GI-Fachgruppe 5.7 IV-Controlling

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1 GI-Fachgruppe 5.7 IV-Controlling Performance Improvement Studies in der Anwendungsentwicklung Torsten Mägdefessel 35. Sitzung am Copyright 2003 Compass Publishing BV, All Rights Reserved

2 Vergleichende Analyse Kundendaten Referenzdaten nicht älter als 18 Monate HARD DATA SOFT DATA KONTEXT sammeln klassifizieren katalogisieren ausarbeiten E A Bezugsgruppe D C B Namentlich vorgestellte Referenzen mind. 5 Unternehmen umfassendes Bild des Untersuchungsbereichs Abweichungen Stärken, Mehrkosten, Schlussfolgerungen, Empfehlungen reales Bild vergleichbarer Unternehmen im Markt ähnliche Komplexität ähnliche SLAs... 2

3 COMPASS-Modell Anwendungsentwicklung Y. Fachabteilung Y1. Anwenderzufriedenheit B. Wartung & Pflege B3. Fehlerbehebung E. Anwenderdienste B1. Anwendungsbetrieb B4. Fachliche Erweiterungen E1. Anwenderberatung B2. Anwenderunterstützung B5. Technische Erweiterungen A. Entwicklung A1. Anforderungsanalyse A2. Fachkonzept A3. DV-Konzept A4. Realisierung A5. Systemeinführung A6. Benutzerdokumentation C. Verfahrenstechnik C1. Werkzeuge Technologien C3. Qualitätssicherung C2. Methoden Standards C4. Schulung D. Verwaltung D1. Verwaltung Z. Betriebsdaten Z1. Personal- & Betriebskosten Z2. Entwicklungswerkzeuge Z3. HW und Systemsoftware 3

4 Vergleichende Analyse Unternehmensübergreifender Vergleich der Leistungsfähigkeit von Anwendungsentwicklung Effizenz (Kosten pro Leistung) Produktivität (Ressourceneinsatz pro Leistung) Effektivität (Geschwindigkeit als Leistung pro Zeit) Qualität (Termintreue, Aufwandstreue, Stabilität) über den gesamten Lebenszyklus (Entwicklung und Wartung) Ableitung von Empfehlungen für positive und dauerhafte Veränderungen durch Aufzeigen der Ursachen 4

5 Herausforderungen! Ermittlung der Kosten Vollkostenrechnung Zuordnung von Kosten zur Projekten Verteilung von Gemeinkosten nach Schlüsseln Kalkulatorische Kosten für Investitionen und Fixkosten! Ermittlung des Ressourceneinsatzes Arbeitszeiterfassung und -zuordnung Vollerfassung! Ermittlung der Qualität Projektplanung Fehlererfassung! Ermittlung der erbrachten Leistung? 5

6 Exkurs: Wie groß ist Software? Es wird eine Metrik für Software benötigt 6

7 Anforderungen an eine Softwaremetrik! Vergleichbarkeit / Unabhängigkeit / Standardisierung (Unternehmen, Programmiersprachen, Methodik, Rahmenbedingungen)! Akzeptanz und Verbreitung! Transparenz und Nachvollziehbarkeit! Ökonomisch in der Anwendung / zur Projektsteuerung nutzbar! Ansätze Lines of Code ( LoC ) mit Skalierung Function Points SPR-Feature-Point-Methode Mark II-Methode aus England Bang Matrix, COCOMO 7

8 Function-Points - Historie! 1979 Vorstellung durch Allan J. Albrecht (IBM USA)! 1983 Überarbeitung durch Rüde (IBM Deutschland)! 1986 Gründung der IFPUG! 1998 Counting Practices Manual Version 4.1 8

9 Function Points - Idee Bestimmung des funktionalen Umfangs einer Software aus logischer Anwendersicht über die Anzahl der verwalteten Datenarten und den Umfang der Benutzerinteraktion ohne Berücksichtigung von technischen Realisierungsaspekten 9

10 Ablauf der Function-Point-Analyse! Festlegung der Systemgrenze! Ermittlung der Externen Schnittstellendaten und Internen, logischern Dateien und Bestimmung deren Komplexität! Zählung und Bestimmung der Komplexität der Externen Eingaben Externen Abfragen Externen Ausgaben! Addition zu Unjustierten Function Points! Justierung aufgrund von Rahmenbedingungen (± 35%) 10

11 Function-Point-Zählung Anwendung XYZ Online 395 Maske A.1 47 Aufruf Suchmaske 4 Parametereingabe und Trefferliste 7 Ändernmaske 7 Maske B.5 67 Batch

12 Function-Points! Schwächen Algorithmische Tiefe findet keine Beachtung Technische Leistungen werden nicht gezählt Die Unschärfe der Methode liegt selbst bei zertifizierten Zählern bei ±5% Projektvergleiche sind nur sehr eingeschränkt möglich Landschaften von Businessanwendungen sind vergleichbar! 12

13 Weitere Quellen zu Function-Points! IFPUG ( Function Point Counting Practices Manual! DASMA ( Handbuch der Praxis der Funktionspunkte-Bewertung! Charismatek ( Function Point Workbench! Compass ( und Cicero ( Durchführung von FP-Zählungen und Schulungen Vergleichende Analysen! Tom de Marco: Der Termin für die Freizeit 13

14 Beispiel: COMPASS Rose G H F A E B D C A - Entwicklungskosten in Euro/FP B - Wartungskosten den laufenden Anwendungen in Euro/FP und Jahr C - Produktivität der Entwicklungsprojekte in FP/Personenmonat D - Personaleinsatz in der Wartung in FTE/1.000FP E - Stundenkostensatz in Euro (inkl. Fachbereichsmitarbeiter) F - Termintreue: Abweichung des Ist vom Soll in % G - Entwicklungsgeschwindigkeit in FP/Projekttag H - Gemeldete Fehler in produktiven Anwendungen in Fehler/1.000 FP und Jahr A B C D E F G H Einheit EUR/FP EUR/FP FP/PM FTE/1000 FP EUR/Stunde % FP/Projekttag Fehler/1000 FP Firma X 537,40 60,84 14,20 0,53 89,58 11,39 3,80 34,22 BGM 290,91 32,33 26,92 0,29 85,31 25,80 3,20 43,93 14

15 Beispiel: COMPASS-Star-Rating Entwicklungskosten (EUR/FP) Termintreue (Abweichung Soll u. Ist in %) Entwicklungsgeschwindigk. (FP/Tag) Wartungs-kosten (EUR/FP u. Jahr) Qualität (Fehler / 1000 FP u. Jahr) < 100 < 6 > 6 < 12 < > > > > 1, > > 0, > 0, > 0, > 2100 > 65 < 0,4 > 140 > 75 Firma X , Firma X , BGM ,

16 Beispiel: Stundenkostensatz 102,39 86,28 Firma X 2002 BGM 2002 Anteil pro abrechenbarer Stunde für... (in EUR) Firma X 2002 BGM 2002 Interne und externe Mitarbeiter exkl. Fachbereichsmitarbeiter 72,05 60,00 Hardware und Systemsoftware Abschreibungsbetrag inkl. Entwicklungswerkzeuge 15,59 9,32 Zugekaufte Dienstleistungen 1,09 6,34 Büro 1,66 5,00 Reise, Kommunikation 1,02 1,57 Andere 10,98 4,06! Der Stundenkostensatz ist immens hoch.! Ursachen: hohe Wartungskosten hohe (verrechnete) Sachkosten hohe Umlagen für RZ- Betrieb Stundenkostensatz errechnet excl. FB Kosten (nicht erfasste Aufwände als produktiv) 102,39 86,28 Die Die Kosten Kosten und und die die nicht nicht erfassten Aufwände müssen reduziert werden. 16

17 Beispiel: Wartungskosten Euro/FP und Jahr ,8 32,3 Firma X 2002 BGM 2002 KPI - Wartungskosten (Trend) Firma X BGM CP Durchschnitt! Die Wartungskosten liegen deutlich über dem Referenzwert.! Ursachen: Durchschnittliches Alter der Systeme ist hoch höherer Personalaufwand im Bereich der Wartung Geringe Gesamtauslastung der Mitarbeiter Durch Durch eine eine konsequente Umsetzung der der Migrationsprojekte können können hier hier Potentiale gehoben werden. 17

18 GI-Fachgruppe 5.7 IV-Controlling Benchmarking in der Anwendungsentwicklung Torsten Mägdefessel Tel.: / Copyright 2003 Compass Publishing BV, All Rights Reserved

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