Vorauszusetzende Kompetenzen methodisch: Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC; Ordner anlegen; Dateien speichern und bearbeiten.

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1 Modulbeschreibung Schularten: Fächer: Zielgruppen: Autorin: Zeitumfang: Werkrealschule/Hauptschule; Realschule; Gymnasium Fächerverbund Musik - Sport - Gestalten (WRS/HS); Informationstechnische Grundbildung (WRS/HS); Bildende Kunst (RS); Bildende Kunst (Gym) 9 (WRS/HS), 10 (WRS/HS), 8 (RS), 8 (Gym) Silvia Falkenmayer Acht Stunden In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Digitalfotografie, der digitalen Bildbearbeitung und Computeranimationen auseinander. Sie ändern schrittweise die digital fotografierten Selbstporträts und die einzelnen Phasen der Veränderung werden anschließend zu einem Trickfilm zusammengefügt. Über die eigene Arbeit erfahren die Schülerinnen und Schüler wie ein Trickfilm entsteht und erhalten einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Manipulation von digitalem Bildmaterial. Vorauszusetzende Kompetenzen fachlich: Umgang mit der Digitalkamera. Vorauszusetzende Kompetenzen methodisch: Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC; Ordner anlegen; Dateien speichern und bearbeiten. 1

2 Unterrichtsverlauf 1. Stunde - Wie entsteht ein Trickfilm? Die Schülerinnen und Schüler erhalten das Arbeitsblatt "Entstehung eines Trickfilms" und bearbeiten es in der Gruppe. Die wichtigste Information, dass ein Film aus Einzelbildern besteht, lässt sich sehr anschaulich mit einem Stück 16-Millimeter-Film (vom Kreismedienzentrum) oder einem Stück 35-Millimeter-Film (den kann man im Kino bekommen) liefern. Ebenso erkennen die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Filmstreifen, dass sich die einzelnen Bilder nur minimal voneinander unterscheiden. Eine Filmkamera nimmt also "nur" einzelne Bilder auf. Für den Trickfilm führen die gewonnenen Erkenntnisse zu der Schlussfolgerung: Einzelne Bilder können manipuliert und zu einem Trickfilm zusammengefügt werden. Als Anhaltspunkt dient: 24 Bilder liefern eine Minute Film. Im Unterrichtsgespräch werden die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler gesammelt, sortiert und das Arbeitsblatt wird gemeinsam ausgewertet. In Einzelarbeit bearbeiten die Schülerinnen und Schüler anschließend das Arbeitsblatt "Streifenkino herstellen". Am Beispiel des Streifenkinos lässt sich leicht erkennen, dass durch eine schnelle Aufeinanderfolge von (auch nur zwei) Bildern das menschlich Auge überlistet wird und die Illusion von Bewegung entsteht. Dies hat zwei Gründe: 1. Nachbildeffekt oder (Netzhauteffekt) 2. Stroboskopischer Effekt Erklärung: Eine Erklärung für dieses Phänomen finden Sie auf folgender Internet-Seite: siehe die URL "BR-online". Anstelle des Streifenkinos könnte auch ein Daumenkino entstehen. 2. Stunde - Porträtaufnahmen In einer kurzen Vorbesprechung werden die Kriterien für die Aufnahme der Porträts festgelegt und die Ergebnisse auf dem Arbeitsblatt "Digitale Bilder" festgehalten. Auf folgende Punkte sollte hingewiesen werden: Formatfüllend fotografieren Nicht bei Gegenlicht fotografieren Kamera ruhig halten (Verwackeln führt zu unscharfen Bildern) Ruhigen Hintergrund wählen 2

3 Anschließend fotografieren sich die Schülerinnen und Schüler mit einer Digitalkamera gegenseitig. Die Bilder werden zur weiteren Bearbeitung in den Computer überspielt. Dies geschieht mit einem Speicherkarten-Lesegerät oder mit einem Übertragungskabel von der Kamera zum Computer. Wichtig ist, bereits vorher im Netzwerk einen Ordner für die Porträts anzulegen, auf den alle Schülerinnen und Schüler Zugriff haben. Ebenso müssen alle einen Ordner für die eigenen Bilder anlegen. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus dem gemeinsamen Ordner ihre Bilder aus, fügen sie in ihren eigenen Ordner ein und entscheiden sich für ein Bild, das weiter bearbeitet werden soll. 3. Stunde - Digitale Bildbearbeitung Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Einführung in ein Bildbearbeitungsprogramm, beispielsweise in Microsoft PhotoDraw. Sollte ein anderes Bildbearbeitungsprogramm verwendet werden, muss das Arbeitsblatt "Porträtbild bearbeiten", das die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit bearbeiten, angepasst werden. 4. Stunde - Storyboard Die Schülerinnen und Schüler halten ihre Ideen mithilfe eines Storyboards fest und bekommen dazu das Arbeitsblatt "Bilder animieren". An dieser Stelle des Unterrichts muss auf die Notwendigkeit der sukzessiven Veränderung hingewiesen werden, ebenso auf die Bedeutung des richtigen Speicherns. 5. und 6. Stunde - Arbeit an den Bildvarianten Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in Einzelarbeit mit den Bild-Variationen. Dieser Abschnitt kann auch auf zwei Doppelstunden erweitert werden. 7. und 8. Stunde - Bilder animieren Das Programm PhotoDraw speichert die bearbeiteten Bilder automatisch als Mix-Datei. Alle Bilder müssen deshalb nochmals aufgerufen und für die weitere Verarbeitung mit dem Animationsprogramm als Gif-Dateien gespeichert werden. Das heißt: Beim erneuten Speichern im Feld Dateityp "gif" auswählen. Für die Arbeit mit dem Gif-Animator bekommen die Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt "Vom Einzelbild zur Animation" ausgeteilt. Eine Einführung in ein Animationsprogramm (beispielsweise Microsoft Gif-Animator gibt 3

4 es von verschiedenen Anbietern) Anleitungen finden sich u.a. auch auf youtube.de Die Schülerinnen und Schüler fügen die Einzelbilder mithilfe des Gif-Animators zu einem Trickfilm zusammen. Haben alle die Arbeit beendet, öffnen sie ihre Animationen und lassen sie in einer Endlosschleife abspielen. Die Schülerinnen und Schüler können dann (wie in einer Ausstellung) von Computer zu Computer gehen und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten. Das Dokument " - Ergebnisse" zeigt vier Computeranimationen von Schülerinnen und Schülern als Unterrichtsergebnis. Weiterführende Informationen im Internet finden Sie in dem Dokument "Linkliste". 4

5 Bildungsplanbezug Werkrealschule Musik-Sport-Gestalten, Klasse 9 ICH UND ANDERE Die Schülerinnen und Schüler können Erscheinungsformen der Kultur, insbesondere der Jugendkultur und der Moden, kritisch wahrnehmen, damit experimentieren, gestalten und präsentieren; mit der digitalen Bilderwelt experimentieren, sie gestalten und reflektieren; OBJEKT UND FUNKTION Die Schülerinnen und Schüler kennen Funktionen und Wirkungen von Musik, Bild, Text und Bewegung in Medien, können damit arbeiten und das Ergebnis präsentieren. KÜNSTE Die Schülerinnen und Schüler kennen vielfältige ästhetische Ausdrucksformen und können individuell gestalten, deuten, ihr ästhetisches Handeln genießen, reflektieren und Ergebnisse präsentieren. (Aus: Bildungsplan Baden-Württemberg Werkrealschule; Klasse 7, 8 und 9; Musik - Sport - Gestalten, Kompetenzen und Inhalte, Seite 141) Informationstechnische Grundbildung (ITG), Klasse 9 Selbständiges Lernen und Arbeiten mit informationstechnischen Werkzeugen Die Schülerinnen und Schüler können Verfahren zur Übernahme und Weiterverarbeitung von Daten in eigenen Dateien anwenden*; Informationen und Inhalte strukturieren und zur Visualisierung und Präsentierung aufbereiten und dazu entsprechende Hilfsmittel zielorientiert verwenden*; elektronische Dokumente anfertigen, zweckorientiert gestalten und einsetzen*; 5

6 mit digitalisierten Bildern umgehen, digitalisierte Bilder, auch Grafiken, selbst erstellen, gestalten und mit ihnen experimentieren; Selbständiges Lernen und Arbeiten mit informationstechnischen Werkzeugen (Aus: Bildungsplan Baden-Württemberg Werkrealschule; Klasse 8; Informationstechnische Grundbildung, Kompetenzen und Inhalte, Seite 152) Informationstechnische Grundbildung (ITG), KLasse 10 Selbständiges Lernen und Arbeiten mit informationstechnischen Werkzeugen Die Schülerinnen und Schüler können Präsentationen mit einem Präsentations- oder Autorenprogramm beziehungsweise einem Webseiteneditor weitgehend selbstständig erstellen* (Aus: Bildungsplan Baden-Württemberg Werkrealschule; Klasse 8; Informationstechnische Grundbildung, Kompetenzen und Inhalte, Seite 152) Realschule Bildende Kunst MENSCH UND LEBENSWELT Selbstdarstellung die eigene Person und deren Stellung im sozialen Gefüge der Gesellschaft bildnerisch darstellen; innere Einstellungen und Überzeugungen bildnerisch ausdrücken; ERLEBEN UND DARSTELLEN Natur und Umwelt Objekte und Ereignisse aus Natur oder Umwelt beobachten und bildnerisch umsetzen. 6

7 RAUM, AKTION, INTERAKTION Mitteilen und Kommunizieren konventionelles und digitales Bildmaterial, Layouts und Bilderfolgen analysieren und bearbeiten. KOMMUNIKATION UND KULTURELLES BEWUSSTSEIN Sammeln und Dokumentieren alltägliche Gegenstände, Erinnerungsstücke, Bilder und Artefakte zusammentragen, bearbeiten und präsentieren. (Aus: Bildungsplan Baden-Württemberg Realschule; Kompetenzen und Inhalte für Bildende Kunst; Klasse 8; Seiten 135 und 136) Gymnasium Bildende Kunst Auf der Fläche, im Raum und in Verbindung mit der Zeit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Phänomen Bewegung auseinander. virtuelle Bewegung darstellen. reale Bewegung erzeugen. (Aus: Bildungsplan Baden-Württemberg Gymnasium; Klasse 8; Kompetenzen und Inhalte für Bildende Kunst; Seite 296) Ausführliche Informationen zum Bildungsplan Baden-Württemberg 2004 gibt es unter Bildung stärkt Menschen. 7

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