Begriffswirrwarr: CSR

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1 Von der Spende zur Zusammenarbeit. Kooperationen mit Unternehmen planen und umsetzen. 4. Fundraising-Tag der politischen Bildung Bundeszentrale für politische Bildung Workshop , Köln Prof. Dr. Michael Vilain Evangelische Fachhochschule Darmstadt Prof. Dr. Michael Vilain Begriffswirrwarr: CSR Corporate Governance Social Performance Corporate Citizenship 1

2 Definition CSR: CSR ist ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange (strategisch) in ihre Unternehmenstätigkeit und in ihren Wechselbeziehungen h mit den Stakeholdern zu integrieren. Europäische Kommission 2001, S. 5 Soziale, Umweltund ökonomische Belange Austausch mit Umfeld und Stakeholdern Freiwillig gesellschaftliche Aktivitäten entfalten interne und externe Perspektive (auch) zum Wohle Dritter planvolles, strategisches Handeln Interne und externe Dimensionen von CSR Interne Dimension Personalmanagement Lebenslanges Lernen. Nichtdiskriminierung, Gleichbehandlung, Gec du g,gewinn- und Kapitalbeteiligungen, familienfreundlicher Arbeitsplatz Arbeitsschutz Berücksichtigung von Arbeitsschutzfragen insbesondere bei Beschaffung und Beauftragung von Fremdfirmen (in Deutschland weitgehend rechtlich reguliert) Sozialverträgliche Strukturen Fusionen, Rationalisierungen, Umstrukturierungen, und deren negative Folgen Ressourcenverbrauch und Umwelt Sparsamer Ressourceneinsatz (win-win- Situation), nachhaltiges Wirtschaften, Stärkung der Position durch Umweltimage Externe Dimension Lokale Gemeinschaften Integration der Unternehmen in lokales/ regionales es Umfeld, Steuerzahlung, u Beschäftigung, freiwillige Beiträge zum Gemeinwohl (Spenden, Sponsoring etc.) Geschäftspartner, Zulieferer und Verbraucher soziale Verantwortung auch für Zulieferer, faire Preise, Compliance bei Zulieferern, Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit Menschenrechte globale Versorgungsketten, Einhaltung grundlegender Menschenrechtsprinzipien, Kampf gegen Korruption, Einhaltung Verhaltenskodex Globaler Umweltschutz Berücksichtigung grenzüberschreitender Auswirkungen, Ressourcenverbrauch 2

3 Ebenen der CSR-Verantwortung Philanthropisch ein guter Bürger sein erwünscht Ethisch sich ethisch verhalten erwartet Rechtlich Wirtschaftlich sich an Recht und Ordnung halten notwendig Gewinne machen notwendig 3) In Anlehnung an Carroll (2003 Vorbereitung Unternehmenskooperation 1. Vorüberlegungen: o Was will ich vom Unternehmen? (z. B. einmalige/regelmäßige Förderung in Form von Geld- oder Sachspenden, z. B. Hard-/Software oder Sachen, die veräußert werden können, z. B. Speisen) o Welches Profil/Ziel/Image hat meine Organisation? o Gibt es möglicherweise zu erwartende Konflikte mit anderen Anspruchsgruppen (z. B. durch Anbringung von Werbebannern) 3

4 Vorüberlegungen: Eigenes Profil Vision und Mission Entscheidungsstrukturen Zahlen, Daten, Fakten Schwerpunkte, Programme, Projekte wo wäre Kooperation möglich? Wichtigste Stakeholder (gemeinsame Zielgruppen - vorhanden und zu erschließen) Geographischer Wirkungsbereich Stärken der NPO (kurz, prägnant, relevant) Gesellschaftlicher Nutzen des Projekts und der NPO insgesamt Imagebroschüre, Presseberichte,Testimonials Vorüberlegungen: Kooperationsziele planen Schriftlich fixierter Maßnahmenplan : Langfristige Ziele festlegen (Gesamtziel) Einzelziele festlegen (EZ) Qualitätsstandards und Erfolgskriterien entwickeln (Mindest- und Maximalziele) Planung (Festlegung der Arbeitsschritte, Zeitplan, Ressourcenplan, Verantwortlichkeiten festlegen, Mögliche Kooperationspartner überlegen und Verantwortlichkeiten festlegen) 4

5 1. Vorbereitung: Welche Gegenleistungen o Werbeplatz in der Einrichtung (z. B. Banner, Aufkleber auf Geräten) o Pressearbeit mit Nennung des Sponsors o Logoanbringung auf Flyern und Plakaten o Dienstleistungsangebote für Sponsor (z. B. Weiterbildung für MitarbeiterInnen) o Bildschirmschoner mit Sponsorlogo/Hinweis auf Sponsoringtätigkeit o spezielle regelmäßige oder einmalige Angebote vermieten und so öffentlich kennzeichnen (z. B. Praktikum powered by Sparkasse) o Name der Einrichtung mit Sponsor verknüpfen (z. B. AOL-Stadion) o Werbebanner b auf eigener Homepage o Spendenquittung für Geld- und Sachleistungen o 1. Vorbereitung: Welche Firma passt zu uns? o Partner, für die unsere Zielgruppe auch wichtig ist? o Welche gemeinsamen Interessen gibt es? o Kleine Firmen mit lokalen oder regionalen Bezügen o große Firmen mit sozialer Verantwortung/sozialem Engagement o Stiftungen o Vereine und Verbände in der Region o traditionsreiche Betriebe o Volksbanken/Sparkassen/Versicherungen etc. 5

6 1. Vorbereitung: Zugänge zu Kooperationen Klare Ziele und Erwartungen i.d. Organisation klären. Was? Was wollen wir, welcher Art und Dauer? Wie? - Vorerfahrung, Anknüpfungspunkte? Wer? treffen Unternehmen auf Kernkompetenz der NPO ACHTUNG: Wertorientierung beachten; Exitstrategie festlegen 2. Das Vorhaben: Inhalte, Konzepte und Kooperationsmodelle Ambition bieten Stichhaltiges Angebot (passend) Spielraum für Projektgestaltung Stärken herausarbeiten Passung prüfen Potenziale müssen klar sein nicht unprofessionell eine Augenhöhe wahren/ Rollenbewusstsein Kontaktaufnahme planen Emotionen wecken 6

7 2. Das Vorhaben: Organisation repräsentieren kreativ Profil der Repräsentanten Partner Power- und Erfindergeist positive Rollendefinition auf Augenhöhe erfinderisch bei Barrieren anschlussfähige Kommunikation klares Mandat Person kommunikative Kompetenz Realitätscheck Auftrag Entscheidungskompetenz positive Einstellung Win-Win- Orientierung Nutzen für alle Beteiligten 3. Das Gespräch o Internetrecherche (Name/Telefon/ ) im Vorfeld: Ansprechpartner aus dem Bereich der PR-/Öffentlichkeitsarbeit vorher heraussuchen und gezielt mit dieser Person Kontakt aufnehmen o Strategieentwicklung für Gespräch (Einstieg, Darstellung, Präsentation, Einplanung von Störungen, Ausstieg) o Terminvereinbarung für persönliche Vorstellung und Präsentation 7

8 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Evangelische Fachhochschule Darmstadt Prof. Dr. Michael Vilain 8

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