Bildungsregion Ruhr gestalten!

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1 Bildungsregion Ruhr gestalten!

2 Modul 5 Informelles Lernen 1. Die besondere Herausforderung 2. Orte des informellen Lernens 3. Die Eingrenzung auf informelles Lernen im Jugendalter 4. Indikatoren zur Annäherung 5. Handlungsmöglichkeiten 6. Good Practice 2

3 1. Die besondere Herausforderung Bildung ist mehr als Schule. Für eine umfassende Bildung des Einzelnen genügt die formale Bildung allein nicht. Informelle Lernprozesse haben eine hohe Bedeutung in der individuellen Lernbiografie. Da das informelle Lernen nebenbei geschieht, ist die empirische Beobachtung schwierig, zumal es hierfür bisher kaum wissenschaftlich bewährte Verfahren und Instrumente gibt. Leistungstests u.ä. sind für die Erfassung des informellen Lernens ungeeignet. Deshalb konzentriert sich die Bildungsberichterstattung exemplarisch auf einige Orte, die besonders förderlich für das informelle Lernen sind. 3

4 2. Orte des informellen Lernens junger Menschen Familie Clique/Freundeskreis Freizeit, Reisen, internationaler Jugendaustausch Kindertageseinrichtungen alle Arten von Vereinen Jugendverbände (expliziter Bildungsanspruch, gesetzlicher Bildungsauftrag) Offene Jugendarbeit (expliziter Bildungsanspruch, gesetzlicher Bildungsauftrag) Computer/neue Medien (Web 2.0) Museen, Theater, Kunst- und Musikschulen Nachhilfe Sprachkurse, VHS-Kurse Betriebliche Weiterbildung FSJ/FÖJ, Freiwilligendienste 4

5 3. Die Begrenzung auf informelles Lernen im Jugendalter Im ersten Bildungsbericht erfolgt eine Konzentration auf das informelle Lernen im Jugendalter, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit. Informelles Lernen in beruflichen Kontexten soll in späteren Berichten thematisiert werden. 5

6 4. Indikatoren zur Annäherung Anzahl der Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit Anzahl der jungen Menschen, die Einrichtungen der offenen Jugendarbeit besuchen Ausgaben für die Kinder-und Jugendarbeit in der Kommune Personal in der offenen Kinder- und Jugendarbeit (Ende 2008) Junge Menschen mit Migrationshintergrund in Einrichtungen der offenen Kinderund Jugendarbeit Anzahl der jungen Menschen in Jugendverbänden Angebote der Verbände Datenquellen Strukturdatenerhebung der offen Kinder- und Jugendarbeit 2008 Kinder- und Jugendhilfestatistik Erhebung des Wirksamkeitsdialogs der Jugendverbände Ggf. Sonderauswertung der Anmeldedaten der JugendleiterCard (Juleica) 6

7 5. Handlungsmöglichkeiten Die Kinder- und Jugendarbeit bietet ein großes Potenzial an Lern- und Bildungsmöglichkeiten, die den Kompetenzerwerb Heranwachsender in Schule und Familie ergänzen können. Das vorhandene Angebot muss auf jeden Fall weiterhin bereitgestellt, ggf. sogar ausgeweitet werden. Die Kinder- und Jugendarbeit steht durch die Ausweitung der Ganztagsschulangebote vor neuen Herausforderungen. Will sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle für das Heranwachsen junger Menschen spielen, sollte sie verstärkt die Kooperation mit den Ganztagschulen suchen. Hierbei sollten sich auch die Jugendverbände beteiligen. Dabei sollte im Vordergrund stehen, dass Konkurrenzen nicht weiter verstärkt, sondern abgebaut werden. Bei der inhaltlichen Gestaltung und Weiterentwicklung sollten die Angebote für Jugendliche mit Migrationshintergrund eine stärkere Bedeutung erhalten. 7

8 6. Good Practice Zur Illustration des Möglichkeitsspektrums des informellen Lernens im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit werden verschiedene Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Nach aktuellem Stand der Bearbeitung sollen dabei folgende Aspekte berücksichtigt werden: Schaffung von Bildungsmöglichkeiten für benachteiligte Jugendliche im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Besondere Aktivitäten der Jugendverbände für innovative Bildungsangebote. 8

9 Kriterien für Good Practice Förderung des informellen Lernens in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere für junge Menschen mit Migrationshintergrund Niederschwelliger Zugang Freiwillige Teilnahme Orientierung an der Lebenswelt, den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten Anregende Umgebung für Lernprozesse Begleitung und Unterstützung durch Fachkräfte Innovative Ansätze zur Förderung des informellen Lernens in Jugendverbänden Weiterentwicklung bisheriger Strukturen (z.b. neue Formen der Partizipation durch die Möglichkeiten des Web 2.0) Umsetzung neuer Inhalte (etwa im Bereich Gender oder interkultureller Kompetenz) Ansprache neuer Zielgruppen (etwa im Rahmen von Ganztagsschule) Hinweise auf gelungene Angebote und Projekte, die das informelle Lernen fördern, nehmen wir gerne auf! 9

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