Internet-Workshop für Tierärzte

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1 Copyright 1998 by Axel T. Schreiner. All Rights Reserved. Internet-Workshop für Tierärzte NWA, 24. Januar 1998 Petra Gremeyer und Axel-Tobias Schreiner Fachbereich Mathematik-Informatik Universität Osnabrück Inhalt Architektur was ist das Internet? 3 Anschluß wie komme ich zum Internet? 19 Nutzung wie mache ich etwas mit dem Internet? 49 Aufgaben 69

2 Literatur Diese Unterlagen befinden sich auf dem WWW-Server der Universität Osnabrück sollten mit einem Web-Browser betrachtet werden.. Sie Grundlagen Scheller et al Internet: Werkzeuge und Dienste Werkzeuge Gilster Der neue Internet-Navigator Wegweiser Bischof et al Einblicke ins Internet (CD-ROM) Klau Das Internet Lamprecht Professionelle Recherche im Internet Klassiker Kehoe Zen and the Art of the Internet Krol The Whole Internet Catalog

3 Architektur Was ist das Internet? Themen Grundlagen 4 Der Begriff Internet 5 Leistungen und Protokolle 9 Probleme und Chancen 17

4 Grundlagen Dateitransfer Wenn man eine Datei von einem Rechner zu einem anderen bringen und Verabredungen treffen kann, was mit der Datei am Ziel geschehen soll, kann man praktisch alle Dienstleistungen, abgesehen von Dialogbetrieb, realisieren. Client/Server-Architektur ARPANET Seit Ende der 60er Jahre festes Netz zwischen einigen Labors und Universitäten in den USA für , Dateitransfer und Computer-Sharing; ab Ende der 70er Jahre durch robuste, kriegsfeste Technologie ersetzt. Paketverkehr, heterogener Verbund. usenet Das UNIX-Betriebssystem wurde ab etwa 1969 bei Bell Labs entwickelt. UNIX-Rechner wurden ab etwa 1975 per Telefon weltweit kooperativ vernetzt. dezentrale, relativ chaotische Verwaltung.

5 Der Begriff Internet Internet als Netztechnologie 6 Internet als Kommunikationsmedium 7 Internet als Informationsangebot 8

6 Internet als Netztechnologie Weltweit sind etwa 50 Millionen Nutzer mehr oder weniger ununterbrochen verkabelt. Sie verwenden völlig unterschiedliche Computer und Leitungen. Die Zuwachsrate beträgt etwa 10% pro Monat. Das Netz wird völlig dezentral verwaltet. Intranet Die gleiche Technologie kann auch innerhalb einer Firma verwendet werden losgelöst vom allgemeinen Netz. Sie bietet vor allem sehr interessante Möglichkeiten zur Verbindung zwischen Mainframes und Desktops.

7 Internet als Kommunikationsmedium Individuell Jeder Teilnehmer ist per erreichbar. Fax-Server liefern als Fax aus. VoiceChat erlaubt Telefongespräche per Internet. Gruppe Mailing-Listen liefern an Gruppen aus. Internet Relay Chat erlaubt Gruppendialog à la Fernschreiber. Öffentlich News sind allgemein zugängliche Artikel, die in Themenkreise gegliedert sind (news groups) etwa 100 MB pro Woche. Internet Radio ist ein Experiment mit wöchentlichen Radiosendungen, die live und gespeichert verbreitet werden. Kommerziell Das World-Wide-Web ist ein vernetztes Hypertext-System mit Rückmeldungen (Forms) und Programmierbarkeit (Java). Es soll circa Home-Pages geben; Suchdienste erfassen nahezu 40 Millionen Dokumente.

8 Internet als Informationsangebot Dateien Universitäten, Firmenlabors, Hobbyisten bieten im Internet unvorstellbare Datenmengen an Programme, Informationen,... Die Information wird vielfach gespiegelt und auf CD-ROM kopiert. Multimedia Das World-Wide-Web wurde ab etwa 1992 am CERN entwickelt, zunächst, um Artikel für Physiker per Netz zugänglich zu machen. Es ist ein multimediales, erweiterbares Hypertext-System, das kinderleicht per Maus zu bedienen ist. Es macht auch die anderen Dienste (Dateitransfer, News,...) per Maus zugänglich.

9 Leistungen und Protokolle Verbindungen 10 Adressen 11 Routen 12 Elektronische Post 13 News 14 Dateitransfer 15 World-Wide-Web 16

10 Verbindungen gelegentlich Telefon, Modem oder ISDN SLIP oder PPP dauernd lokales Netz globales Netz Ethernet, TCP/IP Wählleitung (Datex-P) oder Standleitung Provider Provider leben davon, Internet-Benutzer mit dem Rest der Welt zu verbinden und dafür Geld zu verlangen, mit dem sie ihre eigenen Provider bezahlen. Kosten Vom Nutzer zum Provider fallen Verbindungskosten an, also zum Beispiel Ortsgebühren für Telefon 2 bis 5 DM pro Stunde (weniger bei City-Plus). Ein Provider berechnet pauschale und/oder zeit- oder volumenabhängige Gebühren, zum Beispiel Wertron in Osnabrück 25 DM pro Monat. Provider unterscheiden sich signifikant in ihrer Qualität. Der Telefon-Ortstarif benachteiligt deutsche Internet-Nutzer enorm. Anbieter zahlen wesentlich mehr; zum Beispiel gibt die Stadt Dortmund ca. 10 TDM/Jahr aus.

11 Adressen Rechner erhalten international eindeutige IP-Adressen wie , die hierarchisch verwaltet werden: Class A Class B Class C Die Adressen gehen langsam aus... Rechner haben Namen wie die im Domain Name Service hierarchisch verwaltet werden.

12 Routen Pakete werden entlang von Routen vermittelt, die dynamisch festgelegt werden: rzrouter indra gandalf aton Schon dabei kann jeder mithören: gandalf $ traceroute aton traceroute to aton.informatik.uni-osnabrueck.de ( ), 30 hops max, 38 byte packets 1 rzrouter ( ) 8 ms 4 ms 3 ms 2 indra.informatik.uni-osnabrueck.de ( ) 3 ms 4 ms 3 ms 3 aton.informatik.uni-osnabrueck.de ( ) 4 ms 4 ms 4 ms</pre> Ohne Mithilfe des Benutzers am Klienten kann ein Server nur die Adresse des Klienten-Rechners, nicht aber die Identität des Benutzers erfahren. Selbst diese Information kann gefälscht werden.

13 Elektronische Post Post wird von den Servern über SMTP-Verbindungen übertragen: Schreiber Sender Empfänger Zusteller SMTP Zwischenlager Briefkasten Leser Schreiber und Leser können andere Rechner als Sender und Empfänger sein. Dann überträgt der Schreiber normalerweise mit SMTP und der Leser holt Post mit POP ab. Die Herkunft eines Briefs zu fälschen, ist fast trivial. Zwischen Sender und Empfänger liegen oft mehrere Rechner, auf denen die Post eingesehen werden kann.

14 News News funktioniert ähnlich wie Post Artikel werden aber zu vielen lokalen Systemen übertragen und dort global lesbar gehalten. Außerdem kann man Artikel direkt auf manchen fremden Systemen lesen. Schreiber Sender Empfänger Artikelablage Zwischenlager andere Empfänger Leser Hier gibt es reichlich Probleme mit fragwürdigen Inhalten. Andrerseits sind News-Gruppen, die sich zum Beispiel mit neuen Software-Entwicklungen beschäftigen, besonders nützlich.

15 Dateitransfer Protokolle wie FTP dienen speziell dazu, Dateien korrekt zu übertragen. Besonders interessant ist dabei Public Domain Software, das sind öffentlich verfügbare Programme. Dialog control TELNET Dialog Server Transport data TCP Transport Client Zum Abholen gehören heute nicht unbedingt technische Kenntnisse siehe Aufgaben. Fehlerhafte Übertragungen sind sicher feststellbar, problematische Inhalte (Viren, Pornographie) kaum.

16 World-Wide-Web Das World-Wide-Web verwendet Klienten, die formatierte Texte und multimediale Informationen mit verschiedenen Protokollen beschaffen und darstellen können. Autor Server HTTP Browser Viewer Daten Cache Durch Formulare und Sprachen wie Java wird die Oberfläche programmierbar. Rückmeldungen können zum Beispiel für Bestellungen oder Suchdienste verwendet werden. Da das wesentliche Protokoll HTTP zustandslos ist, sind sichere Dialoge allerdings nur schwer zu implementieren. Außerdem werden zum Beispiel verkürzte Übertragungen nicht angezeigt. Der Umgang mit der Seitenbeschreibungssprache (HTML) und die Formulierung der Verweise (URL) sind eher etwas für Spezialisten selber als Autor aufzutreten, ist nicht ganz einfach.

17 Probleme Im Netz herrscht weltweit eine Aufbruchsstimmung, die teilweise noch nicht ganz gelöste Probleme in Kauf nimmt, zum Beispiel: Chancen Skalierung kann das Netz weiter explosiv wachsen? Informationsüberflutung wie findet man Wissenswertes? Renommee wie schützt man sich vor dubiosen Inhalten? Stabilität wie verläßlich ist ein Angebot? Sicherheit wer hört mit, wer kopiert meine Daten? Verkryptung ist sie erlaubt, sicher, authentisch? Dank Null-Ortstarif und billigen Providern wachsen in den USA Jugendliche mit dem Internet als Selbstverständlichkeit auf. Das entkrampft den Umgang mit Informationsfülle und -art und entwickelt ein Gefühl für das Potential der Technologie wenigstens in der kommenden Generation. Schulen ans Netz ist wenigstens ein Versuch, diese Informations- und Technologie-Lücke bei uns zu verkleinern.

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19 Anschluß Wie komme ich zum Internet? Themen Plattformen 20 Telefonanschluß 21 Provider 43 Software 44 Sicherheitsaspekte 47

20 Plattformen Arbeitsplatz Einen einzelnen Rechner kann man zum Beispiel mit Windows 95, Windows NT oder Linux betreiben und über Telefon (analog oder ISDN) mit dem Internet verbinden. Unter Windows müssen eine Netzwerkkarte (DFÜ-Adapter) und ein Protokoll (TCP/IP) installiert werden. Der DFÜ-Adapter wird dann über Telefon mit dem Provider verbunden, und damit kann über den Provider das Internet angesprochen werden. Netz Bei einem Rechnernetz sollte man einen Rechner, möglichst über ISDN, mit dem Internet verbinden und als Router im Netz betreiben da muß allerdings der Provider zustimmen dann können alle Rechner im Netz ans Internet. Der billigste Router ist ein beliebig alter PC, den man unter DOS mit ka9q einrichtet. Windows NT oder Linux können auch als Router arbeiten, Windows 95 nicht. Wie man einen Router einrichtet, wird hier nicht besprochen.

21 Telefonanschluß Modem oder ISDN-Schnittstelle Telefonanschluß Analog mit Modem 22 Digital mit ISDN 35 DFÜ-Verbindung zum Provider 37

22 Analog mit Modem ausführliche Beschreibung Der Rechner wird über eine serielle Schnittstelle mit einem Modem verbunden, das Modem steckt in einer TAE-Steckdose wie ein Telefon. Modems gibt es extern (eigenes Gehäuse und Stromversorgung), intern (Karte im PC) oder zum Einschieben in einen Laptop (PCMCIA-Schnittstelle). Extern kann man leichter installieren, intern vermeidet zusätzliche Stromversorgung. In jedem Fall sollte die Geschwindigkeit über bit/sekunde liegen; Maximum ist jetzt baud, aber mit verschiedenen Normen. Anschließen Kabel zwischen serieller Schnittstelle (COM1 oder COM2, je nach Maus) und Modem. Kabel zwischen Modem und TAE-Steckdose. Stromversorgung für Modem. Die Kabel sollten mit dem Modem geliefert werden. Software installieren Man muß für Windows über Start/Einstellungen/Systemsteuerung bei Netzwerk als Netzwerkkarte von Microsoft den DFÜ-Adapter und bei Software/Windows Setup in Verbindungen das DFÜ-Netzwerk und zum Testen HyperTerminal installieren.

23 Modem testen Start/Programme/Zubehör/HyperTerminal wählen, Hypertrm.exe aufrufen und auf das Modem zugreifen:

24 Hier wird das Modem gewählt:

25 Daten der Verbindung zwischen Rechner und Modem (und später Provider):

26 Terminalfenster zur Kommunikation mit dem Modem (und später Provider): Der Rechner kann sein Modem erreichen.

27 Verbindung zum Provider von Hand aufbauen Im HyperTerminal etwa folgenden Dialog durchführen: at OK atdt0, CONNECT 9600 Annex Command Line Interpreter * Copyright 1991 Xylogics, Inc. Checking authorization, Please wait... Annex username: axel Annex password: Permission granted ******************************************************************************* Terminalserverzugang zum Osnabruecker Hochschulnetz Alle Modems arbeiten ab jetzt mit Baud nach V.34 mit den ueblichen Kompressions- und Datensicherungsverfahren HMey ******************************************************************************* Kommandos: titan, nereid, phoebe, jupiter, ibm, telnet <host>,rlogin <host>, slip, ppp, qui ---> Ein Benutzer kann sich beim Provider anmelden.

28 Modem einrichten Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Modems. Mit der Dialogfolge das Modem einrichten:

29 Im folgenden Fenster kann man ein Modem auswählen und seine Eigenschaften festlegen:

30 Relativ zum Standort wird später die zu wählende Telefonnummer berechnet:

31 Als Eigenschaften eines Modems kann man die Schnittstelle und maximale Geschwindigkeit eintragen:

32 Hier definiert man Leitungsparameter. In einer Nebenstellenanlage wartet man nicht unbedingt auf ein Freizeichen:

33 Modem-Installation testen Für ein Modem kann man Verbindungsinformationen speichern. Start/Programme/Zubehör/HyperTerminal wählen, Hypertrm.exe aufrufen, neue Verbindung einrichten wie oben und auf das Modem zugreifen:

34 Im HyperTerminal erscheint der gleiche Dialog wie oben, aber es wird automatisch gewählt. Ein Benutzer kann sich über das Modem beim Provider anmelden. Als nächstes sollte man eine DFÜ-Verbindung einrichten.

35 Digital mit ISDN ausführliche Beschreibung Der Rechner wird über eine ISDN-Schnittstelle mit einem S0-Bus in der Telefonanlage oder am Netzanschluß der Telekom verbunden. Die Schnittstelle gibt es extern (dann wie Modem anzuschließen), intern oder zum Einschieben. Die Geschwindigkeit beträgt 64 Kbit/Sekunde pro Kanal (maximal 2). Es gibt passive Karten, bei denen der Rechner alle Protokolle selbst abwickeln muß, und aktive Karten, die wesentlich teurer sind. Für einen Router ist eine aktive Karte günstiger aber nicht unbedingt nötig. Anschließen Kabel zwischen Karte und S0-Steckdose (J11). Kabel sollte mit der Karte geliefert werden. Software installieren Die Karte ist hoffentlich Plug&Play und wird automatisch erkannt. Sie muß vor dem DFÜ-Netzwerk installiert werden, letztlich durch Einbauen, Einschalten des Rechners, Erkennen der Karte und automatischer Installation der Treiber von einer CD des Herstellers. Danach muß man für Windows über Start/Einstellungen/Systemsteuerung bei Software/Windows Setup in Verbindungen das DFÜ-Netzwerk installieren.

36 Karte testen Man kann eine Verbindung als Gast zu T-Online aufbauen, um die Karte zu testen. Ein Decoder gehört normalerweise zur Software der ISDN-Karte. MS Accelerator Pack installieren und ISDN konfigurieren Entweder gehört zur ISDN-Karte Software, die eine Vielzahl von Modems zur Verfügung stellt, oder man installiert über Start/Einstellungen/Systemsteuerung und Netzwerk einen NDIS-Port als Netzwerkkarte. Dies leitet in einen Assistenten über, in dem nochmals ISDN konfiguriert wird. DSS1 (Euro-ISDN) wählen und die Rufnummer der Karte am S0-Bus eintragen. System neu starten. [falls noch nicht erfolgt] TCP/IP installieren Start/Einstellungen/Systemsteuerung wählen, Netzwerk starten, und ein Protokoll hinzufügen. MicroSoft TCP/IP auswählen, installieren und TCP/IP -> DFÜ-Adapter nach den Angaben des Providers konfigurieren.

37 DFÜ-Verbindung zum Provider einrichten Start/Programme/Zubehör/DFÜ-Netzwerk/Neue Verbindung erstellen wählen und mit der Dialogfolge die Verbindung für Modem, zum Provider passendes ISDN-Modem oder ISDN-Leitung einrichten. Verbindung selektieren und Datei/Eigenschaften kontrollieren:

38 Provider fragen!

39 Provider fragen!

40 Provider fragen!

41 Durch Doppelklick die Verbindung aufbauen später erscheint dieses Panel, wenn eine Verbindung gebraucht wird. Für ein Modem sollte man nach dem Wählen ein Terminalfenster anzeigen lassen, in dem man sich eventuell anmelden muß; das kann man mit einem Skript automatisieren siehe Beschreibung.

42 Die aktive Verbindung hinterläßt ein Symbol in der Startleiste. Durch Doppelklick kann sie betrachtet und abgebrochen werden. Der Rechner kann das Netz beim Provider erreichen.

43 Provider In jedem Fall braucht man einen Internet-Provider, der möglichst zum Ortstarif erreichbar sein sollte. Der Provider liefert normalerweise Software und Anweisungen zum Internet-Zugriff, zum Beispiel: Telefonnummer Protokoll, etc. PPP, Kompression, etc. Rechnernummer für Klient dynamisch bei Anmeldung Rechnernummer für Name-Service Benutzername für Paßwort Rechnername für -Abholung portos.informatik.uni-osnabrueck.de Rechnername für -Versand luna.informatik.uni-osnabrueck.de Rechnernamen für Proxy-Server keiner Der Provider richtet mindestens eine Postadresse ein, manchmal auch Platz (und Namen) für eine eigene Home-Page. Es gibt flächendeckende Provider wie AOL, CompuServe oder T-Online. Andere, wie zum Beispiel Xlink, haben an vielen Orten einen Point of Presence. Man kann auch im Branchenbuch, bei einem Suchdienst oder bei Dritten suchen. Die Qualität differiert. Auch das findet man im Netz und in Fachzeitschriften.

44 Software Der Provider liefert normalerweise einen Web-Browser wie den Internet-Explorer von Microsoft oder den Navigator von Netscape. Falls man mit dem Netz verbunden ist, kann man sich von Microsoft oder Netscape neuere Versionen kostenlos holen. Diese Beschreibung bezieht sich auf den Netscape Communicator Version Konfiguration Mit dem Browser betrachtet man Dokumente im World-Wide-Web und lädt Dateien und Programme aus dem Netz. Teil des Systems sind auch Programme für und News. Netscape konfiguriert alles an einer Stelle:

45 Unter View kann man die verschiedenen Toolbars ausblenden, am linken Rand kann man sie wegklappen. Unter Edit/Preferences kann man konfigurieren:

46 Wesentlich ist folgendes: Appearance Navigator Identity Messages Mail Server Groups Server Offline Download Advanced Cache Proxies Disk Space Browser oder beim Start Startseite; Größe der History, leeren Name und -Adresse unbedingt ausfüllen nicht per Voreinstellung HTML verschicken; Kopien ablegen lassen Angaben des Providers unbedingt eintragen Angaben des Providers eintragen Offline Work Mode verlangen News Groups auswählen Bilder sofort laden; Sicherheitsoptionen Größe, leeren Angaben des Providers unbedingt eintragen für Mail und News limitieren

47 Sicherheitsaspekte Durch das Internet ist man in zweierlei Hinsicht gefährdet: Fremde können in angeschlossene Rechner eindringen, und man kann Viren vom Netz holen. Außerdem kann man mit überschwemmt werden, und es können Verhaltensprofile aufgenommen werden. Einbruch Jeder Rechner am Internet kann von allen anderen erreicht werden. Lokale Netze verbinden normalerweise einen Router mit dem Rest der Welt und limitieren dort den Verkehr in beiden Richtungen. Ein eigenes Netz mit Internet-Router ist also prinzipiell gefährdet und sollte wenigstens überall durch Paßwörter gesichert sein. Der Provider sollte eigentlich Angriffe von außen entdecken und abwehren. Ein eigener Rechner ist dann nur durch die Kunden des Providers gefährdet. Bei Windows NT und Linux sollte man unbedingt Paßwörter verwenden. Viren Import von ausführbaren Programmen ist gefährlich, speziell bei Windows. Es gibt aber auch Dokumente (zum Beispiel für MS-Word), die den eigenen Rechner beschädigen. Die verschiedenen Skript-Sprachen Java, JavaScript, ActiveX,... mit denen Seiten belebt werden, können alle mißbraucht werden und den eigenen Rechner beschädigen. Linux ist weniger gefährdet als Windows. Bei Windows muß man unbedingt Anti-Viren-Programme verwenden, regelmäßig Datensicherung betreiben und nach Möglichkeit nicht vom gleichen Rechner auf eigene Datenbanken und wahllos auf das Internet zugreifen. Im Browser kann man Skript-Sprachen abschalten, aber selbst das bietet nur bedingt Schutz.

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49 Nutzung Wie mache ich etwas mit dem Internet? Themen Dokumente 50 Elektronische Post 56 Dateitransfer 61 Suchdienste 62

50 Dokumente Universal Resource Locator (URL) 51 Navigation 52 Bookmarks 53 Multimedia 54 Andere Technologien 55 Entweder man tippt eine Adresse bei Location: ein, oder man wählt File/Open Page Bei Choose File... kann man mit dem üblichen Dialog eine lokale Datei öffnen.

51 Universal Resource Locator (URL) Mit einer Netzadresse (URL) kann man beliebige Objekte mit beliebigen Protokollen beschaffen: file:/c:/bootlog.txt ftp://ftp.rz.uos.de/pub/ Objekt vom Netz lokale Datei Katalog von FTP-Server Post für Rückmeldung Nur Protokoll und Server können beliebig groß- und kleingeschrieben werden. Je nach Protokoll folgen verschiedene Angaben: file:/path ftp://server/path Objekt bei path von server mit HTTP holen lokales Objekt bei path holen Objekt bei path von server mit (anonymem) FTP holen Post an schicken path sollte immer rechte Schrägstriche / verwenden.

52 Navigation Die Navigation wird durch die Toolbars vereinfacht, ist aber auch aus den Menüs möglich. Ausgehend von einer URL kommt man durch Anklicken von Verweisen vorwärts. Verweise sind normalerweise unterstrichen und/oder farbig. Außerdem können Grafiken (Knöpfe) als Verweise verwendet werden. Berührt man einen Verweis mit der Maus, ändert sich der Cursor und man sieht das Ziel in der Statuszeile. Back liefert eine Liste früher besuchter Seiten. Ging man zurück, kann man mit Forward wieder die aktuelle Position erreichen. Reload holt die dargestellte Seite nochmals. Home holt eine in Edit/Preferences... einstellbare Seite. Search holt eine Seite mit Zugriffen auf Suchmaschinen. Guide holt ein Menü möglicherweise interessanter Seiten. Stop bricht eine laufende Übertragung ab. Location klappt aus und enthält explizit eingegebene Adressen. Das Symbol davor ist ein Verweis für Drag&Drop.

53 Bookmarks Bookmarks klappt aus und zeigt eine nach Kategorien sortierte Hierarchie von Verweisen, in die man eine aktuelle Seite nach den bereits vorgelegten durch Berühren einfach einsortiert. Der Personal Toolbar Folder konfiguriert die unterste Toolbar. Edit Bookmarks... ist ein Explorer für die Bookmarks. Die Bookmarks sollte man sich sorgfältig aufbauen und laufend pflegen. Unter Edit Bookmarks... kann man einzelne oder alle selektieren und mit View/Update Bookmarks auf Aktualität prüfen lassen.

54 Multimedia Browser stellen mindestens Bilder (GIF und JPEG), Text und Tonaufzeichnungen dar. Andere Dokumente werden teilweise mit sogenannten Plug-Ins, teilweise mit anderen Programmen dargestellt. Eine Auswahl nicht alles wird funktionieren: Audio Bilder 1.1mb See you later alligator Keyboard mit 50% CD-Qualität 22k Entertainer Keyboard (Netz), MIDI 130k Vergleich zweier Kompressionsverfahren [ Plug-In] Software 217k 600k Archie-Klient ZIP-Extraktor Text Video 82k 488k 500k 2.2mb 3.0mb 9.3mb Portable Document Format, PostScript, überall zu drucken ISDN-Zugang zum Hochschulnetz Modem-Zugang zum Hochschulnetz Workshop-Unterlagen Quicktime MPEG Video für Windows Virtual Reality 130k 3D-Zugriff auf eine Homepage und Musik [ Plug-In]

55 Andere Technologien Formulare Web-Seiten können Formulare mit Textfeldern, Auswahllisten, Knöpfen usw. enthalten, über die Eingaben für Suchen, Bestellungen usw. erfolgen. In diesem Fall wird Information vom Browser zum Server übertragen möglicherweise hören viele Rechner zu. Skript-Sprachen Web-Seiten können Programme in einer Reihe von Programmiersprachen enthalten, um zum Beispiel Grafiken oder Laufschriften kontinuierlich darzustellen oder komplexe Abfragen zu tätigen. Derartige Programme können sich als Viren entpuppen. Channels, netcast Web-Seiten zu betrachten ist eine aktive Tätigkeit, denn man holt Dokumente explizit ab und kann Übertragungen abbrechen. Ähnlich wie im Rundfunk gibt es Channels, bei denen man sich anmelden kann und die dann Material zu bestimmten Interessenslagen von sich aus anbieten. Dies dürfte sich in Zukunft stark entfalten.

56 Elektronische Post Briefe schreiben 57 Briefe verwalten 59 Adreßbuch 60 Um Post (oder News) zu bearbeiten, wählt man Communicator/Messenger Mailbox. Dort kann man sowohl als auch News bearbeiten.

57 Briefe schreiben Mit New Msg schreibt man einen Brief, Reply beantwortet, Forward leitet weiter: Text schreibt oder kopiert man. Als Anlagen kann man beliebige Dateien zum Beispiel mit Drag&Drop oder Attach einfügen. Send verschickt den fertigen Brief. File/Go Offline sorgt dafür, daß Briefe erst zum Schluß zum Server geschickt werden.

58 Durch Klicken der Karteikarte im Adreßfeld kann man aus dem Adreßbuch wählen:

59 Briefe verwalten Get Msg holt die Briefe vom Server. Dabei werden auch fertige Briefe verschickt. Stop bricht die Übertragung ab. File bietet eine Liste von Ablagekörben an, in die man den vorher gewählten Brief durch Berühren verschiebt. Next durchläuft die Briefe nach verschiedenen Kriterien, darunter auch Dialoge zum gleichen Thema. Delete verlagert Briefe in einen Korb, den man mit File/Empty Trash Folder endgültig ausleert. Mit File/New Folder kann man einen neuen Korb anlegen, aber es bleibt unklar, wie man ihn löschen würde. Man sollte die Ablage sehr sorgfältig einrichten und pflegen. Körbe kann man durch Anklicken der Spaltenüberschriften sortieren und über Edit/Search durchsuchen.

60 Adreßbuch Mit Communicator/Address Book kann man Adressen und Adreßlisten verwalten: New Card oder Properties für einen ausgewählten Eintrag führen zu folgender Karte:

61 Dateitransfer Dateien und insbesondere Programme kann man wie Dokumente transferieren. Wenn man die Wahl hat, sollte man das File Transfer Protokoll (FTP) gegenüber dem Hypertext Transfer Protokoll (HTTP) bevorzugen, denn es ist stabiler. Manche Institutionen unterhalten reine FTP-Server, die ein Browser mehr oder weniger im Stil eines File-Managers erschließt. Ausgangspunkt ist eine URL, die auf einen FTP-Server verweist. Dort wird es in der Regel im Katalog /pub interessant: ftp://ftp.cdrom.com/pub/ Katalog Datei wird aufgeblättert wird nach Möglichkeit dargestellt oder mindestens abgespeichert Insbesondere für Public-Domain-Software gibt es wahre Fundgruben (aber Vorsicht vor Viren!): CD-Hersteller DOS Windows Linux ftp.cdrom.com ftp.coast.net ftp.cica.indiana.com ftp.redhat.com Zum gezielten Suchen über viele FTP-Server sollte man archie TH Darmstadt anfragen. installieren und damit bei der

62 Suchdienste Es gibt Kataloge, die von Hand gepflegt werden und dann meist auch über Listen von Kategorien Zugriff bieten, Volltext-Indizierer, die mit Hilfe von Robotern möglichst viele Seiten erschließen, und Metasuchdienste, die selbst mehrere Suchdienste befragen. In allen Fällen kann man mehr oder weniger komplexe, systemspezifische Anfragen per Formular stellen und erhält dann Fundstellen. Kataloge Volltext-Indizierer (deutschsprachig) Metasuchdienste (Lycos, Infoseek, WebCrawler, Excite, AltaVista, Yahoo)

63 Anfragen Verschiedene Suchmaschinen benötigen verschiedene Eingaben. Typisch ist folgendes. Stichwort muß gefunden werden. tierarzt Großschreibung muß auch gefunden werden, Kleinschreibung findet auch Großschreibung. lesen infoseek findet Lesen infoseek findet Von mehreren Stichworten müssen wenigstens eins (infoseek) oder alle (altavista) in jedem Dokument gefunden werden. Dies kann man je nach Suchmaschine abändern: hund auge krankheit infoseek findet hund +auge +krankheit infoseek findet 50 hund auge krankheit altavista findet kein deutsches Dokument hund OR auge OR krankheit altavista findet deutsche Dokumente Nach Folgen von Wörtern kann man durch Zitieren suchen: logisch denken infoseek findet "logisch denken" infoseek findet 36 Sind nicht alle Wortteile bekannt, ergänzt bei manchen Suchmaschinen die Angabe * beliebige Zeichen (insbesondere für Plural wichtig): *tierpraxis sollte auch Kleintierpraxis treffen Oft gibt es weitere Operatoren, die beispielsweise einzelne Worte ausschließen oder Alternativen verbinden..

64 Fundstellen Die Suchergebnisse der verschiedenen Dienste enthalten URL und Titel und können je nach Suchdienst auch Größenangabe und den Beginn des Dokuments selbst enthalten. Die Kriterien zur Dokumentenauswahl und -rangfolge unterscheiden sich von Dienst zu Dienst und können von der Häufigkeit, dem Abstand zueinander und der Position der Suchwörter im Dokument abhängen. Einige Dienste (infoseek direkt, altavista über cow9) gestatten ein nachträgliches Einschränken der Fundstellenmenge durch eine weitere Suche. Die Suchdienste ähneln sich in ihrer Benutzung, differieren jedoch im Detail, so daß die Beherrschung weniger Dienste der naiven Benutzung sehr vieler unterschiedlicher Suchmaschinen vorzuziehen ist. Es empfiehlt sich, eigene Bookmarks auf die Suchmaschinen zu setzen.

65 Beispiele netscape bietet über Bookmarks/Search/Netscape Search oder Edit/Search Internet verschiedene Suchdienste zur individuellen Abfrage an:

66 Wie bietet auch Katalogsuche:

67 Auch hat deutsche Dokumente im Angebot:

68 leere Seite

69 4 Aufgaben Dokumente Betrachten Sie diese Unterlagen im Netz. Beantworten Sie einige der folgenden Fragen: Welches Osnabrücker Gymnasium ist im Internet erreichbar? Was steckt hinter Schulen ans Netz? Kennt Niedersachsen ein Volksbegehren? Was kam gestern in der Tagesschau? Wie macht man ein Praktikum bei der Deutschen Bank? Wie sehen Knochen im CAT-Scan oder MRI aus? Wie war das wirklich mit Apollo 13? Und mit Shoemaker-Levy? Wo bleibt mein Auftrag bei transtec? und mein UPS-Paket? Wann hat Gerhard S. Geburtstag? Wohin schicke ich einen Brief an den Zukunftsminister? an Billy C.? an den Papst? Von welcher Partei sind die meisten Abgeordneten per erreichbar? Betrachten Sie einige der folgenden Beispiele: ADAC Monopoly-Spiel Aktienkurse NASA Bayerische Hypo-Bank Olympiade Bundestag Osnabrück CD World Parteien: CDU, SPD Commerce Net Pizza (in München) Expo 2000 Polizei Film: Eraser Quelle Finanz-Forum Frankfurt Schule und Internet Hannover-Messe Sex Shop: Beate Uhse Immobilien (in Hessen) Sparda Bank, Hamburg Internet CD Suchdienste: Altavista, Lycos Karmann Ghia Tele-Shopping Kleinanzeigen Wirtschaftskammer Krankenkasse ZDF Louvre Zeitungen: Der Spiegel, Die Zeit Ministerpräsident Teufel TIME Magazine

70 Suche Suchen Sie nach tiermedizinischen Informationen, zum Beispiel über spezielle Körperteile einer für Sie interessanten Tierart. Suchen Sie einen Job bei Stellenanzeigen oder dem Arbeitsamt. Suchen Sie Informationen über den Landkreis Osnabrueck. Holen Sie Ihre Post von portos.informatik.uni-osnabrueck.de ab. Beantworten Sie die Anfragen. Dateitransfer Beschaffen Sie sich die ISDN-Installationsbeschreibung aus unserem Rechenzentrum. Was für Informationen sind in der Nähe der Fundstelle speziell für ISDN unter Windows/95 zu holen? Holen Sie nur die Beschreibung der Informationen! Eigendarstellung (Home-Page) Holen Sie eine einfache Home-Page Sie selbst bezieht. und wandeln Sie den Text etwas ab, so daß er sich auf

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