PRESSEMITTEILUNG 03. April 2014

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1 POLIZEIPRÄSIDIUM TUTTLINGEN PRESSESTELLE PRESSEMITTEILUNG 03. April 2014 Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen in den Landkreisen Freudenstadt, Rottweil, Tuttlingen, dem Schwarzwald-Baar-Kreis sowie dem Zollernalbkreis Anzahl der Straftaten leicht angestiegen Hohe Aufklärungsquote hat weiter Bestand Leichte Zunahme der Kriminalitätsbelastung Schwere Diebstähle und Straßenkriminalität rückläufig! Polizeipräsidium Tuttlingen - Das Polizeipräsidium registrierte im Jahr 2014 für die im Rahmen der Polizeireform zum 1. Januar 2014 fünf zusammengeschlossenen Landkreise eine leichte Zunahme der erfassten Straftaten für das Jahr In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sind für die fünf Landkreise Straftaten erfasst, das sind 827 Delikte (2,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Trotz dieser Zunahme ist dies die zweitniedrigste Gesamtzahl von Straftaten innerhalb der zurückliegenden zehn Jahre für den neuen Zuständigkeitsbereich. Der durch Straftaten verursachte Vermögensschaden liegt bei 36,8 Millionen Euro und damit um rund 15,2 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr. Das Polizeipräsidium Tuttlingen liegt mit einer Aufklärungsquote von 62,3 Prozent wiederum in der Spitzengruppe der Polizeidienststellen im Land. Stockacher Str Tuttlingen Telefon Telefax

2 - 2 - Insgesamt konnten Straftaten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote im Land Baden-Württemberg lag bei 58 Prozent. Mit registrierten Straftaten je Einwohner liegt die Kriminalitätsbelastung weit unter dem Landesdurchschnitt (5.450). Für die aufgeklärten Straftaten konnten insgesamt Tatverdächtige ermittelt werden, 293 Tatverdächtige mehr als im vorigen Jahr. Erfreulich sind die Rückgänge der Jugendkriminalität in allen Altersgruppen. Ermittelt wurden Tatverdächtige unter 21 Jahren gegenüber im Jahr Der Anteil der Jugendkriminalität liegt nunmehr bei etwas mehr als 25 Prozent, das heißt, dass jeder vierte Tatverdächtige unter 21 Jahre alt ist. Die Gesamtzahl der Straftaten verteilt sich wie folgt auf die Landkreise: Straftaten Vorjahr Aufklärungsquote - Zollernalbkreis ,5 Prozent - Schwarzwald-Baar-Kreis ,5 Prozent - Landkreis Tuttlingen ,3 Prozent - Landkreis Freudenstadt ,0 Prozent - Landkreis Rottweil ,5 Prozent Betrachtung einzelner Deliktsbereiche Diebstahlskriminalität Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte ist im Gegensatz zum Landestrend im Bereich des PP Tuttlingen rückläufig auf Fälle (minus 471 Delikte). Rund 33 Prozent aller Straftaten sind jedoch immer noch Diebstähle. Die Aufklärungsquote betrug 36 Prozent. Einfache Diebstähle aus Wohnungen haben um 297 (plus 36) zugenommen, Wohnungseinbrüche stiegen nur minimal von 433 auf 440 Fälle an. Damit fiel der Anstieg deutlich geringer aus als im Landesvergleich mit einer Zunahme von 31,8 Prozent. Über ein Drittel der Wohnungseinbrüche blieben im Versuchsstadium stecken, was zu einem großen Teil auf technische Sicherungsmaßnahmen zurückzuführen war. Festzustellen

3 - 3 - ist, dass im Vergleich zu den weiteren 11 regionalen Polizeipräsidien im Zuständigkeitsbereich des PP Tuttlingen die niedrigste Zahl an Wohnungseinbrüchen verübt wurde. Wohnungseinbrüche berühren das Sicherheitsempfingen der Bevölkerung in besonderen Maße. Deshalb erfolgt hier eine klare polizeiliche Schwerpunktsetzung. Seit wenigen Jahren nimmt der Taschendiebstahl, vorzugsweise in bzw. bei Einkaufsmärkten zu. Im Jahr 2013 wurde ein Plus von 70 Fällen auf 248 Straftaten verzeichnet. Beim einfachen Diebstahl (6.494 Taten) ist im Zuständigkeitsbereich des PP Tuttlingen eine leichte Abnahme zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote lag bei knapp 43 Prozent. Die deutlichsten Rückgänge waren in den Bereichen des Diebstahls in/aus Dienst-/Büroraum und des Diebstahls an/aus Kfz zu verzeichnen. Eine Zunahme gab es auch bei den Ladendiebstählen auf Delikte (plus 66 Fälle / 3,5 Prozent). Regionale Entwicklung der Diebstahlskriminalität Schwerer Diebstahl Einfacher Diebstahl - Schwarzwald-Baar-Kreis 923 Fälle Fälle - Zollernalbkreis 625 Fälle Fälle - Landkreis Tuttlingen 603 Fälle Fälle - Landkreis Rottweil 501 Fälle 959 Fälle - Landkreis Freudenstadt 431 Fälle 934 Fälle Straftaten gegen das Leben Ermittelt wurde im Jahr 2013 in fünf Fällen wegen Mordes (davon zwei versuchte Straftaten), in neun Fällen wegen Totschlags, darunter sieben versuchte Straftaten und zudem in neun Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung. Rohheits- und Gewaltdelikte Zu den Rohheitsdelikten zählen im Wesentlichen Raubdelikte und räuberische Erpressungen, gefährliche und schwere Körperverletzungen sowie vorsätzliche

4 - 4 - Körperverletzungen, Nötigungen, Bedrohungen, Freiheitsberaubungen und Nachstellungen (sog. Stalking). Im Gegensatz zum Landestrend weist das PP Tuttlingen im Jahr 2013 einen leichten Zuwachs der Rohheitsdelikte von 82 Fällen (+ 2,1 %) auf Fälle auf. Im Folgenden werden einzelne Deliktsbereiche gesondert dargestellt. Raub / Räuberische Erpressung Regionale Entwicklung Gefährliche und schwere Körperverletzung

5 - 5 - Vorsätzliche Körperverletzung Regionale Entwicklung Rauschgiftdelikte Die Rauschgiftkriminalität erhöhte sich ausgehend von einem niedrigen Niveau um 41,2 Prozent (plus 437 Fälle) auf Straftaten, darunter auch die Zunahme der Handelsdelikte um + 50,6 Prozent (+ 124 Fälle) auf 369 Straftaten. Die Zunahmen in den Landkreisen basieren im Wesentlichen auf der Durchführung größerer Ermittlungsverfahren, der Bildung von Ermittlungsgruppen mit Schwerpunkt Rauschgiftbekämpfung sowie eines Handlungsschwerpunktes zur Feststellung von Drogenfahrten. Zu beklagen sind insgesamt fünf Rauschgifttodesfälle, darunter zwei Todesfälle im Schwarzwald- Baar-Kreis sowie je ein Todesfall in den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil sowie im Zollernalbkreis. Die Aufklärungsquote lag bei 96 Prozent und damit ähnlich wie im Vorjahr (96,4 Prozent). Die Fallzahlen stiegen erstmals seit vier Jahren wieder stark an und befinden sich im Jahr 2013 auf einem ähnlichen Niveau wie 2007.

6 - 6 - Sachbeschädigung Bei den Sachbeschädigungen gab es im PP Tuttlingen einen Rückgang um 136 auf Fälle. Im 10-Jahres-Vergleich zeigt sich ein mehrjähriger Rückgang mit nunmehr der niedrigsten Fallzahl seit 10 Jahren. Die Aufklärungsquote lag bei 22,3 Prozent (Vorjahr 21,4 Prozent). Geringere Fallzahlen gab es bei gemeinschädlichen Sachbeschädigungen von 294 Fällen auf 242, Sachbeschädigungen durch Graffiti von 321 auf 296 Fällen, Sachbeschädigungen an Kfz von 1669 auf 1620 Fälle und sonstigen Sachbeschädigungen auf Straßen/Wegen/Plätzen um -88 auf 477 Fälle. Regionale Entwicklung

7 - 7 - Fazit Ausblick Zum Abschluss der Pressekonferenz brachte Präsident Alexander Pick seinen Dank besonders gegenüber denjenigen Bürgerinnen und Bürgern zum Ausdruck, die die Stellung der Polizei in der Gesellschaft anerkennen, die Polizeiarbeit unterstützen und in vielfältiger Form dazu beitragen, dass Straftaten aufgeklärt und Täter festgenommen werden können. Auf dieser soliden Basis werde die Polizei auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen weiterhin, auch in einer veränderten polizeilichen Organisationsstruktur für den Erhalt der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung eintreten.

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