Zielgruppen und Märkte für Breitband-Technologien

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1 1/15 Zielgruppen und Märkte für Breitband-Technologien Satellit TV-Kabel xdsl? UMTS WLL Powerline Keynote am Workshop Access Networks für Multimedia-Anwendungen Medientage München 6. November 2000 Holger Delpho Prognos AG, Basel H. Delpho, Prognos AG, Missionsstr. 62, CH-4012 Basel, Tel , Fax , mailto:

2 2/15 Themenübersicht Nutzen von Breitband für den privaten Anwender Leistungsprofile verschiedener Breitbandtechnologien für High-Speed Internet-Zugang Marktszenario zur Diskussion Doch zuvor: Was ist Breitband? Früher (als wir hauptsächlich über Glasfaser diskutierten) Breitbandzugang = 2 Mbit/s und darüber heute (da wir kaum noch über Glasfaser diskutieren) Breitbandzugang = 256 Kbit/s und darüber 1A

3 3/15 Warum Breitband? Nutzen für den privaten Anwender Schneller Download von Files Dokumente, z.b. PDF mit mehreren MByte Musikstücke, z.b. 3-4 MByte pro Song als MP3, das 10-fache als WAV Videos, z.b. Programme / Software-Updates, z.b. bei Windows 98 (1-10 MBytes) Musik und Videos (on-demand) in Echtzeit hören und sehen MP3 ab ca. 128 Kbit/s, CD-Audio ca. 150 Kbyte/s MPEG1 ca. 1.5 MBit/s MPEG2 (DVD-Qualität) ab 4 MBit/s Multimedia-Mails, Videophonie, Online-Games, File-Uploads / Datensicherung im Internet,...

4 4/15 Technologien und Systeme im Wettbewerb um eine breit gefächerte Zielgruppe Backbone- Plattformen Breitband-Access Content- Server Internet Digital-TV Festnetz TV-Kabel Mobilfunk Satellit Stromnetz NUTZER Terr. Rundfunk Potenzielle Performance-Engpässe A5

5 5/15 Typ. Leistungsparameter ADSL Downsteam 512 Kbit/s - 2 Mbit/s, Upstream kbit/s Performance und Verfügbarkeit abhängig von Leitungslänge (Nutzer <-> VM-Stelle ) und Kabelzustand/-belegung Markteinführung / Verfügbarkeit z.b. T-DSL (Telekom) bis 768 Kbit/s (downstream) Mitte 2000 / bis Ende 2000 in 600 Ortsnetzen (von ca ) verfügbar, bis Ende 2001 sollen 90% der Haushalte anschließbar sein. Kosten für den Nutzer (Beispiel T-DSL) Einmalkosten ca. DM 100,- T-DSL ca. DM 30,- zusätzlich zum Telefonanschluss plus T-Online-flat mit DM 49,- pro Monat (always-on) oder DM 8 pro Monat plus 2,9 Pfg. pro Minute

6 6/15 Typ. Leistungsparameter BK-Netze / Kabelmodem Downstream 128 Kbit/s - 2 Mbit/s, Upstream kbit/s Performance abhängig von Zahl der gleichzeitig aktiven Nutzer pro Segment, da Shared-medium-Technik Markteinführung / Verfügbarkeit Verfügbarkeit abhängig von Upgrade des Kabelnetzes (Rückkanal, 862 MHz) und Belegung mit TV-Kanälen bisher erst wenige Kabelnetzbetreiber, nach Verkauf der Telekom- Kabelnetze starke Zunahme erwartet Kosten für den Nutzer (Beispiel Primacom, Leipzig) Einmalkosten DM 49,- für Installation (+ Kaution DM 100,- für Kabelmodem) Ca. DM 80,- pro Monat (Flatrate, always-on) bei Downstraem 1 Mbit/s, upstream 256 Kbit/s

7 7/15 WLL (Wireless local loop) Typ. Leistungsparameter 2-5 Mbit/s in beide Richtungen Sichtverbindung zum Sender erforderlich, Entfernung 2-5 km Markteinführung / Verfügbarkeit erst wenige Angebote für Privathaushalte aber deutliche Zunahme erwartet, da WLL-Linzenzinhaber ihre Netze aufbauen Kosten für den Nutzer (Beispiel KDT, Wuppertal) Einmalkosten DM 300,-, Monatsgebühr DM 150,- inkl. 2 Gbyte Transfervolumen zusätzliches Transfervolumen DM 40,- pro Gbyte

8 8/15 Zugang über das Stromnetz / Powerline Typ. Leistungsparameter Leitungslänge 300m Outdoor, 50m Indoor, Zugangsmöglichkeit an jeder Steckdose Datenraten bis ca. 1 Mbit/s, shared medium Markteinführung / Verfügbarkeit RWE-Markttest Mai bis Dez Markteinführung für 2001 angekündigt Kosten für den Nutzer bisher unbekannt

9 9/15 Hybridtechnik Satellit / Festnetz Typ. Leistungsparameter, Beispiel SkySDL Downlink via Satellit (Eutelsat) 128 Kbit/s bis 4 MBit/s, always-on Upstream via Festnetz Kbit/s Verschiedene Prioritätenklassen auf dem Transponder definiert Markteinführung / Verfügbarkeit Deutschland-(Europa)-weit seit September 1999 verfügbar, soweit Sichtverbindung zum Satellit Kosten für den Nutzer (Beispiel Strato skydsl, Paket A) Einmalkosten DM 99,-, Monatspauschale DM 39,- plus DM 0.06/30KByte bei 800 KBit/s tagsüber, nach Uhr halbe Kosten

10 10/15 Bidirektionale Satellitenkommunikation Typ. Leistungsparameter, Beispiel SES-Astra BBI Downlink bis 38 Mbit/s (DVB-MPEG2) Uplink je nach Größe der Dish 144 KBit/s (70cm) bis 2 Mbit/s (120cm) Markteinführung / Verfügbarkeit Markteinführung für 2001 geplant, europaweiter Footprint Vermarktung an Endanwender via Service-Provider Fokus zunächst auf Geschäftskunden, SOHO, später Home-User Kosten für den Nutzer bisher unbekannt

11 11/15 Typ. Leistungsparameter Mobilfunk, Fokus UMTS Datenrate abhängig von Bewegungsgeschwindigkeit des mobilen Nutzers und Verkehrsaufkommen pro Zelle Stationärer Nutzer (bis 10km/h) in Pikozelle bis 2 Mbit/s Nutzer bei 120 km/h ca Kbit/s Markteinführung / Verfügbarkeit Lizenzvergabe im August 2000 erfolgt, 6 Netzbetreiber Markteinführung ab 2002 erwartet, Abdeckung von 50% der Bevölkerung bis Ende 2005 Kosten für den Nutzer bisher unbekannt Anhaltswert: HSMD von eplus mit 38 Kbit/s: Zusatzkosten pro Monat DM 15,- plus ca DM/min

12 12/15 Weitere System-Entwicklungen Hybridtechnik: DAB / DVB-T plus GSM/GPRS EU-Projekt MEMO (T-DAB+GSM) und DVB+GSM-ETSI- Standardisierung Potenzial Downlink 1-10 Mbit/s, Uplink kbit/s Definitive Standardisierung und Realisierung unsicher Breitband-Satellitensysteme mit LEOs: Teledesic Downlinks bis 64 Mbit/s, uplinks bis 2 Mbit/s, 288 LEO-Satelliten Inbetriebnahme in 2005 geplant Globale Abdeckung, aber begrenzte Nutzerdichte (z.b. 500 simultane Nutzer a 1 Mbit/s pro Fläche mit 100km Radius)

13 13/15 Welche Breitbandlösung für welche Nutzer? Mobile Nutzer => UMTS Penetration hängt von Tarifen ab UMTS als Festnetzersatz mittelfristig nur in geringem Umfang wahrscheinlich Stationäre Nutzer ADSL und Zugang via TV-Kabel stehen vielfach in Konkurrenz, dürften aber die höchsten Marktanteile erreichen Hybrid-Sat mit Convenience-Nachteilen Powerline und Bidirektional-Sat haben Potenziale, aber konkrete Angebote und Tarife für Endnutzer noch unbekannt. A2

14 14/15 Kostenvergleich: Ein Beispiel Jahreskosten bei Download-orientierter Nutzung, Downstream durchschnittlich 256 kb/s, Downlink-Volumen pro Monat 500 MByte (V1) sowie 5 Gbyte (V2) Alternative T-DSL mit Flatrate T-DSL mit Minutenpreis Primacom TV-Kabelzugang Strato SkyDSL plus call-by-call WLL (5 Mb/s, KDT Wuppertal) Ca. DM p.a. für V ,- 647, , , ,- Ca. DM p.a. für V , , , , ,- A1

15 15/15 Szenarien zur Diskussion: Welche Technik setzt sich durch? Internet-Breitbandzugänge in Deutschland Millionen andere TV-Kabel ADSL prognos mediasite Szenario 1: 2005 Szenario 2: 2005

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