AUSSCHREIBUNGSLEITFADEN. Innovation im Grätzl Inkubator für urbane Nachhaltigkeit Wien, Mai 2015

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1 AUSSCHREIBUNGSLEITFADEN Innovation im Grätzl Inkubator für urbane Nachhaltigkeit Wien, Mai 2015

2 INHALTSVERZEICHNIS 1 ÜBERBLICK 3 2 HINTERGRUND UND ZIELE DES INKUBATORS 3 3 THEMENFELDER DES INKUBATORS Themenfeld 1: Urbane Agrarwirtschaft/Stadtlandwirtschaft Themenfeld 2: Energie Themenfeld 3: Mobilität Themenfeld 4: Abfall- und Ressourcenmanagement 4 4 DIE AUSSCHREIBUNG Ziel der Ausschreibung Inhalt der Ausschreibung 4 5 ADMINISTRATIVES ZUR AUSSCHREIBUNG Wer ist willkommen? Bewertungskriterien Terms & To Dos 5 6 VERFAHREN Zeitplan Einreichung Auswahl und Hearing Betreuungsvertrag Datenverwendung 6 7 RECHTSGRUNDLAGEN 6 Ausschreibungsleitfaden, Version 1, Mai 2015 Page 2/7

3 1 ÜBERBLICK Innovation im Grätzl Inkubator für urbane Nachhaltigkeit Wien, ist ein neu eingerichteter Inkubator für Startups im Nachhaltigkeitsbereich und im Bereich Energietransformation (urbane Agrarwirtschaft/Stadtlandwirtschaft, Energie, Mobilität, Abfall- und Ressourcenmanagement). Trägerorganisation ist BLUE MINDS VIENNA. Bewerbungszeitraum 21. Mai bis 30. Juni 2015 Kontakt Blue Minds Solutions GmbH ( BLUE MINDS VIENNA ) z. H. Teresa Pflügl Siebensterngasse 31/ Wien Österreich +43 (0) HINTERGRUND UND ZIELE DES INKUBATORS Das Ziel der Projektinitiative Innovation im Grätzl Inkubator für urbane Nachhaltigkeit Wien ist es, innovative und nachhaltige Lösungen von jungen Firmen (Startups, Entrepreneuren) in den Bereichen urbane Agrarwirtschaft/Stadtlandwirtschaft, Energie, Mobilität und Abfall- und Ressourcenmanagement im urbanen Raum sichtbar zu machen, den Green-Tech-Trend weiter in den Blickpunkt der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken und Wien als attraktive Startup-Destination zu positionieren. Innovative Visionen und Pläne sollen marktfähig gemacht werden wobei Wien durch die Bündelung visionärer Ideen in der Stadt und die Ansiedelung innovativer Betriebe profitiert. Der Inkubator für urbane Nachhaltigkeit Wien ist dabei selbst Innovation. Was ist ein Inkubator genau? Ein Inkubator ist eine Einrichtung zur Unterstützung technologieorientierter, möglichst innovativer Neugründungen und Jungunternehmen bzw. auf Wachstum angelegter Startups. In der folgenden Grafik sind die Hauptaufgaben von Inkubatoren ersichtlich, siehe Henze, Carina (2009): Finanzierung Infrastruktur Betreuung Netzwerk Mitwirkung bei der Suche nach Lagerraum (günstige Miete) Finanzmitteln bzw. Büroräume Bereitstellung von Büroausstattung Finanzmitteln Labor Vermittlung von Kapitalgebern Erstellung von Businessplänen und Strategien Strukturierung unterstützender Geschäftsprozesse (Finanzen, Personal) Betriebswirtschaftliche/ technische Beratung Coaching Aktivierung und Bereitstellung eines professionellen Netzwerks Kontakte Hinter der Initiative steht das Ziel, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in den Grätzln Wiens zu leisten: CO2 soll eingespart, der erneuerbare Energieanteil gehoben und Energieeffizienz gesteigert werden. Durch die Sichtbarmachung der Klimaschutzinitiativen soll ein dahingehender Bewusstseinswandel in der Bevölkerung beschleunigt werden. Der besondere Mehrwert für die Wienerinnen und Wiener ergibt sich durch die Platzierung der Initiativen in ihrem eigenen urbanen Lebensraum. Geeignete interaktive Kommunikationsformate (wie bspw. ein Tag der offenen Tür, Social Media etc.) begleiten die Initiative und sollen deren Wirkung intensivieren. Der Bürger soll spielerisch vom grünen Lebensgefühl profitieren lernen. BLUE MINDS VIENNA übernimmt dabei das Verknüpfen der losen Enden und verbindet die unterschiedlichen AkteurInnen miteinander. Was ist der Inkubator für urbane Nachhaltigkeit nicht? Er ist weder ein Leerstandsvermittler noch ein einfacher Coworking-Space. Der IUNW soll die losen Enden miteinander verknüpfen. Dabei sollen alle Beteiligten und nicht zuletzt die Stadt profitieren. Ausschreibungsleitfaden, Version 1, Mai 2015 Page 3/7

4 3 THEMENFELDER DES INKUBATORS Der Inkubator unterteilt sich in vier Themenbereiche. Besonderes Augenmerk sollen innerhalb dieser Cluster Peer-to-Peer - und Sharing Economy -Projekte erhalten, aber auch Projekte im Bereich Digitalisierung bzw. Big Data sind herzlich willkommen. Grundsätzlich gilt: jedes Projekt, welches sich einem dieser Bereiche (oder auch mehreren) zuordnen lässt, ist erwünscht! Sollte eine direkte Zuordnung auf den ersten Blick nicht möglich sein, das Projekt sich allerdings im Bereich Energietransformation befinden, wird von Fall zu Fall entschieden, ob eine Teilnahme möglich ist. 3.1 Themenfeld 1: Urbane Agrarwirtschaft/Stadtlandwirtschaft Die Notwendigkeit dieses Themenbereichs wird mit wachsendem Bevölkerungswachstum immer klarer. Hier geht es vor allem auch darum, Transportwege möglichst kurz zu halten und dort zu produzieren, wo auch konsumiert wird. Den Ideen zur städtischen Agrarwirtschaft sind dabei keine Grenzen gesetzt: kreative und innovative Konzepte, auch was die Produktauswahl betrifft, sind willkommen sowohl Outdoor als auch Indoor. 3.2 Themenfeld 2: Energie Urbane Energieerzeugung ist voller Potenziale. Seien es Photovoltaikanlagen, Windenenergienutzung oder Solar Cooling in diesen Bereichen werden ebenso innovative Ideen gesucht wie im Bereich Energieeffizienz (z.b. durch Retrofits). Das Internet der Dinge ist mit Smart Home- und Smart Grid-Lösungen ebenfalls diesem Themenfeld zuzuordnen. 3.3 Themenfeld 3: Mobilität Der Bereich Mobilität ist geprägt von alternativen Antrieben wie beispielsweise elektrischen, doch auch intelligente Systeme zur Effizienzsteigerung sind erwünscht. Zusätzlich spielen auch neue Mobilitäts- und Logistikkonzepte eine Rolle (z.b. innovative Konzepte im Bereich neuer Geschäftsideen oder Infrastruktur). 3.4 Themenfeld 4: Abfall- und Ressourcenmanagement Das Themenfeld Abfallmanagement ist ebenfalls offen für unterschiedliche Ideen. So sind hier beispielsweise innovative Konzepte in den Bereichen Up-, und Recycling, aber auch in der Abfallvermeidung (z.b. auch Vermeidung von Lebensmittelabfällen) erwünscht. 4 DIE AUSSCHREIBUNG 4.1 Ziel der Ausschreibung Mit dieser Ausschreibung soll eine nächste Generation innovativer Startups und Entrepreneure im Bereich urbane Nachhaltigkeit gefunden werden. Das große Thema dahinter ist Energietransformation, sei es in Form von effektiven technologischen Lösungen oder der Einsparung von Ressourcen durch intelligentere Datennutzung oder kürzere Transportwege etc. 4.2 Inhalt der Ausschreibung Der Inkubator für urbane Nachhaltigkeit Wien wird den ausgewählten Unternehmen in der Umsetzung ihrer Vorhaben Hilfestellungen anbieten. Das konkrete Angebot des Inkubators zielt auf folgende vier Bereiche ab: Netzwerk: Vernetzung im Bezug auf spezifisches Know-How (z.b. EnergieexpertInnen, basierend auf der langjährigen Top-Managementerfahrung der BLUE MINDS VIENNA) Kontakt zu Stadt und Bezirksvertretungen und zugehörigen Unternehmen/Agenturen (z.b. Ermöglichen von öffentlichen Rollouts) Kontakt zu unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen und Key Playern, um Vermarktung, Partnerschaft, Proof of concept bzw. generell einen Rollout zu ermöglichen Betreuung: Netzwerk an EnergieexpertInnen (Generation, Grid, Storage, Mobility, Smart Home etc.) High Level Executives in den Kernbereichen Mentoring in den Bereichen Energie, Carbon Management und Sales Entwicklung solider Businesspläne Ausschreibungsleitfaden, Version 1, Mai 2015 Page 4/7

5 Infrastruktur: Kontakt zu Leerständen in der Stadt/Möglichkeit zur Zwischennutzung Raumnutzung zu Selbstkosten (Office, Verkaufsraum, Labor, Fabrik etc.) Schaffung eines Marktes durch die Lage im Grätzl (Rollout in der breiten Öffentlichkeit) Finanzierung: Kontakt zu Förderstellen, Crowdfunding-Organisationen und Investoren 5 ADMINISTRATIVES ZUR AUSSCHREIBUNG 5.1 Wer ist willkommen? Eingeladen, sich zu bewerben, sind alle Unternehmen, die sich thematisch einem der vier großen Themenbereiche zuordnen lassen und bereits einen Businessplan vorweisen können. Darüber hinaus ist eine Ansiedlung in Wien erforderlich. Die Staatsbürgerschaft der BewerberInnen spielt für die Bewerbung beim Inkubator keine Rolle; internationale Bewerbungen sind ausdrücklich erwünscht. Für allenfalls nötige aufrechte Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis haben die BewerberInnen selbst zu sorgen. 5.2 Bewertungskriterien Wir sprechen vorrangig junge Unternehmen, Startups und Enterpreneure an, die mit ihrem Produkt/mit ihrer Dienstleistung bereits die Anfangsphase (Konzeption, Entwicklung, Prototyp) hinter sich gelassen haben und erste, wenn auch nur kleine, Erlöse erzielen können bzw. mit ihrem Geschäftsmodell unmittelbar davor stehen und für die Markteinführung und Produkt- und Dienstleistungsausrollung einen Anschub und Support benötigen; sog. Second/Third Stage Startups. Akteure in der Frühphase sollen aber nicht explizit ausgeschlossen sein. Wir prüfen daher im Einzelfall wie Startups in der so genannten Early Stage Phase (Konzepte, Geschäftsmodelle, Prototypen udgl.) in die bestehende Initiative sinnvoll integriert werden können. Wir streben daher eine Mischung aus 20-25% Early Stage-Startups und 75-80% Second and Third Stage- Startups an. Pro Themenfeld sollen ca. zwei Projekte ausgewählt werden. Als Verweildauer im Inkubator werden in etwa zwei Jahre angepeilt. Bewerbungen im Ideenstadium ohne fertiges Konzept können wir leider nicht berücksichtigen. Kriterien: Beurteilungskatalog/Beurteilungsmatrix (Basisbeurteilung) Technische Beurteilung (Machbarkeitsbeurteilung) Beirat Innovation im Grätzl, Endauswahl im Hearing 5.3 Terms & To Dos Es ist vorgesehen, den ausgewählten TeilnehmerInnen Working Space und Infrastruktur zu moderaten Kosten sowie Sachleistungen in Form von extensivem Mentoring und Netzwerkservices anzubieten. Genauere Details dazu werden im Zuge der Auswahl nach Shortlisting der TeilnehmerInnen bekannt gegeben. BLUE MINDS VIENNA sieht ihre Aufgaben auch in der Vernetzung, der Moderation und der Koordination des Prozesses. Die BewerberInnen verpflichten sich im Falle einer Aufnahme zur Mitwirkung an der Umsetzung der Kommunikationsformate von Innovation im Grätzl (z.b. Tage der offenen Tür). Darüber hinaus wird die Peerto-Peer Kommunikation untereinander als wesentliches Element des Konzepts gesehen (z.b. in Form von monatlichen Treffen zum Austausch). 6 VERFAHREN 6.1 Zeitplan 21. Mai bis 30. Juni 2015 Bewerbungsfenster Laufend Shortlisting & Auswahl 14. Juli 2015 Endgültige Festlegung Individuell Start Ausschreibungsleitfaden, Version 1, Mai 2015 Page 5/7

6 6.2 Einreichung Der Einreichschluss für die Bewerbung ist der 30. Juni 2015, 23:59 Uhr. Bewerbungen, die bis zu diesem Zeitpunkt nur teilweise eingelangt sind, können nicht berücksichtigt werden. Die Übermittlung der Unterlagen erfolgt bevorzugt an: Betreff: Bewerbung IUNW, z.h. Teresa Pflügl 6.3 Auswahl und Hearing Alle geeigneten Bewerbungen werden einem qualitativen Auswahlprozess unterzogen. Genauere Infos zu Ort und Zeit werden nach Einreichung bekanntgegeben. 6.4 Betreuungsvertrag Mit den ausgewählten Unternehmen wird ein Acceleration-Mentorship-Agreement vereinbart, welches Unterstützung in den vier oben genannten Bereichen Betreuung, Netzwerk, Infrastruktur und Finanzierung beinhaltet. Dieses wird nach Shortlisting übermittelt. 6.5 Datenverwendung Die Bewerbungen werden innerhalb der Blue Minds Solutions GmbH und an die teilweise externe Jury weitergegeben und vertraulich behandelt. Keine Daten werden an unbeteiligte Dritte weitergegeben. 7 RECHTSGRUNDLAGEN Es handelt sich hierbei um eine privatwirtschaftliche Ausschreibung der Blue Minds Solutions GmbH. Die Blue Minds Solutions GmbH übernimmt keinerlei Haftungen. Ausschreibungsleitfaden, Version 1, Mai 2015 Page 6/7

7 KONTAKT KONTAKT The Blue Minds Company GmbH Siebensterngasse 31/ Wien Österreich Blue Minds Solutions GmbH Tel.: Siebensterngasse +43 (0) / Wien Österreich +43 (0) Ausschreibungsleitfaden, Version 1, Mai 2015 Page 7/7

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