Seminar 5 Im Fokus: Netzarbeit konkret - Bestandsaufnahmen und Perspektiven zur vernetzten Versorgung

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1 Seminar 5 Im Fokus: Netzarbeit konkret - Bestandsaufnahmen und Perspektiven zur vernetzten Versorgung Ergebnisse der Umfrage unter Netzvorständen und -geschäftsführern 1

2 Steckbrief eingegangene Fragebögen: 26 Zeitraum: November 2009 bis Januar 2010 Antworten von: 17% Arzt Manager / kfm. Leiter 83% Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 23 2

3 Steckbrief Größe der befragten Netze: > 200 Ärzte 20% < 10 Ärzte 4% Ärzte 20% Ärzte 8% < 10 Ärzte Ärzte Ärzte Ärzte > 200 Ärzte Ärzte 48% Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 25 3

4 Erwartung an und Bedeutung von folgenden Bereichen: A. Verhandlungs- und Vertragsmanagement B. Prozesskostenrechnung C. Präventions- und Selbstzahlerleistungen D. Regionale Versorgungskonzepte E. Integrierte Behandlungspfade 4

5 A. Verhandlungs- und Vertragsmanagement Um mit anderen Leistungserbringern (Krankenkassen, Krankenhaus, Industrie etc.) Kooperationen einzugehen, müssen Verhandlungen geführt werden und ggf. Verträge abgeschlossen werden. 5

6 1. Wie wichtig ist für Sie ein Verhandlungs- und Vertragsmanagement für Ihre Arbeit? sehr wichtig wichtig weniger wichtig unwichtig Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 6

7 2. Was erwarten Sie von einem Verhandlungs- und Verträgemanagement für Ihre Arbeit? Wirtschaftlicher Erfolg für die Einzelpraxis 16 Wirtschaftlicher Erfolg für das Netz 23 Wissen über die unterschiedlichen Vertragsformen/-typen 15 Sicherheit in der Beurteilung von Verträgen 16 Kompetenter Umgang mit Verträgen 18 Sicherheit in den Verhandlungen mit Kassen und anderen Leistungserbringern 16 Sonstiges Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 107 7

8 B. Prozesskostenrechnung Um alle Ausgaben und die Kostenstruktur in einem Netz im Auge zu behalten, bietet die Prozesskostenrechnung eine Möglichkeit, einzelne Leistungen genauer zu bewerten. 8

9 3. Wie wichtig ist für Sie die Prozesskostenrechnung für den wirtschaftlichen Erfolg der Einzelpraxen? sehr wichtig wichtig weniger wichtig unwichtig Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 9

10 4. Was erwarten Sie von der Prozesskostenrechnung für die Einzelpraxen? Entscheidungshilfe bei anstehenden Investitionen 9 Hinweise zur Leistungsoptimierung 12 Aussagen über profitable Leistungen 13 Rentabilität der Praxen 8 Sonstiges 6 Sonstiges: Ideen, Erfahrung, Steuerungsinstrument Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 48 10

11 C. Präventions- und Selbstzahlerleistungen Neben den Regelleistungen in der ärztlichen Praxis eröffnen Präventions- und Selbstzahlerleistungen zusätzliche Einnahmequellen. 11

12 5. Wie wichtig sind für Sie Präventions- und Selbstzahlerleistungen als gemeinsame Angebote im Netz? sehr wichtig wichtig weniger wichtig unwichtig 1 Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 12

13 6. Was erwarten Sie vom Angebot von Präventions- und Selbstzahlerleistungen als gemeinsame Angebote im Netz? Größeres Leistungsspektrum 11 Geringeren Aufwand durch Aufgabenteilung 9 Zusätzliche Einnahmen 21 Koordiniertes Leistungsangebot 14 Imagegewinn 14 Sonstiges Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 73 13

14 D. Regionale Versorgungskonzepte Bei regionalen Versorgungskonzepten handelt es sich um abgestimmte Behandlungen der Leistungserbringer mit dem Ziel, die Patienten in einer Region koordiniert und integriert zu versorgen. Selektivvertragliche regionale Versorgungskonzepte ermöglichen auch eine gesonderte Vergütung. 14

15 7. Wie wichtig sind für Sie regionale Versorgungskonzepte? sehr wichtig wichtig weniger wichtig unwichtig 0 1 Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 15

16 8. Welche Unterstützung benötigen Sie für den Aufbau regionaler Versorgungskonzepte? Unterstützung bei der Suche strategischer Partner 13 Unterstützung bei der Auswertung von Routinedaten der Netzpraxen 14 BWL-Know how 15 Unterstützung bei der Angebotserstellung 10 Beurteilungskompetenz für Konzeptideen 13 Sonstiges 5 Sonstiges: Unterstützung in Marketing, Vertrieb, Software, Rechtliches Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 70 16

17 E. Integrierte Behandlungspfade Für ein Ärztenetz können integrierte Behandlungspfade für einzelne Indikationen entwickelt werden, um die Patienten nach einem Standard zu behandeln. 17

18 9. Wie wichtig sind integrierte Behandlungspfade für Ihre Arbeit im Netz? sehr wichtig wichtig weniger wichtig unwichtig Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 18

19 10. Was erwarten Sie von der Einführung integrierter Behandlungspfade? Kosteneinsparungen 11 Kochbuchmedizin die dem Einzelnen nicht gerecht wird 0 Qualitativ verlässliche Leistungen für den Patienten 18 Besser organisierte Zusammenarbeit 20 Arbeit auf aktuellem Stand der Wissenschaft 15 Sonstiges 5 Sonstiges: Prozessoptimierung, effizientere Nutzung Facharztkapazitäten Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 69 19

20 20

21 11. Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte: Regionale Versorgungskonzepte und Vertragsmanagement Wie wichtig sind folgende Themen für Ihre Arbeit: 1 = sehr wichtig bis 4 = unwichtig Regionale Versorgungskonzepte 1,4 Vertragsmanagement 1,5 Integrierte Behandlungspfade 1,8 Präventions- und Selbstzahlerleistungen 2,0 Prozesskostenrechnung 2,2 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 21

22 11. Welcher Bereich ist aus Ihrer Sicht für die Weiterentwicklung Ihres Netzes am Wichtigsten? Regionale Versorgungskonzepte 16 Prozesskostenrechnung 1 Integrierte Behandlungspfade 12 Präventions- und Selbstzahlerleistungen 8 Verträgemanagement 10 Sonstiges Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 52 22

23 12. Die Arbeit in einem Netz ist wichtig: um akzeptierter Vertragspartner für Kassen zu sein 20 wegen des Austausches mit Kollegen 14 für die bessere Versorgung der Patienten 17 für den wirtschaftlichen Erfolg 14 zur Spezialisierung 1 für die Existenzsicherung 13 Sonstiges Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 52 23

24 IV und Arztnetze: Umfrage bei Krankenkassen 2009 Aktuell erschwerte Bedingungen für IV Verträge Unter Gesundheitsfondbedingungen geringe Bereitschaft, finanziell in Vorleistung zu treten (2009 / 2010) nach Anschubfinanzierung Überprüfung der IV-Projekte auf Wirtschaftlichkeit Praktische Probleme bei der Etablierung von IV bzw. Arztnetzen zu kleine Marktanteile der Kassen Management von Arztnetzen: Gesellschaftsform, professionelle GF flächendeckende IV-Verträge: bisher nur wenige 24 Umfrage bei 19 Krankenkassen 2009, Fryns Research

25 IV. Selektiv- und Kollektivverträge Tendenz zu Selektivverträgen Hausarztzentrierte Versorgung und IV BEK: 5% bis 10% des Umsatzes KKH: 10% bis 20% des Volumens GEK: 30% bis 40% des ambulanten Honorarvolumens DAK: 30% bis 50% des ambulanten Honorarvolumens TK: erwünscht, mehr Wettbewerb IKK: Tendenz steigend GWQ: Tendenz steigend, vor allem, wo schwache KVen 25 Umfrage bei 19 Krankenkassen 2009, Fryns Research

26 IV. Selektiv- und Kollektivverträge Statements Tendenz steigend, Selektivverträge sind sehr teuer Selektivverträge finden in den enormen Transaktionskosten ihre Grenze. Kassen können nur über Selektiv-Verträge im Wettbewerb ihr Gesicht zeigen. 26 Umfrage bei 19 Krankenkassen 2009, Fryns Research

27 13. Haben Sie in Ihrem Netz Selektivverträge geschlossen? 28% 32% Nein ja, indikationsbezogen (z.b. KHK) ja, populationsbezogen (z.b. Vollversorgung) 40% Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 25 27

28 15. Selektivverträge: Falls ja, mit welchen Kassen? AOK EK / VDEK BKK IKK sonstige / keine Angabe Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Nennungen 28 28

29 16. Gibt es für die Arzneimittelverodnungen in Ihrem Netz Vorgaben? 46% 54% Ja Nein Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten 26 29

30 17. Gibt es für die Arzneimittelverodnungen in Ihrem Netz Vorgaben? Wenn ja, welche? ausgewählte Generika Leitlinien / Behandlungspfade Empfehlungen durch AM- Kommission Positivliste Qualitätszirkel Zielvorgaben / Quoten Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 12 30

31 18. Was würden Sie sich betreffend der Arzneimittelverordnungen in Ihrem Netz wünschen? Positivliste 16 Behandlungspfade mit Arzneimitteln 10 Behandlungspfade mit Wirkstoffen 7 Leitsubstanzen 3 Therapiefreiheit bei innovativen Arzneimitteln 10 Sonstiges

32 19. Wie wird Verbindlichkeit in Ihrem Netz geregelt? Gar nicht 8 Sanktionen 4 Qualitätszirkel 13 Verordnungsübersicht 2 Beteiligung an Ausschüttung 8 Gewinnbeteiligung Bonus Sonstiges Sonstiges: Vertrag, Satzung Umfrage unter Netzvorständen 2009: Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 49 32

33 19. Wie wird Verbindlichkeit in Ihrem Netz geregelt? - Aggregierte Antworten - 4) Gar nicht 7 3) Sanktionen 4 2) Zirkel / Übersichten / Absprachen 13 1) Bonus / Gewinn / Beteiligung Umfrage unter Netzvorständen Anzahl der Antworten (inkl. Mehrfachantworten) 35 33

34 20. In welcher Größe (Anzahl Ärzte) liegt für Sie die Zukunft der Netze? Ärzte 13% > 200 Ärzte 8% < 10 Ärzte 8% Ärzte 13% Ärzte 58% 34

35 20. In welcher Größe (Anzahl Ärzte) liegt für Sie die Zukunft der Netze? Vergleich mit der aktuellen IST-Größe IST: Zukunft: > 200 Ärzte 20% < 10 Ärzte 4% Ärzte 20% Ärzte 13% > 200 Ärzte 8% < 10 Ärzte 8% Ärzte 13% Ärzte 8% Ärzte 48% Ärzte 58% 35

36 FAZIT: Alle vorgestellten Konzepte werden für die Netzarbeit als wichtig erachtet Unterschiede zwischen großen und kleinen Netzen und bei mehr und weniger organisierten Netzen Arzneimittelvorgaben unterschiedlich geregelt, eher qualitativ Hauptziel der Netzarbeit: akzeptierter Partner für Krankenkassen sein 36

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