ARBEITSMARKTPROGRAMM 2015 LANDKREIS FULDA KOMMUNALES KREISJOBCENTER. erstellt durch. Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt.

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1 ARBEITSMARKTPROGRAMM 2015 LANDKREIS FULDA KOMMUNALES KREISJOBCENTER erstellt durch Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt Ulrich Nesemann

2 Einleitung Das Kreisjobcenter Fulda ist zuständig für die Gewährung der Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) im Landkreis Fulda. Ziele und Strategien werden in einem jährlich neu zu erstellenden Arbeitsmarktprogramm zusammengefasst. Das AMP ist zugleich Informations- und Orientierungshilfe für die Beteiligten des örtlichen Arbeitsmarktes und die Mitarbeiter des Jobcenters. Es wird auf der Internetplattform des Jobcenters veröffentlicht und ist damit allen Interessierten, insbesondere Kunden, Arbeitgebern, und den weiteren Akteuren des örtlichen Arbeitsmarktes zugänglich. Für Eingliederungsleistungen wird dem Jobcenter Fulda in 2015 voraussichtlich ein Budget in Höhe von ca. 4 Mio. zur Verfügung stehen. Im Rahmen verschiedener Projektförderungen durch den Bund oder das Land Hessen konnten weitere Finanzmittel akquiriert werden. Auch 2015 haben Integrationserfolge auf dem ersten Arbeitsmarkt und die Hinführung von Langzeitleistungsbeziehern zum ersten Arbeitsmarkt hohe Priorität. Ein wichtiger Baustein der regionalen Arbeitsmarktpolitik ist die Förderung der beruflichen Weiterbildung zur Erschließung des Fachkräftepotentials im Kundenkreis des SGBII.

3 Wichtige Handlungsfelder bilden wie im Vorjahr die Aktivierung und Vermittlung Jugendlicher, die Verbesserung der Integrationschancen Älterer und die Förderung von (Allein)erziehenden. Als weiteres Handlungsfeld wird die Verbesserung der Integrationschancen von schwerbehinderten Menschen aufgenommen. Letztmalig können 2015 durch die Beteiligung am Bundesprojekt Perspektive 50plus-Beschäftigungspakte in den Regionen zusätzliche finanzielle Hilfen des Bundes für ältere Hilfebedürftige ab 50 Jahren erschlossen werden. Damit ist bis Ende 2015 eine intensivere Betreuung dieses Personenkreises sichergestellt. Das Programm läuft zum aus. Das vorliegende Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm wurde in Abstimmung mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt erstellt.

4 Schwerpunkte 2015 Die geschäftspolitischen Handlungsfelder für 2015 werden wie folgt konkretisiert: 1. Fachkräftepotenzial erhöhen Angesichts des sich zunehmend abzeichnenden Fachkräftebedarfs stehen für Geringqualifizierte abschlussorientierte und berufsanschlussfähige Qualifizierungsmaßnahmen deutlich im Fokus. (Nachqualifizierungsoffensive des Landes Hessen Qualifizierungsberatung durch die Quali-Offensive Landkreis Fulda) Die Unterstützung richtet sich gezielt auch an Berufsrückkehrer/-innen und Wiedereinsteiger/-innen. Aktivierung von erwerbsfähigen älteren Kunden/innen (insb. über Bundesprogramm Perspektive 50plus). Erkennen und Fördern der Potenziale behinderter Menschen in Zusammenarbeit mit den Trägern beruflicher Rehabilitation (z. B. BA, Deutsche Rentenversicherung) und weiteren Netzwerkpartnern (z. B. Integrationsamt). Sprachförderung für Migranten insbesondere auch im Kontext der aktuellen Zuwanderung Kunden zielgerichtet auswählen und an Qualifizierung heranführen langfristige, berufliche Qualifizierungsstrategien 2. Jugendliche in den Ausbildungs-und Arbeitsmarkt integrieren Aktuelle betriebliche Ausbildungsmöglichkeiten für bisher ungelernte Jugendliche nutzen Überprüfung aller alo + asu Kunden Assistierte Berufsausbildung ( Kooperation mit der Agentur für Arbeit) Teilzeitausbildung

5 Weiterhin Beauftragung der Ausbildungsstellenvermittlung an die Agentur für Arbeit Ausbildungsreife fördern u.a durch: Produktionsschule Grümel, Betriebsnahe niedrigschwellige Angebote für Jugendliche konsequent nutzen (Einstiegsqualifizierung, ). Nachschub verhindern - Netzwerkarbeit und Kooperation für Jugendliche fortführen o OLOV- Regionalkoordination (Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule Beruf) o Arbeitscoaches als Schnittstelle zwischen Schule und Beruf 3. Erstausbildung junger Erwachsener Potenziale bei ungelernten Kunden/innen über 25 Jahre entdecken und entwickeln. Die Maßnahmen zur Gewinnung junger Erwachsener für eine Erstausbildung sind ein wesentlicher Beitrag: o zur dauerhaften und existenzsichernden Integration in Arbeit, o zur Deckung des Fachkräftebedarfs und o zur Nutzung unbesetzter betrieblicher Ausbildungsstellen. Zielgruppe: Menschen, denen der Übergang an der ersten Schwelle bisher nicht gelungen ist (d.h. in der Regel älter als 25 Jahre), sollen durch zusätzliche Investition in Qualifizierungen mit Abschluss dauerhafte Integrationschancen eröffnet werden. Herausforderungen hierbei sind: o Identifizierung des entsprechenden Kundenpotenzials. o Gewinnung und Überzeugung der potenziellen Teilnehmer/innen für eine Berufsausbildung o Vorbereitungsmaßnahmen und Begleitung der Teilnehmer/innen vor, während und nach der betrieblichen Ausbildung bzw. Maßnahmeteilnahme.

6 4. Schwerbehinderte im SGB II Verstärkte personelle Betreuung im Jobcenter Modellprojekt: Fulda Futur in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und der Perspektive ggmbh gefördert durch das BMAS - Laufzeit: 3 Jahre Fördermaßnahmen Einzelfallförderungen EGZ SB Integrationsassesment 5. Langzeitbezieher/innen aktivieren und an den Arbeitsmarkt heranführen Ein besonderes Augenmerk wird auf diejenigen Leistungsberechtigten gelegt, die bereits länger im Leistungsbezug sind oder diesbezüglich ein entsprechendes Risiko aufweisen, um die sozialen Teilhabechancen sowie die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern um somit auch mittelfristig eine existenzsichernde sowie nachhaltige Integration zu erreichen. Teilnahme am ESF Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit Beginn: Mai 2015 Bundesprogramm Soziale Teilhabe prüfen und evtl. bewerben 6. Beschäftigungschancen für (Allein) Erziehende erschließen Qualifizierung mit aktiver Integrationsunterstützung vor dem Maßnahmeabschluss. (Allein)erziehende auch während der Elternzeit ( 10 SGB II) mit Förderangeboten unterstützen. Regionale Netzwerkarbeit ausbauen und Kofinanzierungen z.b. zur individuellen Si-cherstellung der Kinderbetreuung bei Arbeitgebern/Kommunen. Teilzeitausbildungsmarkt für ( Allein)erziehende erschließen Arbeitgeberansprache bei der Stellenakquise (insb. familienfreundliche Arbeitszeit thematisieren); gezielte Angebotsstruktur einwerben und zur Aktivierung nutzen

7 Im KreisJobcenter Fulda wurde ein Beratungsbüro für (Allein)Erziehende eingerichtet. Die Beauftragte für Chancengleichheit koordiniert den Informationsfluss sowie die Integrationsaktivitäten für den Gesamtbereich des Jobcenter und unterstützt den operativen Bereich bei der Gestaltung und Durchführung von Maßnahmen für diese Zielgruppe. 7. Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF) Teilnahme/ Bewerbung am ESF Förderprogramm in Kooperation mit den Landkreisen Hersfeld/Rotenburg und Werra-Meissner-Kreis Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen der speziell auf diese Zielgruppe ausgerichteten Beratung, betriebsnahen Aktivierung und Qualifizierung sowie Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung. Sprachförderung Integrationskurse Zugang zum Arbeitsmarkt beschleunigen Zuständigkeiten für Beratung und Vermittlung zuordnen Förderinstrumente des SGB II / SGB III einsetzen 8. Qualität der operativen Umsetzung sicherstellen Qualifizierung der Fallmanagerin/ der Fallmanager (Expertenworkshops) im 1. Quartal 2015 Intensivierung der Beratung Work-First- Ansatz fortführen (Jobbüro) Einführung einer vermittlerischen Sofortberatung assistierte Vermittlung (z.b. BG-Coaching, Unterstützte Jobsuche, ) Wirksame und wirtschaftliche Gewährung von Eingliederungsleistungen weiterentwickeln Absolventenmanagement Wirkung und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen steigern. Arbeitgeberansprache verbessern dabei Bewerberorientierte Vermittlung intensivieren

8 Kontaktinformationen Ulrich Nesemann Tel Fax Anke Wehner Tel Fax Fulda.de Markus Vogt Tel Fax Fulda.de KreisJobcenter Fulda Robert-Kircher-Str. 24 ; Fulda Tel Fax [Fax]

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