Die Intel Bildungsinitiative: Digitales Klassenzimmer macht Schüler fit für die Zukunft

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1 Hintergrundinformation März 2010 Die Intel Bildungsinitiative: Digitales Klassenzimmer macht Schüler fit für die Zukunft Bildung ist im 21. Jahrhundert ein entscheidender Faktor für persönlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Unternehmen benötigen qualifizierte Fachkräfte wie Ingenieure oder IT-Spezialisten, um wettbewerbsfähig zu bleiben, gerade am Standort Deutschland. Sie erwarten von ihren Beschäftigten, dass sie die moderne Informations- und Kommunikationstechnik beherrschen. Bereits die Schule muss daher d die Vertrautheit im Umgang mit digitalen Medien sowie weitere erfolgskritische Schlüsselqualifikationen vermitteln. Der Umgang mit digitalen Medien gilt heute neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kulturtechnik. Daher ist es sinnvoll, PCs und mobile Geräte wie Notebooks auch im Unterricht einzusetzen. Ziel beim neuen Lernen in der Schule ist es, dass die Rechner Buch, Heft und Federmäppchen keineswegs ersetzen, aber zum Alltag im Klassenzimmer werden. Allerdings fehlen in vielen Schulen noch die entsprechenden Rahmenbedingungen, um diese neue Realität auch in den Unterrichtsalltag einzubinden. So besteht beispielsweise zu Notebook-Klassen und den damit verbundenen Vorteilen in Deutschland noch Aufklärungsbedarf, während weite Teile Europas hier bereits in schnelleren Schritten unterwegs sind. Deutschland: Nachholbedarf bei schulischer PC-Nutzung Dass Deutschland bei der PC-Nutzung an Schulen weit zurück liegt, zeigt die PISA-Studie Der OECD hat für die dritte Ausgabe der Studie über jährige Schülerinnen und Schüler aus 57 Ländern (in Deutschland ca ) befragt. Das Ergebnis: Deutschland ist wie bei PISA 2003 der OECD-Staat, in dem der Computer am seltensten als Lernwerkzeug im Unterricht eingesetzt wird. Zwar sind in Deutschland Zuwächse in der schulischen Computernutzung seit PISA 2003 (damals 23 Prozent, jetzt 31 Prozent im Vergleich zum OECD-Durchschnitt von 56 Prozent) zu verzeichnen, doch bleiben diese hinter dem durchschnittlichen Zuwachs in der OECD zurück. Seite 1/5

2 PISA 2006 bestätigt auch den Kontrast von häuslicher und schulischer Nutzung: Der vergleichsweise geringen Nutzung in der Schule steht eine überdurchschnittliche Nutzung der neuen Medien im häuslichen Kontext gegenüber. In Deutschland nutzen 90 Prozent der Jugendlichen regelmäßig den Computer zu Hause. Die JIM-Studie 2008 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) zum Umgang von 12- bis 19- Jährigen mit Medien und Information untermauert dieses Ergebnis. Demnach verfügen 97 Prozent dieser Altersgruppe über einen Internetzugang. Erstmals in der zehnjährigen Geschichte der JIM-Studie zeigt sich zudem, dass Jugendliche eher einen Computer als einen Fernseher besitzen. Aber: Überdurchschnittlich viele der befragten Jugendlichen nutzen laut PISA 2006 Computer und Internet sehr eingeschränkt, also beispielsweise nur für s, Spiele und Musikkonsum. Es ist daher anzunehmen, dass die Computerkenntnisse dieser Jugendlichen den zukünftigen Anforderungen der Berufswelt noch nicht genügen. Die Verfasser der Studie leiten daraus ab, dass die Vermittlung computerbezogener Kenntnisse durch die Schule unverzichtbar zu sein (scheint). Schulen müssen sen PC und Internet im Unterricht integrieren Das ist umso bedenklicher, da der Umgang mit den neuen Medien, die digitale Kompetenz, künftig zur Voraussetzung für den erfolgreichen Berufseinsteig wird. Wer hier den Anschluss verpasst, hat es künftig schwer auf dem Arbeitsmarkt in unserer Wissensgesellschaft. Gleichzeitig steigt aber der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wie Ingenieuren und IT-Spezialisten. Die EU-Kommission warnt regelmäßig vor einem drohenden Fachkräftemangel in Europa und dessen negativen Folgen für die Unternehmen. Um gegenzusteuern, hat die EU-Kommission eine langfristige Strategie und ein Maßnahmenpaket zur Förderung der digitalen Kompetenzen vorgeschlagen. Kernpunkte sind verstärkte IT- und PC-Ausbildung an Schulen, bessere ITK-Fortbildung der Lehrer, Förderung des computergestützten Lernens (elearning) und höhere Mittel für die Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software. Auch Unternehmen und Verbände wie die Initiative D21 oder der Bundesverband Berufliche Qualifizierung e.v. fordern von den Schulen, dass sie junge Leute für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistern und ihnen vermitteln, wie sie Computer & Co. als effektives Mittel zum Zweck der Kommunikation und Wissensbeschaffung nutzen können. Seite 2/5

3 Das digitale Klassenzimmer Damit der Umgang mit den neuen Medien ganz selbstverständlich in den Unterricht integriert wird, ist es notwendig, die Lehr- und Lernmethoden sowie die Fortbildungsinhalte der Pädagogen den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Ein Beispiel sind Notebook-Klassen. Hier erhält jede Schülerin und jeder Schüler ein eigenes mobiles Gerät, das er entsprechend dem Lehrplan und der Anweisung der Pädagogen regelmäßig im Unterricht sowie zur häuslichen Vor- und Nachbereitung einsetzt. Ein Notebook- Klassenzimmer ist mit einem Lehrernotebook, einem Beamer, einem Drucker und eventuell einem interaktiven Whiteboard für die Wiedergabe multimedialer Inhalte ausgestattet. Die einzelnen Rechner sind über ein Netzwerk (LAN oder WLAN) verbunden und verfügen über einen Internetzugang. Zum digitalen Klassenzimmer gehören: Hardware (z.b. Laptops, Netbooks, UMTS-Sticks, Netzwerke, Server etc.) Breitbandiger Internetzugang Basis-Software (z.b. Betriebssystem, Büroanwendungen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware) Lehr- und Lernsoftware (multimediale Lernmaterialien, internetbasierte Anwendungen, Schulmanagementsoftware, ) Virtuelle Teamräume (Web 2.0 Funktionen, Kommunikationssoftware wie Messenger, Videochats/-konferenzen) Betriebs- und Wartungskonzept Notebooks optimieren den Lernerfolg Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Notebooks in der Schule den Lernerfolg optimieren. Dies trifft insbesondere für den Erwerb technischer Routinen und wichtiger überfachlicher Schlüsselqualifikationen zu. Ein Beispiel ist eine Untersuchung der Augsburger Medienpädagogin Prof. Dr. Gabi Reinmann, die mit ihrem Team ein Jahr lang drei Notebook-Klassen im Mittlere-Reife-Zug der Hauptschule Geretsried in Bayern wissenschaftlich begleitet hat. Das Ergebnis ihrer Studie: Schülerinnen und Schüler lernen in Notebook-Klassen selbstständiger, der Unterricht macht gerade den jüngeren Kindern mehr Spaß und motiviert sie zum Lernen Wissenserwerb wird dadurch nachhaltiger. Die Schüler üben sich mehr in Problemlösung, in Teamfähigkeit sowie in Medienkompetenz. Sie erkennen und nutzen das Potenzial digitaler und mobiler Medien, werden aber auch für deren Seite 3/5

4 Gefahren sensibilisiert. Durch die Arbeit mit den mobilen Rechnern können Schüler auch Informationen im Internet besser recherchieren, diese klarer strukturieren und präsentieren. Weiterer Vorteil: All diese Kompetenzen steigern die Chancen der Schüler auf dem Arbeitsmarkt. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie der Initiative Schulen ans Netz zum Einsatz von Notebook-Klassen im Unterricht. Demnach zeigen Notebook-Schüler in der Tendenz eine positivere Einstellung zu Schule und Unterricht sowie eine positivere Teamorientierung als Nicht-Notebook-Schüler. Notebooks helfen zudem bei der Überwindung der digitalen Spaltung. So stellte die Studie einen positiven Effekt der Notebook-Nutzung für Kinder aus bildungsferneren Familien im Deutsch-Test fest. Neue Lehr- und Lernkultur Der Einsatz von mobilen Medien führt zu einer neuen Lernkultur und verändert die Rolle von Schülern sowie Lehrkräften im Lernprozess. Die Geräte unterstützen eigenaktives und kooperatives Lernen in Selbstlernphasen sowie die Partner- oder Gruppenarbeit. So können Schüler auf verschiedene Lernplattformen zugreifen oder das so genannte virtuelle Klassenzimmer besuchen, in dem sie Lehrmaterialien für alle Fächer finden. Diese lassen sich dann für Projekte, Präsentationen etc. nutzen. Dort sind auch Chats, Foren und andere Kommunikationsmittel zu finden. Zudem wird der Unterricht abwechslungsreicher, da man mit den Notebooks aktuelle und authentische Unterrichtsinhalte, also auch Grafiken, Fotos und Videomaterial einbinden kann. Dadurch lassen sich die Inhalte des Lehrbuches anschaulich und lebendig ergänzen. Voraussetzung für den Erfolg von Notebook-Klassen sind methodisch und didaktisch geschulte Lehrkräfte, die einem Unterricht mit den neuen Medien aufgeschlossen gegenüberstehen und eine neue Lehrerrolle akzeptieren. Denn der Lehrer fungiert hier verstärkt als Moderator und Coach und weniger als Pauker, der die vorgegebene Botschaft vermittelt. Zudem müssen die Lehrer sich zumindest in der Anfangszeit der Notebook-Klasse auf eine höhere Zeit- und Arbeitsbelastung einstellen. Vorteile des IT-unterstützten Lernens auf einen Blick Schüler lernen selbstständiger und zeigen eine höhere Lernmotivation Problemlösendes Denken und Teamfähigkeit werden gefördert Medienkompetenz der Schüler steigt, da sie das Potenzial digitaler und mobiler Medien erkennen, aber auch für deren Gefahren sensibilisiert werden Mit der höheren digitalen Kompetenz verbessern die Schüler ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt Seite 4/5

5 PCs ermöglichen individuelles Lerntempo Digitale Spaltung kann verringert werden, weil Bildungserfolg weniger von der sozialen Herkunft abhängt Weitere fachliche Kompetenzen: Verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet, Finden und Bewerten sinnvoller Informationen, Umgang mit digitalen Identitäten, Datenschutz, Grundlagen der IT-Sicherheit Die Intel Bildungsinitiative Intel, das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, nimmt sich gesellschaftlicher Herausforderungen an und engagiert sich für die Verbesserung der Bildungsqualität. Die Intel Bildungsinitiative umfasst deshalb zahlreiche Förder- und Ausbildungsprojekte für Schüler, Studenten und Pädagogen bis hin zu Jungunternehmern. Die vielfältigen Projekte der Intel Bildungsinitiative zielen auf die Verbesserung von Lern- sowie Lehrmethoden an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen ab und ermöglichen den Zugang zu neuesten Technologien. Darüber hinaus kooperiert die Intel Bildungsinitiative mit Regierungen und gemeinnützigen Organisationen. Intel engagiert sich außerdem in der Initiative D21, Deutschlands größter Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft. Hannes Schwaderer, Geschäftsführer und Managing Director Central Europe bei Intel, ist seit Januar 2009 Präsident der Initiative D21. Weitere Informationen zur Intel Bildungsinitiative unter Intel (NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, entwickelt Technologien, Produkte und Initiativen, um Leben und Arbeit der Menschen laufend zu verbessern. Weitere Informationen über Intel finden Sie unter und Weitere Informationen für Journalisten: Martin Strobel Intel GmbH Telefon: +49-(0) Telefax: +49-(0) Intel Corporation. Alle Rechte vorbehalten. * Intel und das Intel Logo sind Marken der Intel Corporation in den USA oder anderen Ländern. Andere Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Seite 5/5

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