I N F O R M A T I O N S B L A T T BETREFFEND DIE BEFÄHIGUNGSPRÜFUNG FÜR DAS BEWACHUNGSGEWERBE

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1 Meisterprüfungsstelle Wirtschaftskammer Wien Rud. Sallinger-Platz Wien T: 01/ F: W: I. ALLGEMEINES Zulassungsvoraussetzungen: I N F O R M A T I O N S B L A T T BETREFFEND DIE BEFÄHIGUNGSPRÜFUNG FÜR DAS BEWACHUNGSGEWERBE Ab ist nur mehr die Eigenberechtigung (= Volljährigkeit) für den Antritt zur Prüfung erforderlich, d.h. die Vollendung des 18. Lebensjahres. Ebenso ist nunmehr die Meisterprüfungsstelle für die Organisation der Prüfungen verantwortlich. Anmeldung zur Befähigungsprüfung: Bitte beachten Sie, dass für jedes einzelne Modul ein eigenes Antragsformular auszufüllen ist! Jeder Antrag auf Anmeldung zur Befähigungsprüfung ist bei der Meisterprüfungsstelle der Wirtschaftskammer Wien, 1030 Wien, Rudolf-Sallinger-Platz 1, schriftlich einzubringen (Antragsformulare liegen bei der Meisterprüfungsstelle auf). Es besteht auch die Möglichkeit, das Anmeldeformular über Internet auszudrucken. Ebenso ist auch die Bezahlung der Prüfungsgebühr über Internet bzw. Telebanking möglich. In diesem Fall hat ein schriftlicher Ausdruck (Name des Bankinstitutes, Name des Einzahlers, etc) zu erfolgen, der dem Ansuchen beizulegen ist. Kontonummer der Meisterprüfungsstelle Wien, Gebühren, Termine und Anmeldeformular sind auf der Homepage der Meisterprüfungsstelle abrufbar! Die Zahlscheine sind komplett auf beiden Seiten auszufüllen (Name des Einzahlers, Adresse, um welches Modul es sich handelt, etc). Wird die Gebühr von jemand anderen bezahlt, ist auf dem Zahlschein auf beiden Seiten anzugeben, für wen die Prüfungsgebühr bezahlt wurde. Der Betrag ist auf das Konto , BLZ 60000, lautend auf Wirtschaftskammer Wien Meisterprüfungen, einzuzahlen. Bei Bezahlung über Internet bzw. Telebanking ist ein schriftlicher Ausdruck dem Anmeldeformular beizulegen. Bitte beachten Sie die Zahlungsmodalitäten! Öffnungszeiten der Anmeldestelle: Mo 8:00 17:00 Uhr Di-Do 8:00 16:30 Uhr Fr 8:00 15:00 Uhr

2 Dem Ansuchen um Zulassung zur Prüfung sind folgende Urkunden beizulegen: - Geburtsurkunde (gegebenenfalls auch Heiratsurkunde); - Urkunden zum Nachweis eines akademischen Grades oder eines Standestitels; - gegebenenfalls Nachweise über den Entfall von Prüfungsteilen der Befähigungsprüfung; - Zahlungsbeleg im Original über die einbezahlte Prüfungsgebühr. - Sozialversicherungsnummer Bitte beachten Sie, dass jede Anmeldung spätestens 6 Wochen vor Beginn jedes Moduls bei der Meisterprüfungsstelle eingelangt sein muss (Anmeldeschluss)! Wir bitten um Verständnis, dass eine Zuteilung zur Prüfung erst nach Einzahlung der Prüfungsgebühr und gegen Vorlage der Einzahlungsbestätigung erfolgen kann. Ansprechpartner: - Herr Michael Grill, Tel , - Frau Mag. Irene Hepting, Tel ; - Dr. Gert Boba, Geschäftsführer der Allgemeinen Fachgruppe des Gewerbes, Tel: , Homepage der Meisterprüfungsstelle Wien: II. BEFÄHIGUNGSPRÜFUNG FÜR DAS BEWACHUNGSGEWERBE Prüfungsgebühren Prüfungstermine Die Unternehmerprüfung ist als Einzelprüfung abzulegen und wird nicht im Rahmen der Befähigungsprüfung angeboten! Termine für die Unternehmerprüfung sowie Informationen dazu sind auf der Homepage der Meisterprüfungsstelle ersichtlich. Prüfungsort: Der Prüfungsort wird für den jeweiligen Prüfungstermin des Moduls gesondert festgelegt. Umfang und Ablauf der Prüfung: Die Prüfung besteht aus 3 Modulen: Modul 1 besteht aus der mündlichen Prüfung und erstreckt sich auf 3 Gegenstände, Modul 2 besteht aus der schriftlichen Prüfung und ist ein einheitlicher Gegenstand, Modul 3 besteht aus der Unternehmerprüfung. MODUL 1 (MÜNDLICHE PRÜFUNG) (1) Die mündliche Prüfung für das reglementierte Gewerbe Sicherheitsgewerbe, eingeschränkt auf das Bewachungsgewerbe, hat sich auf die für die Ausübung des Bewachungsgewerbes notwendigen, besonderen Kenntnisse in den folgenden drei Gegenständen zu erstrecken: 1. Österreichisches Recht a. Arbeitsrecht b. Bürgerliches Recht c. Gewerberecht d. Jugendschutzrecht e. Kollektivvertragsrecht f. Sicherheitspolizeirecht 2

3 g. Strafrecht und Strafprozessordnung h. Straßenverkehrsrecht und Kraftfahrrecht i. Veranstaltungsrecht und Versammlungsrecht j. Verwaltungsstrafrecht k. Waffenrecht und Waffengebrauchsrecht l. Wirtschaftskammerrecht 2. Sicherheitsmanagement a. Erste Hilfe b. Kontrollsysteme hinsichtlich der eingesetzten Arbeitnehmer c. Technische Sicherheitseinrichtungen d. Verkehrsregelung und Verkehrsüberwachung e. Vorbeugender Brandschutz f. Waffengebrauch und Waffenkunde 3. Betriebswirtschaftlehre a. Buchhaltung b. Kalkulation c. Lohnverrechnung (2) Die Dauer der mündlichen Prüfung soll 40 Minuten nicht unterschreiten und 80 Minuten nicht überschreiten. (3) Das Prüfungsgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen. MODUL 2 (SCHRIFTLICHE PRÜFUNG): (1) Die schriftliche Prüfung für das Bewachungsgewerbe hat sich auf folgenden Gegenstand zu erstrecken, der 1. die Ausarbeitung eines Sicherungsplanes für ein bestimmtes Objekt, der den Dienstort, die Dienstzeit und die Art und den Umfang der Rundgänge für das Bewachungspersonal sowie die Kontrollstationen zu enthalten hat, 2. die Erstellung einer Diensteinteilung für das Bewachungspersonal im Hinblick auf die zu bewachenden Objekte und das hiefür zur Verfügung stehende Bewachungspersonal, 3. die Einführung eines Arbeitnehmers in die von ihm bei einem bestimmten Objekt wahrzunehmenden Aufgaben und 4. je eine Aufgabe aus dem Gebiet der Buchhaltung, der Lohnverrechnung und der Kalkulation, wobei die zu stellenden Aufgaben den bei der selbständigen Ausübung des Bewachungsgewerbes notwendigen, besonderen Anforderungen zu entsprechen haben, umfasst. (2) Die Erledigung der Prüfungsaufgaben muss vom Prüfling in 2 Stunden erwartet werden können. Die schriftliche Prüfung ist nach 3 Stunden zu beenden. MODUL 3 (UNTERNEHMERPRÜFUNG) Das Modul 3 besteht in der Unternehmerprüfung gemäß der Unternehmerprüfungsordnung, BGBl. Nr. 453/1993 in der geltenden Fassung. Entfall der Unternehmerprüfung Für Personen, die durch Zeugnis nachweisen, dass sie die Unternehmerprüfung erfolgreich abgelegt haben oder dass sie die Voraussetzungen für den Entfall des Prüfungsteiles Unternehmerprüfung gemäß 8 Unternehmerprüfungsordnung, BGBl. Nr. 453/1993, in der jeweils geltenden Fassung erfüllen, entfällt das Modul 1. Der Prüfungsteil Unternehmerprüfung entfällt u.a., wenn der Kandidat durch Zeugnisse nachweist, dass er 3

4 1. die Unternehmerprüfung als Einzelprüfung bereits erfolgreich abgelegt hat, 2. den Prüfungsteil Unternehmerprüfung im Rahmen einer Meister- oder Befähigungsprüfung bestanden hat oder eine dem land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz entsprechende Meisterprüfung abgelegt hat, 3. im Rahmen einer Meisterprüfung den kaufmännisch-rechtskundlichen Teil bestanden hat, 4. in einem Erlass des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit genannten Prüfungen erfolgreich abgelegt hat, 5. die Lehrabschlussprüfung in einem kaufmännischen Lehrberuf erfolgreich abgelegt hat, 6. eine ununterbrochene 3-jährige Tätigkeit als Selbstständiger oder in kaufmännisch leitender Stellung (z.b. als Prokurist oder handelsrechtlicher Geschäftsführer) in einem Unternehmen absolviert hat, 7. die Handelsakademie oder deren Sonderformen (z.b. Kolleg) erfolgreich absolviert hat, 8. eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und deren Sonderformen erfolgreich absolviert hat, 9. eine Höhere technische und gewerbliche Lehranstalt sowie deren Sonderformen gemäß 73 Abs.1 lita bis c des Schulorganisationsgesetzes erfolgreich absolviert hat, 10. eine berufsbildende höhere Schule einschl. der höheren land- und forstwirtschaftl. Lehranstalten gem. dem land- und forstwirtschaftl. Bundesschulgesetz erfolgreich abgeschlossen hat, sofern nachgewiesen wird, dass Unterricht im Ausmaß von mind. 160 Unterrichtseinheiten in den Themenbereichen der Unternehmerprüfung erteilt wurde (Absolventen von berufsbildenden mittleren Schulen (z.b. Handelsschule), die im Schuljahr 1994/1995 oder später mit der Schulausbildung begonnen haben, müssen ein Zeugnis einer Abschlussprüfung vorweisen, damit die Unternehmerprüfung entfällt. 11. dem Schulorganisationsgesetz unterliegende Speziallehrgänge, sofern Unterricht im Ausmaß von mind. 160 Unterrichtseinheiten in den Themenbereichen der Unternehmerprüfung erteilt wurde, 12. dreijährige Handelsschule, 13. Fachschule für wirtschaftliche Berufe, 14. Hotelfachschule, Gastgewerbefachschule, Tourismusfachschule, Tourismusfachschule und Hotelfachlehrgang für Erwachsene der Salzburger Tourismusfachschulen Bischofshofen, 15. betriebwirtschaftliche Intensivlehrgänge des WIFI (Management College). Absolventen von berufsbildenden mittleren Schulen (z.b. Handelsschule), die im Schuljahr 1994/1995 oder später mit der Schulausbildung begonnen haben, müssen ein Zeugnis einer Abschlussprüfung vorweisen, damit die Unternehmerprüfung entfällt. Achtung! Ein Modul ist eine für sich abgeschlossene Prüfung! Sie erhalten bei positiver Ablegung ein Modulzeugnis. Daraus ergibt sich, dass es nicht verpflichtend ist, alle Module in einer bestimmten Zeit zu machen! Ein Modul ist positiv bestanden, wenn alle Gegenstände positiv bewertet wurden. Befähigungszeugnis: Das Befähigungszeugnis bekommen Sie auf Antrag bei der letzt zuständigen Meisterprüfungsstelle, wenn Sie alle vorgeschriebenen Modulzeugnisse vorlegen! Beachten Sie, dass zwar zum Antritt zur Prüfung das vollendete 18. Lebensjahr genügt, aber der Zugang zum Gewerbe noch von anderen Voraussetzungen abhängig ist! Zugangsvoraussetzungen zum Gewerbe bzw. Entfall der gesamten Befähigungsprüfung Die fachliche Qualifikation zu den Tätigkeiten des Bewachungsgewerbes ( 94 Z 62 GewO 1994) wird durch folgende Belege nachgewiesen: 1. a) Zeugnisse 4

5 aa) über den erfolgreichen Besuch einer Handelsakademie oder deren Sonderformen und eine mindestens eineinhalbjährige fachliche Tätigkeit (Abs. 2) oder bb) Zeugnisse über den erfolgreichen Besuch einer berufsbildenden höheren Schule oder deren Sonderformen oder einer Handelsschule und eine mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit (Abs. 2) oder cc) Zeugnisse über den erfolgreichen Besuch einer allgemein bildenden höheren Schule oder einer berufsbildenden mittleren Schule und eine mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit (Abs. 2) oder dd) Zeugnisse über eine mindestens siebenjährige fachliche Tätigkeit (Abs. 2) und b) das Zeugnis über die erfolgreich abgelegte Befähigungsprüfung oder 2. Zeugnisse a) über den erfolgreichen Abschluss einer der im Folgenden angeführten Studienrichtungen: Rechtswissenschaften, Soziologie, Sozialwirtschaft, Sozial- und Wirtschaftsstatistik, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, angewandte Betriebswirtschaft, internationale Betriebswirtschaft, internationale Wirtschaftswissenschaften, Handelswissenschaften, Wirtschaftspädagogik, Wirtschaftsingenieur-Bauwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen- Maschinenbau und b) über eine mindestens einjährige fachliche Tätigkeit (Abs. 2). (2) Die im Abs. 1 vorgeschriebene fachliche Tätigkeit muss insbesondere die Ausarbeitung von Sicherungsplänen für Objekte, die Erstellung von Diensteinteilungen für Personal, die Einführung von Arbeitnehmern in wahrzunehmende Aufgaben und dienstleistungsbezogene Praxis auf den Gebieten der Buchhaltung, der Lohnverrechnung und der Kalkulation umfassen und kann aus einer solchen fachlichen Tätigkeit im Bewachungsgewerbe, im öffentlichen Sicherheitsdienst, in der Justizwache, in der Zollwache oder im Bundesheer bestehen. Für Anfragen steht die Meisterprüfungsstelle gerne zur Verfügung. Wien, 20. September

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