Das Ende des Geldes wie wir es kennen (Univ.-Prof.) Dr. Franz Hörmann Nürnberg, Dr.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Das Ende des Geldes wie wir es kennen (Univ.-Prof.) Dr. Franz Hörmann Nürnberg, 18.02.2012. http://www.franzhoermann.com Dr."

Transkript

1 Das Ende des Geldes wie wir es kennen (Univ.-Prof.) Dr. Franz Hörmann Nürnberg, Dr.

2 Das Ende des Geldes wie wir es kennen A.) Nullsummenspiel - Realwirtschaft Mein Export-Überschuss = Dein Import-Defizit Mein Vermögen = Deine Schulden Mein Gewinn = Dein Verlust B.) Geldschöpfung aus Luft C.) Kritik der Grundlagen D.) Alternative Sicht des Geldes

3 A.) Wachstum : Varianten a.) nachhaltig b.) linear c.) exponentiell = tödliches Wachstum

4 A.) Welt : Derivate - Volumen

5 A.) USA : Staatsschulden

6 B.) Geldschöpfung aus Luft Buchung: Forderung(Kunde) / Verbindlichkeit(Kunde) - Daraus folgt die revolutionäre Erkenntnis : Ohne SCHULDEN - gibt es auch kein GELD! - Aber wir müssen doch Sparen? Wenn 1 Wirtschaftssektor spart muss sich ein anderer (zumeist der Staat) im selben Ausmaß verschulden. - Massive Sparprogramme für Staaten (Griechenland) führen daher in die Rezession und zu sozialen Unruhen!

7 B.) Geldschöpfung aus Luft Buchung: Forderung(Kunde) / Verbindlichkeit(Kunde) Zinsbuchung: Forderung(Kunde) / Zinsertrag - Da die Gegenbuchung hier KEINE Verbindlichkeit involviert, wird auch für die Zinsen kein Geld geschöpft es existiert nicht in der Geldmenge - es müssen entweder neue Schulden aufgenommen oder - Sicherheiten liquidiert werden (= Enteignung!)

8 B.) Geldschöpfung aus Luft Natürlich ist nicht die Geldschöpfung aus Luft das Problem, sondern der Umstand, dass es sich dabei um eine doppelte Schuld (des Kreditnehmers UND der Bank) handelt, für welche die Zinsen im System nie erzeugt werden (als gesetzliche Zahlungsmittel!).

9 B.) Schulden + Zins(es-Zins)

10 B.) Schulden + Zins(es-Zins) Eigentlich ist es gut, dass die Menschen das Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh. (Henry Ford)

11 Das Kreditkarussell oder: wie unser Geld funktioniert Bank (A) A Kredit (100) Rechnung (200) Rechnung (100) C Bank (C) Kredit (200) Rechnung (400) Rechnung (300) Kredit (300) B Bank (B)

12 C.) Kritik der Grundlagen (2) Geldwirtschaft = Nullsummenspiel Geldwirtschaft = Nullsummenspiel Am Ende steht der Kampf Kooperation bietet mehr Möglichkeiten Beispiel Kartenspiele: Poker vs. Wizard Ethische Geldsysteme können keine Nullsummenspiele sein!

13 C.) Kritik der Grundlagen (3) Was ist GELD ( sollte GELD sein )? Was ist GELD ( sollte GELD sein )? Geld wird als (verzinste) Schuld erzeugt Die Zinsen existieren nicht in der Geldmenge Der gesunde Wettkampf der Realwirtschaft wird um nicht vorhandene Zinsen geführt Banken haben kein Kreditrisiko... benötigen keine dinglichen Sicherheiten! John Law, Subprime-Kredite, Kreditkartenrechnung,...,...

14 C.) Kritik der Grundlagen (4) - William K. Black: - The Best Way to Rob a Bank is To Own One

15 C.) Kritik der Grundlagen (5) Ein Preis ist eine Relation dimensionslos! Ein Wertverhältnis ist dimensionslos Krone, Mark, Taler,... waren herrschaftliche Transaktionserlaubnis-Symbole In der Demokratie werden sie nicht mehr benötigt! Mittels Angebot und Nachfrage kann aber auch damit geschachert werden Wechselkurs = Spekulation! China: Fei Lun (Das fliegende Rad)

16 C.) Kritik der Grundlagen (6) Gesellschaft als Kommunikationen Geschäftsbeziehungen bleiben nur aufrecht, wenn: Informationsinseln: Konkurrenz, Informationsasymmetrien Offene Netzwerke (+ Whistle Blower): Kooperation, ehrliche Informationen in Echtzeit Wenn Meinung A gegen Meinung B: Dekonstruktion und Co-Konstruktion von C

17 D.) Alternative Sicht des Geldes (1) Geld ist kein universelles Tauschmittel (??) Wertemaßstab (mit Eigenwert?) Wertaufbewahrungsmittel (??) Geld ist eine (geheime Staats-)RELIGION! Geld ist eine (geheime Staats-)RELIGION!

18 D.) Alternative Sicht des Geldes (2) Geld sollte sein eine Regel zur Verteilung von Gütern und Dienstleistungen in einer Gesellschaft. Zwei Probleme jeder Gesellschaft Produktion Verteilung Verkettung über Geldsystem erzeugt Konjunkturzyklen Korruption = Arbeit für Geld! Arbeit und Lebensstandard dürfen nicht von einander abhängig sein!

19 D.) Alternative Sicht des Geldes (3) Geldschöpfung kann auch ohne Schuld erfolgen Geld bildet Preise ab dimensionslos und hat daher auch keinen Eigenwert (Informations- vs. Warengeld) Die Gemeinschaft schöpft Geld transparent und demokratisch Wertvoll ist nur menschliches Verhalten

20 D.) Alternative Sicht des Geldes (4) Beispiel für die Buchung einer demokratischen Nationalbank : KASSA an EIGENKAPITAL (Geldschöpfung) das Eigenkapital ist auf alle Bürgerinnen und Bürger gestückelt Buchung bei Kauf: EIGENKAPITAL an KASSA (Geldvernichtung) Geld wird nicht weitergegeben (kein Kreislauf ) Ende des Nullsummenspiels!

21 D.) Alternative Sicht des Geldes (11) Frontend, Geldsystem Geld ist die Benutzerschnittstelle zwischen Individuum und Gesellschaft Ressourcen, Fähigkeiten

22 D.) Alternative Sicht des Geldes (5) Auch die Preissetzung muss in dieser zentralen Datenbank demokratisch gelöst werden! Vermeidung von Inflation Völlige Transparenz und Kooperation Kapazitätsausweitung statt Preiserhöhung! Geld mit Mascherl Funktionales Geld (mehrere Rechnungskreise = mehrdimensional!)

23 D.) Alternative Sicht des Geldes (6) Die Demokratie erzeugt die Geschäftsfall- Regeln (= Meta-Regeln) Funktionales Geld kann nur für die dafür bestimmten Zwecke verwendet werden Bei Missbrauch können alle Rechtsverhältnisse sofort wieder in den früheren Stand rückgeführt werden (= Rechtssicherheit) Ende der Medienbrüche (Plan, Vertrag, Vorleistung, Bezahlung)

24 D.) Alternative Sicht des Geldes (7) Elektronische Netzwerke Echtzeit-Kommunikation Elektronische Verträge und Rechnungen Elektronische Prozessketten Funktionales Geld

25 D.) Alternative Sicht des Geldes (8) Wenn ein Baukasten für elektronische Geldsysteme existiert... nach welchen Regeln entscheidet sich konkretes die Gesellschaft Geldsystem? für ein konkretes Geldsystem? Software-Objekte sind flexibel und lernfähig! Software-Objekte Dominanz menschlicher sind flexibel Werte über und das lernfähig! Geldsystem! Dominanz menschlicher Werte über das Geldsystem! Wenn ein Baukasten für elektronische Geldsysteme existiert... nach welchen Regeln entscheidet sich die Gesellschaft für ein

26 D.) Alternative Sicht des Geldes (9) Ein Geldsystem für die Wissensgesellschaft Die menschliche Entwicklung wird gefördert Kooperation anstatt Konkurrenz Es gibt nur noch (Einzel-)Unternehmer Entwicklung von Gemeingütern (Allmende) Wissensgesellschaft Kooperative Entscheidungsmechanismen (z.b.: Abstimmung ist nur möglich, nachdem Informationen ausgewertet wurden) Training der gruppen- und Schwarmintelligenz Gemeinschaftsnützliche Kreativität wird von der Gemeinschaft (mittels Kaufkraftschöpfung) belohnt!

27 D.) Alternative Sicht des Geldes (10)

28 D.) Alternative Sicht des Geldes (10)

29 D.) Alternative Sicht des Geldes (11) Frontend, Geldsystem Geld ist die Benutzerschnittstelle zwischen Individuum und Gesellschaft Ressourcen, Fähigkeiten

30 UN-Arbeitsorganisation: Soziale Unruhen in Europa drohen ILO: Risiko in westlichen Volkswirtschaften gestiegen

31 D.) Alternative Sicht des Geldes (10) Verzinstes Schuldgeld: Politisch am Ende!

32 A Simple Solution to the Debt Crisis

33 Why Do Banks Make so Much Money?

34 Die wahren Ursachen der Eurokrise

35 Die Zukunft beginnt heute!

Aufbruch in eine neue Gesellschaft (Univ.-Prof.) Dr. Franz Hörmann Wien, 10.03.2012. http://www.franzhoermann.com

Aufbruch in eine neue Gesellschaft (Univ.-Prof.) Dr. Franz Hörmann Wien, 10.03.2012. http://www.franzhoermann.com Aufbruch in eine neue Gesellschaft (Univ.-Prof.) Dr. Franz Hörmann Wien, 10.03.2012 http://www.franzhoermann.com Aufbruch in eine neue Gesellschaft A.) Notwendigkeit Wirtschaftssystem Ökologie und Freiheit

Mehr

Alles Geld auf der Welt sind nur Schulden

Alles Geld auf der Welt sind nur Schulden Seite 1 von 5 TT.com-Interview Alles Geld auf der Welt sind nur Schulden Geht es nach Franz Hörmann, gehört die Geldschöpfung in die Hand einer demokratischen Nationalbank, die über demokratische gesetzliche

Mehr

Das Ende des Geldes und was dann?

Das Ende des Geldes und was dann? Das Ende des Geldes und was dann? Die Wahrheit über das Geldsystem verursacht nicht selten einen Schock und ein Gefühl der Machtlosigkeit dies wird abgelöst von Frustration und Wut um dann darüber zu lachen

Mehr

VWL für Ingenieure. Kernpunkte. Programm Termin 9. Programm Termin 9. Programm Termin 9. Karl Betz

VWL für Ingenieure. Kernpunkte. Programm Termin 9. Programm Termin 9. Programm Termin 9. Karl Betz Kernpunkte Karl Betz VWL für Ingenieure Termin 9: GELD Gelddefinition / -eigenschaften Geldmengenaggregate: H, Mo, M1. Abgrenzung willkürlich Kriterium: Je höher die Geldmenge, desto weniger liquide Titel

Mehr

Vorwort Unruhige Zeiten Finanzmärkte unterliegen einem dynamischen Prozess. So weit so gut, der Satz aus dem Lehrbuch. Wer hätte geglaubt, dass Finanzmärkte und Konjunkturzyklen gleich so dynamisch werden?

Mehr

Die Schulden-Rückzahlungs-Illusion!!

Die Schulden-Rückzahlungs-Illusion!! Die Rückzahlung der Systemverschuldung ist unmöglich. Die Struktur dieses Systems führt über Jahrzehnte hinweg mit mathematischer Zwangsläufigkeit zu einer schleichenden Enteignung aller Völker durch die

Mehr

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Inhalt 1. Historischer Überblick 2. Traditionelle Argumente für Wachstum 3. Wie kommt es zu einem Wachstumszwang? 4.

Mehr

Wachstumszwang und Umverteilung durch das Geldsystem

Wachstumszwang und Umverteilung durch das Geldsystem Leszek Wisniewski / trend.at Markus Bormann / Fotolia Wachstumszwang und Umverteilung durch das Geldsystem Dr. Dag Schulze Kongress 100% Erneuerbare Energie Regionen Kassel, 11. November 015 500.org Das

Mehr

Euro-Bonds und EU-Wirtschaftsdiktatur Drucken

Euro-Bonds und EU-Wirtschaftsdiktatur Drucken Euro-Bonds und EU-Wirtschaftsdiktatur Drucken 23.08.2011 Die Schuldenkrise bildet die Drohkulisse, um den nächsten unausweichlichen Schritt hin zu einer politischen Union vom Bürger abzufordern. - Nicht

Mehr

Dr. Ulrich Mössner Grundbegriffe der Volkswirtschaft und was dahinter steckt

Dr. Ulrich Mössner Grundbegriffe der Volkswirtschaft und was dahinter steckt Dr. Ulrich Mössner Grundbegriffe der Volkswirtschaft und was dahinter steckt Der volkswirtschaftliche Kreislauf Entwicklung (Agrar, Gewerbe, Dienstleist.) Arbeitsteilung (Vor- und Nachteile) Geld und Geldwert

Mehr

Prof. Dr. Margrit Kennedy OCCUPY MONEY Ist ein Nebeneinander von staatlichen und privaten Geldern möglich?

Prof. Dr. Margrit Kennedy OCCUPY MONEY Ist ein Nebeneinander von staatlichen und privaten Geldern möglich? Prof. Dr. Margrit Kennedy OCCUPY MONEY Ist ein Nebeneinander von staatlichen und privaten Geldern möglich? Tagung: Universität Zürich 02.06.2012 Vollgeld oder Systemkrise? Wie Staatsschulden abgebaut und

Mehr

Grundlagen der Ökonomie

Grundlagen der Ökonomie Jürgen Kremer Grundlagen der Ökonomie Geldsysteme, Zinsen, Wachstum und die Polarisierung der Gesellschaft 2., überarbeitete und erweiterte Auflage Metropolis Verlag Marburg 2013 Copyright Cartoons: Karl

Mehr

Grundlagen der Ökonomie

Grundlagen der Ökonomie Jürgen Kremer Grundlagen der Ökonomie Geldsysteme, Zinsen, Wachstum und die Polarisierung der Gesellschaft 2., überarbeitete und erweiterte Auflage Metropolis Verlag Marburg 2013 Inhaltsverzeichnis Vorwort

Mehr

des Titels»Die Krise ist vorbei«von Daniel Stelter (978-3-89879-875-4) 2014 by FinanzBuch Verlag, Münchner Verlagsgruppe GmbH, München Nähere

des Titels»Die Krise ist vorbei«von Daniel Stelter (978-3-89879-875-4) 2014 by FinanzBuch Verlag, Münchner Verlagsgruppe GmbH, München Nähere des Titels»ie Krise ist vorbei«von aniel Stelter (978-3-89879-875-4) des Titels»ie Krise ist vorbei«von aniel Stelter (978-3-89879-875-4) So nutzen Sie das Buch Ohne große Worte zeigen Abbildungen die

Mehr

die Schweiz vor zukünftigen Finanzkrisen schützen!

die Schweiz vor zukünftigen Finanzkrisen schützen! die Schweiz vor zukünftigen Finanzkrisen schützen! Können wir das? Ja, wir können! Indem wir die wesentliche Ursache der Finanzkrisen beseitigen: 90 Prozent unseres Geldes erzeugen heute die Banken nämlich

Mehr

Das Geldangebot. 2.1 Wichtige Begriffe. 2.2 Geldschöpfung und -vernichtung. 2.3 Das Multiplikatormodell. 2.4 Die endogen bestimmte Geldmenge

Das Geldangebot. 2.1 Wichtige Begriffe. 2.2 Geldschöpfung und -vernichtung. 2.3 Das Multiplikatormodell. 2.4 Die endogen bestimmte Geldmenge Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl-WiWi Sabrina Böck Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2007/2008

Mehr

informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24.

informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24. informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24. Oktober 2013 Inflation Was genau ist Inflation eigentlich? Definition Inflation Inflation

Mehr

Eine andere unsichtbare Hand des Marktes

Eine andere unsichtbare Hand des Marktes Eine andere unsichtbare Hand des Marktes Prof. Dr. Jürgen Kremer 2012 Die Polarisierung der Gesellschaft Ursachen und Reformvorschläge Prof. Dr. Jürgen Kremer (2012) Eine andere unsichtbare Hand Polarisierung

Mehr

www.geld-ist-genug-da.eu

www.geld-ist-genug-da.eu www.geld-ist-genug-da.eu - Geld ist genug da. Zeit für Steuergerechtigkeit Wir wollen ein Europa, in dem jeder Mensch Arbeit findet und davon in Würde leben kann. Wir wollen ein Europa, in dem erwerbslose,

Mehr

Problemdimensionen im Weltfinanzsystem. Welche wesentlichen Parameter bestimmen die Stabilität bzw.

Problemdimensionen im Weltfinanzsystem. Welche wesentlichen Parameter bestimmen die Stabilität bzw. - 1 - Problemdimensionen im Weltfinanzsystem Dirk Solte Welche wesentlichen Parameter bestimmen die Stabilität bzw. Instabilität des Weltfinanzsystems? Das erste Kriterium ist die Liquidität, also die

Mehr

Was ist Geld und wenn ja, warum hab ich keins?

Was ist Geld und wenn ja, warum hab ich keins? Was ist Geld und wenn ja, warum hab ich keins? Prof. Dr. Jürgen Kremer 2013 Prof. Dr. Jürgen Kremer (2013) Was ist Geld und wenn ja,... warum hab ich keins? 1 / 31 Gliederung 1 Geldsysteme 2 Eine andere

Mehr

1923, ein Ei kostete 80 Millionen Mark Inflation

1923, ein Ei kostete 80 Millionen Mark Inflation Geld / Zahlungsmittel 1 1 Wann gab es in Deutschland eine galoppierende Inflation? 2 Wenn eine Regierung immer mehr Geld druckt, um ihre Importe zu finanzieren, führt das auf lange Sicht zur 3 Wenn die

Mehr

Mag. Gottfried Kögler. Geld das bekannte & unbekannte 11.6.2010

Mag. Gottfried Kögler. Geld das bekannte & unbekannte 11.6.2010 Mag. Gottfried Kögler Geld das bekannte & unbekannte Medium der Marktwirtschaft 2 Wi t h ft did ktikk 2. Wirtschaftsdidaktikkongress 11.6.2010 Geld das unbekannte Medium der Marktwirtschaft Themenfelder/Fragestellungen,

Mehr

Sebastian Kunze. Geld. arbeitet. nicht. Ein Aufklärungsbuch über unser Geldsystem

Sebastian Kunze. Geld. arbeitet. nicht. Ein Aufklärungsbuch über unser Geldsystem Sebastian Kunze Geld arbeitet nicht. Ein Aufklärungsbuch über unser Geldsystem 1 2 Vorwort Seit 2008 sehen wir eine Abfolge von Krisen, die kein Ende zu nehmen scheint. Immobilienkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise,

Mehr

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Tagebuch Internet-Blog Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Repetition Begriffe: Der Wirtschaftsmensch-

Mehr

Was ist Geld? Betrachtung des Weltfinanzsystems. Dr. Dirk Solte 25. Mai 2009 FAW/n, Lehrstuhl für Informatik. solte@faw-neu-ulm.de

Was ist Geld? Betrachtung des Weltfinanzsystems. Dr. Dirk Solte 25. Mai 2009 FAW/n, Lehrstuhl für Informatik. solte@faw-neu-ulm.de Dr. Dirk Solte 25. Mai 2009 FAW/n, Lehrstuhl für Informatik Was ist Geld? Betrachtung des Weltfinanzsystems solte@faw-neu-ulm.de Seite 2 Bretton Woods (1) Benannt nach einem Ort in New Hampshire Währungssystem

Mehr

A P H O R I S M E N. Ein Liegstuhl auf der F inanz T itanic

A P H O R I S M E N. Ein Liegstuhl auf der F inanz T itanic A P H O R I S M E N VON F. T. Ein Liegstuhl auf der F inanz T itanic Es war alles kreditfinanziert und nicht real. Das teuerste und heimtückischte überhaupt, der Preis für die Scheinblüte wird Inflation

Mehr

Unser Finanzsystem Die Arbeiter arbeiten hart für ihr Geld

Unser Finanzsystem Die Arbeiter arbeiten hart für ihr Geld Unser Finanzsystem Die Arbeiter arbeiten hart für ihr Geld Unser Finanzsystem Die Arbeiter zahlen Steuern Unser Finanzsystem Arbeiter zahlen unter dem Mantel der Steuer Zinsen für die Staatsschulden über

Mehr

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Spiegel-Online

Mehr

Margrit Kennedy Komplementär- Währungen neue Geldentwürfe lösen ein uraltes Problem

Margrit Kennedy Komplementär- Währungen neue Geldentwürfe lösen ein uraltes Problem Margrit Kennedy Komplementär- Währungen neue Geldentwürfe lösen ein uraltes Problem Warum haben wir ein Geld-Problem? Zunahme Missverständnis 1: Geld und Zins können auf Dauer kontinuierlich wachsen c

Mehr

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste.

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. Seite 1 von 5 1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. rottmeyer.de /1-140-000-000-000-euro-fuers-erste/ von Thorsten Polleit Zusammenfassung Der EZB-Rat gibt den Startschuss zum QE also zur Monetisierung der

Mehr

Krise des Fordismus Trendbruch der 70er-Jahre

Krise des Fordismus Trendbruch der 70er-Jahre Krise des Fordismus Trendbruch der 70er-Jahre Gründe: Verlagerung der gesellschaftlichen Bedürfnisse in Bereiche mit geringeren Rationalisierungsmöglichkeiten bezüglich Zeitökonomie wie Bildung und Gesundheitswesen

Mehr

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 11.12.2014 Jürgen Leibiger, 11.12.2014 Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 1. Die schwäbischen Hausfrau und das Schuldenmanagement des Staates 2. Ursachen der Staatsverschuldung und Euro-Krise

Mehr

Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen

Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen Mathias Binswanger Geld aus dem Nichts Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen WlLEY WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung: Warum wir den Prozess der Geldschöpfung

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 7

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 7 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 7 Kapitel 1 Kritik an der gegenwärtigen Volkswirtschaftslehre... 19 1.1 DieUnternehmenstheorie... 20 1.1.1 Produktionsmengen, Preise und die Nachfragekurve. 21 1.1.2 MonopoleundPolypole...

Mehr

Fragen zum Gesellschaftsspiel

Fragen zum Gesellschaftsspiel 1. Welche Herkunft hat das Wort Geld? a) slavisch b) griechisch c) arabisch d) lateinisch 2. Was ist die Hauptfunktion des Geldes? a) Zahlungsmittel b) Tauschmittel-Funktion 3. Was war vor dem Geld? a)

Mehr

Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank

Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank iconomix-fachtagung Bern, 7. September 2013 Carlos Lenz, Leiter Inflationsprognosen, SNB Zürich Was ist Geld? Wer schöpft Geld? Was hat Geldschöpfung

Mehr

Grundlagen der Geldtheorie

Grundlagen der Geldtheorie Kapitel Grundlagen der Geldtheorie. Denition und Funktion des Geldes Denition Geld ist ein Medium, welches im Rahmen des Zahlungsverkehrs zur Bezahlung von Gütern und Leistungen, oder zur Abdeckung von

Mehr

Die Vollgeldreform ein neuer Finanzmarkt

Die Vollgeldreform ein neuer Finanzmarkt Forum NSW vom 13. Januar 2012 Die Vollgeldreform ein neuer Finanzmarkt Hansruedi Weber, Präsident des Vereins Monetäre Modernisierung Buchgeldschöpfung der Banken Fraktionale Reserve und multiple Geldschöpfung:

Mehr

Geld und Währung. Übungsfragen. Geld

Geld und Währung. Übungsfragen. Geld Universität Ulm 89069 Ulm Germany Prof. Dr. Werner Smolny Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Institutsdirektor Wintersemester

Mehr

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Wellenreiter-Kolumne vom 02. November 2014 Ein Hypothekendarlehen mit 10jähriger Laufzeit ist in Japan für 1,3 bis 1,5 Prozent zu haben. Daran hat sich in den letzten

Mehr

Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. Für wen ist leichte Sprache?

Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. Für wen ist leichte Sprache? Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. geschrieben in leichter Sprache Für wen ist leichte Sprache? Jeder Mensch kann Texte in Leichter Sprache

Mehr

Das Wachstumsdilemma

Das Wachstumsdilemma Das Wachstumsdilemma Prof. Dr. Wolfgang Ertel Hochschule Ravensburg-Weingarten Wochen der Sozialen Gerechtigkeit, katholische Erwachsenenbildung Bodenseekreis Tettnang, 8.10.2012 Die Wirtschaft muss wachsen!

Mehr

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit?

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit? Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit? Grexit sind eigentlich 2 Wörter. 1. Griechenland 2. Exit Exit ist ein englisches Wort. Es bedeutet: Ausgang. Aber was haben diese 2 Sachen mit-einander zu tun?

Mehr

Ist Österreichs Föderalismus am Ende?

Ist Österreichs Föderalismus am Ende? Ist Österreichs Föderalismus am Ende? Kommunale Sommergespräche Bad Aussee, 25. Juli 213 Dr. Franz Schellhorn Förderalismus ist zwar gut, aber für eine kleines Land wie Österreich zu teuer Gibt es in Österreich

Mehr

Warum eine Geldreform dringend notwendig ist

Warum eine Geldreform dringend notwendig ist Warum eine Geldreform dringend notwendig ist von Mark Joób In den letzten Jahren ist das Geldsystem als zentrales Element der Wirtschaft in der Öffentlichkeit wiederentdeckt worden. Als Reaktion auf die

Mehr

Nachhaltige Finanzierung Posten 4, 1.OG1 Lehrerinformation

Nachhaltige Finanzierung Posten 4, 1.OG1 Lehrerinformation Lehrerinformation 1/5 Arbeitsauftrag Ziel Die SuS erleben virtuell, welche Wirkung sie mit den täglichen Finanzentscheidungen erzielen. Auf spielerische Art lernen die SuS Neues zum nachhaltigen Umgang

Mehr

Was Sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten

Was Sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten Rainer Hank Hg. Erklär'mir die Welt Was Sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten ^ranffurterallgemeine Buch Inhalt Warum ist die Wirtschaft unser Schicksal? 9 Geld regiert die Welt 1 Warum brauchen

Mehr

12.06.2014 Berliner VGR-Kolloquium WIRTSCHAFTSKREISLAUF UND VOLKSWIRTSCHAFTLICHE GESAMTGRÖßEN.

12.06.2014 Berliner VGR-Kolloquium WIRTSCHAFTSKREISLAUF UND VOLKSWIRTSCHAFTLICHE GESAMTGRÖßEN. 12.06.2014 Berliner VGR-Kolloquium WIRTSCHAFTSKREISLAUF UND VOLKSWIRTSCHAFTLICHE GESAMTGRÖßEN. Zur Entstehung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen in der Zwischenkriegszeit Klaus Voy Themen Nationale

Mehr

Eine monetäre Modernisierung

Eine monetäre Modernisierung Eine monetäre Modernisierung Die Vollgeldreform...schafft krisensicheres Geld!...stoppt Spekulations-Exzesse!...verhindert too big to fail!...stabilisiert die Wirtschaft!...kontrolliert die Geldmenge!...verteilt

Mehr

Risiko in den Wirtschaftswissenschaften

Risiko in den Wirtschaftswissenschaften Risiko in den Wirtschaftswissenschaften Referat zum Seminar Soziologie des Risikos Sommersemester 2013 Matr. Nr.: 3878408 Übersicht! Aktuelles politisches Geschehen! Definition Risiko! Zins! Zinstheorien!

Mehr

Kreislaufdarstellungen von Finanz- und Realwirtschaft. Produktion notwendiger Ausgangspunkt? Berliner VGR-Kolloquium 2011

Kreislaufdarstellungen von Finanz- und Realwirtschaft. Produktion notwendiger Ausgangspunkt? Berliner VGR-Kolloquium 2011 Berlin, den 30. Juni 2011 Klaus Voy Kreislaufdarstellungen von Finanz- und Realwirtschaft Produktion notwendiger Ausgangspunkt? Berliner VGR-Kolloquium 2011 2 Inhaltsübersicht Einleitendes Wörter und Begriffe

Mehr

P R E S S E K O N F E R E N Z

P R E S S E K O N F E R E N Z P R E S S E K O N F E R E N Z mit LH-Stv. Franz Hiesl Grüne-Wohnbausprecherin LAbg. Maria Wageneder OÖVP-Wohnbausprecher LAbg. Mag. Thomas Stelzer Freitag, 28. November 2008, 10.00 Uhr, Presseclub, Ursulinenhof,

Mehr

Hochschule Rhein-Main. Sommersemester 2015

Hochschule Rhein-Main. Sommersemester 2015 von Vorlesung Hochschule Rhein-Main Sommersemester 2015 Dr. Roland Stamm 4. Mai 2015 von Diskontfaktoren: Legt man heute (in t) 1 Einheit bis T an, und erhält dafür in T insgesamt x zurück (mit Zinseszins,

Mehr

Kassa- und Terminmarkt. Am Beispiel des Devisenmarkts

Kassa- und Terminmarkt. Am Beispiel des Devisenmarkts Kassa- und Terminmarkt Am Beispiel des Devisenmarkts Unterschied zwischen Kassa- und Terminmarkt Kassageschäft Geschäftsabschluß Lieferung und Bezahlung Zeitpunkt Zeitpunkt "heute" Laufzeit "morgen" Zeit

Mehr

Löse Dich von dem Ding Geld Bild.

Löse Dich von dem Ding Geld Bild. Löse Dich von dem Ding Geld Bild. Die Zahl selbst ist dein Geld, eine Zahl ist kein Ding, es ist eine Information. Drei Teilnehmer, zwei Geld Kreisläufe. Ein Kredit wird vergeben (Geldschöpfung) Bei der

Mehr

Wirtschaftsaussichten 2015

Wirtschaftsaussichten 2015 Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Wirtschaftsaussichten 2015 Vortrag beim Rotary Club Hamburg Wandsbek 5. Januar 2015 Hoffnungen in 2015 1. Wirtschaftswachstum positiv (global, EU, Deutschland) 2. Reformfrüchte

Mehr

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Rolle der Staatsschuld Trend zu höheren Schulden: «lieber ein paar Mrd. mehr Schulden

Mehr

Makro. Technisches. Programm Termin 4. Wie funktioniert Geld? Geld und Nachfrage. Karl Betz

Makro. Technisches. Programm Termin 4. Wie funktioniert Geld? Geld und Nachfrage. Karl Betz Karl Betz Makro Termin 4: Geld Technisches Worüber reden wir grade (Geld-Definition(en)) Analyseinstrumente: Bilanz / T-Konto Programm Termin 4 Wie funktioniert Geld? Lernziele Technisches Wie funktioniert

Mehr

Die Gemeinwohl-Ökonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie Die Gemeinwohl-Ökonomie Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft Von Christian Felber Mit Gitta Walchner www.gemeinwohl-oekonomie.org Nichts Neues im Abendland Wirtschaft, die nur auf Geldgewinn ausgerichtet

Mehr

SSC Basismodulprüfung Stufe Berufsprüfung Musterprüfung mit Musterlösungen. Fach: Volkswirtschaftslehre (Basiswissen) Kandidat/in: 7 Aufgaben

SSC Basismodulprüfung Stufe Berufsprüfung Musterprüfung mit Musterlösungen. Fach: Volkswirtschaftslehre (Basiswissen) Kandidat/in: 7 Aufgaben SwissSupplyChain SSC Basismodulprüfung Stufe Berufsprüfung Musterprüfung mit Musterlösungen Fach: Volkswirtschaftslehre (Basiswissen) 7 Aufgaben Mögliche Gesamtpunkte: 60 Erreichte Punkte: Kandidat/in:

Mehr

Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse

Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse und Devisenmarkt 3.

Mehr

Warren Buffett über das Risikomanagement: Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser gegangen ist.

Warren Buffett über das Risikomanagement: Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser gegangen ist. Ausgabe Nr. 26 3. August 2011 Seite 1 von 8 Warren Buffett über das Risikomanagement: Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser gegangen ist. Unsere Themen: Schwerpunktthema Schwellenländer

Mehr

Ungleichheit, Umverteilung und Öffentliches Kapital. Giacomo Corneo Berlin, 9. Oktober 2015

Ungleichheit, Umverteilung und Öffentliches Kapital. Giacomo Corneo Berlin, 9. Oktober 2015 Ungleichheit, Umverteilung und Öffentliches Kapital Giacomo Corneo Berlin, 9. Oktober 2015 Das europäische Projekt einer guten Gesellschaft basiert auf: Realer Demokratie Dynamischer Marktwirtschaft Großzügigem

Mehr

Das Welt- Währungssystem

Das Welt- Währungssystem Das Welt- Währungssystem Helga Wieser & Corina Wallensteiner Überblick Bimetall-Standard Gold Standard (1870-1914) Zwischenkriegszeit (1918-1939) Warum funktionierte Bretton Woods nicht? Wie sieht es heute

Mehr

Wie funktioniert eine Bank?

Wie funktioniert eine Bank? Wie funktioniert eine Bank? Prof. Dr. Curdin Derungs 09. September 2015 Mitglied der FHO Fachhochschule Ostschweiz Seite 1 Eine kleine Aufgabe zum Einstieg Begrüssungsaufgabe 1. Nimm Deine Namenstafel.

Mehr

Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch?

Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch? Europäische Wirtschaftspolitik: Was läuft falsch? Prof. Dr. Sebastian Dullien Konferenz Neue Wirtschaftspolitik in der EU: Wohlstand für Wen? 28. Juni 2011, Wien Programm 1. Die Euro-Krise: Mehr als eine

Mehr

Finanzmarkttrends. 5 Feber Robert J. Hill Institut für Volkswirtschaftslehre Karl Franzens Universität Graz. Economics 2010

Finanzmarkttrends. 5 Feber Robert J. Hill Institut für Volkswirtschaftslehre Karl Franzens Universität Graz. Economics 2010 Finanzmarkttrends 5 Feber 2010 Robert J. Hill Institut für Volkswirtschaftslehre Karl Franzens Universität Graz Economics 2010 1 (1) Was war der Auslöser für die Finanzkrise? Auslöser waren der extreme

Mehr

3. Pressekonferenz AUSWEG aus der KRISE

3. Pressekonferenz AUSWEG aus der KRISE 3. Pressekonferenz AUSWEG aus der KRISE 1. Alternative Geldsysteme für eine Südtiroler Komplementärwährung 2. Südtiroler Zentral Bank Freikauf underlangen einer weitreichenden Finanzautonomie 3. Vorstellung

Mehr

Kreditvergabe durch Nicht-Banken: Systemisches Risiko oder Ergänzung zum Bankkredit? Dr. Markus Demary Finanzmarkt Round-Table 29.

Kreditvergabe durch Nicht-Banken: Systemisches Risiko oder Ergänzung zum Bankkredit? Dr. Markus Demary Finanzmarkt Round-Table 29. Kreditvergabe durch Nicht-Banken: Systemisches Risiko oder Ergänzung zum Bankkredit? Dr. Markus Demary Finanzmarkt Round-Table 29. April 2015 Frankfurt am Main Die Zukunft der Banken Wettbewerb - Digitale

Mehr

Konjunktur- und Wachstumspolitik. Tagebuch Internet-Blog. Datum: 9. März 2010 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Prof. Dr.

Konjunktur- und Wachstumspolitik. Tagebuch Internet-Blog. Datum: 9. März 2010 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Prof. Dr. Tagebuch Internet-Blog Datum: 9. März 2010 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Prof. Dr. Roman Dörig Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Was sind die Ursachen der Inflation? 1. Den Monetaristischer

Mehr

Globale Finanz- und und Wirtschaftskrise

Globale Finanz- und und Wirtschaftskrise Globale Finanz- und und Wirtschaftskrise Prozentuale Veränderung des des BIP* BIP* im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich im Vergleich zum Vorjahr, zum Vorjahr, Stand: Stand: April 2010 April 2010 * Bruttoinlandsprodukt,

Mehr

Zeit, Zinsen, Zentralbanken Geldpolitik am Scheideweg

Zeit, Zinsen, Zentralbanken Geldpolitik am Scheideweg Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Öffentliche Vorträge zur Kieler Woche Kiel, 26. Juni 2015 Zeit, Zinsen, Zentralbanken Geldpolitik am Scheideweg Prof. Dr. Stefan Kooths Prognosezentrum

Mehr

7 Geld und Währung. Geld

7 Geld und Währung. Geld 7 Geld und Währung Welche Bedeutung hat unser Geld für uns und für die Wirtschaft? Hat Bargeld überhaupt noch Zukunft? Hat es Folgen für unsere Geldbörse, wenn sich der Geldwert verändert? Haben wir zur

Mehr

Günter Emde. Fließendes Geld. Ein notwendiger Schritt zu einer menschenwürdigen Lebensordnung

Günter Emde. Fließendes Geld. Ein notwendiger Schritt zu einer menschenwürdigen Lebensordnung Günter Emde Fließendes Geld Ein notwendiger Schritt zu einer menschenwürdigen Lebensordnung 1. Die heutige Situation 2. Wie kann die Situation verbessert werden? 3. Was können wir tun? Vortrag im Inselkreis

Mehr

Währungssysteme in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg (11.4.)

Währungssysteme in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg (11.4.) Währungssysteme in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg (11.4.) Text: Hitirs, T. (2003): European Union Economics, Prentice Hall, pp. 127-154 1.Hinweis: Der Aufsatzteil zu optimalen Währungsräumen (Kapitel

Mehr

Makroökonomie I: Vorlesung # 10 Geld und die Geldnachfrage

Makroökonomie I: Vorlesung # 10 Geld und die Geldnachfrage Makroökonomie I: Vorlesung # 10 Geld und die Geldnachfrage 1 Vorlesung Nr #10 1. Was ist Geld? Ein Exkurs 2. Die Definition von Geld nach Jevons... 3.... und aus moderner Sicht 4. Die Geldnachfrage 5.

Mehr

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Ja zu Vorschlägen, die - Vermögen und Kapitaleinkommen höher besteuern und ein gerechteres Steuersystem

Mehr

Chancen des nachhaltigen Investierens. - Tipps aus der Beratungspraxis -

Chancen des nachhaltigen Investierens. - Tipps aus der Beratungspraxis - Chancen des nachhaltigen Investierens - Tipps aus der Beratungspraxis - Unsere Dienstleistungen Nachhaltigkeit, Risiko und Rendite in Balance Fachbeiträge für soziale Nachhaltigkeit und Mikrofinanz. Institutionelle

Mehr

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation?

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Monetisierung von Staatschulden kann erfolgen durch... Ankauf von Staatsschulden auf dem Primärmarkt (der EZB verboten) Ankauf von Staatsschulden

Mehr

Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat

Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat John Maynard Keynes (1883-1946) General Theory of Employment, Interest and Money (1936) Keynes zweifelt an der Selbstregulierungsfähigkeit der Wirtschaft

Mehr

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation Inflation Unsere Serie Was ist eigentlich... behandelt aktuelle und viel diskutierte Themen, die beim Nicht-Spezialisten eine gewisse Unsicherheit hinterlassen. Wir wollen das Thema jeweils einfach und

Mehr

In Realität ist das alles noch viel komplizierter. In Wahrheit aber ist es einfach.

In Realität ist das alles noch viel komplizierter. In Wahrheit aber ist es einfach. Positionspapier Vollgeldreform Autorenteam: Jean S. Luna, Barbara Seiler Vorbemerkung In Realität ist das alles noch viel komplizierter. In Wahrheit aber ist es einfach. Trotz der Länge diese Papiers ist

Mehr

Kassa- und Terminmarkt. Am Beispiel des Devisenmarkts

Kassa- und Terminmarkt. Am Beispiel des Devisenmarkts Kassa- und Terminmarkt Am Beispiel des Devisenmarkts Unterschied zwischen Kassa- und Terminmarkt Kassageschäft Geschäftsabschluß Lieferung und Bezahlung Zeitpunkt Zeitpunkt "heute" Laufzeit "morgen" Zeit

Mehr

Anlageentscheidung. Wofür würdest du eigentlich sparen? 1 Sparen + Anlegen. Nele + Freunde. Sparmotive

Anlageentscheidung. Wofür würdest du eigentlich sparen? 1 Sparen + Anlegen. Nele + Freunde. Sparmotive 1 Wofür würdest du eigentlich sparen? Endlich 16 Jahre alt! Die Geburtstagsfeier war super, alle waren da. Und Nele hat tolle Geschenke bekommen. Das Beste kam allerdings zum Schluss, als die Großeltern

Mehr

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen 08. November 2011, Frankfurt a.m. Volkswirtschaft, Makroökonomie Der Eurogipfel: die wichtigsten Resultate Wichtige Fortschritte, aber Herausforderungen bleiben groß:

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien DIE SPARSAMEN DEUTSCHEN Die Deutschen sind ein Volk der Sparer. Sie geben nicht ihr ganzes verdiente Geld auf einmal aus, sondern bringen es zur Bank so lautet zumindest das Klischee. Doch dass an diesem

Mehr

Methode Nr. 1: Die einfachste und primitivste Abzockmethode. direkte persönliche Konfrontation. Bedrohe einfach jemanden, mit einer Waffe,

Methode Nr. 1: Die einfachste und primitivste Abzockmethode. direkte persönliche Konfrontation. Bedrohe einfach jemanden, mit einer Waffe, - Eine Satire - Methode Nr. 1: Die einfachste und primitivste Abzockmethode ist die direkte persönliche Konfrontation. Bedrohe einfach jemanden, am besten mit einer Waffe, und sage, dass er sein Geld und

Mehr

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Prof. Dr. Clemens Fuest Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Braunkohletag, Köln, 16. Mai 2013 I. Ursachen

Mehr

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Seminar: Geld ist genug da? Möglichkeiten zur Finanzierung einer neuen Wirtschafts- und Sozialpolitik 17.9.211, DGB Region Niedersachsen-Mitte, Celle Florian

Mehr

Krisen. (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP)

Krisen. (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP) Krisen (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP) Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Internationale Wirtschaftspolitik Lehrstuhlinhaber: Prof.

Mehr

Bitcoin Geld ohne Banken? Swiss Banking Operations Forum, Zürich, 6. Mai 2014 Beat Weber, Oesterreichische Nationalbank

Bitcoin Geld ohne Banken? Swiss Banking Operations Forum, Zürich, 6. Mai 2014 Beat Weber, Oesterreichische Nationalbank Bitcoin Geld ohne Banken? Swiss Banking Operations Forum, Zürich, 6. Mai 2014 Beat Weber, Oesterreichische Nationalbank Was ist Bitcoin? Anspruch: Eine private Internet-Alternative zur Welt der Banken

Mehr

»Auszug aus Nicht lesen! Bankgeheimnis«

»Auszug aus Nicht lesen! Bankgeheimnis« 1 »«wollte Werner Wildschwein wissen.»es gibt einige wenige Finanzberater, die die Situation genau kennen und ihre Klienten entsprechend beraten. Wenn du von einem solchen beraten werden willst, dann schreib

Mehr

Teil I Einleitung 19. Teil II Die kurze Frist 83

Teil I Einleitung 19. Teil II Die kurze Frist 83 Inhaltsverzeichnis Vorwort 13 Teil I Einleitung 19 Kapitel 1 Eine Reise um die Welt 21 1.1 Ein Blick auf die makroökonomischen Daten................................... 23 1.2 Die Entstehung der Finanzkrise

Mehr

Notwendigkeit einer Vollgeldreform

Notwendigkeit einer Vollgeldreform 1 Notwendigkeit einer Vollgeldreform Über uns Die Monetative e.v. gemeinnütziger Verein mit Gründung 2012 Ca. 80 Mitglieder: Professoren, Lehrer, Unternehmens- und Steuerberater, Künstler, Politikwissenschaftler,

Mehr

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe»

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Schweiz am Sonntag / MLZ; 12.07.2015; Seite 2 Sonntags-Thema «Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Der deutsche Starökonom Heiner Flassbeck, ehemals Chefökonom der

Mehr

WIE IST DIE IDEE ZU DIESEM BUCH ENTSTANDEN, UND WARUM SCHREIBE ICH DIESES BUCH? 15. 1. Warum braucht man eigentlich Geld? 19

WIE IST DIE IDEE ZU DIESEM BUCH ENTSTANDEN, UND WARUM SCHREIBE ICH DIESES BUCH? 15. 1. Warum braucht man eigentlich Geld? 19 Inhalt WIE IST DIE IDEE ZU DIESEM BUCH ENTSTANDEN, UND WARUM SCHREIBE ICH DIESES BUCH? 15 TEIL 1: BASISWISSEN GELD UND VERMÖGENSANLAGE 1. Warum braucht man eigentlich Geld? 19 2. Wie viel ist mein Geld

Mehr

Wie geht es weiter mit der Eurozone?

Wie geht es weiter mit der Eurozone? Wie geht es weiter mit der Eurozone? DR. GERTRUDE TUMPEL- GUGERELL OPEN LECTURE, FH WIENER NEUSTADT 24.OKTOBER 2013 Agenda 1. Euro eine Erfolgsgeschichte 2. Ist die Krise überwunden? 3. Was wurde strukturell

Mehr

So funktioniert unser Geldsystem

So funktioniert unser Geldsystem Donnerstag, 16.05.2013 Ausgabe 07/2013 So funktioniert unser Geldsystem Teil 5: Warum Staatsschulden nie zurückgezahlt werden Liebe Leserin, lieber Leser, in den Ausgaben 1/2013; 2/2013; 3/2013 und 4/2013

Mehr

So funktioniert die kapitalistische Ausbeutung

So funktioniert die kapitalistische Ausbeutung 1 von 6 25.06.2012 15:41 aus: http://www.systemfehler.de/ausbeutung.htm Moderne Sklaverei So funktioniert die kapitalistische Ausbeutung Haben Sie den Bundesfinanzminister Hans Eichel gehört? Der Staat

Mehr