Wander- & Kulturführer

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1 3,- Wander- & Kulturführer der Olympiaregion Seefeld Tel. +43 (0) Tel. +43 (0)

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3 Olympiaregion Seefeld (er)lebenswert für 3 Generationen! Liebe Wanderer! Mit dem Wander- und Kulturführer halten Sie ein Büchlein voller Ideen und Möglichkeiten für Ihre individuelle Urlaubsgestaltung in den Händen. Sie können damit auf eine zauberhafte Wanderschaft gehen durch eine Region die vielfältiger nicht sein könnte. Eingebettet in die Gebirgszüge des Wettersteins, des Alpenpark Karwendel und in das Landschaftsschutzgebiet Wildmoos gilt die Olympiaregion Seefeld als das ideale Basislager für alle, die einfach mehr erleben möchten. Ganz egal, ob Sie auf den unterschiedlichsten Themenwegen mehr über die Besonderheiten der Flora, Fauna und natürlich der Traditionen, Sitten und Bräuche der Menschen am Plateau erfahren möchten oder ganz bewusst die Ruhe auf einsamen Gipfeln genießen möchten. Garantiert finden Sie auch den für Sie passenden Tourenvorschlag! Und kleine Urlauber? Die nehmen Sie einfach mit auf unseren riesigen Spielplatz nämlich die herrliche Naturlandschaft der Region. Sie werden begeistert sein von den Seen und Bächlein, Blumenwiesen, Almhütten und Tieren. Für weitere Informationen zu geführten Wanderungen, Kinderprogrammen und vielem mehr stehen Ihnen die fünf Informationsbüros in Seefeld, Leutasch, Mösern/Buchen, Reith und Scharnitz gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie! Wandern in der Olympiaregion Wir haben für Sie ein tolles Wandernetz durch die ganze Olympiaregion Seefeld ausgearbeitet. Alle hier erläuterten Wege werden regelmäßig gewartet, sind beschildert und markiert. Bitte folgen Sie nur den gekennzeichneten Wegen, hinterlassen Sie keine Abfälle und gehen Sie mit unserer Natur sorgfältig um. Im Folgenden werden die wichtigsten Wanderwege beschrieben. Die Wegnummern finden Sie sowohl auf der Wanderkarte als auch auf den Schildern im Gelände. Die Einteilung der Wanderwege erfolgt nach Gehzeit und Schwierigkeitsgrad unterteilt in Spaziergänge, Halbtagestouren, Tagestouren und Gipfelbesteigungen. In der Karte sind die Schwierigkeitsgrade zusätzlich besonders gekennzeichnet. Die Wanderkarte (inkl. Mountainbikestrecken) ist um 3,90 in allen Informationsbüros der Olympiaregion Seefeld erhältlich. Olympiaregion Seefeld Klosterstr Seefeld tel. +43(0) fax +43 (0)

4 Inhaltsverzeichnis 4 Einleitung Wander ABC... 6 Die Region zu Fuß entdecken Spazierwege Halbtagestouren Tagestouren Gipfelbesteigungen Mehr über die Region erfahren Geschichte, Natur und Kultur Themenwege - Adlerweg - Region Jakobsweg - Region Geoweg Hermannstal - Seefeld Kaiser-Maximilian-Weg - Seefeld Kreuzweg - Seefeld Kulturspaziergang - Seefeld Achweg - Leutasch Gaistal - Leutasch Geisterklamm - Leutasch Friedenswanderweg - Mösern Kalvarienberg - Mösern Bienenlehrpfad - Reith Kulturwanderweg - Reith Rosenkranzweg - Reith Schlossbachklamm - Reith Gleirschklamm - Scharnitz Naturewatch im Karwendel - Scharnitz Kneippanlagen Betrachtungs-/ Besinnungswanderung Wasser und Kräuter Wanderung Erlebniswanderung für Groß und Klein Ein paar Schritte auf dem Jakobsweg.. 77 Seen - Ablasssee - Seefeld Kaltwassersee - Rosshütte - Seefeld Möserer See - Mösern Weidachsee - Leutasch Wildmoos- und Lottensee - Mösern Wildsee - Seefeld Seefeld Pfarrkirche St. Oswald... 82

5 - Seekirchl Seefelder Heimatmuseum Seefelder Waldfriedhof...83 Leutasch Ludwig Ganghofer Museum Pfarrkirche Hl. Johannes dem Täufer Pfarrkirche Hl. Maria Magdalena Kapellen...89 Mösern/Buchen Friedensglocke Bergbauernmuseum Ropferstub m Heimatmuseum Sterzingerhof Historische Zäune Möserer Kirche Maria Heimsuchung Pfarrkirche St. Nikolaus Rotes Kreuz am Wildsee St. Magnus Kapelle in Leithen Scharnitz Alpenpark Karwendel Birzelkapelle Isarursprung Karwendelbahn Pfarrkirche Maria Hilf Porta Claudia Liste der Ausflugsziele, Almen/Hütten & Alpengasthöfe Kontakte, Impressum Reith Absetzkapelle Cäcilienkapelle Auland Frau Häusl Holzbildstock am Gstoag Lurdesgrotte Maria Hilf Kapelle Auland

6 Wander ABC Alpines Notsignal (S.O.S.) Sollten Sie auf einer Wanderung in Notlage geraten und Hilfe beanspruchen, so geben Sie das Alpine Notsignal: Innerhalb einer Minute 6 Mal in regelmäßigen Abständen ein Zeichen senden. Nach einer Pause wiederholen Sie den Ablauf und setzen dies fort, bis eine Antwort erfolgt. Die Zeichen können hörbar (lautes Rufen, Pfeifen, usw.) und / oder sichtbar (weißes Tuch, Taschenlampe, Spiegelung, usw.) sein. Alpin-Notruf Bei Notfällen erreichen Sie den Alpin-Notruf unter Tel. 140 oder + 43 / 512 / 140. Haftung Die Teilnahme an den geführten Wanderungen erfolgt auf eigene Gefahr. Öffentliche Busse Regionsbustickets für die gesamte Dauer Ihres Urlaubsaufenthaltes sind in den Informationsbüros um 12,- erhältlich. Sämtliche Ausgangspunkte sind mit dem Bus problemlos erreichbar. Voraussetzungen & empfohlene Ausrüstung Für Spaziergänge Alle unter diesem Begriff eingeordneten Wege sind vollkommen gefahrlos begehbar, Schwindelfreiheit ist nicht notwendig, die Wege können leichte Steigungen aufweisen. Ausrüstung: gute rutschfeste Halbschuhe mit Profilsohle, Windbekleidung, Regenschutz. 6

7 Für Halbtagestouren Alle unter diesem Begriff eingeordneten Wege weisen teilweise größere Steigungen auf, sind jedoch gefahrlos begehbar. Ausrüstung: feste, knöchelhohe Schuhe mit Profilsohle, Windbekleidung, Regenschutz, Brotzeit, Obst und Trinkflüssigkeit. Für Tagestouren Tagestouren sollten möglichst früh begonnen werden, da die Mittagshitze teilweise die Wanderung schwieriger macht. Alle unter diesem Begriff eingeordneten Wege können starke Steigungen aufweisen, erfordern etwas Kondition und teilweise Trittsicherheit. Ausrüstung: feste knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle, gute Windbekleidung, Regenschutz, ausreichend Proviant für mindestens 2 Mahlzeiten, Obst, 1 Liter Trinkflüssigkeit pro Person und Verbandszeug. Für Gipfelbesteigungen Alle unter diesem Begriff eingeordneten Wege und Gipfel erfordern alpine Erfahrung, Kondition, unbedingte Trittsicherheit, teilweise Schwindelfreiheit. Mit Kletterstellen muss gerechnet werden. Ausrüstung: Vor allem gutes Schuhwerk, warme Bekleidung, ausreichend Proviant und Trinkflüssigkeit, Verbandszeug, Taschenlampe, Regenschutz, Kenntnisse über die Wetterlage. Frühzeitiger Start der Tour. Auskünfte über den Zustand der Wander- und Bergwege und eventuelle Sperren, sowie Öffnungszeiten und Nächtigungsmöglichkeiten der Hütten und Berggasthöfe erhalten Sie in den Informationsbüros. Wandernadel In allen Informationsbüros liegen kostenlose Stempel-pässe zum Erwerb der verschiedenen Abzeichen auf. Nach Vorlage der von Ihnen erwanderten Stempel erhalten Sie, je nach erreichter Punktezahl, eine Wandernadel in Gold, Silber, Bronze (Unkostenbeitrag 1,90 / Nadel mit Regionsgästekarte). 7

8 8 Wandern

9 Vom gemütlichen Gehweg in anspruchsvolle Höhen Wandern - Spazierwege Halbtagestouren Tagestouren Gipfelbesteigungen

10 Spazierwege Rund um den Wildsee (Seepromenade) / Weg Nr. 4 Strecke: Seefeld / Innsbrucker Straße (Fußgängerzone) Gehzeit: ca. 30 Minuten Beim Dorfplatz Seefeld folgen Sie der Fußgängerzone in Richtung Süden. Am Ende der Fußgängerzone beginnt der Weg Nr. 4 und führt am Gehsteig entlang. Beim Hotel Bergland rechts abbiegen und nach ca. 100 m links der Straße am See entlang bis zum Waldschwimmbad Café Sonja. Dort führt der Weg durch den Wald nach links und durch das naturgeschützte Hochmoor zurück auf die Seepromenade. Dort am Hotel Seespitz vorbei zurück in die Fußgängerzone. 10 Römerweg / Weg Nr. 4 und 6 Strecke: Seefeld / Seepromenade Rosshütte Schlossberg Karwendelweg Seefeld Gehzeit: ca. 45 Minuten Vom Parkplatz Wildsee entlang der Seepromenade (Nr. 4) bis hinter das Strandbad folgend, dann nach links über die Innsbrucker Straße und den Bahnsteig auf Weg Nr. 6. Der Weg führt am östlichen Ortsrand von Seefeld entlang bis kurz vor die Talstation der Standseilbahn Rosshütte. Folgen Sie der Überführung der Umfahrungsstraße und von dort oberhalb der Straße auf einem teilweise steil angelegten Steig in nördlicher Richtung bis zum Schlossberg.

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12 Spazierwege In Richtung Mösern (Rundwanderung) / Weg Nr. 2, 4 Strecke: Seefeld / Seekirchl WM-Halle Sprungschanze retour Gehzeit: ca. 30 Minuten Nach dem Seekirchl rechts hinter den Tennishallen und dem Waldstadion vorbei (2) in den Wald. Nach ca. 1,5 km links über die Straße auf den Verbindungsweg zu Nr. 4. Am Waldrand wieder zurück, an der Olympia-Sprungschanze vorbei, zum Seekirchl. 12 Vom Pfarrhügel zum idyllischen Seefelder Wildsee Strecke: Informationsbüro Seefeld Pfarrhügel Seefelder Wildsee Gehzeit: ca. 1 Stunde Von der Seefelder Pfarrkirche St. Oswald aus - gleich gegenüber dem Informationsbüro Seefeld - über den Pfarrhügel zum Steinkreis und links zum Wildsee hinunter. Weitere Informationen zum Pfarrhügel und dem Steinkreis finden Sie unter Themenwege / Seefeld auf Seite 63.

13 Spazierwege Triendlsäge (Rundwanderung) / Weg Nr. 64, 65, 67, 68 Strecke: Seefeld / Wettersteinstraße / Geigenbühel Triendlsäge retour Gehzeit: ca. 1 Stunde Hinter den Hotels Seelos und Hochland vorbei auf den oberen Geigenbühelweg (68), der in die Geigenbühelstraße mündet. Dieser links bergan folgend und weiter auf Wanderweg 68 über die Klammbachbrücke und auf kurzem Straßenstück nach rechts zum Gasthof Triendlsäge. Zurück ins Dorf auf Weg Nr. 67 und direkt am Hotel Alpina vorbei auf dem unteren Geigenbühelweg (65) oder zurück durch den Kesselwald auf Weg Nr. 1. Dieser führt über die Kurhotelpromenade nach Unterseefeld. Man kann aber auch gegen Ende des Anstiegs rechts auf den Panoramaweg (65) abzweigen und vorbei am Hotel Alpina über den unteren Geigenbühelweg (65) ins Zentrum zurück kommen. 13

14 Spazierwege Rund um den Weidachsee (Seerundgang) / Weg Nr. 3 Strecke: von Leutasch / Weidach rund um den See Gehzeit: ca. 50 Minuten Am Forellenhof in Weidach links entlang des Seeufers, es folgt ein kurzer Anstieg bis oberhalb des Bruthauses. Sie halten sich aber rechts und gehen wieder absteigend zum Seeufer und zurück zum Forellenhof. Achweg Obern Ahrn / Weg Nr. 5 Strecke: Leutasch / Obern (Brücke) Ahrn Gehzeit: ca. 2 Stunden In Obern ab der Brücke geht es der Ache entlang, vorbei an den Ortsteilen Platzl, Aue und Kirchplatzl. Beim Alpenbad vorbei, spazieren Sie nach Weidach und von dort bis nach Ahrn. Hier gibt es auch die Möglichkeit den Spaziergang weiter bis nach Unterleutasch fortzusetzen. 14 Burggraben Ahrn / Weg Nr. 5 Strecke: Leutasch / Burggraben Unterkirchen Lochlehn Reindlau Puitbach Ahrn Gehzeit: ca. 2 Stunden Beim Gasthof zur Mühle in Burggraben folgen Sie dem Forstweg, vorbei an den einzelnen Weilern, dem Waldrand und der Ache entlang bis Ahrn. Ab hier haben Sie die Möglichkeit den Spaziergang weiter bis nach Oberleutasch fortzusetzen.

15 Spazierwege Runst / Weg Nr. 9 Strecke: Leutasch / Kirchplatzl Lehner Gehzeit: ca. 30 Minuten Dieser Weg führt am Fuße der Gehrenspitze dem Wiesenrand entlang von Kirchplatzl bis Gasse und dort hinter der Bäckerei weiter bis Lehner. Von hier aus kann man den Weg nach Unterleutasch fortsetzen. Gasse Reindlau / Weg Nr. 9 und 35 Strecke: Leutasch / Gasse Lehner Reindlau Gehzeit: ca. 1 Stunde Hinter der Bäckerei im Ortsteil Gasse folgen Sie dem Runstweg bis Lehner. Dort können Sie entweder links über die Lehnerweide durch den Wald oder rechts über die Felder nach Reindlau spazieren. Höhenpromenade / Weg Nr. 31 Strecke: Leutasch / Kirchplatzl Gasse Gehzeit: ca. 50 Minuten Im Ortsteil Kirchplatzl führt der Weg hinter dem Ganghofer-Museum leicht ansteigend durch Wald und Latschen mit herrlichem Ausblick auf das Leutaschtal nach Gasse. Dort mündet er in den Weg Nr. 9 (Runst). 15

16 Spazierwege Unterer Wiesenweg / Weg Nr. 32 Strecke: Leutasch / Kirchplatzl Klamm Gehzeit: ca. 40 Minuten In Kirchplatzl bei der Auffahrt zur Oberen Wiese geht es links durch ein kleines Tal bis Plaik und Klamm. Oberer Wiesenweg / Weg Nr. 33 Strecke: Leutasch / Kirchplatzl Klamm Gehzeit: ca. 40 Minuten In Kirchplatzl führt der Weg beim Gasthof Kühtaierhof und Gasthof Birkegg vorbei durch lichte Lärchenbestände und über Wiesen nach Klamm. 16 Liftweg / Weg Nr. 34 Strecke: Leutasch / Weidach Katzenkopf (Bergstation Kreithlift) Gehzeit: ca. 1 Stunde Beim Hotel Kristall folgen Sie dem ansteigenden Weg zum Katzenkopf. Über die Schiabfahrt und vorbei an der Sommerrodelbahn geht es weiter durch den Wald bis zur Bergstation des Kreithliftes am Katzenkopf.

17 Spazierwege Wildmoos Fludertal / Weg Nr. 34, 49, 3 Strecke: Katzenkopf (Bergstation Kreithlift) Wildmoos Gehzeit: ca. 1 Stunde Von der Bergstation des Kreithliftes ausgehend folgen Sie zunächst leicht abwärts der Piste bis Sie bald nach rechts abzweigen und über den Steckenweg und das Fludertal nach Wildmoos gelangen. Dieser Weg stellt die Verbindung zwischen dem Katzenkopf und dem Rundweg Mösern- Wildmoos dar. Durchs Katzenloch / Weg Nr. 24 Strecke: Leutasch / Moos Katzenloch Buchen Gehzeit: ca. 1 Stunde Es gibt zwei Möglichkeiten: 1. Am Haus Isabella in Moos beginnt ein leichter Anstieg und führt weiter durchs Katzenloch bis Buchen. Rechts vorbei an der Abzweigung Muggenmoos, dann links vorbei an der Abzweigung Rappental. Anschließend wieder rechts vorbei an der Abzweigung Richtung Buchener Höhe und dann links vorbei an der Abzweigung Richtung Rauthhütte m nach der Straßenkreuzung zum Parkplatz Rauthhütte biegen Sie links ab und folgen leicht ansteigend dem Weg durchs Rappental bis zur Einmündung in den Katzenlochweg. 17

18 Spazierwege Friedenswanderweg Strecke: Mösern / Parkplatz Seewaldalm Möserer See Friedensglocke Gehzeit: ca. 90 Minuten Über 7 Stationen geht es von Mösern zum und rund um den Möserer See, dann in Richtung Hotel Tyrol zum Gasthof Menthof und weiter zum Möserer Kirchl. Die Wanderung endet bei der Friedensglocke. Mehr Informationen zur Friedensglocke und den Stationen des Friedensweges finden Sie unter Themenweg / Mösern auf Seite 66 und auf Seite Panorama Rundwanderweg Strecke: Mösern/Möserer See Brunschkopf retour Gehzeit: 2 Stunden Ab dem Parkplatz Möserer See geradeaus (60) in den Wald dann links der Nr. 61 Richtung Brunschkopf/Panoramaweg folgen und über den Weg Nr. 63 wieder retour. Auf dem Weg befinden sich 3 Aussichtspunkte mit einem grandiosen Ausblick auf die umliegenden Bergketten, die auf Schautafeln erklärt werden.

19 Spazierwege Bienenlehrpfad / Weg Nr. 14 Strecke: Reith / Kneippanlage St. Florian in Reith Bienenhotel Ichthyolwerk Gehzeit: ca. 45 Minuten Den 10 Schautafeln folgend über den Reither Waldweg, beginnend bei der Kneippanlage St. Florian, vorbei am Kaltwasserbach bis zum Niederbach und dem Ichthyolwerk. Mehr Informationen zum Bienenlehrpfad und dem Bienenhotel finden Sie unter Themenwege / Reith ab Seite 67. Kulturwanderweg Reith Strecke: Reith / Informationsbüro Sonnrainweg Musikpavillon Pfarrkirche Unsere Frau Kapelle zum Hl. Magnus Gasthof Hirschen Riesenhaus Informationsbüro Gehzeit: ca. 1 Stunde Den Kulturdenkmälern Reiths folgend führt der Weg nach Leithen und wieder retour. Mehr Informationen zum Kulturwanderweg und den einzelnen Stationen finden Sie unter Themenwege / Reith ab Seite

20 Spazierwege Auf die Porta Claudia Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Kalvarienberg Porta Claudia Malegg Informationsbüro Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Vom Informationsbüro aus über die Brücke, nach dem Café Kirchplatz l rechts abbiegen und der Straße bis zur Abzweigung Kalvarienberg folgen. Nach einem kurzen Anstieg entlang der Kreuzwegstationen, vorbei an einer kleinen Kapelle und weiter zu der Ruine der ehemaligen Porta Claudia. Zurück nach Scharnitz gehen Sie neben dem Flusslauf der Isar. Mehr Informationen über die Entstehung der Porta Claudia erhalten Sie im Informationsbüro. Nicht für Kinderwägen geeignet (Stufen). 20 Zur Adlerkanzel / Weg Nr. 27 Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Platt Adlerkanzel Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Vor dem Informationsbüro links hinauf bis zum Bahnübergang. Nach dem Übergang zweigen Sie links ab zwischen den Häusern dem Plattsteig folgend bis zur Weggabelung. Von dort folgen Sie dem markierten Steig in Serpentinen teilweise steil hinauf bis zum Aussichtspavillon Adlerkanzel. Herrlicher Panoramablick über das gesamte Dorf. Rückweg auf gleicher Strecke. Nicht für Kinderwägen geeignet.

21 Spazierwege Teufelslochklamm / Weg Nr. 56 Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Hinterautalstraße Teufelslochklamm Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Vom Informationsbüro aus über die Brücke, vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße bis zum Haus Taxi Mair folgen. Dort biegen Sie rechts ab und folgen der Fahrstraße, bis Sie zu einer leicht ansteigenden Forststraße kommen. Dieser folgen Sie bis zur Abzweigung Teufelslochklamm. Weiter geht es auf einem gut markierten Steig in Richtung Klamm. Teilweise steiler Abstieg zur Klamm, hier sieht man auf der Felswand den gemalten Teufel, kurzer steiler Aufstieg aus der Klamm teilweise mit Seilversicherung, weiter über einen Waldsteig zum unteren Kreidegraben. Von dort Abstieg auf dem Forstweg Richtung Hinterautal, vorbei an der Scharnitzer Alm, entlang der Isar wieder retour über den Isarsteig oder über die Fahrstraße nach Scharnitz. Nicht für Kinderwägen geeignet. Karwendelklammsteig / Weg Nr. 27 Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Hinterautalstraße Karwendelsteg Gehzeit: ca. 1 ½ bis 2 Stunden Vom Informationsbüro über die Brücke, vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße folgen bis zum Schotterwerk Gaugg. Nach dem Schotterweg zweigt links ein kleiner Steig ab. Hier gehen Sie dem Steig folgend entlang der Karwendelklamm bis zur Forststraße Richtung Karwendel. Von hier haben Sie die Möglichkeit weiter zur Birzelkapelle oder auf dem Fahrweg wieder zurück nach Scharnitz zu wandern. Eine weitere Möglichkeit wäre es, über den Karwendelsteg zum Gasthof Wiesenhof und wieder retour nach Scharnitz zu gehen (siehe Beschreibung Halbtageswanderung auf Seite 38). Nicht für Kinderwägen geeignet. 21

22 Spazierwege Zur Scharnitzer Alm, Gasthof Wiesenhof / Weg Nr. 57 Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Scharnitzer Alm Gasthof Wiesenhof Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Vom Informationsbüro aus über die Isarbrücke, dann vor der Kirche links abzweigend der Hinterautalstraße entlang bis zum Haus Taxi Mair. Dort biegen Sie rechts ab, folgen der Fahrstraße bis zum Beginn des Forstweges. Weiter geht es bis zur Abzweigung Isarsteig (Nr. 57). Vom Isarsteig gelangen Sie dann auf den Nederweg, nach ca. 5 Minuten kommen Sie dann zur Scharnitzer Alm. Von der Scharnitzer Alm gehen Sie weiter auf dem Nederweg taleinwärts bis auf Höhe des Gasthofes Wiesenhof, von wo ein kleiner Steig rechts abzweigt. Sie überqueren auf einem kleinen Steg die Isar und gelangen nach einem kurzen Anstieg zum Gasthof Wiesenhof! Zurück nach Scharnitz über die Fahrstraße entlang der Isar. 22 Mittenwald / Weg Nr. 21 und 58 Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Mittenwald Gehzeit: ca. 2 Stunden Gegenüber dem Informationsbüro gehen Sie der Isar entlang zum Ortsende. Dort überqueren Sie links die Brücke und wandern weiter in Richtung Mittenwald. Bei einer Weggabelung halten Sie sich rechts und spazieren der Isar entlang bis zur Riedbodenalm (nicht bewirtschaftet). Nach Scharnitz zurück geht es dann entlang eines schattigen Spazierweges über die Almböden.

23 Spazierwege Gießenbach / Weg Nr. 18, 19, 6 Strecke: Scharnitz / Kirche Hirlanda-Ellmann-Weg Gießenbach Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Gegenüber der Kirche (zwischen Brunnerhof und Frankenhof) spazieren Sie den Hirlanda-Ellmann- Weg bis Sie zu einer kleinen Brücke kommen. Vor der Brücke links dem Gießenbach entlang, folgen Sie dem sonnigen Spazierweg bis Sie zu einer Brücke kommen. Nach der Überquerung können Sie entweder links weiter bis zum Ortsteil Gießenbach zum Gasthof Ramona laufen oder Sie halten sich rechts und wandern nach Scharnitz zurück. In Gießenbach angelangt, überqueren Sie die Hauptstraße Richtung Bahnhof und können dann links auf einen Steig dem Bahndamm entlang wieder nach Scharnitz zurück wandern. Plattsteig Strecke: Scharnitz / Informationsbüro Plattsteig Birzelkapelle Gehzeit: ca. 1 Stunde Vor dem Informationsbüro folgen Sie der leicht ansteigenden Straße bis über den Bahnübergang, dann links abzweigen, zwischen den Häusern dem Plattsteig entlang. Bei der ersten Abzweigung rechts dem Plattsteig in Richtung Birzelkapelle folgen. Etwa nach einer halben Stunde haben Sie die Möglichkeit rechts abzubiegen und über den Ortsteil Inrain nach Scharnitz zurückzukehren. Ansonsten können Sie über einen steil ansteigenden Waldweg weiter bis zur Birzelkapelle gehen (Wegbeschreibung auch unter Halbtagswanderungen auf Seite 38). Nicht für Kinderwägen geeignet. 23

24 Halbtagestouren Mösern (Rundwanderung) / Weg Nr. 2, 4 Strecke: Seefeld / Seekirchl Mösern Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Nach dem Seekirchl rechts hinter den Tennishallen und dem Waldstadion vorbei in den Wald. Nach 1,5 km ganz kurz parallel zur Möserer Straße, dann nach rechts über die Birkenwiesen nach Mösern oder zum Möserer See (2) Seerundgang (2). Retour zuerst kurz auf der Möserer Straße, nach der kleinen Kapelle rechts auf Weg 4 durch den Seewald und an der Olympia-Sprungschanze vorbei zum Ausgangspunkt. 24 Um den Gschwandtkopf (Rundwanderung) / Weg Nr. 4 Strecke: Seefeld / Talstation der Gschwandtkopflifte Möserer Steig Auland Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden An der Olympia-Sprungschanze vorbei, entlang des Waldrandes in Richtung Mösern, stets Weg 4 folgend, über den Möserer Steig nach Auland und über die Auländer Mähder und die Seepromenade wieder zurück ins Dorf.

25 Halbtagestouren Über den Gschwandtkopf (Rundwanderung) / Weg Nr. 86, 4 Strecke: Seefeld / Olympia Sport- und Kongresszentrum Ötzi Hütte Auland Gschwandtkopflifte Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Oberhalb des Olympiazentrums über den Pfarrhügel auf Weg 86, teilweise am Rand der Skiabfahrt auf den Gschwandtkopf, Abstieg erfolgt unterhalb der Ötzi-Hütte vorbei, auf Weg 86 verbleibend und in Weg 4 einmündend in Richtung Reith Auland. Vorbei am Hotel Alpenkönig, links abzweigend zum Café Englhof und am Spazierweg weiter zur Talstation des Gschwandtkopfliftes in Auland. An dieser vorbei geht es nach wenigen Minuten links weg, durch Falkenried und die Auländer Mähder zurück auf die Seepromenade (4). Reith und Auland (Rundwanderung) / Weg Nr. 14, 6, 4 Strecke: Seefeld / Reitherspitzstraße Römerweg Reither Bahnhof Auland Seefeld Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Der Reitherspitzstraße (14) bis zur Kreuzung vor der Hauptschule folgend, dort nach rechts ein kurzes Stück auf dem Römerweg (6) und weiter auf Weg Nr. 14 in südlicher Richtung über die Umfahrungsstraße. Am Bahnkörper und der Umfahrungsstraße entlang, Waldweg nach Reith. Nach dem Reither Bahnhof rechts durch die Unterführung von Bahn und Bundesstraße und weiter rechts absteigend nach Auland (14). Von dort bergan, am Englhof vorbei (4), über die Auländer Mähder und Seepromenade zurück nach Seefeld. 25

26 Halbtagestouren Hochleithenkopf / Weg Nr. 4, 88 Strecke: Seefeld / Seepromenade Wildsee Hochleithenkopf Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden (einfacher Weg) Der Seepromenade (4) durch den Wald folgen, bei der Abzweigung nach rechts (4) über die Mähder hinunter nach Auland. Auf dem Fahrweg weiter nach Mühlberg (88) und von dort dann zum Aussichtspunkt Hochleithenkopf. 26 Nach Gießenbach und Scharnitz / Weg Nr. 6 Strecke: Seefeld / Römerweg (Standseilbahn Rosshütte) Gießenbach Scharnitz Gehzeit: ca. 1 ½ bzw. 2 Stunden Auf dem Römerweg (6), welcher am Schlossberg in den Hirnweg mündet, verlässt man Seefeld in nördlicher Richtung. Am Ende des Hirnweges rechts über die Brücke. Unmittelbar nach der Brücke beginnt ein Steig, der neben der Bahn entlang am Mühlberg vorbei nach Scharnitz führt.

27 familie walzl milserstrasse 433 A-6100 seefeld fon: fax: Hotel OLYMPIA*** Seefeld in Tirol liebevoll geführtes Kräuter- und Wanderrefugium wir bieten: >> adrette Doppel-, Einzel-, Familienzimmer oder Studios mit Bergblick >> Frühstücksbuffet mit Regionalem, Gesundem + Hausgemachtem >> einen Kräuter Workshop mit Fr. Walzl im OLYMPIA Kräuter-Schaugarten: Verkostung und Kennenlernen von Wild + Gartenkräutern, Einsatzbereiche in der Küche + Heilwirkung auf unseren Körper >> individuelle Wandertipps von uns persönlich zu Hütten, Gipfel und Seen, unsere Seite als Vorbereitung für Sie: >> unser Masseur bietet Entspannungs-Massagen mit selbstangesetzten Ölen >> spezielle Angebote für Wandergruppen mit Halbpension ab 36 p. P. inkl. Frühstück Im Olympia gibt es Kräuterkissen zum Schlafen, Kräutertees, -aufstriche, Löwenzahnhonig, Holundergelee uvm. am Frühstücksbuffet. Sie sind sowohl im Garten als auch im Hotel zum Schauen, Riechen, Schmecken und Fühlen eingeladen.

28 Halbtagestouren 28 3 Seenwanderung am Seefelder Plateau / Weg Nr. 2 Strecke: Seefeld Möserer See Lottensee Wildmoossee Seefeld Gehzeit: ca. 4 Stunden Vor der WM-Tennishalle in Seefeld führt uns der Weg Nr. 2 über die Möserer Mähder mit einer kurzen Steigung in Richtung Mösern. Bei der letzten Wegkreuzung wählen Sie den rechten Weg auf dem man an den Hotels Kaiserhof, Olympia und Hubertushof vorbei zum Möserer See gelangt. Nach Umrundung des Sees geht es beim Hotel Tyrol kurz eine Asphaltstraße entlang bergab bis Sie nach ca. 10 Minuten den Gasthof Menthof erreichen. Von dort aus geht es auf dem Pirschtsteig in Richtung Lottensee. Kurz vor dem Lottensee mündet der Pirschtsteig in eine Asphaltstraße, der man kurz folgt. Weiter geht es über den Weg Nr. 2 zur Ferienkolonie Wildmoos (wo der zweite aperiodische See, der Wildmoossee, zu finden ist) und zu der bei Gästen und Einheimischen bekannten und beliebten Wildmoosalm. Kurz nach der Wildmoosalm führt Sie der Hörmannweg rechts in den Wald zurück nach Seefeld. Informationen zu den Seen der Olympiaregion Seefeld finden Sie unter Seen ab Seite 78.

29 Halbtagestouren Bodenalm Ankerschlag (Rundwanderung) / Weg Nr. 65, 6 Strecke: Seefeld / Heilbadstraße Ankerschlag Hirnweg Römerweg Seefeld Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden An der Heilbadstraße nach rechts (65) vorbei am Wasserfall durch den Lehenwald über die Bodenalm (bewirtschaftet) Richtung Ankerschlag. Die Bundesstraße überqueren, dann folgt ein kurzer Anstieg. Nach der Bahnunterführung geht es dann rechts über den Hirnweg (6) wieder zurück nach Seefeld. Wildmoos Mösern (Rundwanderweg) / Weg Nr. 2 Strecke: Seefeld / Seekirchl Hörmannweg Wildmoosalm Lottenseehütte Mösern Möserersee Seefeld Gehzeit: ca. 3 Stunden Nach dem Seekirchl rechts durch den Kirchwald zum Hörmannweg. Der Beschilderung Wildmoos (2) folgend auf dem Hörmannweg oder von der Leutascher Straße / Reitanlage nach links auf der Forststraße zur Wildmoosalm (bewirtschaftet), weiter zum Wildmoos-Ferienheim (bewirtschaftet) und vorbei über die Lichtung (a-periodische Seen) den Golfplatz überquerend zur Lottenseehütte (bewirtschaftet) und über den Pirschtsteig (2) nach Mösern. 29

30 Halbtagestouren Brunschkopf (Rundwanderung) / Weg Nr. 2, 63, 62, 61, 49 Strecke: Seefeld / Kirchwald Hörmannweg Brunschkopf Wildmoosalm od. Mösern Seefeld Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Von Kirchwald auf dem Hörmannweg (2) in Richtung Wildmoosalm. Kurz vor der Alm links abzweigen (63) und nach ca. 15 Minuten bei einer weiteren Abzweigung nach rechts (62) auf den Brunschkopf (Aussichtspunkt). Der Abstieg erfolgt zunächst in westliche Richtung (62), wobei man sich bei der nächsten Weggabelung (61) für eine Rückkehr nach Seefeld über die Wildmoosalm (rechts) oder über Mösern (links) entscheiden kann. 30 Rosshütte (Rundwanderung) / Weg Nr. 81 Strecke: Seefeld / Talstation Standseilbahn Rosshütte Hermannstal Krummer Steig Rosshütte Seefeld Gehzeit: ca. 2 ¼ Stunden Von der Rosshütten Talstation geradeaus ins oberste Ende des Hermannstales (81) und von dort über den Krummer Steig zur Rosshütte (ca. 1 ½ Stunden). Der Rückweg verläuft über die Forststraße entlang bis zur Talstation der Standseilbahn Rosshütte.

31 Halbtagestouren Rosshüttenwanderung mit Zirbenweg / Weg Nr. 10 Strecke: Talstation Rosshütte Hocheggalm Kaltwassersee Panoramarestaurant Rosshütte Zirbenweg Bergstation Rosshütte Gehzeit: bis zur Hocheggalm ca. 1 ½ Stunden, von dort bis zum Panoramarestaurant ca. 2 Stunden, Zirbenweg ca. 20 Minuten Ab der Talstation Rosshütte im Osten von Seefeld gelegen, gelangen wir über einen Forstweg zur Hocheggalm und weiter zum nur 5 Gehminuten von der Alm entfernten Kaltwassersee. Nachdem wir den See, der im Winter als Beschneiungsanlage dient, bewundert haben, geht es weiter zum Panoramarestaurant Rosshütte. Dort beginnt auch der Zirbenweg. 20 Minuten lang führt dieser schöne Weg die Wanderer hoch über Seefeld hinaus. Man gelangt auch hier wieder zurück zur Bergstation Rosshütte. Natürlich ist es auch möglich, den Weg zur Bergstation mit der Standseilbahn zurück zu legen. Tickets erhält man direkt an der Talstation. 31

32 Halbtagestouren Reitherjoch-Alm (Rundwanderung) / Weg Nr. 81, 83, 10, 84, 14 Strecke: Seefeld / Talstation Standseilbahn Rosshütte Reitherjoch-Alm Seefeld Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Vom Parkplatz geradeaus ins hintere Hermannstal (81), wo der Woldrichsteig nach rechts abzweigt (83). Nach kurzem Anstieg gleichmäßig fallende Forststraße, die in den von der Maximilianhütte kommenden Weg einmündet. In leichtem Anstieg folgt man diesem (10) zur Reitherjoch-Alm (bewirtschaftet). Die rascheste Abstiegsmöglichkeit führt ziemlich steil abfallend an der Maximilianhütte vorbei (84). Sehr gemütlich heimkehren kann man wieder über den Forstweg und im Schlussstück auf Weg 10 bleibend über die Skiabfahrt zum Parkplatz der Standseilbahn. Die Forststraße (83) mündet schließlich in den Fahrweg zur Maximilianhütte, wo man die Umfahrungsstraße überquert und nach rechts (14) wieder auf dem Römerweg nach Seefeld gelangt. 32 Schlossbachklamm Hochzirl / Weg Nr. 14 Strecke: Reitherspitzstraße Reith Gurglbachgraben Leithen Schlossbachtal Hochzirl Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Am südlichen Ortsende von Reith nach der Schleife des Gurglbachgrabens nach links. Durch den Wald leicht abfallend zur Bahnstation (14) Leithen, 45 Minuten. In Leithen an einem Bildstöckl vorbei nach links einbiegen (14) in das Schlossbachtal. In Kehren hinunter in die Schlucht und jenseits hinauf auf dem bald bequemeren Weg zur Bahnstation Hochzirl.

33 Halbtagestouren Leutasch Seefeld / Weg Nr. 1 Strecke: Leutasch / Kreithkapelle Neuleutasch Triendlsäge Seefeld Gehzeit: ca. 2 Stunden Bei der Kreithalm folgen Sie links ansteigend dem Weg Nr. 1 vorbei an der Abzweigung zum Wurzelsteig, bis Sie zur Straße von Leutasch nach Seefeld gelangen. Nach der Straßenüberquerung links ein kurzes Stück der Bodenstraße entlang, bis Sie rechts wieder auf dem Wanderweg nach Neuleutasch abbiegen und erneut die Straße queren. Diesem folgen bis in Unterkelle nochmals die Straße überquert werden muss, um bergab zur Triendlsäge zu gelangen. Von dort haben Sie mehrere Möglichkeiten nach Seefeld zu gelangen entweder dem Fahrweg entlang bis zum Birkenlift oder über den Wanderweg Nr. 66 nach Unterseefeld. Leutascher Geisterklamm Im Reich des Klammgeistes Strecke: Leutasch / Schanz, Parkplatz Leutascher Geisterklamm Leutascher Geisterklamm Mittenwald Gehzeit: Klammgeistweg: ca. 1 ½ Stunden, Koboldpfad: ca. 1 Stunde, Wasserfallweg: ca. 15 Minuten Auf dem Wasserfallsteig (500 m Länge) erreicht man nach einem ca. 500 m langen Fußweg von einer Brücke am Ortseingang von Mittenwald aus die Klamm. Ein nur drei Meter über dem Wasser erbauter Steig führt zu dem gewaltigen 23 m hohen Wasserfall (Eintrittsgebühr). Parkplätze sind am Ortseingang von Mittenwald vorhanden. Wichtiger Hinweis: Der enge Klammsteg ist leider nicht für Kinderwägen und Hunde geeignet. Fahrräder dürfen Sie auf keinem Abschnitt der Geisterklammwege zwischen Leutascher Parkplatz und Mittenwalder Klammkiosk verwenden. Wir bitten im Sinne eines genüsslichen Klammerlebens um die Einhaltung dieser Gebote. Weitere Informationen zur Leutascher Geisterklamm finden Sie unter Themenwege / Leutasch ab Seite

34 Halbtagestouren Ganghoferweg im Gaistal Strecke: Leutasch / Parkplatz Salzbachbrücke Gaistalalm Tillfußalm Gehzeit: ca. 3 Stunden Der Weg beginnt beim Parkplatz Salzbach. Nach ca. 200 m und einem anfangs kurzen Anstieg folgt ein gemütlicher, verkehrs- und staubfreier Weg, unterhalb der Hämmermoosalm vorbei zur Gaistalalm und weiter zur Tillfußalm, die sich unterhalb des Jagdhauses Hubertus befindet. Weitere Informationen zu Ludwig Ganghofer und zum Ganghofermuseum finden Sie unter Leutasch ab Seite 86. Ahrn Hochfluder Weidach / Weg Nr. 18, 39, E4, 01 Strecke: Leutasch / Emmat Hoher Sattel Hochfluder Weidach Gehzeit: ca. 3 ½ Stunden Von Ahrn dem Weg folgend bis zum Hohen Sattel. Auf der Anhöhe folgen Sie rechts dem Steig zur Hohen Fluder, dem höchsten Punkt unserer Tour. Von dort geht es leicht abwärts nach Weidach. 34 Neuleutasch Wildmoos / Weg Nr. 40 Strecke: Neuleutasch Wildmoosalm Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Bei den Schleppliften Neuleutasch folgen Sie dem leichten Anstieg zur Schiltenwiese und gehen durch den Wald weiter bis nach Wildmoos. Dort befinden sich die Wildmoosalm und die Ferienkolonie Wildmoos.

35 Halbtagestouren Wettersteinhütte Wangalm / Weg Nr. 9 Strecke: Leutasch / Klamm Wettersteinhütte Wangalm Hämmermoosalm Gehzeit: ca. 4 Stunden Vom Parkplatz Stupfer geht es zuerst ca. 400 m steil bergauf bis zum Weg Nr. 9. Diesem folgen Sie nun bis zur Wettersteinhütte und zur Wangalm. Über den Wurziger Steig erreicht man die Hämmermoosalm und wandert von dort zurück zum Ausgangspunkt. Rauthhütte / Weg Nr. 8 (von Obern, Moos und Klamm) oder Weg Nr. 99 von Buchen Strecke: Leutasch / Öfen oder Obern oder Buchen Rauthhütte Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Es bestehen 4 Aufstiegsmöglichkeiten: 1. Von Obern wandern Sie vorerst leicht und in weiterer Folge stärker ansteigend bis zur Rauthhütte. 2. Über den Kalvarienberg in Klamm gehen Sie durch den Wald bis zur Einmündung in den Weg von Obern zur Rauthhütte. 3. Vom Parkplatz Rauthhütte folgen Sie dem Weg rechts durch den Wald, bis dieser in den Weg von Obern zur Rauthhütte in Moos einmündet. 4. Vom Katzenloch bei Buchen folgen Sie dem Steig bis zur Rauthhütte. 35

36 Halbtagestouren Bauernwald Gießenbach / Weg Nr. 19 Strecke: Leutasch / Unterkelle Gießenbach Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Ab Unterkelle folgen Sie bei der Panoramatafel dem Fahrweg und wandern an den Häusern vorbei durch den Bauernwald zur Bodenstraße. Diese gehen Sie ca. 400 m entlang bis Sie links beim Sägewerk Aukenthaler vorbei nach Gießenbach kommen. Öfen Salzbach Hämmermoosalm / Weg Nr. 7, 41 Strecke: Leutasch Öfen Salzbach Hämmermoosalm Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Beim Mauthäuschen in Klamm queren Sie über den Steg die Ache und folgen dem Beckumerweg bis zum Salzbach. Dort gehen Sie ca. 200 m dem Fahrweg ins Gaistal entlang und zweigen dann rechts auf den herrlich angelegten verkehrs- und staubfreien Ganghoferweg ab. Von dort gelangen Sie zur Hämmermoos-, Gaistal- und Tillfußalm. 36 Franzosensteig Ederkanzel / Weg Nr. 48 Strecke: Leutasch / Schanz Franzosensteig Ederkanzel Gehzeit: ca. 3 Stunden Bei der Panoramatafel in Schanz führt die Straße über die Ache, dem Franzosensteig entlang, zum Aufstieg auf den Grünkopf. Nach einem herrlichen Rundblick beginnt der Abstieg zur Ederkanzel oder nach Leutasch.

37 Halbtagestouren Gleirschklammsteig / Weg Nr. 57, 221 Strecke: Informationsbüro Isarsteig Nederweg Gleirschklamm Gehzeit: ca. 3 Stunden davon 1 Stunde in der Klamm Für Kinderwägen und Radfahrer nicht geeignet! Vom Informationsbüro aus über die Isarbrücke vor der Kirche links abbiegen. Sie folgen der Hinterautalstraße vorbei am Wanderparkplatz bis zum Haus Taxi Mair. Dort biegen Sie rechts ab und folgen der Straße bis zu einem leicht ansteigenden Forstweg. Nach ca. 15 Minuten erreichen Sie die Abzweigung zum Isarsteig. Am Ende des Isarsteiges gelangen Sie auf den Nederweg, vorbei an der Scharnitzer Alm bis Sie zum Eingang der Gleirschklamm kommen. Durch die wildromantische Klamm führt ein schmaler Steig, welcher nur für trittsichere und geübte Wanderer geeignet ist. Der Pfad führt Sie durch die Klamm bis zur Isartal Forstraße, wo Sie entweder taleinwärts zur Amtsäge oder Möslalm (Beschreibung unter Tagestouren) weiterlaufen können. Alternativ gehen Sie entlang dem Forstweg zurück nach Scharnitz. 37

38 Halbtagestouren Über die Birzelkapelle zum Karwendelsteg / Weg Nr. 28 Strecke: Informationsbüro Birzelkapelle Karwendelsteg Scharnitz Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Vom Informationsbüro links der Straße folgend über die Inrainstraße bis zur Isarbrücke. Vor der Brücke biegen Sie links ab über einen kurzen Anstieg vorbei am Gästehaus Helga bis zur Abzweigung Birzelkapelle. Über einen anfangs steilen Steig folgen Sie dem markierten Weg bis zur Birzelkapelle. An der Kapelle vorbei bis Sie zur Forststraße des Karwendeltales kommen. Dort gehen Sie Richtung Larchetalm bis rechter Hand eine Abzweigung zum Karwendelsteg kommt. Sie folgen dem Steig, vorbei an einer Wildfütterung bis zum Forstweg Richtung Pleisenhütte. Hier biegen Sie rechts ab, Richtung Wiesenhof. Am Gasthof vorbei gelangen Sie über die Fahrstraße wieder nach Scharnitz zurück. 38 Rundwanderung über Nederweg Gleirschhöhe Scharnitz / Weg Nr. 57 Strecke: Scharnitz Nederweg Gleirschhöhe Scharnitz Gehzeit: ca. 3 Stunden Vom Informationsbüro über die Isarbrücke vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße Richtung Wiesenhof folgen. Vor dem Schotterwerk Gaugg biegen Sie rechts über die Isarbrücke ab und gelangen auf den Nederweg. Diesem Weg folgen Sie vorbei an der Scharnitzer Alm zum Einstieg zur Gleirschklamm. Gegenüber des Einstieges zweigt links ein Steig ab, welcher gut markiert zur Gleirschhöhe führt. Auf dem Forstweg halten Sie sich talauswärts und kommen am Gasthof Wiesenhof vorbei zurück nach Scharnitz.

39 TAGESTOUREN Seefeld Scharnitz Leutasch (Rundwanderung) / Weg Nr. 6,18, 64, 65, 19, 39 Strecke: Seefeld Gießenbach Scharnitz Leutasch Gehzeit: ca. 5 bis 6 Stunden Nach Scharnitz bieten sich mehrere Varianten an: Man kann von der Talstation der Standseilbahn auf dem Römerweg und dem Hirnweg (6) über den Ankerschlag nach Gießenbach und zuletzt auf dem Stuckweg (6) bis ins Zentrum von Scharnitz gehen, oder in Gießenbach beim Hotel / Pension Ramona die Straße und den Bach überqueren um auf den Sattelsteig (18) zu gelangen. Eine andere Möglichkeit bietet der Weg über die Bodenalm, wobei man hier zwischen dem Weg Nr. 64 von der Triendlsäge aus durch das Drahnbachtal oder dem Weg über die Kurhotel Promenade und Heilbadstraße, vorbei am Wasserfall, wählen kann. Hinter der Bodenalm hält man sich links auf dem Weg Nr. 65 und zweigt ca. 700 m vor der Stundkapelle links auf die Forststraße (19) ab. Dieser Wegnummer folgt man nun über ein kurzes Teilstück auf der Fahrstraße durch den Boden vorbei am Gießenbach zum Sattelsteig (19). Auf der Forststraße verbleibend geht man bis zur Abzweigung des Nordalpenweges und folgt diesem links bergan durch die Sattelklamm (18) auf den Hohen Sattel. Auf dem Feld ca. 200 m nach dem Jagdhaus zweigt man links zur Hochfluder ab und folgt dem Schwarzweg (39) leicht absteigend in Richtung Weidach. An den Abzweigungen zum Kurblhang und nach Weidach (39) vorbei, geradeaus auf Weg 38 zum Kreithlift. Von dort führt der einheitlich beschilderte Weg Nr. 1 über Neuleutasch, Triendlsäge wieder zurück nach Seefeld. 39

40 TAGESTOUREN Eppzirler Alm / Weg Nr. 6, 70, 15, 17, 10, 84 Strecke: Seefeld / Talstation Standseilbahn Rosshütte Gießenbach Eppzirleralm Reitherjoch- Alm Gehzeit: ca. 3 ½ Stunden (einfacher Weg) Auf dem Römerweg und dem Hirnweg (6) über den Ankerschlag bis Gießenbach. Eine Variante, um ins Eppzirlertal zu gelangen, ist der leicht ansteigende Ankerschlagsteig (70), welcher am Schlossberg rechts vom Römerweg abzweigt. Von der ehemaligen Haltestelle der Eisenbahn am Ankerschlag besteht die Möglichkeit, rechts steil aufwärts über den Schlagsattel in das Eppzirlertal zu gelangen. Vom Bahnübergang in Gießenbach geht es durch eine Schlucht in das sich weitende Eppzirlertal (15). Herrlich gelegene Almwirtschaft am Talschluss. Für geübte Geher besteht die Möglichkeit einer Rundwanderung von der Eppzirler Alm über den Breiten Sattel (17) in Kehren ansteigend zum Ursprungsattel (17) und durch die Südabstürze der Reither Spitze zur Nördlinger Hütte. Zum Abstieg nach Seefeld bieten sich Weg Nr. 10 oder Nr. 84, über die Reitherjoch-Alm führend, an. 40 Krummer Steig Schönangersteig / Weg Nr. 81, 10, 77 Strecke: Talstation Standseilbahn Rosshütte Rosshütte Seefelder Joch Seefelder Spitze Reitherjoch-Alm Gehzeit: ca. 5 Stunden Vom Parkplatz geradeaus der Forststraße folgend (81) ins hintere Hermannstal, von dort über den Krummen Steig links hinauf zur Rosshütte. Von der Rosshütte kurz auf dem Weg Nr. 10 in Richtung Seefelder Joch. An der Baumgrenze rechts abbiegen auf den Schönangerweg (77) auf ausgesprengtem Weg unterhalb der Seefelder Spitze ins Reither Kar. Am unteren Ende des Kars nach rechts unter der Seilbahn hindurch (77) auf den Hochanger. Abstieg über die Skiabfahrt und ein kurzes Waldstück zur Reitherjoch-Alm. Von dort Rückkehr nach Seefeld.

41 TAGESTOUREN Wildmoos Hochmoos (Rundwanderung) / Weg Nr. 2, 3, 37, 34, 1 Strecke: Seefeld / Seekirchl Wildmoosalm Hochmoos Katzenkopf Neuleutasch Triendlsäge Gehzeit: ca. 3 ½ - 4 Stunden Von der Möserer Straße vor der WM-Tennishalle durch Kirchwald auf den Hörmannweg (2), der kurz vor der Wildmoosalm in die, von der Reitanlage in Seefeld kommende, Fahrstraße einmündet. An der Almwirtschaft vorbei bis zum Ferienheim Wildmoos (3), dann rechts abzweigen (37) zum Hochmoos. Herrlicher Aussichtspunkt. Auf Weg 37 verbleibend, erfolgt der Abstieg in nördlicher Richtung zum Bergrestaurant Katzenkopf. Von dort besteht die Möglichkeit, auf Weg 42 nach links abzubiegen und über den Wurzelsteig nach Leutasch-Platzl zu gelangen. Unsere Route führt über den Liftweg (34) bis zur Kreuzung mit dem Wurzelsteig, dem wir, nach rechts Skiabfahrt und Rodelbahn überquerend, bis zur Einmündung in den Weg von Leutasch nach Seefeld (1) folgen. Teilweise parallel zur Landstraße geht es dann über Neuleutasch und die Triendlsäge zurück nach Seefeld. Für die Rückkehr nach Seefeld bestehen noch mehrere Möglichkeiten, wie z.b. Weg Nr. 3 durch das Fludertal zurück zur Wildmoosalm. 41

42 TAGESTOUREN 42 Mösern Buchen Wildmoos (Rundwanderung) / Weg Nr. 2, 27, 24, 37, 3, 2 Strecke: Seefeld / Seekirchl Mösern Lottenseehütte Buchen Muggenmoos Wildmoos Seefeld Gehzeit: ca. 4 ½ Stunden Vom Seekirchl aus hinter der WM-Tennishalle vorbei wie beschrieben nach Mösern (2) und zwischen See und Ortschaft über den Pirschtsteig zur Lottenseehütte (2). 100 m vor der Hütte links am Garagengebäude vorbei, den Golfplatz überqueren und links nach Buchen (27). Schöner Ausblick ins Inntal. Vorbei am Gasthof Ropferstub m und Gasthaus Buchener Höhe (27 bzw. 24) auf dem Schlagweg ins Muggenmoos. Dort zweigt der Schlagsteig nach rechts ab (37) und führt zum Ferienheim Wildmoos. Über die Wildmoosalm (3) geht es schließlich auf dem Hörmannweg oder dem Fahrweg (2) wieder zurück nach Seefeld.

43 TAGESTOUREN Durch das Gaistal zur Seebenalm / Weg Nr. 7, 23A Strecke: Leutasch Parkplatz Salzbach Ganghoferweg Igelsee Seebenalm Gehzeit: ca. 4 bis 5 Stunden Das Gaistal hat eine Länge von ca. 16 km und ist Ausgangspunkt für viele schöne Touren, die alle von diesem Tal abzweigen. Nach ca. 200 m zweigt der herrlich angelegte Ganghoferweg vom Gaistalfahrweg rechts ab. Von da folgen Sie dem Fahrweg ins Gaistal vorbei am Igelsee bis zur Seebenalm. Meilerhütte durch das Bergleintal / Weg Nr. 22 Strecke: Leutasch / Reindlau Meilerhütte Gehzeit: ca. 6 Stunden Vom Hubertushof in Reindlau folgen Sie dem Fahrweg bis zum Bergleinbach. Links entlang des Bachs führt der Steig ins Bergleintal und unter den Wänden des Öfelekopfes vorbei zur Meilerhütte. 43

44 TAGESTOUREN Hochalmwanderung oberhalb des Gaistales / Weg Nr. 12, 41, 45 Strecke: Leutasch / Parkplatz Stupfer Wettersteinhütte Wangalm Rotmoosalm Steinernes Hüttl Tillfußalm Ganghoferweg Gehzeit: ca. 8 Stunden Vom Parkplatz Salzbach ausgehend beginnt der Aufstieg zu Wettersteinhütte und Wangalm. Über den Roßberg führt der traumhaft angelegte Südwandsteig zur Rotmoosalm und weiter zum Steinernen Hüttl. Von dort wandern Sie abwärts zur Tillfußalm, von wo aus Sie über den Ganghoferweg zurück zum Ausgangspunkt gelangen. Eine wunderschöne Wanderung auf ca m Höhe, unterhalb des Teufelsgrates entlang. Es werden dabei die schönsten Wildgebiete für Murmeltiere und Gämsen durchwandert. Gämsenrudel mit mehr als 30 Stück sind oft keine Seltenheit. Tillfußalm Steinernes Hüttl / Weg Nr. 45 Strecke: Tillfußalm Steinernes Hüttl Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Von der Tillfußalm beim Jagdhaus Hubertus führt der Steig in Serpentinen zum Steinernen Hüttl. 44

45 s o n a h a m h i m m e l Wanderbares natürlich erleben... oder: Rauschender Gebirgsbach trifft auf schweigende Wolkendecke... oder: Romantische Naturliebhaber in verliebter Zweisamkeit... oder: Traum-Pfad suchende Wanderer entdecken ab und zu Besonderes... Zum Beispiel - uns! d a s b i o h o t e l A-6105 Leutasch Weidach 305 Telefon

46 TAGESTOUREN 46 Nördlinger Hütte Solsteinhaus / Weg Nr. 84, 11, 17, 74, 211 / 212, 16 Strecke: Reith / Einfahrt Maximilianhütte Reitherjoch-Alm Nördlinger Hütte Solsteinhaus Gehzeit: ca. 8 Stunden Von der Straße zur Maximilianhütte links hinauf zur Reitherjoch-Alm (84). Hinter der Almhütte links durch den Wald, vorbei an dem jetzt stillgelegten Meinhardstollen über den Hochanger und unterhalb von Härmelekopf und Reither Spitze vorbei auf Weg 10 zur Nördlinger Hütte. Von der Reitherjoch-Alm kann man auch rechts an einer Schürfstelle des Ichthyolwerkes vorbei über einen Graben jenseits steil hinauf zur Nördlinger Hütte gehen (84). Von der Nördlinger Hütte gibt es eine Abstiegsmöglichkeit über das Schartlehnerhaus am Westabhang des Rauchenkopfes nach Reith (11) Gehzeit ca. 2 ½ Stunden, im Aufstieg von Reith ca. 3 ½ Stunden. Von der Nördlinger Hütte weiter in östlicher Richtung durch die Südabstürze der Reither Spitze zum Ursprungsattel (17) und von dort nach rechts durch Schluchten und Schrofen (meist sehr nahe der Grathöhe) bis unterhalb des Erlturms und schließlich auf Weg Nr. 211 / 212 hinunter zum Solsteinhaus. Diese Route erfordert Trittsicherheit, Ausdauer und Bergerfahrung (teilweise ausgesetzte Stellen). Vom Ursprungsattel kann man links hinunter (74) durch das Wimmertal in das Eppzirler Tal zu Weg Nr. 15 (2 ½ Stunden von der Nördlinger Hütte) oder auf dem Sattel unterhalb des Ursprungsattels nach rechts abbiegen und auf 17 hinunter zur Eppzirler Alm (¾ Std. vom Ursprungsattel). Vom Ursprungsattel zuerst auf Weg 17 und dann am Sattel südlich des Suntigköpfls nach rechts (74) in halber Höhe des Talkessels hinüberqueren zum Anstieg auf die Eppzirler Scharte. Auf 211 verbleibend erfolgt der Abstieg zum Solsteinhaus. Vom Solsteinhaus auf dürftigem Steig (Klettersteig nur für Geübte geeignet) über die Südflanke zum aussichtsreichen Gipfel der Erlspitze (88). Bergerfahrung erforderlich Gehzeit ca. 1 ½ Stunden. Abstieg vom Solsteinhaus auf Weg 16, vorbei an der Solnalm, durch das Brunntal nach Hochzirl (Bahnstation) ca. 1 ½ Stunden. Von dort mit der Eisenbahn retour nach Seefeld oder hinunter in die Schlucht des Schlossbachtales und jenseits wieder hinauf nach Leithen (14). Auf Weg Nr. 14 ist eine Rückkehr über Reith zum Römerweg (6) und damit nach Seefeld möglich.

47 TAGESTOUREN Wanderung zum Isarursprung und zur Kastenalm / Weg Nr. 224 Strecke: Scharnitz Gleirschhöhe Isarursprung Kastenalm Gehzeit: ca. 6 Stunden Vom Informationsbüro über die Isarbrücke, vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße folgen. Am Parkplatz vorbei ins Hinterautal. Auf der Gleirschhöhe nehmen Sie die linke Straße Richtung Isarursprung. Vom Isarursprung kommen Sie dann weiter taleinwärts zur Kastenalm, welche in den Sommermonaten bewirtschaftet ist. Zurück nach Scharnitz nehmen Sie denselben Weg. Durch das Karwendeltal zur Larchetalm / Weg Nr. 28, 201 Strecke: Scharnitz Birzelkapelle Larchetalm (nicht bewirtschaftet) Scharnitz Gehzeit: ca. 5 Stunden Vor dem Informationsbüro links der Straße entlang über den Inrain bis zur Isarbrücke. Hier biegen Sie links ab, kurzer Anstieg vorbei am Gästehaus Helga bis zur Abzweigung Birzelkapelle. Diesen schönen, teilweise steilen Steig weiter bis zur Birzelkapelle. Vorbei an der Kapelle erreichen Sie die Forststraße ins Karwendeltal. Diesem Weg folgen Sie, bis Sie die Larchetalm erreichen. Zurück können Sie entweder denselben Weg über die Birzelkapelle nehmen, oder Sie bleiben auf der Forststraße Richtung Scharnitz. Achtung: die Larchetalm ist nicht bewirtschaftet! 47

48 TAGESTOUREN Durch das Karwendeltal zum Karwendelhaus / Weg Nr. 28, 201 Strecke: Scharnitz Larchetalm (nicht bewirtschaftet) Karwendelhaus Scharnitz Gehzeit: ca. 8 Stunden Vor dem Informationsbüro links der Straße entlang über den Inrain bis zur Isarbrücke. Hier biegen Sie links ab, kurzer Anstieg vorbei am Gästehaus Helga bis zur Abzweigung Birzelkapelle. Diesem schönen, teilweise steilen Steig folgen Sie, bis Sie zur Birzelkapelle kommen. Vorbei an der Kapelle erreichen Sie die Forststraße ins Karwendeltal. Diesem Weg folgen Sie bis Sie die Larchetalm (nicht bewirtschaftet) erreichen. Weiter geht es entlang der Forststraße in Richtung Karwendelhaus, zum Schluss etwas steiler Anstieg in Serpentinen an der Hochalm vorbei zum Karwendelhaus. Auf derselben Forststraße durch das Karwendeltal kommen Sie wieder zurück nach Scharnitz. Pleisenhütte / Weg Nr. 28 Strecke: Scharnitz Wiesenhof Pleisenhütte - Wiesenhof - Scharnitz Gehzeit: ca. 5 Stunden, bis zur Pleisenspitze plus 2 Stunden Vom Informationsbüro über die Isarbrücke vor der Kirche links abbiegen. Der Hinterautalstraße folgen, vorbei am Wanderparkplatz in Richtung Gasthof Wiesenhof. Kurz vor dem Gasthof biegen Sie links auf den Forstweg zur Pleisenhütte ab. Von der Pleisenhütte können Sie auf dem markierten Steig weiter zur Pleisenspitze (Aufstieg ca. 2 h) wandern. Siehe Gipfeltouren auf Seite 53. Retour nach Scharnitz auf demselben Weg. Weitere Aufstiegsroute zur Pleisenhütte führt durch das Karwendeltal über den Karwendelsteg zur Pleisenhütte (Gehzeit ca. 1 h länger). Beschreibung siehe Halbtagestouren auf Seite

49 TAGESTOUREN Amtsäge, Kristenalm, Möslalm / Weg Nr. 221, 16, 213 Strecke: Scharnitz Gleirschhöhe Gleirschtal Amtsäge / Kristenalm / Möslalm Gehzeit: ca. 6 Stunden Vom Informationsbüro über die Isarbrücke, vor der Kirche links abbiegen. Der Hinterautalstraße folgen, vorbei am Wanderparkplatz in Richtung Gasthof Wiesenhof. Weiter bis zur Gleirschhöhe. Dort folgen Sie der rechten Forststraße Richtung Gleirschtal. Vor der Amtsäge zweigt rechts ein Forstweg zur Kristenalm ab, welche Sie in etwa einer Stunde erreichen. Von der Abbiegung Kristenalm geradeaus erreichen Sie die Amtsäge, rechts die Forststraße weiter folgend, kommen Sie nach 15 Minuten zur Möslalm. Zurück nach Scharnitz können Sie entweder denselben Weg nehmen, oder Sie wandern durch die wildromantische Gleirschklamm (Vorsicht nur für geübte Wanderer) zurück. Hallerangeralm und Hallerangerhaus / Weg Nr. 224 Strecke: Informationsbüro Gleirschhöhe Hinterautal Isarursprung Kastenalm Lafatscher Niederleger Hallerangeralm Hallerangerhaus Scharnitz Gehzeit: ca. 8 Stunden Vom Informationsbüro über die Isarbrücke, vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße folgen. Immer geradeaus am Karwendelparkplatz vorbei Richtung Gasthof Wiesenhof, weiter bis zur Gleirschhöhe. Von dort nehmen Sie die linke Forststraße Richtung Isarursprung. Vor der Kastenalm überqueren Sie eine kleine Brücke, dann geht es steil aufwärts vorbei am Lafatscher Niederleger zum Halleranger. Am Almboden angekommen, teilen sich die Wege links zur Hallerangeralm oder rechts zum Hallerangerhaus. Zurück nach Scharnitz auf der selben Strecke. 49

50 Gipfelbesteigungen 50 Über die Seefelder Spitze, m Strecke: Seefeld Bergbahnen Rosshütte Seefelder Joch Seefelder Spitze Reither Kar Reither Joch Härmelekopf Gehzeit: Seefelder Joch Seefelder Spitze: 40 Minuten, weiter zum Härmelekopf: 1 ¼ Stunde, Gesamtzeit: 2 Stunden, anspruchsvoll, gute Kondition Den Start dieser Wanderung bilden die Bergbahnen Rosshütte. An der Talstation der Standseilbahn, die unmittelbar nach der Umfahrungsstraße im Osten von Seefeld zu finden ist, steigen Sie in die Standseilbahn und fahren auf die Bergstation, von wo aus Sie die Gondelbahn nutzen, um auf das Seefelder Joch auf m zu kommen. Auf dem anfangs breiten Grasrücken wandern Sie in Richtung Süden und kommen über einen schmäleren Grat zur Seefelder Spitze auf m, wo sich Bergdohlen rund um die eintreffenden Wanderer tummeln. Nun führt ein anspruchsvoller Steig knapp rechts des Südgrates in teilweise leicht schorfigem Gelände abwärts in eine Lücke auf die andere Gratseite und hinab ins Törl auf m. Sich rechts haltend kommen Sie bergabwärts zu einer Wegverzweigung. Am Felsfuß entlang nach links kommen Sie über einige Felsen ins Reither Joch. Dort wählen Sie den Steig nach Nordwesten und kommen schräg durch steile Hänge hinab zur Bergstation Härmelekopf auf m, von wo aus Sie mit der Gondel hoch über dem Hermannstal zurück zur Bergstation Rosshütte gelangen. Dort wählen Sie entweder den Fußweg zurück ins Tal oder nutzen ein zweites Mal die Standseilbahn zur Talstation. Diese Wanderung bietet atemberaubende Ausblicke, sowie ein weites Gipfelpanorama über die Bergwelt rund um Seefeld.

51 Gipfelbesteigungen Gehrenspitze, m / Weg Nr. 9, 46 Strecke: Leutasch / Lehner Puittal Scharnitzjoch Gehrenspitze Gehzeit: ca. 4-5 ½ Stunden Nach dem Ortsteil Lehner überqueren Sie den Puitbach und folgen anschließend links dem Weg zum Puitegg und weiter durchs Puittal zum Scharnitzjoch. Der Markierung folgend gelangen Sie an der nicht bewirtschafteten Erinnerungshütte vorbei zum Kirchl auf die Gehrenspitze, wo Sie beim Gipfelkreuz die Gelegenheit haben, sich im aufliegenden Gipfelbuch zu verewigen. Mit geübtem Blick kann man mit etwas Glück Gämsen oder Murmelen beobachten, deren Lebensraum sich hier befindet. Beim Abstieg wählen Sie zwischen demselben Weg wie beim Aufstieg oder wandern vom Scharnitzjoch über die Wangalm und Wettersteinhütte zurück nach Leutasch. Eine wunderschöne Tour mit einem überwältigenden Panoramablick auf die Olympiaregion Seefeld. Rotmoosalm, m und Predigtstuhl, m / Weg Nr. 44, 12 Strecke: Leutasch / Parkplatz Salzbach Rotmoosalm Predigtstuhl Gehzeit: ca. 5 Stunden Der Weg führt mit einem nur leichten Anstieg über freie Almwiesen und später durch leicht bewaldetes Gebiet zum Leitenbach. Über einen Steig gelangen Sie auf den Fahrweg zur Rotmoosalm. Über saftig grüne Grashänge kommt man auf einen bewachsenen Sattel, von wo aus man zwischen schroffen Felsen zum Predigtstuhl mit herrlicher Aussicht gelangt. 51

52 Gipfelbesteigungen Hohe Munde, m / Weg Nr. 8 Strecke: Parkplatz Rauthhütte Rauthhütte Zugspitzblick Ostgipfel Hohe Munde Gehzeit: ca. 5 Stunden Die Wanderung beginnt am Parkplatz Rauthhütte in Leutasch-Moos. Folgen Sie dem Weg rechts durch den Wald, bis dieser in den Weg von Obern zur Rauthhütte einmündet. Zunächst geht es über Weideflächen empor zum Zugspitzblick, bevor wir einen Latschengürtel durchqueren und anschließend schottriges und alpines Gelände erreichen. Weiter geht es steil und felsdurchsetzt über den Ostrücken auf den Ostgipfel (2.592 m). Über die Scharte kann der Westgipfel erreicht werden. Beim Abstieg wählen Sie zwischen demselben Weg wie beim Aufstieg oder nach der Überschreitung des Westgipfels, die Niedere Munde entweder über das Strassberghaus nach Telfs oder über das Gaistal zurück nach Leutasch. 52 Hoher Sattel Große Ahrnspitze, m Unterleutasch / Weg Nr. 4 Strecke: Leutasch / Emmat Hoher Sattel Ahrnhütte Ahrnspitze Gehzeit: ca. 4 Stunden Der Aufstieg auf den Hohen Sattel beginnt in Ahrn. Oben angelangt, gehen Sie direkt beim Jagdhaus links den Steig entlang über den Langen Brand (Bewuchs durch Unachtsamkeit abgebrannt), ständig steigend bis zur Ahrnspitzhütte (unbewirtschaftet). Von dieser aus ist die große Ahrnspitze in ca. 50 Minuten erreichbar (gehen Sie nicht auf den rechten Gipfel, dieser ist auf Grund des brüchigen Felsens sehr gefährlich). Der Abstieg führt wieder zur Ahrnspitzhütte. Vor der Hütte gehen Sie links in Richtung Achterköpfe Riedbergscharte und von dort links durch den Wald nach Unterleutasch zum Gasthof Mühle.

53 Gipfelbesteigungen Pleisenhütte, m und Pleisenspitze, m / Weg Nr. 28 Strecke: Scharnitz Pleisenhütte Pleisenspitze Gehzeit zur Hütte: ca. 2 ½ Stunden Wanderung ohne anspruchsvolle Stellen Gehzeit zur Spitze: weitere 2 ½ Stunden hochalpine Bergtour Vom Informationsbüro aus über die Brücke, vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße folgen, vorbei am Wanderparkplatz bis zum Gasthof Wiesenhof. Vor dem Gasthof beginnt links der Forstweg durch weiträumige Wälder zum Fuß des Berges. Dort angekommen biegen Sie schräg nach rechts ab und erreichen nach einem Latschenhang die Pleisenhütte, die mit herrlicher, südseitiger Sonnenterrasse zur Rast einlädt. Ungehindert kann man von der Hütte auf die 8 umliegenden Gebirgsketten blicken. Wanderer mit guter Kondition setzen den Aufstieg bis auf die Pleisenspitze fort. Hinter der Hütte schräg empor geht es ins Vorderkar durch eine interessante Karstlandschaft mit diversen Schachthöhlen. Von dort nach rechts auf den Pleisen, dann westlich neben dem Grad empor gelangen Sie auf den gewaltigen Gipfel mit seiner grandiosen Aussicht. Auf demselben Weg wieder nach Scharnitz zurück. Hohe Gleirsch, m / Weg Nr. 221 Strecke: Scharnitz Gleirschhöhe Gleirschtal Amtsäge Gleirscher Riegelkar Hoher Gleirsch Sagkopf Amtsäge Scharnitz Gehzeit: ca. 8 Stunden mit Rad Der Hausberg von Scharnitz bietet Ihnen einen herrlichen Ausblick über alle Gipfel und Täler des westlichen Karwendels. Eine andere Variante wäre es, das Bergradeln und das Bergsteigen miteinander zu kombinieren und bis zur Amtsäge mit dem Rad zu fahren. So spart man sich eine nicht unbeträchtliche Dauer an Gehzeit! Vom Informationsbüro aus über die Brücke vor der Kirche links abbiegen und der Hinterautalstraße folgen. Vorbei am Wanderparkplatz in Richtung Gasthof Wiesenhof. Der Forststraße folgen Sie bis zur Gleirschhöhe, dort halten Sie sich rechts und kommen über den sogenannten Krapfen durch das Gleirschtal zur Amtsäge. Hier können Sie Ihr Rad parken und steigen auf dem markierten Weg zum Hohen Gleirsch auf. 53

54 Gipfelbesteigungen 54 Große Ahrnspitze, m über Scharnitz / Weg Nr. 21, 20, 18 Strecke: Scharnitz Porta Claudia Ahrnsattel Ahrnspitze Hoher Sattel Gehzeit: ca. 6 Stunden Am Nordende von Scharnitz hinter dem ehemaligen Zollamt über die Isarbrücke gehen Sie rechts unterhalb der Porta Claudia vorbei, an der Flanke des Ahrnsattel hinauf in die Mulde der Hasellähne und weiter in Kehren stark ansteigend zur unbewirtschafteten Unterstandhütte (21). Von dort steigen Sie weiter auf einem teilweise gesicherten Steig zum Gipfel der Großen Ahrnspitze (Bergerfahrung notwendig). Als Belohnung genießen Sie einen wunderschönen Ausblick auf die umliegenden Berge. Vom Gipfel aus gehen Sie vorerst den gleichen Weg wieder zurück und können dann als Abstieg den Weg Nr. 20 über die Brunst (Bewuchs durch Unachtsamkeit abgebrannt) zum Hohen Sattel wählen. Beachten Sie jedoch, dass es hier bei Schönwetter durch den fehlenden Baumbestand sehr heiß werden kann. Vom Hohen Sattel folgen Sie links dem Nordalpenweg über die Sattelstiege (18) hinunter auf die Forststraße, die am linken Ufer des Gießenbaches entlang zurück nach Scharnitz führt. Der vom Hohen Sattel zur Ahrnplattenspitze eingezeichnete Weg ist nur wirklich geübten Berggehern zu empfehlen!

55 Gipfelbesteigungen Brunnsteinspitze, m / Weg Nr. 27 Strecke: Scharnitz Brunnsteinhütte Brunnsteinspitze Gehzeit: ca. 5 Stunden Vom ehemaligen Zollamt Scharnitz aus folgen Sie der Bundesstraße in Richtung Mittenwald. Bei der Tankstelle überqueren Sie die Straße und Bahnlinie und folgen dem Fahrweg in Richtung Mittenwald. Vor einem Bauernhof halten Sie sich links und erreichen den von Mittenwald kommenden Steig zur Brunnsteinhütte (1.523 m). Weiter gehen Sie über den Brunnsteinsteig zur Tiroler Hütte (2.153 m unbewirtschaftet) und Aufstieg auf die Brunnsteinspitze. Genießen Sie den herrlichen Ausblick über Scharnitz. Ein steiler und anstrengender Abstieg führt über den Brunnsteinkopf (ACHTUNG: der Einstieg in den Steig ist relativ schwer zu finden), über Birzelgrat und Adlerkanzel nach Scharnitz zurück. Sie können jedoch auch denselben Weg über die Brunnsteinhütte zurück nehmen. Grubenkarspitze, m / Weg Nr. 224 Strecke: Scharnitz Kastenalm Rossloch Rosskar Grubenkarspitze Gehzeit: ca. 7 ½ Stunden Auch bei dieser Tour bietet es sich an, das Bergradeln mit dem Bergsteigen zu kombinieren! Vom Wanderparkplatz Karwendel der Straße folgen bis zum Gasthof Wiesenhof und weiter durch das Hinterautal am Isarursprung vorbei zur Kastenalm (möglichst mit dem Rad, zu Fuß ca. 2 ½ Stunden zusätzlich) Ab hier gehen Sie zu Fuß weiter ins Roßloch zu den Hinteren Böden. Hier folgen Sie mehr oder weniger einem Bachbett entlang ins Rosskar hinein. Bald zweigt links der Weg zur Dreizinkenspitze ab, diesen ignorieren Sie jedoch und wandern geradeaus weiter empor. Relativ steil gelangt man an den Fuß des Westrückens der Rosslochspitze. Bei den Felsen halten Sie sich links und steigen über weite, steile Schuttfelder zum Südgrat der Grubenkarspitze auf. Über diesen Grad erreichen Sie den Gipfel. Abstieg entlang der Aufstiegsroute. 55

56 Gipfelbesteigungen 56 Birkkarspitze, m / Weg Nr. 201, 25 Strecke: Scharnitz Karwendelhaus Schlauchkar Birkkarspitze Gehzeit: ca. 6 ½ Stunden Auch bei dieser Tour bietet es sich an, das Bergradeln mit dem Bergsteigen zu kombinieren! Vom Wanderparkplatz aus, folgen Sie der Fahrstraße bis zum Wildfleischhandel Gaugg. Dort überqueren Sie die Brücke und biegen links Richtung Karwendeltal ab. Anfangs steiler Anstieg bis zur Höhe der Birzelkapelle. Weiter geht es der Forststraße entlang bis zur Larchetalm (Einkehrmöglichkeit), dann durch das herrliche Karwendeltal mit einem weiteren Anstieg zum Schluss zum Karwendelhaus. Von dort wandern Sie steil in Serpentinen ins Schlauchkar und durch dieses auf einem Geröllweg auf den Schlauchkarsattel (2.639 m). Vorsicht: Im steilen Hang vor dem Sattel liegt fast den ganzen Sommer über Altschnee! Vom Sattel östlich zum Birkkarhüttl (unbewirtschaftet). Hier beginnt ein mit Drahtseil gesicherter Steig, welcher über Schrofen zum Gipfel führt (2.749 m). Abstieg entlang der Aufstiegsroute.

57 Lebe Deinen Traum... Das NEUE Vitalhotel Kaiserhof bietet Ihnen eine wunderschöne Wellnessanlage, sehr große Zimmer und eine ausgezeichnete Küche. Mösern hat die längste Sonnenscheindauer von Tirol! Man nennt es auch das Schwalbennest von Tirol! Schlemmen wie ein Kaiser... mit unserem Verwöhnpension- Frühstücksbuffet, Mittags Salat- und Suppenbuffet, Nachmittags Kuchen-, Kaffee- und Teebuffet, Abendmenü, wöchentlich ein Wel come-gourmet-dinner, Gala Dinner und ein Themenbuffet. Und im Sommer die schönsten Wanderwege. Mega ist der Wellnesbereich...Sauna, Dampfbad, Bio Sauna, Sprudelwannen, Physiotherme, Wintergarten...und der Traumausblick in das Obere Inntal... und das Beste - der Preis! Bei einer Buchung von Samstag bis Samstag oder ! Von jedem Zimmer aus Blick ins Inntal. Großzügig, eingerichtete Zimmer. 1 Woche für 1 Person ab 330.-! A-6100 MÖSERN/SEEFELD ALBRECHT-DÜRER-WEG 9 TEL / / FAX 0043 / /

58 Geschichte, Kultur & Natur Themenwege - Adlerweg - Region Jakobsweg - Region Geoweg Hermannstal - Seefeld Kaiser-Maximilian-Weg - Seefeld Kreuzweg - Seefeld Kulturspaziergang - Seefeld Achweg - Leutasch Gaistal - Leutasch Geisterklamm - Leutasch Friedenswanderweg - Mösern Kalvarienberg - Mösern Bienenlehrpfad - Reith Kulturwanderweg - Reith Rosenkranzweg - Reith Schlossbachklamm - Reith Gleirschklamm - Scharnitz Naturewatch im Karwendel - Scharnitz Kneippanlagen Betrachtungs-/ Besinnungswanderung Wasser und Kräuterwanderung Erlebniswanderung für Groß und Klein Ein paar Schritte auf dem Jakobsweg Seen - Ablasssee - Seefeld Kaltwassersee - Rosshütte - Seefeld Möserer See - Mösern Weidachsee - Leutasch Wildmoossee und Lottensee - Mösern Wildsee - Seefeld Seefeld Pfarrkirche St. Oswald Seekirchl Seefelder Heimatmuseum Seefelder Waldfriedhof Leutasch Ludwig Ganghofer Museum Pfarrkirche Hl. Johannes dem Täufer Pfarrkirche Hl. Maria Magdalena Kapellen

59 Mösern/Buchen Friedensglocke Bergbauernmuseum Ropferstub m Heimatmuseum Sterzingerhof Historische Zäune Möserer Kirche Maria Heimsuchung Pfarrkirche Maria Hilf Porta Claudia Liste der Ausflugsziele, Almen/Hütten & Alpengasthöfe Reith Absetzkapelle Cäcilienkapelle Auland Frau Häusl Holzbildstock am Gstoag Lurdesgrotte Maria Hilf Kapelle Auland Pfarrkirche St. Nikolaus Rotes Kreuz am Wildsee St. Magnus Kapelle in Leithen Scharnitz Alpenpark Karwendel Birzelkapelle Isarursprung Karwendelbahn

60 Themenwege 60 Adlerweg Wandern hat in Tirol einen Namen: Adlerweg. Es handelt sich hier um einen Weitwanderweg, der nicht nur das ganze Land durchmisst, sondern auch die charmante Geschichte eines Landes (mit vielen Ecken und Kanten) erzählt. 280 km abwechslungsreichen Wandergenuss auf insgesamt 126 Tagesetappen bietet der bekannte Tiroler Adlerweg wanderfreudigen Menschen. Die Hauptroute dieses besonderen Weitwanderweges führt von Ost nach West durch ganz Tirol, zahlreiche Nebenrouten schließen daran an. Auch durch Osttirol schlängelt sich adlergleich ein Weg mit vielen Naturschönheiten und Kulturdenkmälern. 2 Etappen des Adlerweges ziehen durch die Olympiaregion Seefeld: Etappe 10 - Im Zauberreich der Karwendelahorne: Falkenhütte (1848 m)- Karwendelhaus (1771 m), Höhendifferenz rund 400 m im Aufstieg, rund 500 m im Abstieg Etappe 11 - Auf der Königsetappe des Adlerweges: Karwendelhaus (1771 m) - Hallerangerhaus/- alm (1768 m) Höhenmeter rund 1550 m im Aufstieg, rund 1550 m im Abstieg. Mehr Infos und die kompletten Routen finden Sie auf

61 Themenwege Jakobsweg Der Jakobsweg ist ein alter Pilgerweg quer durch ganz Europa und im speziellen durch Spanien. Er führt nach Santiago de Compostela. Bereits Millionen von Menschen gingen ihn in den letzten Hunderten von Jahren. Mit dem grenzübergreifenden Jakobsweg Isar Loisach Leutascher Ache Inn wurde die Verbindung zwischen dem Münchner, dem Südostbayerischen und dem Tiroler Jakobsweg geschlossen. Die Strecke verläuft von München bis Kloster Schäftlarn auf dem Münchner Jakobsweg. Ab dort geht es in 12 Etappen an Isar und Loisach entlang über Kloster Beuerberg, wo er auf den Südostbayerischen Jakobsweg trifft, weiter zum Kloster Benediktbeuern, vorbei an Kochel- und Walchensee in die Alpenwelt Karwendel. Durch die Leutasch erreicht der Pilger schließlich bei Mötz das Inntal mit Anschluss zum Tiroler Jakobsweg. Religiöse, kulturelle und kunsthistorische Aspekte, eingebettet in eine abwechslungsreiche Landschaft, kennzeichnen den Weg. Kirchen, Gemälde und Altäre zu Ehren des Heiligen Jakobus belegen die historische Bedeutung. Quer durchs Leutaschtal finden Sie eine sanft blühende Landschaft, die für viele noch ein streng gehütetes Geheimnis ist. Bäuerliches Brauchtum und dörfliche Kultur eingebettet in den Lauf der Jahreszeiten: so erlebt man das 16 km lange Dorf mit 24 Ortsteilen, das eigentlich ein Tal ist. Wegverlauf Leutasch/Buchen: Am Beginn des Naturschauspieles der Leutasch Klamm bietet sich die Wahl entweder über den Gletscherschliff oder an der Höllkapelle (eine historische den Pilgern gewidmete Jakobskapelle) vorbei, jeweils zum Eingang des malerischen Leutaschtales zu gelangen. Dann geht s der Landstraße entlang zu den Ruinen der Porta Claudia, ein ehemals (17 Jhdt.) imposantes Grenzbollwerk. Anschließend führt der Weg rechts über die Brücke an der Zenzn- und Itzlkapelle vorbei zur Unterleutascher Kirche, gewidmet dem Hl. Johannes, welche zum Verweilen einlädt. Von nun an geht es einige Meter nach der Kirche links weiter entlang der glasklaren Leutascher Ache. In Ahrn wechselt der Weg auf die andere Talseite hin zu den noch sehr ursprünglichen Weilern Lehner und Gasse, wo etliche der für das Tal typischen Bauernhöfe den Pilger begrüßen. Den Ortsteil Gasse verlassend gewährt der Jakobsweg einen imposanten Blick auf die Hohe Munde und auf die sich im Vordergrund präsentierende Kirche der Hl. Magdalena, welche am Ganghofermuseum vorbei erreicht wird. Von dort wandert man weiter, vorbei am Bauernladen über den Unteren Wiesenweg zur Schneiderliasnkapelle (St. Floriankapelle) in Plaik, welche in ihrem Inneren eine interessante Santiago de Compostela Geschichte birgt. Ab hier verläuft der Camino durch die Ortsteile Obern und Moos, in welchen sich weitere sakrale Kleinode zum Geleit finden. Über den Wanderweg durch das Katzenloch lässt man nun das Leutascher Hochplateau in Richtung Inntal hinter sich. Mehr Informationen finden Sie auf 61

62 Themenwege Geoweg Hermannstal Ausgehend vom Kurpark führt dieser gesteinkundliche Lehrweg durch das Hermannstal. In mehreren Stationen werden Findlinge aus der Region vorgestellt und deren Herkunft beschrieben. Bislang gibt es 7 Stationen vom Seefelder Kurpark aus bis hinauf zum Woldrichsteig im Hermannstal. Angefangen von Granit über Glimmerschiefer und Flasergneis bis hin zu Biotitgneis und Metaandesit gibt es nicht nur für Geologen viel zu entdecken. 62 Kaiser-Maximilian-Weg Dieser Weg verläuft rund um den Seefelder Wildsee und präsentiert dem Wanderer allerlei Wissenswertes zur Entwicklung dieser einzigartigen Landschaft. Der Ausgangspunkt des Themenweges liegt südlich vom Hotel Seespitz. Von dort wandern Sie Richtung Süden zum Reither Moor. Folgen Sie dem Rundweg, der Sie schließlich wieder zum Ausgangspunkt führt. Auf 11 Tafeln bekommen Sie Informationen zu Themen rund um den See, das Moor, Flora und Fauna, Klima, aber auch zur Geschichte sowie zu Naturgewalten und deren Bändigung vermittelt.

63 Themenwege Kreuzweg auf den Pfarrhügel Dieser Spaziergang nimmt ca. eine Stunde Zeit in Anspruch und startet beim Informationsbüro in Seefeld. Eine einzigartige Attraktion für Groß und Klein bildet der Seefelder Pfarrhügel. Hier befindet sich der, im Jahr 2000 erbaute Seefelder Kreuzweg mit 14 Stationen. Mit Hilfe von bis zu 23 Tonnen schweren Findlingen, die in einer bestimmten Sternenkonstellation aufgestellt sind, wird hier das letzte Abendmahl dargestellt. Nach einer Idee des Schriftstellers Winfried Werner Linde soll dieser starke Ort am höchsten Punkt des Pfarrhügels einen friedvollen Treffpunkt für Menschen aller Weltreligionen darstellen. Infotafeln direkt am Pfarrhügel geben detaillierte Auskünfte. Besonders für Kinder ist der Pfarrhügel ein Erlebnis so klettern sie mit Freude auf die großen Findlinge oder nutzen den dicht bewachsenen Hügel zum Blumen pflücken oder herumtollen, während die Eltern auf einer der Bänke die wunderschöne Natur genießen. Für Interessierte besteht die Möglichkeit am Kulturspaziergang teilzunehmen (siehe Folgetext). Vom Pfarrhügel aus geht der Spaziergang weiter zum Seefelder Wildsee, den man schon von hier oben aus vor sich liegen sieht. Wir wandern den Pfarrhügel auf der Seeseite hinunter und schlagen den Weg auf der rechten Seeseite ein. Beim Waldschwimmbad Café Sonja gelangen wir auf dem linken Weg in ein Wäldchen, das eine Spielwiese für zutrauliche Eichhörnchen und Vögel darstellt. Ein dort aufgestellter Nüsseautomat gibt Kindern die Möglichkeit die Tierchen zu füttern und so ganz aus nächster Nähe zu betrachten. Rund um den See trifft man beim Restaurant Strandperle auf einen Kinderspielplatz, der mit Schaukeln, Rutschen uvm. lockt. Am Hotel Seespitz vorbei kommen wir gerade aus wieder in die Fußgängerzone zum Ausgangspunkt beim Informationsbüro Seefeld. Kulturspaziergang Lernen Sie Seefelds historische Seite (mit seinen wichtigsten Sehenswürdigkeiten), aber auch das Seefeld der Gegenwart mit der staatlich geprüften Fremdenführerin Fr. Glatzl kennen! Einmal wöchentlich (voraussichtlich ab Ende Juni bis Ende September und von Dezember bis März) immer mittwochs, Uhr, Treffpunkt Informationsbüro Seefeld, Dauer ca. 2 Std., die Führung wird auf Deutsch/Englisch, bei Bedarf auch auf Italienisch durchgeführt). Kinder kostenlos, Hunde willkommen. Zeit- bzw. Terminänderungen vorbehalten! 63

64 Themenwege 64 Achweg Nach der Umsetzung des Hochwasserschutzprojektes hat die Gemeinde Leutasch entlang der Leutascher Ache im Bereich Weidach den Themenweg Lebensraum Ache geschaffen. Damit soll das Interesse an Natur und Landschaft geweckt werden. Der Themenweg wurde vom ZT-Büro für Biologie, Mag. Traute Scheiber, konzipiert. Spaziergänger und Erholungssuchende bekommen anhand von zehn Tafeln Informationen über folgende Themenbereiche vermittelt: Dynamik des Gebirgsbaches; Leben im Wassertropfen; Fischfauna; Leben am Gewässergrund; Vögel am Gewässer; Ingenieurbiologie; Pioniervegetation; Auvegetation; Die Deutsche Tamariske; Ingenieurbiologische Maßnahmen. Gaistal Das romantische Gaistal, in dem noch die Schönheit unberührter Natur das Landschaftsbild prägt, erstreckt sich vom Ortsteil Klamm in der Oberleutasch westwärts in die alpine Welt zwischen Mieminger Kette und Wettersteingebirge. Zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen zu den neun bewirtschafteten Almen sowie den zahlreichen Berg- und Schutzhütten sind die fünf Parkplätze zwischen Klamm und dem Straßenende am Salzbach. Das Gaistal war aber auch die Heimat des Dichters Ludwig Ganghofer, der oberhalb der Tillfußalm sein Jagdhaus hatte und der Schönheit des Tales in seinem Roman Das Schweigen im Walde ein würdiges Andenken setzte. Auch andere Werke entstanden im Haus Hubertus, wie sein Jagdhaus liebevoll heißt. Ganghofer zog sich gerne hierher zurück, um Erholung zu suchen und Inspiration durch die Schönheit des Tales zu finden. Er pflegte hier auch seine Leidenschaft, die Jagd. Das Gaistal ist einerseits das Reich der Almen, andererseits einer sehr ursprünglichen und unverwechselbaren Gebirgsnatur. Von beiden Seiten grüßen in wundersamen Wechsel schroffe Kare, grün schimmernde Hochalmen, Bergmähder und weißlich graue Felspartien. Das grünlich-türkise Wasser der Leutascher Ache, die auch als Gaistalache bezeichnet wird, begleitet Mountainbiker durch die Talung bis zum Igelsee, wo der Wildbach aus dem Breitenkopfkar entspringt. Dabei begegnet einem die reiche Gebirgsnatur mit Reh, Gämse, Hirsch, Steinadler und möglicherweise Bartgeier. In jedem Fall werden wir von Pfiffen der Murmeltiere überrascht, die zahlreich im Gebiet zwischen Rotmoosalm und Hochfeldernalm ihre Baue anlegen.

65 Themenwege Geisterklamm Höllenwasser und Geistergumpen, Hexenkessel und Teufelswasser, eine Erlebniswelt aus Wasser und Stein. Willkommen im Reich des Klammgeistes und seiner Kobolde! Der Weg durch die Leutascher Geisterklamm konnte im August 2005 nach zweijähriger Bauzeit fertig gestellt werden und ist kostenlos begehbar. Die imposante Schlucht wird über einen spektakulären Stahlsteg, hoch über der reißenden Leutascher Ache, die in Mittenwald in die Isar mündet, durchquert und bildet so eine Brücke zwischen Deutschland und Österreich. Schon bald spüren wir eine fremde und geheimnisvolle Wirklichkeit. Es ist das Reich des Klammgeistes, der tief unten in seinem tosenden Schloss aus sprudelnden Wirbeln, aus rauschenden Kaskaden und bizarren Felswänden zu den staunenden Menschen spricht. Ein kühner Steig lässt uns in die bis zu 75 m tiefe Behausung des Klammgeistes blicken. Entlang dreier Wege können Sie das Reich des Klammgeistes erleben: Klammgeistweg, 3000 m Länge: Der Klammgeistweg steigt vom Parkplatz im Leutascher Ortsteil Schanz bzw. vom alten Zollamt Leutasch aus nach 600 m in die Klamm hinein und verläuft auf einem kühnen, 800 m langen Steg bis zur Panoramabrücke. Von dort kehrt er auf einem Forstweg zum Parkplatz zurück. An den Haltepunkten mit Schautafeln erzählt Ihnen der Klammgeist allerlei Geheimnisvolles aus seinem Reich. Gehdauer: ca. 1 ½ Stunden Koboldpfad, 1900 m Länge: Der Koboldpfad führt vom Klammkiosk in Mittenwald über den Gletscherschliff in die Leutaschklamm hinein und trifft an der Panoramabrücke auf den Klammgeistweg. Der Rückweg führt durch die nordseitigen Klammhänge hinab zum Ausgangspunkt. Entlang dieses Pfades berichten Ihnen die Kobolde von den Gletschern und Gesteinen in Zusammenhang mit der Leutaschklamm. Gehdauer: ca. 1 Stunde Wasserfallsteig, 500 m Länge: Von einer Brücke am Ortseingang von Mittenwald aus erreicht man nach einem ca. 500 m langen Fußweg die Klamm. Ein nur drei Meter über dem Wasser erbauter Steig führt zu dem gewaltigen 23 m hohen Wasserfall. Eintritt: 2,-- Erwachsene, 1,-- Kinder. Parkplätze sind am Ortseingang von Mittenwald vorhanden. Wichtiger Hinweis: Der enge Klammsteg ist leider nicht für Kinderwägen und Hunde geeignet. Fahrräder dürfen Sie auf keinem Abschnitt der Geisterklammwege zwischen Leutascher Parkplatz und Mittenwalder Klammkiosk verwenden. Wir bitten im Sinne eines genüsslichen Klammerlebnisses um die Einhaltung der Gebote. 65

66 Themenwege Friedenswanderweg Strecke: Mösern / Parkplatz Seewaldalm Möserer See Friedensglocke Gehzeit: ca. 90 Minuten Über 7 Stationen geht es von Mösern zum und rund um den Möserer See, dann in Richtung Hotel Tyrol zum Gasthof Menthof und weiter zum Möserer Kirchl. Die Wanderung endet bei der Friedensglocke. Mehr Informationen zur Friedensglocke und den Stationen des Friedensweges finden Sie auf Seite Kalvarienberg Nördlich der Kirche erhebt sich der Kalvarienberg. Ein halbrunder, offener Bau mit Dreieckgiebel, um 1830 entstanden, beherbergt eine Kreuzigungsgruppe: Christus am Kreuz mit den beiden Schächern, die Assistenzfigur Maria, Johannes Ev. und Maria Magdalena sind gemalte Bretterfiguren und wohl etwas älter als die plastische Gruppe. Die Fresken zeigen in der Art Leopold Puellachers Jerusalem und darüber in Wolken, Gottvater. Am schmalen Serpentinen-Weg, der zum Kalvarienberg führt, standen ursprünglich 8, seit bildstockartige Stationskapellen. Am 1. Juni 1841 wurde die Erhaltung der Kapellen durch einheimische Familien schriftlich geregelt / 89 wurde in einem Gemeinschaftswerk der Möserer Bevölkerung der Kalvarienberg restauriert. Dazu wurden sowohl große finanzielle Opfer der einzelnen Familien erbracht, als auch unzählige Arbeitsschichten geleistet. Der Anstieg zum Kalvarienberg wurde durch drei Kapellen ergänzt. In der ersten Kapelle ist ein nazarenisches Bild von Maria Theresia Striegl der Abschied Christi aus dem Jahr 1899 angebracht. In den folgenden Kapellen befinden sich Bilder mit den Passionsszenen, wobei die alten bestehenden Fresken geblieben sind und die auf Eternitplatten gemalenen Stationsbilder vorgesetzt wurden. Bis Herbst 2007 wurde auch der Weg zum Kalvarienberg ausgebaut und mit dem Friedensglocken-Wanderweg und dem Zentrum von Mösern verbunden. Außerdem ist der Kalvarienberg im EU-Atlas der Heiligen Berge Europas verewigt.

67 Themenwege Bienenlehrpfad Reith Der Reither Bienenlehrpfad mit seinem Bienenhotel ist einzigartig und gibt Wanderern und Interessierten einen Einblick in das geheimnisvolle Leben der Honigbiene sowie deren Verwandte, der Solitärbiene und der Hummel. Entlang des Reither Waldweges, beginnend bei der Kneippanlage St. Florian, vorbei am Kaltwasserbach und endend am Niederbach und dem Ichthyolwerk, geben 10 Schautafeln anschauliche Informationen über die Honigbiene. Im Bienenhotel, Unterkunft für Wildbienen, Solitärbienen und Hummeln und Dauermietplatz für Honigbienen, kann durch ein Glasfenster das bunte Treiben im Bienenstock gefahrlos beobachtet werden. Zu sehen sind frühzeitliche und aktuelle Bienenbehausungen, Imkereigeräte und Bienenprodukte. Die Biene dürfte das älteste Tier sein, das der Mensch in Pflege genommen hat. Zu allen Zeiten haben sich Dichter, Naturforscher, Ärzte und Philosophen mit den Bienen und ihren Produkten befasst. Auch heute noch können wir sagen, dass die Biene eines der wichtigsten Nutztiere des Menschen darstellt. So gehört der Honig seit jeher zu einem sehr kostbaren Gut. Durch Gärung von Honig, Wasser und Hefe wurde bereits 5500 v. Chr. Met (oder auch Honigwein genannt), eines der ältesten alkoholischen Getränke, hergestellt. In der nordischen Mythologie wurde dieses berauschende Getränk zum Trank und Geschenk der Götter ernannt, so sagt man auch, dass Met den Göttern Unsterblichkeit verlieh und auf die Menschen belebend, stärkend, gesundheitsfördernd und lebensverlängernd wirken soll. Die Beziehung zwischen Bienen und Blumen ist eine über Jahrmillionen fortlebende Fortpflanzungssymbiose. Die Biene nimmt den Nektar der Blüten als Nahrung auf, dabei bleiben die Pollen der Blüte an ihr hängen, welche die Biene dann weiter trägt und damit eine andere Blüte bestäubt, sodass diese sich vermehren kann. Auch der Fortbestand der Menschheit ist eng mit Bienen und deren Fortpflanzungstätigkeiten für Pflanzen verbunden: Schon Albert Einstein soll einst bemerkt haben: Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr... Auf Anfrage beim Informationsbüro Reith werden auch Führungen von einem Imker angeboten, der mit Hilfe von Lehrtafeln und Imkereigeräten die Besonderheiten der verschiedenen Bienenarten erklärt. Unter anderem kann bei dieser Führung durch ein Glasfenster das bunte Treiben im Bienenhotel beobachtet werden. Spannende Naturkunde für die ganze Familie ist garantiert! 67

68 Themenwege 68 Kulturwanderweg Der Reither Kulturwanderweg führt Sie von Reith nach Leithen und wieder retour. Auf der Wanderung entdecken wir historische Denkmäler und lernen ihre Geschichte kennen. Station 1 / Informationsbüro Reith Wurde urkundlich erstmals 1095 erwähnt, 1157 schenkte Graf Berchtold von Andechs dem Kloster Benediktbeuren ein Stück des so genannten Scharnitzwaldes, das heutige Reith. Die Mönche begannen das Gebiet zu roden, daher stammt auch der Name Reith. Die Infotafel beim Informationsbüro bietet einen kleinen, geschichtlichen Abriss der Gemeinde sowie eine Erklärung des Gemeindewappens. Station 2 / Musikplatzl 1914 bis 1918 mussten alle wehrfähigen Männer an die Front. 13 Reither sind aus dem 1. Weltkrieg nicht heimgekehrt. Während des 2. Weltkrieges ( ) sind 15 aus unserer Gemeinde gefallen. Mit dem Ende des Krieges war die völlige Zerstörung des Dorfes verbunden. Es gab 6 schwere Bombenangriffe auf unser Dorf, um die Eisenbahnbrücke über dem Gurgelbach zu zerstören. Das Bombenjahr ein Katastrophenjahr für Reith. 22 Häuser wurden total zerstört, weitere 12 Häuser sowie die Kirche und die Schule wurden schwer beschädigt. Erst nach dem Wiederaufbau erfuhr das Ortsbild wesentliche Änderungen, da auch einige Aussiedlungen aus dem beengten Dorf vorgenommen wurden. Station 3 / Sunnroanweg Die Karwendelbahn wurde nach den Plänen des Innsbrucker Architekten Josef Riehl gebaut und gilt noch heute, der großartigen Brücken- und Tunnelbauten wegen, als Meisterstück damaliger Ingenieurkunst. Unser Ort liegt in unverwechselbarer Umgebung am so genannten Sunnroan (Sonnenhang). Genießen Sie den wunderbaren Blick über das Inntal.

69 Themenwege Station 4 / Die Pfarrkirche Seit 1391 ist die Kirche in Reith als St. Nikolaus Kirchlein bekannt. Der Kirchenpatron, der Heilige Nikolaus, wird von den Dorfbewohnern bis heute hoch verehrt. Der Neubau des Langhauses und Turmes erfolgte in den Jahren , beim Großbrand 1892 wurde die Kirche mit dem gesamten Dorf völlig eingeäschert. Im Zuge des Wiederaufbaues entstanden die besonders schönen Wandmalereien im Inneren ( ). Nach den Fliegerangriffen 1945 konnte der nochmalige Wiederaufbau 1950 im Wesentlichen abgeschlossen werden / 90 wurde das Kircheninnere umfassend renoviert und erstrahlt heute wieder in vollem Glanz. Station 5 / Der Meilenstein Im Jahr 1703 plünderten bayerische Soldaten unser Dorf und schlugen die geschnitzte Figur des Kirchenpatrons des heiligen Nikolaus vom Sockel. Seit dieser Zeit steht der Meilenstein als Mahnmal hier allein. Der Meilenstein befindet sich auf der Dorfstraße in Richtung Leithen bei einer Weggabelung rechts, in Richtung Meilerhof Station 6 / Unsere Frau An der Obergrenze zwischen Zirl und Leithen stand seit undenklichen Zeiten ein Bildstock mit einem wunderschönen geschnitzten Madonnenbild. Nach 1900 drohte das hölzerne Marterl zu verfallen. Die Jungbauern von Leithen errichteten die heutige gemauerte Säule. Einer wollte das Schnitzwerk mit seinem Messer untersuchen, doch es floss Blut aus dem Holz und sogleich ließ er von seinem Vorhaben ab. Leider wurde die Madonna 1972 gestohlen. Station 7 / Kapelle zum Hl. Magnus Die St. Magnus-Kapelle in Leithen stand mitten im Dörfl neben einem Meilenstein und soll der Überlieferung nach älter als die Kirche in Reith gewesen sein. Die Kapelle wurde 1980 abgebrochen und in der ursprünglichen Form 50 m nördlich auf die Anhöhe versetzt. Der Tag des Heiligen Magnus, der 6. September, ist seit jeher der Leithener Kirchtag. 69

70 Themenwege 70 Station 8 / Gasthof Hirschen In Reith gibt es Wirtshäuser mit Tradition; eines davon ist der Gasthof Hirschen in Leithen. Ein echtes Tiroler Wirtshaus, mit Gerichten aus Produkten vom eigenen Hof. Station 9 / Das Riesenhaus Der Riese Thyrsus soll zur Pestzeit schwer erkrankt sein. Um die übrigen Dorfbewohner nicht anzustecken, habe er sich im Gewölbekeller seines Hauses verkrochen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein solcher an der Ortsdurchfahrt am Riesenhaus abgetragen. Er ließ sich die Nahrung durch das Kellerfenster reichen, genas und so blieb Leithen von der Seuche verschont. Station 10 / Die Pestsäule Am Ortsrand von Leithen Richtung Reith steht eine Säule aus dem Jahr Sie zeigt Bilder der Kreuzigung Christi und von Pestheiligen und erinnert an die Zeit des 30jährigen Krieges, in der durchziehende Truppen die Pest ins Land einschleppten, welche die folgenden 3 Jahre weitum fürchterlich wütete. Ein wohlhabender Innsbrucker Kaufmann flüchtete mit seiner Familie nach Leithen, wo er schwer erkrankte. Er schwor, im Falle seiner Genesung einen Bildstock zu errichten; sein Versprechen löste er nach überstandener Krankheit auch ein.

71 Themenwege Rosenkranzweg Reith Die Schützenkompanie Reith unter Hptm. Friedl Berger hat den Rosenkranzweg zum Landesgedenkjahr 2009 als Kulturgut geschaffen. Der Rosenkranzweg mit seinen aus Lärchenholz gefertigten fünf Bildstöcken samt Ruhebänken wurde von den Reither Schützen mit großem Fleiß angelegt und soll zu Gebet und Besinnung einladen. Die 15 Relieftafeln, welche die Gesätzchen des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes zum Ausdruck bringen, wurden von der Künstlerin Annemarie Beiler aus Inzing nach eigenen Entwürfen aus Lafarge-Beton gestaltet und auch bemalt. Der Rosenkranzweg führt östlich der Pfarrkirche Reith, beim Bichlweg in den Wald abzweigend, entlang eines erfrischenden Bächleins an den Bildstöcken vorbei zur Frau-Häusl-Kapelle hinauf. Die Wanderung kann auch als Rundweg, mit kleinem Wasserfall gleich nach der Kapelle, fortgesetzt werden. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert. Schlossbachklamm Eine Wanderung durch eine Klamm ist immer ein schönes Erlebnis. Tiefe Schluchten, Holzbrücken und Steige am Wasser entlang sind aufmerksam erregende Wegbegleiter. Den Weg zur Schlossbachklamm kann man je nach Zeitaufwand in Seefeld, Reith oder Leithen beginnen. Der Weg Seefeld-Reith-Leithen ist bereits beschrieben und dauert ca. 1 Stunde. Beim Bahnhof Leithen, oberhalb vom Gasthof Hirschen führt ein angenehmer Waldweg (Nr. 14) in die Schlossbachklamm. Auf halber Strecke bergab kann man bereits die Schlossbach-Eisenbahnbrücke entdecken. Die Eisenbahnstrecke der Karwendelbahn wurde 1913 nach 3 jähriger Bauzeit eröffnet und gilt heute noch als eine der kühnsten Strecken der Alpen. Sie unterlag zur Zeit des 2. Weltkrieges enormen Bombardierungen. Heute stellt Sie ein wichtiges Bindeglied zwischen der Olympiaregion Seefeld und der Landeshauptstadt Innsbruck dar. Am Schlossbach angekommen, führt eine Holzbrücke über den Bach und weiter über einen schönen Steg bergauf nach Hochzirl. Schließlich erreicht man eine Asphaltstraße, die vorbei am Krankenhaus Hochzirl und weiter zum Bahnhof führt. Circa jede Stunde fährt ein Zug zurück nach Leithen, Reith, Seefeld oder Scharnitz! 71

72 Themenwege 72 Die Gleirschklamm Die Gleirschklamm ist eine der schönsten naturbelassenen Klammen im Karwendel. Seit jeher besticht sie durch imposante Felsen, kleine Wasserfälle und ihr glasklares Wasser. Man erlebt eine einzigartige Wasser-Fels-Landschaft und spürt die Kraft und Stärke des Wassers, das sich seit Jahrhunderten den Weg durch den Fels bahnt. Über Brücken durch meterhohe Felsen hindurch, wandert man entlang dem rauschenden Nass ca. 45 Minuten auf einem schmalen Steig durch die Schlucht. Der Weg ist durch Seile gesichert, trotzdem sollte man trittsicher und schwindelfrei sein. Die zwitschernden Wasseramseln, die in der Klamm brüten, bilden einen herrlichen Kontrast zum Rauschen des Baches Tiere und Natur in vollem Einklang, unberührt von Stress und Hektik. Selten kann man die Natur in ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit so sehr genießen wie hier. Früher wurde die Klamm für die Holztrift genutzt. Es war ein sehr schwieriges Unterfangen, die Holzstämme durch die enge Schlucht ins Tal zu transportieren. Im Frühsommer wurde das Schmelzwasser am Beginn der Gleirschklamm bei der sogenannten Klausen aufgestaut, die Holzstämme in das Wasser eingelassen und nach Erreichen des nötigen Wasserstandes wurde das Klausentor mit einem Schlag geöffnet. Die Stämme schossen mit einem mächtigen Wasserschwall durch die Klamm talauswärts der Isar Richtung Scharnitz. Oft verkeilten sich die Stämme in der Schlucht und mussten mühsam von den erfahrenen Männern, den sogenannten Triftern, wieder eingerichtet werden. Heute erinnert nichts mehr an diese gefährliche Arbeit, bei der viele Männer verletzt wurden und dabei auch ums Leben kamen. Der Wanderer genießt an einem heißen Sommertag die kühle und wassergesättigte Luft in der Gleirschklamm. Von Scharnitz aus gelangt man über den Isarsteig, vorbei an der Scharnitzer Alm über den Nederweg zum Einstieg in die Gleirschklamm. Am Beginn laden Rastplätze mit Informationstafeln den Wanderer zum Verweilen ein. Es ist einfach herrlich die müden Füße im kalten Gleirschbach zu erfrischen und Energie zu tanken. Am Ende der Klamm hat man die Möglichkeit entweder über die Oberbrunnalm und den Hochwald zurück nach Scharnitz zu wandern, oder man wandert entlang des Gleirschtales über Forststraßen bis zur Amtsäge, weiter bis zur Möslalm und genießt dort einen gemütlichen Ausklang. Genießen Sie auf den Almen die Gastfreundschaft der Wirte und probieren Sie selbst hergestellte Almprodukte, wie z.b. den typischen Tiroler Graukäse! Zurück nach Scharnitz spazieren Sie entweder durch das Gleirschtal über den sogenannten Krapfen oder Sie tauchen ein weiteres Mal in die Gleirschklamm ein!

73 Themenwege Naturewatch im Alpenpark Karwendel Tourbeschreibung: Einen Alpenfluss mit allem was dazu gehört erleben; Wasserfälle und Schluchten - und das eingebettet in die schroffen Berge des Karwendels. Diese Tour ermöglicht viele Weit- und Nahblicke in das größte Tiroler Schutzgebiet. Natur-Highlights. Der Naturpark Karwendel steckt voller natürlicher Besonderheiten und umfasst eine reiche Flora und Fauna, die es zu bewundern, aber auch zu schützen gilt. Im Tal findet man wunderschöne, sehr artenreiche Blumenwiesen, die natürlich auch jede Menge Insekten anlocken. Neben häufigen Arten, wie die Witwenblume oder die Tauben-Skabiose wächst hier auch die Pracht-Nelke, die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt und in Nordtirol sehr selten vorkommt. Die Pflanzen müssen sich hier teilweise mit sehr kargen Schotterbänken zufrieden geben. Der Kiefernwald im Karwendel ist typisch für trockene Standorte. Er mag beim ersten Blick eintönig wirken, aber bei genauerem Hinsehen zeigen sich viele bunte Details. So blühen hier geschützte heimische Orchideen, wie das Knabenkraut oder das Rote Waldvögelein. Beim Blick nach oben zu den schroffen Gipfeln des Karwendels, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Kar ein Gamsrudel erblicken, und mit etwas Glück, vielleicht sogar einen Steinbock. Das Gebirge ist auch Lebensraum des Kolkraben und der Alpendohle und natürlich des Königs der Lüfte, des Steinadlers. Nicht weniger beeindruckend ist der Blick in die Ferne ins Karwendeltal. Die Schlucht des Karwendelbaches und die Teufelslochklamm mit dem Wasserfall zeigen die immensen Kräfte des Wassers. Einen etwas ruhigeren Ausklang der Wanderung bieten die Isarauen. Am verzweigten Flusslauf mit seinen Schotterbänken tummeln sich Molche und viele Wasserinsekten. Als Besonderheit unter den Vögeln gilt die Wasseramsel, der einzige heimische Singvogel, der tauchen kann. Anmeldung und Information im Informationsbüro Scharnitz. 73

74 KNeippanlagen Kneippanlagen in der Olympiaregion Seefeld Kneippanlage Wildsee in Seefeld Kneippanlage Lebensquelle (WM-Halle) in Seefeld Kneippanlage Triendlsäge in Seefeld Kneippanlage Salzbach in Leutsch Kneippanlage Ropferstub m in Mösern/Buchen Kneippanlage St. Florian in Reith Kneippen in der Olympiaregion Seefeld Die Kneipp-Therapie bildet die Grundlage des klassischen Naturheilverfahrens und basiert auf der Hydrotherapie nach Pfarrer Sebastian Kneipp. Hierbei wird in kaltem Wasser auf der Stelle getreten (man sollte nur Wassertreten, wenn sich die Füße zu Beginn warm anfühlen). Ein Bein sollte dabei immer vollkommen aus dem Wasser herausgezogen werden und die Fußspitze etwas nach unten gebeugt werden. Nach ca. 30 Sekunden spürt man ein starkes Kältegefühl in Füßen und Unterschenkeln. Dann sollte man das Wasser verlassen, um die Beine wieder aufzuwärmen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals. Nach dem Kneippen sollte das Wasser lediglich abgestreift, nicht abgetrocknet, werden und Bewegung wird empfohlen. Durch das Wassertreten wird der Kreislauf angeregt und die Durchblutung gefördert. Damit wirkt es venenkräftigend und stoffwechselanregend und wird daher zur Behandlung von Krampfadern und Migräne, sowie der Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Ein ganz natürliches Programm, das die Gesundheit, tägliches Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit fördert. Die fünf Säulen des Kneippens sollten dabei stets integriert sein: Wasser, ausreichende Bewegung, inneres Gleichgewicht, Heilpflanzen, Ernährung. 74 In der Olympiaregion Seefeld werden auf den mit dem blauen Kneipp-Rundwanderweg-Symbol ausgeschilderten Strecken, Möglichkeiten angeboten, in Arm- und Fußbädern, sowie den fünf Säulen des Kneippens, das Immunsystem zu stärken.

75 Kneippanlagen Kneippwanderungen Betrachtungs- und Besinnungswanderung Pfarrhügel Strecke: Kurpark Seefeld Lebensquelle Wassertretanlage Wildsee retour nach Seefeld Gehzeit: ca. 2 Stunden Schwierigkeit: leicht Vom Kurpark im Dorfzentrum geht es durch den Ort, die Klosterstraße entlang zum Seefelder Seekirchl. Dort überquert man die Möserer Straße. Die nächste Abzweigung rechts Richtung Kirchwald, links geht es Richtung Mösern hinter der WM-Tennishalle zum Kneippplatzl Lebensquelle. Gerade aus weiter zur Hauptstraße Möserer Straße. Nach der Überquerung geht es retour Richtung Seefeld vorbei an der Sprungschanze. Über die Casino Arena und den Parkplatz Gschwandtkopf geht es unter der Straße hindurch über die Siegmundspromenade zum Pfarrerbichl und zum Apostelkreis. Nach einer kurzen Besinnung geht es rechts am Waldrand hinunter zur Straße, die man überquert. Am südlichen Ufer des Wildsees erreicht man die große Seefelder Kneippanlage. Dort lädt die Fingerlabyrinthtafel nochmals zur Besinnung ein. Zurück zum Ausgangspunkt gelangt man über den Rundwanderweg um den See, vorbei an den Vogelschautafeln und dem Café Strandperle in Richtung Ortszentrum. Zusatzinformation zum Pfarrerbichl: Der beschriebene Weg führt knapp unterhalb der Kuppe des Pfarrerbichls vorbei. Hier sind einige Stationen des Pfarrerbichlkreuzweges zu sehen. Am höchsten Punkt befinden sich die 14. Station das Grab Jesu mit dem Kreis der 12 Apostel. Dieser Kreuzweg, der bei der Pfarrkirche beginnt, ist eine Besonderheit, vor allem, was die Gestaltung betrifft. Die großen Steine (Findlinge aus dem Ötztal), die die einzelnen Stationen bilden, sind von Prof. Erich Kerber, Innsbruck, künstlerisch bearbeitet. Die Idee des Apostelkreises bei der 14. Station ist im Laufe langer Vorgespräche entstanden. Durch diese Besonderheit wird die dichte Atmosphäre des Ortes hervorgehoben und vor allem der religiöse Akzent betont, der diesem Platz gebührt. Nähere Informationen und besinnliche Anregungen zum Pfarrerbichlkreuzweg entnehmen Sie dem Meditationsbüchlein, welches in der Pfarrkirche erhältlich ist. 75

76 KNeippanlagen 76 Wasser und Kräuter Wanderung Strecke: Parkplatz Wildsee (Hotel Seespitz) Seefelder Kneippanlage Wildsee Englhof Auland Naturkneipplandschaft St. Florian Reith Bienenlehrpfad Reith Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden Schwierigkeit: leicht Entlang der Westseite rund um den Wildsee trifft man bald auf die große Kneippanlage Wildsee. Mit Hilfe von Tafeln zu den Themen richtige Wasseranwendungen und Kräuterkunde kann man das Erlebnis Kneippen in einem geräumigen Tretbecken und einem Handbecken beginnen. Der Weg Nr. 4 führt durch ein idyllisches Wäldchen weiter am Damhirschgehege vorbei bis zum Café Englhof. Man hat dort die Gelegenheit ein wunderschönes Gärtchen zu bewundern. Am Wegesrand entdeckt man verschiedene Kräuter. Von dort aus folgt man dem Weg zur Auländer Bushaltestelle. Bei der nächsten Abbiegung zum Strasslhof geht es links zur Naturkneipplandschaft St. Florian. Das herrliche Brunnenwasser ist ein wahrer Jungbrunnen und wäscht alle Unreinheiten weg, schenkt Energie, Lebensfreude und Gesundheit und lädt ein, einen Schluck zu trinken. Im großen Wasserbecken erfrischt man seine Beine und im Handbecken taucht man ein in das Lebenselixier Wasser. Die Bank bietet Platz zum Meditieren und die Barfuß-Station lässt neue Lebensenergie spüren. Der Weg führt weiter über den in dieser Broschüre ebenfalls detailliert beschriebenen Bienenlehrpfad. Der Waldweg führt bis zum Maxhüttenweg, von dort links die Bundesstraße überqueren und über den Lobaweg wieder in Richtung Seefeld. Erlebniswanderung für Groß und Klein Strecke: Kurpark Seefeld Geigenbühel Kneippanlage Triendlsäge retour nach Seefeld Gehzeit: ca. 1 ½ Stunden Schwierigkeit: mittel Vom Start am Seefelder Kurpark geht es auf der Münchnerstraße in Richtung Apotheke. Dort biegt man links in die Geigenbühelstraße ein und geht beim Wellneshotel Zum Gourmet rechts weiter beim Birklstüberl vorbei in Richtung Waldgasthof Triendlsäge. Bald erreicht man die Kneippanlage Triendlsäge, wo man bei einer gemütlichen Rast alle Sinne spüren, kann. Zurück nach Seefeld geht es vorbei am Waldgasthof Triendlsäge den Fahrweg entlang in Richtung Reitsportanlage. Ungefähr auf halber Strecke biegt man links ab in Richtung Bio-Wirtshaus und nimmt den Weg geradeaus weiter über den Geigenbühel rechts in Richtung Zentrum.

77 Kneippanlagen Ein paar Schritte auf dem Jakobsweg Strecke: Leutasch Buchen Mösern Gehzeit: ca. 45 Min. Leutasch Buchen, ca. 1 ¼ Stunden von Leutasch bis Mösern Schwierigkeit: leicht Über den Jakobsweg (Ausgangspunkt Rauthhüttenparkplatz) kommt man in nur ca. einer Dreiviertelstunde über das wunderschöne kleine Tal Katzenloch aus dem Leutaschtal nach Buchen. Hier wird man mit einem herrlichen Blick in das Oberinntal belohnt. 250 Meter nach Überquerung der Landesstraße Richtung Landgasthaus Ropferstub m findet man in der Weiterführung der Loipe die naturnah errichtete Kneippanlage das Buchener Kneippbadl mit seinem begehbaren Wasserlauf aus der hofeigenen Quelle mit rechtsdrehendem Trinkwasser. Drei Natursteinbecken, ein rundes Holz-Wassertretbecken, 2 hölzerne Armbecken, eine ausführliche Anwendungsbeschreibung und ein einfach gestalteter Fußparcours laden zu einem vergnüglichen Kneippen auf einem sonnigen Flecken inmitten eines ursprünglichen Mischwaldes aus Buchen, Fichten und Tannen ein. Jakobsweg-Wanderer finden eine kleine Hauskapelle beim Landgasthof Ropferstub m für ein Gebet, Familien ein Bergbauernmuseum, ein Wildgehege und einen schönen, sonnigen Kinderspielplatz mit Blick ins Tal. Eine Besonderheit ist auch die Waldarena auf welcher dreimal wöchentlich klassische Konzerte über Tonträger dargeboten werden und zu einer besinnlichen Stunde mit Blick auf die Hohe Munde und ins Tal einladen. Tipp für Wanderer: Herrlicher Wanderweg entlang des Jakobsweges nach Mösern und den Möserer See über den Golfplatz und über den Lottensee (ca. 1 ¼ Stunde) oder über die Ferienkolonie und den Wildmoos-See nach Seefeld (ca. 2 Stunden). 77

78 SEEn Der Ablasssee Namensgeber des Seekirchls Dieser (leider nicht mehr existente) See erklärt die Bezeichnung der Heiligkreuzkirche als Seekirchl. Von Herzog Sigmund dem Münzreichen ( ) als Fischteich angelegt, umgab er die 1666 fertig gestellte, ursprünglich auf einer Felseninsel stehende Kirche, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden war. Der See war etwa 30 ha groß und wurde 1808 an den Posthalter von Seefeld verkauft. Dieser ließ ihn (wahrscheinlich wegen mangelnden Fischertrages bzw. fehlender Abnehmer) trockenlegen. Allerdings inspiriert die damalige Existenz dieses Sees bis heute (Landschafts-) Architekten, die eine Wiederauflage der Wasserfläche am Seekirchl befürworten. Kaltwassersee Rosshütte Der künstlich geschaffene Kaltwassersee wurde im Jahr 2002 zur Beschneiung des Schigebietes Rosshütte gelegt. Er fasst ca m³ Wasser, welche zur Versorgung der 180 Schneekanonen des Schigebietes verwendet werden. Im Sommer eignet sich der Kaltwassersee hervorragend für eine kleine Rundwanderung in luftiger Höhe. Der Möserer See Etwa 15 Minuten oberhalb von Mösern liegt in idyllischer Waldeinsamkeit, eingebettet in einer mit Moränenschutt ausgepolsterten Felswanne, der kleine, bis zu 11 m tiefe Möserer See (1.292 m). Obwohl er sich im Naturschutzgebiet befindet (im Flachwasser gibt es Fieberklee, in Ufernähe blühen Alpenrosen und er dient als Brutplatz für verschiedene Wasservögel), ist hier das Baden erlaubt. Er gilt als einer der wärmsten Badeseen Tirols. Einkehrmöglichkeit bietet die Möserer Seestub m. 78 Weidachsee Er wird im berühmten Fischereibuch Kaiser Maximilians aus dem Jahre 1500 als Seele in der Leutasch erwähnt. Das Fischereirecht am Weidachsee und an der Leutascher Ache befindet sich heute im Besitz von Dr. Thomas Angerer. Er betreibt einen von der Landwirtschaftskammer anerkannten Qualitätsfischzuchtbetrieb und ist auf die Produktion von Besatz- und Speiseforellen spezialisiert. Gezüchtet werden Bach- und Regenbogenforellen, sowie Bachsaiblinge. In wunder-

79 SEEn schöner und naturnaher Lage hat man am 4,5 ha großen Weidachsee die Möglichkeit von April bis Oktober ohne Voranmeldung zu angeln. Der See eignet sich hervorragend für Fliegenfischer, da von einem 600 m langen Holzsteg gefischt wird. Wildmoossee und Lottensee Naturphänomene Nahe des idyllisch gelegenen Möserer Sees auf dem Plateau Wildmoos (1.320 m), einem beliebten Naherholungsgebiet in der Nähe Seefelds, gibt es ein sehr interessantes Naturphänomen zu beobachten: Wie aus dem Nichts bilden sich inmitten grüner Wiesen, Lärchen- und Birkenwäldern zwei Seen, der Wildmoossee und der Lottensee. Dieses aperiodisch (nicht regelmäßig) auftretende Naturwunder ergibt sich wahrscheinlich aus einem Zusammenspiel des Wasserstandes in den unterirdischen Karstsystemen aufgrund des Frühjahrsniederschlages und der Schneeschmelze. Der Boden unterhalb dieser Seen dürfte stark verkarstet sein, das Gefäßsystem ist allerdings nach unten abgedichtet. Beim Einsetzen des Tauwetters im Frühjahr füllen sich die unterirdischen Gefäße mit Wasser, der Überlauf überschwemmt die Wiesenmulden und bildet Seen, die aber oft schon nach einigen Wochen wieder verschwinden. Interessanterweise steigt in manchen Jahren der Wasserspiegel auch noch nach der Schneeschmelze weiter an, wobei das Wasser in Springquellen aus der Tiefe sprudelt. Die Seen bleiben dann den ganzen Sommer mit konstantem Wasserstand bestehen - und sind auch zum Baden geeignet im Herbst läuft der See dann plötzlich in zwei bis drei Wochen aus. Trotz vielfältiger Versuche, das Auftreten der Seen vorherbestimmen zu wollen, ist dies nicht gelungen. Die exakten Ursachen für das Auftreten bzw. das Ausbleiben der Seen sind nicht genau definierbar. Der Wildsee Namensprägend für die 1022 erstmals urkundlich erwähnte Ansiedlung Sevelt (Feld am See) dürfte der schon damals existente Wildsee gewesen sein. Zur Zeit Kaiser Maximilians wurde dort eine Fischart eingesetzt, welche dem See seinen zweiten Namen gab ( Lampretensee ). Allerdings war die wirtschaftliche Nutzung des Sees nur auf wenige Jahrzehnte beschränkt. Er trug und trägt weiterhin zur Schönheit der Seefelder Hochfläche bei und ist heute mit seinen zwei Strandbadanlagen ein beliebter Badesee. Das südliche Ufer des Sees mit dem Reither Moor ist wegen seiner botanischen Besonderheiten seit 1926 Naturschutzgebiet. 79

80 SEEfeld Seefeld - (er)lebenswert für 3 Generationen! Die Seefelder Hochfläche, schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, erlangte erstmalig durch den Bau einer römischen Heeresstraße über die Passhöhe geschichtliche Bedeutung. Dies war die kürzeste Süd-Nord-Verbindung von der Po-Ebene nach Augusta Vindelicorum (Augsburg), der Hauptstadt Rätiens. Später zogen dann die Germanen auf dieser Alpenstraße nach Süden, und das waldreiche Gebiet kam unter die Herrschaft bajuwarischer Edelinge. Durch eine Klostergründung in Scharnitz wurde die ganze Gegend als Scharnitzwald näher benannt. Doch erst im Jahre 1022 erfährt man aus einer Urkunde des Stiftes Wilten zum ersten Mal von einer Siedlung Seefeld Sevelt, aber nur hinsichtlich einer am Seeufer errichteten Kapelle, sowie der am Nordhang der Hochfläche erbauten Feste Schlossberg. In den Seefelder Bergen hauste der Sage nach ein Unhold. Es war dies der bäuerliche Riese Thyrsus, der mit seiner Holzkeule im Kampf dem gepanzerten, schwertschwingenden Riesen Haymon unterlag, schwer verletzt in ein Felskar hinauf flüchtete, wo er verblutete. Sterbend soll er gerufen haben: Geh hin, unschuldig Bluet, sei für Viech und Menschen guet!. Dieses letzte Wort des Seefelder Riesen hat seine mineralogische Bedeutung insofern, als man später im Schiefer ein reiches Vorkommen von bituminösem Gestein entdeckte, das, abgebaut und destilliert, anfänglich als Türschenblut und Stinköl in den Handel kam und bis heute als Ichthyol Heilzwecken dient. Herzog Sigmund der Münzreiche, der von 1446 bis 1490 regierte, bevorzugte Seefeld ganz besonders. Auf seine Aufforderung hin gingen die Einkünfte aus dem Schlagbaum am Südende des Dorfes nicht mehr an die Landesregierung, sondern an die Seefelder Pfarre. Er legte auch zu Fischzuchtzwecken beim heutigen Seekirchl einen See an. Auch Kaiser Maximilian I. begünstigte Seefeld in hohem Maße, hatte er doch im Karwendelgebirge sein bestes Jagdrevier. Seefeld gewann an Bedeutung als Wallfahrtsort und auch als Durchzugsgebiet für Händler aller Art. Besonders stark war der Verkehr über die Passhöhe (an die 70 Fuhren am Tag), als 1487 wegen eines Streites des Landesfürsten mit den Venezianern der alljährlich stattfindende Bozner Markt für mehrere Jahre nach Mittenwald verlegt wurde. Die wirtschaftliche Entwicklung von Seefeld war lange Zeit ganz an die Wallfahrt gebunden. Blieb auch der Ort von den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges ( ) verschont, so verringerte sich doch die Zahl der Wallfahrer zusehends, und auch der Handelsverkehr über den Seefelder Sattel ließ nach der Rückverlegung des großen Marktes von Mittenwald nach Bozen merklich nach. Am schwersten jedoch traf den Wallfahrtsort 1775 die von Kaiser Josef II. erlassene Verfügung über die Aufhebung fast aller Klöster in Österreich. Die Mönche verzogen unter Hinterlassung der Einrichtung und 80

81 SEEfeld der Kunstschätze, die dann verschleudert wurden. Durch den Frieden von Pressburg wurde Tirol dem Königreich Bayern einverleibt wurde das Kloster vom bayerischen Staat zum Verkauf ausgeschrieben und ging in privaten Besitz über. Es ist das heutige Hotel Klosterbräu. In dem für Tirol so schicksalsschweren Kriegsjahr 1809 wurde Seefeld wiederum Durchzugsgebiet der Bayern und Franzosen, die mutwilligerweise Feuer legten, sodass der Pfarrhof, das Postamt und 16 Häuser abbrannten. Durch den Bau der Brenner- und Arlbergbahn verlor die Straße über den Seefelder Sattel an Bedeutung. Seit den zwanziger Jahren wird die Entwicklung von Seefeld ganz von gastfreundlichen Interessen bestimmt, die das alte Tiroler Dorf auf der sonnigen Hochebene zum erholsamen Ferienort und zum bekannten Winter- und Sommersportplatz machen. Gefördert wurde diese Entwicklung natürlich ganz wesentlich durch die günstige verkehrsgeographische Lage: Zwischen den beiden Autobahn-Ästen Innsbruck Telfs und München Garmisch gelegen, ist Seefeld sowohl vom Norden als auch vom Süden rasch zu erreichen. Beide Zufahrten sind wintersicher befahrbar und der Ort ist durch Murbrüche oder Lawinen nicht gefährdet. Einen besonderen Aufschwung brachte der Bau der Karwendelbahn 1912 (Schnellverbindung zwischen Innsbruck und Reutte). Anfang der fünfziger Jahre begann man mit dem Ausbau der touristischen Infrastruktur und 1970 wurde erstmals die 1-Million-Nächtigungsgrenze überschritten. Bereits zwei Mal war die Olympiaregion Seefeld Mitaustragungsort der Olympischen Winterspiele in den Disziplinen Langlauf und Nordische Kombination. Zum ersten Mal wurden 1964 die Spiele mit dem Olympischen Feuer in Innsbruck eröffnet. Doch nicht nur für Innsbruck / Seefeld stellte dies eine Premiere dar. Es war das erste Mal, dass das Olympische Feuer entzündet wurde heute ist die Zeremonie fixer Bestandteil jeder Eröffnungsfeier. Auch 1976 machten die Olympischen Winterspiele wieder Station in Innsbruck / Seefeld und zogen erneut tausende begeisterte Fans in die Region. Niemand konnte sich dem olympischen Flair entziehen, als der damalige österreichische Bundespräsident Rudolf Kirchschläger die Spiele feierlich eröffnete und die Langläufer und Nordischen Kombinierer dem möglichen Sieg entgegen glitten. Doch nicht zuletzt die Gastgeber der Region gaben ihr Bestes, um die Tage rund um die Olympischen Spiele zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen und Geschichte zu schreiben. Spezielle Olympia-Angebote wurden zusammengestellt, die köstlichsten Menüs gekocht als gelte es Gold in dieser Disziplin zu erreichen. So wie auch heute noch Im Jahr 1985 war Seefeld der Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften und konnte wieder mit ausgezeichneten Verhältnissen, wunderschöner Landschaft und perfekten Gastgebern punkten. Noch heute erinnert man sich gerne an diese Zeit zurück und erzählt sich beim Aprés Ski die eine oder andere Anekdote. Seit 2004 knüpft man in der Region mit dem Doppelweltcup der Nordischen Kombination an die international anerkannten Erfolge an und konnte im Januar 2011 bereits zum 7. Mal Gastgeber sein. 81

82 SEEfeld Pfarrkirche St. Oswald Im Zentrum von Seefeld befindet sich die Wallfahrtskirche, welche St. Oswald geweiht ist. Erste historische Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre Zu einer der berühmtesten Wallfahrtsstätten Tirols wurde die Kirche durch das sogenannte Hostienwunder im Jahr Der Legende nach forderte Oswald Milser von der Grenzfeste Schlossberg während der Messe eine größere Hostie als für die gemeinen Leit. Als er jene bekam, färbte sich die Hostie blutrot und sowohl der Stein, auf dem er kniete, wie auch der Altarstein, an dem er sich festhalten wollte, sanken ein. Der Abdruck seiner Hand ist heute noch zu sehen. Durch den auf diese Begebenheit folgenden Zustrom von Wallfahrern wurde die Kirche 1425 im Auftrag von Herzog Friedrich mit der leeren Tasche erweitert und 1474 unter Sigmund dem Münzreichen fertig gestellt. St. Oswald zählt zu den schönsten spätgotischen Kirchenbauten Tirols, das wunderbare Tympanonrelief entlang des Hauptportals erzählt die Geschichte des Hostienwunders, das dreischiffige Innere bietet einige Kostbarkeiten, wie die Fresken aus dem 15 Jhdt., die Kanzel mit Flachschnitzereien aus dem Jahr 1524, wertvolle Schreinfiguren, einen gotischen Taufstein und das berühmte Tafelbild von Jörg Köderer aus dem Jahr Kaiser Karl IV. passte die Renaissance-Ausstattung der Blutskapelle, jenem Teil der Pfarrkirche, welcher zur Aufbewahrung der Wunderhostie diente, dem Kunstgeschmack der Barockzeit an, mit Stuckaturen und Deckenfresko von Puellacher. 82 Das Seekirchl Mit der Erbauung des Wahrzeichens von Seefeld, dem Seekirchl, auch Heiligkreuzkirche genannt, wurde 1629 von Erzherzog Leopold V begonnen und 1666 vollendet. Das Seekirchl stand damals inmitten des von Herzog Sigmund dem Münzreichen im 15 Jhdt. angelegten Kreuzsees, welcher 1808 abgelassen wurde. Das Kirchlein ist einer der in Tirol seltenen, achteckigen barocken Zentralbauten mit Kuppel. Errichtet wurde es vom berühmten Innsbrucker Hofbaumeister Christoph Gumpp, das spätgotische Kreuz am Hauptaltar und die Fresken zeugen von der Bedeutung der 2. Wallfahrtskirche in Seefeld in früheren Jahrhunderten. Den ganzen Sommer (generell Pfingsten bis Mitte September) über werden jeweils sonntags um Uhr evangelische Messen im Seekirchl abgehalten.

83 SEEfeld Seefelder Heimatmuseum Drehen Sie das Rad der Zeit zurück und besuchen Sie einen Friseursalon aus den 50ern, eine alte Schuster- und Schnitzwerkstätte und bewundern Sie Skimodelle von anno dazumal. Das Museum befindet sich in Gießenbach bei Scharnitz. Öffnungszeiten: Jeden Freitag, von bis Uhr ( ). Führung zu anderen Terminen jederzeit auf Anfrage gerne möglich. Nähere Auskünfte unter Tel.: 0664/ bei Herrn Heinz Strasser. Der Seefelder Waldfriedhof Er wurde 1947 angelegt als letzte Ruhestätte jener 63 jüdischen KZ-Häftlinge, die kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges im Raum Seefeld, auf dem Transport von einem KZ kommend, erschossen wurden bzw. an völliger körperlicher Erschöpfung und Auszehrung starben. Ein im linken oberen Teil des Friedhofes angebrachter Gedenkstein erinnert an sie und an die in den Lazaretten in Seefeld verstorbenen Soldaten, welche ebenfalls hier ihre letzte Ruhestätte fanden. Später wurde die Anlage zum allgemeinen Friedhof Seefelds ausgebaut, in dem auch Berühmtheiten, wie der Schriftsteller Julius Kiener und die Dichterin Lilly von Sauter begraben sind. 83

84 LEUTASCH 84 Leutasch tut mir gut Leutasch gehört zu den Gemeinden, die vollkommen frei sind von Relikten jener mehrhundertjährigen Besatzungsmacht, d. h. keine römischen Münzfunde, keine alten Scherben, keine fragwürdigen Römerstraßen. Die Leutasch war vor zweitausend Jahren noch ein unberührtes Tal. Höchstens ein Jäger ging hier auf die Pirsch. Vor acht Jahrhunderten, im Jahre 1178, macht der bayerische Edelfreie Bernhard von Hausen seine große Stiftung für das eigene und das Seelenheil seiner Eltern: er schenkte dem oberbayerischen Augustiner-Chorherrenstift Polling bei Weilheim einen Teil des Waldes, durch welchen der Fluss rinnt, der Luitaske heißt, so die wörtliche Umsetzung des lateinischen Textes. Im ausgehenden 12. Jahrhundert setzten rege Rodungstätigkeiten ein. Dass die rasante Entwicklung ohne Störung oder gar Zerstörung der Landschaft vor sich ging, dass hier mit so viel Behutsamkeit, ja Ehrfurcht gegenüber der Natur und Kulturlandschaft vorgegangen wurde, muss jeder spüren und sehen, der dieses Tal besucht. Die Bewohner am Fuße des Wettersteingebirges sind Muster der Bodenständigkeit. Schon im 13. und 14. Jahrhundert tauchten die gleichen Namen auf, die wir heute im Leutascher Telefonbuch lesen. Damals lebten - das lässt sich statistisch berechnen - etwa 240 Menschen in der Leutasch. Die Einwohnerzahl stieg langsam aber stetig: 1775 werden es ca. 800 gewesen sein, 1826 zählte man amtlich 945 Personen, vor 100 Jahren 986, vor 50 Jahren 1020 und Personen wurden bei der Volkszählung 1702 Personen und bei der Volkszählung Personen erfasst. Aus der Stiftung des Bernhard von Hausen waren bereits 12 Bauerngüter geworden.

85 LEUTASCH Jeder der Bauern zinste damals, also um 1300 / 1350, jährlich ein Kalb an das Stift Polling. Etwa zur gleichen Zeit wie Polling hatte auch das Stift Wilten Rechte und Besitzungen in Leutasch erworben, 1305 waren es 9 Höfe. Später kamen dann noch der Landesfürst und das Stift Stams als Grundherren dazu. Stift Polling wurde 1803 aufgehoben. Dessen Bezugsrechte gingen an die Staatsverwaltung über, bis dann 1849 die Grundentlastung überhaupt die Institution der Grundherrschaft beendete. Wovon lebten die alten Leutascher? Noch vor 3, 4 Jahrzehnten hörte man hier die Antwort: Von unseren Wiesen und unserem Wald. Beim Wort Wiesen fällt uns natürlich gleich der seit 1929 gezüchtete Leutascher Goldhafer ein und beim Wald das alte Sprichwort: Die Leutasch ist die Holzkammer von Innsbruck und Hall. Vom Waldreichtum der Leutasch zu reden ohne auch den historischen Wildreichtum zu erwähnen, wäre ein arges Versäumnis. Die Bedeutung des edlen Weidwerkes drückt sich in einer Reihe großer Namen von Jagdherren bzw. Jagdpächtern, wie Herzog von Altenburg, Fürst Fürstenberg, Baron von Neurath und natürlich Ludwig Ganghofer aus. Sie und vor allem Ganghofer mit seinen Romanen machten die Leutasch und das Gaistal international bekannt. Sie stehen sozusagen an der Wiege des Fremdenverkehrs. Hinzu war im ausgehenden 19. Jahrhundert das Alpinwesen (das Bergsteigen und das Bergwandern) gekommen. Die Schönheit des Tales, die Bergwelt mit ihren zahlreichen Tourenmöglichkeiten und zu guter Letzt die Leutascher Mentalität zogen die Leute schon vor 100 Jahren an und veranlassten sie zum Verweilen und Wiederkehren. 85

86 LEUTASCH Ludwig Ganghofer Museum Ludwig Ganghofer ( ), einer der bekanntesten Heimatschriftsteller seiner Zeit, verbrachte viele Wochen des Jahres in seinem Jagdhaus Hubertus bei der Tillfußalm im Leutascher Gaistal. Dort verfasste er unter anderem einen seiner bekanntesten Romane Das Schweigen im Walde. Außerdem empfing er viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur wie Hugo von Hofmannsthal oder Richard Strauss. Die Einnahmen aus seinen Romanen erlaubten es Ganghofer, eine der größten Jagden der Nordalpen, die Gaistaljagd, zu pachten. Einige der zahlreichen Reitsteige, die er anlegen ließ, sind auch heute noch erhalten. Der beliebte Wanderweg zum Ganghoferhaus wurde nach ihm benannt und bietet neben einer wunderschönen Naturlandschaft mit Gaistal-, Tillfuß- und Hämmermoosalm drei nette Hütten zur Einkehr. Auch das Ganghoferhaus kann allerdings nur von außen, da nicht öffentlich zugänglich bewundert werden. Der Weg beginnt beim Parkplatz Salzbachbrücke am Anfang des Gaistales. Einem anfangs leichten Anstieg folgt ein gemütlicher Weg, unterhalb der Hämmermoosalm (nach ca. 45 Minuten) vorbei zur Gaistalalm (nach 1 ½ Stunden). Weiter gehen Sie bis zur Tillfußalm (1 ¾ Stunden), die sich unterhalb der Jagdhütte befindet. Auf demselben Weg kommen Sie wieder zurück zum Ausgangspunkt Salzbachparkplatz. Für geschichtlich und kulturell interessierte Wanderer bietet es sich an, auch das Ganghofermuseum, gleich neben der Kirche in Leutasch (Ortsteil Kirchplatzl), aufzusuchen. Dort erhalten Sie einen Einblick in das Leben und Werk von Ludwig Ganghofer, die Leutascher Dorfgeschichte, sowie die Jagd in Leutasch. Öffnungszeiten: Dienstag Freitag Uhr Uhr, weitere Termine nach Vereinbarung, Tel. 0676/ Eintritt: Erwachsene 3,- (Ermäßigung mit der Gästekarte), Kinder bis 14 Jahre frei 86

87 LEUTASCH Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Unterleutasch Im Gegensatz zu Oberleutasch gab es in Unterleutasch vor dem 19. Jahrhundert keine eigene Kirche. Die Unterleutascher pfarrten in das bayerische Mittenwald, wohin sie kirchlich seit altersher gehörten. Erst im Jahre 1803 brachte ein Hofdekret Kaiser Franz II. die Erlaubnis, eine Kirche zu bauen, doch aufgrund der kriegerischen Ereignisse von 1805 und der nachfolgenden bayerischen Herrschaft konnte das Bauvorhaben nicht realisiert werden. Erst Mitte 1827 bewilligte ein Dekret der Hofkanzlei den Bau. Ende desselben Jahres wurde dann endgültig damit begonnen: unter dem Gemeindevorsteher Matthias Reindl als Baudirektor und unter dem zuständigen Straßenmeister Johann von Klebelsberg, dem wohl die Baupläne zuzuschreiben sind, baute Josef Waldhart aus Imst bis Ende 1829 Kirche und Widum. Es entstand ein nüchternes Langhaus mit einem eingezogenen, gerade anschließenden Chor. Beide Bauteile bedecken ein Walmdach, das von einem Turm im Westen durchstoßen wird. Durch den 1955 angebrachten Windfang betritt man das Innere mit der runden, ehemaligen Taufkapelle und der Orgelempore im Vorjoch, an das ein quadratisches, durch halbkreisförmige Fenster beleuchtetes Langhaus mit einer flachen Hängekuppel schließt. Die westliche geöffnete Bogenstellung führt zum tonnenüberwölbten, rechteckigen Chor. Unterleutasch, das damals aus 18 Haushalten bestand, war für die Kirchenausstattung größtenteils auf Spenden angewiesen. Ein geschenkter Altar aus Reutte und ein Tabernakel aus Oberperfuss konnten jedoch für die neuerbaute Kirche nicht angenommen werden, und so wurde über Vermittlung des Oberleutascher Kuraten Franz Sieß ein neuer Altar bei Franz Xaver Renn in Imst für ein schon vorhandenes Altarblatt in Auftrag gegeben. Dieses Blatt, es stellt in metallisch harten Farben eine Predigt des Hl. Johannes des Täufers dar, ist eine Arbeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts des in Imst gebürtigen Malers Josef Leibherr. Ebenfalls auf Initiative von Pfarrer Karl Kneisl wurde die Kirche 1978 restauriert. Man beseitigte die nazarenischen Verschönerungen, die beide Kirchen nach ihrer Erhebung zu Pfarren 1891 von Johann Kärle erhalten hatten und stellte den ursprünglichen Zustand wieder her. 87

88 LEUTASCH 88 Pfarrkirche zur Hl. Maria Magdalena in Oberleutasch Leutasch tritt urkundlich im 12. Jahrhundert ins Licht der Geschichte. Damals hatten die Edlen von Weilheim im Gebiet der Oberleutasch größeren Grundbesitz, in der Unterleutasch übten hingegen die Herren von Werdenfels Hoheitsrechte aus. Bernhard von Weihlheim hat im Jahre 1178 einen Teil seines Besitzes an Wald und Flur in der Oberleutasch dem Augustinerchorherrenstift Polling bei Weilheim geschenkt, das in der Mitte des Tales eine im Jahr 1190 der Hl. Magdalena geweihte Kirche bauen ließ, die 1500 und 1725 erweitert wurde. Der heutige Bau wurde 1820 / 21 unter Kurat Franz Sieß, der von 1810 bis 1836 die Pfarre betreute, nach dem Plan des Bildhauers und Zeichenmeisters Josef Falbesoner aus Nassereith errichtet und 1831 durch Fürstbischof Galura von Brixen geweiht. Der stattliche klassizistische Hochaltar gehörte einst zu dem im Jahre 1803 aufgehobenen Kloster Benediktbeuren in Bayern. Die farbenprächtigen, kunstvollen Deckengemälde und das Hochaltarbild stammen von Leopold Puellacher ( ). Der massige Baukörper ist kaum gegliedert, die Dachform ist leicht geschweift. Der Turm gehört noch dem früheren Bau an. Die älteste der vier Glocken im prächtigen Turm trägt die Jahreszahl Das Innere ist ein in Gewölbe unterteilter, reich mit Malerei geschmückter klassischer Saalraum mit Volltonne ohne Stichkappen (Sattelgewölbe). Dieser wird an den Wänden durch flache toskanische Pilaster und eine umlaufende Gebälkzone gegliedert. Hinter dem eingezogenen Triumphbogen öffnet sich der Chorraum mit dem ursprünglichen barocken, aber 1821 dem Stil der Kirche angepassten, Hochaltar. Die Kirche erhält nur vom Süden durch hohe Fenster ihr Licht, ebenso durch zwei Fenster in den Schrägseiten des Altarraumes. Im Jahre 1971 ließ Pfarrer Karl Kneisl die Pfarrkirche innen und außen restaurieren.

89 LEUTASCH 19 Kapellen Ein Tal mit 19 Kapellen und einem Bildstöckl so präsentiert sich das Leutaschtal: Beeindruckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass das Tal zu jener Zeit, als die meisten der Kapellen erbaut wurden, keine Einwohner zählte. Dass es gerade in unserem Tal so viele Kapellen als Zeugen gelebter Volksfrömmigkeit gibt, hat einen Hauptgrund die Größe bzw. Ausdehnung der Gemeinde über mehr als 20 Kilometer. Die Weiler in Leutasch lagen und liegen mehr oder weniger weit entfernt von der Pfarrkirche. Nur wenige Häuser gab es damals in Kirchplatzl und so erbaute fast jeder Weiler eine Kapelle, um sommerliche Abendandachten (Rosenkränze) gemeinsam in der Nähe verrichten zu können. Die Kapellenglocken hatten aber noch viele weitere Funktionen: Starb jemand aus dem Weiler, wurde dies durch das Totenläuten angezeigt. Das Wetter- und Sturmläuten sollte die Bewohner in einer Zeit, in der es noch keine Wettervorhersagen im Fernsehen oder Radio gab, rechtzeitig vor nahenden Unwettern warnen. 89

90 MÖsern/Buchen 90 Mösern mit Weitblick genießen 1307 bestätigte der Abt des Stiftes Stams in einer heute noch im Stiftsarchiv liegenden Urkunde, dass Otto der Karlinger diesem Kloster zur Reichung von Brot und Käse an die Armen seinen Schwaighof (jetzige Schmiede) zu Mösern gestiftet hat. Schwaighöfe waren im Mittelalter die bevorzugte Form, in höheren Lagen Dauersiedlungen anzulegen. Da aus klimatischen Gründen der Anbau von Getreide nicht mehr möglich war, musste der Siedler Viehzucht betreiben und jährlich an den Grundherrn eine bestimmte Anzahl von kleinen Käsen abliefern. Im Fall von Mösern, dem einzigen Schwaighof in dieser Gegend, waren es genau 300 Käse im Gewicht zwischen einem und zwei Pfund. Uralt ist auch der Verbindungsweg von Telfs über Buchen in die Leutasch bzw. der Weg über Mösern nach Seefeld. Über Karrenwege ging der Frachtverkehr Jahrhunderte lang von Telfs nach Scharnitz, bis dann in den dreißiger Jahren des 20. Jh. eine für Autos befahrbare Straße gebaut wurde. Geographisch bemerkenswert ist der Möserer See oberhalb des Ortes, der in einer flachen Felswanne liegt, die mit Moränenmaterial (Souvenir aus der Eiszeit) gut ausgekleidet ist, sodass das Becken wasserhältig ist. Das Seele über Mösern wird bereits im Fischerbuch Kaiser Maximilians aus dem Jahr 1500 erwähnt. Ganz anders verhalten sich der Wildmoos- und Lottensee, die ganz in der Nähe liegen. Sie sind aperiodisch, d.h. sie treten nur alle paar Jahre im Frühjahr für ein paar Monate zugleich auf. Mösern/Buchen hat sich seit den 1950er Jahren zu einem Tourismusort entwickelt und bietet vom 5-Sterne-Hotel bis zum Urlaub am Bauernhof jede gewünschte Unterkunft und wird wegen seiner exponierten, sonnigen Lage auch liebevoll als Schwalbennest Tirols bezeichnet. Schon Albrecht Dürer war, als er anlässlich seiner Italienreise im Jahr 1498 durch Mösern kam, insbesondere vom Blick ins Inntal so angetan, dass er einige Skizzen anfertigte und schließlich diesen gewaltigen, weiten Blick als Hintergrund in seinem berühmten Selbstbildnis verewigte. Ausgestellt wird dieses Bild im Mueseo del Prado in Madrid. Der Ortsteil Buchen öffnet einen atemberaubenden Panoramablick auf die umliegende Bergwelt (Hohe Munde, Wettersteingebirge, Mieminger Kette und Plateau, Stubaier Alpen). Beim Gasthof Ropferstub m in Buchen befindet sich ein Bauernmuseum, das einen Einblick in das altertümliche Leben der Bauern gibt. Die Kapelle in Buchen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Buchen liegt auf m Seehöhe in herrlicher Naturlandschaft, eine Naturkneippanlage mit Fußparcours, diese kann von allen Besuchern kostenlos benützt werden.

91 Blick von der SonnenterraSSe Hotel inntaler Hof / restaurant 9ers auf die FriedenSglocke des alpenraumes, die täglich um 17 uhr läutet. Gemütliche einkehr in mösern 9ers im Hotel inntaler HoF möserer dorfstraße 2 l 6100 mösern-seefeld t +43 (0) l direkt an der FRiedensGlocke a la carte RestauRant 9ers das neue à la carte restaurant 9ers verwöhnt gäste aus nah und fern mit einer exquisiten nationalen und internationalen küche. Geniessen sie ein Fest FüR den Gaumen und das stimmungsvolle ambiente, mit dem atemberau benden blick ins inntal. mai SeptemBer: dienstag ab uhr: tiroler Harfenklänge oder Hausmusik. Freitag ab uhr in der lounge & inn-bar: unterhaltungsmusik & jazzige klänge. kaffee- und kuchenspezialitäten tiroler schmankerl neunerwirt möserer dorfstraße 23 l 6100 mösern-seefeld t +43 (0) l RestauRant Zum neuner WiRt gemütliche einkehr nach einem Wandertag, als treffpunkt für die Familie sowie auf einen Hoangart. Bei menüwahl und der wieder gefragten tiroler Hausmannskost kann man seinen gaumen freuden freien lauf lassen. PiZZa ab 17:30 uhr die Wirtin andrea neuner freut sich auf ihr kommen! kinderspielplatz im GaRten & GRosse kinderkarte. dienstag Ruhetag! mitglied des culinarium alpentraum: nuovoline.at Bilder: Hotel inntaler Hof, Fotolia.com

92 MÖSERN/BUCHEN 92 Die Friedensglocke In Mösern, auf einem der schönsten Plätze Tirols, läutet täglich um Uhr die Friedensglocke und erinnert an Frieden und gute Nachbarschaft. Gleichzeitig ist sie ein Denkmal für 25 Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit der ARGE-ALP Länder. Sie steht frei in einer grandiosen Alpenlandschaft und ist die größte Glocke Tirols. Ihre Höhe beträgt 2,51 Meter, sie hat einen Durchmesser von 2,54 Meter und wiegt über 10 Tonnen. Zu dieser Glocke führt seit dem Jahr 2003 der Friedensglocken-Wanderweg. Die Friedensglocke auf dem äußeren Westhügel von Mösern, dem Schwalbennest Tirols, bietet als größte Glocke Tirols einen imposanten Anblick mit einem herrlichen Panorama über das Tiroler Inntal. Frei in einer grandiosen Alpenlandschaft stehend, erklingt sie täglich um Uhr und ist dabei bis weit ins Tiroler Oberland zu hören. Als Einstimmung auf dieses außergewöhnliche Erlebnis dient der Friedenswanderweg mit insgesamt 7 Stationen, die Anregungen zur Selbstbesinnung und zum Nachdenken bieten. Von der ersten Station Aufbrechen - Friede braucht Weg und Mühe gehen wir weiter in Richtung Mösern und kommen nach ca. 15 Gehminuten zur Station Schauen und Staunen - Friede wächst durch Dankbarkeit und Lob in die Nähe des Hotel Garni Olympia in Mösern. Weiter geht es zum idyllisch gelegenen Möserer See, wo es bei der Umrundung heißt Des Menschen Seele gleicht dem Wasser - Friede braucht Ruhe und Aktion. Am Weg zur nächsten Station Enge und Ängste Friede lebt vom gütigen Umgang mit Grenzen verlassen wir den Rundweg um den See in Richtung Hotel Tyrol im Möserer Ortszentrum. Am Hotel Tyrol vorbei folgen wir der Straße bis zum Gasthof Menthof, wo wir bei der Tafel Weitblick und Verantwortung Friede ist Verantwortung für das Ganze inne halten. Von dort aus genießen wir zum ersten Mal den wunderschönen Blick über das Inntal, umrahmt von Gebirgen, durchquert vom Fluss Inn. Weiter geht es in Richtung Möserer Kirchl Maria Heimsuchung, wo die Station Werte und Familie Friede beginnt im überschaubaren Kleinen zum Nachdenken einlädt. Von dort aus sind es nur mehr wenige Minuten bis zur Friedensglocke, dem Höhepunkt der Wanderung, wo die Tafel zum Thema Friede sei ihr erstes Geläute Friede ist eine lebendige Schwingung berührt.

93 MÖsern/BUchen Bergbauernmuseum Ropferstub m Tel.: 05262/65949, Geöffnet täglich (ausgenommen Ruhetage und Schließzeiten der Ropferstub m) von Uhr Uhr. Die Filmvorführung Bergbauern im Ötztal kann gegen Voranmeldung täglich ab Uhr gebucht werden. Eintritt: freiwillige Spenden. Heimatmuseum Sterzingerhof mit Streichelzoo Geschichte Brauchtum Handwerkskunst - wie es früher einmal war. Besichtigung außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage jederzeit möglich, Eintritt: freiwillige Spenden! Kontakt: Arnold Bacher, Am Bichl 1, 6100 Mösern, Tel.: 0664/

94 MÖSERN/BUCHEN 94 Historische Zäune in Mösern Zäune sind ein wichtiges Element unserer Kulturlandschaft, sie sind ein Teil unserer Identität. Sie gehören zu den ältesten Zeugnissen bäuerlicher Kultur und drücken Rechts- und Besitzverhältnisse sowie Wirtschaftsweisen aus. Zäune prägen das Gesicht unseres Landes. Sie bilden eine Art Struktur in der Kulturlandschaft und bieten deshalb dem Betrachter Halt. Sie sind über Jahrhunderte gewachsene und gelebte Tradition. Sie sind das Werk unserer Hände - Handwerkskunst. Zäune grenzen ein und grenzen aus, sie bewahren und schützen. Zäune dienten seit jeher zur Einfriedung des Besitzes, zur Sicherheit der Herde, zum Schutz des Ackerlandes oder der benachbarten Weide. Eigene Zaunrechte regelten seit dem frühen Mittelalter die Höhe und Bauart, Nutzung und Erhaltungspflicht, Zaundurchlass und Wegerecht. Diese Rechte und Pflichten sind teils bis heute im Grundbuch festgehalten. Warum wurden die alten Zaunformen aufgegeben? Warum verschwanden sie aus dem Bild unserer Landschaft? Dafür gibt es mehrere Gründe. Einmal ist es der intensive Aufwand an Material und Zeit. Vor allem Zeit spart man sich heute durch den Zukauf des Materials wie z. B. Nägel und der Bretter, eine Tatsache, die vor 100 Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre, weil praktisch kein Bargeld vorhanden war. Schließlich ist auch der starke Rückgang von Arbeitskräften auf einem Hof Ursache dafür. Die Errichtung historischer Zaunformen soll die alte Tradition des Zaunbaus neu beleben, das Wissen um die handwerklichen Fertigkeiten erhalten, den ländlichen Charakter unseres Dorfes unterstreichen und als gestaltendes Element in der Landschaft wieder an Bedeutung gewinnen. Zäune können in der Folge aber auch an Grenzen erinnern. Wie gehen wir damit um? Schauen wir hin und wieder über den Zaun? Wie gehen wir mit persönlichen Grenzen um? Welche Bedeutung können körperliche, geistige oder moralische Grenzen für uns haben? Benutzen wir sie, um Heimat, Geborgenheit und Gemeinschaft zu schaffen oder missbrauchen wir sie zum Ausgrenzen und Behindern? Die historischen Zaunformen, die in Mösern errichtet werden, sollen nicht nur Schaustücke sein. Sie werden von den Grundeigentümern tatsächlich noch gebraucht und in einem Gemeinschaftswerk errichtet. Der Grundeigentümer stellt das Holz zur Verfügung, die Errichtung der Zäune wurde durch ein über mehrere Jahre ausgelegtes Projekt des Tourismusverbandes der Olympiaregion Seefeld finanziert. Einen Teil der Kosten übernimmt der Verein für Heimatschutz und Heimatpflege in Nord- und Osttirol.

95 MÖsern/BUchen Was ein Zaunbauer wissen muss Das Vorbereiten des Zaunholzes: Das Zaunholz sollte in der Zeit zwischen Michaeli (29.9.) und dem Sebastianitag (20. 1.) bei abnehmenden und absteigenden Mond gefällt werden. Ideal wäre es, wenn der Mond auch noch im Zeichen des Steinbockes stehen würde. Auch der Standort des Baumes spielt bei der Auswahl eine große Rolle. Besonders eignet sich das gleichmäßig gewachsene Holz von ruhigen Standorten, denn Wind und starke Hangneigung verursachen unregelmäßige Stammquerschnitte und unterschiedliche Jahresringbreiten. Holz aus gemischten Wäldern ist widerstandsfähiger gegen Sturm und Schnee sowie gegen den Befall durch Pilze und Insekten. Für die einzelnen Teile des Zaunes werden verschiedene Holzarten ausgewählt. Allgemein gilt, dass jene Teile, die in der Erde stecken, also tragende Säulen und Stecken aus dem gegen Feuchtigkeit viel widerstandsfähigeren Lärchenholz angefertigt werden, während die quer eingefügten Balken und die quer eingelegten Spelten aus Fichtenholz gemacht werden. Die Spelten aus Fichtenholz und die so genannten Stecken aus Lärchenholz werden auf die gleiche Art aus den geasteten und entrindeten Stämmen gespalten. Die vorbereiteten Stämme werden auf die entsprechende Länge zugeschnitten, bei den Spelten bis zu 4 m, bei Stecken bis 1,80 m und dann mit Hilfe von Keilen, Schlegeln und Hacken zunächst geteilt, dann geviertelt und schließlich solange weiter geteilt, bis Spelten in der gewünschten Dicke entstanden sind. Die Stecken werden dann noch mit einer Hacke an einer Seite zugespitzt. Zum Flechten der Zaunringe und der Herstellung des Flechtwerkes beim Flechtzaun verwendet man junge, lang gewachsene Fichtenäste, die man nach dem Hacken ins Wasser legt und vor der Flechtarbeit vorsichtig über Feuer erhitzt ( bähen ). Dadurch werden die Äste sehr biegsam und können im noch heißen Zustand gut verflochten werden. Der geflochtene Speltenzaun Steckenringzaun Bei dieser Zaunform werden zunächst im Abstand von 3 bis 4 m lärcherne Säulen gesetzt. Diese werden durch eine Querstange, die ungefähr in einer Höhe von 1 m über dem Boden durch eine aufgestemmte Öffnung in der Säule geschoben werden, fixiert. Dann werden die Spelten entlang der Querstange im Abstand von 5 bis 10 cm in den Boden gestoßen und mit ca. 1m 50 langen Fichtenästen, die vorsichtig erhitzt wurden, fortlaufend an die Querstange geflochten. Dabei gibt es verschiedene Arten, die Äste zu verflechten. Wir haben sie kreuzweise verzopft. 95

96 MÖSERN/BUCHEN Der Ringzaun Bei dieser Zaunart werden nur an den Ecken, bei den Öffnungen und an den Punkten, an denen der Zaun einen stärkeren Richtungswechsel im Gelände macht, Säulen gesetzt. Die Spelten werden an eingefügten Holznägeln aufgesetzt und von einem dünnen, durch einen großen Ring mit der Säule verbundenen Stecken fixiert. Dazwischen werden im Abstand von 2-3 Metern paarweise lärcherne Stecken in den Boden geschlagen. Schließlich kann man mit dem Aufbau des Zaunes beginnen. Dazu legt man 6-8 Lagen Spelten waagrecht zwischen den Steckenpaaren ein und fixiert diese mit den vorbereiteten Astringen. 96 Möserer Kirche Maria Heimsuchung Dieses reizvolle Barockkirchlein Maria Heimsuchung stammt im Kern noch aus dem 17. Jh. Die ersten Mess-Stiftungen stammen aus dem Jahr 1836 / wurde sie umgebaut sowie vergrößert und 1951 restauriert. Die Verlängerung des Schiffes um zwei Joche erfolgte 1979 durch Ekkehard Hörmann. Der schön marmorierte Rokokoaltar mit schräg vorgestellten Säulen stammt aus der Zeit um Das Altarblatt zeigt Maria Heimsuchung. An einem Pilaster ist eine geschnitzte Madonna im Strahlenkranz aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angebracht. Im Jahr 1997 wurde beim Kirchlein auch ein eigener Friedhof errichtet. Bis zu dieser Zeit wurden die Verstorbenen von Mösern in der Gemeinde in Telfs beigesetzt.

97 MÖsern/BUchen 97

98 REITH 98 Reith Sonne fühlen Wann genau die Gemeinde Reith entstanden ist, ist nicht bekannt. Urnengräber belegen jedoch, dass der Schuttkegel von Zirl bereits in der Bronzezeit (ca bis 750 v. Chr.) besiedelt war. Die Bewohner unseres Landes der damaligen Zeit werden dem Volksstamm der Veneto-Illyrer zugeordnet. Schriftliche Zeugnisse über Reith liefern jedoch erst die Römer, die unter Drusus und Tiberius die Grenzen des römischen Reiches über den Alpenkamm hinweg bis zur Donau vorschoben. Die erste urkundliche Nennung Reiths findet man erst im Jahr Bischof Megenward von Freising hatte danach eine Hube in der Leite südlich des Scharnitzwaldes einem Pillung von Brucko zur Nutzung überlassen. Leithen scheint damit als erste Siedlung auf dem Gemeindegebiet von Reith auf. Auf dem Gereut Reith wird erst 60 Jahre später erwähnt. 100 Jahre später taucht das nächste schriftliche Zeugnis auf; denn 1260 ist die Schlichtung eines Grenzsteines zwischen den Klöstern Benediktbeuern und Wessobrunn auf dem Gereut notwendig. Mit dieser Urkunde ist die Besiedlung unseres Hauptdorfes erwiesen und es beginnt die Geschichte von Reith. Reith besteht aus mehreren Ortsteilen Reith, Auland, Leithen, Mühlberg, Maxhütte, Krinz und Gschwandt. Leithen, der erste Teil von Reith, der 1095 bereits urkundlich erwähnt wurde, weist somit die älteste Geschichte auf. Die Ortsbezeichnung Am Mühlberg wird 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Bergsteigen auch in Deutschland immer mehr in Mode. Es kam zur Gründung von Alpenvereinen, die im Hochgebirge Unterkünfte schufen. So wurde 1897 nahe dem Gipfel der Reither Spitze die Nördlinger Hütte eingeweiht. Die Eröffnung der Karwendelbahn im Herbst 1912 brachte zwar die Einstellung der Postkutschen, aber auch eine neuerliche Belebung des Fremdenverkehrs. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde vor 1925 von Nachkriegsnot und Geldentwertung gelähmt. Doch für den Winter 1927 / 28 meldet Reith dem Landesverkehrsamt bereits 250 verfügbare Gästebetten. Im Winter belebte der Schisport den Ort, aber auch im Sommer war der Ort als günstig gelegener Ausgangspunkt für

99 REITH Bergtouren gut besucht. Bereits 1932 waren die Betten in den neu gebauten Pensionen Sommer wie Winter gut besetzt. Der Zweite Weltkrieg brachte viel Leid über die Reither Bevölkerung, war doch die Brücke der Karwendelbahn im Jahre 1945 ein erklärtes Ziel der Bombardements durch die Alliierten. Innerhalb von sechs Tagen wurden an die 300 Bomben auf das Gemeindegebiet abgeworfen. Insgesamt wurden bei diesen Angriffen 22 Häuser total zerstört und weitere 12 Häuser, sowie die Kirche und die Schule schwer beschädigt. Nach Abzug der Besatzung 1955 setzte jedoch eine noch nie dagewesene Bautätigkeit am ganzen Hochplateau ein. Zahlreiche touristische Betriebe und Anlagen entstanden, die bis heute gerne genutzt werden. 99

100 REITH Absetzkapelle Die Kapelle oberhalb des Zirlerberges gegenüber dem Galgenangerl steht zwar auf dem Grund der Nachbargemeinde, hatte aber für die Bewohner von Reith immer große Bedeutung. Wer immer bergwärts oder talwärts unterwegs war, hielt hier seine Rast. Da waren Leithener Bauersleut auf dem Heimweg von den Türkenackern in Zirl und verrichteten vor dem Bild des Schmerzensmannes ihr Gebet, als ein Fuhrknecht aus Zirl ihnen talwärts entgegen kam. Er nahm nicht einmal seinen Hut vom Kopf und spottete: Gut geschmierte Bremsen sind wichtiger, als so einen Holzbrocken anbeten! Die Leithener erschraken ob dieser Gotteslästerung. Ungestüm hieb der Fuhrmann auf seine Pferde ein und bergab ging es. Kurze Zeit darauf stürzte der Lästerer samt seinem Gefährt über eine Felswand in die Tiefe und war tot. Die Christusfigur in der Kapelle, die bis dahin den Kopf gegen Zirl richtete, blickt seither in Richtung Reith. Cäcilienkapelle Auland Einweihung der Kapelle im Jahr 1989 Die Kapelle wurde 1989 durch die Initiative des damaligen Musik-Obmanns Joseph Saurwein errichtet. An der Errichtung waren Mitglieder der Musikkapelle (z.b.: allen voran Saurwein Peppi, aber auch Armin Lechner, Griesser Markus, Norz Franz), sowie Reither Bürger und damalige HTL-Schüler beteiligt. Die finanziellen Mittel wurden u.a. durch Spenden der Reither Bürger aufgebracht. Die Kapelle ist der Heiligen Cäcilia gewidmet - der Schutzpatronin der Musikkapellen. Dies erkennt man insbesondere an der goldenen Lyra an der Vorderseite die dafür extra von Nairz Alois geschmiedet wurde. Auffallend an der Kapelle ist auch das moderne, asymmetrische Dach. Frau Häusl Auf dem neu gestalteten Rosenkranzweg steht die Mariä-Heimsuchung-Kapelle. Sie wurde 1983 gründlich renoviert. Ihre Entstehung verdankt sie angeblich den Brüdern Martin und Josef Seelos aus Reith, die gelobten, den Bau zu errichten, wenn sie der Aushebung durch das bayerische Militär 1809 entgeht wurde der Rosenkranzweg mit den aus Lärchenholz gefertigten 5 Bildstöcken samt Ruhebänken (von den fleißigen Reither Schützen angefertigt) eingeweiht! Die 15 Relieftafeln, welche die Gesätzchen des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes zum Ausdruck bringen, wurden von der Künstlerin Annemarie Beiler aus Inzing nach eigenen Entwürfen aus Lafarge-Beton gestaltet und auch bemalt. 100

101 REITH Holzbildstock am Gstoag Am Scheitelpunkt der Bundesstraße zwischen Auland und dem Wildsee steht ein eigenartiger Lärchenpfosten mit einem Kreuz. Es ist das älteste Marterl weitum, denn in die verwitterte Säule ist die Jahreszahl 1611 eingekerbt. Es soll an die glückliche Auffindung eines Kindes erinnern. Beim Ströb rechnen hatten Eltern einen kleinen Buben mitgehabt und auf einmal nicht mehr finden können. Verzweifelt habe man die ganze Gegend abgesucht. An dieser Stelle sei ein großer Ströbhaufen gewesen. In diesen habe sich das Kind verkrochen und sei darin eingeschlafen. Lurdesgrotte Unterhalb der Reither Pfarrkirche lädt die Lurdeskapelle zum Gebet zur Gottesmutter Maria. Nach dem Vorbild des französischen Marienwallfahrtsortes Lourdes wurde anlässlich der 100 jährige Jubiläum der ersten Marienerscheinung in Lourdes 1958 diese Kapelle in Reith errichtet. Die Marienfigur in der Steingrotte erinnert an die 17 Erscheinungen, die der hl. Bernadette Soubirous zuteil geworden sind. Maria Hilf Kapelle Auland Die Auländer Kirche wurde 1856 in einer beispielgebenden Gemeinschaftsarbeit der Bewohner errichtet. In den Katastrophenjahren nach 1892 und 1945 wurden die Gemeindegottesdienste vornehmlich in dieser Filialkirche gehalten erfuhr sie aus Anlass des 50jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josephs eine Renovierung. Daran erinnert die Gedenktafel an der Außenwand. Es ist darin eine Anzahl von wertvollen Kunstgegenständen zu finden. Neben dem Hochaltar mit dem Mariahilf-Bild sind die beiden Seitenaltäre, Schränke mit Statuen sowie Fresken im Gewölbe bemerkenswert. 1995/96 erfuhr die Filialkirche eine Generalsanierung. 101

102 REITH 102 Pfarrkirche St. Nikolaus Seit 1391 ist die Kirche in Reith als St. Nikolaus-Kirchlein bekannt. Im Jahre 1751 erhielt das Dorf einen eigenen Seelsorger. Bis dahin war es von Zirl aus mitbetreut worden. In den Jahren 1832 bis 1835 erfolgte der Neubau von Langhaus und Turm der Kirche unter Einbeziehung des spätgotischen Mauerwerks. Damit bekam sie die heutigen Maße und Formen wurde bei einem Großbrand das Dorf eingeäschert und mit ihm auch die Kirche zerstört. Im Jahre 1895 konnte nach Erstellung des Rohbaues die Weihe der neuen Kirche erfolgen. In den Jahren zwischen 1911 und 1921 entstand im Inneren der Kirche der heutige Wandschmuck. Nachdem die Kirche bei den sechs Fliegerangriffen im Jahre 1945 schwer beschädigt worden ist, konnte im Jahre 1950 der Wiederaufbau im Wesentlichen wieder abgeschlossen werden. In den Jahren 1989 und 1990 wurde das Kircheninnere umfassend renoviert und erstrahlt seither wieder in der ursprünglichen Form aus den Jahren 1911 bis Friedrich, von Gnaden Gottes Bischof von Brixen, grüßt alle Gläubigen in ihm, der das Heil aller ist! So beginnt ein im Jahr 1391 datierter Ablassbrief für die Urpfarre Axams und ihre Filialkirchen, darunter auch jene von Reith, die erste urkundliche Erwähnung unseres Gotteshauses. Die Kirche von Reith ist aber sicherlich, wenn auch nicht in ihrer heutigen Gestalt, viel älter. Denn schon im Jahre 1157 beginnen die bayerischen Klöster Wessobrunn und Benediktbeuren mit der Rodung der, wie die Urkunden besagen, unwegsamen Einöde des Scharnitztales zwischen Leithen und Seefeld,

103 REITH also auf dem Gelände des heutigen Dorfes Reith, das ihnen vom bayerischen Grafen von Andechs geschenkt worden war. Es ist anzunehmen, dass die Mönche ihrer, von vielerlei Gefahren bedrohter Neusiedlung inmitten des Scharnitzwaldes auch einen kirchlichen Mittelpunkt in Form einer aus Holz erbauten Kapelle gegeben haben. Sie weihten sie St. Nikolaus. Kirchlich unterstand Reith noch lange Zeit der Urpfarre Axams, von wo aus die Seelsorge auch ausgeübt wurde wurde Reith zur selbstständigen Pfarre erhoben. Es erhielt einen eigenen Seelsorger. Bisher war es von Zirl aus mitbetreut worden erfolgte der Neubau von Langhaus und Turm der Kirche unter Einbeziehung des spätgotischen Mauerwerkes. Damit bekam sie die heutigen Maße und Formen legte ein furchtbarer Brand fast ganz Reith in Schutt und Asche, auch die Kirche und das Pfarrhaus. Beim Neubau wurde das Kirchenschiff um einige Meter erhöht. Wohltäter stifteten den Altar aus Marmor und das Mosaik im Presbyterium, mit Szenen aus dem Leben des Hl. Nikolaus, dem Patron der Kirche konnte nach Erstellung des Rohbaues die Weihe der Kirche erfolgen. In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 wurde Reith sechsmal durch Bombenangriffe schwer getroffen, wobei auch die Kirche in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die dem Portal vorgebaute Kriegergedächtniskapelle, die Orgel, die Kirchenfenster und die Kirchentür wurden vollständig zerstört, die Innenmalereien erheblich beschädigt konnte der Wiederaufbau im Wesentlichen abgeschlossen werden wurde das Kircheninnere umfassend renoviert. 103

104 REITH Rotes Kreuz am Wildsee An der Pfarr- und Gemeindegrenze zu Seefeld steht dieses bekannte Feldkreuz, das seinen Namen wohl von einem Anstrich bekommen hat. An dieser Stelle hat früher der See bis an den Weg herangereicht und diesen auch zeitweise überflutet, sodass er mit der Loba dem Sumpf- und Seegebiet nördlich der Straße, verbunden war. Das Kreuz soll der Überlieferung nach daran erinnern, dass hier Reither Burschen ertrunken seien. Sie hatten versucht, bei hohem Wasserstand durchzuwaten, und dabei den Boden unter den Füßen verloren. 104 St. Magnus Kapelle in Leithen Diese Kapelle stand mitten im Dörfl neben einem Meilenstein und soll der Überlieferung nach älter als die Kirche in Reith sein. Die im Jahre 1780 an dieser Stelle erbaute barocke Kapelle wurde um 1900 durch einen Sakristei- und Turmbau erweitert; wohl zu der Zeit, in der nach dem Brand in Reith kein Gottesdienst möglich war und zeitweise der Pfarrer auch in Leithen wohnte. Mit Rücksicht auf den schlechten Bauzustand und wegen der ungünstigen Lage an der Straße wurde die Kapelle 1980 abgebrochen und in der ursprünglichen Form 50 m nördlich auf die Anhöhe versetzt. Alle Kunstgegenstände wurden restauriert und die Decke von Johannes Obleitner mit Fresken geschmückt. Den Altar schmückt jetzt ein altes Hinterglasbild die Mutter vom guten Rat. Die Figuren, der Heiligen, Nikolaus und Martin, sowie der Tabernakel aus Stuckmarmor entstanden am Ende des 18. Jahrhunderts. Die Deckenfresken St. Magnus und St. Pankraz schuf der ortsansässige Künstler Johannes Obleitner mit 86 Jahren als eines seiner letzten Werke Der Tag des Hl. Magnus, der 6. September, war seit jeher der Leithener Kirchtag.

105 REITH 105

106 Scharnitz 106 Scharnitz Natur erfahren Trotz der Tatsache, dass Scharnitz die jüngste Ansiedlung im Scharnitzwald ist, trägt der Ort den ältesten bekannten Namen. Die Gegend, in der heute der Ort Scharnitz liegt, war schon frühzeitig bekannt. Sie wurde als wild, trostlos, im Winter als sehr schneereich beschrieben und daher auch schon im 8. Jahrhundert n. Chr. gefürchtet und solitudo Scrantiensis oder Scaraza, aber auch desertum Scaratie genannt. Die Wortwurzel Scar ist vermutlich illyrisch und bedeutet nackter Fels. Als Römer von Teriolis (Zirl) nach Parthanum (Partenkirchen) eine Straße gebaut hatten und die Engstelle des Tales beim heutigen Ort Scharnitz als strategisch wichtigen Punkt erkannten, errichteten sie hier im heutigen Ortsteil Bühel beim Haus Kapferer und Rainer (Hnr. 8 / 9) ein Kastell und gaben ihm den Namen Mansio Scarbia. Es diente den Römern als Unterkunfts- und Nächtigungsstation für die Soldaten, sowie als Rastplatz und als Post- und Haltestation. 763 n. Chr. gründeten bayerische Adelige (Reginbert und Irminfrid) auf Veranlassung des Bischofs von Freising und mit Zustimmung ihrer Herzöge in der Einöde solitudine Scarantiensi das Kloster Scaraza manchmal auch Scarantia genannt und eine Kirche zu Ehren des Hl. Petrus. Aus verschiedenen Urkunden geht hervor, dass noch im 14. und 15. Jahrhundert für die Gegend von Partenkirchen bis fast Zirl die Bezeichnung Scharnitzwald oder kurz die Scharnitz galt. Das heutige Gemeindegebiet von Scharnitz und Seefeld wurde die obere, Mittenwald die mittlere und Klais und Gerold die untere oder äußere Scharnitz genannt. Aus den Namen Scaraza und Scarbia entstand der Name Scarnize und später der Name Scharnitz. Heute gehört Scharnitz als kleinster Ort zur Olympiaregion Seefeld, zählt aber mit dem Karwendel, das großteils zum Gemeindegebiet von Scharnitz gehört, zu einer der größten Gemeinden Tirols.

107 scharnitz Alpenpark Karwendel Eines der größten Schutzgebiete der Nördlichen Kalkalpen mit 110 km Wanderwegen, über 30 Hütten und Almen. Alpenpark Karwendel Informationen: oder bei Hermann Sonntag, Tel.: 0664/ Schauraum über den Alpenpark Karwendel, eine nachgebaute Isar-Quelle, Informationen zum Bergbau, ein hölzernes Geschichtsbuch, eine Kinderspielecke und Filmvorführungen. Öffnungszeiten wie das Informationsbüro Scharnitz. Birzelkapelle Knapp eine Gehstunde oberhalb von Scharnitz, am alten Weg ins Karwendeltal in Richtung Larchetalm und Karwendelhaus, steht einsam und versteckt im Wald eine Kapelle, die der Muttergottes geweiht ist. Das erste Mal erwähnt wurde die Kapelle bereits 1809, allerdings ist nicht bekannt von wem und zu welchem Anlass sie erbaut wurde. Durch den Bau dieser Kapelle stellte man das gesamte Gebiet unter den Schutz des Festes Maria Heimsuchung Kirchtag der Inrainer Familien (Agrargemeinschaft Inrain) welches auf Grund der Fürsprache der Gottesmutter vor Unwetter und Blitzschlag, der im Hochgebirge besonders gefährlich ist, schützen sollte. Im Jahre 1956 wurde anstelle der alten, baufällig gewordenen Kapelle die jetzige Kapelle durch die Agrargemeinschaft Inrain unter Obmann Albert Heiß neu errichtet. Die Pläne stammten vom Innsbrucker Baumeister Kelderer. Das Altarbild schuf der akademische Maler Max Spielmann. Die Glocke wurde von der Fa. Graßmayr in Innsbruck gegossen. Die Gesamtkosten betrugen damals ca ,- Schilling, für welche die kleine Gemeinschaft der Inrainer Familien selber aufkam (15 Anteile). Für die würdige Betreuung sorgten die Familien des Inrain selbst, derzeit liegt diese in den Händen von Frau Eva Stahlberg geb. Mimm. Es ist erfreulich, wie diese kleine Gemeinschaft die alten Traditionen selbstlos pflegt und durch Generationen weitergibt. 107

108 Scharnitz 108 Isarursprung Umringt vom gewaltigen Bergmassiv des Karwendels beginnt hier im Hinterautal die Isar ihren Weg zur Donau und dem Schwarzen Meer. In früheren Zeiten Furcht und Schrecken bei Hochwasser verbreitend, aber auch Glück und Segen für Orte und Städte, die am Ufer liegen bringend, ist die Isar heute noch ein Teil der Kultur und Geschichte des Alpenraumes. Am Isarursprung, im Quellbereich der Isar, befinden sich zahlreiche Wasseraustrittsstellen, die ganzjährig munter vor sich hin fließen. Neue Schautafeln, ein wunderschöner Rastplatz und ein naturbelassener Steig direkt zu den ersten Quellen prägen dieses naturwissenschaftliche Kleinod. Hier hat der Wanderer die Möglichkeit Ruhe und Entspannung zu finden und viel Interessantes über Fauna und Flora zu lernen. Die obere Isar ist auch eine bekannte Strecke für alle Kanubegeisterten und Paddelbootfahrer. Sie schätzen die ausgezeichnete Wasserqualität und die herrliche Landschaft inmitten des Naturschutzgebietes Alpenpark Karwendel. Ein sehr schöner Fluss. Oft habe ich ihm zugehört, oft in seine Augen gesehen, und immer habe ich von ihm gelernt. Hermann Hesse

109 scharnitz Karwendelbahn (Mittenwaldbahn) Die Karwendelbahn ist die erste vollelektrifizierte Bahn Österreichs und wurde 1912 eröffnet. Die Zugstrecke führt von Mittenwald nach Innsbruck. Auf einer Streckenlänge von 32,1 km fährt der Zug durch 16 Tunnel und über 18 hohe Brücken und Viadukte. Im März 1910 wurde der erste Spatenstich in der sagenumwobenen Martinswand getan. Die schroff ins Inntal abfallende Martinswand und der zerklüftete Schlossbachgraben stellten die größten Herausforderungen dar. Der Schlossbach wird in einer Höhe von rund 60 m über dem Wasserspiegel von einer eisernen Bogenfachwerkbrücke mit einer Länge von 66 m überwunden. Am karstigen Hang des Hechenbergs wurde der Finstertal-Viadukt gebaut, im Schlossbachgraben Hangviadukte und der Kaiserstandviadukt unterhalb der Ruine Fragenstein. Bei Reith wurde der Gurgelbachviadukt gebaut, bei Scharnitz die Isar-Brücke. Pfarrkirche Maria Hilf Schon vor der Erbauung der Porta Claudia errichteten die Scharnitzer zu Ehren Unserer Lieben Frau eine Kapelle aus Dankbarkeit für abgewendete Kriegsgefahr. Im Jahre 1650 erhielt diese Kapelle einen Altar, dessen Maria-Hilf-Bild ein Geschenk von Ferdinand Karl, dem Sohn der Erzherzogin Claudia, ist. Von der kirchlichen Behörde wurde gleichzeitig die Erlaubnis erteilt, in dieser Kapelle Gottesdienst zu feiern. Die Seelsorge oblag den Augustinermönchen des Klosters Seefeld wurde in der Festung eine eigene Kapelle zu Ehren des Hl. Josef gebaut und ein Kaplan angestellt. So wurde die Ortsseelsorge eingestellt, die Scharnitzer besuchten den Militärgottesdienst. Dies aber behagte den Scharnitzern nicht lange. Die Gemeinde traf mit der Pfarre Mittenwald ein Übereinkommen, demzufolge ein Priester aus Mittenwald (gegen Entgelt von 160 Gulden) in der Dorfkapelle Gottesdienst zu halten hatte wurde eine eigene Kaplanei errichtet. Als erster Priester wirkte der Kapuziner P. Pelagius Steinhauser. Er erbaute ein Pfarrhaus und mit Hilfe der Robot leistenden Bevölkerung auch eine neue Kirche, die 1792 eingeweiht wurde. Während des Befreiungskampfes 1809 ging diese Kirche in Flammen auf. Der Ölberg-Christus blieb inmitten der Flammen unversehrt und wird nach Beendigung der Kirchenrenovierung an der vordersten, rechten Säule aufgestellt. Ein neues Gotteshaus entstand im gotischen Stil; ein Großbrand zerstörte 1892 auch diese Kirche. Unter Pfarrer Joh. Natter wurde eine neue, vergrößerte Kirche erbaut. Unter Pfarrer H. Gottinger wurde die gesamte Pfarrkirche 1954 einer gründlichen Renovierung unterzogen. Das neue Altarbild (Schutzmantelmadonna mit den Geheimnissen des Rosenkranzes) schuf Prof. Max Spielmann, ebenso die Kreuzwegstationen in den Kirchenfenstern. Die Darstellung der 12 Apostel stammt von der Künstlerin Ilse Glaninger- Halhuber aus Innsbruck wurde das Kriegerdenkmal neu gestaltet und mit der Auflassung des alten Friedhofes begonnen wurde die Südwest-Seite der Kirche umgebaut und eine neue Einfriedung des Kirchenareals vorgenommen wurde das Hauptschiff mit Schindeln eingedeckt restliche Eindeckung des Daches mit Schindeln und eine völlige Neugestaltung der Fassade. Während der Sommermonate 1985 war die Kirche geschlossen. Die Hl. Messen wurden im Gemeindesaal oder beim Musikpavillon abgehalten. In dieser Zeit wurde die Generalsanierung des Innenraumes vorgenommen. Den geglückten Abschluss dieser Arbeiten feierte die Kirchengemeinde Scharnitz unter Bischof R. Stecher am mit einer würdigen Weihe des renovierten Gotteshauses. 109

110 Scharnitz 110 Porta Claudia Während des 30jährigen Krieges ( ) erwirkte die Innsbrucker Regierung die Erlaubnis, auf dem Grund und Boden des Hochstiftes Freising in der Talenge von Scharnitz eine Befestigungsanlage zu errichten. Sie wurde erbaut. Anlässlich der feierlichen Einweihung der gewaltigen Talsperre erhielt diese den Namen der persönlich anwesenden Landesfürstin Claudia von Medici. Gleichzeitig wurde auch in der Leutasch am Ende des Tales die so genannte Schanz als Grenzbefestigung angelegt. Die Porta Claudia wurde im 30jährigen Krieg nicht angegriffen, dennoch ließ man sie um 1670 nach den Plänen von Christoph Gumpp weiter ausbauen. Im Zuge des Boarischen Rummels 1703 gelang es dem Kurfürsten Max Emanuel II. überfallsartig die Porta Claudia zu besetzen. Als die bayerische Besatzung das Pulvermagazin sprengte, hatte dies große Zerstörungen zur Folge, die jedoch bald danach wieder behoben wurden. Als Goethe auf seiner Italienreise 1786 hier vorbeikam, notierte er: Bei Scharnitz kommt man ins Tirol. Die Grenze ist mit einem Wall geschlossen, der das Tal verriegelt und sich an die Berge anschließt. Es sieht gut aus. Auf der einen Seite ist der Felsen befestigt, an der anderen steigt er senkrecht in die Höhe. Während der Napoleonischen Kriege rückte 1805 der französische Marschall Ney von Mittenwald kommend mit einer Mann starken Truppe gegen die Schanzen in der Leutasch und gegen die Porta Claudia vor. Diese war mit 12 Kanonen bestückt und wurde von nur 700 Mann Linientruppen verteidigt. Zunächst konnten alle Angriffe abgewehrt werden.

111 scharnitz Jede Übergabeaufforderung wurde vom Festungskommandanten abgelehnt. Erst als es den Franzosen unter der Führung ortskundiger bayerischer Förster gelang, die Festung zu umgehen, war das Schicksal der Porta Claudia besiegelt. Die österreichische Besatzung geriet in Gefangenschaft, die Franzosen hatten Tote und Verwundete zu beklagen war die Festung abwechselnd in Händen der Tiroler, Franzosen und Bayern. Als Tirol zu Bayern kam, wurde sie mit gewaltigen Sprengstoffmengen, die mehr als Gulden verschlangen, weitgehend geschleift. Trotzdem sind von der ehemaligen ausgedehnten Wehranlage zu beiden Seiten der Isar nördlich von Scharnitz noch immer einige bis zu 6 m hohe Steinmauerreste erhalten geblieben. In der ehemaligen Kaserne der Porta Claudia war bis 1957 das Zollamt untergebracht. Auch beachtliche Reste der Leutascher Schanz sind heute noch zu sehen. Die Festungswerke bestanden aus einer Hauptfestung und den Vorwerken. In der Hauptfestung war neben den Kasernen (Soldaten- Unterkünfte) auch eine Kapelle. Zu den Vorwerken gehörten der Kavalier, auf dem eine Kanone stand, das Pulvermagazin, die Teufelsküche und die Wasserstube, von der man das Wasser der Isar in den Graben leiten konnte. Die 6 m hohen Mauern mit ihren Schießscharten, die zum Teil schon zerfallenen und überwucherten Vorwerke, die großen Gewölbe (Unterstände für Soldaten und Pferde), der Wassergraben, die Wälle und dergleichen lassen heute noch die Mächtigkeit dieser Festung erkennen. Ein Holzschnitzwerk in Oberammergau, ein Gemälde mit den Ereignissen aus dem Jahr 1805 im Mittenwalder Rathaus und ein Kupferstich im Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck bieten zeitgenössische Darstellungen der Porta Claudia. 111

112 Almen & Hütten Hütte/Stempelstelle Telefonnummer Übernachtung Ort Alpengasthof Eng 05245/ Pers. Hinterriss Agrargem. Eng 05245/226 8 Pers. Hinterriss Alpenglühn 05673/2349 Nein Ehrwald Alplhütte 0676/ Pers. Telfs Amtsäge 0664/ Pers. Scharnitz Bettelwurfhütte 05223/ Pers. Karwendel Binsalm 05245/ Pers. Karwendel Bodenalm 0664/ Nein Seefeld Brunnsteinhütte +49/172/ Pers. Mittenwald 112

113 Almen & Hütten Hütte/Stempelstelle Telefonnummer Übernachtung Ort Buchener Höhe 05262/64277 Nein Leutasch Coburgerhütte 0664/ Pers. Leutasch Dammkarhütte +49/173/ Pers. Mittenwald Ederkanzel +49/8823/1681 Nein Mittenwald Ehrwalder Alm 05673/ Pers. Ehrwald Englhof 05212/ Pers. Reith Eppzirler Alm 0664/ Pers. Scharnitz Falkenhütte 05245/ Pers. Karwendel Ferienkolonie Wildmoos 05212/3356 Nein Seefeld Gaistalalm 05214/ Pers. Leutasch Gasthof Hirschen 05212/ Pers. Reith Gasthof Neuleutasch 05214/6834 Nein Leutasch Gasthof Ramona 05213/ Pers. Scharnitz Gasthof zum Klammgeist 0664/ Nein Leutasch Gletscherschliff +49/8823/1453 Nein Mittenwald Halleranger Alm 0664/ Pers. Scharnitz Hallerangerhaus 0664/ Pers. Scharnitz Hämmermoos-Alm 0676/ Nein Leutasch Hinterhornalm 0664/ Nein Karwendel Hocheggalm 05212/ Nein Seefeld Hochfeldern-Alm 0699/ Nein Ehrwald Hochland Hütte +49/174/ Pers. Mittenwald Höllentalklamm - Eingangshütte +49/8821/8895 Nein Garmisch Karwendelhaus 05213/ Pers. Scharnitz Kastenalm 0664/ Nein Scharnitz Katzenkopfhütte 0676/ Nein Leutasch Knorrhütte +49/8821/ Pers Wetterstein Kreuzeckhaus +49/8821/ Pers. Wetterstein Kristenalm Kein Telefon Nein Scharnitz Lamsenjochhütte 05244/ Pers. Karwendel 113

114 Almen & Hütten Hütte/Stempelstelle Telefonnummer Übernachtung Ort Lamsenjochhütte 05244/ Pers. Karwendel Leutascher Klammstüberl 0664/ Nein Leutasch Lottenseehütte 05262/67532 Nein Mösern Magdeburgerhütte 05238/ Pers. Karwendel Meilerhof 05212/ Pers. Reith Meilerhütte +49/171/ Pers. Wetterstein Mittenwalder Hütte +49/151/ Pers. Mittenwald Möserer Seestub n 05212/4779 Nein Mösern Möslalm 0664/ Pers. Scharnitz Nördlinger Hütte 0664/ Pers. Reith Oberbrunnalm 0664/ Nein Scharnitz Oberreintalhütte +49/8821/ Pers. Wetterstein Pfeishütte 0720/ Pers. Karwendel Pleisenhütte 0664/ Pers. Scharnitz Plumsjochhütte 05243/ Pers. Karwendel Rauthhütte 0664/ Pers. Leutasch Reintalangerhütte +49/8821/ Pers. Wetterstein Reitherjoch Alm 0664/ Nein Reith/Seefeld Ropferstub m 05262/ Pers. Buchen Rosshütte 05212/2416 Nein Seefeld Rotmoosalm 0664/ Ja (ab Mitte Juli 2011) Leutasch Schachenhaus +49/8821/ Pers. Wetterstein Scharnitzer Alm 0664/ Nein Scharnitz Seebenalm 0676/ Nein Ehrwald Skialm 05212/2416 Nein Seefeld Solsteinhaus 0664/ Pers. Karwendel Sonnenalm 05212/ Nein Seefeld/Reith Sportalm 0664/ Pers. Seefeld St. Magdalena Hütte 0664/ Nein Karwendel Steinernes Hüttl 0664/ Pers. Leutasch Strassberghaus 0664/ Nein Telfs Tillfußalm 0664/ Pers. Leutasch 114

115 Almen & Hütten Hütte/Stempelstelle Telefonnummer Übernachtung Ort Triendlsäge 05212/2580 Nein Seefeld Waldschwimmbad Café Sonja 0676/ Nein Reith Wangalm 0664/ Pers. Leutasch Wettersteinhütte 0660/ Pers. Leutasch Wiesenhof 05213/5380 Nein Scharnitz Wildmoosalm 05212/3002 Nein Seefeld Herausgeber und Medieninhaber, Konzeption/Satz, Fotos: Olympiaregion Seefeld Alle Angaben ohne Gewähr. Vorbehaltlich Änderungen, Satz- und Druckfehler. Stand: Mai

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