10 Jahre handicap - 10 Jahre Unterstützung der betrieblichen Interessenvertretungen

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1 Jahreshauptversammlung 2014 der Vertrauenspersonen in den Betrieben der Hamburger Wirtschaft 10 Jahre handicap - 10 Jahre Unterstützung der betrieblichen Interessenvertretungen Beratungsstelle handicap Arbeit und Leben DGB/VHS Hamburg e.v. Iris Kamrath

2 Wer wir sind und woher wir kommen Ist ein gemeinnütziger Verein hat den Deutschen Gewerkschaftsbund und die Volkshochschule als Mitglieder führt arbeitnehmerorientierte Bildungs- und Beratungsprojekte durch seit 2004 führt Beratungen, Informationen und Veranstaltungen für betriebliche Interessenvertretungen zum Thema betriebliche Schwerbehindertenpolitik im Auftrag des Integrationsamtes Hamburg durch

3 10 Jahre handicap 10 Jahre Beratung der betrieblichen Interessenvertretungen in Zahlen über 650 Betriebe wurden von handicap beraten. über 1900 Beratungen fanden in dem Zeitraum statt. Insgesamt wurden ca betriebliche Arbeitnehmervertretungen beraten. Es gab insgesamt 42 eigene Veranstaltungen mit ca Teilnehmenden. Dabei wurden unterschiedliche Veranstaltungsformen angeboten: Workshops, Praxisrunden, Schulungen, Fachveranstaltungen mit externen Referenten und Netzwerkpartnern sowie zwei größere Fachtagungen zur Inklusion und zum demografischen Wandel.

4 Inklusion in der Arbeitswelt Nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention wurde in der Freien und Hansestadt Hamburg der Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK in Hamburg erarbeitet und verabschiedet. Unter dem Motto Menschen sind nicht behindert, Menschen werden behindert enthält er ein Bündel von 180 Maßnahmen zur Förderung der Inklusion. Das Handlungsfeld Arbeit und Beschäftigung benennt für den privaten Sektor folgende Ziele: Sensibilisierung von Unternehmen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen Verbesserung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen Förderung bzw. Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit durch berufliche Weiterbildung, Rehabilitation und Prävention

5 Rechte und Pflichten, eigenes Rollenverständnis der betrieblichen Arbeitnehmervertretungen Zu den Grundlagen der Arbeit gehört das Wissen um die eigenen Handlungsmöglichkeiten. Neben der Beratung führt handicap hier auch Veranstaltungen durch, z.b. zu den Themen Anträge und Stellungnahmen oder rechtliche Grundlagen und die Zusammenarbeit zwischen Betriebsräten und Schwerbehindertenvertretungen. Wahl der Schwerbehindertenvertretung Aktuell finden vom bis die regelmäßigen Wahlen der Schwerbehindertenvertretung statt. Handicap berät zu Fragen rund um die Wahl und führt am 12. Juni 2014 hierzu eine Informationsveranstaltung durch.

6 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) Die Arbeitnehmervertretungen werden über das seit 2004 im SGB XI 84,2 gesetzlich verankerte BEM informiert. Dazu gehören die Erarbeitung einer Betriebsvereinbarung Handlungsempfehlungen zu zentralen Fragen: -Wer ist wofür zuständig? -Wie werden die Beschäftigten über das BEM informiert? -Was ist wichtig, um den Datenschutz zu gewährleisten? -Welche Ansprechpartner intern und extern sind einzubeziehen? -Wie wird die Öffentlichkeitsarbeit gestaltet (z.b. Flyer des BEM-Teams)? -Welche Qualifikationen benötigt das BEM-Team? -Wie soll die Evaluation gestaltet werden? Praxisrunden mit der Methode der kollegialen Beratung

7 Integrationsvereinbarung Die Schwerbehindertenvertretungen haben ein Initiativrecht zum Abschluss einer Integrationsvereinbarung. Hier werden auf betrieblicher Ebene Regelungen getroffen z.b. zur Einstellung, Ausbildung oder Qualifizierung zugunsten von schwerbehinderten Beschäftigten Eine Mustervereinbarung wird erörtert, auf die betrieblichen Besonderheiten angepasst und die Möglichkeiten der Durchsetzung sowie Argumentationshilfen werden besprochen.

8 Einzelfallberatung Häufig wird handicap anhand konkreter Fälle von den Arbeitnehmervertretungen angesprochen. Hamburg hat gut ausgebaute Unterstützungsstrukturen. Handicap unterstützt die Interessenvertretungen, die richtigen Akteure einzubeziehen und die Fördermöglichkeiten zu kennen. Unterstützungsmöglichkeiten durch Integrationsamt / Rehabilitationsträger und weitere Akteure Neben den Informationen in den Beratungen stellen sich die Akteure und ihre Angebote auf Veranstaltungen von handicap vor, so dass Informationen und Kontakte vermittelt werden.

9 Demografischer Wandel handicap unterstützt bei der Altersstrukturanalyse, um die Situation im Unternehmen zu beleuchten. Wir bieten an, in Workshops Handlungspläne z.b. zu Personalführung und Rekrutierung, Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung, Qualifizierung und Kompetenzentwicklung oder Gesundheit und Arbeitsschutz zu erarbeiten. Ziel ist es, die Sensibilisierung für die Situation von älteren, schwerbehinderten oder von Schwerbehinderung bedrohten Arbeitnehmern zu erhöhen und alternsgerechte Arbeitsplätze zu gestalten sowie den Blick auf das Erwerbspotential auch auf Menschen mit Beeinträchtigungen zu lenken (Stichwort Fachkräftemangel)

10 Qualifizierung älterer und schwerbehinderter Menschen Über Veranstaltungen werden Informationen an die Arbeitnehmervertretungen gegeben, z.b. zur Rolle und den Aufgaben der betrieblichen Interessenvertretungen bei der Qualifizierungsplanung im Unternehmen. Informationen werden ebenfalls vermittelt über Fördermöglichkeiten für die Qualifizierung der Beschäftigten und die Weiterbildungsangebote, die es in Hamburg gibt.

11 Neueinstellungen von Menschen mit Behinderungen Die verschiedenen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen werden durch Beratungen sowie Veranstaltungen vermittelt. Tipp: Für die Rekrutierung von schwerbehinderten Bewerbern sollte bei allen frei werdenden Arbeitsplätzen eine Nachfrage bei den Reha-Beratern der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst (gelbe Liste) stattfinden. Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderungen handicap berät die Betriebe bezüglich der Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten, Jugendliche mit Beeinträchtigungen auszubilden oder zu beschäftigen.

12 Zwei aktuelle Hamburger Fördermöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen: Initiative Inklusion: Für die Einstellung von Auszubildenden bis 26 Jahre und Arbeitnehmer/innen ab 50 Jahre werden bis zu Euro Prämie gezahlt! Hamburger Budget für Arbeit: Schaffung des Übergangs aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) auf den ersten Arbeitsmarkt mit Betreuungsleistungen und bis zu 70% dauerhaftem Lohnkostenzuschuss

13 Die Angebote von handicap Einzelberatungen in den Betrieben Vorträge auf Schwerbehindertenversammlungen Vorträge auf Betriebsversammlungen Praxisrunden zum BEM Informationsveranstaltungen Schulungen Begleitung von Arbeitskreisen von Arbeitnehmervertretungen Fachtagungen Newsletter

14 Bei Interesse oder Beratungsbedarf - Sprechen Sie uns an! Abonieren Sie unseren Newsletter: Anmeldung unter oder schicken Sie eine Mail an (Adresse auch im Flyer > am Stand) Vielen Dank!

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