Humanitäre Hilfe Nahrungsmittelhilfe Naturkatastrophen menschlich verursachter Krisen Verkettung verschiedener Ursachen

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1 Wer braucht Hilfe?

2 Humanitäre Hilfe Die Zahlen des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen sprechen eine klare Sprache: In lediglich zwanzig Jahren mussten die Anstrengungen im Bereich der Nahrungsmittelhilfe verdoppelt werden. Während in den 80er Jahren Naturkatastrophen das Hauptbetätigungsfeld humanitärer Einsätze prägten, erleben wir seit dem Ende des Kalten Krieges einen besorgniserregenden Anstieg von Hilfeleistungen infolge menschlich verursachter Krisen wie zum Beispiel Bürgerkriege. Die humanitären Einsätze werden immer komplexer: Nahrungsmittelknappheit resultiert heute zunehmend aus einer Verkettung verschiedener Ursachen: Naturkatastrophen, Epidemien, verfehlte Agrarpolitiken, Bürgerkriege, das Versagen von Regierungen und der Zusammenbruch von Wirtschaftssystemen.

3 Kinder und Jugendliche machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Viele von ihnen haben jedoch keine Möglichkeit, sich zu entfalten: Weltweit haben 150 Millionen Kinder nicht genügend zu essen und 121 Millionen gehen nicht zur Schule.

4 In vielen Fällen ist es die Armut, welche für betroffene Kinder schwierige Situationen verursacht oder verschlimmert. Daneben sind aber viele Kinder von anderen Formen der sozialen Ausgrenzung, Diskriminierung oder Ausbeutung betroffen. Kinder sind in besonders schwierigen Situationen, wenn ihre Grundbedürfnisse nach Unterkunft, Nahrung, Schule, medizinischer Versorgung oder Schutz und Sicherheit nicht gewährleistet sind. Diese Kinder sind über kürzere oder längere Zeit mehreren Gefahren ausgesetzt, die ihre psychische Gesundheit bedrohen und zu Fehlernährung, Krankheit oder sogar Tod führen. Typischerweise werden sie nicht von Erwachsenen betreut und leben ausserhalb der regulären Gesellschaft.

5 Strassenkinder Sexuell ausgebeutete Kinder Benachteiligte Mädchen und Frauen Kinder mit Behinderungen Von HIV/Aids betroffene Kinder und Waisen Mädchen in Ländern mit Beschneidungsritual

6 Strassenkinder Strassenkinder fallen durch ihre zerrissenen Kleider, ihre verfilzten Haare oder ihre schwarzen Fingernägel auf. Nur wenige können ein bisschen Geld als Autowäscher, Schuhputzer oder Altpapierverkäufer verdienen. Die allermeisten müssen sich jedoch als Drogenkuriere oder als Sexworker verdingen.

7 Sexuell ausgebeutete Kinder Bittere Armut, Arbeitslosigkeit und Unwissenheit der mittellosen Menschen führen oft zu sexueller Ausbeutung und Gewalt. Viele Kinder werden missbraucht. Besonders Mädchen unter 18 Jahren sind nicht nur Opfer von sexueller Kriminalität, sondern auch von Demütigung und Körperverletzung.

8 Benachteiligte Mädchen und Frauen Mädchen müssen oftmals unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Nicht selten werden sie von Familienangehörigen missbraucht oder in die Prostitution verkauft.

9 Kinder mit Behinderungen Viele Eltern sind mit der Behinderung ihrer Kinder völlig überfordert. Sie stehen meist allein mit ihren Problemen. Manchmal werden die Kinder einfach in anonyme Kinderheime gebracht, wo sie kaum Schutz, Wärme und Geborgenheit erhalten. Sie werden nicht gefördert und bleiben ein Leben lang abhängig.

10 Von HIV/Aids betroffene Kinder und Waisen Innerhalb von gut 20 Jahren hat sich das HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus) über die ganze Welt verbreitet, in bisher kaum vorstellbarer Weise Millionen von Menschenleben gefordert und ganze Gesellschaften an den Rand des Zusammenbruchs geführt. Derzeit beläuft sich die Zahl der an HIV/Aids infizierten Personen auf ca. 40 Mio. (UNAIDS Dezember 2003). Zwei Drittel davon leben in Afrika. Mehr als 14 Mio. Kinder verloren einen oder beide Elternteile wegen Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome) und die Zahl steigt täglich.

11 Mädchen in Ländern mit Beschneidungsritualen Jeden Tag werden auf dem afrikanischen Kontinent 6000 Mädchen und Frauen an ihren Genitalien verstümmelt. Diese Mädchen und Frauen tragen körperliche und seelische Wunden davon, die sie ein Leben lang begleiten. Die Beschneidung wird meist von älteren Frauen an einer Gruppe von Mädchen durchgeführt. Dabei benutzen sie dasselbe Messer, was die Gefahr der HIV/Aids-Übertragung erhöht.

12 Danke für f r deine Aufmerksamkeit!

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