Sitzung des Kreisausschusses am Jobcenter Landkreis Schweinfurt Geschäftsbericht

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1 Sitzung des Kreisausschusses am Jobcenter Landkreis Schweinfurt Geschäftsbericht

2 Personalstand und Aufwendungen des Landkreises für Kosten der Unterkunft u. Bildung und Teilhabe Beschäftigtenstand im Jobcenter Aktuell sind einschl. der Sonderprogramme 37 Mitarbeiter (davon 5 Schwerbehinderte) im Jobcenter beschäftigt, verteilt auf 29,84 Vollzeitstellen. 31 Mitarbeiter kommen von der Arbeitsagentur, 6 vom Landkreis. Kosten der Unterkunft, einmalige Leistungen, Wohnungsbeschaffungskosten, Eingliederungsleistungen (einschl. Anteil Schuldnerberatung, Kinderbetreuung noch nicht enthalten) 2

3 Werte aus Kreisreport 12/2014; Zahlen aus September 2014 mit einer Wartezeit von 3 Monaten aktuelle Arbeitslosenquote SGB II und III 3,1 % (SGB II alleine 1,2 %) / Vorjahr 2,7 % bzw. 1,1 % 3

4 Arbeitslosenquoten SGB II und SGB III 4

5 Arbeitslosenzahlen SGB II von 2010 bis

6 Im Jobcenter Landkreis Schweinfurt sind aktuell (Stand Januar 2015) gemeldet: Ca Bedarfsgemeinschaften (BG) Ca erwerbsfähige Leistungsberechtigte (elb) ab 15 Jahren davon sind ca Kunden aktivierbar davon 835 Arbeitslose und 445 Arbeitsuchende 6

7 7

8 Ziele und Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitsuchende Die Arbeit der Jobcenter ist nach 48a SGBII i. V. m. den Vorgaben des BMAS durch Kennzahlen auszurichten auf die weitere Reduzierung der Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt die Erreichung einer vereinbarten Integrationsquote die Verringerung des Bestands an Langzeitleistungsbeziehern Es wird eine ambitionierte Integrationsquote von 37,4 % angestrebt (keine Änderung gegenüber 2014). Ferner soll der Bestand der Langzeitbezieher (Stand Dezember ) um 2,4% gesenkt werden. Oberste Priorität bleibt die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige und tariflich entlohnte Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt, so dass Bürger im Landkreis Schweinfurt nicht längerfristig arbeitslos sind sondern ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können. Arbeitsmarktpolitische Leistungen sind darauf auszurichten, die Erwerbsfähigkeit der leistungsberechtigten Personen zu erhalten, zu verbessern oder wieder herzustellen. 8

9 Schwerpunkte Schwerpunkt des Vermittlungsgeschäftes ist die möglichst frühzeitige Beratung und Motivation der Arbeitnehmerkunden zur beruflichen Neuorientierung. Förderbedarfe sind möglichst frühzeitig und nach Möglichkeit im Erstgespräch zu erkennen. Die berufliche Neuorientierung kann verbunden sein mit fachlicher Qualifizierung. Möglichst frühzeitig erkannt werden sollen auch die Kunden mit erhöhtem Beratungsbedarf. Eine schnelle Zuweisung zu den Projektvermittlern für 50PLUS sichert die Chancengleichheit für den Personenkreis, der die Projektvoraussetzungen erfüllt. Das Projekt KAJAK für Erziehende musste zum eingestellt werden, da die Vermittlerin für Alleinerziehende nicht mehr im Jobcenter tätig ist und deren Aufgabenbereich durch den bisherigen Projektvermittler übernommen wurde. Das Jobcenter Landkreis Schweinfurt beteiligte sich mit den anderen Jobcentern im Agenturbezirk am Projekt Bürgerarbeit. Diese endete zum Ein direktes Nachfolgeprogramm wurde nicht angeboten. ISOS (Inklusive Sozialraumorientierung für schwerbehinderte Menschen in der Region Main-Rhön (ISOS Main- Rhön)) Ein Bundesprogramm zur intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen, das von den 5 Jobcentern im Bezirk Schweinfurt bis zum durchgeführt wird. Das Jobcenter beteiligt sich mit 10 Teilnehmern an diesem Programm. Insgesamt wurden dafür vom Bund ,00 zur Verfügung gestellt. Personenkreis zw. 25 und 50 Jahren mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Ziel ist die Beratung und Begleitung von Personen aus der Zielgruppe um Vermittlungshemmnisse abzubauen, die Verbesserung der Integration ins Erwerbsleben durch sozialraumorientierte Netzwerkarbeit und der Aufbau eines dauerhaften Beratungsnetzwerks für arbeitslose Schwerbehinderte. 9

10 Resümee Seit Sommer 2014 steigt die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter-Bezirk gegen den bayernweiten Trend wieder an. Gegenüber Januar 2014 ergibt sich ein Steigerung von 5,7 %. Für 2015 wird mit einer weiter steigenden Anzahl von Zugängen in Arbeitslosigkeit gerechnet. Dabei wird sich der Übernahmebestand zu rund zwei Drittel aus Kunden aus dem Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich einschließlich der Zeitarbeitsbranche zusammensetzen, und dies zu einem erheblichen Teil mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Auch der Bestand an Bedarfsgemeinschaften war wieder leicht ansteigend. Für 2014 kann ein positives Fazit gezogen werden. Es wurden 569 Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen erreicht (Vorjahr 580). Hervorzuheben ist die geleistete Arbeit der Mitarbeiter, ohne die die Integrationen und die schnelle Bearbeitung der Leistungsanträge nicht möglich gewesen wäre. Durch neue EDV-Systeme sind hier auch zahlreiche Überstunden angefallen, zum Teil auch an Wochenenden. Wichtig ist für uns weiterhin den Bestand der Mitarbeiter zu halten, damit auch eine gute, qualitative Arbeit geleistet werden kann. Auch 2014 gilt: Die Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte stoßen aufgrund der vielfältigen Einschränkungen unserer Kunden an ihre Grenzen: Für einen stetig steigenden Anteil unserer Klientel gibt es und wird es bis zum Erreichen des Rentenalters keine Chance auf eine Integration in den regulären Arbeitsmarkt geben. 10

11 Ab August 2014 wurde im Leistungsbereich das bisherige EDV-System A2LL abgeschafft und durch ALLEGRO ersetzt. Die Schulungen wurden von August bis Oktober 2014 durchgeführt. Danach müssen alle Fälle in das neue System übertragen werden. Eine Überspielung von Daten aus dem alten EDV-System ist nicht möglich. Die Umstellung wird voraussichtlich bis spätestens April 2015 erfolgt sein. Erschwerend ist das 4-Augen-Prinzip zur Kassensicherheit, d. h., dass jede Änderung grundsätzlich durch einen zweiten Mitarbeiter geprüft und angeordnet werden muss. In 2014 hat sich der Personalbestand reduziert. Unter anderem ist der bisherige Teamleiter Leistung zum in Ruhestand gegangen. Für das Jahr 2015 ist bereits jetzt bekannt, dass eine Mitarbeiterin für ein EDV-Projekt nach Nürnberg abgeordnet wird. Die Belastung durch die Umstellung auf ALLEGRO und die Personalsituation ist aktuell grenzwertig. Ab erfolgen zudem für den Vermittlungsbereich Schulungen zum Thema Beratungen. Die Mitarbeiter lernen Beratungsmethoden kennen, die sie bei der zielorientierten Strukturierung von Kundengesprächen, der systematischen Identifikation von Ressourcen und der Beratung von Leistungsberechtigten auch in schwierigen Lebenslagen unterstützen. Insgesamt sind die Vermittler bis September dafür für ca. 3 Wochen gebunden. 11

12 Die Verrohung des Umgangstones ist leider weiter zu beobachten. Auch der Vorfall in Rothenburg führt zu einer Unsicherheit der Mitarbeiter. Hier werden entsprechende Schulungen zur Gewaltprävention angeboten fanden insgesamt 1436 Clearinggespräche zur Antragsstellung (im Monatsschnitt ca. 120) statt, davon ergaben sich insgesamt. 948 Anträge (im Monatsschnitt ca. 79 Anträge). Die Gründe für eine Antragstellung sind verschieden. Entweder endet das Arbeitslosengeld I der Agentur für Arbeit oder dieses ist nicht ausreichend oder es erfolgt eine Vorsprache nach Ende des Arbeitsverhältnisses oder wegen unzureichendem Erwerbseinkommen. Auch die Trennung vom Partner spielt immer wieder eine Rolle. Die Situation im Jobcenter Landkreis Schweinfurt wird im Jahr 2015 geprägt durch leicht steigende Zahlen, allerdings auf sehr niedrigem Ausgangsniveau einen verfestigten Kundenbestand mit multiplen Vermittlungshemmnissen, den erwarteten Zuzug einer nicht abschätzbaren Anzahl von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern Inwieweit sich die Erhöhung des Mindestlohnes auf 8,50 auswirken wird, ist zurzeit noch nicht absehbar. 12

13 Verwendung der Mittel aus dem Eingliederungsbudget 2015 Für das Jahr 2015 stellt uns die Bundesregierung ,00 zur Förderung der Eingliederung von Hilfebedürftigen zur Verfügung. Das entspricht einer Mittelanhebung gegenüber 2014 um ca. 3,2 %. Verwaltungsbudget: Hier stehen dem Jobcenter für das Jahr zur Verfügung. Gegenüber 2014 entspricht dieses einer Mittelanhebung um ca. 2,1 %. Durch Vorbindungen aus dem Jahr 2014 und Umschichtungen in den Verwaltungshaushalt verbleiben für 2015 noch ca für Eingliederungsleistungen. Gruppenmaßnahmen sind aufgrund der im Jobcenter verbliebenen Klientel weiterhin nicht möglich und in der Regel nicht zielführend. Vielmehr sind durch intensive ganzheitliche Betreuung und Unterstützung und durch enge Zusammenarbeit des Jobcenters mit den agenturinternen Fachdiensten und allen fachkundigen kommunalen Einrichtungen (u.a. nach 16 a SGBII) zumindest Integrationsfortschritte anzustreben, um langfristig die Integration in beitragspflichtige Beschäftigung zu erreichen. Entwicklung der Gesamtbudgets im Bezirk SW 2009 bis 2015 Im Vergleich von 2014 zu 2009 wurde das Globalbudget für das Jobcenter Landkreis Schweinfurt um 49,11 % gekürzt. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist in diesen Zeitraum jedoch nur um 25,28 % gesunken. 13

14 10 Jahre Arge / Jobcenter Bestand an Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II nach ausgewählten Merkmalen 14

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