Geschäftsbericht 2007

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1 Geschäftsbericht 2007 I n h a l t d r u c k e n 1

2 G e s c h ä f t s b e r i c h t Inhalt Editorial Max Pfister, Regierungsrat Kanton Luzern Präsident der Bestellergesellschaft des Tarifverbundes LU/OW/NW 3 Beat Wiget, Geschäftsführer TU-Gesellschaft 5 Der Verbund Die Verbundpartner im Überblick/Organigramm 8 Personen und Funktionen 9 Tarife 10/11 Fakten und Zahlen Verkaufs- und Umsatzentwicklung 2007, Abonnemente 13/14/15 Verkaufs- und Umsatzentwicklung 2007, ITV Agglo Luzern 16 Marketing/Neuerungen Kommunikations-Massnahmen /19/20 Rund um den Tarifverbund Ausblick 22/23 2

3 E d i t o r i a l Wir sind auf Kurs! Liebe Leserin Lieber Leser Wir sind im wahrsten Sinn des Wortes auf Kurs: Die Richtung, die Geschwindigkeit und das anvisierte Ziel unseres Bootes Öffentlicher Verkehr stimmen. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang einige der Highlights des vergangenen Jahres, die diese Behauptung untermauern, beleuchten. In Luzern haben das Verkehrshaus und die Wohnquartiere Bellerive, Würzenbach und Büttenen ihren Bahnhof erhalten, indem die Dienststation Würzenbach für den Publikumsverkehr ausgebaut wurde. Luzern Verkehrshaus ist nunmehr die neunte neue Haltestelle, die im Grossraum Luzern in den letzten Jahren eröffnet wurde, sowie die erste S-Bahn-Haltestelle auf Luzerner Stadtgebiet. Dank dem Halt des Voralpen-Express erreichen zum Beispiel Besucherinnen und Besucher aus St. Gallen das Museum nun ohne umzusteigen in gut zwei Stunden. Aber auch im regionalen Personenverkehr wird uns diese Haltestelle Freude bereiten und insbesondere die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs gerade in der Stadt Luzern wesentlich verbessern. "Das Jahr 2007 war wiederum und dies notabene nach einem sehr guten Jahrgang 2006 ein Jahr der Rekorde" Auf den Zeitpunkt des Fahrplanwechsels vom 9. Dezember 2007 hoben wir die Preise für die Fahrausweise im Tarifverbund Passepartout um durchschnittlich rund vier Prozent an. Eine Reaktion der Öffentlichkeit zu den Tarifanpassungen ist mir nicht bekannt. Gute Leistungen sind ihr Geld wert. Die Kundinnen und Kunden anerkennen, dass das Angebot bei einem Leistungsausbau in den drei Kantonen Obwalden, Nidwalden und Luzern in den beiden vergangenen Jahren von über 12 Prozent einen leicht höheren Preis verdient. Ich werde mich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass der öffentliche Verkehr bei uns leistungs- und preismässig attraktiv bleibt. Dank dem guten Leistungsangebot liegen die Verkäufe der Produkte des Passepartouts über den Prognosen. Das Jahr 2007 war wiederum und dies notabene nach einem sehr guten Jahrgang 2006 ein Jahr der Rekorde. Es wurden deutlich über 500'000 Abonnements verkauft und deren Umsatz beträgt 33,24 Mio. Franken. Insgesamt wurde der Umsatz bei den Abonnements um 6,1 Prozent und beim Integralen Tarifverbund in der Agglomeration Luzern um 2,1 Prozent gesteigert. Die detaillierten Auswertungen finden Sie im Kapitel Fakten und Zahlen. Es ist uns allen klar, dass dies das Verdienst von vielen Hundert Menschen ist. Sie leisten in den Verkehrsunternehmen, sei es im Führerstand, in der Werkstatt, am Verkaufsschalter oder im Büro, täglich ihren Beitrag; ihnen gilt mein Dank. Unser wichtigstes Ziel für das Jahr 2008 ist der Integrale Tarifverbund für das gesamte Passepartout-Gebiet. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Ich weiss, dass noch viel Arbeit auf uns wartet und 3

4 E d i t o r i a l insbesondere die Kommunikations- und IT-Profis sowie die Marketingspezialisten einen Effort leisten müssen, der deutlich über das Normale hinausgeht. Ich bin überzeugt, dass die Überführung des jetzigen Abonnementverbunds in den Integralen Tarifverbund einen zusätzlichen Attraktivitätsschub auslösen wird. Sich dafür zu engagieren, lohnt sich. Ich freue mich mit Ihnen, daran arbeiten zu dürfen! Max Pfister, Regierungsrat Kanton Luzern Präsident der Bestellergesellschaft des Tarifverbundes LU/OW/NW 4

5 E d i t o r i a l Erfolg durch Engagement Wenn die Tätigkeiten der Geschäftsstelle im 2007 zusammengefasst werden müssten, so kann von drei wichtigen Säulen gesprochen werden: Der Verkauf und die damit direkt verbundenen Geschäfte halten sich auf einem hohen Niveau Der Aufbau des Integralen Tarifverbunds per Dezember 2008 bindet grosse Ressourcen Der Geschäftsführer der Geschäftsstelle Tarifverbund Passepartout ist gewählt Seit der letzten grösseren Anpassung im Tarifverbund Passepartout sind die Umsatzzahlen laufend gestiegen. Die Details können im entsprechenden Kapitel innerhalb dieses Geschäftsberichts nachgeschlagen werden. Dieser Erfolg kommt nicht überraschend: Hinter den nackten Zahlen verbirgt sich hauptsächlich das grosse Engagement der Transportunternehmungen mit ihren motivierten Mitarbeitenden. Trotz den prächtigen Zahlen muss das Angebot ständig bekannt gemacht, angepasste Produkte herausgegeben und die Öffentlichkeit auf die Vorzüge des Passepartouts hingewiesen werden. "Seit den letzten grösseren Anpassungen im Tarifverbund Passepartout sind die Umsatzzahlen laufend gestiegen" Im Bereich Marketing wurden mehrere Aktionen durchgeführt: Während den Fasnachtstagen wurde in der Region Luzern der UBS-Fasnachtspass verkauft. Zusammen mit einem Sponsoringbeitrag der genannten Grossbank und dank einem spürbaren Preisnachlass durch den Passepartout haben gegen 9'000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler vom günstigen Angebot profitiert. Bereits zum zweiten Mal engagiert sich der Passepartout bei Volley BTV Luzern. Der Tarifverbund Passepartout ist Privat- Sponsor von Thais Camargo. Die Brasilianerin ist eine von drei Ausländerinnen, welche beim NLA-Club Volleyball spielt. Die direkte Unterstützung beschränkt sich jedoch auf die kostenlose Abgabe des Jahresabonnements. Dieses interessante Engagement bringt der sympathischen Mannschaft Schwung und Kraft und trägt nebenher zum wirtschaftlichen Halt in der obersten Schweizer Damen- Volleyball-Liga bei. Im Frühling haben wir mit unserem wahrscheinlich treffendsten Key-Visual die Angebotsvielfalt des Tarifverbunds dargelegt: Auf einem Silbertablett präsentierten wir die verschiedenen Transportunternehmungen, welche beim Passepartout die Dienstleistung an der Kundin und am Kunden erbringen. Bei zehn verschiedenen Unternehmen können diese das Abonnement nutzen und dies auf einem Streckennetz von über 900 Kilometern. Den grössten Erfolg konnte die Aktion 3 Monate gratis fahren verbuchen. Die Idee dieser breit angelegten Aktion mit Flyern, Plakaten und der persönlichen Werbung am Verkaufsschalter war, die Kundinnen und Kunden einmal mehr auf die Rabattierung der Jahresabonnemente aufmerksam zu machen und diese zu animie- 5

6 E d i t o r i a l ren, vom Monatsabonnement auf das Jahresabonnement umzusteigen. Da den Käuferinnen und Käufern ein Gutschein im Rahmen einer Monatsvergütung abgegeben wurde, konnte der Erfolg genau gemessen werden: Über (!) Personen haben den Schritt gemacht und ein Jahresabonnement erstanden. Die Aufbauarbeit für den Integralen Tarifverbund Passepartout fordert die Transportunternehmungen in mancher Hinsicht. In den verschiedenen Teilprojekten sind rund 30 Mitarbeitende der Bahn-, Bus-, Postauto- und Schiffsbetriebe eingebunden. Mit ihrem grossen Know-How setzen sie zusammen mit den Beteiligten auf Bestellerseite alles daran, dass das Projekt per Dezember 2008 auch fliegt. Damit die zukünftigen Herausforderungen abgedeckt werden können, haben die Transportunternehmungen eine neue Vereinbarung erarbeitet. Diese konnte nach mehreren Arbeitssitzungen und teilweise schwierigen Verhandlungen im Spätherbst auf die Unterschriftenrunde gesandt werden. Bis Ende Jahr unterzeichneten alle zehn Partner das neue Vertragswerk. Damit ist auch gesagt, dass die Anzahl der Transportunternehmungen geschrumpft ist: Durch diverse Übernahmen und Veränderungen im Organisationsgefüge sind es neu noch zehn Betriebe, die in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nidwalden eine Konzession für den öffentlichen Verkehr besitzen. Die Geschäftsstelle des Tarifverbunds Passepartout wird ab 2008 neu als unabhängige Organisationseinheit geführt. Als Geschäftsführer wurde Albrecht Strohbach gewählt. Er bringt grosse Erfahrungen in diversen Bereichen des öffentlichen Verkehrs mit und wird zusammen mit den Transportunternehmungen und den Bestellern den Tarifverbund Passepartout weiter entwickeln; er tritt seine Stelle am 1. Februar 2008 an. Ich nehme die Gelegenheit gerne wahr, Albrecht Strohbach zur Wahl als Geschäftsführer zu gratulieren und ihm bei dieser interessanten und herausfordernden Stelle viel Erfolg zu wünschen. Das grosse Ziel für 2008, die Einführung des Integralen Tarifverbunds Passepartout, ist bekannt und wird für die Transportunternehmungen zur Bewährungsprobe ihres Könnens. Wir werden alles daran setzen, dass die Kundinnen und Kunden weiterhin im Mittelpunkt unserer Bemühungen sind, um ihnen optimale Dienstleistungen anzubieten. Beat Wiget Geschäftsführer Gesellschaft der Transportunternehmungen 6

7 Der Verbund 7

8 O r g a n i s a t i o n Die Verbundpartner im Überblick Tarifverbundrat Geschäftsstelle BAV Bestellergesellschaft TU-Gesellschaft KOA VBK Geschäftsstelle GTU RSt Luzern Obwalden Nidwalden ÖVL vbl SBB PA ZS zb SGV ARAG AAGR AAGS ZVB bls ST EEB Tarifverbundrat Mitglieder - Kanton Luzern - Kanton Obwalden - Kanton Nidwalden - Zweckverband für den öffentlichen Agglomerationsverkehr (ÖVL) - 4 Delegierte der TU-Gesellschaft - Bundesamt für Verkehr mit beratender Stimme Bestellergesellschaft Mitglieder - Kanton Luzern - Kanton Obwalden - Kanton Nidwalden - Zweckverband für den öffentlichen Agglomerationsverkehr (ÖVL) TU-Gesellschaft Organe - Koordinationsausschuss (KOA) - Geschäftsführende TU (GTU) - Verbundkasse führende TU (VBK) - Kontroll- und Revisionsstelle (RSt) Mitglieder - Verkehrsbetriebe Luzern AG (vbl) - Schweizerische Bundesbahnen (SBB) - PostAuto AG, Region Zentralschweiz (PA ZS) - zb Zentralbahn AG (zb) - Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) - Rottal Auto AG (ARAG) - Auto AG Rothenburg (AAGR) - Sursee-Triengen-Bahn (ST) - Gemeinde Emmen (Emmer Busbetriebe EBB) - Auto AG Schwyz (AAGS) - Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) - bls Lötschbergbahn AG (bls) 8

9 O r g a n i s a t i o n Personen und Funktionen Bestellergesellschaft Max Pfister Regierungsrat des Kantons LU Präsident Bestellergesellschaft und Tarifverbundrat Hans Matter Regierungsrat des Kantons OW Gerhard Odermatt Regierungsrat des Kantons NW Kurt Bieder Stadtrat Luzern Geschäftsstelle Tarifverbundrat Daniel Meier Verkehr und Infrastruktur (vif) Kanton Luzern Yvonne Schuler Verkehr und Infrastruktur (vif) Kanton Luzern Max Pfister Regierungsrat des Kantons LU Präsident Bestellergesellschaft und Tarifverbundrat Hans Matter Regierungsrat des Kantons OW Gerhard Odermatt Regierungsrat des Kantons NW Kurt Bieder Stadtrat Luzern Beat Wiget Postauto Zentralschweiz Norbert Schmassmann Verkehrsbetriebe Luzern AG Ulrich Landolt SBB RPV Region Nordwestschweiz Roland Wittwer Bundesamt für Verkehr TU-Gesellschaft Geschäftsstelle Beat Wiget Postauto Zentralschweiz, Präsident TU-Gesellschaft Norbert Schmassmann Verkehrsbetriebe Luzern AG Josef Langenegger Zentralbahn AG Stefan Schulthess Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee Martin Wüthrich Rottal Auto AG Robert Meyer Auto AG Rothenburg Franz Stalder Sursee-Triengen- Bahn Beat Wiget Postauto Zentralschweiz Patrik Marbacher Postauto Zentralschweiz Michael Roost Auto AG Schwyz Anna-Barbara Remund BLS AG Heidi Krauer Emmer Busbetriebe Filip Flüeler Bruno Meyer SBB Personenverkehr Zugerland Verkehrsbetriebe AG 9

10 T a r i f e Abos: Zonenplan und Preise Zonenplan-Abos für Luzern, Obwalden, Nidwalden Junioren-Passepartout (6- bis 24-jährig) Anzahl 1 Mt. 12 Mt. 1 Zone * Zonen Zonen Zonen Zonen Zonen ' Zonen ' Zonen '386. und mehr * Die Zonen 10/20 (Stadt und Agglomeration Luzern) sind nicht einzeln lösbar. Monats- und Jahres-Passepartout (für Erwachsene) Anzahl 1 Monat 12 Monate 2. Kl 1. Kl 2. Kl 1. Kl 1 Zone * Zonen ' Zonen ' Zonen '062. 1' Zonen '296. 2' Zonen '476. 2' Zonen '665. 2' Zonen '845. 3'042. und mehr 9-Uhr-Passepartout (für Erwachsene) Anzahl 1 Monat 12 Monate 2. Kl 1. Kl 2. Kl 1. Kl 1 Zone * Zonen Zonen ' Zonen ' Zonen '089. 1' Zonen '242. 2' Zonen '395. 2' Zonen '548. 2'556. und mehr * Die Zonen 10/20 (Stadt und Agglomeration Luzern) sind nicht einzeln lösbar. * Die Zonen 10/20 (Stadt und Agglomeration Luzern) sind nicht einzeln lösbar. Preise gültig ab

11 T a r i f e Einzel-Billette: Zonenplan und Preise Zonenplan-Einzelbillette für die Agglomeration Luzern Tages-Passepartout (Zonen 10, 20, 40) Anzahl 1/1 1/2 2. KL 1. KL 2. KL 1. KL 1 Tag Tages-Passepartout (Zonen 10, 20, 40) Anzahl 1/1 1/2 2. KL 1. KL 2. KL 1. KL 1 Tag Einzel-Passepartout (Zonen 10, 20, 40) Anzahl 1/1 1/2 gültig 2. Kl 1. Kl 2. Kl 1. Kl Kurzstrecke Std. 1 Zone Std. 2 Zonen Std. 3 Zonen Std. Mehrfahrten-Passepartout (Zonen 10, 20, 40) Anzahl 1/1 1/2 gültig 2. Kl 1. Kl 2. Kl 1. Kl Kurzstrecke Std. 1 Zone Std. 2 Zonen Std. 3 Zonen Std. Preise gültig ab

12 Fakten und Zahlen 12

13 V e r k a u f s - u n d U m s a t z e n t w i c k l u n g Abonnemente Die Umsatzentwicklung bei den Abonnementen verlief im Jahr 2007 sehr positiv. So konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1.9 Mio. Franken auf Mio. Franken gesteigert werden (+6.1%). Seit 1994 wurde nie mehr ein so starkes Wachstum erreicht. Während in der Landschaft (Zonen 3++), also ausserhalb der Kernzone 10/20, ein Umsatzplus von 7.2% erzielt wurde, steigerte sich der Umsatz in der Kernzone 10/20 um 5%. Gegenüber dem Jahr 2001 sind die Umsätze insgesamt knapp 30%, in der Kernzone um 14% und in der Landschaft um eindrückliche 50% angestiegen. Diese Entwicklung widerspiegelt sich auch in den prozentualen Umsatzanteilen der Regionen: Während im Jahr 2001 noch über 58% der Umsätze in der Kernzone erzielt wurden, sind es im Jahr 2007 knapp 52%. Zurüchzuführen ist dies auf das stark wachsende Kundensegment Junioren (+3.7 Mio. oder +65% gegenüber 2001), erfreulicherweise dicht gefolgt vom Erwachsenenabonnement (+2.4 Mio. oder +50% gegenüber 2001). Umsatzentwicklung Abonnemente Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio. Umsatz 2001 Umsatz 2002 Umsatz 2003 Umsatz 2004 Umsatz 2005 Umsatz 2006 Umsatz 2007 Zone 10/20 Zone

14 V e r k a u f s - u n d U m s a t z e n t w i c k l u n g Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Segmenten zeigt seit 2001 folgende Zunahmen: Interabo +47%, 9-Uhr-Passepartout +9%, Junioren- Passepartout +45% und Erwachsenen-Passepartout +23%. Beachtlich ist die Zunahme des Erwachsenen-Passepartouts zwischen 2006 und 2007 in den Zonen 3++ mit 8% auf 7.19 Mio. Franken. Das Umsatzwachstum beschränkte sich jedoch nicht nur auf das umsatzstärkste Erwachsenen- abonnement auch die anderen Segmente legten im vergangenen Jahr in den Zonen 3++ zu: Der Junioren-Passepartout um 6%, das Interabo Luzern-Zug um 15.5% und der 9-Uhr-Passepartout um 22.1%. In der Kernzone 10/20 stiegen die Umsätze der Juniorenabonnemente mit 6.6% am stärksten, die Erwachsenenabonnemente und der 9-Uhr-Passepartout wiesen ein Plus von je 4.3% aus. Zusammensetzung der Verkaufsumsätze Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio. Umsatz 2001 Umsatz 2002 Umsatz 2003 Umsatz 2004 Umsatz 2005 Umsatz 2006 Umsatz 2007 Interabo 9-Uhr Junioren Erwachsene 0.19 Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio Mio. 14

15 V e r k a u f s - u n d U m s a t z e n t w i c k l u n g Im Jahr 2007 wurden 549'599 Abonnemente verkauft (Jahresabonnemente wurden in Monatsabonnemente umgerechnet). Dies entspricht einer Zunahme von 5.8% im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem die Monate Februar (+12%), Juli (+47%) und November (+18%) haben zu diesem Erfolg beigetragen. Die Ursache für den Verkaufszuwachs von 18% im November ist auf die Marketingkampagne während dieser Zeit zurückzuführen. Weniger erfolgreich waren hingegen die Monate März (-1.5%), Mai (-0.1%) und August (-6.5%). Von den 549'599 Abonnementen betrafen knapp 46% Erwachsenen-, 42% Junioren- und knapp 12% 9-Uhr-Pass-Abonnemente. Seit 1997 wurden knapp 26% mehr Abonnemente verkauft. Insgesamt konnten Jahresabonnemente (+7.7% gegenüber 2006) und Monatsabonnemente (+2.8%) verkauft werden. Sowohl beim Jahres- als auch Monatsabonnement werden am meisten in der Kernzone 10/20 verkauft: 68.2% der Monats- und 58.3% der Jahresabonnemente entfallen darauf. Auf Platz zwei steht bei beiden Abonnementsarten das 3-Zonen-Abo (10.3% der Monats- respektive 13.8% der Jahresabonnemente). Das grösste prozentuale Wachstum weist bei den Monatsabonnementen das 7-Zonen-Abo (+8,6% respektive 245 Stück) auf, bei den Jahresabonnementen ist es das 5-Zonen-Abo (+15.7% respektive 95 Stück), allerdings, wie die absolute Anzahl zeigt, beide auf eher tiefem Niveau. Erfreulich ist insgesamt, dass grosse Zuwachsraten in den Zonen 3++ zu verzeichnen sind. Verkaufsentwicklung Abonnemente seit 1997 (Anzahl in Monatsabonnemente umgerechnete Abonnemente) ' ' ' ' '000 Prozentuale Veränderung der Verkäufe pro Zone zwischen 2006 und % 14% 12% 10% 8% 6% 4% 2% 400' % 10/ Total Anzahl Zonen Total Jahresabonnement Monatsabonnement 15

16 V e r k a u f s - u n d U m s a t z e n t w i c k l u n g ITV Agglo Luzern Der kumulierte Umsatz hat sich beim ITV Agglo Luzern um 2.1% auf 20.5 Mio. Franken erhöht. Damit konnte sich die Zunahme nicht im gleichen Rahmen wie im Jahr 2006 entwickeln (+6.5%). Im Vergleich zum Vorjahr, wo das Umsatzwachstum des Einzel-Passepartouts 4.7% betrug, konnte im Jahr 2007 lediglich ein Anstieg von 0.9% verzeichnet werden. Dabei macht der Umsatz des Einzel-Passepartouts 71.6% des Gesamtumsatzes aus (Vorjahr 72.5%). Hingegen konnte ein deutlicher Anstieg der Mehrfahrten-Passepartouts (+8.7%) und der Tages-Passepartouts (+9.0%) ausgewiesen werden. Bei den Anzahl Fahrten konnte im Jahr 2007 ein weiterer neuer Rekord erzielt werden. Die Anzahl der Fahrten stieg um 2.3% auf 8'339'944 Fahrten. Mit 74% Anteil am Gesamttotal konnte der Einzel-Passepartout lediglich um 0.2% zulegen. Die Zunahme der anderen Fahrausweise bewegte sich dagegen auf einem deutlich höheren Niveau: Mehrfahrten- Passepartout +8%, Tages-Passepartout +9% und Übrige Tickets +13%. Umsatz pro Fahrausweis Anzahl Fahrten im ITV Agglo '000'000 12'000'000 10'000'000 8'000'000 6'000'000 4'000'000 2'000'000 9'000'000 8'000'000 7'000'000 6'000'000 5'000'000 4'000'000 3'000'000 2'000'000 1'000'000 0 Einzel-PP Mehrfahrten-PP Tages-PP Übrige Tickets Halbtaxverluste ' ' ' ' '257 1'008' ' ' Übrige Tickets Tages-PP Mehrfahrten-PP Einzel-PP 95'343 68' '419 5'696' ' '620 1'288'446 5'918' ' '524 1'452'972 6'003' ' '588 1'346'778 5'818' ' '152 1' ' '964 1'

17 Marketing / Neuerungen 17

18 M a r k e t i n g / N e u e r u n g e n Kommunikations-Massnahmen 2007 Drei verschiedene Kampagnen bildeten die Schwerpunkte der Passepartout-Kommunikations-Massnahmen im Jahre 2007: Die Frühjahres-Kampagne im April mit dem Schwerpunkt «Angebotsvielfalt» für Autofahrer, im Sommer die Goodwill-Aktion für Stellensuchende und die Aktion «3 Monate gratis fahren» im Herbst Frühlingskampagne Unter dem Titel «Einer für alle» wurden im April/Mai 2007 für die Zielgruppe Autofahrer diese Massnahmen lanciert: POS-Kampagne bei den SBB im Zeitraum vom April mit Flyern, A2- und F4-Plakten RadioSpots bei Radio Pilatus im Zeitraum 23. bis 27. April 17 Spots à 27 Sekunden Inserateschaltungen in der Neuen LZ 12 Schaltungen in der Zeit vom April und nochmals 10 Schaltungen in der Zeit vom Mai 2007 Sommer-Aktion Für alle Stellensuchende wurden im August/September insgesamt 12 Inserate geschaltet, welche für die Fahrt an den neuen Arbeitsort einen Gratis-Passepartout für eine Woche in Aussicht stellte. 18

19 M a r k e t i n g / N e u e r u n g e n Herbstkampagne Im Zentrum der Herbstkampagne standen für einmal die Monats- Abonnenten. Diese sollten mit dem Slogan «3 Monate gratis fahren» zum Umsteigen auf ein günstiges Jahres- Abo bewogen werden. Geschaltet bzw. eingesetzt wurden im Rahmen einer POS-Kampagne bei den SBB A2- und F4 Plakate sowie Flyer. Dieses Mailing wurde unterstützt mit Plakat-Aushängen bei der APG (47 F12-Plakate für 14 Tage ab dem 5. November sowie mit einer F4-City-Serie im gleichen Zeitraum.) Der Flyer wurde anfangs November ebenfalls in alle Haushaltungen der Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden mit der Post verteilt. Als weiteres Kommunikationsmittel wurden Hängekartons und Bushänger kreiert und den beteiligten Transportunternehmen zum Aushang zur Verfügung gestellt. Der Erfolg der Aktion kann sich sehen lassen: Weit über Personen sind der Aufforderung gefolgt und sind auf das Jahres-Abo umgestiegen. Damit wurde das gesteckte Ziel von 200 Umsteigern um mehr als 600% übertroffen. 19

20 M a r k e t i n g / N e u e r u n g e n Aktualisierung des Basisprospektes auf den Fahrplanwechsel Mit Blick auf das Jahr 2008 wurde der Basisprospekt in einer Auflage von 67'000 Exemplaren neu aufgelegt. Gleichzeitig wurden auch diverse Zonenpläne in den Formaten A4, A3 und A2 angepasst. 20

21 Rund um den Tarifverbund 21

22 R u n d u m d e n T a r i f v e r b u n d Ausblick Ausbau Zentralbahn Der Ausbau der Zentralbahn schafft die nötigen Voraussetzungen, damit eine bedeutende Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene möglich wird. Der Ausbau auf die Doppelspur auf Luzerner Stadtgebiet und in Hergiswil wird die notwendige Kapazitätssteigerung für die Verbesserung des Fahrplanangebots bringen und die neue S-Bahn- Haltestelle Allmend wird das grösste Veranstaltungsgelände der Zentralschweiz auf ideale Art und Weise erschliessen. Zudem wird die Tieflegung der Zentralbahn in Luzern zu einer massgeblichen Reduktion der Lärmimmissionen führen. Da vier Bahnübergänge aufgehoben werden, können wesentliche Behinderungen sowohl des Linienbusverkehrs als auch des motorisierten Individualverkehrs eliminiert werden. Das Auflageprojekt wurde per Ende Juli 2007 fristgerecht eingereicht, damit das Plangenehmigungsverfahren in der Zeit vom August 2007 bis Oktober 2008 ablaufen kann. Mit einem klaren Ja von über 79 Prozent haben die Luzerner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 24. Februar 2008 dem Ausbau der Zentralbahn zugestimmt. Somit kann mit den Bauarbeiten per Dezember 2008 begonnen werden. 22

23 R u n d u m d e n T a r i f v e r b u n d Angebot 2009 Der öffentliche Verkehr wird auf den Fahrplanwechsel per Ende 2008 dank einem deutlichen Mehrangebot um einiges attraktiver werden. Die Kundinnen und Kunden werden nicht nur von einem dichteren Angebot sondern auch von besseren Anschlüssen profitieren. Mit der Fertigstellung des Doppelspur-Ausbaus zwischen Cham und Rotkreuz wird der seit langem geforderte Halbstundentakt der S1 zwischen Rotkreuz und Luzern und damit die halbstündliche Erschliessung des Rontals von Luzern aus möglich. Das neue Gotthardkonzept verändert die Fernverkehrsverbindungen zwischen Basel, Luzern und dem Tessin. Das Konzept sieht konkret einen Ausbau auf der Achse Luzern Basel vor: Eine schnelle Verbindung Basel Olten Luzern Tessin und ein zweiter Schnellzug Basel Luzern. Damit erhält Sursee im Schnellzugsverkehr den integralen Halbstundentakt. Das bedingt jedoch eine Anpassung der S8: Diese wird in Sursee gebrochen und stellt dort jeweils die Anschlüsse an den Fernverkehr sicher. Integraler Tarifverbund Passepartout Das wichtigste Ziel steht fest: Der Integrale Tarifverbund Passepartout wird per Ende 2008 eingeführt werden. Die Vorteile des Integralen Tarifverbunds Passepartout liegen gerade aus Kundensicht auf der Hand: Einfach: 1 Billett für 10 Transportunternehmungen und 3 Kantone Attraktiv: Mehrfahrtenkarte 6 für 5 und Gültigkeit des Retour-Billetts als Tageskarte Flexibel: Freie Fahrt in den gewählten Zonen Die Verbesserungen im Schienenverkehr führen zu Anpassungen und Erweiterungen im regionalen Busverkehr. So sind auf den Korridoren Sursee Schöftland und Sursee Reinach AG Verbesserungen vorgesehen. Die Seegemeinden Weggis und Vitznau profitieren von einem verbesserten Busknoten Küssnacht a.r. und zudem ist eine neue Busverbindung von Küssnacht a.r. nach Root D4 geplant. Im Seetal wird der TransSeetalExpress zwischen Hochdorf und Rotkreuz voraussichtlich mit zwei Mittagskursen erweitert. Die Vernehmlassung zum Fahrplan 2009 wird im Frühjahr 2008 stattfinden. 23

24 Tarifverbund Luzern, Obwalden, Nidwalden c/o Verkehr und Infrastruktur (vif) Abteilung öffentlicher Verkehr Arsenalstrasse 43, 6010 Kriens Telefon , Fax

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