Ein Weg, viele Lösungen" Fachtag der Lokalen Bündnisse für Familie am 5. November 2012 in Nürnberg

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1 Ein Weg, viele Lösungen" Fachtag der Lokalen Bündnisse für Familie am 5. November 2012 in Nürnberg Zentrale der BA, Heidi Holzhauser Workshop "Standorte gemeinsam stärken mit den BCA in den Jobcentern kooperieren"

2 Agenda Ziele, Stellhebel, Impulse Geschäftspolitische Schwerpunkte Verankerung der Frauen Gesetzlicher Auftrag der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in den Jobcentern Handlungsfelder der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im SGB II Zentrale Hebel zur Verbesserung der Rahmenbedingungen Vorschläge für gemeinsame Veranstaltungen Erfolgreiche Netzwerkarbeit (Beispiel: Mehrgenerationenhäuser) Resumée Seite 2

3 Wichtige Ziele und beispielhafte Stellhebel zur Erschließung von Beschäftigungschancen für Frauen im SGB II? Frühzeitige Integrationen und Integrationsperspektiven von Frauen erhöhen Ziel: existenzsichernde nachhaltige Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermeiden / verringern / beseitigen Vorhandene Kompetenzen dem Arbeitsmarkt zugänglich machen (u. a. Sicherung des Fachkräftebedarfs) Kompetenzlücken schließen Teilhabeperspektiven für Kinder und Jugendliche verbessern! Aktivierung, insbesondere von Alleinerziehenden gem. 10 Abs. 1 Nr. 3 SGB II Auf den Einzelfall zugeschnittene Förderung bzw. Aktivierung Passgenaue Förder-/Qualifizierungsangebote Netzwerkarbeit ausbauen und Unterstützer suchen Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern Kommunale Leistungen besser erschließen (z. B. flexible Betreuungsangebote, Kosten und Öffnungszeiten für Kinderbetreuungseinrichtungen) Verstärkte Akquise familienfreundlicher Arbeitsplätze Gezielte lokale Medienarbeit für das Potenzial Frauen/Alleinerziehende Seite 3

4 Gesetzlicher Auftrag der BCA in den Jobcentern 18e SGB II Unterstützung und Beratung der Jobcenter der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Angehörigen der Bedarfsgemeinschaften der Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen in übergeordneten Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt (u.a. geschlechterspezifische, migrationsspezifische Aspekte) der Frauenförderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei beiden Geschlechtern Unterstützung und Beratung von Fach- und Führungskräften bei geschlechterspezifischen Fragestellungen und der geschlechter- und familiengerechten Aufgabenerledigung Beteiligung an der Erarbeitung des örtlichen Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramms Vertretung des Jobcenters in kommunalen Gremien zu Themen, die den Aufgabenbereich der BCA betreffen Seite 4

5 Zwei zentrale Hebel, um die Rahmenbedingungen für die Integrationsarbeit von Frauen zu verbessern Angebote der Kinderbetreuung verbessern! Gute Integrationsperspektiven für hilfebedürftige Frauen bestehen unter anderem in den Sektoren Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe, Service-Dienstleistungen und Gesundheit/Pflege. Diese Berufsfelder erfordern insbesondere Betreuungsmöglichkeiten auch zu Tagesrandzeiten und an Samstagen sowie ggf. Sonn- und Feiertagen. Es bedarf eines signifikanten Ausbaus solcher Betreuungsangebote Vermehrte Angebote familienfreundlicher Arbeitsplätze! Arbeitgeber müssen verstärkt motiviert werden, familienfreundliche Arbeitsplätze bereitzustellen (bessere Transparenz hinsichtlich Teilzeitausbildung, Arbeitszeitmodellen sowie Telearbeit insbes. in kleineren Betrieben Ausweitung betrieblicher Kinderbetreuungsangebote Aktives Propagieren positiver unternehmerischer Erfolgsbeispiele Seite 6

6 Vorschläge für gemeinsame Veranstaltungen der Jobcenter und Bündnisse für Familien monatliche Informationsveranstaltungen für (Allein-) Erziehende zum Thema Wiedereinstieg in den Beruf Existenzgründerinnen-Tag Teilzeitarbeitsmarkt, Teilzeitausbildungsprojekte Frauenberufsbörsen Info-Börse Teilzeit-Ausbildung und Teilzeit-Umschulung in Betrieben Pflegebörse Tagesmütterbörse, Aktionsprogramm Kindertagespflege Wiedereinstiegs- und Bewerbungsseminare für Frauen Berufswahlseminare für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger Aktivitäten zur Umsetzung des Nationalen Pakts Frauen in MINT-Berufe Beteiligung an Aktionstagen/Workshops/Projekten, z. B Girls` Day, Gewinnung von Erzieher/innen und Altenpfleger/innen, Männer in Kitas, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Mehrgenerationenhäuser, Bündnisse für Familien Seite 7

7 Netzwerke als Erfolgsfaktor Netzwerke und Modellprojekte, Bündnisse für Familien Gleichstellungsbeauftragte in Kommunen und Betrieben Beratungsstellen für Migranten andere BCA in beiden Rechtskreisen externes Netzwerk Koordinierungsstelle Frau und Beruf Beratungsstellen, Zielgruppen (Schwangere, Alleinerziehende u.ä.) Bildungsträger Arbeitgeber Arbeitgeberund Arbeitnehmerorganisationen Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Ansprechpartner des kommunalen Trägers zu 16a- Leistungen Familien- Service- Büros, Jugendämter u.ä. Seite 8

8 Beispiel: vernetzte Integrationsarbeit mit Mehrgenerationenhäusern Partner der Kommune für kommunale Leistungen Kinderbetreuung, Schuldnerberatung, Erziehungsberatung Vermittlung haushaltsnaher Dienstleistungen Orte des Ehrenamtes Veranstaltungsorte für Aktivitäten/ Angebote der BA Arbeitgeber oder Wegbereiter zu Arbeitgebern Deutschkurse Migrationsberatung sozial-integrative Begegnungsangebote Ggfs. Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente (dezentrale Entscheidung) Seite 9

9 Resumée Ziele einer erfolgreichen Kooperation von Bündnissen für Familie und Jobcentern Angemessene Beteiligung aller erwerbsfähigen Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft am Erwerbsleben unter Berücksichtigung individueller Potenziale und Kompetenzen Sensibilisierung aller Akteure für gender- und familiengerechte Beratung Entwickeln und Stärken von Kompetenzen (Qualifizierung) Erhöhung der Transparenz hinsichtlich der Potenziale von Frauen im SGB II gegenüber Arbeitgebern Erfolgreiche Netzwerkarbeit: Bildung von Dienstleistungsketten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Erwerbstätigkeit von Frauen Erhöhung der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Vermeidung von Minijobs und Schwarzarbeit Existenzsicherung im Lebensverlauf Schutz vor Altersarmut Seite 10

10 Leitspruch für unser tägliches Handeln: Du musst selbst zu der Veränderung werden, die Du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi ( ) Seite 11

11 Gemeinsames Nutzen finanzieller Ressourcen des Europäischen Sozialfonds (ESF) Spezifische Programme der BA/des BMAS für arbeitsuchende Frauen: Teilkampagne Beschäftigungschancen für Alleinerziehende erschließen im Rahmen der Fachkräfteoffensive Qualifizierung von Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen Qualifizierung von Altenpflegerinnen Mitwirkung an ESF-Programmen: Aktionsprogramm Perspektive Wiedereinstieg : - Programmphase II - Perspektive Wiedereinstieg PWE Maßnahmekombinationen nach 45 Abs. 1 SGB III ESF-Programme Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende und Gute Arbeit für Alleinerziehende Aktionsprogramm Kindertagespflege: Festanstellung von Tagesmüttern/Tagesvätern Mehrgenerationenhäuser (Kooperationsvereinbarung BA) ESF-Programm: Ressourcen stärken - Zukunft sichern: Erwerbsperspektiven für Mütter mit Migrationshintergrund Seite 12

12 Innovatives Handlungsfeld: Haushaltsnahe Dienstleistungen Synergieeffekte/Wirtschaftlichkeit: Steigerung des Einkommens und der Wirtschaftskraft einzelner Haushalte wie auch des Bruttosozialprodukts und der Wirtschaftskraft Deutschlands Erhöhung des Beitragsvolumens in der Sozialversicherung durch Steigerung der Erwerbsarbeit von Frauen Schaffung von Arbeitsplätzen für gering Qualifizierte wie auch für Hochqualifizierte Erhöhung des Arbeitsvolumens Verhinderung von Schwarzarbeit Vermeiden des Ausstiegs aus dem Arbeitsprozess von Vätern/Müttern und damit des Verlusts von Wissenspotenzial durch das Angebot haushaltsnaher Dienstleistungen und flexibler Kinderbetreuung (gleichzeitig bezahlte Beschäftigung) Wandel von der unbezahlten Hausarbeit in bezahlte Beschäftigung Positiver Strukturwandel Seite 13

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