Erneuerbare Energien 2014

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1 Die Energiewende ein gutes Stück Arbeit. Erneuerbare Energien 2014 Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

2 Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit Scharnhorststraße Berlin Redaktion Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) c/o Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist mit dem audit berufundfamilie für seine familien freundliche Personalpolitik ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wird von der berufundfamilie ggmbh, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, verliehen. Gestaltung und Produktion PRpetuum GmbH, München Stand März 2015 Druck Silber Druck ohg, Niestetal Bildnachweis vencavolrab istockphoto (Titel) Visions-AD Fotolia (S. 4-5) goodluz Fotolia (S. 7) Sandor Jackal Fotolia (S. 9 oben) Gina Sanders Fotolia (S. 9 unten) Manuel Schönfeld Fotolia (S ) Diese Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Nicht zulässig ist die Verteilung auf Wahlveranstaltungen und an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben von Informationen oder Werbemitteln.

3 Die Energiewende ein gutes Stück Arbeit. Erneuerbare Energien 2014 Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

4 Erneuerbare Energien lösen Braunkohle ab Die Energiewende in Deutschland nimmt weiter an Fahrt auf. Im vorigen Jahr konnten mit erneuerbaren Energien 27,8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs gedeckt werden, das sind rund zweieinhalb Prozentpunkte mehr als Dieser Erfolg hat zwei Gründe: Zum einen wurde mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt insgesamt 160 Milliarden Kilowattstunden (kwh) und zum anderen wurde alles in allem weniger Strom verbraucht. Erstmals waren die erneuerbaren Energien damit Deutschlands wichtigste Stromquelle wichtiger noch als Braunkohle. Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland Anteil in Prozent erneuerbarer Anteil am Bruttostromverbrauch Quelle: BMWi nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

5 Windenergie wird immer wichtiger Wind ist mittlerweile die wichtigste regenerative Stromquelle. Auch 2014 wurde mehr Windstrom ins Netz eingespeist als im Vorjahr. Neben der Windkraft an Land gewinnt auch die Windkraft auf See (offshore) zunehmend an Bedeutung. Die Fakten: zmit 56 Mrd. kwh wurde rund 8 Prozent mehr Windstrom ins Netz eingespeist als 2013 (51,7 Mrd. kwh). zdie Windenergie erreichte so einen Anteil von 9,7 Prozent am Bruttostromverbrauch. zder Zubau erreichte mit knapp Megawatt (MW) brutto neu installierter Leistung an Land ein neues Allzeithoch. zauf See trug der Zubau von MW zu einer insgesamt errichteten Leistung von nunmehr MW bei (davon haben MW bereits einen Netzanschluss). zinsgesamt waren 2014 in Deutschland an Land und auf See Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa MW installiert.

6 Photovoltaik und Biogas: Mehr Strom, weniger Ausbau 2013 und 2014 wurden nicht mehr so viele Photovoltaikanlagen errichtet wie in den Boom-Jahren zuvor: zlediglich MW Leistung wurden voriges Jahr neu installiert 2013 waren es noch MW. zdie gesamte Leistung aller PV-Anlagen in Deutschland betrug Ende MW. zdamit wurden 34,9 Mrd. kwh Strom erzeugt das sind wiederum rund 13 Prozent mehr als 2013 (31 Mrd. kwh). Verlangsamt hat sich auch der Zubau von Biomasse-Anlagen: zweniger als 100 MW Leistung kamen 2014 hinzu. zinsgesamt wurden 49,1 Mrd. kwh Strom aus Biomasse gewonnen und somit rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. zden größten Anteil machte wiederum die Stromerzeugung aus Biogas mit etwa 29 Mrd. kwh Strom aus (2013: 27,5 Mrd. kwh). Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland Stromerzeugung in Milliarden Kilowattstunden Wasserkraft Windenergie Biomasse* Photovoltaik Quelle: BMWi nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

7 Zuwachs bei Erdwärme Wasserkraft rückläufig Knapp 11 Prozent weniger Strom konnte 2014 aus Wasserkraft erzeugt werden: insgesamt 20,5 Mrd. kwh; im Jahr zuvor waren es noch 23 Mrd. kwh. Das lag in erster Linie daran, dass 2014 ein vergleichsweise trockenes Jahr war. Gering blieb auch der Anteil der Geothermie an der Stromerzeugung, obwohl der Zuwachs dort rund 40 Prozent betrug und mit geschätzten 110 Mio. kwh so viel Strom aus Erdwärme wie noch nie ins Netz eingespeist wurde. Struktur der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2014 Gesamt: 160,6 Mrd. Kilowattstunden Deponiegas 0,3 % Biogas* 18,1 % Klärgas 0,9 % biogener Anteil des Abfalls 3,8 % Wasserkraft 12,8 % Brennstoffe 0,2 % biogene Festbrennstoffe** 7,4 % tiefe Geothermie 0,1 % Photovoltaik 21,7 % Windenergie auf See 0,8 % Windenergie an Land 34,0 % Quelle: BMWi nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

8 Weniger Wärmeverbrauch Insgesamt war der Winter im vergangenen Jahr recht mild dadurch wurde weniger geheizt und somit auch weniger Energie verbraucht. Auch der Verbrauch von Holz und Holzpellets ist gesunken. Die Fakten rund ums Heizen im Überblick: zauf geschätzte Mrd. kwh Wärme ist der Wärmeverbrauch 2014 in Deutschland insgesamt gesunken ein Jahr zuvor waren es noch Mrd. kwh. zknapp 8 Prozent weniger Wärme wurde 2014 aus erneuerbaren Energien erzeugt (131 Mrd. kwh) im Vergleich zu 2013 (142 Mrd. kwh). zder Anteil der erneuerbaren Energien am Wärme verbrauch blieb mit rund 10 Prozent etwa auf dem Niveau des Vorjahres. zmit einem Anteil von fast 87 Prozent blieb die Biomasse die wichtigste erneuerbare Wärmequelle. zmit insgesamt rund 113 Mrd. kwh stellte Biomasse jedoch knapp 10 Prozent weniger Wärme bereit als im Vorjahr. Auch dies ist auf den gesunkenen Holzverbrauch im milden Winter 2014 zurückzuführen. zder Bestand von Pellet-Heizungen hat nach Branchenangaben indes um rund auf zugenommen. zrund 0,9 Mio. Quadratmeter weitere Fläche ist mit Solar kol lek toren bebaut worden. Insgesamt waren Ende 2014 gut 18 Mio. Quadratmeter weitere Kollektorfläche installiert. z Heizungen auf Basis von Wärmepumpen sind nach Branchenangaben neu installiert worden etwas weniger als 2013.

9 Mehr Biodiesel getankt Gut 1 Prozent mehr Biokraftstoffe wurden 2014 verkauft, insgesamt 3,3 Mio. Tonnen, zeigen die Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dabei wurde 3,5 Prozent mehr Biodiesel getankt, während der Absatz von Bioethanol im zweiten Jahr in Folge zurückging (minus 3,3 Prozent). Der Absatz von Biomethan legte im Jahr 2014 leicht zu rund MWh verbrauchten Erdgasautos in Deutschland. Insgesamt beträgt der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehr 5,4 Prozent.

10 Wirtschaftsfaktor Energiewende Die erneuerbaren Energien stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Deutschland dar. Im Jahr 2014 wurden rund 18,8 Mrd. Euro in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien investiert. Somit legten die Investitionen nach einem Rückgang 2013 (15,7 Mrd. Euro) wieder zu. Dies geht auf den starken Zubau bei der Windenergie zurück. Die Investi tio nen in die Windkraft nehmen einen Anteil von annähernd zwei Dritteln der Gesamtinves titionen ein. Investitionen in die Anlagenerrichtung zur Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland im Jahr 2014 Gesamtes Investitionsvolumen: 18,8 Mrd. Euro Geothermie 1,0 Mrd. Euro Solarthermie 0,8 Mrd. Euro Biomasse (Wärme) 1,1 Mrd. Euro Biomasse (Strom) 1,3 Mrd. Euro Wasserkraft 0,1 Mrd. Euro Photovoltaik 2,3 Mrd. Euro Windenergie 12,3 Mrd. Euro Quelle: ZSW

11 Klimaschutz mit erneuerbaren Energien Der Ausbau erneuerbarer Energien schützt das Klima. In den Energieverbrauchsbereichen von Strom, Wärme und im Verkehr werden fossile Energieträger wie Kohle und Öl durch erneuerbare Energien ersetzt und damit der Ausstoß von Treibhaus gasen wie Kohlendioxid (CO 2 ) reduziert. Insgesamt konnten durch erneuerbare Energien im Jahr 2014 rund 148 Mio. Tonnen CO 2 -Äquivalenten Treibhausgase vermieden werden. Allein durch erneuerbaren Strom wurden knapp 109 Mio. Tonnen CO 2 -Äquivalente vermieden. Was sind CO 2 -Äquivalente? Um die Wirkung von Gasen auf den Treibhauseffekt zu messen, werden sie in die Maßeinheit CO 2 -Äquivalente umgerechnet. Der Wert gibt an, welche Menge CO 2 in einem Betrachtungszeitraum von 100 Jahren die gleiche Treibhauswirkung entfalten würde wie das betrachtete Vergleichsgas.

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