oder behördliches Verfahren erfolgen. Solche' Auswertungen sind gegenüber der Personalabteilung und dem Betriebsrat schriftlich zu begründen und können nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung der Personalabteilung, sowie des Betriebsrates und. Information des betroffenen Mitarbeiters stattfinden. Auf Wunsch des Betriebsrats ist dieser anzuhören. Die Auswertungsergebnisse sind auf ausdrücklichen Wunsch dem betroffenen Arbeitnehmer, mit Zustimmung des betroffenen Arbeitnehmers auch dem Betriebsrat, zur Einsicht zur Verfügung zu stellen. Der Betriebsrat ist auf Wunsch des betroffenen Arbeitnehmers bei der weiteren Handhabung des Einzelfalls zu beteiligen. Klargestellt wird, dass allfällige aufgrund der Technologie der Telefonanlage mögliche Kontrollen durch Aufzeichnung des Verhaltens einzelner oder aller Arbeitnehmer nicht beabsichtigt sind und nicht durchgeführt werden. 5.) Speichern und Löschen Die Speicherung von Sprachmeldungen ist zulässig, wenn diese von den jeweiligen Arbeitnehmern selbst aktiviert werden können und nur diese Zugang zu den Informationen haben. Personenbezogene Daten, die ausschließlich zu Zwecken rechtlicher Erfordernisse, der Datensicherung oder zur technischen Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebes einer Telefonanlage dienen, dürfen nur für diese Zwecke gespeichert werden (Rufumleitung etc.) Nach Zweckerfüllung sind diese Daten umgehend zu löschen. Die Übertragung personenbezogener Einzelgesprächsdaten auf bewegliche Speichermedien (zb USB-Stick oder CD) ist nur zum Zwecke der Datensicherung entsprechend der Vorgehensweise für die betriebsübliche Datensicherung erlaubt. Entnahmen von gesicherten Datenbeständen sind schriftlich zu begründen und von der Personalabteilung und vom Betriebsrat zu genehmigen-. Die Löschung der Gesprächsdaten hat nach 1 Jahr zu erfolgen. Bewegliche Speichermedien sind jedenfalls binnen sechs Monaten zu löschen. Eine längere Aufbewahrung ist ausnahmsweise dann zulässig, wenn die Daten bei Vorliegen konkreter Verdachtsmomente für die Klärung einer internen Untersuchung oder für ein allfälliges gerichtliches oder behördliches Verfahren benötigt werden. In einem solchen Fall hat die Löschung unverzüglich nach abschließender Klärung des Anlassfalles oder nach Beendigung des gerichtlichen oder behördlichen Verfahrens zu erfolgen. 6.) Weitere Rechte der Arbeitnehmer Die Arbeitnehmer haben das Recht, jederzeit Einsicht in die zu ihrer Person gespeicherten Daten, zu nehmen. Die Auskunft ist schriftlich anzufordern. Möchte der Betriebsrat Einsicht in die Daten einzelner Arbeitnehmer nehmen, so ist dies mit Zustimmung des betroffenen Arbeitnehmers möglich.

4 Salzburg, am Anhang 1: Liste der zugriffs- und einsichtsberechtigen Funktionen Personalabteilung: o Personalleitung Porsche Holding o Personalbetreuerlinnen Porsche Holding Porsche Informatik GmbH o Mitarbeiter IS Telefonie o Support Unify Porsche Konstruktionen GmbH o Immobilien Abteilung

5 7.) Weitere Rechte des Betriebsrates Der Betriebsrat hat das Recht, jederzeit unter Wahrung der Persönlichkeits- und Datenschutzrechte der Beschäftigten die Einhaltung dieser Betriebsvereinbarung zu kontrollieren. Der Betriebsrat kann auf Verlangen Einblick in die Räume und Programme zur Prüfung der Einhaltung der Betriebsvereinbarung nehmen. Dem Betriebsrat sind zu diesem Zweck, soweit nicht anders geregelt, auf Anforderung die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen und umfassend zu erläutern. Der Betriebsrat muss frühzeitig von wesentlichen Änderungen oder einem Ausbau des Systems informiert werden. Insbesondere gilt dies für Änderungen bei den Leistungsmerkmalen, den verwendeten Daten oder den Auswertungen. Zu jeder Änderung, die in Verbindung mit Arbeitsnehmerdaten steht zb Erweiterung der Verarbeitungs- und Auswertungsmöglichkeiten ist die Zustimmung des Betriebsrates notwendig. Die Unternehmensleitung stellt dem Betriebsrat bei Veränderung des Systems jeweils folgende Unterlagen zur Verfügung: Systembeschreibung und Benutzerhandbuch, Liste der personenbezogenen Auswertungen, Zugriffsberechtigungsverzeichnis, Art und Standort der Nebenstellen - sowie der Schnurlostelefone. Alle Beschäftigten, freie Mitarbeiter sowie Mitarbeiter externer Unternehmen haben die Regelungen dieser Betriebsvereinbarung zu beachten. Sie sind dem Betriebsratsvorsitzenden zur Auskunft und Information verpflichtet. Das verpflichtet auch außerbetriebliche Kräfte wie Servicetechniker oder Praktikanten dazu, die Betriebsvereinbarung einzuhalten und legt eine Auskunftspflicht gegenüber dem Betriebsrat fest. 8.) Inkrafttreten und Geltungsdauer Diese Vereinbarung ist eine Betriebsvereinbarung im Sinne des Arbeitsverfassungsgesetzes und wird mit Wirkung vom auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. 9.) Anhänge Die in dieser Betriebsvereinbarung erwähnten Anhänge bilden in ihrer jeweiligen Fassung einen Bestandteil dieser Betriebsvereinbarung. Gerhard Redolf für den Einheitlichen Betriebsrat der Angestellten und Arbeiter der Porsche Gesellschaften ppa Ma~ Paul Gahleitner Personalleitung Porsche Holding GmbH

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