HYPER-V PRAXISBUCH MICROSOFT INSTALLATION, KONFIGURATION UND SYSTEMVERWALTUNG VON HYPER-V FÜR WINDOWS SERVER 2008 UND MS HYPER-V SERVER

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1 DECKT DIE VERSIONEN 1 UND 2 VON HYPER-V AB dirk LARISCH PRAXISBUCH MICROSOFT HYPER-V INSTALLATION, KONFIGURATION UND SYSTEMVERWALTUNG VON HYPER-V FÜR WINDOWS SERVER 2008 UND MS HYPER-V SERVER 2. Auflage

2 Larisch Praxisbuch Microsoft Hyper-V vbleiben Sie einfach auf dem Laufenden: Sofort anmelden und Monat für Monat die neuesten Infos und Updates erhalten.

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4 Dirk Larisch Praxisbuch Microsoft Hyper-V Installation, Konfiguration und Systemverwaltung von Hyper-V für Windows Server 2008 und MS Hyper-V Server 2., überarbeitete Auflage

5 Dirk Larisch, Wuppertal Alle in diesem Buch enthaltenen Informationen, Verfahren und Darstellungen wurden nach bestem Wissen zusammengestellt und mit Sorgfalt getestet. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschließen. Aus diesem Grund sind die im vorliegenden Buch enthaltenen Informationen mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art verbunden. Autor und Verlag übernehmen infolgedessen keine juristische Verantwortung und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung dieser Informationen oder Teilen davon entsteht. Ebenso übernehmen Autor und Verlag keine Gewähr dafür, dass beschriebene Verfahren usw. frei von Schutzrechten Dritter sind. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Buch berechtigt deshalb auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdruckes und der Vervielfältigung des Buches, oder Teilen daraus, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) auch nicht für Zwecke der Unterrichtsgestaltung reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden Carl Hanser Verlag München (www.hanser.de) Lektorat: Margarete Metzger Herstellung: Irene Weilhart Copy editing: Manfred Sommer, München Umschlagdesign: Marc Müller-Bremer, München Umschlagrealisation: Stephan Rönigk Datenbelichtung, Druck und Bindung: Kösel, Krugzell Ausstattung patentrechtlich geschützt. Kösel FD 351, Patent-Nr Printed in Germany ISBN

6 Inhalt Vorworte...XIII 1 Einleitung Grundlagen der Virtualisierung Formen der Virtualisierung Speichervirtualisierung Prozessorvirtualisierung Servervirtualisierung Desktopvirtualisierung Anwendungsvirtualisierung Fazit und Kombination Servervirtualisierung Prinzip und Funktionsweise Konsolidierung Einsatzgebiete Funktionen und Leistungsumfang Entwicklung Microsoft-Produkte Virtual PC Virtual Server Hyper-V als Rolle im Windows Server Microsoft Hyper-V Server Hyper-V Allgemeines Technologie und Systemaufbau Funktionen und Merkmale Host-Betriebssystem Gast-Betriebssysteme Anwendungen V

7 Inhalt 4 Installation und Konfiguration Allgemeines Systemvoraussetzungen Installationsformen Language Pack für Hyper-V Hyper-V-Rolle für Windows Server Durchführung der Installation Hyper-V in der Core-Variante...56 Microsoft Hyper-V Server Durchführung der Installation Konfiguration Update und Upgrade Grundkonfiguration Gastsysteme Vorüberlegungen...75 Grundkonfiguration Installation des Gastsystems Vorbereitung Durchführung der Installation Problem mit der Netzwerkkarte Integrationsdienste Windows als Gastsystem Änderung der Integrationsdienste Fehlermeldung bei der Installation unter Windows Änderung der Grundkonfiguration Migration Ausgangslage Vorarbeiten Migration in der Praxis Virtual PC Virtual Server Windows Server Export und Import virtueller Maschinen Export Import System Center Virtual Machine Manager Sonstige Migrationsmöglichkeiten VMC2HV WIM2VHD Disk2VHD VMware Verwaltung virtueller Maschinen Hyper-V-Manager Aktionen VI

8 Inhalt Menüs und Symbolleiste Tastenfolgen und Mausbedienung Konfiguration virtueller Maschinen Vorarbeiten Aufruf des Konfigurationsfensters Änderungen der Grundkonfiguration Konfiguration des Hostsystems Server Benutzer Snapshot Anlegen Zustand wiederherstellen Änderungen übernehmen Snapshot-Anweisungen Remote-Verwaltung Installation unter Windows Vista Installation unter Windows Installation unter Windows Server Konfiguration Sonstiges Vollbildmodus RDP-Zugriff Festplatten und Geräte Festplattentypen virtueller Maschinen Prinzip Formen und Zugriffsmöglichkeiten Modi der Festplatten Festplatten einrichten bzw. zuweisen Virtuelle Festplatte in der VM-Grundkonfiguration Standalone-Festplatte anlegen Bestehende Festplatten zuweisen Physische Festplatten des Hostsystems Virtuelle Festplatte als Kopie einer physischen Festplatte Controllertyp ändern Festplatten verwalten Notwendige Vorarbeiten Virtuelle Festplatte vergrößern Virtuelle Festplatte verkleinern Überprüfung einer Festplattendatei Konvertierung Zusammenführen differenzierender Festplatten Pass-Through Externe Geräte Zuweisung eines CD-/DVD-Laufwerks Virtuelles Diskettenlaufwerk VII

9 Inhalt 8.5 Online-Ressourcenzuweisung (Hot-Plugging) Festplatten Geräte Dateitypen und -funktionen Netzwerke Prinzip virtueller Netzwerke Netzwerk-Verbindungstypen Extern Intern Privat Nicht verbunden Netzwerkkonfiguration des Hostsystems Protokolle und Dienste Grundkonfiguration Netzwerkkonfiguration im Gastsystem Grundkonfiguration Nachträgliche Änderung Beispiel-Szenarien Firewall Dienst-Server Virtuelles LAN mit Hostsystem Virtuelles LAN ohne Hostsystem Geschwindigkeit im Netzwerk Arbeitsspeicher Prozessoren Virtuelle Netzwerkadapter Besonderheiten Einsatz mehrerer Netzwerkkarten Mehrfachzuweisung einer physischen Netzwerkkarte Netzwerkkonfiguration im Hostsystem Legacy-Adapter MAC-Adresse VLAN Unterschiedliche Netzwerkkarten Optimierung und Tuning Konsolen Konsole im Hostsystem Remote-MMC-Konsole Remote-Konsole per RDP Konsole einer virtuellen Maschine Ressourcenzuweisung Prozessor und Arbeitsspeicher Festplatten Snapshots VIII

10 Inhalt 10.3 Gastsysteme und Integrationsdienste Netzwerkzugriff Hostsystem und Treiber Leistungsüberwachung Hochverfügbarkeit Vorbereitung der Server Cluster-Speicher Konfiguration der Failovercluster Cluster Shared Volumes Virtuelle Maschinen für die Cluster-Umgebung Aktivierung der Hochverfügbarkeit Durchführung einer Live Migration MS Exchange im Gastsystem einer virtuellen Maschine Skripting Skriptsprachen und -unterstützung Ein einfacher Einstieg PowerShell als optimale Erweiterung Beispiel-Skripte Anpassungen beim Klonen MAC IP-Adresse Computername und SID Domänen-Mitgliedschaft Überwachung und Sicherheit Systemzugriff Leistungsüberwachung Task Manager Leistungsüberwachung Mechanismen der Protokollierung Protokolldateien des Hostsystems Protokolldateien von Hyper-V Protokolldateien virtueller Maschinen Datensicherung Windows-Serversicherung Volume Shadow Copy Service Data Protection Manager Hyper-V Server Funktionen und Merkmale Grundkonfiguration Verwaltung Kommandozeile MMC-Konsole RDP System Center Virtual Machine Manager IX

11 Inhalt 13 Best Practices Allgemeines Was ist eine virtuelle Maschine? Wozu dient die Virtualisierung? Handelt es sich bei Hyper-V um ein eigenständiges Betriebssystem? Worin besteht der Unterschied zwischen Parent Partition und Child Partition? Welche generellen Unterschiede bestehen zwischen der Hyper-V-Rolle und dem Hyper-V Server? Kann man den Hyper-V Server nur über die Eingabeaufforderung verwalten? Kann man problemlos von Hyper-V Server auf Windows Server 2008 mit Hyper-V-Rolle migrieren? Können virtuelle Maschinen von Hyper-V Server zu Hyper-V unter Windows Server 2008 migriert werden? Ist es möglich, innerhalb einer virtuellen Maschine eine Virtualisierungssoftware einzusetzen? Kann ich SCVMM zur Verwaltung von Hyper-V einsetzen? Gewährleistet der Support Fehlerbereinigungen und Produkterweiterungen? Welche Prozessoren werden für den Einsatz von Hyper-V benötigt? Was kostet Hyper-V Server? Benötige ich CALs für die Nutzung von Hyper-V Server? Welche Lizenzen für virtuelle Maschinen sind in Windows Server enthalten? Virtuelle Festplatten Was sind virtuelle Festplatten? Welche Festplattentypen stehen zur Verfügung? Sind die Festplattendateien von Virtual Server mit denen von Hyper-V identisch? Wie lässt sich die Partitionsgröße einer virtuellen Festplatte ändern? Lässt sich der Typ einer virtuellen Festplatte nachträglich ändern? Kann ich die Zuweisung des Controllertyps bei der Startfestplatte ändern? Kann die einer virtuellen Maschine zugeordnete physische Festplatte zum Datenaustausch mit dem Hostsystem oder als Netzlaufwerk genutzt werden? Warum kann ich den Controllertyp einer Festplatte nicht ändern? Warum kann ich einer virtuellen Maschine keinen IDE-Controller zuweisen? Wie ermittelt man die Größe einer virtuellen Festplatte? Kann eine Festplatte gegen Überschreiben gesperrt werden? Kann von zwei virtuellen Maschinen aus parallel auf dieselbe Festplatte zugegriffen werden? Worum handelt es sich bei Dateien mit der Endung.AVHD? Woher stammen merkwürdige Festplattendatei-Bezeichnungen? Gibt es eine Möglichkeit, den Inhalt der Snapshot-Dateien zu überwachen? Kann man nur Snapshots von ausgewählten Festplatten anlegen? Ist es möglich, eine Snapshot-Datei zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherzustellen? Muss eine virtuelle Maschine vor der Snapshot-Erstellung heruntergefahren werden? Konfiguration und Systemverwaltung Wie kann über ein Gastsystem auf externe CD- oder DVD-Laufwerke zugegriffen werden? X

12 Inhalt Kann über eine virtuelle Maschine auf die USB-Geräte eines Hostsystems zugegriffen werden? Wo wird die Konfiguration virtueller Maschinen gespeichert? Worin bestehen die Unterschiede zwischen synthetischen und emulierten Treibern? Wie lässt sich die Leistung des Hostsystems überwachen? Kann eine virtuelle Maschine nach dem Start automatisch in den Vollbildmodus wechseln? Können die Hyper-V-Dienste manuell gestartet werden? Wie kann ich mich direkt mit einer bestimmten virtuellen Maschine verbinden? Wie rufe ich den Verbindungsdialog auf? Host- und Gastsysteme Worin besteht der Unterschied zwischen Host- und Gastsystem? Auf welchen Betriebssystemplattformen kann Hyper-V eingesetzt werden? Ist die Core-Variante von Windows Server 2008 ein eigenes Betriebssystem? Kann man Hyper-V auch unter Windows XP, Vista oder Windows 7 einsetzen? Was sind Integrationskomponenten und wofür werden sie benötigt? Gibt es Informationen über den Dienst der Integrationskomponenten? Warum lässt sich die Maus in einem Windows-Gastsystem nur langsam bewegen? Wieso funktioniert die Maus beim RDP- Zugriff auf ein Hostsystem nicht? Wie kann die Zeit zwischen Host- und Gastsystem synchronisiert werden? Bei der Installation der Integrationskomponenten erscheint eine Fehlermeldung. Was hat dies zu bedeuten? Wie installiere ich in einem Gastsystem einen Netzwerkkarten-Treiber? Wie installiere ich in einer virtuellen Maschine einen Grafikkarten-Treiber? Wie viele virtuelle Maschinen lassen sich unter Hyper-V einsetzen? Welche Gastsysteme können unter Hyper-V eingesetzt werden? Ist es möglich, eine virtuelle Maschine beim Herunterfahren des Hostsystems ohne manuellen Eingriff zu beenden? Warum startet eine virtuelle Maschine nach dem Start des Hostsystems automatisch? Welche Einträge in der XML-Konfigurationsdatei sind für das Herunterfahren einer virtuellen Maschine verantwortlich? Wie hinterlege ich für eine virtuelle Maschine eine Beschreibung? Lässt sich eine virtuelle Maschine von einem VMware-System auf Hyper-V migrieren? Können unter Hyper-V die virtuellen Maschinen anderer Systeme eingesetzt werden? Welche Dienste und Anwendungen können Sie in einem Gastsystem einsetzen? Warum erscheint beim Zugriff mit einer Remote-Konsole eine Fehlermeldung? Kann beim Start einer virtuellen Maschine ein Startmedium ausgewählt werden? Warum kann ein Windows-Gastsystem nach dem Zurückspielen einer Snapshot-Datei die Anbindung an eine Windows-Domäne verlieren? Woran erkenne ich, ob eine virtuelle Maschine zwischengespeichert wurde? Stehen fertig konfigurierte Gastsysteme zum Herunterladen zur Verfügung? Welche Konfigurationsdateien stellt Hyper-V zur Verfügung? XI

13 Inhalt Wie lässt sich die Konfiguration einer virtuellen Maschine sichern? Kann man festlegen, wie viele Prozessoren einer virtuellen Maschine zugewiesen werden? Warum kommt es beim Einsatz von Windows NT als Gastsystem zu Systemabstürzen? Wie viel Arbeitsspeicher (RAM) kann einer virtuellen Maschine unter Hyper-V maximal zugewiesen werden? Wie kann ich eine virtuelle Maschine klonen? Was mache ich, wenn gespeicherte Systeme nicht mehr starten? Wie rufe ich das Menü eines Hyper-V Servers auf? Netzwerk Welche Verbindungstypen stehen für die Netzwerkanbindung zur Verfügung? Welche Netzwerkkarte stellt Hyper-V in einer virtuellen Maschine zur Verfügung? Welche Übertragungsprotokolle unterstützt die Netzwerkkarte von Hyper-V? Welchen Bereich verwendet Hyper-V standardmäßig für die Zuweisung der MAC-Adressen? Kann ich unter Hyper-V die MAC-Adresse eines Gastsystems individuell zuweisen? Warum wird nach der Installation des Gastsystems keine Netzwerkkarte angezeigt? Warum erscheint bei der Netzwerkkonfiguration eine Fehlermeldung? Lässt sich der Verbindungstyp einer virtuellen Maschine im laufenden Betrieb ändern? Kann ich den Netzwerkverkehr einer virtuellen Maschine überwachen? Kann in einer virtuellen Maschine auf eine ISDN-Karte zugegriffen werden? Müssen der Zugriff auf die Serverkonsole und der Netzwerkverkehr der virtuellen Maschinen über getrennte Netzwerkkarten ablaufen? Zusatzprodukte System Center Virtual Machine Manager Funktionen und Leistungsmerkmale Installation Administratorkonsole Agenten für Hyper-V-Hostsysteme Einsatz in der Praxis Verwaltung von VMware-Systemen Kensho Anhang Anhang A: Glossar Anhang B: Core-Anweisungen Anhang C: Übersetzungen Anhang D: Literaturverzeichnis und Quellenangaben Register XII

14 Vorwort zur 2. Auflage Viel ist passiert seit dem Erscheinen der ersten Version von Hyper-V, die wenige Monate nach der Vorstellung des Windows Server 2008 veröffentlicht wurde. Dies bezieht sich zum einen auf das Produkt Hyper-V, zum anderen auf den Virtualisierungsmarkt an sich, denn auch die Mitbewerber von Microsoft haben ihre Entwicklungen vorangetrieben. Zudem bieten diese teilweise ebenfalls kostenfreien Varianten ihrer Lösungen an, um auch auf diesem Gebiet der kostenfrei integrierten Möglichkeit von Microsoft Paroli bieten zu können. Dem Credo einer ersten Version folgend, hat sich Hyper-V am Markt nicht so schnell durchsetzen können, wie sich sicherlich auch Microsoft dies vorgestellt hat. Nun liegt mit der Version 2, die integraler Bestandteil des Releases 2 (R2) von Windows Server 2008 ist, eine überarbeitete und wesentlich optimierte Variante vor, die mehr und mehr Einzug in die Virtualisierungsüberlegungen der Unternehmen und Organisationen findet. Die Variante R2 von Windows Server 2008 bringt in der Serverstruktur, aber ebenso in der Hyper-V-Rolle entscheidende Verbesserungen mit sich. Diese wiederum finden sich auch in dem separaten Produkt Hyper-V Server R2 wieder. Aus den vorgenannten Gründen war es auch notwendig, das vorliegende Buch in dieser zweiten Auflage den neuen Gegebenheiten anzupassen, was sich wiederum in der Darstellung und Erläuterung einer Vielzahl neuer Themengebiete äußert. Darüber hinaus gilt mein Dank auch Ihnen, dem Leser, für die ein oder andere wichtige Anregung, die ich in dieser Neuauflage umzusetzen versuchte. Zu den wesentlichen, in dieser Auflage neu bzw. wesentlich erweitert behandelten Themengebieten gehören beispielsweise sämtliche Formen der Migration bestehender virtueller Maschinen in eine Hyper-V-Umgebung. Neben der Migration virtueller VMware-Maschinen werden in Kapitel 6 auch die verschiedenen Formen der Migration physikalischer Maschinen dargestellt. Eine wesentliche Neuerung in der Variante 2 von Hyper-V ist die Live-Migration (um virtuelle Maschinen von einem Hostsystem auf ein anderes im laufenden Betrieb einer virtuellen Maschine zu verschieben). In diesem Zusammenhang stehen auch Erläuterungen zum XIII

15 Vorwort Einsatz von Failover-Clustern zur Schaffung einer Hochverfügbarkeitsumgebung und die Verwendung der CSVs (Cluster Shared Volumes). Das Thema Datensicherung und Wiederherstellung wurde in der ersten Auflage etwas stiefmütterlich behandelt, so dass auch diesem Thema mit Nutzung der VSS (Volume Shadowcopy Services) in der zweiten Auflage mehr Raum eingeräumt wurde, um auch hier die Sicherheit einer Virtualisierungsumgebung auf Basis von Hyper-V zu erhöhen. Natürlich macht diese Auflage vor neuen Entwicklungen nicht halt, und so finden Sie hier entsprechende Erläuterungen zur Verwaltung einer Hyper-V-Umgebung mit einem System auf Basis von Windows 7. Dazu gehören beispielsweise auch Leistungsmerkmale wie die Zuweisung zusätzlicher Ressourcen (z. B. Festplatten) im laufenden Betrieb einer virtuellen Maschine. Grundsätzlich ist unser Buch nach wie vor für den Einsatz der ersten und der zweiten Version von Hyper-V geeignet. Aus diesem Grund wird an den Stellen mit wesentlichen Unterschieden oder Neuerungen der Version R2 im Text explizit darauf hingewiesen. Dirk Larisch Wuppertal, im April 2010 Vorwort zur 1. Auflage Der Einsatz verschiedener Virtualisierungstechniken stellt einen Paradigmenwechsel dar, der in der langen Geschichte der Computertechnik seinesgleichen sucht. Dabei ist diese Funktionalität gar nicht so neu, sondern eine Errungenschaft des zurückliegenden Jahrhunderts. So stammt der Begriff Virtualisierung ursprünglich aus der Welt der Großrechner. Mit einer entsprechenden Computerarchitektur versuchte IBM schon in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts seinen Kunden an den Terminals das Gefühl zu vermitteln, sie arbeiteten an ihrer eigenen Maschine. Im Zuge der Neuordnung und Konsolidierung der Serverlandschaften spielt Virtualisierung mittlerweile auf allen Plattformen und somit in gemischten Serverumgebungen eine wichtige Rolle. So fragt heutzutage niemand mehr danach, ob eine bestimmte Anwendung auf einem echten (physischen) Server läuft oder in Form einer Virtuellen Maschine. Denn das Thema Virtualisierung wird heutzutage bei den IT-Planungen der Firmen und Organisationen immer wichtiger, besteht damit doch die Möglichkeit, bestimmte Server oder Serverfunktionen in einer virtuellen Maschine abzubilden, ohne neue Hardware anschaffen zu müssen. Dies spart wiederum Ressourcen und Verwaltungsaufwand, entspricht der unabdingbaren Forderung nach Reduzierung der Kosten und berücksichtigt im Umfeld der sogenannten Green-IT auch Umweltaspekte. XIV

16 Vorwort Mit dem vorliegenden Buch soll der Einstieg in die Virtualisierung geebnet werden, wobei wir alle Themengebiete des Produkts Microsoft Hyper-V abdecken, das vielleicht dem einen oder anderen noch unter dem ursprünglichen Begriff Viridian bekannt ist. Zwischen Hyper-V als Rolle eines Windows-Systems und dem Produkt Hyper-V Server wird nicht unterschieden, was bedeutet, dass sämtliche Erläuterungen für Hyper-V auch für Hyper-V Server gelten. Wo es Unterschiede gibt, wird explizit darauf hingewiesen. Generell stellt Hyper-V alle Funktionen zum Aufbau einer virtuellen Umgebung zur Verfügung. Darüber hinaus wird es sowohl als Bestandteil eines Windows-Systems als auch als eigenständiges Produkt (Hyper-V Server) lizenzkostenfrei zur Verfügung gestellt, was den Reiz zur Verwendung zusätzlich erhöht. Anhand praxisorientierter Erläuterungen werden Sie als Leser dieses Buches in die Lage versetzt, die Angaben direkt in die tägliche Arbeit bzw. Anwendung umzusetzen. Neben den allgemeinen Angaben zur Einrichtung, Konfiguration und Systemverwaltung wurde ein Schwerpunkt auf ausgewählte Erläuterungen aus der praktischen, täglichen Arbeit gelegt. Dies dokumentiert insbesondere Kapitel 13, das eine Vielzahl von Tipps und Tricks in Form sogenannter Best Practices vermittelt. Auch wenn es sich gelegentlich als schwieriger Spagat erweist: Das Buch versucht, alle wesentlichen Aspekte sowohl dem interessierten Einsteiger wie auch dem erfahrenen Systemverwalter zu präsentieren, u.a. anhand allgemeiner Erläuterungen sowie Tipps und Tricks bei der Darstellung bestimmter Sachverhalte. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle drei Mitarbeiterinnen des Carl Hanser Verlages: Frau Margarete Metzger für viele Anregungen und Hinweise zur inhaltlichen Gestaltung sowie Frau Irene Weilhart und Frau Marianne Jahn, die für das perfekte Aussehen (sprich: Layout) des Buches gesorgt haben. Möchten Sie mir Ihre Erfahrungen schildern oder haben Sie vielleicht Fragen oder Anregungen zu dem vorliegenden Buch, so nutzen Sie dazu einfach die folgende - Adresse: Dirk Larisch Wuppertal, im März 2009 XV

17 Vorwort XVI

18 1 1 Einleitung Vor dem Einstieg in die eigentliche Thematik der Virtualisierung mit Hyper-V soll im Folgenden kurz der Inhalt der einzelnen Kapitel erörtert werden. Jedes Kapitel behandelt grundsätzlich einen in sich abgeschlossenen Themenkomplex, so dass Sie jederzeit direkt zu einem bestimmten Kapitel springen und sich mit dem Inhalt auseinandersetzen können. Darüber hinaus ist das Buch chronologisch aufgebaut, um es kapitelweise lesen zu können und um die entsprechenden Hinweise und Praxisanleitungen direkt anzuwenden. Dies ermöglicht einen gezielten und umfassenden Einstieg in die Virtualisierungswelt der Firma Microsoft. So werden die wesentlichen Funktionen, Merkmale und Möglichkeiten dargestellt, die Ihnen bei der Arbeit mit dem Produkt Hyper-V der Firma Microsoft zur Verfügung stehen. In Kapitel 2 stellen wir zunächst die Grundlagen dar und erläutern ganz allgemein, worum es sich bei dem Thema Virtualisierung überhaupt handelt und welche unterschiedlichen Formen der Virtualisierung heutzutage verfügbar sind. Kapitel 3 bezieht sich ganz konkret auf das Produkt Hyper-V, dessen unterschiedliche Ausprägungen sowie auf die ausführliche Darstellung der spezifischen Funktionen, die Merkmale und den Leistungsumfang. Hyper-V wird dabei auch mit den sonstigen Virtualisierungsprodukten der Firma Microsoft wie Virtual Server oder Virtual PC verglichen. Das Hostsystem stellt grundsätzlich immer die Basis einer Virtualisierungsumgebung dar. Es basiert bei Windows Server auf dem Einsatz von Hyper-V bzw. der entsprechenden Windows-Rolle. Kapitel 4 erläutert, welche Dinge konkret bei der Installation bzw. Einrichtung von Hyper-V zu beachten sind, wobei wir hier auch ausführlich die verschiedenen Formen der Installation erläutern. Die Gastsysteme bzw. die eigentlichen virtuellen Maschinen kommen auf einem Hostsystem zum Einsatz. Wie eine Grundkonfiguration für eine virtuelle Maschine unter Hyper-V erfolgt und wie man anschließend ein entsprechendes Gastsystem installiert, ist Inhalt der Erläuterungen von Kapitel 5. Dabei erörtern wir auch Hyper-V-Spezifisches wie beispielsweise den Einsatz der sogenannten Integrationskomponenten (Integrationsdienste). 1

19 1 Einleitung Nicht selten existieren bereits virtuelle Maschinen auf der Basis bzw. der Grundlage anderer Virtualisierungsprodukte. In Kapitel 6 wird dargestellt, wie man eine Migration virtueller Maschinen in eine Hyper-V-Umgebung durchführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Übernahme virtueller Maschinen von den Microsoft-Produkten Virtual PC oder Virtual Server, es wird aber ebenso aufgezeigt, was bei einer Migration virtueller VMware-Maschinen nach Hyper-V zu beachten ist. Eine andere wichtige Fragestellung ergibt sich aus dem, was Sie bei einem Wechsel von Windows Server 2008 auf das Release 2 (R2) beachten sollten; auch dies stellt Kapitel 6 dar. Darüber hinaus erläutern wir Möglichkeiten, die sich in diesem Zusammenhang mit dem Einsatz des Zusatzprodukts System Center Virtual Machine Manager ergeben. Abgerundet wird dieses Kapitel mit der Darstellung der Funktion zum Im- und Exportieren virtueller Maschinen. Der Schwerpunkt in Kapitel 7 bezieht sich auf die Verwaltung der Host- und Gastsysteme. So wird die Arbeitsoberfläche zur Verwaltung der virtuellen Maschinen mit den einzelnen Funktionen und Menüpunkten ausführlich erläutert, insbesondere, wie sich die Konfiguration der virtuellen Maschinen, aber auch die Konfiguration eines Hostsystems nachträglich ändern bzw. optimieren lassen. Der Einsatz von Snapshots unterstützt die tägliche Arbeit mit virtuellen Maschinen hervorragend und wird in diesem Kapitel ausführlich dargestellt. Darüber hinaus besprechen wir in diesem Kapitel spezielle Funktionen wie den Remote-Zugriff oder die Darstellung virtueller Maschinen im Vollbildmodus. Eine wichtige Ressource in einer virtuellen Umgebung stellen die eingesetzten Festplatten oder Datenträger und der Zugriff auf externe Geräte dar. In Kapitel 8 wird darauf Bezug genommen und dargestellt, welche Formen der Festplattenzugriffe unter Hyper-V zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sind hier Angaben für die Einbindung externer Geräte (z.b. DVD-Laufwerk des Hostsystems) oder auch Informationen über die verschiedenen Dateitypen einer Hyper-V-Umgebung enthalten. Das Thema Netzwerk spielt in einer virtuellen Umgebung ebenfalls eine wichtige Rolle. Diesem Umstand tragen wir in Kapitel 9 Rechnung, indem wir nicht nur die unterschiedlichen Verbindungstypen einer Hyper-V-Umgebung darstellen, sondern ausführlich die Netzwerkkonfiguration eines Hostsystems und der entsprechenden Gastsysteme erläutern. Die (mögliche) Manipulation von MAC-Adressen oder auch die Verwendung bzw. Konfiguration von VLANs (Virtuelle LANs) runden zusammen mit einigen ausgewählten Beispiel-Szenarien das Thema ab. Jede Hyper-V-Umgebung lässt sich in der Regel nach einer gewissen Zeit optimieren. Welche Möglichkeiten dabei zur Verfügung stehen, erläutert Kapitel 10, das beispielsweise die verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten darstellt. Dazu gehört auch der Einsatz einer Hochverfügbarkeitslösung auf Basis eines Failover-Clusters oder die Verwendung der Live Migration von Hyper-V. Neben speziellen Tipps, beispielsweise der Beachtung von Besonderheiten beim Klonen virtueller Maschinen, rundet das Thema Skripting einer Hyper-V-Umgebung mit Einsatz der PowerShell das Kapitel ab. 2

20 1 Einleitung Ein sehr wichtiger Punkt ist die Überwachung der Leistung eines Hostsystems, um in der Lage zu sein, für die virtuellen Maschinen jederzeit die optimale Leistung zur Verfügung zu stellen; dies ist Gegenstand von Kapitel 11. Darüber hinaus werden die verschiedenen Protokollierungsmöglichkeiten und deren Auswertung dargestellt. Das Kapitel enthält abschließend praxisorientierte Hinweise zu den Themen Datensicherung und Sicherheit der Daten. Mit dem Produkt Hyper-V Server (Hyper-V Server R2) stellt die Firma Microsoft eine lizenzfreie Variante für den Aufbau einer Virtualisierungsumgebung zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Windows-Core-Variante auf der Basis von Windows Server 2008, bei der die Hyper-V-Rolle bereits integriert bzw. vorkonfiguriert ist. Dieses Produkt stellt Microsoft, wie bereits gesagt, kostenfrei zur Verfügung. Es eignet sich ideal zum Aufbau einer Test- oder Entwicklungsumgebung erst recht, um sich in die Virtualisierungsthematik einzuarbeiten. Welche Besonderheiten bei der Installation, der Einrichtung und der Verwaltung dieser speziellen Hyper-V-Variante (z.b. mit der Kommandozeile) zu beachten sind, ist Inhalt des Kapitels 12. Das Kapitel 13 ist mit der Überschrift Best Practices versehen, was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Es enthält ausgewählte Fragestellungen bzw. Tipps und Tricks aus verschiedenen Themenbereichen, die sich direkt anwenden lassen. Dabei handelt es sich letztlich um wesentliche Fragestellungen, die beim Einsatz von Hyper-V immer wieder auftreten bzw. genannt werden. Wie für jedes andere Virtualisierungsprodukt stehen mittlerweile auch für eine Hyper- V-Umgebung verschiedene Zusatzprodukte zur Verfügung, die die Arbeit mit dem System vereinfachen sollen. Ohne auf sämtliche Produkte einzugehen dazu genügt sicherlich eine Suche im Internet, wird in Kapitel 14 ausführlich das Microsoft-eigene Zusatzprodukt System Center Virtual Machine Manager dargestellt. Dieses Programm ermöglicht nicht nur die Verwaltung mehrerer Hyper-V-Hostsysteme unter einer Oberfläche, sondern kann ebenso Systeme auf Basis anderer Virtualisierungsprodukte mit verwalten (z.b. VMware-Systeme). Dies macht das Produkt zumindest fürs Erste einmalig auf dem Markt. Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit einem Open-Source- Projekt namens Kensho. Was es damit auf sich hat und wieso derartige Projekte oder daraus resultierende Produkte für die Weiterentwicklung der Virtualisierung immer wichtiger werden, erläutert Kapitel 14. Der Anhang rundet unser Buch in Form eines ausführlichen Glossars, einer Übersetzungstabelle wichtiger Fachbegriffe, einer Aufstellung wichtiger Anweisungen für die Windows-Core-Umgebung (und für das Produkt Hyper-V Server) und eines Literaturverzeichnisses nebst Quellenangaben ab. Dort finden Sie auch ein Register, das Ihnen hilft, bei der Suche nach bestimmten Themen oder Begriffen schnell fündig zu werden. 3

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