Magazin. CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS 2008 Kassel. Beauftragt zu heilen in Beruf, Gemeinde, Gesellschaft CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS

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1 Magazin CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS 2008 Kassel Beauftragt zu heilen in Beruf, Gemeinde, Gesellschaft CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS

2 2 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Kongress Palais Kassel Saalgeschoss 1 Festsaal 2 Blauer Saal 3 Rosensaal 4 Gesellschaftssaal 5 Bankettsaal Süd 6 Bankettsaal Nord 7 Nordfoyer Untergeschoss 1 Vestibül 2 Haupthalle 3 Seitenhalle rechts 4 Seitenhalle links 5 Aschrott-Saal Nord und Süd 6 Nordfoyer 7 Konferenzzimmer 8 Gartensaal 9 Brunnenzimmer Brunnenzimmer Raum Beuys Obergeschoss 2 12 Tagungsräume Oldenburg/Borovsky 13 Tagungsräume Longo/Merz Siehe auch Lagepläne für das Diakonissenhaus und die Katholische Kirche St. Marien auf der Umschlagrückseite innen!

3 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Liebe Kongressteilnehmerinnen, liebe Kongressteilnehmer, wir begrüßen Sie sehr herzlich zum Christlichen Gesundheitskongress Beauftragt zu heilen in Beruf, Gemeinde, Gesellschaft in Kassel! Sie erwartet eine Thematik, die zu den großen Herausforderungen unserer Zeit gehört und in der jeder von Ihnen mit seinem Einsatz von Bedeutung ist. Gern nehmen wir Sie mit hinein in die Kongress-Vision, die uns als Trägerkreis bereits inspiriert und motiviert hat. Dass auf dem Weg hin zum Kongress quer durch Gesundheitswesen und Kirche ein so breites positives Echo entstanden ist, hat uns begeistert. Wir wünschen Ihnen, dass die Kongresstage nicht nur eine erfrischende Auszeit im Berufs- und Gemeindealltag sind, sondern auch dass Sie für Ihren Dienst vor Ort neue Glaubenskraft und viele praktische Anregungen mitnehmen können. In diesem Sinne freuen wir uns auf die vielfältigen Begegnungen mit Ihnen! Im Namen des Trägerkreises Ihre Pfarrer Dieter Keucher Dr. med. Georg Schiffner 1. Vorsitzender 1. Vorsitzender Geistliche Gemeinde-Erneuerung Christen im Gesundheitswesen Grußwort

4 4 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Liebe Kongressteilnehmerinnen, liebe Kongressteilnehmer, ich begrüße Sie im Namen der Stadt Kassel sehr herzlich zum ersten Christlichen Gesundheitskongress. Sie stellen sich einer sehr verdienstvollen wie verantwortungsvollen Aufgabe. Sie möchten mit dieser Veranstaltung ein Zeichen setzen, um Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in den Kirchen zu ermutigen, aus dem christlichen Glauben heraus zu handeln und den kranken Menschen ganzheitlich zu begegnen. Sie begreifen Heilung dabei in einem umfassenden Sinn, machen auf den Stellenwert seelischer Gesundheit für das Wohlbefinden aufmerksam, und haben stets die Würde jedes einzelnen Menschen und Patienten im Blick. Ich freue mich, dass der Impuls für diese ganzheitliche Betrachtung von Kassel ausgehen soll. Auch wir sind bestrebt, mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen, Strategien und Informationsveranstaltungen wie dem jährlichen Gesundheitstag für die Bürgerinnen und Bürger im Kongress Palais Kassel eine gesunde Stadtentwicklung voranzutreiben. Wir haben in Stadt und Region starke Leistungsträger im Gesundheitswesen, sind Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk, und legen großen Wert auf Vernetzung und vertrauensvolle Kooperation. In diesem Geist haben die Stadt Kassel und der Landkreis Kassel jüngst ihre Gesundheitsämter zusammengeführt. Da die Stadt eine von uns gebaute und organisierte Umwelt ist, ist sie prinzipiell veränderbar. Somit können wir Einfluss auf gesündere Lebensbedingungen und mehr Lebensqualität nehmen. Unser gesundheitliches Wohlbefinden wird von einer ganzen Reihe von Faktoren beeinflusst: Wie ist das unmittelbare Wohnumfeld beschaffen?

5 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Wie sieht es mit gelebter Nachbarschaft und sozialen Kontakten aus? Weiß ich die Kinder im Hort, der Kita und der Schule gut versorgt? Gibt es für Ausbildung und Arbeit gute Perspektiven? Wie gestalten wir den demografischen Wandel? Ist uns ausreichend bewusst, dass gerade für ältere Menschen das Gefühl von Sicherheit ganz entscheidend ihre Lebensqualität bestimmt? Alles Faktoren, die auch für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden relevant sind. Und große Aufgaben für unser Gemeinwesen darstellen. Und auch hier gilt, dass die Komplexität von Fragen und Antworten, Problemen und Lösungsstrategien eine ganzheitliche Sicht auf unsere Stadt erfordern. In diesem Sinne bin ich sehr gespannt auf Ihre Diskussionen, Ihren Meinungsaustausch und die Ergebnisse. Ich wünsche Ihnen viele wertvolle Erfahrungen und Anregungen. Schön, dass Sie bei uns sind. Fühlen Sie sich wohl in unserem schönen Kassel. Bertram Hilgen Oberbürgermeister Grußwort

6 6 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Hansjörg Federmann Eberhard Münch Der Sonnengesang des Franz von Assisi Strahlend und in großem Glanz 128 Seiten Format cm 19,90 Euro Best.-Nr Neu Sonnengesang-Leporello Format 7 12 cm (ausgeklappt 91 cm breit) 3,95 Euro Best.-Nr Innehalten. Stille Zeit Leporello Format 7 12 cm (ausgeklappt 98 cm breit) 3,95 Euro Best.-Nr Gotthard Fuchs (Hrsg.) Andreas Felger Mit Gott kannst du nichts versäumen Vom Umgang mit der Zeit Texte der christlichen Mystik 64 Seiten Format 13,5 21,5 cm 14,90 Euro Best.-Nr Neu Joachim Wanke Andreas Felger Gottesnähe Vater Unser Aquarelle und Skizzen von Andreas Felger, Meditatio nen von Bischof Joachim Wanke zum Vater Unser. 96 Seiten Format cm 19,90 Euro Best.-Nr Vater Unser Leporello Format 7 12 cm (ausgeklappt 98 cm breit) 3,95 Euro Best.-Nr Erhältlich auf dem Kongress, Stand Nr. 88 im Blauen Saal (OG), im Buchhandel oder direkt bei Präsenz Kunst und Buch Gnadenthal 17a Hünfelden Telefon / Fax /

7 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Gesundheitswesen. Ganzheitlich gesehen. Lageplan Räume 2 Grußwort Veranstalter......Seite 3 Grußwort Oberbürgermeister Kassel...Seite 4 Vorstellung der Hauptreferenten / Künstler Programmübersicht Plenumsveranstaltungen 8 12 Übersicht und Veranstaltungsorte Forum I Seite 16 Übersicht und Veranstaltungsorte Forum II... Seite 18 Aussteller-Verzeichnis... Seite 20 Spiritualität im Gesundheitswesen Prof. Dr. theol. Bernhard Grom SJ Heilung und Heilwerden.. Seite 45 Pater Anselm Grün Dann können sie die Kranken nicht mehr heilen..... Seite 49 Dr. theol. Wolfgang Bittner Christlich fundierte Heilkunde Verbindung von modernem Gesundheitswesen und kirchlichem Erfahrungsreichtum Seite 53 Dr. med. Georg Schiffner Umsetzbare Konzepte für heilende Dienste in der Gemeinde.. Seite 59 Dr. theol. Heinrich C. Rust Caring im Zeitalter mechanischer Dienstleistungen Seite 63 Prof. Dr. med. Inge Scharrer 32 Kontakt-Café... Seite 26 Die Leitlinien des Christlichen Gesundheitskongresses Gebets- und Seelsorgeangebote... Seite 29 Informationen von A-Z Trägerkreis Wegbeschreibung Diakonissenhaus / Katholische Kirche Impressum Seite 91 Neue Hoffnung Vorteile der Präventivmedizin..... Seite 67 Prof. Dr. Gerd Schnack Stärkung der ehrenamtlichen Dienste im Gesundheitswesen und in den Gemeinden... Seite 71 Prof. Martin Beck Christliche Gesundheitsarbeit aus der Sicht der Ärztlichen Mission... Seite 75 Dr. med. Beate Jakob Inhalt

8 8 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Hauptreferenten Referenten Dr. iur. Hans Jürgen Ahrens Jahrgang bis 1994 im Landesdienst Schleswig-Holstein Geschäftsführer, seit 1996 Vorstandsvorsitzender des AOK- Bundesverbandes. Dr. theol. Peter Bartmann (M. A., MBA) Geboren Ev. Theologe und Gesundheitsökonom, lebt mit seiner Familie in Berlin. Seit 1999 für das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland tätig, seit 2004 im Bereich Gesundheitspolitik. Derzeit freigestellt für ein von der VW-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt am Wissenschaftszentrum Berlin zur Situation chronisch kranker Menschen mit niedrigem Einkommen. Ehrenamtliches Engagement in der Kinderund Jugendarbeit der Ortsgemeinde. Dr. theol. Wolfgang J. Bittner Geboren 1947 in Graz. Studienleiter der Fritz Blanke Gesellschaft (Zürich) und Beauftragter für Spiritualität der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Daneben arbeitet er als Lehrbeauftragter für Christl. Spiritualität an der Freien Universität Berlin sowie als Publizist, Referent und Meditationsleiter in der Schweiz und in Deutschland. Er ist Mitglied der Ev. Geschwisterschaft Koinonia und lebt mit seiner Frau, der Pfarrerin Ulrike Bittner, in Eisenhüttenstadt. Monika Deitenbeck-Goseberg Jahrgang 1955, verheiratet, drei Kinder. Evangelische Pfarrerin, seit 1981 in der Ev. Kirchengemeinde Oberrahmede Gründung eines Obdachlosenfreundeskreis und seitdem engagiert in der Obdachlosenarbeit Gründung der Internet-Evangelisationsarbeit gott.net. Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Volker Diehl Jahrgang 1938, verheiratet, drei Kinder. Nach dem Medizinstudium in Marburg, Freiburg und Wien von klinische und wissenschaftliche Tätigkeit in Philadelphia (USA), Nairobi, Stockholm, Würzburg sowie ab 1972 an der Medizinischen Hochschule Hannover Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Universität zu Köln Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, 1998/99 Vors. der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Gründungsdirektor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), 1978 Gründer und seither Leiter der Deutschen Hodgkin Studiengruppe (DHSG). Nationale und internationale wissenschaftliche Preise und Ehrungen. Dr. med. Martin Grabe Jahrgang 1959, verheiratet, vier Kinder, lebt in Kronberg/Taunus. Psychiater und Psychotherapeut, ist Chefarzt der Psychotherapeutischen Abteilung der Klinik Hohe Mark in Oberursel. Gleichzeitig engagiert er sich als Vorsitzender der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS). Autor mehrerer Bücher (Francke-Verlag). Mitglied im Vorstand des Christl. Gesundheitskongresses. Dieter Keucher Jahrgang 1946, verheiratet, vier erwachsene Kinder. Evangelischer Pfarrer, 1979 bis 2004 an der Lutherkirchgemeinde in Chemnitz (Bernsdorf). Langjährige Mitarbeit in Synoden und Kirchenleitung. Seit 2004 Erster Vorsitzender der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche e.v.. Mitglied im Vorstand des Christlichen Gesundheitskongresses.

9 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Prof. Dr. med. Dale A. Matthews Mediziner (General Internal Medicine) und Dozent an der Georgetown University School of Medicine in Washington D.C., USA. Nach dem Studium in Princeton und der Duke University School of Medicine Facharztausbildung zum Internisten, 1983 Beginn der akademischen Karriere mit einem Projekt über klinische Epidemiologie an der Universität Yale, seither zahlreiche Lehraufträge im Inund Ausland. Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Studien zum Verhältnis von Glaube und Gesundheit. Auf Deutsch erschienen: Glaube macht gesund. Spiritualität und Medizin (Herder Verlag, 2000). Mitglied der Christian Medical and Dental Society. Verheiratet, zwei Kinder. Die Vorträge und Seminare von Prof. Matthews werden übersetzt von Hans-Joachim Hahn. Leo A. Nefiodow Jahrgang Der Wirtschaftstheoretiker ist einer der bekanntesten Vertreter der Theorie der langen Wellen. Seit 1965 in Forschung und Entwicklung tätig, daneben Berater des Bundesministeriums für Forschung und Technologie, mehrerer Landesregierungen, internationaler Organisationen und privater Unternehmen war er Mitglied der Arbeitsgruppe Our Future Economy des Club of Rome. Zu seinen Schwerpunkten zählt die Zukunftsforschung. Nefiodow ist Autor von mehr als 90 Publikationen. Prof. Dr. phil. Dr. h.c. mult. Hermann Rauhe Jahrgang 1930, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Wirkungsforscher. Von 1978 bis 2004 Präsident der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 2004 widmet er sich verstärkt Aufgaben beim Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD), den Club-of-Rome-Schulen sowie bei New Generation, einer gemeinnützigen Einrichtung für Menschen ab 50, die er 1995 gegründet hat. Prof. Rauhe hält Vorträge über Musik sowie musikmedizinische Themen und referiert regelmäßig in Managementseminaren zum Thema Kommunikation und Mitarbeiterführung. Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Weihbischof Thomas Maria Renz Jahrgang Studium der Theologie in Tübingen und Rom, Lic.theol. 1983/1984 Diakon in Giengen an der Brenz, 1984 Priesterweihe, anschließend 1985 Vikar in Stuttgart- Cannstatt und 1987 in Waldsee, 1989 Pfarrer in Hohenstein- Oberstetten und 1992 in Saulgau mit Hochberg, 1993 Dekan, seit 1997 Titularbischof von Rucuma/ Tunesien und Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dr. theol. Heinrich Christian Rust Jahrgang 1953, verheiratet, drei erwachsene Kinder. Studium der Theologie in Hamburg und Leuven (Belgien), Landesjugendpastor in Niedersachsen, Pastor der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde Hannover, Referent für Gemeindeaufbau im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, seit 2003 Pastor der Friedenskirche Braunschweig. Leiter der Geistlichen-Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland. Autor mehrerer Bücher zum Thema Gemeindeaufbau und Spiritualität. Mitglied im Vorstand des Christl. Gesundheitskongresses. Prof. Dr. med. Inge Scharrer Professorin für Hämophilieforschung an der Universitätsklinik Mainz, em. Professorin für Hämophilie am Uniklinikum Frankfurt/ Main. Vorsitzende der Deutschen Hämophilie-Gesellschaft (bis 2004), Vorsitzende des Arbeitskreises Christlicher Mediziner (ACM), Gründerin der Christlichen Aids-Hilfe Frankfurt/M. Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des Kronenkreuzes in Gold des Diakonischen Werkes.

10 10 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Dr. med. Georg Schiffner Jahrgang 1960, verheiratet, fünf Kinder. Facharzt für Innere Medizin, Naturheilverfahren, Geriatrie und Palliativmedizin, Oberarzt und stellvertr. Chefarzt, Medizin. Abteilg. und Geriatrie-Zentrum, Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, Hamburg, 1. Vorsitzender der bundesweiten, konfessionsverbindenden Initiative Christen im Gesundheitswesen e.v., Mitglied im Vorstand des Christl. Gesundheitskongresses. Prof. Dr. Gerd Schnack Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Sportmedizin. Dozent für Musikmedizin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Autor vieler Fachbücher über Sport-, Musik und Präventivmedizin. Seminartätigkeit im In- und Ausland. Dr. med. Kirsten Schnack Präventiv- und Ernährungsmedizinerin. Leiterin des Allensbacher Präventionszentrums sowie Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Präventivmedizin und Präventionsmanagement e.v. Dr. med. Birgitt van Oorschot Jahrgang 1958, verheiratet, drei Kinder, Fachärztin für Strahlentherapie, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Gründungsmitglied des Fördervereins Hospiz Jena e.v. und der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Thüringen e.v. Von Vorstandsmitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.v. sowie von Sprecherin des Klinischen Ethikkomitees am Uniklinikum Jena. Trägerin der Thüringer Rose und des Bundesverdienstkreuzes ärztliche Leitung des vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung geförderten interdisziplinären Modellvorhabens Patienten als Partner - Tumorpatienten und ihr Mitwirken bei medizinischen Entscheidungen an der Universität Jena. Seit 2006 Ärztin in der Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Würzburg. Prof. Dr. theol. Dr. phil. Paul M. Zulehner Geboren 1939 in Wien. Studien der Philosophie, der kathol. Theologie und der Religionssoziologie in Innsbruck, Wien, Konstanz und München. Mehrere wissenschaftl. Preise. Priesterweihe Kaplan und Subregens im Wiener Priesterseminar. Alexander-von-Humboldt-Stipendium der Dt. Bundesregierung: Studien in Konstanz (Thomas Luckmann) und München (Karl Rahner) Habilitierung für Pastoraltheologie und Pastoralsoziologie, anschließend Lehrtätigkeiten in Bamberg, Passau, Bonn, Salzburg. Seit 1984 Lehrstuhl für Pastoraltheologie in Wien Theol. Berater des Rates der Konferenz der Europ. Bischofskonferenzen Beiratsmitglied der Österreich. Forschungsgemeinschaft. Mitglied der Europ. Akademie der Wiss. und der Österreich. Akademie der Wiss. Zahlreiche Publikationen. Referenten Unterstützer idea Spektrum Nachrichten und Meinungen aus der evangelischen Welt

11 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Künstler Andrea Du Bois arbeitet als Tanztherapeutin an der Klinik Hohe Mark in Oberursel und lehrt Tanz und Choreographie (Performance) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.m.. Zahlreiche Auftritte und Tanzproduktionen, Workshop-Leitung und Vorträge. Andrea Adams-Frey ist Sängerin und Song writerin Albert Frey ist Songwriter, Lobpreisleiter und Musikproduzent. Seit 2001 verheiratet, nehmen beide ihre Zuhörer mit auf eine innere Reise: von seelsorgerlichen Liedern über ausgelassenen Lobpreis bis hin zu tiefer Anbetung. Heavens Gate ist ein Projekt von Musikern aus mehreren hessischen Gemeinden. Die Band begleitet regelmäßig Lobpreisgottesdienste und lokale Events und hat bei einer CD-Produktion mitgearbeitet. Der Integrative Gebärdenchor Liebfrauen vereint die Ästhetik und Poesie der Deutschen Gebärdensprache mit den Klängen der Kirchenmusik. Der Chor lebt in seiner Internationalität, Interreligiösität und Menschen mit und ohne Behinderung, aktiv den integrativen Gedanken des Evangeliums und führt ein Repertoire von kirchlichen Liedern für das ganze Jahr, sowie Gospel bis hin zu Schlagern von Hildegard Knef. Nähere Informationen unter Kontakt unter Künstler

12 12 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Donnerstag, 27. März 2008 Programm 10:30-13:00 Uhr Plenum 1 Krankheit und Gesundheit in wessen Auftrag handeln wir? Kongresseröffnung Dr. med. Georg Schiffner Dr. theol. Heinrich Christian Rust Ganzheitliche Gesundheit die Wachstumslokomotive des 21. Jahrhunderts Leo A. Nefiodow Gesundheit zwischen Eigenverantwortung und Solidarität Dr. iur. Hans Jürgen Ahrens Christliches Menschenbild beauftragt zu heilen Dr. theol. Wolfgang Bittner 13:00-15:00 Uhr Mittagspause 15:00-16:30 Uhr Plenum 2 Spiritualität und Medizin in Wissenschaft und Forschung Glaube und Gesundheitswesen Prof. Dr. med. Dale A. Matthews 16:30-17:00 Uhr Pause 17:00-18:30 Uhr Forum I Gesprächsforum Medizin und Ethik und 18 Seminare, siehe Seite 16 18:30-20:00 Uhr Abendpause 20:00-22:00 Uhr Abendprogramm Der Kongress bewegt sich Interviews, Gespräche, Musik und viel Bewegung! Mit dabei: Prof. Dr. med. Inge Scharrer, Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Volker Diehl, Reinhild Bohlmann, Prof. Dr. Gerd Schnack, Dr. med. Kirsten Schnack, Tanz: Andrea Du Bois Moderation: David Kadel

13 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL FREItag, 28. März :00-9:50 Uhr Wort für den Tag Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg 10:00-11:15 Uhr Plenum 3 Beauftragt zu heilen im Gesundheitswesen Dr. med. Georg Schiffner, Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Köln, Dr. med. Gottfried Kusch, Oberarzt Akutgeriatrie, Tübingen, Annette Meussling-Sentpali, Dipl.-Pflegewirtin (FH), Christl. Institut für Pflegewissenschaft, Jena, Dr. med. Martin Winkemann, Internist, Siegen 11:15-11:45 Pause 11:45-13:00 Uhr Plenum 4 Beauftragt zu heilen in der Gemeinde Dr. theol. Heinrich Christian Rust Gemeinde als Heil-Land Prof. Dr. theol. Dr. phil. Paul M. Zulehner 13:00-15:00 Uhr Mittagspause 15:00-16:30 Uhr Plenum 5 Heilung im Zusammenwirken von Gesundheitswesen und Gemeinde Podiumsdiskussion Dr. med. Beate Jakob, Deutsches Institut für Ärztliche Mission (Difäm), Tübingen Pastor Matthias Jordan, Jesus Centrum Kassel Pfarrer Helge Seekamp, Ev.-reformierte Kirche, Lemgo P. Dr. phil. Jörg Müller SAC, Psychotherapeut, Bildungshaus für Christliche Psychotherapie der Pallottinischen Gemeinschaft Freising Reinhard Köller, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, Dr. med. Martin Steinbach, Chefarzt Psychotherapeutische Medizin, Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH, Elbingerode Moderation: Dr. med. Martin Grabe 16:30-17:00 Uhr Pause 17:00-18:30 Uhr Forum II Gesprächsforum Gesundheitspolitik und 17 Seminare, siehe Seite 18 18:30-20:00 Uhr Abendpause 20:00-22:00 Uhr Abendprogramm Gottesdienst mit Segnungen Predigt: Weihbischof Thomas Maria Renz, Rottenburg a. N. Leitung: Pfarrer Dieter Keucher Musik: Andrea Adams-Frey, Albert Frey und Band

14 14 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Samstag, 29. März :00-9:50 Uhr Wort für den Tag Pfarrer Dieter Keucher 10:00-11:30 Uhr Plenum 6 Beauftragt zu heilen in der Gesellschaft Dr. med. Martin Grabe, Pass auf Dich auf! Warum Burnout-Prophylaxe gar nicht so einfach ist Dr. med. Birgitt van Oorschot, Gestaltung des Lebensendes Hospizarbeit Dr. theol. Peter Bartmann, Diakonische Herausforderung für Gemeinde und Kirche 11:30-12:00 Uhr Pause 12:00-13:00 Uhr Vision und Auftrag Dr. med. Georg Schiffner Dr. theol. Heinrich Christian Rust Ende des Kongresses Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen gelebt wird. Ortega y Gasset Das Professorenforum führt seit 1996 Wissenschaftler aus verschiedensten Fachrichtungen und Konfessionen zusammen, die christlich abendländische Werte und Weltanschauung in ihrer Bedeutung für Wissenschaft und Gesellschaft diskutieren. (Näheres: Neu zum Kongress Das Werk des christlichen Biophysikers Prof. Chang Lin Zhang, der in seiner Forschung die Brücke geschlagen hat zwischen den alten chinesischen Heilweisen und der westlichen Schulmedizin. Prof. Zhang wird selbst bis Freitagabend im Kongress und am Stand des Professorenforums sein. Besuchen Sie uns am Stand C3 Der Autor signiert dort Ihr Exemplar. Der unsichtbare Regenbogen und die unhörbare Musik Die dissipative Struktur des elektromagnetischen Feldes in Lebewesen. Der Hintergrund der ältesten Heilweisen und das jüngste Kapitel der modernen Biologie. Preis 29,50 Prof. Dr. Gerd Schnack (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivmedizin und Präventionsmanagement): Prof. Chang-Lin Zhang legt mit seiner Arbeit naturwissenschaftliche Beweise der bipolaren Ausrichtung dieser Welt vor. Es gelingt ihm in hervorragender Weise darzustellen, dass die gesamte materielle Welt nicht losgelöst voneinander existiert, sondern eingebunden ist in Gottes Schöpfung, ausgedrückt durch ein Meer von elektromagnetischen Wellen, die auch die Funktionsabläufe aller Lebewesen mitbestimmen. Ich beglückwünsche Herrn Professor Chang-Lin Zhang zu dieser herausragenden Arbeit, die ich wie einen Kriminalroman gelesen habe. Dr. Adamek, Musiktherapeut, Münster: Das Buch von Prof. Zhang wird eine neue Ära der Forschung in diesem Gebiet einleiten. Ich erwarte, dass er dafür einmal mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird.

15 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Multimediapräsentation am Samstag im Plenum 6 Gute Nachrichten für Ihre Patienten - wir helfen heilen Radio- und Fernsehprogramme des ERF in Ihrem Krankenhaus. Besuchen Sie uns am ERF Infostand (106) im Blauen Saal. Foto: istockphoto.com Ich hätte gern Infos zum ERF Krankenhausprojekt. Ich engagiere mich für die Einspeisung des ERF in folgendem Krankenhaus: Vorname, Name Geburtsdatum, Beruf Straße, Nr. PLZ, Ort Bitte einsenden an: Evangeliums-Rundfunk Deutschland e. V., Krankenhausprojekt, Wetzlar, CG 03/08

16 16 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Seminare Forum I Donnerstag, 27. März Uhr 1. Gesprächsforum Medizin und Ethik: Lebensunwertes Leben? Medizinethische Konflikte am Lebensanfang In Deutschland finden wöchentlich über Abtreibungen statt. Darüber hinaus stellen pränatale Untersuchungsmöglichkeiten und neue therapeutische Optionen Ärzte und Eltern vor konfliktreiche Entscheidungen. Diskutanten: Dr. med. Claudia Kaminski, Bundesvorsitzende Aktion Lebensrecht für alle ; Prof. Dr. med. Horst von der Hardt, ehem. Direktor d. Pädiatrischen Pneumologie u. Neonatologie u. Rektor der Medizin. Hochschule Hannover; Prof. Dr. theol. Ulrich Eibach, Prof. für Systematische Theologie und Ethik, Universität Bonn, Seelsorger am dortigen Uni-Klinikum; Prof. Dr. med. Ingolf Schmid-Tannwald, Frauenarzt, Arbeitsbereich Theoretische Medizin, Ludwig- Maximilians-Universitätsklinikum München, Klinikum Innenstadt Moderation: Dr. phil. Michael Utsch, Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin Hotel Ramada, Raum Oldenburg 2. Zu einer Kultur des Alltags. Anregungen und Anfragen aus der Mönchsregel des Hl. Benedikt Auf Grundlage der Jahre alten Mönchsregel des Hl. Benedikt den eigenen Alltag kritisch befragen und nach heilenden Wegen suchen. Themen: Grundhaltung des Hörens, Umgang mit der Zeit, Arbeit als verantwortlicher Dienst u.a. Abt em. Dipl.-Kfm. P. Stephan Schröer OSB, Abtei Königsmünster, Meschede Hotel Ramada, Raum Borovsky 3. Heilung und die Übung des hörenden Gebetes Heilung ist Handeln Gottes, um das wir bitten. Es geht nicht um Technik, nicht um die Menge des Glaubens. Beten heißt: mit Gott einverstanden sein. Das setzt inneres Hören voraus. Wie geschieht das? Pfr. Dr. theol. Wolfgang J. Bittner, s. S. 8, Ulrike Bittner, Gemeindepfarrerin, Kursleiterin Meditation, Eisenhüttenstadt Kongress Palais, Gesellschaftssaal 4. The Faith Factor Spiritualität und Medizin in Wissenschaft und Forschung Vertiefung des Vortrags (Plenum 2) Prof. Dr. med. Dale A. Matthews, s. S. 9 Hotel Ramada, Raum Beuys 6. Die Gemeinde als Ort der Heilung und welche Rolle Seelsorge dabei spielt Ist Seelsorge nur ein Hilfsangebot, wenn der Glaube nicht mehr greift, oder Unterstützung in einem Prozess der Heiligung, Reinigung und Reifung? Vom Ziel her werden Anforderungen und Herausforderungen an professionelle und ehrenamtliche Seelsorger vorgestellt. Wolf-Dieter Hartmann, Dipl.-Psychologe, IGNIS-Akademie, Kitzingen Kongress Palais, Aschrottsaal Nord 7. Praktische Fragen des Gebets um Heilung Das Seminar stellt verschiedene Ebenen des Gebets um Heilung vor, u.a. das Gebet der Ältesten nach Jakobus 5, das Heilende Gebet in Dienstgruppen einer Gemeinde, die Charismata der Heilungen, das Heilungsgebet in der Mission, den Heilungsgottesdienst. Dr. theol. Heinrich Christian Rust, s. S.9; Pfr. Dieter Keucher, s. S.8; Margret Frey, Sprecherin d. Charism.Erneuerung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Kongress Palais, Rosensaal Spiritual Coaching: Spirituelle Fitness als entscheidender Faktor für menschliche 8. Höchstleistung Viele Führungskräfte halten ihr Reservoir an Fachwissen und emotionaler Intelligenz für die nächste Etappe allein nicht mehr für hinreichend, sondern benötigen geistige, körperliche und spirituelle Kraft. Peer-Detlev Schladebusch, Pastor der Ev.-luth. Landeskirche Hannover, Spiritual Consulting Diakonissenhaus, Raum Nr Christen in Führungsverantwortung im Gesundheitswesen was macht den Unterschied? Das Gesundheitswesen gerät zunehmend unter ökonomischen Druck. Können christliche Führungskräfte in diesem Spannungsfeld einen Unterschied im Alltag bewirken? Sie können! Dipl.-Kfm. Cord Meyer, Krankenhaus-Geschäftsführer, Reinbek; Dr. med. Bernd Meyjohann, Chefarzt Innere Medizin/Neurologie, Ärztliches Qualitätsmanagement, Lindau; Michael Rathgeb, Berater, oqm International, Ravensburg Kongress Palais, Bankettsaal Nord 10. Seelsorge für Menschen mit Demenz. Erfahrungen Deutungen Konsequenzen Im Seminar werden ermutigende Erfahrungen in der seel sorgerlichen Begleitung Demenzkranker und ihrer Angehörigen vorgestellt. Wie können sie gedeutet werden und welche Konsequenzen haben sie? Sr. Rosa Maria Lochmiller OSF, Altenpflegerin, tätig in der Altenseelsorge, Stiftung Haus Lindenhof, Schwäbisch Gmünd, bundesweiter Leitungskreis CiG; Renate Demski, Gymnasiallehrerin, Autorin, 1. Vorsitzende ALZheimer-ETHik e.v., Hamm Hotel Ramada, Raum Merz

17 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Krankensalbung Geschichte, Erfahrungen und Praxis im Umgang mit Kranken Die Salbung kranker Menschen mit Öl wird in den christlichen Kirchen unterschiedlich verstanden und praktiziert. Heil und körperliche Heilung greifen ineinander. Es lohnt sich, Erfahrungen und Möglichkeiten kennen zu lernen. Pastor Dr. theol. Reinhard Steffen, ev.-luth. Kirche, Hamburg, Vorsitzender der GGE-Nord; Pfarrer i.r. Heinrich Schreckenberg, kathol. Kirche, Dortmund Hotel Ramada, Raum Longo 12. Tanz mit Dir Einführung in die Tanztherapie Wie setzt man Bewegung in der Therapie ein? Was sind die Methoden? Zu diesen und zu Ihren Fragen gibt es Antworten durch Praxis und Theorie der Tanztherapie sowie Fallbeispiele. Dipl.-Pädagogin Andrea Du Bois, Tanztherapeutin, Klinik Hohe Mark, Oberursel Katholische Kirche, Gemeindesaal 13. Die heilende Kraft von Bildern Viele Menschen berichten, dass ihnen in Situationen von Angst und Krankheit der Umgang mit Bildern und Symbolen gut getan hat; dass ihnen Bilder geholfen haben, neue Perspektiven zu gewinnen. Dr. theol. Thomas Broch, Pressesprecher der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Pfaffenweiler Kongress Palais, Nordfoyer 14. Vom Sinn der Sehnsucht eine Psychologie der Sehnsucht Junge Erwachsene mit psycho-sozialen Problemen können in der therapeutischen Gemeinschaft Haus Weizenkorn in einer familienähnlich strukturierten Lebenssituation Lust am Leben und mit der Ablösung aus der Herkunftsfamilie neue Wege finden. Dipl. Soz. Kurt Bährle, Leiter Haus Weizenkorn, Therapeut und Supervisor, Lindau Diakonissenhaus, Wohnzimmer 1. OG 15. Begleitung chronisch Kranker im Spannungsfeld von Erwartung und Verunsicherung Wenn die erwünschte Heilung nicht eintritt, werden Erwartungen enttäuscht und Glaubenszweifel treten auf. Wir wollen hilfreiches Wissen aus christlicher Sicht vermitteln und zum Erfahrungsaustausch einladen. Bettina Gundlach, Ärztin im Sozialpsychiatrischen Dienst, Bibl. Therap. Seelsorgerin, Vorstand CiG, Aumühle; Selma Stark, Lehrerin für Pflegeberufe, zertifizierte Seelsorgerin, Hamburg Kongress Palais, Aschrottsaal Süd 16. Die Kunst zu vergeben Befreiender Umgang mit Verletzungen Die Vergebung ist der wichtigste Überschneidungsbereich von Psychotherapie und Seelsorge, von Selbst erkenntnis und Glaubensinhalten. Das Seminar vermittelt eine Theorie der Vergebung, die sich in der praktischen Anwendung bewährt hat. Dr. med. Martin Grabe, s. S. 8 Kongress Palais, Bankettsaal Süd 17. Erfahrungen mit der Spiritualität in der Geriatrie Die Multidimensionalität geriatrischer und palliativmedizinischer Konzepte schließt die spirituelle Dimension ein. Praktische Beispiele zeigen, wie Spiritualität im stationären Alltag thematisiert und gelebt werden kann. Dorothea Hartog, Bildende Künstlerin, Krankenschwester, Aumühle b. Hamburg; Dr. med. Gottfried Kusch, Oberarzt Akutgeriatrie in der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus, Tübingen; Dr. med. Claudia Schark, Internistin und Psychotherapeutin, Hardtwaldklinik Bad Zwesten; Ute Wolff, Pastoralreferentin, Krankenhausseel sorgerin, bundesweiter Leitungskreis CiG, Ostfildern-Ruit Kongress Palais, Brunnenzimmer Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen in der mobilen Kranken- und Seniorenpflege Am Arbeitsplatz neben fachlichem Know-how auch christliche Werte zu leben, gestaltet sich angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen zunehmend schwierig. Wie kann es dennoch gelingen? Wie können ehrenamtlich tätige Gemeindeglieder Unterstützung geben? Andreas Salzmann, Geschäftsführer Mobile Krankenund Seniorenpflege, Hann. Münden Diakonissenhaus, Raum Nr Gesundheit, Heilung und Spiritualität im deutschen Kontext In Deutschland haben die Kirchen Fragen der Gesundheit weitgehend an das Gesundheitswesen bzw. an ihre Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas delegiert. Im Workshop wird diese Weichenstellung aufgrund von Anregungen aus anderen Kirchen (USA, Afrika) überprüft. Dr. theol. Peter Bartmann, M.A., MBA, Referent im Diakonischen Werk der EKD, Berlin; Pfr. Ulrich Laepple, Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste, Berlin Kongress Palais, Brunnenzimmer Christlich pflegen in unserer Gesellschaft?! Heilende und heilsame Sorge in der Nachfolge Christi Was bedeutet christliche Pflege, auch im Hinblick auf existentielle Lebenserfahrungen und Krisensituationen? Wie kann man im Pflegealltag Profil zeigen und wo Kraft schöpfen? Annette Meussling-Sentpali, Krankenschwester, Dipl.-Pflegewirtin (FH); Prof. Dr. phil. Stephan Dorschner, Christl. Institut für Pflegewissenschaft, Jena Diakonissenhaus, Raum Nr. 5

18 18 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Forum II Freitag, 28. März :00-18:30 Uhr Seminare 1. Gesprächsforum Gesundheitspolitik: Wie viel Jahrhundert reform braucht das Gesundheitswesen? Demographische Entwicklungen und medizinischer Fortschritt lassen die Kosten im Gesundheitswesen stetig ansteigen, deutlich schneller als die Finanzier barkeit. Kann Politik in diesem Rahmen noch aktiv gestalten oder ist Rationierung der Gesundheitsleistung der einzige Ausweg? Diskutanten: Dr. med. Hans Georg Faust, Mitglied des Deutschen Bundestages, Mitglied der CDU/CSU - Fraktion, Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages, Goslar; Domkapitular Dieter Geerlings, Vorsitzender des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands (KKVD), Münster; Pastor Norbert Groß, Verbandsdirektor Deutscher Evangelischer Krankenhausverband (DEKV), Berlin; Dr. med. Martin Müller, Facharzt für Allgemeinmedizin, Niedergelassener Arzt in eigener Praxis, Berater der Bundesregierung, Neunkirchen; Martin Schellert, Organisationsbeauftragter Private Krankenversicherung Bruderhilfe Pax Familienfürsorge, Private Krankenversicherung, Herford; Moderation: Cord Meyer, Vorstand Christen im Gesundheitswesen e.v., Geschäftsführer SCHLEI-Kliniken Schleswig GmbH, Reinbek Kongress Palais, Konferenzzimmer 2. Zum Verständnis kranker Gottesbilder und deren Überwindung Krankmachende Beziehungserfahrungen führen oft zu krankmachenden Gottes bildern. Beispiele werden im Licht von generalisierten Interaktionsrepräsentanzen interpretiert. Therapie: Neue, emotional korrigierende Beziehungserfahrungen. Dr. med. Wilfried Haßfeld, Arzt für Innere Medizin, Psychoanalytiker, Psychotherapeut, seit der Pensionierung 2002 Mitarbeiter in der Seelsorge, Steinbach Hotel Ramada, Raum Beuys 3. Wie baue ich ein gesundes Team? Teamarbeit kann hoch motivierend und tief deprimierend sein. Voraussetzungen für ein effektives, innovatives und motivierendes Team sind: Einheit in Verschiedenheit Konflikte schnell, offen und fair lösen inspirierende Vision und klare Strategie. Paul Donders, Dipl.Ing. Architekt, Unternehmensberater und Coach, Geschäftsführer xpandinternational, Buchautor, Hoornaar/Niederlande; Vincent Zeylmans, Trainer und Coach, Emmerich Kongress Palais, Gesellschaftssaal 4. Chancen und Grenzen des Ehrenamtes. Warum es sich lohnt, ehrenamtlich zu arbeiten Ein Ehrenamt muss keine zusätzliche Last sein, sondern kann das Leben bereichern, Freude bringen, den Horizont erweitern und berufliche Anregungen mit sich bringen für junge und ältere Menschen. Welche Grundregeln sind zu beachten? Prof. Martin Beck, Unternehmensberater, Pliezhausen Diakonissenhaus, Wohnzimmer 5. Den Ruf Gottes leben in gesunden und kranken Tagen Krankheit ist an sich nichts, was Gott will. Er will unser Heil. Krankheit kann aber ein Ort sein, wo wir den Heilswillen Gottes sehr existentiell erfahren können. Sr. Anja Popp OSF und Sr. Susanne Schlüter OSF, Kloster Sießen Hotel Ramada, Raum Borovsky 6. Salz der Erde, wohl dosiert (Einführung). Authentisches Christsein im medizinischen Alltag Christsein im medizinischen Alltag einladend, echt, unverkrampft. Austausch, praktische Beispiele, gegenseitige Ermutigung. Vorstellung unseres Wochenend seminar- Programms. Dr. med. Uschl Fojtík, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Mediziner, München Hotel Ramada, Raum Oldenburg Praktische Fragen des Gebets 8. um Heilung Das Seminar stellt verschiedene Ebenen des Gebets um Heilung vor, u.a. das Gebet der Ältesten nach Jakobus 5, das Heilende Gebet in Dienstgruppen einer Gemeinde, die Charismata der Heilungen, das Heilungsgebet in der Mission, den Heilungsgottesdienst. Dr. theol. Heinrich Christian Rust, s. S. 9; Pfr. Dieter Keucher, s. S. 8; Margret Frey, Sprecherin d. Charism. Erneuerung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Kongress Palais, Rosensaal 9. Neue Formen des Zusammenwirkens von Gemeinde- und Gesundheitsdiensten vor Ort Gesundheitsangebote anderer Weltanschauungen fordern uns heraus, christliche Heilkunde erfahrbar werden zu lassen. Anhand erprobter Modelle ermutigen wir, Neues zu wagen, um christlich-ganzheitlich zu helfen. Dr. med. Georg Schiffner, s. S. 10; Claudia Elwert, Physiotherapeutin, Leiterin Zentrum für Gesundheit-Therapie-Heilung (ZfG), Karlsruhe; Dr. med. Ulf Lenk, Facharzt f. Allgemeinmedizin u. Anästhesiologie, Hausarztpraxis im ZfG, Karlsruhe Kongress Palais, Bankettsaal Süd

19 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL Harmonics Bewegung und Tanz als Ausdruck christlicher Spiritualität Harmonics ist eine christliche Bewegungslehre, die ganzheitlich Gesundheit fördert und zu persönlicher Gottesbegegnung einlädt. Harmonics bereichert die Gemeindearbeit und ist leicht erlernbar. Max. 25 Teilnehmer Erika Schiffner, Ergotherapeutin, bundesweiter Leitungskreis CiG, Aumühle; Birte Wefel, Musikpädagogin, Reinbek; Bärbel Köller, Ergotherapeutin, Aumühle Katholische Kirche, Gemeindesaal 11. Willst du gesund werden? Heilende Begegnungen im Bibliodrama Im NT provoziert Jesus: Willst du gesund werden? Was wollt ihr, das ich euch tun soll? Wir wollen diesen Begegnungen Jesu mit Kranken nachspüren: Bereitschaft zur Selbsterfahrung mit Bibliodrama setzen wir dazu voraus. Rainer Oberbillig, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, DE IGNIS-Institut, Altensteig; Susanne Behrend, Krankenschwester, Bibliodrama- Leiterin, DE IGNIS-Fachklinik, Egenhausen Kongress Palais, Aschrottsaal Süd 12. Spirituelle Erneuerung konfessioneller Einrichtungen im Gesundheitswesen. Wie der C-Faktor neu zum Zug kommen kann Zwei Ansätze zur Förderung einer geistlichen Struktur- Entwicklung in konfessionellen Einrichtungen und Gemeinden werden in Praxisbeispielen vorgestellt: der Ergänzungskatalog (procumcert ) als Zertifizierungsverfahren in Gesundheitswesen und Altenpflege und das Organische Qualitätsmanagement (oqm ). Michael Rathgeb, oqm International, Ravensburg; Dr. phil. Stephan Wesely, oqm International, Gerbach; Dr. med. Bernd Meyjohann, Chefarzt Innere Medizin/Neurologie, Ärztliches Qualitätsmanagement, Lindau; Dr. theol. Marc Möres, Malteser-Akademie, Engelskirchen Diakonissenhaus, Raum Nr Präventivmedizinisches Seminar: Alles im Leben hat seine Zeit Zeit für Stress, Zeit für Anti-Stress Vorgestellt werden: Rituale als Zeitfenster, Training im Vorübergehen, Musik zur Antriebsförderung und zur Entspannung, Bewegung in Verbindung mit lebendiger Ernährung. (Vgl. Vorkongress, Seminar 5.) Prof. Dr. Gerd Schnack, s. S. 10; Dr. med. Kirsten Schnack, s. S. 10; Kongress Palais, Bankettsaal Nord 14. Internet-Sex: neue Herausforderungen für Therapeuten und Gemeinden? Neue Formen sexueller Betätigung belasten Beziehungen und führen zu neuen Störungsmustern. Zwei Sexualtherapeuten berichten aus der Praxis. Ulrich Bernhardt, Theologe, Bereichsleiter im christlichen Reha-Zentrum Wendepunkt e.v., Velbert; Dr. med. Dietmar Seehuber, Psychiater und Psychotherapeut, Chefarzt der Klinik Hohe Mark, Oberursel Kongress Palais, Brunnenzimmer Heilende Seelsorge Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. (2. Kor. 12,9a) Viele Patienten sind nicht nur körperlich krank, sondern seelisch und geistlich verwundet. Seelsorge kann ihnen Räume für Gottes heilende Nähe öffnen. Dabei ist Seelsorge keine Einbahnstraße, sondern ein Beziehungsgeschehen. Pastor Vigo Schmidt, Krankenhausseelsorger, Hamburg; Pastoralreferentin Ute Wolff, Krankenhausseelsorgerin, bundesweiter Leitungskreis CiG, Ostfildern-Ruit Diakonissenhaus, Raum Nr Esoterische Lebenshilfe auf dem Gesundheitsmarkt Das Seminar stellt populäre esoterische Beratungs- und Therapieverfahren vor und bestimmt Unterschiede zwischen wissenschaftlicher und weltanschaulicher Lebenshilfe. Welches sind die Chancen und Grenzen einer Verbindung zwischen professioneller und spiritueller Heilkunde? Dr. phil. Michael Utsch, Psychotherapeut, Ev. Zentralstelle f. Weltanschaungsfragen, Berlin Hotel Ramada, Raum Merz 17. Praxisführung als Christ(en) Chancen und Risiken 1. Welche Chancen haben Christen bei der Gestaltung der neuen und geförderten Kooperationsformen und Strukturen, welchen besonderen Risiken sind sie ausgesetzt? Welche Ideen z.b. zur Gestaltung einer Praxisgemeinschaft können wir miteinander teilen? 2. Praxisführung und Organisation hat mit dem Christsein nicht viel zu tun. Oder doch? Dr. med. Martin Winkemann, Praxisgemeinschaft Dres. Killmer, Winkemann, Rotermund, Siegen; Dr. med. Horst-Jürgen Schramm, Gemeinschaftspraxis Dres. Helmer, Schramm, Hannover Kongress Palais, Brunnenzimmer Heilende Gemeinschaftsformen: Lebensentwürfe für eine individualistisch geprägte Gesellschaft Inspiriert von der Urgemeinde und Modellen in Geschichte und Gegenwart, wo Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen zusammenleben, geben wir Impulse zur Entwicklung des Gemeindelebens und zur Gründung von innovativen Wohnprojekten. Pfr. Thomas Widmer-Huber, Leiter Diakonische Gemeinschaft Ensemble Riehen bei Basel, Klinikseelsorger, Schweiz; Irene Widmer-Huber, Gemeindediakonin, Co-Leitung Ensemble Riehen, Schweiz Hotel Ramada, Raum Longo 19. Heilungsgebet Anstöße aus der protestantischen afrikanischen Praxis In Afrika ist das Gebet mit und für Kranke normal. Gebetet wird um Heilung und Stärkung des ganzen Lebens. Krankheit führt nicht in Anonymität, sondern in geistliche Solidarität. Wie können Gemeinden heilende Gemeinschaften werden? Claudia Währisch-Oblau, Referentin für Evangelisation in Vertretung für Pfr. Dr. Jean Mutombo Kongress Palais, Nordfoyer

20 20 CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS KASSEL 2008 Aussteller-Verzeichnis Aussteller Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) Unteraue Frankenberg Arbeitsbereich: Seelsorge, Therapie Stand 76 ALPHA Buchhandlung Gottlieb-Daimler-Str Gießen Arbeitsbereich: Verlag, Buchhandlung Stand 31 Arbeitsgemeinschaft christlicher Mediziner (ACM) Arbachstr Waldsolms Arbeitsbereich: Tagungen, Seminare für Ärzte, Medizinstudenten Stand 73 Ärzte für das Leben e. V. Ludwig-Schüssler-Str Lindenfels Arbeitsbereich: Gesellschaft, Medizin, Kirche Stand C1 AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie Postfach Fürth Arbeitsbereich: Gesellschaft, Politik Stand C4 Augsburger Erste-Hilfe St.-Johannes-Str Königsbrunn Arbeitsbereich: Ausbildung, Schulung Stand A 8/9 Bad Gandersheim Stiftsfreiheit Bad Gandersheim Arbeitsbereich: Reha, Kultur, Touristik, Kur Stand 110/117 BAVC Bruderhilfe e.v. Karthäuserstr. 3 a Kassel Stand 56 Blaues Kreuz in Deutschland e.v. Freiligrathstr Wuppertal Arbeitsbereich: Diakonie, Beratung, Therapie, Sucht Stand 34/36 Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge Doktorweg Detmold Arbeitsbereich: Versicherung Stand 107 Bundes-Verlag GmbH Bodenborn Witten Arbeitsbereich: Verlag, Medien Stand 78 Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche e.v. Birgittenstr Maihingen Arbeitsbereich: Kirche, Gemeinde Stand 72 Christdemokraten für das Leben e.v. (CDL) Schlesienstr Münster Arbeitsbereich: Gesellschaft, Politik Stand 52 Christen im Gesundheitswesen (CiG) Bergstr Aumühle Arbeitsbereich: Medizin, Pflege Stand 75

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