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1 EDI-Konverter für den Schweizer Buchhandel Beschreibung der Schnittstellen Version 6.1 St. Berger / R. Merioz / M. Rascher Stand vom 29. März 2005 BegaSoft AG

2 1. Inhaltsverzeichnis 1. Inhaltsverzeichnis Einleitung Übersicht Anbindung der Buchhändler Senden von Daten (z.b. Bestellungen) Empfangen von Daten (z.b. Rückmeldungen) Anbindung der Auslieferer Empfangen von Daten (z.b. Bestellungen) Senden von Daten (z.b. Rückmeldungen) FTP Konventionen FTP-Zugang Directory Struktur FTP-Handshaking (Senden) FTP-Handshaking (Empfangen) Archivierung / Directory-Purgeing Meldungs-Formate Headerzeile Bestellungen Dateinamen Adressteil Header Bestellung Beispiel Rückmeldungen Dateinamen Beispiel Vertreterlösung Weitere Möglichkeiten Glossar...17 EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 2

3 2. Einleitung Dieses Dokument beschreibt Schnittstellen, Datenformate, Regeln, etc. der Kommunikationsplattform ComelivresNet (ComelivresNet ist das Nachfolgesystem von DataMail). ComelivresNet ist ein Überbegriff für die mit der neuen Kommunikationsinfrastruktur verbundenen Technologien und Dienstleistungen. ComelivresNet ist ein Partnerprojekt zwischen den Firmen Comelivres Rotkreuz und BegaSoft Bern. Folgende Gründe waren ausschlaggebend für die Umstellung von DataMail auf ein neues Kommunikationssystem: Neben der brancheninternen elektronischen Kommunikation besteht vermehrt auch der Bedarf, Daten elektronisch mit Geschäftspartnern im In- und Ausland auszutauschen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn beide Geschäftspartner dieselbe Sprache sprechen oder jemand als Übersetzer fungiert Die Möglichkeit des Vorgänger-Systems (DataMail), neue Dienstleistungen zu integrieren war beschränkt und die Kosten für den Unterhalt der Software und der dazu nötigen Hardware war tendenziell steigend Folgende Ziele wurden für die neue Kommunikationsplattform definiert: Die Datenübertragung zwischen dem Absender und dem Empfänger von Daten soll über eingeführte Standardprotokolle erfolgen vereinfachter Zugang zur Kommunikation für alle Teilnehmer Der Aufbau des früher für DataMail nötigen Sendefiles mit Steuerzeichen und Daten soll vereinfacht werden die Applikationen (Buchhandel und Lieferanten) können vereinfacht werden Die Übersetzung (Konvertierung) von einem Datenformat in ein anderes soll zentral erfolgen. Z.B. Comelivres-Format nach EANCOM, XML nach Format-X, etc. Es müssen Schnittstellen zu anderen Systemen zur Verfügung stehen (Fax, Internet- Mail, Clearing-Zentren, etc.) In einer zweiten Phase soll das bestehende Comelivres-Format, welches in der Zwischenzeit in vielen Varianten eingesetzt wird, durch ein einheitliches Format ersetzt werden, welches entweder auf einem Standard basiert oder auf einfache Art, falls nötig, in einen Standard übersetzt werden kann Die neue Plattform soll offen sein für die Integration von neuen Dienstleistungen wie z.b.: Übermittlung von Katalogdaten, PayNet im Bereich elektronischer Austausch von Rechnungsdaten, etc. EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 3

4 Zusammengefasst soll die neue Kommunikationsplattform die grossen und kleineren Teilnehmer bei der Rationalisierung ihrer Abläufe unterstützen und neue Dienstleistungen auf einfache, schnelle und kostengünstige Weise zugänglich machen. Technische Umsetzung Folgender Lösungsansatz wurde gewählt: Konverter der BegaSoft AG, welcher für die Filterung und Konvertierung der ein- und ausgehenden Daten zuständig ist FTP-Server und Mail-Server für die Anbindung der Teilnehmer EAIN-Vergabe Im Vorfeld der Umstellung haben alle Teilnehmer eine weltweit eindeutige Identifikationsnummer (EAIN/EPIN/GLN/ILN oder wie die Nummer sonst noch genannt wird) vom Comelivres erhalten (als Vertreterin der EAN-Schweiz im Bereich Buchhandel). Diese Nummer wird zukünftig im elektronischen Datenaustausch als eindeutige Identifikation der Teilnehmer (Absender und Empfänger) verwendet. Diese Nummer wird auch im Rahmen des Transportverfolgungs-Projekts der Firma Blumer eingesetzt. EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 4

5 2.1. Übersicht ComelivresNet Buchhandels- Applikation erstellt Sendefile Senden.bst Buchhandlungen senden Bestellungen/allgemeine Meldungen FTP-Client übermittelt Sendefile nach Bern FTP-Client Fax- Gateway EANCOM Weiterleitung Internet-Mail Über die Verteilermailbox werden CL-Member Meldungen abgehandelt Übergangsphase Verteiler- Mailbox DataMail- Gateway Applikation erstellt Sende-File mit allen Steuerbefehlen und Daten wie bisher (DataMail-Format) Formatierte Bestellungen an Auslieferungen oder Textmeldungen Sendefile kann verschiedene Empfänger mit verschiedenen Übermittlungsarten enthalten (Fax, Internet, CL-Member, etc.) Identifikation des Empfängers über den bisherhigen DataMail- Mailboxnamen/Fax-, - Adresse Internet/ Dial-up BegaSoft EDI-Koverter FTP- Account A FTP- Account B EAIN Datenbank FTP- Account X Mailbox Eindeutige Identifikation der Teilnehmer via EAIN Die Datenbank enthält auch die Adresse des Empfängers und den Mailboxnamen, welche durch den EDI-Konverter pro Meldung ergänzt werden (Fax, Adresse Absender) FTP-Accounts der Empfänger CH Jeder CH-Teilnehmer hat noch eine Mailbox für unformatierte Meldungen (CL- Member, Freitextmeldungen) Jeder Buchhändler erhält einen FTP-Account mit Unterverzeichnissen pro Meldungstyp (Subject) ELS Bookit FTP-Account Z Auslieferungen senden Rückmeldungen weitere ELS Bookit weitere Jeder CH-Teilnehmer hat noch eine Mailbox für unformatierte Meldungen FTP-Account Y Mailbox BegaSoft EDI-Koverter DataMail- Gateway Übergangsphase Rückmeldungen Eindeutige Identifikation der Teilnehmer via EAIN Auslieferungen senden ELS oder Textrückmeldungen AblaufBIS01.vsd /Comelivres EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 5

6 2.2. Anbindung der Buchhändler Senden von Daten (z.b. Bestellungen) Jeder Partner erhält einen FTP-Zugang (s. 3.1). Die Buchhändler-Applikation erstellt das bekannte Sende-File mit den Bestellungen. Das Sende-File (alle Bestellungen eines Vorganges in einem File) wird von der Buchhändler- Applikation mittels FTP an BegaSoft gesendet. Inhaltlich ändert am Sende-File nichts, d.h., die Adressen entsprechen den ehemaligen DataMail -Adressen, inkl. Listen (z.b. CL_MEMBER), Internet-Adressen und FAX-Nummern. Das EDI-System erstellt aus dem Sende-File einzelne Meldungen (die Empfänger-Adresse wird dem Sende-File entnommen), welche den entsprechenden Teilnehmern zugestellt werden. Meldungen mit ungültiger Adressierung werden in das send_err Directory gestellt (s. 3.2), zusätzlich wird dem Absender eine Fehler-Meldung in seine Mailbox auf dem Server MAIL.EDI.BEGASOFT.CH gestellt. Empfängern (die Auslieferer) wird die Meldung mit einer neuen, vom EDI-Konverter eingefügten Headerzeile Bestellung zugestellt. Bestellungen können auch mit der neuen Headerzeile Bestellung (s. 4.1) als einzelne Datei (pro Adressat ein File) versendet werden. Die Buchhändler-Applikationen müssen sicherstellen, dass bestehende Sende-Files auf dem FTP-Server nicht überschrieben werden, d.h., dass die Filenamen der Sende-Files eindeutig sein müssen (s ): Empfangen von Daten (z.b. Rückmeldungen) Empfangene Meldungen werden dem Buchhändler (resp. der Buchhändler-Applikation) in einem FTP-Directory (strukturierte Meldungen wie z.b. Rückmeldung, etc.) und einer Mailbox (freie Textmeldungen) zur Verfügung gestellt. Es ist dem Buchhändler überlassen, ob er die Mailbox auf dem Server MAIL.EDI.BEGASOFT.CH bearbeiten will, oder ob diese ein forward auf eine bereits bestehende Mailbox tragen soll. Die strukturierten Meldungen werden vom EDI-System anhand der Meldungs-Identifikation (welches der Auslieferer nach den Vorgaben gemäss 4.1 setzt) als solche erkannt. Sie werden in einem entsprechenden FTP-Subdirectory abgelegt, wo sie von der Buchhändler-Applikation abgeholt werden können. Die freien Textmeldungen in der Mailbox können vom Buchhändler via (POP3) abgeholt werden. Auf Wunsch können die Meldungen an eine bestehende Mailbox des Buchhändlers weitergeleitet werden. Neu: Auf Wunsch können sämtliche empfangenen Daten in die Mailbox auf dem Server MAIL.EDI.BEGASOFT.CH gestellt werden. EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 6

7 2.3. Anbindung der Auslieferer Empfangen von Daten (z.b. Bestellungen) Alle Bestellungen der Buchhändler für einen Auslieferer können von ihm via FTP bei BegaSoft abgeholt werden. Die Dateien befinden sich im Directory \recv\bst (s. 3.2). Grundsätzlich können durch den EDI-Konverter empfangene Meldungsinhalte in beliebige, auch proprietäre Formate (z.b. SAP, BINFOS, etc.), konvertiert werden (s. 5.) Als Option können Meldungen wahlweise wie folgt empfangen werden: Bestellungen - im entsprechenden FTP Directory (s. 3.2) abgelegt (default) - in einer MailBox bei Begasoft - weitergeleitet in eine eigene Mailbox Unstrukturierte Meldungen 1) - in einer MailBox bei Begasoft (default) - weitergeleitet in eine eigene Mailbox - im FTP Directory div abgelegt 2) 1) Unstrukturierte Meldungen sind Meldungen mit freiem Text, welche nicht automatisch verarbeitet werden können (z.b.: Annulationen, Reklamationen, Besorgungen, Werbematerial, etc.). 2) An Verteiler-Listen adressierte Meldungen (z.b. Meldungen an CL-Member ) können NICHT in das FTP-Directory "div" umgeleitet werden Senden von Daten (z.b. Rückmeldungen) Für strukturierte Rückmeldungen wird pro Empfänger eine Datei erstellt und im FTP-Directory \send (s. 3.2) abgelegt. Die Empfänger werden über die neue Headerzeile Rückmeldung adressiert (s. 4.1). Meldungen mit ungültiger Adressierung werden in das send_err Directory gestellt (s. 3.2), zusätzlich wird dem Absender eine Fehler-Meldung in seine Mailbox gestellt. Unstrukturierte Meldungen oder Meldungen mit Fax- oder Internetempfänger-Adresse werden normalerweise nicht via EDI-System versendet, sondern via vorhandenem oder von BegaSoft angebotenem externen Mail-System (SMTP). Es ist jedoch weiterhin möglich, das alte Sende-File -Format dafür zu verwenden (analog Buchhandlungen). Grundsätzlich ist es auch hier möglich, ein auslieferungseigenes Inhouse-Format für jeden einzelnen Empfänger in ein von ihm interpretierbares Rückmeldeformat zu konvertieren (s. 5). EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 7

8 3. FTP Konventionen 3.1. FTP-Zugang FTP-Host: ftp.edi.begasoft.ch (Die Details Benutzername / Passwort) des FTP-Zugangs sind bei BegaSoft oder Comelivres erhältlich) Beim FTP-Server bei BegaSoft handelt es sich um ein UNIX- (Linux) System. Diesem Umstand ist insofern Rechnung zu tragen, als dass Dateinamen case-sensitiv sind und vom System erstellte Dateien ein LF als Record-Terminator verwenden Directory Struktur Zugriffsrechte Beschreibung _User archive [R;W] Versendete Meldungen (Original) bdaten [R;W] Archiv für ZIP-Files (Vertreter) edi [R;W] Empfangene Meldungen (Konvertiert) fax [R;W] Versendete FAX-Meldungen internet [R;W] Versendete Internet-Meldungen (nicht impl.) list [R;W] Versendete Meldungen an Listen (nicht impl.) LDSrecv Empfangs-Directory System LDS/LBS LDSsend Sende-Directory System LDS/LBS archive System LDS/LBS recv [R;W;D] Folder bindaten [R;W;D] ZIP-Files (Vertreter) bookit [R;W;D] Bookit Rückmeldungen/Ummeldungen bst [R;W;D] Empfangene Bestellungen els [R;W;D] Rückmeldungen elsprov [R;W;D] Provisorische Rückmeldungen div [R;W;D] Freitext Meldungen send [R;W;D] Zu versendende Meldungen send_err [R;W;D] Unzustellbare Meldungen [R;W] [R;W;D] = Lesen/Schreiben = Lesen/Schreiben/Löschen EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 8

9 3.3. FTP-Handshaking (Senden) Sobald die Dateien (Bestellungen oder Rückmeldungen) transferiert sind, werden sie vom EDI- Konverter übernommen, archiviert und die Original-Datei (im..\send Directory) wird gelöscht. Die Laufnummer (oder das Datum) in den Dateinamen der zu versendenden Dateien verhindert ein Überschreiben der Dateien. Sie dient auch der Kontrolle bei Abbrüchen. Grundsätzlich ist der Absender für die Vollständigkeit und Einmaligkeit des Absetzens von Daten auf dem FTP-Server verantwortlich. Der Upload der Dateien sollte mit der Endung *.UPL erfolgen. Nach erfolgreichem Senden sollten die Dateien in den vorgesehenen Dateinamen (z.b. *.bst für Bestellungen) umbenannt werden. So kann die Vollständigkeit der Datei sichergestellt werden. Der EDI-Konverter verarbeitet nur Dateien mit bekannten Endungen (z.b. *.bst und *.rck). Dieses Verfahren (Handshaking) ist zwingend einzuhalten, ansonsten besteht die Gefahr von nicht oder nur teilweise bearbeiteten Meldungen/Bestellungen! 3.4. FTP-Handshaking (Empfangen) Im entsprechenden \recv-directory (z.b. \els für Buchhändler oder \bst für Auslieferer) befinden sich die abzurufenden Daten (pro Bestellung oder Rückmeldung eine Datei). Der Empfänger der Daten ist für die Löschung oder Umbenennung abgerufener Daten verantwortlich. Bei Datenverlust stehen alle Dateien bei BegaSoft als Kopie zur Verfügung (s.3.5) 3.5. Archivierung / Directory-Purgeing Sämtliche Daten werden grundsätzlich 10 Tage aufbewahrt und anschliessend gelöscht. Ausnahme: Die Daten im Verzeichnis /archive/bdaten werden nach 70 Tagen gelöscht. EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 9

10 4. Meldungs-Formate Die Meldungsinhalte bleiben auch unter ComelivresNet vorerst unberührt. Neu ist aber eine Headerzeile, welche sämtlichen Meldungen eingefügt wird Headerzeile Die neue Headerzeile führt die eigentlichen Meldungsinhalte an und identifiziert den Absender, den Empfänger und den Meldungsinhalt XXXXX Subject Lesbare Bezeichnung des Datei- Inhaltes ~ Stellen Meldungs-Identifikation 5 Stellen Empfänger-EAIN 13 Stellen Absender EAIN 13 Stellen Literal (Zeileninhalt Identifikation) 3 Stellen Die Felder werden mit einem Blank getrennt Werte zur Meldungs-Identifikation: Bestellung Elektronischer Lieferschein ELS definitiver elektronischer Lieferschein provisorische Elektronische Sofortrückmeldung ERM-PROV elektronische Meldung Vertreter Auftragsbestätigung, nur BZ Ummeldungen, nur BZ Vormerkungen, nur BZ Bookit -ELS Bookit-Ummeldungen Rückmeldung Freitext Binäre Daten Axapta Erweiterungen Buchzentrum Dateinamen von den Rückmeldungen vom BZ erhalten ein "L" resp. Ein "M" vorangestellt. Dies gilt für folgende Meldungstypen: 00210, 00215, Die neue Headerzeile lässt keine FAX- und Internet Adressierung zu! D.h. FAX und Internet Adressierungen müssen/können nach wie vor im Sende-File -Format vorgenommen werden. EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 10

11 4.2. Meldungsattribute im Header Im Header der Meldungen können sich, je nach Meldungstyp, auch vom Konverter eingefügte Meldungs-Attributte befinden. Systemeindeutige Meldungsnummer (101) Auf Zeile 2 folgt, mit den Literalen (Zeileninhalt Identifikation) 101, eine 10-stellige systemeindeutige Meldungsnummer. (Die Meldungsnummer entspricht der Nummer im Dateinamen) stellige systemeindeutige Meldungsnummer Checksumme (102) Auf Zeile 3 folgt, mit den Literalen (Zeileninhalt Identifikation) 102, eine 10-stellige Checksumme. Die Checksumme wird mittels einem Algorithmus (CRC32) aus dem Meldungsinhalt gebildet stellige Checksumme (Systemeindeutige Meldungsnummer und Checksumme können u.a. zum Erkennen mehrfach übermittelter Meldungen empfängerseitig verwendet werden) 4.3. Adressteil im Header Im Header der Meldungen kann sich, je nach Meldungstyp, auch ein vom Konverter eingefügter Adressteil befinden. Die Adressdaten werden der zentralen Datenbank bei BegaSoft AG entnommen und mit einem Literal ( ) vorangestellt, in die Meldung eingefügt. 200 Benutzer Name Name auf ComelivresNet oder leer 220 Firma Firma aus EAIN-Datenbank 240 Strasse Strasse aus EAIN-Datenbank 260 PLZ Ort PLZ und Ort aus EAIN-Datenbank 280 Tel: nnnnnnn / Fax: nnnnnnn Telefon- und Faxnummer aus EAIN-Datenbank (angeführt von Literal Tel: / Fax:) Adresse des Absenders 290 Datum: :06:01 Datum der Dateiverarbeitung 300 end_of_header Literal end_of_header (Text). Kennzeichnet das Ende der Kopfzeilen und den Beginn der Meldung EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 11

12 5. Bestellungen Bestellungen welche von Buchhandlungen im Sende-File -Format gesendet werden, werden vom EDI-Konverter in einzelne Dateien gesplittet und mit der Headerzeile, den Meldungs-Attributen und dem Adressteil erweitert. Bestellungen können neu auch als einzelne Bestellung mit Headerzeile gesendet werden, wobei der Absender nur die Headerzeile (Zeilenidentifikation 100) zu generieren hat. Die Meldungs- Attributte und der Adressteil im Header werden durch den Konverter eingefügt Dateinamen Filenamen zum Senden: Send-File: s_date_time.bst (z.b. s_221201_ bst, die Dateien sind ins Directory..\send\ zu stellen) Format mit Header: AbsenderEAIN.XXXXX.bst (XXXXX = aufsteigende Laufnummer, die Dateien sind ins Directory..\send\ zu stellen) Filenamen zum Empfangen: AbsenderEAIN_XXXXXXXXXX.bst (z.b _ bst) (XXXXXXXXXX = Systemeindeutige Meldungsnummer) (die Dateien befinden sich im Directory..\recv\bst) Meldungsattributte im Header der Bestellung Die Meldungsattributte folgen unmittelbar der Headerzeile Adressteil im Header der Bestellung Der Adressteil folgt unmittelbar den Meldungsattributten Beispiel Datei-Inhalt (Dateiname: _ bst): Bestellung COMELIVRES 220 COMELIVRES AG 240 MUSTERSTRASSE LACHEN 280 Tel: 055/ Fax: 055/ Datum: :06: end_of_header C:2744: :: 1: :Stuhlmacher, Peter: Biblische Theol: : :Luz, Ulrich: Das Evangelium nach Ma: EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 12

13 5.2. Rückmeldungen Neu gibt es eine Headerzeile für Rückmeldungen. Eine Rückmeldung kann lediglich Daten für EINEN Empfänger enthalten. Der Headerzeile folgen die vom Konverter eingefügten Meldungs-Attribute. Der Adressteil wird nicht in die Rückmeldung eingefügt Dateinamen Filenamen zum Senden: AbsenderEAIN_XXXXX.rck (z.b _00012.rck) (XXXXX = aufsteigende Laufnummer, pro Teilnehmer) Die Dateien sind ins Directory..\send\ zu stellen) Filenamen zum Empfangen: AbsenderEAIN_XXXXXXXXXX.rck (z.b _ rck) (XXXXXXXXXX = systemeindeutige Meldungsnummer) (die Dateien befinden sich im Directory..\recv\els) Beispiel Dateiname: _00056.rck Datei-Inhalt: Rückmeldung \1930\ \7071\ \1121\ EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 13

14 6. Vertreterlösung Die sogenannte Vertreterlösung ermöglicht die Übertragung/Verteilung binärer Daten und Mehrfachadressierung im ComelivresNet U.a. im SBZ besteht die Anforderung, Dateien mit binärem Inhalt (z.b. ZIP-Dateien) über das System ComelivresNet zu versenden. Bekanntlich ist es nicht ohne weiters möglich, einer binären Datei einen ASCII Header voranzustellen ohne dass dies zu Problemen führt. Anlässlich der Sitzung vom im BZ (Hr. Berger, Hr. Merioz, Hr. Baumgartner, Hr. Kasper) wurde folgende Lösung definiert: Das Prinzip ist ähnlich wie bei , es wird mit Attachements gearbeitet. Auch eine Mehrfachadressierung ist möglich. - Binäre Dateien haben immer eine Endung (z.b.zip oder.bin) welche vom Konverter nicht berücksichtigt wird (also nicht.bst,.rck oder.str). Dies bedeutet, dass der Konverter in solchen Dateien nicht nach einem Header sucht - Zu einer binären Datei existiert immer eine Steuerdatei welche, wie eine normale Datei mit Daten, einen Header hat. Die Steuerdatei hat die Endung str. - Im Adressteil dieser Steuerdatei gibt es die Keywörter ATTACHED und RECIPIENTS, welche vom Konverter interpretiert werden (siehe Beispiel). Die Keywörter müssen am Zeilenbeginn in Grossbuchstaben geschrieben stehen. - ATTACHED wird verwendet, um ein oder mehrere beigefügte Dateien zu beschreiben - RECIPIENTS wird verwendet, um ein oder mehrere Empfänger zu adressieren, welche mit der EmpfängerEAIN eindeutig beschrieben sind (Mit Semicolon getrennt können mehrere Dateien oder EmpfängerEAIN angegeben werden. Eine Steuerdatei kann mehrere Zeilen mit dem Keyword RECIPIENTS enthalten). Die EAIN s innerhalb des RECIPIENT s sind durch SEMICOLON getrennt. - Der Absender stellt die Dateien in sein "Send" Verzeichnis auf dem ComelivresNet FTP- Server (damit es nicht zu Fehlverarbeitungen kommt, muss die Steuerdatei unbedingt zuletzt ins Send Verzeichnis kopiert werden!) - Der Konverter bearbeitet die Steuerdatei und stellt die Daten den Empfängern in das Directory recv\bindaten (eine zuätzliche Kopie wird in das Directory /archive/bdaten gestellt). Die Steuerdatei wird anschliessend beim Absender in das Directory /archive gestellt. - Treten bei der Bearbeitung Fehler auf, werden ein Error-Log (Datei mit einer Fehler- Beschreibung) und die Steuerdatei in das Directory /send/send_err gestellt. EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 14

15 Bei einer Steuerdatei mit bekannten und unbekannten Empfänger-Adressen passiert folgendes: - den bekannten Empfängern werden die Daten zugestellt - ein Error-Log mit einer Liste der unbekannten Empfänger-Adressen wird in das Directory /send/send_err gestellt - die Daten (Binär-Dateien) verbleiben im Directory /send (Die Steuerdatei kann dann korrigiert und nochmals in das Directory /send gestellt werden) Beispiel: Die Dateien bz_daten.zip und bz_bilder.zip sollen versendet werden. Der Absender stellt in diesem Fall folgende Dateien in sein "Send" Verzeichnis auf dem ComelivresNet FTP-Server (die Steuerdatei wird zuletzt ins Send Verzeichnis kopiert!) - bz_daten.zip - bz_bilder.zip - bz_steuer.str (Dies ist die Steuerdatei) Die Steuerdatei hat folgenden Inhalt: 100 AbsenderEAIN EmpfängerEAIN Annotationen zu Verlag XY ATTACHED: bz_daten.zip;bz_bilder.zip Der Empfänger hat dann, nach der Bearbeitung durch den Konverter, folgende Dateien in seinem "recv\bindaten" Verzeichnis: bz_daten.zip bz_bilder.zip Falls meherere Empfänger adressiert werden sollen, muss das Feld EmpfängerEAIN im Haeder Record 100 auf 0 (null) gesetzt werden. Mit dieser Variante hat man die Flexibilität, mehrere Recipients einzugeben, ohne dass jeweils die Headerzeile geändert werden muss. Die Steuerdatei hat folgenden Inhalt: 100 AbsenderEAIN Vertreter-Adressen-Comp 01-Jun-02 ATTACHED: kunden_ zip RECIPIENT: ; ; ; ; RECIPIENT: ; ; ; Die verschiedenen Empfänger haben dann, nach der Bearbeitung durch den Konverter, folgende Datei in ihrem "recv\bindaten" Verzeichnis: kunden_ zip Diverses - Gross-/Kleinschreibung ist zu beachten (d.h., die Dateinamen in der Steuerdatei müssen den effektiven Dateinamen entsprechen) - Die archivierten Daten werden nach 70 Tagen gelöscht EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 15

16 7. Weitere Möglichkeiten Der EDI-Konverter erlaubt es, praktisch jede Anforderung an Meldungs-Formate zu generieren. Buchhandlungen und Auslieferungen kann deshalb angeboten werden, Konvertierungs- und Clearing-Aufgaben in den EDI-Konverter auszulagern. Für Fragen bezüglich den Möglichkeiten stehen Ihnen die Firmen BegaSoft, Rat & Tat im Medienhandel und Comelivres gerne zur Verfügung. Beispiele: MANOR/MIGROS: Die Firmen MANOR/MIGROS setzen im EDI-Bereich EANCOM ein. Für Buchbestellungen z.b. ans BZ wandelt der EDI-Konverter sowohl Bestellungen wie auch Rückmeldungen in die Formate der beiden unterschiedlichen Umgebungen um. Bestellungen von Auslieferungen an Verlage: Ein vorhandenes Inhouse-Format einer Auslieferung kann in eines dem Empfänger verständliches EDI-Format umgewandelt werden (z.b. BWA, EANCOM u.ä.), die Bestellungen bei Bedarf gecleart und z.b. über IBU oder direkt dem Empfänger zugestellt werden. Die Auslieferung erspart sich dabei teure Programmierkosten für Zielformate und die Unterstützung unterschiedlicher Kommunikations-Anbindungen. Ansprechpartner Folgende Ansprechpartner stehen den Softwarehäusern zur Verfügung: Bereich Fragen/Aktionen Ansprechpartner Technik Weitere Dienstleistungen Eröffnung FTP-Account für Tests BegaSoft AG BegaSoft, Comelivres/Rat&Tat EAIN Vergabe der EAIN Comelivres/Rat&Tat EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 16

17 8. Glossar EANCOM Internationaler Telekommunikations-Standard der EAN International; ein Subset des EDIFACT- Standards. Kunstwort aus EAN und COMmunications. EAN Ursprünglich European Article Number. Jetzt Markenzeichen für das von der International Article Numbering Association (EAN) verwaltete Identifikations- und Strichcodierungs-System. EDI EDI ist der interventionsfreie, elektronische Austausch strukturierter Daten zwischen den Anwendungssystemen verschiedener Geschäftspartner (Electronic Data Interchange). Die Geschäftspartner müssen sich dazu auf das Regelwerk einigen, dass hierfür zugrunde gelegt wird (z.b. EDIFACT oder EANCOM). EDIFACT Ist ein internationaler branchenübergreifender Standard für den strukturierten Austausch von Geschäftsnachrichten (Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport). EDIFACT wurde von der UNO entwickelt und wird weltweit von nationalen Normungsorganisationen unterstützt. EAIN International eindeutige Kennzeichnung von Handelspartnern (Buchhandlung, Auslieferung, Dritte, etc). Dem Schweizer Buchhandel wurde von EAN-Schweiz ein Nummernbereich zugewiesen, der von Comelivres verwaltet wird. Subset EANCOM ist ein kommentierter und interpretierter Auszug aus dem Nachrichtenbestand von UN/EDIFACT. EANCOM umfasst vor allem die Nachrichten, die für den Handel mit Konsumgütern wichtig sind. Einen derartigen Auszug nennt man Subset. EDItEUR Europäische EDI-Gruppe, für die Buch- und Zeitschriftenbranche (Herstellung und Handel). Sie unterstützt den Einsatz von EANCOM mit Implementationsrichtlinien, die auf EDIFACT basieren. B2B (Kurzform für: Business-to-Business) Eine B2B-Lösung bezeichnet eine auf Geschäftskunden ausgerichtete E-Business-Strategie. Häufig kommen hierbei Websites zum Einsatz, die nur registrierten Benutzern nach erfolgtem Login Zugriff auf (häufig personalisierte) Informationen bieten. Der Bereich B2B wächst zurzeit wesentlich stärker als der B2C-Bereich. B2C (Kurzform für: Business-to-Consumer) Eine B2C-Lösung bezeichnet eine auf Privatkunden ausgerichtete E-Business-Strategie. WebEDI Eine Form des Electronic Commerce im B2B, in der das Internet dazu verwendet wird, Geschäftsdaten zu transportieren und diese Daten auf einem PC-Bildschirm sichtbar zu machen (im Internet-Browser). Wird vor allem für die Anbindung von kleinen Geschäftspartnern ohne EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 17

18 entsprechende EDI-Infrastruktur eingesetzt, mit dem Ziel Medienbrüche zu verhindern und die nötige Investition in die Informatik beim Partner klein zu halten. EDI-Konverter Der EDI-Konverter wandelt ein eingehendes Datenformat (z.b. Viktoria Bestellung) in ein ausgehendes Datenformat (EANCOM-ORDER) und vice versa. Ein EDI-Konverter ermöglicht somit den Datenaustausch zwischen verschiedenen Teilnehmern, die verschiedene (Computer)- Sprachen sprechen. Any-to-Any-Konvertierung Der Konverter ist in der Lage, interne Datenformate (interne EDV) in standardisierte Formate (z.b. EANCOM) umzuwandeln und umgekehrt. Ebenfalls ist es möglich auch Standardformate (EANCOM D93A, D96A, ANSI X12, etc.) in andere Standardformate, oder interne Formate in andere interne Formate umzuwandeln. XML extensible Markup Language Die Extensible Markup Language stellt eine Art lingua franka dar, mit deren Hilfe Anwendungen untereinander relativ einfach Informationen austauschen können und zwar eindeutig interpretierbar und damit weiterverarbeitbar. PayNet PayNet ist das elektronische Netzwerk für die Rechnungsstellung und den Zahlungsverkehr (keine Rechnungen mit Einzahlungsscheinen mehr). PayNet ist ein Gemeinschaftsprojekt der Post und der Banken. Alle führenden Finanzbuchhaltungs-Anbieter werden eine Schnittstelle zu PayNet anbieten. Der Datenaustausch in PayNet basiert auf dem EDIFACT-Standard. E-Commerce Elektronischer Handel via Internet. Definition aus einem Fachartikel: E-Commerce bezeichnet die Ausnutzung der technischen Mittel elektronischer Datennetze, um die Wirtschafts- und Absatzprozesse einer Unternehmung zu fördern und neue Absatzwege zu erschließen. Die Einzelziele erstrecken sich dabei von der Unternehmenskommunikation über die Wertschöpfungsprozesse bis zum Verkaufsvorgang über alle Marktphasen. Internet-Technologie Auf den Standards des Internets (TCP/IP-Protokolle und Dienste) basierende Systeme EDI-Konverter, Beschreibung der Schnittstellen 18

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