Assistenzsysteme für sichere Geschäfte

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1 Herausforderungen und Handlungsspielräume für den Compliance Officer in der Praxis --- Group Daimler AG Assistenzsysteme für sichere Geschäfte Heike J. Böhme (Head of M&A Compliance and Compliance Projects) 1

2 Compliance Mindset DR. DIETER ZETSCHE, VORSTANDSVORSITZENDER UND LEITER MERCEDES BENZ CARS Compliance muss mehr sein als ein Prozess oder eine Abteilung. Compliance muss eine Grundhaltung sein. 2

3 Compliance bei Daimler und GC (Group Compliance) Im weiten Feld der verschiedenen Compliance Themen nimmt GC eine Expertenrolle für Korruptionspräventionsthemen ein. GC Expertise Steuern Wettbewerbs- /Kartellrecht Korruptionsprävention Business Partner Integrity Due Diligence Hinweisgebersystem Integrität Arbeitsrecht Umwelt Strafrecht Compliance 3

4 Organisationsstruktur Group Compliance Group Compliance stellt sich entlang des divisionalen Daimler Business Models auf Chief Compliance Officer Group Compliance Program Divisional Compliance Office Buses Divisional Compliance Office MB Cars/Global Sales Divisional Compliance Office Trucks Divisional Compliance Office Financial Services Regional Compliance Office China 4

5 Wesentliche Assistenzsysteme für sichere Geschäfte Mandatory Consultation: Der richtige Abstand zu Amtsträgern Globales LCM- Netzwerk: Vorhandene Unterstützung nutzen Business Partner Integrity Due Diligence: Wissen, wer unterwegs ist Business Practices Office: Warnsignale geben Compliance- Schulungen: Vorausliegende Gefahren kennen Interne Kontrollen: Straßenschilder beachten 5

6 Due Diligence ist ein wesentlicher Bestandteil des Business Partner Integrity Management (BPIM) Business Partner Integrity Due Diligence Vorgelagerte Risikobeurteilung Entscheidung über Zusammenarbeit Beobachtung & Reaktionsmaßnahmen Regelmäßige Audits Abhilfe/ Remediation Prüfung von Integritätsbedenken Bewertung des Geschäftspartners Sanktionen Überprüfung von Einzeltransaktionen Sorgfältige Auswahl Operative Kontrolle & Reaktion BPIM Lifecycle Vertragliche Absicherung Training & Sensibilisierung Ständige Beobachtung durch den Vertrieb Kommunikation/ Vermittlung der Unternehmenswerte Vertragsgestaltung Audit Rechte Antikorruptionsklauseln Kündigungsregelungen Kommunikation & Training Geschäftspartner Training 6

7 Business Partner Integrity Due Diligence Gestaltungsgrundsätze 1. Klar definierte Prioritäten: Vorrangige Priorität der Business Partner Due Diligence liegt bei den direkt in den Verkauf involvierten Geschäftspartnern 2. Risikobasierter Ansatz bei der Due Diligence: Skala der Maßnahmen reicht von einfachen Medienrecherchen bis zu Spezialmaßnahmen wie Vor-Ort- Besuchen 3. Verantwortung für den Due Diligence-Prozess: Verantwortung für die Durchführung der Due Diligence liegt beim lokalen/divisionalen Management; Standardisierung und Kontrolle des Prozesses und Überprüfung der Ergebnisse erfolgt durch Group Compliance 4. Implementierung und Aufsicht: Sorgfältige Überwachung des Prozesses und konstante Anpassung/Weiterentwicklung des Prozesses (learning system) 5. IT-unterstützter Arbeitsablauf: Systematisierter Arbeitsablauf unterstützt den Due Diligence Prozess mit klar definierten Prozessstufen und Zuständigkeiten 7

8 Der Due Diligence Prozess beantwortet 3 wesentliche Fragen: Due Diligence Prozessstufe Schlüsselfragen Ergebnis Vorgelagerte Risikobeurteilung Welchem Risiko ist der Geschäftspartner ausgesetzt? Die Risikostufe bestimmt die Intensität der Due Diligence Bewertung des Geschäftspartners Wie geht der Geschäftspartner mit dem Risiko um? Kann der Geschäftspartner das Risiko beherrschen? Feststellung der Risikominimierung durch den Geschäftspartner Entscheidung über Zusammenarbeit Möchte Daimler eine Geschäftsbeziehung mit dem Geschäftspartner eingehen? Entscheidungsmöglichkeiten: Genehmigung Genehmigung mit Auflagen nicht genehmigt 8

9 Umfang der Business Partner Integrity Due Diligence Beispiele vertraglicher Beziehungen A Netzwerk Partner oder sonstiger Vertriebspartner DAIMLER B Netzwerk Partner oder sonstiger Vertriebspartner Zulieferer des Geschäftspartners ( ) ( ) Partner des Geschäftspartners (Vertrieb/ Vertriebsunterstützung) ENDKUNDE Zulieferer x C Vertriebsunterstützung Netzwerk Partner oder sonstiger Vertriebspartner Direkter Geschäftspartner im Vertrieb: im Anwendungsbereich ( ) Indirekter Geschäftspartner im Vertrieb: im Anwendungsbereich im Fall von Integritätsbedenken x Zulieferer: werden im Lieferantenauswahlprozess überprüft 9

10 Überblick: Vorgelagerte Risikobeurteilung der Business Partner Integrity Due Diligence Bestandteile der vorgelagerten Risikobeurteilung Due Diligence Intensität Niedriges Risiko Lokale Entscheidung Überprüfung/Qualitätschecks Standardisierte Risikobewertung Risikobewertung Mittleres Risiko Fragebogenbasierte Due Diligence Fallbezogene Recherche Standardisierte Integritätsüberprüfung Integritätsbedenken Hohes Risiko Fragebogenbasierte Due Diligence Fallbezogene Recherche Vor-Ort-Prüfung 10

11 Verantwortlichkeiten für den Business Partner Due Diligence Prozess Verantwortlichkeit: Management UND Compliance Initiierung / Vorgelag. Risikobeurteilung Bewertung Genehmigung Qualitätssicherung/ Veto Niedriges Risiko Lokale Vertriebsmitarbeiter & Lokales Management Lokale Compliance Manager Lokale Vertriebsmitarbeiter Mittleres Risiko Lokale Vertriebsmitarbeiter & Lokales Management Divisionales Management Divisionale Compliance Manager Hohes Risiko Lokale Vertriebsmitarbeiter & Lokales Management Divisionales Management Divisionale Compliance Manager & GC Review Lokale Compliance Manager 11

12 Eine webbasierte IT Anwendung stellt den einheitlichen Due Diligence Prozess sicher IT Support Webbasierte Anwendung im Daimler Intranet Unterstützung im Arbeitsablauf für alle beteiligten Funktionen/Personen Zentrale Speicherung aller Due Diligence relevanten Daten Dokumentation der Entscheidungen 12

13 Der Fall Gabun 13

14 Der Fall Gabun 14

15 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! 15

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