Sicherheit im ÖPNV bei Großveranstaltungen Ergebnisse des Projektes VeRSiert

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1 Sicherheit im ÖPNV bei Großveranstaltungen Ergebnisse des Projektes VeRSiert Dr. Norbert Reinkober Nahverkehr Rheinland GmbH BMBF-Innovationsforum Zivile Sicherheit Sicherheit in einer offenen Gesellschaft 18. April

2 Besondere Anforderungen an die Akteure bei der Planung und Durchführung von Großveranstaltungen hoher Koordinationsaufwand hoher Personaleinsatz hoher Informations- und Kommunikationsbedarf Spontanität und Flexibilität 2

3 Zentrale Fragestellung von VeRSiert Wie kann die Sicherheit bei Großveranstaltungen durch den Einsatz technischer Systeme und organisatorischer Maßnahmen erhöht werden? Mehr Sicherheit durch bessere Arbeitsgrundlagen Gefahren möglichst frühzeitig erkennen und einschätzen bestmögliche Koordination der Einsatzkräfte Mehr Sicherheit durch bessere Kommunikation Entscheidungsfindung durch aktuelle Informationen unterstützen Lagebeurteilung durch schnell zugängliches Basiswissen optimierte Vernetzung und Abstimmung 3

4 VeRSiert Projektrahmen Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms Forschung für zivile Sicherheit als Teil der High-Tech- Strategie der Bundesregierung im Themenfeld Schutz von Verkehrsinfrastrukturen. Laufzeit: Mai 2008 bis April 2011 Erweiterung bis Oktober 2012 Untersuchungsräume: Köln Erweiterung: Bonn und Leverkusen Projektträger: VDI-Technologiezentrum GmbH, Düsseldorf Partner Airport Research Center GmbH, Aachen Bergische Universität Wuppertal, Wuppertal Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln Nahverkehr Rheinland GmbH, Köln Stadt Köln Universität Stuttgart, Stuttgart Vitracom AG, Karlsruhe Aufgabenteilung: NVR GmbH als Konsortialführer, 7 Partner 4

5 VeRSiert - Ausgewählte Ergebnisse Informationsund Kooperationsportal Lauffähige Demonstrations-Software für Zugriff auf veranstaltungsrelevante Informationen. Videoanalyse Simulation Mobile Dienste Mitarbeiterschulung Sicherheitsbefragung Videobasierte Zählsysteme erfassen permanent Personenströme; Warnung aus dem System bei Überschreitung von Grenzwerten. Abbildung des realen Personenverhaltens ermöglicht Überprüfung von Handlungsoptionen im Fall ungeplanter Ereignisse. Nachrichten zur Übermittelung von Notfall- und Warnmeldungen und Verhaltenshinweise per Handy an Bürger und Einsatzkräfte. Schulungskonzept für die KVB mit den Schwerpunkten Erkennen von Gefahrensituationen und Agieren wurde entwickelt und erprobt. Bundesweite Befragung von Verkehrsunternehmen nach ihren Sicherheitskonzepten. 5

6 VeRSiert Informations- und Kooperationsportal Aufgabe Vernetzung der an Großveranstaltungen beteiligten Organisationen und Akteure Aktueller Wissenstand bei den Beteiligten bei Planung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen Ergebnis Webbasiertes Informations- und Kommunikationsportal Zentrale Sammelstelle organisationsübergreifender Informationen 6

7 VeRSiert Informations- und Kooperationsportal 7

8 VeRSiert Informations- und Kooperationsportal Wann kann es genutzt werden? Planung Informationen werden zentral gesammelt Einfacher Austausch möglich Durchführung Aktueller Planungsstand und Kontaktdaten via Internet abrufbar Nachbereitung Systematische Auswertung und Archivierung zentral gesammelter Daten Optimierung der Folgeveranstaltungen 8

9 VeRSiert Informations- und Kooperationsportal Zentrale Anforderungen an das System einfache Bedienbarkeit: selbsterklärend/verständlich/übersichtlich webbasiert: Zugriff über das Internet passwortgeschützter Zugriff: hoher Schutzlevel differenzierte Zugangsrechte: Rechtekonzept mobil: nutzbar auf mobilen Endgeräten flexibel: Änderungen/Erweiterungen sind modular erweiterbar 9

10 Informations- und Kooperationsportal Perspektiven Einsatz des Portals in Bonn und Leverkusen (Praxiseinsätze in 2012) Einsatz des Portals in weiteren Kommunen in Nordrhein-Westfalen Nahverkehr Rheinland bietet Unterstützungsleistungen an: Bereitstellung und Betreuung der technischen Infrastruktur (Software, Server) Beratung und Unterstützung bei der Einführung des Portals Aufnahme und Pflege der Inhalte des Informations- und Kooperationsportals Moderation und Unterstützung der organisationsübergreifenden Planung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen Weitergabe der gewonnen Erkenntnisse (Beratung, Schulungen) 10

11 Videoanalyse U-Bahn-Haltestelle Dom/Hbf Kontinuierliche Erfassung der Fahrgastströme seit Juli

12 Auswertung Kölner Lichter 2010 (Großfeuerwerk) Anreisephase Abreisephase Abschluss-Feuerwerk: Uhr (gelber Blitz) 12

13 Videoanalyse Einsatzbereiche Einsatz videobasierter Zählsysteme zur Echtzeiterfassung von Fahrgästen Permanente Zählung der Personenströme möglich Warnung aus dem System bei Überschreitung von Grenzwerten (z.b. überfüllter Bahnsteig) Eingangsdaten für die Simulation 13

14 Simulation Ziele im Projekt Visualisierung des Untersuchungsraumes und Abbildung des realen Personenverhaltens Überprüfung verschiedener Handlungsoptionen im Fall ungeplanter Ereignisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen (z.b. Räumung wegen Bombenfund, Unwetter) Einsatz als Mess- und Steuerinstrument: Lagebeurteilung, Warnung aus dem System 14

15 Simulation mit steuernden Maßnahmen Visualisierung des Untersuchungsraumes und Abbildung des realen Personenverhaltens im Kölner Hauptbahnhof und an der KVB Sonderhaltestelle RheinEnergieStadion ist aufgebaut Überprüfung verschiedener Handlungsoptionen im Fall ungeplanter Ereignisse (z.b. Hagelschauer) und daraus Ableitung von Handlungsempfehlungen ist möglich Szenario Hagelschauer Variante 1 15

16 Einsatzbereiche der Simulation Planungssimulation Infrastrukturmaßnahmen, Großveranstaltungen Darstellung aller relevanten Passagier- und Verkehrsprozesse Beschleunigung und Standardisierung der Planungsprozesse Testen neuer Konfigurationen: Was-wäre-wenn-Szenarien Vermeiden von Planungsfehlern Echtzeitsimulation (Kopplung von Simulation und Realdaten) Integration von Kamera-Analysedaten (Querschnitte und Flächenmessungen) in die Simulation Mess- und Steuerinstrument: Lagebeurteilung, Warnung aus dem System Kurzzeitprognose Szenario-Analyse vom Status quo aus 16

17 Videoanalyse und Simulation - Perspektiven NVR unterstützt Entwicklung anwendungsorientierter Projekte Bund und Land sowie KVB AG, DB Station&Service AG und Bundespolizei haben großes Interesse an technischer Unterstützung der Sicherheitsaufgaben signalisiert Kombination mobiler und stationärer Systeme Einsatz an besonders frequentierten Stationen Einsatz an Haltestellen und im Zulauf (frühzeitige Beobachtung von Personenströmen) Videoanalyse und Simulation mit Aufschaltung auf Leitstellen 17

18 Mobile Dienste Entwicklung und Evaluierung einer Plattform für mobile Dienste bei Großveranstaltungen Verschiedene Varianten wurden erfolgreich getestet: Lokalisierung, Chat, Microblogging, Notfall melden 18

19 Mitarbeiterschulung Mit einer bundesweiten Befragungen zur Sicherheit bei Kommunen und Verkehrsunternehmen ist der Schulungsbedarf ermittelt worden Bei der KVB wurde ein Schulungskonzeptes für Verkehrsunternehmen im Themenfeld Sicherheit entwickelt und eingesetzt 19

20 Befragung zum Sicherheitsempfinden Identifikation der Einflüsse auf das Sicherheitsempfinden (Sicherheitsindikatoren) Entwicklung einer Methode zur Befragung der Fahrgäste ohne Behinderung des Ablaufs Sicherheitsempfinden der Fahrgäste bezüglich der Personendichte Software zur Datenanalyse wurde weiterentwickelt 20

21 Resümee und Ausblick - Aufbau eines System zur Reisendenlenkung Mobile Dienste 21

22 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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