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1 Informationen für BewerberInnen um die Professur Software Engineering 1

2 I. Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) ist eine junge, lebendige und innovative Universität am Schnittpunkt dreier Kulturen. Sie ist die führende akademische Bildungsinstitution in Kärnten und Drehscheibe für Wissenserwerb, Wissensaustausch und Wissenstransfer in der gesamten Alpen-Adria-Region. Gelebte Vielfalt und Offenheit machen die AAU zum kulturellen Mittelpunkt der Region. Seit ihrer Gründung im Jahre 1970 hat sich die AAU fest im Kreis der österreichischen und internationalen Universitätslandschaft etabliert. Die Forschungsleistungen der AAU finden national und international Anerkennung. Ihre Projekte sind wichtige Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Kärnten. Eine der zentralen Stärken der AAU ist die Vielfalt an Wissen, Methoden und Disziplinen, mit der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Forschungsfragen herangehen: Daraus ergibt sich ergänzend ein breites Spektrum an herausragenden fach- und fakultätsspezifischen Forschungsarbeiten. Über Studierende lernen und forschen an der AAU in Klagenfurt, mehr als davon kommen aus dem Ausland. Etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter streben nach qualitativen Höchstleistungen in Lehre, Forschung und Verwaltung. An der AAU wird in vier Fakultäten geforscht und gearbeitet: der Fakultät für Kulturwissenschaften, der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung sowie der Fakultät für Technische Wissenschaften. Die School of Education als Universitätszentrum bündelt die Kompetenzen in LehrerInnenbildung und Fachdidaktik. Die AAU liegt im südlichsten Bundesland Österreichs, in Kärnten. Durch die Nähe zu Italien und Slowenien ergibt sich an der Schnittstelle zwischen alpiner und mediterraner Kultur ein Klima interkulturellen Austauschs. Die Landeshauptstadt Klagenfurt zählt zu den wichtigsten Knotenpunkten der Alpen-Adria-Region und ist als Universitätsstadt sehr geschätzt. Mit ihren rund Einwohnerinnen und Einwohnern ist Klagenfurt eine liebenswerte Stadt mit höchster Lebensqualität. Zahlreiche Wander- und Radwege inmitten einer kulturreichen Seen- und Berglandschaft laden zum ausgiebigen Erkunden abseits des Universitätsalltags ein. Die Adria liegt nur rund zwei Autostunden von Klagenfurt entfernt. Im Sommer wie im Winter sind den Freizeitmöglichkeiten buchstäblich keine Grenzen gesetzt. Zugleich liegt Klagenfurt in einer vielfältigen Metropolitanregion: Die Städte Ljubljana, Graz, Udine, Salzburg, Triest, Venedig, Wien und München liegen im Umkreis von 130 bis 350 Straßenkilometern. Die AAU ist eine Campus-Universität mit kurzen Wegen und moderner Infrastruktur. Der Campus ist reich an kulturellen Angeboten: Eine Vielzahl von Veranstaltungen, auch außerhalb von Studium und Forschung, bringt Abwechslung in das Universitätsleben. Der Campus mit seiner parkähnlichen Umgebung im lebendigen Universitätsviertel ist bestens an die Innenstadt angebunden. Strategische Zielsetzung der AAU ist es, im internationalen Umfeld Spitzenleistungen zu erbringen. Exzellente Forschung und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen sind dafür eine Grundvoraussetzung. 2

3 Die AAU zeichnet sich durch eine überschaubare Größe bei gleichzeitiger Vielfalt der an ihr vertretenen Fächer aus. Dies schafft gute Voraussetzungen, um nicht nur herausragende fachspezifische Forschungsleistungen zu erbringen, sondern auch fachübergreifend zu forschen. So wurden an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in einem Strategieprozess sieben fachübergreifende Themen entwickelt, die inhaltlich auf einer breiten Basis stehen und in denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der AAU international sichtbare Forschung betreiben: Energiemanagement & -technik Bildungsforschung Human Centered Computing and Design Selbstorganisierende Systeme Nachhaltigkeit Unternehmertum Visuelle Kultur Der Lakeside Science & Technology Park Eine Besonderheit am Campus der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ist der Lakeside Science & Technology Park. Auf einem Areal von m² bündeln Unternehmen und die AAU ihr Know-how im Bereich moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Ein großer Teil der Technischen Fakultät der AAU ist im Lakeside Science & Technology Park angesiedelt. Forschung und Lehre, Theorie und Praxis werden so optimal miteinander verknüpft. So ist ein Knotenpunkt zwischen Universität und Industrie, Wissenschaft und Praxis, Wirtschaft und Gesellschaft entstanden. II. Die Fakultät für Technische Wissenschaften Die Fakultät für Technische Wissenschaften an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wurde im Jahr 2007 gegründet, ist seither stark gewachsen und bestens etabliert. Die Fakultät besteht aus sieben Instituten: Institut für Angewandte Informatik Institut für Informatik-Systeme Institut für Informationstechnologie Institut für Intelligente Systemtechnologien Institut für Mathematik Institut für Statistik Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme Die Fakultät für Technische Wissenschaften steht für eine moderne, forschungsund praxisorientierte Lehre in folgenden Bereichen: 3

4 Studienrichtungen Belegte Studien Belegte Stu- (Stand WS 2013/14) im ersten dien gesamt Semester Informationstechnik (Bachelor) Information Technology (Master) Technische Mathematik (Bachelor Technische Mathematik (Master) - 21 Informatik (Bachelor) Informatik (Master) - 90 Angewandte Informatik (Bachelor) Angewandte Informatik (Master) Unterrichtsfach Mathematik Unterrichtsfach Informatik und Informatikmanagement Doktoratsstudium der Technischen Wissenschaften PhD Informationstechnik 3 14 Die im Vergleich zu anderen Universitäten sehr guten Betreuungsverhältnisse in der Technischen Fakultät ermöglichen einen kontinuierlichen und förderlichen Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden. Das außeruniversitäre Forschungsinstitut Lakeside Labs GmbH beschäftigt sich mit dem Thema der selbstorganisierenden vernetzten Systeme in der Informations- und Kommunikationstechnik und arbeitet eng mit den korrespondierenden Instituten der AAU zusammen. Gemeinsam mit vier europäischen Universitäten hat die AAU das Doktoratskolleg Interactive und Cognitive Environments (ICE) initiiert. Das ICE-Doktoratskolleg wird vom europäischen Erasmus-Mundus Exzellenzprogramm finanziert und ist das einzige geförderte Doktoratsprogramm im IKT-Bereich. Es wird gemeinsam von den Universitäten Klagenfurt, Genua (Koordinator), UPC Barcelona, TU Eindhoven und Queen Mary University London angeboten. Im Laufe der dreijährigen Studiendauer forscht und studiert jeder Doktorand bzw. jede Doktorandin an zwei Universitäten. Die AAU nimmt derzeit als einzige österreichische Universität an dem europäischen Erasmus-Mundus Exzellenzprogramm auf Doktoratsebene teil. III. Das Institut für Informatik-Systeme (ISYS) Das Institut für Informatik-Systeme (ISYS) fokussiert in Forschung und Lehre auf die Entwicklung großer Software- und Informationssysteme. Leitthema ist dabei die Beziehung zwischen technischen Komponenten einerseits und den prozessbezogenen Aspekten der Entwicklung, Verwendung und Wartung bzw. Weiterentwicklung solcher Systeme. Das Institut beschäftigt sich daher mit systemtechnischen Fragen der Entwicklung und Aktualisierung komplexer, im Regelfall anwendungsunabhängiger Software, sowie mit methodischen Fragen des Software- und Daten-Engineering im Allgemeinen. Als Beispiele für die erste Gruppe von Fragestellungen können etwa Datenbank-Managementsysteme, Kommunikationssysteme, Workflow-Systeme, oder Systeme zur Entwicklung, Verwaltung oder zum Re-Engineering von Software 4

5 dienen. Software-Konstruktionslehre und (empirische) Erforschung des Software- Entwicklungsprozesses sind Beispiele für die zweite Gruppe von Fragestellungen. Das Institut für Informatik-Systeme ist in drei Forschungsgruppen gegliedert: Software Engineering, Information Systems Engineering und Interactive Systems. Die Gruppe Software Engineering wurde von Roland Mittermeir aufgebaut und wird derzeit interimistisch von Martin Pinzger geleitet. IV. Die Professur Software Engineering Die ausgeschriebene Professur betrifft die Nachfolge von Roland Mittermeir. Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber soll das Fach Software Engineering in Forschung und Lehre mit großem Engagement vertreten und die bestehende Gruppe Software Engineering leiten und inhaltlich und personell weiterentwickeln. 1. Forschung Forschung hat eine hohe Priorität in der Fakultät. Die Forschungsarbeiten sollen hohe internationale Sichtbarkeit erzielen und in renommierten Journalen und Konferenzen publiziert werden. Die Einwerbung von kompetitiven Drittmitteln (FWF, FP7, ERC) und Kooperationen mit der Industrie sind erwünscht und werden unterstützt. 2. Lehre Die Professur soll die Lehrveranstaltungen im Bereich Software Engineering und gemeinsam mit den anderen Professuren die Grund- und Servicelehrveranstaltungen der Informatik-Institute abdecken. Die konkrete Lehrplanung erfolgt dabei gemeinsam durch die beteiligten Institute. Die Lehrverpflichtung einer Professorin/eines Professors umfasst typischerweise 8 Semesterwochenstunden. Bachelor- und Mastervorlesungen werden häufig durch Kurse oder Laborübungen ergänzt, wobei diese Lehrveranstaltungen meist durch Assistentinnen und Assistenten selbstständig abgehalten werden. 3. Weitere Anforderungen Die Gründung eines Wohnsitzes im Großraum Klagenfurt und regelmäßige Präsenz wird vorausgesetzt. 4. Auskünfte Für weitere Informationen wenden Sie sich an bzw. oder an den Dekan Prof. Gerhard Friedrich ( oder an den Vorsitzenden der Berufungskommission Prof. Johann Eder ( V. Ausstattung Details der Ausstattung der Professur sind Gegenstand der Berufungsverhandlung mit der Universitätsleitung, die sich in folgendem Rahmen bewegt: 5

6 1. Personalausstattung Die typische Personalausstattung für Professuren im Bereich der Informatik beinhaltet Stellen für 3 wissenschaftliche MitarbeiterInnen (UniversitätsassistenInnen zu je 100%), 1 administrative Assistenz (50%) und 1 technische Assistenz (100%). Diese Stellen sind dem Institut zugewiesen und derzeit mit teils befristeten Verträgen besetzt. 2. Räumliche Ausstattung Büros für die MitarbeiterInnen der Professur (für Stamm- und teilw. Drittmittelpersonal) sowie für Laborräumlichkeiten sind in ausreichendem Maße vorhanden. 3. Dotierung Die Erstausstattung ( Berufungszusage ) wird mit der Universitätsleitung verhandelt. Die Zuteilung der jährlichen laufenden Mittel erfolgt leistungsorientiert durch die Fakultät an das Institut, wobei die Verwendung dieser Globalmittel im Wesentlichen eigenverantwortlich am Institut erfolgt. VI. Gesetzlicher Rahmen Mit dem Universitätsgesetz 2002 (http://www.unigesetz.at/) wurde das österreichische Universitätswesen ab neu gestaltet: Die österreichischen Universitäten sind seit der Einführung des Universitätsgesetzes 2002 (UG) selbstständige und vollrechtsfähige Anstalten öffentlichen Rechts mit unternehmensähnlicher Struktur. Ihre Finanzierung erfolgt auf der Basis dreijähriger Leistungsvereinbarungen mit dem Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft. Österreichische Universitäten verfügen über ein Globalbudget und sind dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung nicht weisungsgebunden. 1. Anstellungsverhältnis Seit unterliegen sämtliche Anstellungsverhältnisse einschließlich der Professuren dem Angestellten-Gesetz. Die Berufung als Universitätsprofessorin oder Universitätsprofessor hat daher den Abschluss eines Arbeitsvertrags mit der Universität zur Folge. Das Angestellten-Gesetz mit den damit verbundenen arbeits-, sozial- und pensionsrechtlichen Bestimmungen sowie der Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten stellen dafür den rechtlichen Rahmen dar. Gemäß Universitätsgesetz 2002 und Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten besteht für die Universitätsprofessorinnen und -professoren ein erhöhter Kündigungsschutz. 6

7 2. Pensionsrechtliche Situation Pension Entsprechend der dienstrechtlichen Zuordnung als Angestellter oder Angestellte berechnet sich der Pensionsanspruch nach den allgemeinen österreichischen Bestimmungen der Angestellten. Für diese gilt eine Höchstbemessungsgrundlage in der Höhe von 4.440,- (Stand ) für die Einzahlung der Pensionsbeiträge sowie die Berechnung des höchsten erreichbaren Pensionsanspruchs. Der tatsächliche Pensionsanspruch ist von verschiedenen Voraussetzungen (Erreichen eines bestimmten Lebensalters, Vorliegen einer Mindestanzahl von Versicherungsmonaten, Durchrechnungszeitraum, Gesamtzahl der Versicherungsjahre) abhängig und daher nur jeweils individuell berechenbar. Betriebspensionskasse für Universitätsprofessorinnen und professoren Nach UG ist eine besondere Pensionskassenregelung für Universitätsprofessorinnen und professoren vorgesehen, die im Kollektivvertrag vereinbart ist. Die Beitragsleistung durch die Universität beträgt seit % des im Kollektivvertrag jeweils vorgesehenen Mindestgehalts. Diese 10% werden von der Universität, zusätzlich zum Gehalt, auf ein individuelles Vorsorge-Veranlagungskonto eingezahlt. VII. Gehalt Seit der Reform des Dienstrechts für Universitätslehrerinnen und lehrer im Jahr 2001 besteht eine flache Gehaltsregelung, mit Ausnahme der jährlich zwischen den Kollektivvertragspartnern abzuschließenden Gehaltserhöhungen. Die Höhe des Mindestentgeltes für die Verwendungsgruppe A 1 (Professur) ist im Kollektivvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Universitäten festgelegt und beträgt derzeit ,-- brutto pro Jahr. Überzahlungen sind Gegenstand der Berufungsverhandlung, der in der Regel das jeweils letzte Jahresgehalt des Bewerbers/der Bewerberin zu Grunde liegt, und können auch leistungsabhängige Gehaltsbestandteile umfassen. Nachverhandlungen sind auf Basis personenbezogener Evaluierungen frühestens fünf Jahre nach Dienstantritt möglich. 7

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