E.H.S. Hausmann, K. Mac, L. Ellerbroek

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1 Ein Bericht über eine gelungene Zusammenarbeit des Genlabors an der Emil- Fischer-Schule mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung, Fachgruppe 42: Lebensmittelhygiene und Sicherheitskonzepte in Berlin E.H.S. Hausmann, K. Mac, L. Ellerbroek

2 Genlabor der Emil-Fischer-Schule Bio- und Gentechnologie ist Zukunftstechnologie. An der Emil-Fischer-Schule können seit Sommer 2001 Schülerinnen und Schüler unter wissenschaftlicher Anleitung biotechnische und gentechnische Experimente durchführen.

3 Bundesinstitut für Risikobewertung, Fachgruppe 42: Lebensmittelhygiene und Sicherheitskonzepte Die Aufgaben der Fachgruppe bestehen in der methodischen Erfassung von gesundheitlichen Risiken sowie Hygieneund Qualitätsmängeln in Lebensmitteln im Farm to Fork Konzept. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt in der Entwicklung von Sicherheitskonzepten in der gesamten Lebensmittelkette.

4 Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Genlabor Wir vermitteln handwerkliche Grundlagen: Aufarbeitung von Proben Umgang mit Mikropipetten Erlernen sterilen Arbeitens Herstellung von Puffern und Lösungen Anfertigung von Verdünnungsreihen Die Schüler werden mit den Sicherheitsstufen S1 - S4 in der Biotechnologie vertraut gemacht.

5 Wir vermitteln elementare molekularbiologische Techniken: Gelelektrophorese Isolation von DNA Plasmidpräparation Restriktionsanalyse Umgang mit Enzymen Transformation Polymerase-Kettenreaktion Blotting Zellkultur ELISA(Enzyme-Linked Immuno-Sorbent Assay)

6 Die Schüler können überprüfen, ob ihr Interesse an der naturwissenschaftlichen Forschung ausreichend ist, um die zusätzliche Arbeit zu investieren. Die Lehrer können realistische Vermittlungsmöglichkeiten abschätzen. Die Schüler entwickeln Fragestellungen, wir helfen anschließend bei der Realisierung eines Projekts. Dies setzt voraus, dass die Schüler Labortechniken beherrschen. Sie benötigen Kompetenzen in Theorie und Praxis.

7 Landeswettbewerb Jugend forscht 2006 Fachgebiet Biologie Antibiotikaresistenzen bei Bakterien in Lebensmitteln Robert Koban (19) Martin Lippold (21) In unserer Arbeit beschäftigten wir uns mit der Frage, ob in Lebensmitteln aus ökologischem Anbau bestimmte Antibiotikaresistenzen, hervorgerufen durch Bakterien (Enterokokken), genetisch nachzuweisen sind. Dazu untersuchten wir verschiedene Lebensmittel, produziert im Demeter-Unternehmen Domäne-Dahlem, zunächst auf generelle Kontamination mit Enterokokken. Anschließend klassifizierten wir deren Spezies und untersuchten mittels verschiedener Methoden (PCR, Multiplex-PCR, MHK), ob diese gegen die Antibiotika Ampicillin, Erythromycin und/oder Tetracyclin resistent sind. Im Ergebnis unserer Untersuchung konnten wir nachweisen, dass bei den von uns untersuchten repräsentativen Produkten aus kontrolliertem ökologischen Anbau keine genetischen Informationen zur Ausprägung einer solchen Resistenz vorhanden waren.

8 Technikerarbeit zu dem Thema: Antibiotikaresistenzen in Lebensmitteln

9 Die Arbeiten wurden in einem wissenschaftlichen Rahmen vorgestellt: Freudenberg, J., Dittmar-Gabor, C., Hausmann, E.H.S. und Mac K. (2006). Untersuchung von Bioprodukten auf Antibiotika-resistente Enterokokken. Abstract in: BioPerspectives im Fokus: Nahrung für die Zukunft, Tagungsband der DECHEMA, vorgestellt in Potsdam am 26. April 2006 K. Mac, J. Freudenberg, E. Hausmann, and L. Ellerbroek (2006). Antibiotic resistant enterococci: treatment from organic food products? Intermediary results. Med Vet Net Conference. 2 nd general scientific meeting, Malta, May 3-6, 2006 Robert Koban, Martin Lippold, E.H.S. Hausmann, K. Schiele und K. Mac (2006). Antibiotikaresistenzen in Öko-Lebensmitteln durch Enterokokken. Abstract in: BioPerspectives im Fokus: Nahrung für die Zukunft, Tagungsband der DECHEMA, vorgestellt in Potsdam am 26. April 2006

10 Zum Schluss möchte ich mich für die Unterstützung unseres Projektes durch das Bundesinstitut für Risikobewertung bedanken. Dank sei auch der Schulleitung der Emil-Fischer-Schule, ohne die eine so erfolgreiche Förderung begabter Schüler nicht zustande gekommen wäre. Schließlich gilt mein Dank Sebastian Fischer für die Hilfe und das Layout bei der Erstellung der PowerPoint-Präsentation. Herr Fischer hat als mein erster Schüler im Genlabor ein Jugendforscht-Projekt, hier in Zusammenarbeit mit dem Institut National de la Recherche Agronomique [INRA], bearbeitet. Thema: Molekularbiologischer Nachweis von CAE-Virus in der Region Berlin- Brandenburg (2.Preis im Landeswettbewerb 2004)

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