Zukunft Bankenplatz Zürich Referat glp Kanton Zürich

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1 Zukunft Bankenplatz Zürich Referat glp Kanton Zürich Building Competence. Crossing Borders. Roland Hofmann, MScBF, CFP, CAIA

2 Woher? Wohin? Der Finanzplatz im Umbruch Umbruch? Finanzplatz / Finanzsektor SNB Bankenplatz FINMA Sparkassen & Regionalbanken Tradition Woher? Privat- und Vermögensverwaltungsbanken Bankenbetrieb Führungsprozesse Kern- pro- zesse Trends Wohin? Schweiz. Bankiervereinigung Supportprozesse Kantonalbanken Raiffeisenbanken Grossbanken CS & UBS Andere Finanzintermediäre (Versicherungen, Pensionskassen, externe Vermögensverwalter, u.a.) 2

3 Umfeld des Banking Eine besondere Branche Hohe Regulierungsdichte (FINMA, SNB, tw. ausländischer Einfluss) Beziehungs- /Vertrauengeschäft Differenzierte Beratung vs. industrielle Operations (Prozessfokus) Besonderheiten des Bankgeschäfts Arbeiten mit fremdem Geld: Intermedation & Transformation Umgang mit asymmetrischen Informationen und Risk Management Anteil indifferentes (nicht bilanzwirksames) Geschäft tw. hoch 3

4 Was ist eine Bank? Und was tun Banken? Funktionen einer Bank Funktionen in der Praxis: Was tun Banken hauptsächlich? Betriebswirtschaftliches Wesensmerkmal einer Bank: arbeiten mit fremden Geldern, Gelder entgegennehmen und ausleihen auf eigenes Risiko (Zinsdifferenzgeschäft) ist bilanzwirksam, d.h. es wird die eigene Bankbilanz eingesetzt Anknüpfungspunkt für regulatorische / rechtliche Erfassung einer «Bank» Zweites, wichtiges Tätigkeitsfeld: Beratung in Finanzangelegenheiten und Vermittlung von Finanzprodukten (Kommissions- und Gebührengeschäft) nicht bilanzwirksam, d.h. die Wertschriften in den Kundendepots liegen ausserhalb der Bilanz der Bank (Ausweis im Anhang als Asset under Management) 4

5 Internationale Financial Services Positionierung der Finanzplätze 5

6 Top 8 Finanzplätze Der GFC-Index The Global Financial Centres Index 12, September

7 Standortfaktoren eines Finanzplatzes Voraussetzungen und Rahmenbedingungen 1. Verfügbarkeit von gut ausgebildetem Personal 2. Das regulatorische Umfeld 3. Zugang zu internationalen Finanzplätzen 4. Vorhandensein von einer guten wirtschaftlichen Infrastruktur 5. Gutes Kundenumfeld 6. Faires und «just business» Umfeld 7. Verantwortungsbewusstsein der Regierung 8. Gutes Steuerumfeld für Unternehmen 9. Operational costs 10. Verfügbarkeit von Lieferanten, die professionelle Dienstleistungen anbieten 11. Lebensqualität 12. Kultur & Sprache 13. Qualität / Verfügbarkeit von Gewerbeimmobilien 14. Steuerumfeld für Privatpersonen In Anlehnung an: The Global Financial Centres Index 12, September 2012 siehe auch: Lannoo, Karel (2007): The Future of Europe s Financial Centres, ECMI Policy Brief 7

8 Finanzsektor als Wachstumstreiber Wachstumsbeitrag der Finanzindustrie 8 BAK Basel (2011): Finanzplatz Schweiz - Volkswirtschaftliche Bedeutung und Wechselwirkungen mit dem Werkplatz

9 Woher kommt die Wertschöpfung? Vermögensverwaltung und «klassisches» Banking BAK Basel (2011): Finanzplatz Schweiz - Volkswirtschaftliche Bedeutung und Wechselwirkungen mit dem Werkplatz 9

10 Gruppierung der Banken nach Bilanzsumme Bilanzsumme ist wichtig, zeigt aber nicht die gesamte Bedeutung SNB (2011): Banken in der Schweiz Der «zwei Mittleren»: HSBC Private Bank Bank Julius Bär Die «vier Grossen»: UBS, CS, Raiffeisen, ZKB 10

11 Strukturwandel Langfristige Marktanteilsverschiebungen Marktanteilsverschiebungen im inländischen Bilanzgeschäft (Anteil am Bilanztotal) Kantonalbanken 34% 23% 20% 20% 14% 11% 13% 15% 16% 16% Grossbanken 30% 45% 49% 48% 63% 69% 61% 54% 55% 53% Regionalbanken und Sparkassen 23% 13% 10% 9% 4% 3% 3% 4% 4% 4% Raiffeisenbanken 3% 3% 3% 3% 5% 4% 4% 5% 5% 6% SNB (2011): Banken in der Schweiz 11

12 Der Schweizer Bankensektor eine aussergewöhnliche Struktur Wirtschaftliche Bedeutung und Marktanteil SNB

13 Globale Welt? Lokale Welt? Chancen und Gefahren Paradoxon: Globalisierung vs. Nationalisierung Global: Chancen für die Wirtschaft, dynamisch, vernetzt, auch anfälliger für Ansteckungen National: keine Lastenteilung zwischen den Staaten in der Krise (Europa?), volkswirtschaftliche Kosten und Schulden und Steuerkosten fallen national an Erkenntnisse für die Schweiz? Und den Kanton Zürich? Schweiz: CH als kleines Land mit starkem, globalem Finanzplatz CH muss Risiken national tragen können (siehe Island, Irland) Grösse der Banken und des Finanzplatzes muss im Gleichgewicht sein mit der Wirtschaftskraft eines Landes Für den Finanzplatz Zürich / Kanton Zürich dreifaches Exposure: UBS, CS, ZKB 13

14 Woher? Wohin? Zürich als Teil der Schweiz Zukunftsperspektiven für den Schweizerischen Finanzplatz? 19. Jh. Schweiz als Armenhaus von Europa, Beitrag des Finanzplatzes zur wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz in den letzten Jahrzehnten sehr wichtig Grund für Vermögensverwaltung in der CH Stabilität CH als Land und der CH- Banken daher Preis- und Finanzstabilität wichtig Zukünftige Welt wird steuerkonform sein, Steuerhinterziehung wird kein Grund mehr sein, um Geld in die Schweiz zu bringen Geschäftsmodell muss steuerkonform, nachhaltig, stabil und langfristig sein Fazit für das Geschäftsmodell der Banken? Kern-Business-Case: Vermögensverwaltung mit Zusatzdienstleistungen 14

15 Onshore Offshore Inland- vs. Auslandperspektive Trend weg vom offshore zum onshore Banking erkennbar Geschäftsstrategisch wird es zukünftig weniger wichtig sein, wo ein Konto geführt wird, sondern von wem Booking centres betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Sicht nicht mehr identisch! z.b. Aktivitäten von UBS und Credit Suisse zum Ausbau der internationalen Präsenz in den 90 er Jahren Aber: Schweizerisches Geschäftsmodell des Private Banking nicht so einfach exportierbar 15

16 Fazit Stärken und Schwächen des Finanzplatzes Schweiz Was heisst das für den Finanzplatz Zürich? attraktive makroökonomische Rahmenbedingungen (tiefe Inflation, niedriges Zinsniveau, günstige fiskalische Rahmenbedingungen) politische Stabilität (?) CHF als attraktive Diversifikationswährung; stabile, sichere, unabhängige Währung (v.a. in Krisenzeiten) hohe Rechtssicherheit (?); effektiver Schutz der Privatsphäre (?); Diskretion und Vertraulichkeit (?) qualifiziertes Personal zuverlässige Finanzmarktinfrastruktur offener Finanzplatz gut ausgebaute Verkehrs- und Gesundheitsinfrastruktur, hohe persönliche Lebensqualität hohe Transaktionskosten teilweise negative Reputation, stetige politische Angriffe auf den Finanzsektor hohe Personalkosten Performance-Orientierung kann noch verbessert werden 16

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