KREATIVITÄT & WIRTSCHAFT

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1 KREATIVITÄT & WIRTSCHAFT KREATIVITÄT UND INNOVATIONSFÄHIGKEIT IN UNTERNEHMEN kreativprozesse.unternehmen.zukunft. Schwerin, Veronika Schubring

2 WARUM KREATIVITÄT? SIE IST WESENTLICHE KOMPETENZ IN DER WISSENSGESELLSCHAFT Kapitalismus 3.0: Kopf schlägt Kapital, Immaterielle Werte schlagen materielle, Vollkostenrechnung Routineprobleme sind logisch lösbar, Innovationsprobleme erfordern Kreativität als ungerichtete, intuitive und zufallshafte Ideensuche Deutschland als Land der Innovationen? kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 2

3 INNOVATIONSVERSTÄNDNIS IM WANDEL VON DER PRODUKTORIENTIERUNG HIN ZUR NUTZENORIENTIERUNG gesellschaftlich getriebene Innovationsprozesse heute versus Forschungsgetriebene Erfindungen damals kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 3

4 DER BEGRIFF KREATIVITÄT EINE KREIERENDE FÄHIGKEIT DES MENSCHEN Kreativität ist die Fähigkeit von Menschen, Kompositionen, Produkte oder Ideen gleich welcher Art hervorzubringen, die in wesentlichen Merkmalen neu sind und dem wesentlichen Schöpfer vorher unbekannt waren. Das Ergebnis stellt mehr als die reine Aufsummierung des Bekannten dar. - Hennessey & Amabile (1988) - Kreative Fähigkeiten nach Guilford (1950): Problemsensitivität - Die richtigen Fragen stellen Geistige Flexibilität, mit Leichtigkeit die Ordnung wechseln können Analysierende und synhetisierende Fähigkeiten Gestalterische Redefinition oder Reorganisation Gedankenflüssigkeit im Flow sein Gedankliche Neuheit schaffen Spannweite von gedanklicher Struktur kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 4

5 DER BEGRIFF KREATIVITÄT VOM AKTEURS- ZUM UMFELDORIENTIERTEN ANSATZ Guilford (1950): Kreativität und schöpferische Produktivität geht weit über den Bereich der Intelligenz hinaus Schank (1988): Kreative Prozesse funktionieren auch unabhängig von Personen Csikszentmihalyi (1988): kreative Prozesse sind ein Wechselspiel zwischen Umfeld, Person und Arbeitsfeld Hennessey & Amabile (1988) Kreative sind intrinsisch motiviert, Kreativität erhält stets ein ethisches oder Wertelement Kreative Fähigkeiten sind durch Arbeitsprozesse und -methoden, sowie vom Arbeitsumfeld beeinflusst kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 5

6 KREATIVITÄT IM UNTERNEHMEN VIELFÄLTIGES ERFAHRUNGSWISSEN ALS INNOVATIONSGRUNDLAGE Innovation = grundlegende Neuerung in Bereichen wie Produkte und Dienstleistungen, Produktion & Logistik, Organisation & Vertrieb (Schumpeter, 1997) Was Kreativität ausmacht: das Bilden neuer Muster und Kombinationen aus Erfahrungswissen die Übertragung bekannter Zusammenhänge auf neue Situationen die Entdeckung neuer Beziehungen das Ergebnis muss nützlich und zielgerichtet sein und darf nicht in reiner Phantasie bestehen Über je mehr Wissen die Mitarbeitenden verfügen, desto vielfältiger und umfangreicher ist die Zahl der von ihnen herstellbaren Denkverbindungen, woraus Ideen und Innovationen entstehen latenter & akuter Stress führt zu Denkblockaden (Autopiloten: Kämpfen, Fliehen, Totstellen) kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 6

7 KREATIVITÄT IM UNTERNEHMEN DIE SELBSTREFLEKTION DES UNTERNEHMENS STÄRKEN Produkt (haben) Profitabilität, Wachstum, etc. ist meistens im Fokus der Aufmerksamkeit, Ergebnisorientierung ( Wozu ist das gut?, Was bringt uns das? ) Prozess (machen) Kommunizieren, Planen, Koordinieren, etc. ist seltener im Fokus, da die Ergebnisoffenheit mit Unsicherheit einhergeht (Kultur des Scheiterns, Integration von Kreativprozessen/Innovationsmanagement) Plattform (sein) Kultur, Werte, Vision, etc. sind die notwendigen Voraussetzungen für das Machen und das Haben, werden aber oft (aus Zeitmangel) nicht bewusst gemacht (Organisationsentwicklung; Innovationscoaching nach der Augsburger Schule) kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 7

8 INNOVATIONSKOMPETENZ EIN STUFENWEISER ENTWICKLUNGSPROZESS Sich aus Vorhandenem lösen und Neues leben Eigene Vorstellungen entwickeln und wirkungsvoll umsetzen Innovationskompetenz Entwicklungskompetenz Material- und Informationsflüsse flexibel und effizient gestalten Veränderungskompetenz Beharrungskompetenz - Es gilt Freiräume zur Reflexion auf Neues zu schaffen und zu verankern, die Selbstreflexion des Unternehmens stärken - Innovation ist eine Kompetenz von Organisationen, wie sie mit Neuem umgehen - z.b. überholte Strukturen, unausgetragene Konflikte oder eine Kultur des drauf Bestehens hemmen Innovationen kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 8

9 KREATIVITÄT IM UNTERNEHMEN INSTRUMENTE FÜR DEN UNTERNEHMENSALLTAG Zur Erweiterung des Erfahrungswissens Gegen akuten Stress Gegen latenten Stress Integration im gesamten Unternehmen Inspirations-Zeit ausserhalb - z.b. 1 Tag im Monat fern des Büros arbeiten, Zeitungs-Abos, Vernetzung fördern, offene Innovationsprozesse Brainstorming-Regeln etablieren 10% Innovationszeit in Jahresziele integrieren; in Team-Kommunikation, kooperative Führungsstile und Entwicklung einer Fehlerkultur investieren Mitarbeitende aller Abteilungen projektbasiert an kreatives Arbeiten heranführen; Prototypen- Bau zum Arbeitsalltag machen; Projektwerkstätte zu konkreten Entwicklungsfragen kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 9

10 ZIELKONZEPTE DIVERSIFIZIEREN SPANNUNGSFELDER BERGEN INNOVATIONSPOTENTIAL Ökonomische Zielverfolgung BILDEN NEUER MUSTER UND KOMBINATIONEN Soziale Zielverfolgung Ökologische Zielverfolgung kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 10

11 ODER WIR SEHEN ES GANZ EINFACH JOSEPH BEUYSS: JEDER MENSCH IST EIN KÜNSTLER. Der Begriff des Unternehmertums wird erst durch den Kunstbegriff interessant. kreativprozesse.unternehmen.zukunft. 11

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