Darlehen für Schwerbehinderte Stand

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1 1 von 7 Darlehen für Schwerbehinderte Stand Wichtiger Hinweis: Diese Informationsbroschüre erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wohnraum behinderungsgerecht gestalten oder anpassen. Das Land Nordrhein- Westfalen unterstützt mit Schwerbehindertendarlehen bauliche Maßnahmen in Eigenheimen, selbstgenutzten Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen, die wegen der Art der Behinderungen erforderlich sind. Die Förderung erfolgt zugunsten schwerbehinderter Menschen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50. Der betreffende Haushalt muss Einkommensgrenzen einhalten. Welche Maßnahmen sind förderfähig? Förderfähig sind Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Neuschaffung, dem Erwerb oder der Nachrüstung von selbst genutztem Wohneigentum sowie der Erweiterung um einzelne Räume im Bestand, die wegen der Art der Behinderung erforderlich sind. Hierunter fallen zum Beispiel: eine Rampe oder Hebeanlage eine behindertengerechte Küche ein behindertengerechtes Bad/ WC Haustechnik/ -elektronik Förderfähig sind auch Maßnahmen in Mietwohnungen. Bitte sprechen Sie uns an. Wann ist eine Förderung ausgeschlossen? Eine Förderung ist nicht möglich, wenn zum Beispiel: ein vorzeitiger Baubeginn/Vertragsabschluss erfolgt ist, die Belastung nicht dauerhaft tragbar ist.

2 2 von 7 Wer ist förderfähig? Förderfähig sind Haushalte mit schwerbehinderten Angehörigen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50, deren anrechenbares Einkommen die Einkommensgrenze des sozialen Wohnungsbaus nach 13 Abs. 1 WFNG NRW nicht, oder nicht um mehr als 40 % übersteigt. Es werden auch Einpersonenhaushalte gefördert. Schwerbehinderte Menschen können unter bestimmten Voraussetzungen Frei- und Abzugsbeträge in Anspruch nehmen, die ein höheres Einkommen erlauben. Auch Eigentümer von Mietwohnungen können zinsgünstige Darlehen für zusätzliche Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Neuschaffung oder der Nachrüstung von Mietwohnungen für schwerbehinderte Menschen erhalten. Bitte sprechen Sie uns an. Wird die Einkommensgrenze eingehalten? Für eine Förderung kommen nur Haushalte in Betracht, deren Haushaltseinkommen die Einkommensgrenze nicht bzw. diese um nicht mehr als 40 % übersteigt. Die Einkommensgrenze ist abhängig von der Anzahl der den Wohnraum nutzenden Personen (Haushalt des Eigentümers oder der Angehörigen): Haushaltsgröße jährlich 1 Person ,- 2 und mehr Personen ,- zuzüglich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person 5.100,- Sind zum Haushalt rechnende Personen Kinder im Sinne des 32 Abs. 1-5 Einkommensteuergesetz (Kinder, für die Kindergeld gezahlt wird), erhöht sich die Einkommensgrenze für jedes Kind um 660,-. Der maßgeblichen Einkommensgrenze ist das Haushaltseinkommen gegenüberzustellen. Für die Ermittlung des Haushaltseinkommens ist zunächst für jede haushaltsangehörige Person das bereinigte Jahresbruttoeinkommen zu berechnen. Zugrunde gelegt wird dabei regelmäßig das Jahreseinkommen des vergangenen Kalenderjahres. Nachhaltige Veränderungen des Einkommens, die innerhalb der letzten zwölf Mona-

3 3 von 7 te eingetreten sind oder in den nächsten zwölf Monaten sicher zu erwarten sind, sind mit zu berücksichtigen. Auch Versorgungsbezüge, Leibrenten, Unterhaltsleistungen, Arbeitslosengeld I, ausländische Einkünfte und Minijoblöhne stellen einzuberechnende Einkünfte dar. Werbungskosten und Kinderbetreuungskosten, pauschale Abzugsbeträge, anrechnungsfreie Beträge und gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen werden zu Ihrem Vorteil berücksichtigt. Vereinfachtes Berechnungsschema: Steuerpflichtiges Brutto - Jahreseinkommen abzüglich Werbungskosten (mind. jedoch Arbeitnehmer - Pauschbetrag von ) abzüglich der berücksichtigungsfähigen Kinderbetreuungskosten = Zwischensumme abzüglich pauschal 12 %, wenn Steuern gezahlt werden abzüglich pauschal 10 %, wenn Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden abzüglich pauschal 12 %, wenn Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden abzüglich anrechnungsfreie Beträge für o häuslich pflegebedürftige Personen oder für Schwerbehinderte bis zu o Zwei-Personen-Haushalten und jungen Ehepaaren/eingetragene Lebenspartnerschaften (bis zum Ablauf des 5. Jahres nach dem Jahr der Eheschließung und sofern kein Partner das 40. Lebensjahr vollendet hat) von abzüglich gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen = maßgebliches Einkommen Durch eine Gegenüberstellung der Einkommensgrenze mit dem maßgeblichen Haushaltseinkommen ist eine Über- oder Unterschreitung zu ermitteln. Für eine Förderung kommen nur Haushalte in Betracht, deren Einkommen die Einkommensgrenze nicht bzw. diese um nicht mehr als 40 % überschreitet. Einhaltung bzw. Überschreitung der Einkommensgrenze um bis zu 40 % wirkt sich auf die Höhe des Darlehens aus. Ist die Belastung dauerhaft tragbar? Die Förderung bei selbstgenutztem Wohneigentum ist nur zulässig, wenn die finanzielle Belastung aus der Baumaßnahme nicht die wirtschaftliche Existenzgrundlage gefährdet. Die NRW.BANK bzw. die Bewilligungsbehörde muss hier u.a. überprüfen, ob die Gesamtfinanzierung der Maßnahme gesichert erscheint und ob Sie in der Lage sind, die Belastungen dauerhaft zu tragen. Die Belastungen setzen sich aus dem Kapitaldienst für die Immobilie (Zins und Tilgung),

4 4 von 7 pauschalierten Betriebskosten einschl. Heizkosten in Höhe von 23,80 /qm Wohnfläche bei Neubauten und in Höhe von 28,15 /qm Wohnfläche jährlich bei bestehenden Immobilien, pauschalierten Instandhaltungskosten in Höhe von 8,62 /qm Wohnfläche jährlich und 82,60 pro Garage jährlich, pauschalierten Verwaltungskosten in Höhe von 334,00 jährlich bei Eigentumswohnungen und allen sonstigen Zahlungsverpflichtungen (z. B. Kinderbetreuungskosten, sonstige Kreditverpflichtungen, Beiträge für Lebensversicherungen und Bausparverträge etc.) zusammen. Nach Abzug der Belastungen vom Nettoeinkommen sollen zum Lebensunterhalt monatlich verbleiben (Mindestrückbehalt): 780,- für einen Einpersonenhaushalt 1.000,- für einen Zweipersonenhaushalt 1.255,- für einen Dreipersonenhaushalt 1.510,- für einen Vierpersonenhaushalt 255,- für jede weitere Person. Zum Einkommen zählen auch das Kindergeld, ggf. Kinderzuschlag und ein voraussichtlicher Lastenzuschuss nach dem Wohngeldgesetz. Laufende Zahlungen von Verwandten oder sonstigen Dritten, die nicht auf einer dauerhaften Rechtspflicht beruhen, werden nicht als Einkommen angerechnet. Einkünfte von Haushaltsangehörigen werden nur dann in voller Höhe berücksichtigt, wenn sie auch Miteigentümer des Förderobjekts sind oder werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so werden die Einkünfte dieses Haushaltsmitglieds nur bis zur Höhe des auf sie/ihn entfallenden Mindestrückbehaltes berücksichtigt. Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Maßnahmen Das Schwerbehindertendarlehen kann zusätzlich zu den Förderdarlehen zum Eigentumserwerb und zusätzlich zu den Fördermitteln nach dem Förderprogramm RL BestandsInvest gewährt werden.

5 5 von 7 Welche Eigenleistung müssen sie erbringen? Wird ausschließlich ein Schwerbehindertendarlehen beantragt, ist keine Eigenleistung erforderlich. Bei der Kombination mit anderen Förderdarlehen ist die Höhe der Eigenleistung (z.b. Selbsthilfe, Eigenkapital) davon abhängig, ob eine Mietwohnung oder selbstgenutztes Wohneigentum umgebaut werden soll. Von den Bau- und Baunebenkosten ist folgende Eigenleistung zu erbringen: 20 % bei der Förderung von Mietwohnungen 15 % bei der Förderung von selbst genutztem Wohneigentum Wie hoch sind die Darlehen? Darlehen werden bis zu folgenden Höchstgrenzen je Wohnung gewährt: maximal für begünstigte Haushalte, deren anrechenbares Einkommen die Einkommensgrenze des 13 Abs. 1 WFNG NRW um bis zu 40 v. H. übersteigt. maximal für begünstigte Haushalte, deren anrechenbares Einkommen die Einkommensgrenze des 13 Abs. 1 WFNG NRW nicht übersteigt. Darlehensbeträge unter werden nicht bewilligt. Wie sind die Darlehenskonditionen? Auszahlung: 99,60 % Zinssatz: 0,5 % p.a. für die Dauer der Sozialbindung, wahlweise 15 oder 20 Jahre, danach marktübliche Verzinsung Tilgung: 4 % zuzüglich ersparter Zinsen Wird das Darlehen im Zusammenhang mit der Förderung von Mietwohnungen oder Eigentumsmaßnahmen (Neubau, Ersterwerb oder dem Erwerb vorhandenen Wohnraums) gewährt, so gelten die Darlehenskonditionen des jeweiligen Modells. Verwaltungskostenbeitrag: 0,5 % p.a. Ratenzahlung: halbjährlich

6 6 von 7 Was ist noch zu beachten? Bitte beachten Sie, dass nur vollständig ausgefüllte Förderanträge mit den wesentlichen Unterlagen entgegen genommen werden. Das Darlehen ist ausschließlich zur Deckung der Mehrkosten für die behindertengerechten Baumaßnahmen bestimmt. Nach Abschluss der Maßnahmen sind Kostennachweise einzureichen. Wo werden die Fördermittel beantragt? Bei der Stadt Wuppertal, Ressort Bauen und Wohnen, Abteilung Bauförderung und Wohnen, Winklerstr. 1, Wuppertal als Bewilligungsbehörde. Wie werden die Fördermittel beantragt? Die für die Beantragung vorgeschriebenen Antragsvordrucke erhalten Sie zum Herunterladen unter oder Vor Antragstellung wird ein Beratungsgespräch bei der Bewilligungsbehörde empfohlen. Von wem bekommen Sie die Förderzusage? Von der Bewilligungsbehörde, die den Antrag entgegen genommen hat. Wie geht es weiter? Die NRW.BANK leitet die Vertragsunterlagen zu, zahlt die Fördermittel aus und verwaltet das Darlehen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung.

7 7 von 7 Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Ansprechpartner für den Verwaltungsbereich: Herr Sieper Zi. 126 Tel Frau Wilcke (vormittags) Zi. 129 Tel Frau Visentin(vormittags) Zi. 118 Tel Frau Prior Zi. 117 Tel Ansprechpartner für den technischen Bereich: Herr Dahmen Zi. 113 Tel Sprechzeiten nach telefonischer Terminvereinbarung Mo. Fr. (Mi. geschlossen) Uhr bis Uhr Zusätzlich Do Uhr bis Uhr Adresse Winklerstraße 1 (gegenüber Barmer Bahnhof) Wuppertal-Barmen Förderprogramme, Informationsmaterial und benötigte Antragsformulare erhalten Sie auch unter folgenden Internetadressen

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