Neues aus dem Grundwasserüberwachungsprogramm

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1 Neues aus dem Grundwasserüberwachungsprogramm Die aktuelle Versauerungssituation in Baden-Württemberg Neuer LUBW-Bericht (März 2010) LUBW - ARGE Versauerung Inhalt (1) Ist die Versauerung aktuell noch ein Umweltthema? (2) Wie ist die Versauerungssituation im Boden? (3) Wie ist die Versauerungssituation im Quell- und Grundwasser? (4) Wie ist die Versauerungssituation für die Lebensräume? (5) Wie ist die Versauerungssituation in den versauerten Gebieten? (6) Welche Anforderungen ergeben sich aus internationaler Sicht? (7) Was muss bei künftigen Maßnahmen beachtet werden? (8) Wie kann die Umweltbeobachtung verbessert werden?

2 Versauerung (Erhöhung der H + -Konzentration) Natürliche Säureeinträge Verwitterung, Wurzelatmung, Humusabbau, N-Fixierung, Vulkanismus, Waldbrände, Blitze Anthropogene Säureeinträge Säurebildende Emissionen aus Industrie, Verkehr, Intensiver Landwirtschaft, Hausbrand und Landnutzung Atmosphäre Pedosphäre (Böden) Hydrosphäre (Gewässer) Biosphäre (Lebensraum) Luftreinhaltung Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) BImSchV - Großfeuerungsanlagenverordnung Ziel: Reduzierung von Emissionen durch Festlegung von Grenzwerten - Umstellung auf schwefelarme Brennstoffe bis 1985 Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft - TA Luft richtet sich an Genehmigungsbehörden für genehmigungspflichtige industrielle und gewerbliche Anlagen - Grenzwerte für Emission und Immission

3 NOx-, SO2- Emissionsrückgang 1985/2006 Verlauf der NOx-, SO2-, NH3- Emissionen bzw. Säure-Äquivalente (molc*10 6 )

4 Depositionsmessnetz Baden-Württemberg 2008 Säureeintrag Sulfat , Seite

5 Säureeintrag Nitrat Säureeintrag im nördlichen Schwarzwald

6 ph-wert im Niederschlag Säure- Pufferkapazität der Böden und Gesteine

7 3 Wie ist die Versauerungssituation im Quell- und Grundwasser? Chemisches Maß im Wasser: ph-wert Vereinzelt Daten aus den 1960er bis 1980er Jahren. Jährliche Messungen an bis Mst. seit 1990/1992 Davon 40 (21) besonders geeignete Versauerungs-Mst. in Waldgebieten zur zweimonatigen bis vierteljährlichen Beobachtung seit 1993/1994/1996 Natürlicher ph-wert im Niederschlagswasser: ph 5,5-5,8 Vorsorge-Grenzwert der Trinkwasserverordnung ph 6,5 wg. evtl. toxisch wirkenden Metallen aus Leitungen und Grundwasserleitermaterial (u.a. Aluminium 0,2 mg/l) Vergleich Zeiträume 1994/1996 zu 2005/2007 Ganglinien einzelner Quellen Landesweit 3.1 Grundwassermessnetz Grundwasser-pH-Werte: - Kein landesweites Problem - ph < 6, % aller Mst. Minimum 1994 unter ph 4,0 (ph 3,9) Mst. mit einer sehr geringen El. Leitfähigkeit i. Quellwasser Pufferarme Gesteinsregionen von Schwarz- und Odenwald: - natürliche und anthropogene Versauerung - Technische Anlagen zur Entsäuerung des Rohwassers: 1/2 aller 300 Gemeinden

8 3.1 Grundwassermessnetz Aluminium - Werte - Filtriert: - Al > 0,200 mg/l (Grenzwert) - Kein landesweites Problem - nur lokal An versauerten Mst. mit ph < 6, Mst. dauerhaft mit Grenzwertüberschreitungen von 0,2 bis 2,00 mg/l Oft Hangschuttquellen mit kleinen Einzugsgebieten meist im Mittleren und Unteren Buntsandstein.

9 3.2 Sengessellochquelle Odenwald - Heidelberg ph-wert , ,5 ph-wert ,

10 3.2 Kaltenbrunnen im N-Schwarzwald an der Hornisgrinde Vergleich 1994/1996 zu 2005/2007 Ganglinien: Häufigkeit von ph-absenkungen ist geringer geworden ph-wert-amplituden sind kleiner geworden Niederschlag Säureeintrag ph-wert ,5 Niederschlag [l/m 2 *a], Säureäquivalente [molc/ha*a] ,5 5 4, ph-wert Mittelwerte aus 21 Quellen mit versauertem Wasser mit zweimonatiger bzw. vierteljährlicher ph-messung seit 1994/1996 Niederschlag [l/m 2 *a], Säureäquivalente [molc/ha*a] Niederschlag mittl. Jahressumme ,00 6,50 6,00 5,50 5,00 ph-wert Niederschlag mittl. Jahressumme Säureeintrag mittl. Jahressumme ph-wert Mittelw erte von 21 Messstellen mit versauertem Grundw asser

11 3.4 Landesweite Entwicklung der ph-werte im Grundwasser

12 3.5 Vergleich der Zeiträume 1994/1996 zu 2005/2007 Tendenz in den letzten 10 bis 15 Jahren: eher Verbesserungen (35 %) als Verschlechterungen (19 %), ph-wert bei 89 Mst. (46 %) unverändert. Landesweit: - in noch 88 Grund- und Quellmessstellen unter ph 6,0 - in nur noch 70 Messstellen - also 20 % weniger. Natürliche und anthropogene Versauerungsschwerpunkte nach wie vor: Buntsandstein im Odenwald und Schwarzwald auch Granit- und Gneisgebiete.

13 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

14 3.3 Kaltenbrunnen im N-Schwarzwald an der Hornisgrinde Vergleich 1994/1996 zu 2005/2007 Ganglinien: Häufigkeit von ph-absenkungen ist geringer geworden ph-wert-amplituden sind kleiner geworden Niederschlag Säureeintrag ph-wert Niederschlag [l/m 2 *a], Säureäquivalente [kmolc/ha*a] ,5 6 5,5 5 4,5 4 ph-wert

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