Monitoring Informationswirtschaft 6. Trendbericht

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1 Monitoring Informationswirtschaft 6. Trendbericht 2006 Bearbeitung: Institute for Information Economics (IIE) Dr. Willi Bredemeier Hattingen, April 2006 Trendbericht April 2006/1

2 Die Zukunft der Informationswirtschaft bis 2010 Die 297 besten informationswirtschaftlichen Brains nehmen zu sieben Themenschwerpunkten Stellung: Allgemeines Geschäftsklima Beschäftigungsklima Unternehmensstrategien (z.b. Merger & Acquisitions, Beteiligungen - Weiterentwicklung IT - Konvergenz) Beschäftigungsstrategien (z.b. Qualifikationsklima - Flexibilisierung der Arbeit - Outsourcing, Nearshoring, Offshoring) Zukunftschancen, Wachstumsbereiche (viel versprechende Geschäftsbereiche - Internationale Wettbewerbsfähigkeit - Aussichten von Teilmärkten - Chancen aus Forschung und Entwicklung) Market Driver und Marktbarrieren (Open Source-Software/Linux E-Government - Finanzierung von KMUs und Existenzgründungen) Politische Handlungsbedarfe im Sechs-Jahres-Vergleich Trendbericht April 2006/2

3 Das Geschäftsklima (1): Erfahrungen % 11% 32% Eigene Einrichtung 57% 43% Eigene Branche 46% Aufschwung Konstanz im Vergleich zum Vorjahr Abschwung Beschleunigung positiver Entwicklungen allerdings noch viel Konstanz Trendbericht April 2006/3

4 Das Geschäftsklima (2): Erwartungen % 8% 28% Eigene Einrichtung 63% 42% Eigene Branche 50% Aufschwung Konstanz im Vergleich zum Vorjahr Abschwung Vor dem eindeutig besten Jahr seit 2001/2002 Trendbericht April 2006/4

5 Das Geschäftsklima (3): Determinanten Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 3,32 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen 1,38 Markt- und Branchenentwicklung 5,40 Nachfrage, Investitionen der Anwender 2,97 Aktionsparameter des Unternehmens 1,84 Strategie, unternehmerisches Handeln 4,18 Neue Produkte, neue Geschäftsbereiche 0,81 Marketing, Vertrieb 5,40 Psychologische Stimmung 12,00 Politische Größen 0,47 Gesamt 2,26 Indikatorwerte: Anzahl der optimistischen durch Anzahl der skeptischen Stimmen Teilweise Bombenstimmung - aber auch Übergänge von Innovations- zu Preiswettbewerb - größere Bedeutung politischer Größen Trendbericht April 2006/5

6 Geschäftsklima (4): Entwicklungen ,79 Geschäftsindikator ,50 3,54 1 0,32 0, Wert des Geschäftsindikators: Anzahl der optimistischen durch Anzahl der skeptischen Stimmen Trendbericht April 2006/6

7 Beschäftigungsklima (1): Erfahrungen 2005 Erfahrungen bis 2001: der größte Engpass 2002: größter Einschätzungs- und Stimmungswandel in der Informationswirtschaft seit 1999 zum Schlechteren 23% 37% 30% 21% Eigene Einrichtung 2005 Eigene Branche % 49% Nettozuwachs Konstanz Nettorückgang Nach wie vor Unsicherheiten - Stabilisierung des Mitarbeiterbestandes oberstes beschäftigungspolitisches Gebot Trendbericht April 2006/7

8 Beschäftigungsklima (2): Erwartungen % Eigene Einrichtung 43% 25% Eigene Branche 32% 43% 43% Nettozuwachs Konstanz Nettorückgang Wachstum in übersichtlichen Größenordnungen Neue Themen Outsourcing und Flexibilisierung der Arbeit Trendbericht April 2006/8

9 Beschäftigungsklima (3): Determinanten Weitgehend die gleichen Problemgrößen wie beim Geschäftsklima, aber eine andere Bewertung 10,40 Indikatorwerte: Anzahl der optimistischen durch Anzahl der pessimistischen Stimmen 1,31 0,53 2,00 1,23 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nachfrage, Investitionen der Anwender Aktionsparameter des Unternehmens insgesamt Strategie unternehmerisches Handeln Gesamt In der Beschäftigungspolitik werden die eigenen Handlungsmöglichkeiten skeptisch gesehen und die Bedeutung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betont. Trendbericht April 2006/9

10 Qualifikationspolitisches Klima Indikatorwerte: Anzahl der optimistischen durch Anzahl der pessimistischen Stimmen ,86 3,20 1,92 1,60 1,32 1,33 1,20 1,22 1,40 0,26 Unternehmensinterne Qualifizierung Schulen, Berufsschulen, Hochschulen Private Bildungsanbieter Politik - Politische Rahmenbedingungen Gesamt Mit der zweiten Bundestagswahl ein weiterer katastrophaler Einbruch der politischen Akzeptanzwerte Trendbericht April 2006/10

11 Langfristige Entwicklung des Qualifikationsklimas Seit 2000 kontinuierlicher Akzeptanzverlust des deutschen Qualifikationssystems - bald vor negativen Werten? Bei allen Trägern werden langfristige Orientierungen vermisst. Rolle des qualifikationspolitischen Sündenbocks wechselt mit den Jahren von den Bildungseinrichtungen zur Politik zu den Unternehmen und zurück zur Politik. Unternehmen lösen Rekrutierungs- und interne Qualifizierungsprobleme zufriedenstellend. E-Learning ist von nachrangiger Bedeutung. In den letzten sechs Jahren ist die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildungseinrichtungen kontinuierlich besser geworden. Gravierende Kommunikationsprobleme zwischen Informationswirtschaft und Politik generell und im Qualifizierungsbereich. Trendbericht April 2006/11

12 Flexibilisierung der Arbeit? Freie Mitarbeit Zeitverträge Outsourcing Nearshoring Bewertung nach Schulnoten 2,83 3,08 3,71 4,97 Formen der Flexibilisierung der Arbeit gewinnen zwar an Bedeutung. Aber sie stellen lediglich eine Ergänzung nach wie vor dominierender traditioneller Formen der Arbeitsorganisation dar. Weitere wichtige Formen der Flexibilisierung sind unternehmensübergreifende Kooperationen in Netzwerken, weitere Formen der zeitlichen und örtlichen Flexibilisierung sowie die Einrichtung von Hoffnungspositionen (Praktika, zweiter Arbeitsmarkt). Offshoring Gesamt 3,86 5,13 Eine Flexibilisierung wird vorwiegend aus Kostengründen angestrebt, allerdings auch, um Know how verfügbar zu machen und die Qualität der eigenen Arbeit zu verbessern. Trendbericht April 2006/12

13 Outsourcing, Nearshoring, Offshoring Outsourcing Nearshoring Offshoring Gesamt Bewertung nach Schulnoten 3,24 3,90 4,05 3,72 Vor allem Outsourcing, aber auch Nearshoring und Offshoring, haben sich in der Informationswirtschaft als legitime und Erfolg versprechende Praktiken durchgesetzt und sind für eine Reihe von Großunternehmen, zunehmend auch für kleinere Unternehmensgrößen, von besonderer Bedeutung. Der wichtigste Grund sind nach wie vor Kostenreduzierungen, vor allem Verringerungen von Personalkosten. Eine gemeinsame Initiative von Wirtschaft und Politik zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland könnte den bestehenden Trend zu Nearshoring und Offshoring verlangsamen und die dabei entstehenden Arbeitsplatzverluste in Grenzen halten. Trendbericht April 2006/13

14 Merger & Acquisitions, Beteiligungen (1) Bewertung nach Schulnoten 4,73 4,01 4,37 Beteiligung an meinem Unternehmen, Möglichkeit einer Übernahme oder weiterer Verschmelzungen Expansion des eigenen Unternehmens, Beteiligungen, Übernahme anderer Unternehmen Gesamt M&A-Strategien auf jungen Märkten: wachstumsorientiert - portefeuille-orientiert - innovationsorientiert - auf Internationalisierung angelegt. M&A-Strategien auf etablierten Märkten: auf Marktbereinigung zielend - kosten- und prozessorientiert. Einerseits geraten M&A rasch aus dem Blick. Andererseits sind sie zu Determinanten des Geschäftsund Beschäftigungsklimas geworden. Trendbericht April 2006/14

15 M&A, Beteiligungen (2): Vorteile, Herausforderungen Die wichtigsten Vorteile + Wachstum, mehr Umsatz, notwendige kritische Masse wird erreicht, mehr Kunden. + Diversifizierung, größere Angebotspalette, neue Geschäftsfelder. + Mehr Know how, bessere (Technologie-) Kompetenz, Technologietransfer gelingt, mehr Kreativität, Innovationsfähigkeit und Forschung. + Stärkung nationaler und internationaler Marktpräsenz. Herausforderungen - Vorbereitung und Umsetzung gelingt nur suboptimal und ist mit hohen Kosten verbunden. - Interne Bürokratisierung - erhoffte synergetische Effekte treten nicht ein. - Monopolbildungen, Verschlechterungen der Chancen für den selbstständigen Mittelstand. - Immer nur Reduzierung des Mitarbeiterbestandes. Eine Debatte über den Sinn mancher Zusammenschlüsse und die Effektuierung von M&A-Prozessen sollte beginnen. Trendbericht April 2006/15

16 Weiterentwicklung interner IT Bewertung nach Schulnoten IT-Sicherheit außer Biometrie Collaboration, Workflow Management Wissensmanagement Business Intelligence, Data Mining Dokumentenmanagement Content Management 2,38 2,54 2,55 2,56 2,58 2,60 E-Learning, Blended Learning Expertensysteme 3,31 3,35 Biometrie 4,04 Gesamt 2,85 Die Aussichten der Biometrie scheinen auf mittlerer Sicht überschätzt zu werden. Trendbericht April 2006/16

17 Konvergenz Bewertung nach Schulnoten Kommunikation (z.b. VoIP) 1,98 Transaktion (z.b. Online-Zahlungen) Triple Play (Vernetzung von Internet, Telefon und Fernsehen) 2,22 2,34 Information (z.b. Digitale Archive für alle Medien) 2,37 Alle Bereiche 2,40 Hardware (z.b. Anreicherung von Mobiltelefonen) 2,68 Unterhaltung (z.b. Digitales Heim) 2,83 Der gegenwärtige Hype um Triple Play wird durch die Ergebnisse der Umfrage nicht bestätigt. Trendbericht April 2006/17

18 Die Top-Geschäftsbereiche nach Schulnoten Bewertung nach Schulnoten IT-Sicherheit im Internet IT-Sicherheit unternehmensintern VoIP Medienkonvergenz RFID E-Commerce (B2B) Mobilkommunikation E-Commerce (B2C) E-Government E-Business Informationsdienste Software 2,02 2,02 2,06 Konjunkturell im bislang besten Jahr aber verlieren wir strukturell an Boden? 2,34 2,35 2,40 2,50 2,53 2,57 2,59 2,62 2,63 Trendbericht April 2006/18

19 Die weiteren Geschäftsbereiche nach Schulnoten Bewertung nach Schulnoten E-Health Digitales Fernsehen M-Commerce E-Banking T-Commerce Virtuelle Marktplätze 2,69 2,79 2,93 2,94 3,01 3,02 E-Brokerage Digitaler Rundfunk 3,23 3,35 Hardware Nirgendwo sind die Diskrepanzen zwischen Potenzialen und tatsächlichen Entwicklungen so groß wie bei E-Government und E-Health. 3,35 Trendbericht April 2006/19

20 Internationale Wettbewerbsfähigkeit (1) Sicherheit Voice over IP, Mobilkommunikation Medienkonvergenz Digitaler Rundfunk, Digitales Fernsehen RFID E-Business Software Informationsdienste Transaktionsdienste E-Government, E-Health Hardware Bewertung nach Schulnoten 2,70 (2,02) 2,82 (2,28) 2,93 (2,34) 2,93 (3,07) 2,96 (2,35) 3,05 (2,59) 3,07 (2,63) 3,09 (2,62) 3,18 (2,87) 3,27 (2,63) 3,71 (3,35) Die Experten bewerteten im Durchschnitt die internationale Wettbewerbsfähigkeit um 0,4 (nach Schulnoten) schlechter als die wirtschaftlichen Aussichten von Geschäftsbereichen (in Klammern). Trendbericht April 2006/20

21 Internationale Wettbewerbsfähigkeit (2) 47,0 52,0 Anteile weltweiter Marktführerschaft nach Nennungen in % ,5 17,0 0,9 15,6 12,0 10,0 9,3 10,2 5,6 14,0 0,7 3,3 USA Außerjapanisches Ostasien Europa Japan Skandinavische Länder Großbritannien Frankreich In sechs Jahren ein Siegeszug ohnegleichen für das außerjapanische Ostasien - Großer Verlierer Europa Trendbericht April 2006/21

22 Internationale Wettbewerbsfähigkeit (3) USA: in 17 von 21 Geschäftsbereichen Weltmarktführer - gerade auf jungen und rasch expandierenden Märkten stark - Schwächen nur bei Hardware und Mobilkommunikation. Außerjapanisches Ostasien: Weltmarktführer bei Hardware und Mobilkommunikation - sehr stark bei Software und Mobilkommunikation - im Vergleich zu Europa so gut wie keine Schwächen, allenfalls E-Government und E-Health. Japan: Gegen weiteres Ostasien verloren, aber gegen alle anderen Weltregionen gewonnen - Weltmarktführer bei Digitalem Fernsehen gemeinsam mit den USA - Weitere Stärken auf Consumer- und Mobility-Märkten. Europa: kaum gemeinsame Stärken außer E-Government und E-Health. Vor dem Aufstieg: Indien Trendbericht April 2006/22

23 Internationale Wettbewerbsfähigkeit (4) Skandinavische Länder: Stärken gut geführter Wohlfahrtsstaaten im öffentlichen und semi-öffentlichen Bereich - Mobilkommunikation - E-Banking. Großbritannien: Stärken eines Weltfinanzzentrums - Dazu Digitaler Rundfunk, Digitales Fernsehen und E-Government Deutschland: Branchenübergreifende und branchenspezifische Anwendungen - Customizing - Marktgröße. Frankreich: aus der Reihe führender informationswirtschaftlicher Länder ausgeschieden. Eine gemeinsame Förderung von Hochtechnologie für Europa wäre schwierig zu konzeptualisieren. Trendbericht April 2006/23

24 Aussichten informationswirtschaftlicher Teilmärkte Informationstechnik 2,55 Hardware 3,83 Software 2,68 IT-Services/Beratung 2,01 IT-Sicherheit 1,76 Telekommunikation 2,88 Mobilfunkdienste 2,33 Festnetz Sprach- und Datendienste 3,09 UMTS 2,85 Weitere Netzinfrastruktur 2,67 Endgeräte Festnetz 3,79 Endgeräte Mobilfunk 2,61 Online Content 2,33 Spiele 2,25 Video 2,49 Musik 2,23 Informationsdienste 2,28 Infrastrukturelle Voraussetzungen 2,55 DSL 1,73 Kabelmodem 3,23 Satellit 2,74 RFID 2,45 Alle informationswirtschaftlichen Teilmärkte 2,61 Bewertung nach Schulnoten Gute Aussichten für weitgefassten Online Content auf den Konsumentenmärkten Trendbericht April 2006/24

25 Chancen aus FuE Nach Teilbranchen: 1. Telekommunikation 34 % - 2. Software 30 % - 3. Professioneller Online-Content 5 % - Hardware 4 % (nach Anteil der Nennungen). Nach Softwarebranchen: 1. Sicherheit - 2. Branchenspezifische Lösungen - 3. Mobile Anwendungen - 4. E- und M-Commerce - 5. Betriebssysteme, Oberflächendesign, Standards - 6. Spracherkennung, Schrifterkennung - 7. Künstliche Intelligenz - 8. Wissensmanagement. Nach Anwendungen: 1. E-Government - 2. E-Health - 3. Automobilindustrie und Verkehrsinfrastruktur - 4. Finanzdienstleistungen. Telekommunikations-FuE: starke Zunahme in sechs Jahren insbesondere bei Datenübertragung, Vernetzung, Mobilkommunikation sowie neue Bereiche RFID und VoIP. Online-Content: Rückgang in sechs Jahren von 7 % auf 5 % - Teilbranche ist Pionierfunktionen verlustig gegangen - allerdings auch neue interaktive, kommunikative und collaborative Aspekte. 96 % der Experten: Vor weiteren Durchbrüchen Trendbericht April 2006/25

26 Open Source-Software/Linux (1): Einsatz Anteil an allen Nennungen Ich wäre bereit, für Dienstleistungen bzw. Support für Open Source-Software bzw. Linux zu zahlen 74,4% Eine Nutzung von Open Source-Software findet nicht statt und ist auch nicht vorgesehen 29,7% Eine Nutzung von Open Source-Software findet derzeit nicht statt, ist aber in der nächsten Zeit vorgesehen 18,7% In meinem Aufgaben- und Verantwortungsbereich wird Open Source-Software bzw. Linux bereits genutzt 55,6% Trendbericht April 2006/26

27 Open Source/Linux (2): Vor- und Nachteile Vorteilsindikator: 2,1 (2,1mal häufiger Vorteile als Nachteile genannt). Verteilung der Problembereiche: Technische Probleme 34 % (Anteil an allen Nennungen) - Verfügbarkeits-, Entwicklungs- und Innovationsprobleme 22 % - Finanzielle Probleme 16 % - Anwendungsmöglichkeiten und Anwendungsorientierung 14 % - Argumentation versus Microsoft 5 % - Qualifikationsprobleme bei Anwendern 3,1 % - Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter 2,6 %. Vorteilsindikator Finanzielle Zusammenhänge 56,0 - wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Vorteile Innovationsfähigkeit, vielfältige Weiterentwicklungen, hohes Tempo der Entwicklung, große Gestaltungsspielräume sind notwendigerweise mit Nachteilen verbunden ( mangelnde Weiterentwicklungen, zu große Vielfalt, chaotische Entwicklungen ) und führen zu Problemen bei Installation, Updates und langfristiger Verfügbarkeit. Technische Vorteile bei Sicherheit, Transparenz, Stabilität und Flexibilität - Mangelnder Support kritisch gesehen (acht negative auf eine positive Stimme) - keine Standards, keine Standardsoftware - mangelnde Kompatibilität, Konfigurierbarkeit, Vernetzung und Interoperabilität - mangelnde Dokumentation und Endverantwortlichkeit. Anbieter nur bedingt wettbewerbsfähig - Notwendige Qualifikationen bei Anwendern nicht verfügbar. Trendbericht April 2006/27

28 E-Government Bewertung nach Schulnoten Bürgerfreundlichere Verwaltungsdienste 1,61 Bessere verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit 1,62 Verwaltungsinterne Reformen 1,64 Wirtschaftsfreundlichere Verwaltungsdienste (z.b. E-Procurement, Ausschreibungen, Bewilligungen) 1,73 Alle E-Government-Aktivitätsbereiche 1,66 E-Government ist besser geworden, aber Erwartungen und Ansprüche sind noch rascher gestiegen. Trendbericht April 2006/28

29 Finanzierung von KMUs und Existenzgründungen 44% Anteil an allen Nennungen 29% 13% 7-12% Banken sollten mittelstandsfreundlicher werden Politik und Förderpolitik sind gefordert. Qualifizierungshilfen für junge Unternehmen und KMUs Verbesserung der Finanzierungsbedingungen nicht erforderlich Alle Kommentare zu den Banken waren kritisch gemeint und wurden von keinem bankenfreundlichen Kommentar relativiert. Vorwürfe des mangelnden mittelstandspolitischen Willens und der mangelnden mittelstandspolitischen Kompetenz. Basel II wird als Versuch gesehen, der Übernahme von Risiken durch Restriktivität und Standardisierung zu entkommen. Die besten Hilfen für Unternehmer kommen von Unternehmern (Business Angels). Trendbericht April 2006/29

30 Dringender politischer Handlungsbedarf (1) Modernisierung der Verwaltung u.a. durch E-Government 1,79 Mehr Bürgerservice durch E-Government 1,84 Herstellung international wettbewerbsfähigen Steuerund Regulierungsniveaus 1,88 IT-Sicherheit im Internet fördern 2,14 Förderung breitbandiger Zugangswege zum Internet 2,17 Existenzgründungsförderung 2,19 Durchschnittliche Bewertung aller Bereiche 2,39 Förderung von Medienkompetenz 2,39 Kommunikation zwischen Politik und Informationswirtschaft verbessern 2,40 IT-Sicherheit innerhalb der Unternehmen fördern 2,46 Deregulierung des Arbeitsmarktes 2,50 E-Business in kleinen und mittleren Unternehmen fördern 2,53 Digital Divides zügig abbauen 2,68 Förderung mobiler Zugangswege zum Internet 2,72 Deregulierung informationswirtschaftlicher Anwenderbranchen (z. B. Verkehrsinfrastruktur, Gesundheit) 2,72 Kooperation zwischen Anbietern und Anwendern fördern 2,76 Bewertung nach Schulnoten Trendbericht April 2006/30

31 Politischer Handlungsbedarf (2): Die Präferenzen der informationswirtschaftlichen Entscheidungsebene erwiesen sich für den Zeitraum als stabil. Die Informationswirtschaft erwartet vorzugsweise Aktivitäten in drei Bereichen: Modernisierung der Verwaltung für private und geschäftliche Kunden Ordnungspolitik und möglichst weitgehende Deregulierungen Qualifizierungs- und Forschungspolitik. Gegenwärtig besteht auch eine prioritäre Bedeutung der IT-Sicherheit. Diese Bedeutung dürfte aber bei wesentlichen Fortschritten in der Lösung wirtschaftlich bedingter Sicherheitsprobleme zurückgehen. Demgegenüber treten die Bedeutung von Marktentwicklung - Förderpolitik, Digital Divides zügig abbauen, Kommunikation zwischen Politik und Informationswirtschaft verbessern, Deregulierung informationswirtschaftlicher Anwenderbranchen und Kooperation zwischen informationswirtschaftlichen Anbietern und Anwendern fördern zurück. Trendbericht April 2006/31

32 Berichterstattung Kostenfrei herunterzuladen unter Gemeinsame Zusammenfassung 9. Fakten- und 6. Trendbericht Zusammenfassung Trendbericht Methodologie Trendbericht: Allgemeines Geschäftsklima Beschäftigungsklima Unternehmensstrategien Qualifizierungsstrategien Neue expandierende Geschäftsbereiche Markttreiber und Marktbarrieren Politischer Handlungsbedarf im Sechs-Jahres-Vergleich Trendbericht April 2006/32

33 Ihr Ansprechpartner IIE Institute for Information Economics Erzbergerstraße 9-11 D Hattingen Dr. Willi Bredemeier ( ) ( ) Trendbericht April 2006/33

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