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1 An unsere Mandanten Mandantenrundschreiben Januar 2013 Rostock, Sehr geehrte Damen und Herren, das Jahr 2013 hat begonnen und schon wieder sind für Sie relevante steuerliche Änderungen der Rechtssprechung zu beachten. Lesen Sie Informationen zu folgenden Themen: Termine Februar 2013 Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer 2013 beantragen Steuerfreiheit innergemeinschaftlicher Lieferungen kann nicht allein wegen fehlender Umsatzsteuer-Identifikationsnummer versagt werden Sozialversicherungsrechtliche Änderungen bei Minijobs zum Beitragssätze in der Sozialversicherung ab 2013 Haben Sie Fragen zu einem der angesprochenen Themen? Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne! Mit freundlichem Gruß Ellen Krüger Steuerberaterin

2 Termine und Allgemeines Termine Februar 2013 Bitte beachten Sie die folgenden Termine, zu denen die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig werden: Steuerart Fälligkeit Ende der Schonfrist bei Zahlung durch Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag 3 Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag Überweisung 1 Scheck Ab dem ist die Kapitalertragsteuer sowie der darauf entfallende Solidaritätszuschlag zeitgleich mit einer erfolgten Gewinnausschüttung an den Anteilseigner an das zuständige Finanzamt abzuführen. Umsatzsteuer Umsatzsteuer Sondervorauszahlung 5 Gewerbesteuer Grundsteuer Sozialversicherung entfällt entfällt 1 Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen müssen grundsätzlich bis zum 10. des dem Anmeldungszeitraum folgenden Monats (auf elektronischem Weg) abgegeben werden. Fällt der 10. auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, ist der nächste Werktag der Stichtag. Bei einer Säumnis der Zahlung bis zu drei Tagen werden keine Säumniszuschläge erhoben. Eine Überweisung muss so frühzeitig erfolgen, dass die Wertstellung auf dem Konto des Finanzamts am Tag der Fälligkeit erfolgt. 2 Bei Zahlung durch Scheck ist zu beachten, dass die Zahlung erst drei Tage nach Eingang des Schecks beim Finanzamt als erfolgt gilt. Es sollte stattdessen eine Einzugsermächtigung erteilt werden. 3 Für den abgelaufenen Monat. 4 Für den abgelaufenen Monat; bei Dauerfristverlängerung für den vorletzten Monat; bei Vierteljahreszahlern mit Dauerfristverlängerung für das vorangegangene Kalendervierteljahr. 5 Vgl. Information Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer-Vorauszahlungen. 6 Die Fälligkeitsregelungen der Sozialversicherungsbeiträge sind einheitlich auf den drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats vorgezogen worden. Um Säumniszuschläge zu vermeiden, empfiehlt sich das Lastschriftverfahren. Bei allen Krankenkassen gilt ein einheitlicher Abgabetermin für die Beitragsnachweise. Diese müssen dann bis spätestens zwei Arbeitstage vor Fälligkeit (d. h. am ) an die jeweilige Einzugsstelle übermittelt werden. Wird die Lohnbuchführung durch extern Beauftragte erledigt, sollten die Lohn- und Gehaltsdaten etwa 10 Tage vor dem Fälligkeitstermin an den Beauftragten übermittelt werden. Dies gilt insbesondere, wenn die Fälligkeit auf einen Montag oder auf einen Tag nach Feiertagen fällt. Achtung: Ab dem ist ein authentifiziertes Verfahren für Lohnsteuer- und Umsatzsteuervoranmeldungen mit ELSTER bzw. über Ihren Software-Anbieter anzuwenden. Bei Problemen bezüglich des authentifizierten Verfahrens stehen wir Ihnen gern beratend zur Verfügung. Umsatzsteuer Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer 2013 beantragen Aufgrund der Abschaffung der so genannten Abgabe-Schonfrist für Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie der Verpflichtung, die Anmeldungen elektronisch zu übertragen, bietet sich ein Antrag auf Fristverlängerung ab 2013 auch für diejenigen an, die ihre Voranmeldungen bisher monatlich oder vierteljährlich abgegeben haben. Voranmeldungszeitraum für die Umsatzsteuer ist das Kalendervierteljahr,

3 der Kalendermonat, wenn die Steuer (Summe der Vorauszahlungen) des Jahres 2012 mehr als betragen hat. Hat die Steuer im Vorjahr nicht mehr als betragen, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Abgabe von Voranmeldungen und von der Entrichtung von Vorauszahlungen befreien. Wenn sich im Jahr 2012 ein Vorsteuer-Überschuss von mehr als ergeben hat, kann durch Abgabe der Voranmeldung Januar 2013 oder eines Antrags auf Dauerfristverlängerung für 2013 bis zum der monatliche Voranmeldungszeitraum beibehalten werden. Unternehmer, die ihre Umsatzsteuervoranmeldungen monatlich abgeben, können Fristverlängerung für 2013 in Anspruch nehmen, wenn sie bis zum einen Antrag beim Finanzamt stellen. Voranmeldungen und Vorauszahlungen sind dann jeweils einen Monat später fällig. Die Fristverlängerung ist davon abhängig, dass eine Sondervorauszahlung in Höhe eines Elftels der Summe der Vorauszahlungen für 2012 angemeldet und bis zum geleistet wird. Diese Sondervorauszahlung wird auf die am fällige Vorauszahlung für Dezember 2013 angerechnet. Ob das so bleibt, ist abzuwarten. Dies hat zur Folge, dass die o. a. Anmeldungen ab Voranmeldungszeitraum Januar 2013 grundsätzlich bis zum 10. des dem Anmeldungszeitpunkt folgenden Monats abgegeben werden müssen. Fällt der 10. auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, ist der nächste Werktag der Stichtag. Vierteljahreszahler müssen keine Sondervorauszahlung entrichten. Für sie gilt die für ein Kalenderjahr genehmigte Fristverlängerung auch für die folgenden Kalenderjahre weiter, wenn sich die Verhältnisse nicht geändert haben. Ein erstmaliger Antrag ist in diesen Fällen bis zum zu stellen. Zu beachten ist, dass ein einmal gestellter und genehmigter Antrag so lange gilt, bis der Unternehmer den Antrag zurücknimmt oder das Finanzamt die Fristverlängerung widerruft. Für Unternehmer, die ihre berufliche oder gewerbliche Tätigkeit neu begründen, ist im Jahr der Aufnahme der Tätigkeit und im folgenden Jahr grundsätzlich der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum. Steuerfreiheit innergemeinschaftlicher Lieferungen kann nicht allein wegen fehlender Umsatzsteuer-Identifikationsnummer versagt werden Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist bei der Frage, ob eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung vorliegt, lediglich ein formelles und kein materielles Erfordernis. Dies hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Kann der leistende Unternehmer nachweisen, dass die Voraussetzungen einer innergemeinschaftlichen Lieferung vorliegen (der Erwerber ist ein Unternehmer, der den Gegenstand für sein Unternehmen erwirbt, der Gegenstand ist physisch in ein anderes EU-Land gelangt und unterliegt dort der Erwerbsbesteuerung), kann die Steuerfreiheit nicht allein mit der Begründung versagt werden, dass die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistungsempfängers nicht vorgelegt wird bzw. diese rückwirkend gelöscht worden ist. Der Europäische Gerichtshof weist allerdings darauf hin, dass die Steuerbefreiung versagt werden kann, wenn die materiell-rechtlichen Voraussetzungen der Steuerbefreiung nicht vorliegen und der Unternehmer seinen Nachweispflichten, wozu auch die Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gehört, nicht nachkommt. Kommt der leistende Unternehmer seinen Nachweispflichten nach, führt der Leistungsempfänger aber nicht die Erwerbsbesteuerung durch, ist die Lieferung nur dann steuerfrei, wenn er alle ihm zur Verfügung stehenden zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um seine Beteiligung an der Steuerhinterziehung zu verhindern. Dabei darf sich der Unternehmer im Regelfall auf die Auskunft des Abnehmers verlassen, dass der Gegenstand in ein anderes EU-Land verbracht wird. Personalwirtschaft Sozialversicherungsrechtliche Änderungen bei Minijobs zum Die Verdienstgrenzen für geringfügige Beschäftigung so genannte Minijobs werden an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst. Die Entgeltgrenze für so genannte Minijobs wird ab dem 1. Januar 2013 von 400 auf 450 angehoben. 1. Aktuelles Gehalt: Für bereits in 2012 bestehende Beschäftigungsverhältnisse gelten Übergangsregelungen. Die bisherigen Regelungen bleiben bis zum bestehen. Eine Option zur Rentenversicherung ist möglich. Gehalt 400,00 Auszahlungsbetrag 400,00 Kosten Arbeitgeber 523,96

4 2. Erhöhung Gehalt ab Wird das Gehalt zum auf z.b. 450,00 erhöht, fällt das Beschäftigungsverhältnis automatisch unter die neue Regelung. Das heißt, dass der Arbeitnehmer rentenversicherungspflichtig ist. Der Arbeitgeber trägt weiterhin die 15% zur Rentenversicherung. Der Arbeitnehmer trägt die verbleibenden 3,9%. Der Arbeitnehmer erwirbt sich durch die Zahlung des Beitrages Pflichtbeitragszeiten zur Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten in der Rente. Das Arbeitsentgelt wird in voller Höhe bei der Berechnung der Rente berücksichtigt. Gehalt 450,00 Auszahlungsbetrag 3,9% = 17,55 432,45 Kosten Arbeitgeber 587,96 3. Erhöhung Gehalt ab mit Option gegen die Rentenversicherung Auf Antrag kann sich der Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen ( Opt out ). Dieser Befreiungsantrag ist schriftlich an den Arbeitgeber zu stellen. Bei einer Befreiung des Arbeitnehmer von der Rentenversicherung zahlt lediglich der Arbeitgeber den Pauschalbetrag i.h.v. 15% zur Rentenversicherung. Der Arbeitnehmer erwirbt sich daher nur anteilig Monate für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten in der Rente. Das Arbeitsentgelt wird bei der Berechnung der Rente nur anteilig berücksichtigt. Um die tatsächlichen Auswirkungen aufgrund der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht abzuschätzen, wird den Arbeitnehmern ein persönliches Gespräch mit der Rentenversicherung empfohlen. Gehalt 450,00 Auszahlungsbetrag 450,00 Kosten Arbeitgeber 587,96 Beitragssätze in der Sozialversicherung ab 2013 o Rentenversicherung 18,9% o Arbeitslosenversicherung 3,0% o Pflegeversicherung 2,05% zuzügl. 0,25% Zuschlag für Kinderlose über 23 Jahre o Krankenversicherung 15,5 % der Arbeitnehmer 8,2% der Arbeitgeber 7,3% Rechengröße Alte Bundesländer Neue Bundesländer Vorläufiges Durchschnittsentgelt Rentenversicherung Euro/Jahr Euro/Jahr Bezugsgröße Sozialversicherung Euro/Monat Euro/Monat Beitragsbemessungsgrenze allgemeine Rentenversicherung Beitragsbemessungsgrenze knappschaftliche Rentenversicherung Beitragsbemessungsgrenze gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung Versicherungspflichtgrenze gesetzliche Krankenversicherung Euro/Monat Euro/Monat Euro/Monat Euro/Monat 3.937,50 Euro/Monat 3.937,50 Euro/Monat Euro/Monat Euro/Monat

5 Die Beitragsbemessungsgrenze markiert das Maximum, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist beitragsfrei. Wer über die Versicherungspflichtgrenze hinaus verdient, kann sich auch bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zugleich die Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze ist gleichzeitig die Beitragsbemessungsgrundlage in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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