Erfahrungen aus dem Maintenance Excellence Projekt. in Dormagen

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1 Erfahrungen aus dem Maintenance Excellence Projekt in Dormagen REFA Fachausschuss Chemie Claus Rathjen

2 Inhalt Einleitung Vorprojekt, Analyse Hauptprojekt, Realisierung Erfahrungen REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 2

3 Kennzahlen 1200 Mitarbeiter 23 Wirkstoffe 9 Formulierungen t Wirkstoffe pro Jahr t formulierte Produkte pro Jahr REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 3

4 Instandhaltungsabwicklung BCS Dormagen Instandhaltungsmanagement in Bayer CropScience - Eigenregie Teile der betriebsnahen Instandhaltung werden mit Bayer CropScience - Personal abgewickelt. In der Regel zeitkritische Arbeiten, die Produkt- und Anlagenkenntnisse erfordern. Vergabe von Instandhaltungspaketen an Service Provider Anteil Fremdleistung über 80 % REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 4

5 Projektabwicklung Vorprojekt und Analyse mit einem Consultant in 2004 Hauptprojekt unter Bayer CropScience - Eigenregie in 2005 Erfahrungsaustausch mit Chemiefirmen sowie mit Bayer Teilkonzernen und Bayer Servicegesellschaften Projekt wird zunächst an den Bayer CropScience Standorten Knapsack und Dormagen durchgeführt REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 5

6 Instandhaltungspyramide, Zuordnung der Themen Effizienz Fremdleistermanagement IH-Prävention - Anlagendesign Total Productive Maintenance (TPM) Risk based Maintenance (RBM) Integriertes Prozeßleit- / IH-System Benchmarking Optimierung Stillstandszeiten Computerunterstütztes IH- System RCM FMEA / RCA Fremdfirmenmanagement Ersatzteil-strategie & Management IH-Routinen & Wartungspläne Autonome Instandhaltung MTBF MTTR Vorausschauende & zustandsabhängige IH Einkauf / Verträge Stückliste Standards & Spezifikationen Maschinen Historie Verfügbarkeit Wochenplan Wöchentlicher IH-Bericht IH-Kosten Bericht Qualifikationsmatrix Beschreibung der Arbeitsmittel Anlagencodes, kritische Anlagen Tagesplan Instandhaltungskennzahlen Täglicher IH- Bericht Kurzintervallsteuerung IH- Kostenstruktur Arbeitsauftragssystem grundlegendes IH-Konzept Effektivität REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 6

7 IH-Pyramide, Selbsteinschätzung der Betriebe Betrieb A Ersatzteil-strategie & Management Stückliste Anlagencodes, kritische Anlagen Benchmarking Betrieb B Ersatzteil-strategie & Management Stückliste IH-Prävention - Anlagendesign Standards & Spezifikationen Benchmarking IH-Routinen & Wartungspläne IH-Prävention - Anlagendesign Standards & Spezifikationen Maschinen Historie Verfügbarkeit IH-Routinen & Wartungspläne Total Productive Maintenance (TPM) Optimierung Stillstandszeiten Tagesplan Maschinen Historie Verfügbarkeit Autonome Instandhaltung Wochenplan Instandhaltungskennzahlen Total Productive Maintenance (TPM) Optimierung Stillstandszeiten Autonome Instandhaltung Risk based Maintenance (RBM) Computerunterstütztes IH- System Wochenplan MTBF MTTR Wöchentlicher IH-Bericht Täglicher IH- Bericht Risk based Maintenance (RBM) Computerunterstütztes IH- System MTBF MTTR Wöchentlicher IH-Bericht Integriertes Prozeßleit- / IH-System RCM FMEA / RCA Vorausschauende & zustandsabhängige IH IH-Kosten Bericht Kurzintervallsteuerung IH- Kostenstruktur RCM FMEA / RCA Fremdfirmenmanagement Einkauf / Verträge Integriertes Prozeßleit- / IH-System Vorausschauende & zustandsabhängige IH IH-Kosten Bericht Qualifikationsmatrix Arbeitsauftragssystem Fremdfirmenmanagement Einkauf / Verträge Qualifikationsmatrix Beschreibung der Arbeitsmittel grundlegendes IH-Konzept Beschreibung der Arbeitsmittel Stärken: durchgängige Dokumentation hohes Sicherheitsbewusstsein, Ordnung und Sauberkeit enge Zusammenarbeit Technik und Produktion Wartungspläne für alle Anlagen gute IT-Systemunterstützung (SAP, Technisches Meldebuch) Kostentransparenz über SAP Schwächen: keine operativen IH-Kennzahlen Priorisierung, Planung, Steuerung und Berichte eher informell über Technisches Meldebuch und Besprechungen Anlagenverfügbarkeit nur indirekt über Produktionsmengen beurteilt wenig systematische Auswertung von Fehlerhäufigkeiten keine FMEA um IH-Routinen teilweise Schwächen bei Ersatzteilmanagement und -logistik Anlagencodes, kritische Anlagen Tagesplan Instandhaltungskennzahlen Täglicher IH- Bericht Kurzintervallsteuerung IH- Kostenstruktur Arbeitsauftragssystem grundlegendes IH-Konzept Element installiert [>80%] Installation teilweise [zwischen 40% und 80%] Installation teilweise [<40%] REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 7

8 Zusammenfassung der Tagesstudien Geplante Tätigkeit 7 % 24% 93 % 76% Verluste von 7% bis 24% bei geplanter Tätigkeit Ungeplante Tätigkeit 33 % 43% 67 % 57 % Verluste von 33% bis 43% bei ungeplanter Tätigkeit Tagesstudien zu geplanten Tätigkeiten zeigen weniger Verluste als zu ungeplanten Tätigkeiten Unzureichende Arbeitsvorbereitung führt zu Nacharbeit, Wartezeiten und Besprechungsbedarf Ungeplanten Arbeiten führen zu zusätzlichen Wegezeiten Ungeplante Material- und Werkzeuglogistik führt zu Verlusten REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 8

9 Projektziele Senkung der Kosten in den Bereichen Instandhaltung und Betriebstechnik Optimierung der Abläufe und Schnittstellen im Fremdleistermanagement Optimierung der internen IH-Abläufe und Prozesse Erhöhung der Anlagenzuverlässigkeit und Anlagenverfügbarkeit Implementierung eines integrierten Managementsystems zur effektiven Steuerung der Instandhaltungsprozesse durch mehr Transparenz, geschlossene Regelkreise und datenbasierte Entscheidungen Verbesserte Nutzung von SAP (Datenqualität, Schulung der Mitarbeiter,...) Durchgängiges Ersatzteilmanagement-Konzept für Dormagen (Bayer CropScience ) Eine Verhaltensänderung, die kontinuierliche Verbesserungen auch in der Zukunft unterstützt REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 9

10 Projektablaufplan Analyse Implementierung, Realisierung Realisierung Sept. Okt Jan. Dez bis 2007 Analyse der Systeme und Prozesse Implementierungsplan Optimierung der Systeme und Prozesse Verbesserung der Effektivität Verbesserung der Effizienz REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 10

11 Projektorganisation Lenkungsausschuss Projektleitung - Global Engineering - Standortleiter - Standortingenieure Teilprojekt Dormagen Team Effektivität - Betriebsleitung - Betriebsingenieure - Meister (Betrieb, Technik) - Spezialisten (Werkstatt, Läger, SAP) Teilprojekt Knapsack Effizienz / Effektivität Fremdleitermanagement Team Effizienz - Betriebsleitung - Betriebsingenieure - Meister (Betrieb, Technik) - Spezialisten (Werkstatt, Läger, SAP) Team Fremdleitermanagement - Mitarbeiter Einkauf - Betriebsingenieure - Meister (Technik) - Spezialisten (Läger, SAP) REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 11

12 Team Effektivität (das Richtige bzw. Notwendige tun) Anlagenverfügbarkeit - Systematische Störungsauswertung (Erfassung, Fehleranalyse und KVP) - Vorausschauende & zustandsabh. IH - Stillstandsplanung und Steuerung Systematische Maßnahmen- und Auftragsbewertung Maßnahmen und Aufträge beurteilen und bezüglich Dringlichkeit und Notwendigkeit bewerten. Ersatzteil- und Betriebsmittellogistik optimieren Strategische Partnerschaft mit Bayer Industry Services Pumpen-, Stellgeräte-, Motorenpool Fachwerkstätten (z.b. Gleitringdichtungen, Getriebe) Festlegung anlagenspezifischer Kennzahlen (Balanced Scorecard) REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 12.

13 Vorausschauende & zustandsabhängige Instandhaltung Kriterien für Bewertung kritischer Anlagenteile aus Sicht von Produktion und Technik festlegen. - Fehlende Produktionskapazität - Einfluss auf Sicherheit, Umwelt - Hohes Kostenrisiko Bewertung durchführen. Ergebnis Diese Betrachtung liefert Ergebnisse bei Anlagenteilen mit seltenen Störungen und gravierenden Auswirkungen andere Informationen sind in SAP direkt abrufbar. Wegen den seltenen Störungen sind nur geringe Einsparungen im Bereich der Anlagenbewirtschaftung zu erwarten. Ersatzteil- und Wartungskonzept wird optimiert REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 13

14 KPI s in der Instandhaltung (Finanzen) Anlagenbewirtschaftungskosten werden geplant und kontrolliert Capital Investment (CI) and Expense (EX). Substanzerhalt (S) Produktionsunterstützung (P) Modifikation (M) S CI EX P Relative EX-Kosten = EX-Kosten/Wiederbeschaffungswert Relative CI-Kosten = CI-Kosten/Abschreibung M REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 14

15 KPI s in der Instandhaltung (Anlagenverfügbarkeit) Daten zur systematische Störungs- und Maßnahmenerfassung werden in KPI s zusammengefasst. Technische Anlagenverfügbarkeit Ausfallhäufigkeit von Equipments mit Auswertung des Schadenscodes Störungen der Anlage ohne technischen Ausfall Prozentualer Anteil der Betriebsstörung an den Meldungen Die Auswertung erfolgt monatlich im SAP-System REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 15

16 Definition Anlagenverfügbarkeit Maximale Produktion (störungsfreier Betrieb) Produktion I Organisatorische Stillstände (Produktionsumstellungen mit An- und Abfahrvorgängen) geplante Instandhaltung technische Störungen Leerlauf und kleine Stopps, verringerte Geschwindigkeit fehlerhafte Qualität Rohstoffmangel, fehlende Aufträge Produktion II Produktion III Produktion IV Produktion V Netto-Produktion Technische Verfügbarkeit = Produktion III / Produktion I REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 16

17 Team Effizienz (Das Notwendige richtig tun) Planung, Arbeitsvorbereitung Priorisierung von Meldungen, Anteil planbarer Arbeiten erhöhen Ressourcenplanung Qualifikationsmatrix (eigene Handwerker) Entscheidungskriterien Eigen-/Fremdleistung festlegen Optimierung der IH-Prozesse Insourcing von Wartungs- und Inspektionsarbeiten aufgrund freigewordener Kapazitäten Optimierung der administrativen Prozesse (Technisches Meldebuch, Erlaubnisscheine) Optimierung der Prozesse zur Anlagenvorbereitung durch die Produktion Optimierung der Kommunikation (DECT wird weiter ausgebaut) Aufarbeitung von Armaturen Autonome Instandhaltung ausbauen REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 17

18 Fremdleistermanagement Auftragsvergabe an Fremdfirmen Prozesse verbessern und Schnittstellen reduzieren Qualitätsmanagement Aufträge bündeln. Arbeitspaketen standardisieren Kleinaufträge bündeln und die Gewerke Rohr- und Apparatemontage sowie Technische Baugewerke als Paket vergeben. Kostenreduktion durch stärkeren Wettbewerb REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 18

19 Abwicklung nach Anforderung Aufgaben Betrieb, Störungen Wartung und Inspektion Projekte Priorität festlegen Technisches Meldebuch (SAP) Betriebsstörung Klein-/ Füllarbeiten Planbare IH-Arbeiten Abwicklung Zeit optimiert Abwicklung mit -BCS-Personal - Kontraktoren (Rahmenverträge) Anteil der planbaren IH- Arbeiten wurden von 20 auf 70 % gesteigert Kosten optimiert Auftragszentrale Planen, Bündeln Ausschreibung Abwicklung mit Kontraktoren (Rahmenverträge) REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 19

20 Nutzung von SAP (Famous) Konsequente Nutzung der SAP Module für die Instandhaltung (Z.B. Notification Book, Plant Maintenance, Material Management, Business Information Warehouse) Schulung der Mitarbeiter Optimierung der SAP Module REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 20

21 Aufwand der Projektmitarbeiter Hoher Zusatzaufwand zur täglichen Arbeit für die Ausarbeitung und Implementierung der Prozesse und Systeme Lenkungsausschuss Projektleitung ca. 20 % Teilprojektleitung ca. 40 % Teamleiter ca. 40 % Teammitglieder ca. 20 % Projektleitung Teilprojekt Dormagen Teilprojekt Knapsack Effektivität Effizienz / Effektivität Effizienz Fremdleistermanagement Fremdleistermanagement REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 21

22 Einsparpotentiale Erhöhung der Effektivität und Effizienz der Prozesse 30% Anteil planbare Arbeiten erhöhen Reduktion von Störungen Materialbewirtschaftung, Ersatzteilmanagement 20% Reduzierung der Läger und Wegezeiten, Aggregatepool, Standards Fremdleistermanagement 15% Reduzierung von Schnittstellen, Nutzung von Synergien Neue Vertragspartner, Bündeln von Aufträgen 20% Plus Einmaleinsparungen Leistungsversicht 15% Verlängerung von Wartungsintervallen, Reduzierung von Maßnahmen Summe 100% 15 % Verbesserungspotenzial aus der Analyse wird erreicht REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 22

23 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit REFA Fachausschuss Chemie C. Rathjen 16. Nov Slide 23

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