Starthilfe. Der erfolgreiche Weg in die Selbständigkeit

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1 Starthife Der erfogreiche Weg in die Sebständigkeit

2 Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Öffentichkeitsarbeit Berin Text und Redaktion Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Berin Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist mit dem audit berufundfamiie für seine famiienfreundiche Personapoitik ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wird von der berufundfamiie ggmbh, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, veriehen. PID Arbeiten für Wissenschaft und Öffentichkeit GbR Regine Hebestreit, Bernd Geisen Kön, Berin Gestatung und Produktion PRpetuum GmbH, München Stand Juni 2014 Druck Bonifatius GmbH, Paderborn Bidnachweis westend61 Mauritius Images (Tite); Jaap2 istockphoto (S. 7); sör aex Photocase (S. 11); topten22photo Fotoia (S. 13); uomo Photocase (S. 16); Bacho Foto Fotoiax (S. 22); Nordreisender Photocase (S. 24); tashatuvango Fotoia (S. 29); Toga_TEZCAN istockphoto (S. 30); auris Fotoia (S. 34); hannibie Photocase (S. 35); Mr. Nico Photocase (S. 48); Gina Sanders Fotoia (S. 49); René de Brunn Fotoia (S. 52); kebox Fotoia (S. 55); winhorse istockphoto (S. 61); pressmaster Fotoia (S. 63); kaejipp Photocase (S. 64); Bernd Vonau Photocase (S. 77); fraueva Photocase (S. 78); zettberin Photocase (S. 80); Stauke Fotoia ( S. 90); JiSIGN Fotoia (S. 96); DancehaCabaero Photocase (S. 97) Diese Broschüre ist Tei der Öffentichkeitsarbeit des Bundes ministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie wird kostenos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Nicht zuässig ist die Verteiung auf Wahveranstatungen und an Informationsständen der Parteien sowie das Einegen, Aufdrucken oder Aufkeben von Informationen oder Werbemitten. Diese und weitere Broschüren erhaten Sie bei: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Referat Öffentichkeitsarbeit E-Mai: Zentraer Besteservice: Teefon: Bestefax:

3 Starthife Der erfogreiche Weg in die Sebständigkeit

4 4 Inhatsverzeichnis Starthife für Ihre Gründung Zum Start in den Start... 7 Warum nicht? Karriere as Mitteständer... Schritt für Schritt in die Sebständigkeit Die Entscheidung Dreh- und Angepunkt: Die Gründerperson Sind Sie ein Unternehmertyp? Hürden kennen Hürden nehmen Wer hift? Beratung und Coaching Gewusst wie: Know-how für Gründerinnen und Gründer Zeit und Kraft genug? Probeme und Lösungen für Gründerinnen Ideen mit Dipom: Gründungen aus Wissenschaft und Hochschue Patentierung Einziger Ausweg oder Chance? Gründungen aus der Arbeitsosigkeit Unternehmen Kunst : Kreative und Kuturschaffende Aus Erfahrung gut: Ätere Gründerinnen und Gründer Wikommen: Gründungen durch Migranten Der Gründungsweg So oder so: Wege zum eigenen Unternehmen Bei nu anfangen: Neugründung Überschaubar: (nebenberufiche) Keingründung Einer nach dem anderen: Unternehmensnachfoge/Betriebsübernahme Konzept gegen Gebühr: Franchising Der Businesspan Von der Idee zum Erfog: Der Businesspan Die Finanzierung Lohnt sich der Aufwand? Rentabiitätsvorschau Was so der Spaß kosten? Kapitabedarf Wer so das bezahen? Finanzierung Ergänzung und Aternative zum Darehen: Beteiigungskapita Öffentiche Starthifen: Förderprogramme Ged gegen Vertrauen: Sicherheiten und Bürgschaften Mieten statt kaufen: Leasing Die Formaitäten Passend für jeden Zweck: Rechtsform Weche Rechtsform passt zu Ihnen? Nomen est omen: Der Name des Unternehmens Aes mit rechten Dingen: Anmedungen und Genehmigungen Kare Verhätnisse: Verträge und Verhandungen... 61

5 5 7. Das Kaufmännische Einmaeins Weche Einnahmen und Ausgaben habe ich? Buchführung Ist mein Unternehmen zahungsfähig? Liquiditätspanung Weche Kosten habe ich? Kostenrechnung Weche Preise so ich nehmen? Preiskakuation Sind ae Rechnungen bezaht? Forderungsmanagement Wie erfogreich arbeitet mein Unternehmen? Erfogsrechnung Habe ich gut gepant? So-Ist-Vergeich Wie hoch ist mein Gewinn? Jahreserfogsrechnung Die Absicherung Sicherheit für ae Fäe: Betriebiche Versicherungen Und sebst? Persöniche Absicherung für Unternehmer Das Unternehmen führen Kunden und Konkurrenz immer im Bick: Marketing Rechnen Sie mit dem Finanzamt: Steuern So gut wie Ihre Mitarbeiter: Persona Der Bessere gewinnt: Quaitätsmanagement Gemeinsam stärker: Kooperationen nutzen Ressourcen schützen: Betriebicher Umwetschutz Mit karem Bick: Krisen vermeiden Wenn Sie Ihr Unternehmen wieder aufgeben Service Weitere BMWi-Serviceangebote für Gründerinnen und Gründer Broschüren und Infoetter (Auswah) Onine-Informationen (Auswah) Infoteefone (Auswah) Internetadressen Adressen Fachbegriffe kurz und bündig Zufrieden? Ihre Meinung ist uns wichtig!

6 6 Starthife für Ihre Gründung Wohüberegt und sorgfätig gepant Informationen und eine sorgfätige Panung sind ein gutes Fundament für eine erfogreiche Existenzgründung. Mit der voriegenden Broschüre möchte Ihnen das Bundesministerium für Wirt schaft und Energie einen Über bick über ae wichtigen Beange und Fragen geben, die Sie auf dem Weg in die Seb ständigkeit berücksichtigen soten. Festes Fundament Zie dieser Broschüre ist, Ihnen dabei zu hefen, ein festes Fundament für Ihre eigene Zukunft zu bauen. Zie ist auch, damit den zentraen Pfeier unserer Wirtschaft insgesamt zu festigen und zu verstärken. Immerhin erbringen die sebständigen Unternehmerinnen und Unternehmer des Mittestandes etwa die Häfte der gesamten Wirtschaftseistung (Bruttowertschöpfung). Sie sind Arbeitgeber für mehr as zwei Dritte aer Beschäftigten hierzuande. Darüber hinaus übernehmen sie die Ausbidung von mehr as 80 Prozent aer Auszubidenden: eine stoze Leistung. Um die mitteständische Wirtschaft zu sichern, braucht es Gründerinnen und Gründer, die mit ihren zukunfts orientierten Ideen, fundiertem fachichen Know-how und unternehmerischen Kompetenzen dafür sorgen, dass der Mittestand auch zukünftig innovativ und erfog reich beibt. Die Bundes regierung möchte Gründerinnen und Gründer daher auf ihrem Weg in die Sebständigkeit unterstützen. Das Bundes ministerium für Wirtschaft und Energie hat bereits viefätige Maßnahmen ergriffen, um die Rahmenbedingungen für Existenz gründungen zu verbessern. Dazu gehören beispiesweise der Ausbau der Existenzgründungsförderung und neue Akzent setzun gen in den Programmen, wie zum Beispie beim INVEST Zuschuss für Wagniskapita, der insbesondere innovativen Start-ups und Hightech-Unternehmen einen besseren Zugang zu Beteiigungskapita ermögicht. Oder der Mikromeaninfonds Deutschand, der vor aem keinen und jungen Unternehmen den Start ereichtert. Der Abbau bürokratischer Anfor derungen an Gründer und Unter neh mer wird fortgesetzt. Dabei werden auch für Re-Starter geeignete Voraus setzungen für einen unterneh merischen Neustart geschaffen werden. Über 25 Jahre Starthife Seit mehr as 25 Jahren gibt das Bundeswirtschafts minis terium jungen Unternehmerinnen und Unter nehmern mit seinen Informationen Start hife beim Aufbau einer sebständigen Existenz. Über a diese Jahre sind dabei immer wieder aktuee Themen und neue Ziegruppen berücksichtigt worden. Wie gut die Start hife-broschüre ankommt, zeigt das Ergebnis der seit mehr as neun Jahren durchgeführten Fragebogenaktion. Die aermeisten, die sich an der Meinungsumfrage beteiigt ha ben, bewerten die Starthife mit sehr gut und gut. Dabei wird sie auch dank Ihrer Anregun gen im mer weiter verbessert und auf den neuesten Stand gebracht. So haben wir zum Beispie diesma zur besseren Orientierung einzene Textabsätze mit Symboen gekennzeichnet: Weitere Informationen Tipp Achtung Seite xy Die Starthife ist, wie beispiesweise auch die Pubika tionsreihe GründerZeiten und andere BMWi-Broschüren, kostenos erhätich. Darüber hinaus verschafft das Existenzgründungsporta des Bundeswirtschaftsministeriums unter Gründer innen und Gründern Zugang zu einer Viezah von Informationen und praktischer Hife im Internet. Auf einen guten Start mit der Starthife und vie Erfog. Ihr Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

7 7 1. Zum Start in den Start Warum nicht? Karriere as Mitteständer Gründerinnen und Gründer tragen dazu bei, die Wirtschaftseistung in Deutschand zu stärken. Mit ihren überwiegend keinen und mitteren Unternehmen sorgen sie für den Großtei der Ausbidungs- und Arbeitspätze. Darüber hinaus sind viee von ihnen mit ihren innovativen Produkten und Diensteistungen wetweit erfogreich. Viee Gründerinnen und Gründer erfüen sich mit ihrem Weg in die Sebständigkeit einen persönichen Traum. Existenzgründungen in Deutschand in (Ohne Automatenaufsteer und Reisegewerbe; ohne Freie Berufe) Sie woen ihrem unternehmerischen Tatendrang nachgehen; ihre eigene Unternehmens-Idee verwirkichen; eine günstige Geegenheit beim Schopf ergreifen; berufiche Frustrationen vermeiden oder beenden; der Arbeitsosigkeit entfiehen; mehr Unabhängigkeit ereben; mehr Erfogserebnisse genießen; ihren berufichen Aufstieg sebst in die Hand nehmen; sich ein höheres Einkommen erarbeiten Quee: Institut für Mittestandsforschung Bonn 2014

8 8 1. ZUM START IN DEN START Schritt für Schritt in die Sebständigkeit Zu Ihrer Orientierung finden Sie hier die wichtigsten Handungsschritte und Entscheidungen in Richtung Unternehmensgründung. Das Aer wichtigste zuerst: Informieren Sie sich gründich! Lassen Sie sich beraten! Bei aem, was auf Sie zukommt. Die vier Gründungsphasen Entscheiden Panen Finanzieren Unternehmen eröffnen Persöniche Voraussetzungen? Quaifikation? Beratungsbedarf? Geschäftsidee? Businesspan? Finanzpan? Förderprogramme? Bankgespräch? Finanzierungsqueen? Formaitäten? Marketing? Steuern? Persona? Schritt 1: Die Entscheidung Schritt 2: Die Panung Sind Sie ein Unternehmertyp? Eine Reihe von einfachen Testfragen hift Ihnen, in dieser Frage mehr Sicherheit zu gewinnen: Ist die Sebständigkeit wirkich der richtige Weg für Sie? Sind Sie fachich quaifiziert? Haben Sie Erfahrungen in der Branche? Verfügen Sie über kaufmännisches Know-how? Steht Ihre Famiie hinter Ihnen? Stehen Sie die Beastungen während der Startphase und auch später durch? Lassen Sie sich beraten und geichen Sie Schwächen aus! Besuchen Sie ein Gründungsseminar Ihrer Kammer (Industrie- und Handeskammer, Handwerkskammer u. a.) oder Ihres Verbandes. Lassen Sie sich anschießend von einem Berater der Kammer oder des Verbandes, von einem freien Unternehmensberater oder anderen kompetenten Facheuten hefen. Kären Sie: Zu wechen Fragen brauchen Sie Beratung? Wer kann Ihnen je nach Fragesteung weiterhefen? Was soten Sie beim Abschuss von Beraterver trägen beachten? Informieren Sie sich, weches Programm Ihr Bundes and für Beratungen in der Vor-Gründungs-Phase anbietet. Sie haben sich entschieden? Dann weiter... Kären Sie Ihre Geschäftsidee! Überegen Sie, mit wechem Angebot Sie auf den Markt gehen woen. Dafür müssen Sie Ihre zukünf tigen Kunden, ihre Bedürfnisse, ihre Neigungen, ihr Kaufverhaten kennenernen. Was genau woen Sie ihnen anbieten? Finden Sie mögichst etwas Beson deres, was die Konkurrenz nicht hat. Verschaffen Sie sich dafür auch einen Überbick über die Konkurrenz situation; vor aem auch an dem Standort, den Sie wähen. Suchen Sie eine Geschäftsidee? Woen Sie sich sebständig machen, haben aber noch keine zündende Geschäftsidee? Lassen Sie sich inspirieren und informieren Sie sich über agemeine wirtschaftiche Trends, boomende Branchen oder auch erfogreiche Geschäftsideen einzener Unternehmer. Informationsqueen Agemeine Trends/Beispiee: Pubikumszeitschriften, Wirtschaftsmagazine (Print und TV) bzw. deren Onine-Informationen im Internet Branchen: aktuee Marktstudien von Marktforschungsinstituten (häufig kostenos as Downoad im Internet) Geschäftsideen: Fachzeitschriften/-magazine, Gründer - messen, Gründerwettbewerbe, Gründer initiativen Informieren Sie sich auch über Trends und Vorbider im Ausand, die sich womögich auf den heimischen Markt übertragen assen. Unternehmensnachfoge Dabei kaufen oder pachten Sie ein bestehendes Unternehmen und übernehmen seinen Kundenstamm, sein Persona usw.

9 1. ZUM START IN DEN START 9 Franchising Beim Franchising machen Sie sich mit einer bereits markterprobten Idee eines sog. Franchise-Gebers sebständig und zahen im Gegenzug eine Franchisegebühr. Patentrecherchen Beim Deutschen Patent- und Markenamt iegen zum Tei Patente brach, die zwar entwicket und angemedet, aber nicht weiterverwertet wurden. Schreiben Sie Ihren Businesspan! Erkären Sie Ihre Geschäftsidee bzw. Ihr Vorhaben. Steen Sie die Gründerperson/-en vor. Beschreiben Sie Ihr Produkt bzw. Ihre Dienst eistung. Beschreiben Sie Ihre Kunden. Beschreiben Sie Ihre Konkurrenten. Beschreiben Sie Ihren Standort. Weche Lieferanten woen Sie nutzen? Wie sieht Ihre Personapanung aus? Zu wechem Preis woen Sie Ihr Produkt bzw. Ihre Diensteistung verkaufen? Weche Vertriebspartner werden Sie nutzen? Weche Kommunikations- und Werbemaß nahmen woen Sie ergreifen? Weche Rechtsform haben Sie gewäht? Weche Chancen und Risiken hat Ihr Vorhaben? Wie hoch ist der Kapitabedarf? Wie können Sie diesen Kapitabedarf decken? Kakuieren Sie Ihren Verdienst! Überegen Sie, ob sich die Gründung einer sebständigen Existenz für Sie auszaht. Lohnt sich der Aufwand? Reicht Ihnen der Gewinn, um Ihren ge wohnten Lebens standard zu finanzieren? Das Konzept steht nun. Jetzt muss es finanziert werden! Schritt 3: Der Finanzpan Kakuieren Sie das benötigte Startkapita! Wie groß ist Ihr Kapitabedarf für die Gründung und die Startphase? Machen Sie eine Aufsteung aer kurz- und ängerfristig reevanten Kostenpositionen. Ermitten Sie ae mögichen Finanzqueen! Wie vie Ged steht Ihnen sebst zur Verfügung? Wer könnte Ihnen privat Ged eihen? Wer würde sich an Ihrem Unter nehmen beteiigen? Prüfen Sie die Ange bote der Kredit insti tute und die viefätigen Förder programme des Bundes, der Bundesänder und auch der Europäischen Union. Wenn die Finanzierung gesichert ist: Denken Sie an die Zukunft! Schritt 4: Das Unternehmen Eredigen Sie ae notwendigen Formaitäten! Bedenken Sie die Anforderungen von Behörden, Kammern, Berufsverbänden usw. Erkundigen Sie sich, für weche Vorhaben besondere Voraussetzungen und Nachweise, behördiche Zuassungen oder Genehmigungen erforderich sind. Sorgen Sie für das Finanzamt vor! Steen Sie sich von Anfang an auf neue Pfichten gegenüber dem Finanzamt ein. Denken Sie an die Risikovorsorge im Unternehmen! Kümmern Sie sich um ausreichende und geeignete Ver - sicherungen für Ihr Unternehmen. Verschießen Sie nicht die Augen vor mögichen Risiken und Gefahren, sondern sorgen Sie mit den richtigen Maßnahmen vor. Denken Sie an Ihre persöniche Absicherung und die Ihrer Famiie! Für berufich Sebständige gibt es verschiedene Mögichkeiten, für Ater, Krankheit und Todesfa vorzusorgen. Wichtig ist, die Entscheidung für geeignete Versicherungen und Maßnahmen nicht auf die ange Bank zu schieben, sondern sich schon während des Gründungsprozesses beraten zu assen.

10 10 1. ZUM START IN DEN START Lassen Sie sich auch nach der Eröffnung weiter beraten! Nach dem Unternehmensstart kommen neue Auf gaben auf Sie zu. Lassen Sie sich vor aem zu finanzieen Beangen weiter beraten. Fragen Sie dazu Ihren Steuerberater. Oder engagieren Sie im Zweifesfa einen Unternehmensberater. Haben Sie einen aufenden und aktueen Überbick über die Einnahmen, Ausgaben und die Liquidität Ihres Unternehmens? Wie hoch ist Ihre Gewinnerwartung? Wie hoch ist Ihr Finanzbedarf? Haben Sie Ihre Kosten im Griff? Umfasst Ihr Controing ae wesentichen Unternehmensebenen? Ist Ihre Finanzierung gesichert oder benötigen Sie (zusätziche) öffentiche Fördermitte? Sind Sie in der Lage, Krisensignae rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern? Informieren Sie sich über die Beratungs förderung des Bundes: Gründercoaching Deutschand (direkt nach der Gründung) und die Beratungsförderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontroe (BAFA). Es gibt viee gute Gründe, sich berufich sebständig zu machen: Sie möchten zum Beispie eigenverantwortich entscheiden. Oder Ihre eigenen Ideen umsetzen. Oder auch über Ihre Arbeitszeit sebst bestimmen. (SCHEIN)SELBSTÄNDIGKEIT Zu den typischen Merkmaen einer sebständigen unternehmerischen Tätigkeit gehört u. a., dass Leistungen im eigenen Namen und auf eigene Rech - nung statt im Namen und auf Rechnung des Auftraggebers erbracht werden sowie die eigenständige Entscheidung über Einkaufs- und Verkaufspreise, Warenbezug, Einsteung von Persona, Einsatz von Kapita und Maschinen, die Zahungsweise der Kunden (z. B. sofortige Bar zahung, Einräumung von Rabatten), Art und Um fang der Kun denakquisition, Art und Umfang von Werbemaßnahmen für das eigene Unternehmen (z. B. Benutzung eigener Briefköpfe). Wer wissen wi, ob er Sebständiger mit einem Auftrag geber oder Scheinsebständiger ist, kann dies im Rahmen eines Statusfeststeungs verfahrens bei der Deutschen Rentenversicherung Bund kären. Quee: Deutsche Rentenversicherung Bund Das Existenzgründungsporta des BMWi hift unter beim Start in die Sebständigkeit.

11 11 2. Die Entscheidung Dreh- und Angepunkt: Die Gründerperson Der Weg in die berufiche Sebständigkeit ist kein Sonntagsspaziergang, sondern eher eine anstrengende Bergwanderung, bei der es auf die richtige Ausstattung ankommt: Die persönichen Voraussetzungen müssen stimmen und auch Ihre Famiie sote Ihnen den Rücken freihaten. Ganz wichtig sind natürich Ihr fachiches und unternehmerisches Know-how. Packen Sie Ihren Unternehmer-Rucksack und achten Sie darauf, dass Sie aes dabeihaben, auch für den Notfa. Verteien Sie Ihr Equipment geichmäßig und prüfen Sie ieber einma zu vie, ob Sie auch wirkich an aes gedacht haben. Damit Sie sich mit Ihrem Unternehmen bzw. Ihrer berufichen Sebständigkeit erfogreich am Markt etabieren und ihren Lebensunterhat verdienen können, müssen Sie tägich im wahrsten Sinne des Wortes etwas unternehmen. Damit verändert die berufiche Sebständigkeit nicht nur Ihren Atag, sondern auch den Ihrer Famiie. Viee Gründerinnen und Gründer erfüen sich mit ihrer Sebständigkeit einen Traum und sind mit ihrer Entscheidung zufrieden. Andere betrachten ihre Existenzgründung as Notösung. Versuchen Sie, so genau wie mögich festzusteen, warum Sie sich sebständig machen möchten und ob Sie tatsächich das Zeug zur Unternehmerin oder zum Unternehmer haben. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und sprechen Sie zum Beispie mit Beratern der Kammern, mit befreundeten Sebständigen und mit Famiienangehörigen.

12 12 2. DIE ENTSCHEIDUNG Sind Sie ein Unternehmertyp? Die Checkiste hift Ihnen dabei festzusteen, ob Sie ein Unternehmertyp sind oder nicht. Je öfter Sie mit Ja antworten, desto eher erfüen Sie die Voraussetzungen für eine erfogreiche Existenzgründung. Weitere Gründer tests finden Sie unter Antriebsstärke Sind Sie begeisterungsfähig? Sind Sie entscheidungsfreudig? Nehmen Sie Herausforderungen gern an? Sind Sie hartnäckig, wenn es um Ihre Sache geht? Eher ja Eher nein Können Sie sich gut gegen andere durchsetzen? Übernehmen Sie gern Verantwortung? Können Sie sich gut auf andere Menschen einsteen? Können Sie andere begeistern? Eher ja Eher nein Unabhängigkeit Sind Sie jemand, der gern die Initiative ergreift? Geht Ihnen eher gegen den Strich, wenn Ihnen jemand sagt, was Sie zu tun haben? Genießen Sie es, seber entscheiden zu dürfen? Haben Sie eigene Ziee, die Sie erreichen woen? Leistung Sind Sie ehrgeizig? Sind Sie ein/-e diszipinierte/-r Arbeiter/-in? Kommen Sie mit Stresssituationen gut zurecht? Wären Sie bereit, as Sebständige/-r 60 Stunden und mehr in der Woche zu arbeiten? Risikobereitschaft Sind Sie ein optimistischer Mensch? Sind Sie bereit, Risiken einzugehen, wenn Sie etwas erreichen woen? Kommen Sie gut über Frustrationen hinweg? Hätten Sie as Unternehmer/-in Angst davor zu scheitern? Sind Sie bereit, as Sebständige/-r auf ein sicheres und regemäßiges Einkommen zu verzichten? Kreativität Fät es Ihnen eicht, neue Ideen zu entwicken? Denken Sie: Es gibt für jedes Probem eine Lösung? Finden Sie Routine auf Dauer angweiig? Kontakt Fät es Ihnen eicht, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen? Auswertung Für ein eher ja gibt es 1 Punkt, für ein eher nein 0 Punkte. Addieren Sie Ihre Punktzah: 0 bis 10 Punkte Sie sind wahrscheinich nicht die geborene Unternehmerin oder der geborene Unternehmer. Wahrscheinich sind Sie as Angestete/-r zufriedener. 11 bis 20 Punkte Das Ergebnis fät für Sie nicht eindeutig aus. Die geborene Unternehmerin oder der geborene Unternehmer sind Sie wahrscheinich nicht. Aber Sie zeigen schon eine ganze Reihe von Eigenschaften, die man as Unternehmer/-in gut gebrauchen kann. 21 bis 25 Punkte Gratuiere: Sie scheinen vie von einer Unternehmerperson zu haben. Wenn Sie mit dem Gedanken spieen, sich tatsächich sebständig zu machen, soten Sie sich gut über den Weg dorthin informieren. In Zusammenarbeit mit: Prof. Dr. Günter F. Müer, Universität Kobenz-Landau WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Quaifikation

13 2. DIE ENTSCHEIDUNG 13 Hürden kennen Hürden nehmen Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen (und auch nach der Eröffnung) müssen angehende Unternehmerinnen und Unternehmer mit jeder Menge Hin dernissen rechnen. Steen Sie sich darauf ein und informieren Sie sich über die verschiedenen Fa stricke und Hürden, um ihnen rechtzeitig auszuweichen. Diverse Studien 1 heben immer wieder typische Probeme von Gründerinnen, Gründern bzw. jungen Unternehmen hervor. Finanzierungsfeher Viee Gründerinnen und Gründer schätzen bei der Gründungsfinanzierung ihren kurzfristigen Kapitabedarf fasch ein und gefährden damit ihre Zahungs fähigkeit (Liquidität), um beispiesweise aufende Rechnungen zu bezahen. Hinzu kommt, dass sie Bankdarehen akzeptieren, die nicht seten zu niedrig bemessen sind. Besser wäre es, eine angemessene Finanzierung für ihr Vorhaben bei einem anderen Kreditinstitut zu bekommen oder aber im Zweifesfa das Vorhaben insgesamt zu verschieben, bis eine ausreichende Finanzierung sichergestet ist. Stattdessen starten sie mit einer zu geringen Anfangsfinanzierung. Das Ergebnis ist: Sie können nur unzureichend Rückagen aufbauen, um temporäre Rückschäge (Auftragsausfäe, unbezahte Rechnungen) zu bewätigen. Dies führt dann zu einer schne zunehmenden Verschudung, die wiederum in der Abehnung weiterer Kredite mündet. Die Finanzierung, Seite 35 Strategische Feher Hier wirkt sich vor aem eine zu starke und einseitige Kundenbindung der jungen Unternehmen negativ aus. Die Unternehmen akquirieren zu wenige neue Kunden. Von Nachtei ist auch ein zu kurzer Panungs hori zont. Gepant wird nur, das Produkt oder die Leistung auf den Markt zu bringen. Überegungen zu nachfogenden Schritten wie z. B. die stetige Verbesserung des Angebots beiben außen vor. Viee Unternehmen konzen trieren sich außerdem zu sehr auf eine be stimmte Ziegruppe und überegen nicht, ob ihre Leistung oder ihr Produktsegment womögich mit keinen Änderungen auch für andere Ziegruppen interessant sein könnte. Das Unternehmen führen, Seite 80 Unternehmensinterne Feher Junge Unternehmerinnen und Unternehmer sind nicht seten der Meinung, dass Businesspäne für die Schub ade geschrieben werden, um formae Anforderungen des Kreditgebers zu erfüen. Ergebnis: Der Business pan wird nicht umgesetzt, Panzah en werden ignoriert und die Entwickung äuft aus dem Ruder. Unter nehmen achten auch zu wenig darauf, ob sich be triebiche Abäufe optimieren assen. Die Foge ist häufig, dass der zeit iche und finanziee Aufwand im Vergeich zur Konkurrenz zu hoch ist. Damit einher geht in der Rege auch, dass das Angebot nicht erneuert wird und sich zum Laden - hüter entwicket. Der Anschuss an neue quaitative Anforderungen wird verpasst. Der Businesspan, Seite 30 Der Bessere gewinnt: Quaitätsmanagement, Seite 90 Mangehafte Managementkenntnisse und -fähigkeiten Controing und die Organisation betriebicher Abäufe assen sich erernen. Sie gehören zum Handwerks zeug jeder Unternehmerin und jedes Unternehmers; ganz unabhängig davon, wie groß der Betrieb ist. Dassebe git für Kenntnisse über den Markt. Wer nicht weiß, wer zu seinen potenzieen Kunden gehört und was seine Kun den erwarten, hat schon (fast) veroren. Dass ein regemäßiger Bick auf das Angebot der Konkurrenz dazu gehört, versteht sich eigentich von sebst. Aber viee scheuen den Bick über den Gartenzaun. Gewusst wie: Know-how für Gründerinnen und Gründer, Seite 15 Das Kaufmännische Einmaeins, Seite 64 1 Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW): Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technoogie, Mannheim u. Neuss 2010 Deutscher Industrie- und Handeskammertag (DIHK): DIHK-Gründerreport, Berin 2013

14 14 2. DIE ENTSCHEIDUNG Wer hift? Beratung und Coaching Gründer und Gründerinnen schätzen ihren Beratungsbedarf oft fasch ein. Oder sie haten Themen für wichtig, die für den Erfog des Gründungsvorhabens nur eine geringe Bedeutung haben. Informations defizite sind die zweithäufigste Ursache für das frühzeitige Aus junger Unternehmen! Nutzen Sie daher die Angebote professioneer Beratungseinrichtungen und kompetenter Beraterinnen und Berater. Beratung oder Coaching? Das eine schießt das andere nicht aus. In einem Beratungsgespräch werden Ihnen zu Ihren fachichen Fragen Lösungen präsentiert. Auf weche Weise Sie diese Lösungen umsetzen, beibt in der Rege Ihnen über assen. Die Beratungsgespräche finden meist im Büro des Beraters bzw. in einer Industrie- und Han deskammer oder den Gebäuden einer Gründungsinitiative statt. Dabei kann es sich um einen oder mehrere Gesprächstermine handen. Beim Coaching werden Sie über einen bestimmten Zeitraum begeitet. Der Coach präsentiert Ihnen keine fertigen Lösungen, sondern ist in erster Linie ein Gesprächspartner, mit dem Sie Ihre Herangehensweise besprechen und gegebenenfas korrigieren können. Dieser Austausch findet in regemäßigen Abständen meist vor Ort im Unternehmen statt, so dass der Coach sich ein Bid über Ihre unternehmerische Entwickung machen kann. Seine kritische Rückmedung so Ihnen dabei hefen, Ihre unternehmerischen Kompetenzen weiterzuentwicken. In der Praxis sind die Übergänge zwischen einer Bera tung und einem Coaching meist fießend. Nach der Gründung Nach der Gründung geht es darum, Kunden zu gewinnen, sich einen Patz auf dem Markt zu erobern und das Unternehmen zu festigen. Hier können sowoh ein Coaching as auch eine Beratung sinnvo sein. An den Kosten für einen Coach beteiigt sich das Förderprogramm Gründercoaching Deutschand. Über einen Zeitraum von sechs Monaten können sich sowoh Ge werbetreibende as auch Angehörige der Freien Be rufe von einem Coach betreuen assen. Nicht gefördert werden Rechts-, Versicherungs- und Steuerberatungen, die Ausarbeitung von Verträgen, Beratung zu Buchführungsfragen, zur Ersteung von Software oder zur Aufsteung von Jahresabschüssen. Nach der Startphase, wenn sich Ihr Unternehmen noch in der Festigungs- und Wachstumsphase befindet, können Sie den Zuschuss Förderung von Unternehmensberatungen für keine und mittere Unternehmen sowie Freie Berufe in Anspruch nehmen. Beide Förderangebote erfogen aus Mitten des Bundes und des Europäischen Soziafonds (ESF) der Euro pä ischen Union. Vor der Gründung In der Vorbereitungsphase sote Ihr erster Weg zu einer Beratungseinrichtung führen: Kostenose Beratung gibt es bei den Industrie- und Handeskammern, Handwerkskammern und bei regionaen Gründungsinitiativen. Je weiter Sie mit Ihrer Gründung voranschreiten, desto tiefer gehen Ihre Fragen: Sie benötigen womögich die Hife steung eines Steuerberaters und/oder Rechtsanwats. Für die detaiierte Ausarbeitung Ihres Businesspans, spezie zu Fragen, die Ihre Branche, Ihren Markt und vor aen Dingen auch die Finanzierung betreffen, kann es sinnvo sein, einen privaten Unternehmens- bzw. Existenzgründungsberater hinzuzuziehen. Die Bundesänder unterstützen Gründungsberatung und Coaching (z. B. durch Zuschüsse oder das Angebot kostenoser Lotsendienste). Achten Sie darauf, dass Sie bei Beratungen nicht zu vie Pa nungsarbeit abgeben und dadurch den Überbick verieren. Es ist Ihr Unternehmen. Sie müssen die Züge in der Hand behaten! EINHEITLICHE ANSPRECHPARTNER FÜR DIENSTLEISTER Einheitiche Ansprechpartner informieren Gründerinnen, Gründer und Unternehmen der Diensteistungsbranche und sind ihnen bei der Eredigung von Formaitäten be - hifich. Die Adressen der Einheitichen Ansprechpartner sowie weitere Infor mationen finden Sie unter

15 2. DIE ENTSCHEIDUNG 15 Beratung vorbereiten Gerade bei intensiveren und kostenpfichtigen Bera tungen kommt es darauf an, den richtigen Berater zu finden. Wähen Sie Ihren Berater! Die Chemie zwischen Ihnen und Ihrem Gegenüber sote stimmen. Suchen Sie mit System! Fragen Sie Freunde und Bekannte nach Empfehungen. Wähen Sie einen Berater, der Ihnen auch kompi ziertere rechtiche oder wirtschaftiche Zusammenhänge verständich eräutern kann. Lassen Sie sich ggf. Referenzen vorweisen. Unternehmensberater finden Sie u. a. in der BAFA-Beraterdatenbank, in der KfW-Beraterbörse oder bei den verschiedenen Beraterverbänden. Was woen Sie? Bestimmen Sie exakt Ihren Bedarf, Art und Um fang der gewünschten Leistung und die Mitte, die Sie für eine kostenpfichtige Beratung zur Verfügung haben. Machen Sie sich Notizen. Das spart Zeit und damit ggf. auch Ged. Fragen Sie nach den Kosten! Fragen Sie bei kostenpfichtigen Beratungen nach dem zu erwartenden Umfang der Beratung, weche Kosten wofür und in wecher Höhe anfaen. Beratungen können ggf. auch durch öffentiche Mitte gefördert werden. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Beratung Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontroe (BAFA) Beraterdatenbank, Beratungsförderung KfW Gründercoaching Deutschand KfW-Beraterbörse Einheiticher Ansprechpartner für Diensteister Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 02 Information und Beratung Gewusst wie: Know-how für Gründerinnen und Gründer Informationsdefizite und Quaifikationsmänge gehören zu den häufigsten Ursachen für das Scheitern von Existenz grün dungen. Dabei manget es seten an der fachichen Quaifikation: Die meisten Gründerinnen und Gründer sind Meister ihres Fachs. Mit kaufmännischen und unternehmerischen Kenntnissen sieht es dagegen oft schecht aus: Gerade sie sind aber unverzichtbar, um ein gutes Produkt oder eine gekonnte Diensteistung auch auf Dauer erfogreich zu verkaufen. Zu den meisten Themen, die zum keinen und gro ßen Einmaeins der Unternehmensgründung und -führung zähen, bieten die fogenden Institutionen Lehrgänge, Workshops oder Seminare an. Der Besuch einer sochen Veranstatung ist für viee Gründerinnen und Gründer sinnvo. Industrie- und Handeskammern (IHKs), Handwerkskammern (HWKs) Technoogie- und Gründerzentren One-Stop-Shops, Starterzentren, Lotsendienste der Kommunen und Kammern Branchenverbände, Berufsverbände, Gründungsinitiativen und -wettbewerbe, Vokshochschuen Agenturen für Arbeit Rationaisierungs- und Innovationszentren der Deutschen Wirtschaft (RKW) BMWi-ADRESSDATENBANK Die Datenbank enthät rund Adressen von öffentichen Einrichtungen und Institutionen, die z. B. Infor - mationen, Pubikationen, Beratung, Weiterbidungskurse, Kontakte, Gründerwettbewerbe und viees mehr für Gründerinnen und Gründer anbieten.

16 16 2. DIE ENTSCHEIDUNG WEITERE INFORMATIONEN DIHK-Weiterbidungs- Informations-System (WIS) Bundesagentur für Arbeit KURSNET (Aus- und Weiterbidungsangebote) Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 02 Information und Beratung Infoteefon BMWi-Infoteefon zu Mittestand und Existenzgründung Te.: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr Zeit und Kraft genug? Probeme und Lösungen für Gründerinnen Neben a den Startschwierigkeiten, die auch jeder Gründer meistern muss, stehen Gründerinnen mit Famiie oft vor besonderen Herausforderungen. Famiiäre Gründe spieen für Frauen bei Unternehmens aufgaben eine weitaus größere Roe as für Männer. Organisation und Zeitmanagement sind daher unerässich, um den Spagat zwischen Famiie und Sebständigkeit zu meistern. Kären Sie vor Ihrer Gründung, ob Ihre Famiie verbindich und zu 100 Prozent hinter Ihrem Vorhaben steht; wer weche Aufgaben im Haushat zuverässig übernimmt; wo sich Zeit einsparen ässt; wer sich an der Betreuung der Kinder zuverässig beteiigt; wie vie Zeit Sie nach der Gründung in Haushat und Famiie investieren müssen bzw. woen. Lernen Sie auch, oszuassen und Aufgaben zu deegieren, und informieren Sie sich darüber, wie vie Zeit Sie für Ihre Gründung und die spätere Unternehmensführung kakuieren müssen. Unterschätzen Sie auf keinen Fa die Zeit, die Sie für einen erfogreichen Unternehmensstart benötigen. Und seien Sie sich im Karen da r über, dass Sie diese Zeit auch wirkich brauchen. Wer vor aem keine oder grundschupfichtige Kinder hat, muss nicht seten mit Unvorhergesehenem, wie z. B. Krank heit oder Unterrichtsausfa, rechnen. Wenn Sie die Einzige sind, die in diesen Fäen einspringen kann, soten Sie dies bei der Entwickung Ihrer Geschäftsidee berücksichtigen. Bauen Sie Ihr Vorhaben angsam auf und starten sie z. B. as Teizeit- oder Keinst-Unternehmerin. Keinst-Gründung As Unternehmerin und Mutter von keinen bzw. schupfichtigen Kindern haben Sie zwei Jobs. Überfordern Sie sich nicht. Wenn Sie feststeen, dass Ihnen nicht mehr as z. B. vier Stunden pro Tag für Ihre be rufiche Sebständigkeit zur Verfügung stehen, richten Sie sich darauf ein und achten Sie darauf, dass Sie Ihre Geschäftsidee auch tatsächich mit einer vergeichsweise geringen Stundenzah umsetzen können; sowoh die Investitionskosten as auch die aufenden Kosten Ihres Unternehmens mögichst gering sind; Sie Ihre Geschäftsidee zu gegebener Zeit weiterentwicken und Ihr Unternehmen ausbauen können.

17 2. DIE ENTSCHEIDUNG 17 Team-Gründung Eine gute Aternative kann auch eine Gründung im Team sein. Vor aem, wenn das Gründungsteam aus Frauen (oder auch Männern) besteht, die sich in einer ähnichen Situation befinden, ist es mögich, beispiesweise eine gemeinsame Kinderbetreuung zu organisieren oder bei Erkrankung eines Kindes die Aufgaben der jeweiigen Gründerin mit zu übernehmen. Informieren Sie sich auch bei Ihrer kommunaen Wirtschaftsförderung und Frauenbeauftragten, ob es speziee Beratungsangebote für Frauen gibt. Darüber hinaus soten Sie sich an Ihre Landesregierung (Geich steungs-, Arbeits-, Sozia- oder Wirtschaftsministerien bzw. die jeweiigen Senatsverwatungen) mit der Frage nach andeseigenen Beratungs- und Förderangeboten wenden. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Gründerinnenporta etraining Existenzgründerinnen BMWi-Existenzgründungsporta Existenzgründerinnen Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 03 Existenzgründungen durch Frauen Infoteefon Gründerinnenhotine der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) Te.: Ideen mit Dipom: Gründungen aus Wissenschaft und Hochschue Gründungen aus der Hochschue funktionieren grundsätzich nach den geichen Regen wie ae anderen Gründungen auch. Aerdings soten Sie as Gründerin oder Gründer in diesem Fae einige Besonderheiten beachten. Viee Hochschuabsoventinnen und -absoventen verfügen über ein großes Fachwissen. Kaufmännisches Wissen ist für den Bestand einer Existenzgründung aber ge nauso wichtig wie fachiches Know-how. Viefach fehen Kenntnisse darüber, weche Produkte oder Diensteistungen am Markt bestehen können oder ob es Konkurrenten mit einem ähnichen Angebot gibt. Vor aem für ein technoogieorientiertes Unternehmen benötigen Gründerinnen und Gründer vie Kapita. Mit einem passenden Finanzpan der auch staatiche Fördermitte, Bürgschaften und Betei i gungs kapita be rück - sichtigt können hohe Forschungs-, Entwickungs- und Investitionskosten gedeckt werden. EXIST Existenzgründungen aus der Wissenschaft Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist Bestandtei der Hightech-Strategie für Deutschand der Bundesregierung. EXIST wird mit Mitten des Europäischen Soziafonds (ESF) kofinanziert. EXIST möchte das Gründungskima an Hochschuen und For schungs - einrichtungen verbessern und eine Kutur der unterneh merischen Sebständigkeit in Lehre, Forschung und Verwatung an Hochschuen dauerhaft etabieren; wissenschaftiche Forschungsergebnisse in wirtschaftiche Wertschöpfung konsequent übersetzen; das große Potenzia an Geschäftsideen und Gründerpersönichkeiten an Hochschuen und Forschungseinrichtungen ziegerichtet fördern; die Anzah innovativer technoogie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen steigern und damit neue und gesicherte Arbeitspätze schaffen. EXIST steht auf drei Säuen: z z Der Wettbewerb EXIST-Gründungskutur Die Gründerhochschue unterstützt Hochschuen dabei, hochschuweite Gesamtstrategien zu entwicken und diese umzusetzen. z z EXIST-Gründerstipendium unterstützt die Vorbereitung individueer technoogieorientierter Gründungsvorhaben von Studierenden, Absoventen und Wissenschaftern.

18 18 2. DIE ENTSCHEIDUNG z z EXIST-Forschungstransfer unterstützt herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit aufwändigen und risikoreichen Entwickungsarbeiten verbunden sind. Gründerwettbewerb IKT Innovativ Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt mit dem Gründerwettbewerb IKT Innovativ die Gründung von innovativen Unternehmen in den Informations- und Kommunikationstechnoogien (IKT). Der Gründerwettbewerb ist offen für ae innova tiven Geschäftsideen, die auf IKT-basierten Produkten und Diensteistungen beruhen. Im Rahmen des habjährich stattfindenden Ideenwettbewerbs schreibt das BMWi zahreiche hoch dotierte Gedpreise aus und fördert ae Preisträger darüber hinaus mit einem gezieten Quaifizierungs angebot und individueen Experten-Coachings. German Acceerator Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt junge deutsche Unternehmen aus dem Bereich Infor - mations- und Kommunikationstechnoogien (IKT) durch einen Aufenthat im Siicon Vaey oder in New York beim Eintritt in den US-Markt. Gefördert wird ein dreimonatiger Aufenthat von bis zu zwei Personen des Unter nehmens. Die Auswah der Start-ups erfogt über ein Beiratsgremium. Weitere Förderung und Finanzierung Beteiigungen von Business Anges an innovativen Startups werden durch den Investitionszuschuss Wagniskapita gefördert Seite 43. Für Forschung, Entwickung, Innovation und Markterschießung im Rahmen von technoogieorientierten Gründungen steen Bund, Länder und EU speziee Förderhifen zur Verfügung. Aternativ oder ergänzend dazu kann eine Finanzierung über Crowdinvesting infrage kommen. Patentierung Ein Patent bietet Ihnen die aeinige Verfügungsgewat über ein Produkt für einen festgeegten Zeitraum. Patente oder auch andere Schutzrechte wie Gebrauchs muster, Marken und Geschmacksmuster werden beim Deutschen Patentund Markenamt angemedet. Für einen europaweiten oder änderspezifischen Schutz sind das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt oder das jeweiige ausändische Pa - tent amt zuständig. Durch Anmede- und Jahresgebühren und das Honorar für einen Patentanwat faen Kosten an. Hinzu kommen der zeitiche Aufwand und eine Reihe büro kratischer Spieregen. Deshab: Wägen Sie Aufwand und Nutzen gegeneinander ab und assen Sie sich kompetent beraten. WEITERE INFORMATIONEN EXIST Existenzgründungen aus der Wissenschaft BMWi-Existenzgründungsporta Hochschuabsoventen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontroe INVEST Zuschuss für Wagniskapita German Acceerator Förderdatenbank des Bundes BMWi-Patentserver Deutsches Patent- und Markenamt Start-App Der mobie Gründungsbegeiter bündet kompakt und übersichtich die viefätigen Unterstützungsangebote des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Schwerpunkte biden Angebote für Gründerinnen und Gründer im Bereich der Infor mations- und Kommunikationstechnoogien.

19 2. DIE ENTSCHEIDUNG 19 Einziger Ausweg oder Chance? Gründungen aus der Arbeitsosigkeit Für viee arbeitsose Bürgerinnen und Bürger bietet der Weg in die berufiche Sebständigkeit eine Mög ich keit, ins Erwerbseben zurückzukehren. Dabei sind gerade ehemas höherquaifizierte Angestete be son ders erfogreich. Dennoch: Viee Arbeitsose gründen aus der Not heraus ein Unternehmen, ohne tat säch ich reaistische Erfogschancen zu haben. An erster Stee steht daher, genau zu prüfen, ob die per sönichen, fachichen und unternehmerischen Voraussetzungen stimmen. Für ALG-I-Empfänger: Gründungszuschuss Existenzgründerinnen und -gründer aus der Arbeitsosigkeit können, wenn sie die Voraussetzungen erfüen, ae öffentichen Förderprogramme für Existenzgründungen in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gibt es für Gründerinnen und Gründer, die einen Anspruch auf Entgetersatzeistung nach dem Soziagesetzbuch (SGB) III haben oder eine Beschäftigung ausgeübt haben, die as Arbeitsbe schaf - fungsmaßnahme nach dem SGB III gefördert worden ist, den Gründungszuschuss. Der Gründungszuschuss fördert Gründerinnen und Gründer in zwei Phasen über einen Zeitraum von 15 Monaten. KEIN RECHTSANSPRUCH Bei der Bewiigung des Gründungszuschusses handet es sich um eine Ermessenseistung, es gibt keinen Rechtsanspruch auf den Gründungszuschuss. 1. Phase In den ersten sechs Monaten nach dem Unternehmens start können Gründerinnen und Gründer den Grün dungs zu schuss in Höhe ihres individueen monatichen Arbeitsosengedes erhaten. Zie ist die Sicherung des Lebensunterhates in der Startphase. Hinzu kommt eine monatiche Pauschae von 300 Euro, um sich in der Soziaversicherung absichern zu können. 2. Phase Nach Abauf der ersten sechs Monate kann sich eine zweite Förderphase von weiteren neun Monaten an schießen. In diesem Zeitraum wird nur noch die Pauschae von 300 Euro für die Soziaversicherung gezaht. Aerdings müssen Grün - derinnen und Gründer vor Beginn der zweiten Förderphase ihre Geschäfts tätigkeit und ihre hauptberufichen unternehmerischen Aktivitäten nachweisen. Voraussetzungen Gründung im Haupterwerb Es werden nur Gründungen gefördert, bei denen es sich um eine hauptberufiche Tätigkeit handet. Anspruch auf Arbeitsosenged Gründerinnen und Gründer müssen bei Aufnahme der sebständigen Tätigkeit noch einen Anspruch auf Ar beitsosenged von mindestens 150 Tagen haben. Fachkundige Steungnahme Um den Antrag für den Gründungszuschuss zu steen, müssen Gründerinnen und Gründer die Steung nahme einer fachkundigen Stee voregen. Diese Steung nahme gibt Auskunft über die Tragfähigkeit des Existenz gründungsvorhabens. Bei einer Tragfähigkeitsprüfung achten die so genannten fachkundigen Steen besonders darauf: z z Hat der Gründer ausreichende fachiche und Branchenkenntnisse und ausreichendes kaufmännisches und unternehmerisches Know-how? z z Sind ae erforderichen Zuassungsvoraussetzungen erfüt (z. B. Konzession, Eintrag in die Handwerksroe)? z z Ist die Geschäftsidee konkurrenzfähig? z z Sind die geschätzten Umsätze und Kosten und der geschätzte Gewinn reaistisch? z z Ist der errechnete Kapitabedarf reaistisch? z z Hat er finanziee Reserven und kann Durststrecken überbrücken? z z Wird das zu erwartende Einkommen dem Gründer voraussichtich eine ausreichende Lebensgrundage bieten? z z Kann der Gründer diesen Kapitabedarf finanzieren? Eine fachkundige Steungnahme erteien: Industrie- und Handeskammer, Handwerkskammer, Berufsständische Kammer (z. B. Innung), Fachverband (z. B. Freie Berufe), Bank oder Sparkasse, Sonstige, z. B. Steuer berater, Wirt schaftsprüfer, Steuerbevomächtigter, Unternehmensberater, kommunae Wirtschaftsförderung. Antragsteung Für die Beantragung des Gründungszuschusses müssen Sie der Arbeitsagentur fogende Unteragen voregen: z z Kurzbeschreibung des Existenzgründungsvor habens zur Eräuterung der Geschäftsidee Lebensauf (einschießich Zeugnisse und Befähigungsnachweise) Kapitabedarfspan Finanzierungspan (Nachweis über eigene Mitte oder Kreditzusagen)

20 20 2. DIE ENTSCHEIDUNG Umsatz- und Rentabiitätsvorschau fachkundige Steungnahme ggf. Begründung der etzten Geschäftsaufgabe ggf. Bescheinigung über Teinahme an einem Exis tenzgründungsseminar zgewerbeanmedung z oder Anmedung der freiberufichen Tätigkeit beim Finanzamt Sperrzeiten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr bestehen des Arbeitsverhätnis sebst kündigen, erhaten für die Dauer einer Kareneit von drei Monaten keine Förderung. Persöniche Vorsorge und Absicherung Rentenversicherung Beim Gründungszuschuss besteht grundsätzich keine Pficht zur Mitgiedschaft in der gesetzichen Renten versicherung. Eine Ausnahme biden sebständig Tätige, die in 2 Soziagesetzbuch VI aufgeistet sind. Dazu zähen beispiesweise Handwerker, Hebammen, Lehrer, Künster und Pubizisten. Für sie besteht Versi che rungspficht in der gesetz ichen Rentenversicherung. Sebständige, die nicht versicherungspfichtig sind, können freiwiiges Mitgied der Deutschen Rentenversicherung beiben. Krankenversicherung und Pfegeversicherung Bezieherinnen und Bezieher des Gründungszuschusses können unter bestimmten Voraussetzungen bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Zahung des Mindestbeitrags steen. Voraussetzung für die Bewiigung des Beitrags: Bei der Berechnung des Krankenversicherungsbeitrags wird die gesamte wirtschaftiche Leistungsfähigkeit berücksichtigt; aso ae Einnahmen, die zur Bestreitung des Lebensunterhats notwendig sind ( 240 Abs. 1 Fünftes Buch Soziagesetzbuch SGB V ). Wer in den Genuss eines geringeren Mindest bei trags kommen möchte, muss gegenüber seiner Krankenkasse nachweisen, dass er diese Einnahmen nicht überschreitet. Werden durch die be ruf - iche Sebständigkeit höhere Einnahmen erziet as die, die zur Bestreitung des Lebens unterhats notwen dig sind, steigt der Beitrag. Beachten Sie bitte, dass Sie bei der Be - rech nung der Einnahmen auch den Gründungszuschuss berücksichtigen müssen. Die monatiche Pauschae zur soziaen Absicherung über 300 Euro beibt dagegen un - berücksichtigt. Arbeitsosenversicherung Bezieher des Gründungszuschusses können sich in der Arbeitsosenversicherung freiwiig weiterver sichern. Den Antrag müssen sie innerhab von drei Monaten nach Auf nahme der sebständigen Tätigkeit steen. Ein noch bestehender Anspruch auf Arbeitsosenged wird während der Förderung 1:1 aufgebraucht. Für ALG-II-Empfänger: Einstiegsged Das Einstiegsged kann bei Aufnahme einer sebständigen Tätig keit as Zuschuss zum Arbeits osen ged II gezaht werden. Die Höhe orientiert sich an der Dauer der Arbeitsosigkeit und der Größe der Bedarfsgemeinschaft der Gründerin oder des Gründers. Darüber hinaus können sebständige ALG-II-Empfänger finanziee Hifen bekommen, wenn zu erwarten ist, dass sie ihre Hifebedürftigkeit dadurch dauerhaft überwinden oder reduzieren. Dies können z. B. Zu schüsse und Darehen zur Beschaffung von Sachgütern sein oder Beratungseistungen, z. B. durch Gründungsinitiativen, Unternehmensberater oder Steuerberater. Kein Rechtsanspruch Aerdings handet es sich hier um eine so genannte Kann-Regeung. Das heißt: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf diese Leistung. Einstiegsged und weitere Leistungen zur Eingiederung von Sebständigen müssen beim Jobcenter beantragt werden. Beratung und Förderung Existenzgründungsseminare oder Trainingsmaßnahmen können von der Bundesagentur für Arbeit finanzie gefördert werden, es besteht aerdings kein Rechtsanspruch. Arbeitsose oder von Arbeitsosigkeit Bedrohte soten sich in jedem Fa von den Existenzgründungsberatern der Industrie- und Handeskammern, Handwerkskammern, Grün dungsinitiativen und Technoogie- und Gründerzentren beraten assen. Über Gründungszuschuss und Einstiegsged informieren die Arbeitsagenturen bzw. die Träger für Grundsicherung.

21 2. DIE ENTSCHEIDUNG 21 WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Gründung aus der Arbeitsosigkeit Bundesministerium für Arbeit und Soziaes (BMAS) Arbeitsmarkt Bundesagentur für Arbeit Finanziee Hifen Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 16 Gründung aus der Arbeitsosigkeit Infoteefon BMAS-Bürgerteefon zur Arbeitsmarktpoitik und -förderung Te.: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr Unternehmen Kunst : Kreative und Kuturschaffende Kreativschaffende, Künster und Pubizisten können in der Rege sofort mit ihrer Arbeit starten. Um auf Dauer erfogreich zu sein, müssen sie mit ihrer Tätigkeit, ihren Projekten und ihren Werken so vie Ged einnehmen, dass sie davon eben und am besten noch ein Poster anegen können. Dafür ist es gut, zumindest das keine Unternehmer-Einmaeins zu kennen. Sebständige in der Kreativ- und Kuturbranche eben nicht von Laufkundschaft und verkaufen auch keine Massenware. Sie müssen daher wissen, wer zu ihren potenzieen Auftraggebern gehört und wie sie am besten den Fuß in die Tür bekommen. Neben ihrem berufichen Können sind daher jede Menge Kontakte und sehr vie Ausdauer wichtig. Freier Beruf oder Gewerbe? Autoren, Architekten, Künster, Designer die meisten Kutur- und Kreativberufe gehören zu den Freien Be rufen. Aber: Wer einen Verag, eine Gaerie, eine Werbeagentur gründet oder Computerspiee entwicket, gehört in der Rege zu den Gewerbetreibenden. Der Unterschied spiet eine wichtige Roe bei der Anmedung, der Buchführung oder auch bei den Themen Steuern und Soziaversicherung. Im Zweifesfa entscheidet darüber immer das Finanzamt. Am besten erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Berufsverband. Buchführung und Steuern Viee Sebständige in der Kreativ- und Kuturbranche arbeiten as Soo-Unternehmerin bzw. Soo-Unternehmer, haben aso keine Mitarbeiter zumindest nicht in der Anfangsphase. Sie haben daher nicht denseben kaufmännischen Aufwand wie ein Unternehmen mit mehreren Angesteten. Trotzdem müssen sie den Überbick über die Einnahmen, Ausgaben und fäigen Steuern behaten. Buchführungsbüros und Steuerberater nehmen dabei einen Großtei der Ar - beit ab. Persöniche Absicherung Über die Künstersoziakasse (KSK) werden sebständige Künster und Pubizisten gesetzich renten-, kranken- und pfegeversichert. Es handet sich um eine Pfichtversicherung. Das heißt, wer die Voraussetzungen für die Aufnahme in die KSK erfüt, muss sich dort umgehend meden und versichern. DIE INITIATIVE KULTUR- UND KREATIV- WIRTSCHAFT DER BUNDESREGIERUNG Die Bundesregierung hat im Rahmen der Initiative Kuturund Kreativwirtschaft Anaufsteen für Sebständige sowie kreative Unterneh merin nen und Unternehmer der Kuturund Kreativwirtschaft geschaffen. Die Initiative trägt außerdem dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Kutur- und Kreativwirtschaft zu steigern und die Erwerbschancen innovativer keiner Kuturbetriebe sowie freischaffender Künsterinnen und Künster zu verbessern. WEITERE INFORMATIONEN Infoetter und Broschüren BMWi-Broschüre Aes, nur kein Unternehmer? Tipps für Gründerinnen, Gründer und Sebstän dige in der Kutur- und Kreativwirtschaft

22 22 2. DIE ENTSCHEIDUNG Aus Erfahrung gut: Ätere Gründerinnen und Gründer Die geburtenstarken Jahrgänge kommen in die Fünfziger. Geichzeitig geht die Zah der Geburten zurück. Damit steigt die Wahrscheinichkeit, dass immer mehr Gründerinnen und Gründer mit Berufs- und Lebens erfahrung in die berufiche Sebständigkeit starten. Ihre Erfogschancen stehen gut. Ätere Gründerinnen und Gründer verfügen über ein enormes Pus gegenüber Jüngeren: ihre Lebenserfahrung. Sie schätzen Chancen und Risiken reaistischer ein und neigen eher dazu, Fehentscheidungen zu vermeiden, wei sie ihre eigenen Stärken und Schwächen besser einschätzen können. Ätere Gründerinnen und Gründer beherrschen ihr Handwerk und sind mit Entscheidungsabäufen im Arbeitsprozess vertraut. Das bedeutet: Feher, die Berufsneuingen bisweien unteraufen, werden ihnen nicht (so schne) passieren. Zudem kennen sie ihren Markt und ihre Branche. Und bei angjähriger angesteter Berufstätigkeit haben sie in aer Rege geernt, am Arbeitspatz mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen. Fitness Es kommt vor, dass ätere Gründerinnen und Gründer das eigene Kräftepotenzia über- und die An for derungen durch die berufiche Sebständigkeit unterschätzen. Sie soten sich von einem Unterneh mens be ra ter oder Coach unterstützen assen. Und: Wer im Team gründet, kann Beastungen und Aufgaben verteien. Atersvorsorge Wer bisher as Angesteter Rentenansprüche erworben hat, kann as Sebständiger in der gesetzichen Rentenversicherung beiben: entweder as freiwiiges Mitgied oder über eine Versicherungspficht auf Antrag. Wer die Regeatersgrenze erreicht hat und eine Regeatersrente bezieht, kann auch as Sebständiger ohne Einschränkung hinzuverdienen. Seite pus: Tipps für Gründerinnen und Gründer zbankgespräch z Gründerinnen und Gründer ab dem 50. Lebensjahr haben erfahrungsgemäß häufiger Schwierigkeiten, Bankkredite oder Förderdarehen zu erhaten. Die Zeit, einen Kredit zurückzuzahen, ist kürzer. Wichtig ist hier ein Unternehmens konzept, das ideaerweise auch schon eräutert, wer das Unternehmen einma übernehmen wird bzw. wie eine spätere Nachfogeregeung aussehen könnte. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-eMagazin Existenzgründung im besten Ater Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 19: Existenzgründungen durch Ätere Wiedereinsteigerinnen: Angebote für Gründerinnen Viee Frauen, die nach der Erziehungszeit bzw. Famiienphase wieder ins Arbeitseben zurück kehren, müssen ihr fach bezogenes Wissen aktua isieren. Sie soten u. a. da für die Gründe rinnen- bzw. Unternehmerinnen-Netzwerke nutzen.

23 2. DIE ENTSCHEIDUNG 23 Wikommen: Gründungen durch Migranten Die Zah der Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund in Deutschand steigt stetig. Im Jahr 2013 wurde fast die Häfte der Einzeunternehmen (46,5 %) von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gegründet (Institut für Mittestandsforschung Bonn). In den zurückiegenden Jahren ag die Zah der Gründungen durch Migranten überdurchschnittich hoch (Quee: IfM Bonn). Viee der Gründerinnen und Gründer mit ausändischen Wurzen nutzen dabei die Gründungsberatung der Kammern. Dennoch ist eine institutionaisierte Existenzgründungsberatung ängst nicht für ae sebstverständich. Informieren Sie sich daher bitte unbedingt über Beratungsangebote vor Ort. In einigen Städten und Landkreisen bieten die Wirt schafts förde rungen und Kammern speziee Beratungen für ausändische Gründerinnen und Gründer an. Voraussetzungen für eine Unternehmens gründung in Deutschand z z Staatsbürger aus einem EU-Mitgiedsand Innerhab der EU-Mitgiedstaaten git Freizügigkeit und Gewerbefreiheit. EU-Bürger dürfen daher in aen Mitgiedstaaten ein Unternehmen gründen. Sie sind nur verpfichtet, sich beim Einwohnermedeamt anzumeden. Staatsbürger aus einem Nicht-EU-Mitgiedsand Staatsbürger, die nicht aus einem Land der Europäischen Union nach Deutschand einreisen woen, um sich sebständig zu machen, müssen einen Antrag auf einen Aufenthatstite zum Zweck der sebständigen Gewerbeausübung bei der zuständigen Ausandsvertretung der Bundesrepubik Deutschand steen. Ausändern, die sich bereits in Deutschand aufhaten und eine Aufenthatseraubnis zu einem anderen Zweck as dem der sebständigen Tätigkeit besitzen, kann die sebständige Tätigkeit durch die Ausänderbehörde eraubt werden. Für die Erteiung einer Aufenthatseraubnis zum Zweck der sebständigen Tätigkeit muss ein wirtschaftiches Interesse oder ein regionaes Bedürfnis bestehen. Zudem sote die sebständige Tätigkeit positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft erwarten assen und die Finanzierung der Umsetzung gesichert sein. Die Beurteiung, ob diese Voraussetzungen gegeben sind, richtet sich nach der Tragfähigkeit der Geschäfts idee, den unternehmerischen Erfahrungen, der Höhe des Kapitaeinsatzes, den Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Ausbidungssituation und dem Beitrag für Innovation und Forschung. Dazu setzt sich die Ausänderbehörde vor ihrer Entscheidung mit den fachkundigen Körperschaften vor Ort, den zuständigen Gewerbebehörden, den öffentich-rechtichen Berufsvertretungen und den für die Berufszuassung zuständigen Behörden in Verbindung. Ausändische Akademiker und Akademikerinnen, die an einer staatichen oder staatich anerkannten Hochschue oder vergeichbaren Ausbidungseinrichtungen in Deutschand ihr Studium abgeschossen haben oder as Forscher bzw. Wissenschafter eine Aufenthatsgenehmigung ( 18 oder 20) besitzen, können eine sebständige Tätigkeit aufnehmen, wenn diese im Zusammenhang mit ihren erworbenen Kenntnissen oder Tätigkeiten as Forscher oder Wissenschafter steht. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta z z Existenzgründungsinformationen in türkischer, engischer, itaienischer, französischer und russischer Sprache bq-porta Informationsporta für ausändische Berufsquaifikationen IQ-Fachstee Existenzgründung Bundesamt für Migration und Füchtinge Wikommen in Deutschand Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 10 Gründungen durch Migranten

24 24 3. Der Gründungsweg So oder so: Wege zum eigenen Unternehmen Viee Wege führen in die Sebständigkeit. Jeder davon birgt unterschiediche Chancen und Risiken. Die Art der Unternehmensgründung muss in jedem Fa zu Ihrer Per sönichkeit und Ihren unternehmerischen Fähigkeiten passen. Prüfen Sie daher rechtzeitig, ob der von Ihnen bevorzugte Weg auch tatsächich der richtige ist. Zu den Vorteien der berufichen Sebständigkeit gehören nicht zuetzt ihre vieseitigen Gestatungsmögichkeiten. Je nachdem wie vie Zeit Sie investieren oder weches Risiko Sie tragen möchten, können Sie Ihr Vorhaben an Ihre B e- dürfnisse anpassen. Der Favorit unter den Gründungswegen ist die Neugründung. Dabei gibt es die Mögichkeit, das Unternehmen entweder aein oder zusammen mit Partnern im Team zu gründen und zu führen. Anstatt as Vozeit-Unternehmer zu beginnen, können Sie Ihr unternehmerisches Taent auch (erst einma) nebenberufich testen. Attraktiv und herausfordernd kann auch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens sein. Und wenn es Ihnen an einer geeigneten Geschäftsidee feht, kann eine Franchisegründung ein geeigneter Weg sein. Verschaffen Sie sich am besten einen Überbick über die ver - schiedenen Gründungswege und überegen Sie, wecher davon zu Ihnen passt.

25 3. DER GRÜNDUNGSWEG 25 Bei nu anfangen: Neugründung Die sebst entwickete Geschäftsidee umsetzen und das Unternehmen ganz nach den eigenen Vorsteungen ausrichten: Genau das können Gründerinnen und Gründer, die sich ihren Weg in die Sebständigkeit sebst ebnen und ein voständig neues Unternehmen gründen entweder as Einzeunternehmer oder im Team. Bei einer Neugründung müssen Sie sich Ihren Markt erst noch erobern: Sie müssen Be ziehungen zu Kunden und Lieferanten aufbauen, einen Stamm von Mitarbeitern suchen, sich einen Ruf erwerben. Kurzum: Sie müssen eine Anaufphase durchstehen. Eine Betriebs neugründung birgt aber nicht nur Risiken. Sie bringt auch die Chance, den Betrieb nach den eigenen Vor steun gen vöig neu aufzubauen. Bei Ihrem Schritt in die Sebständigkeit starten Sie entweder aein as Einzeunternehmer oder Sie teien sich die unternehmerische Verantwortung mit Partnern in Form einer GbR, GmbH oder anderen Rechtsform. Ein-Personen-Gründung As Einzeunternehmer sind Sie ein Mutitaent: Das fängt schon bei den Gründungsvorbereitungen an. Die Entwickung Ihrer Geschäftsidee, das Schreiben des Businesspans, die Suche nach dem geeigneten Standort und viee weitere Aufgaben iegen aein in Ihrer Hand. Damit haben Sie voe Entscheidungs- und Gestatungsfreiheit. Gehen Sie aber davon aus, dass jedes Mutitaent auch seine Schwächen hat, und assen Sie sich so früh wie mögich und regemäßig beraten. Seien Sie auch offen gegenüber kritischen Anmerkungen. Gerade die sind für jeden, der sein Unternehmen aeine aufbaut, God bzw. Ged wert. Teamgründung Viee Vorteie sprechen dafür, den Betrieb nicht aeine, sondern gemeinsam mit einem oder mehreren Partnern zu gründen. Die Zusammenarbeit bietet eine ganze Reihe von Vorteien: Voraussetzung für eine erfogreiche Teamgründung ist, dass die Chemie zwischen den Partnern stimmt. Über prüfen Sie vor aem, wie Sie mit Konfikten umgehen. Werden ae kritischen Punkte angesprochen? Bei ben Sie sachich? Können Sie nach einem Streit wieder miteinander reden? Benötigen Sie eventue einen externen Coach, der Ihre Konfikte moderiert? Geseschafterverträge soten nicht nur kare Verantwortungs- und Auf gaben bereiche festegen, sondern auch Vereinbarungen dazu, was im Konfiktfa passiert. Spieen Sie daher vorab mögiche Probemfäe und Lösungen durch. Ganz wichtig: Ersteen Sie gemeinsam das Unternehmenskonzept, um sicherzugehen, dass Sie sich sowoh über das Unternehmenszie as auch über den Weg zur Erreichung des Zies einig sind. Unabhängig von der Rechtsform soten Sie ae Vereinbarungen schriftich festegen: Verantwortungsbereiche und Aufgaben Abstimmungsverfahren bei gesamtunternehmerischen Entscheidungen Vertretung des Unternehmens nach außen Höhe der Geseschaftereinagen maximae Höhe der monatichen Privatentnahmen bzw. Gehäter Verhaten bei eerer Kasse z z Lösungen für mögiche Konfiktfäe (z. B. Entscheidungsverfahren bei Investitionen, Nutzung des Firmenwagens, Einsteung von Mitarbeitern) Verhaten bei Kündigung eines Geseschafters Verhaten bei Aufösung oder Verkauf des Unternehmens fehendes Know-how wird ergänzt Verantwortung und Risiko werden geteit Eigenkapitabasis wird erweitert mehr Sicherheiten zur Aufnahme von Krediten stehen zur Verfügung Arbeitszeit kann besser eingeteit, u. U. auch reduziert werden WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Teamgründung

26 26 3. DER GRÜNDUNGSWEG Überschaubar: (nebenberufiche) Keingründung As Keingründung bezeichnet man in der Europäischen Union eine Existenzgründung, deren Finan zierungs bedarf unter Euro iegt. Bei einem Keinunternehmen reichen die Ein nah men meist nicht aus, um den Lebensunterhat zu be - streiten. Keinunternehmen können zum Beispie z z neben einer reguären Festansteung nach Feierabend geführt werden (Nebenerwerbssebständigkeit). z z von Erziehenden gegründet werden und ausreichend Zeit für die Betreuung der Keinkinder zuassen. von Studenten während des Studiums gegründet werden. Wenn Sie eine Nebenerwerbs- oder Keingründung panen, soten Sie... z z geziet nach einer Geschäftsidee für ein Unternehmen suchen, das mögichst geringe aufende Kosten (z. B. Miete) und Investitionen (z. B. Büroausstattung) erfordert. Haten Sie die Kosten so niedrig wie mögich. z z prüfen, ob Sie mit dieser Geschäftsidee Ihr Unternehmen auch tatsächich stundenweise betreiben können. Bei einem Einzehandesgeschäft ist dies z. B. nicht reaistisch. z z überegen, weche Geschäftsideen auch Entwickungs mögich keiten zuassen, z. B. vom Schreibbüro zum Sekre tariat sservice für Unternehmen oder vom Früh stücksservice für Büroangestete zum eigenen Café. WENN SIE NOCH ANGESTELLT SIND... reget u. a. Ihr Arbeitsvertrag, ob und in wechem Um fang Sie neben Ihrer soziaversicherungspfichtigen Be schäftigung auch sebständig tätig sein dürfen. In manchen Fäen muss Ihr/-e Arbeitge ber/-in zustimmen. Lassen Sie sich ggf. von einem Fachanwat oder einer Fachanwätin für Arbeitsrecht dazu beraten. Achten Sie auf ae Fäe darauf, dass Ihre Geschäftsidee nicht in Konkurrenz zum Unternehmen Ihres Arbeitgebers steht. Besonderheiten für Keingründer Finanzamt und Steuern Nebenerwerbsunternehmer müssen beide Einkünfte zusammen versteuern: Angesteten-Einkünfte; Formuar: Anage N (Einkünfte aus nichtsebständiger Arbeit) sebständige Einkünfte; Formuar: Anage GSE (Einkünfte aus Gewerbebetrieb/Einkünfte aus sebständiger Arbeit) Keinunternehmer können sich auf Antrag von der Um - satzsteuer befreien assen (Umsatzsteuergesetz 19), wenn sie die fogenden Voraussetzungen erfüen: z z Im vorangegangenen Kaenderjahr darf der Umsatz zuzügich der darauf entfaenden Steuern nicht höher as Euro gewesen sein und z z im aufenden Kaenderjahr darf der Umsatz zuzügich der darauf entfaenden Steuern voraussichtich nicht höher as Euro sein. Im Gründungsjahr muss der Gesamtumsatz gaubhaft geschätzt werden. Wer as Unternehmer hohe Ausgaben für Inves titionen und/oder Warenieferungen hat und daher vie Vorsteuer zahen muss, sote auf die Keinunternehmerregeung verzichten. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater darüber. Übrigens: Das Finanzamt akzeptiert auf Dauer nicht, wenn eine sebständige Tätigkeit auch im Nebenerwerb nur Ver uste einfährt und auch nach mehreren Jahren keine Gewinne erziet. Anstee einer Sebständigkeit unterstet man hier eine so genannte Lieb haberei, für die es keine Steuerereichterungen gibt. Soziaversicherung Im Zweifesfa entscheidet Ihre gesetziche Krankenversicherung darüber, ob Ihre sebständige Tätigkeit as nebenoder hauptberufich einzustufen ist. Gegebenenfas ändert sich dadurch die Höhe Ihrer Bei träge. ARBEITSLOSENGELD Arbeitsosenged kann nur dann weiter gewährt werden, wenn der zeitiche Umfang Ihrer Nebentätigkeit 15 Stun den wöchentich nicht erreicht. Sote Ihre Arbeitszeit 15 Stunden oder mehr betragen, geten Sie nicht mehr as ar beitsos und erhaten kein Arbeitsosenged von der Agentur für Arbeit. Werten Sie die nebenberufiche sebständige Tätigkeit in eine hauptberufiche sebständige Tätigkeit auf, soten Sie den Gründungszuschuss beantragen. Wenn Sie die 15-Stunden-Grenze nicht erreichen, werden Ihre Einnahmen aus der sebständigen Tätig keit zum Tei auf das Arbeitsosenged angerechnet.

27 3. DER GRÜNDUNGSWEG 27 Abhängig davon, ob Ihre sebständige Tätigkeit as hauptoder nebenberufiche Sebständigkeit eingestuft wird, kann sich das auch auf Ihren Status bei der Rentenversicherung auswirken. Rechtsform Am einfachsten starten Sie as Einzeunternehmer, indem sie as Gewerbetreibender oder Freiberufer aein ein Geschäft eröffnen. Tun sich mehrere Gründer zusammen, biden sie damit automatisch eine Geseschaft bürgerichen Rechts (GbR oder auch BGB-Geseschaft). Möchten Sie Ihre Haftung beschränken, steht die Unter nehmergeseschaft (haftungsbeschränkt) zur Verfügung. Das Mindestkapita beträgt einen Euro. Aber: Mit der Gründung einer UG haftungsbeschränkt geten für Sie die Rechte und Pfichten eines GmbH-Geseschafters. Buchführung Freiberufer und Keinunternehmer dürfen eine so genannte einfache Buchführung betreiben, wenn sie nicht as Kaufeute geten, nicht im Handesregister eingetragen sind und die fogenden Grenzen für Umsätze, Gewinne und so genannte Wirtschaftswerte nicht überschreiten: z z Die Umsatzeröse dürfen in zwei aufeinander fogenden Geschäftsjahren nicht mehr as Euro betragen. Der Jahresüberschuss (Gewinn) darf nicht mehr as Euro betragen. Einnahmen-Überschuss-Rechnung Dassebe git für die Art der Gewinnermittung, zu der jeder Unternehmer nach Abauf des Geschäftsjahrs verpfichtet ist. Keinunternehmen, die die oben genannten Grenzen nicht überschreiten, brauchen ihren Gewinn nur durch eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu ermitten. Kammerbeiträge Keinunternehmen sind unter fogenden Voraussetzungen voständig beitragsfrei: Sie sind weder im Handesregister noch im Genossenschaftsregister eingetragen. Ihr Jahresgewinn (Gewerbeertrag beziehungsweise nach dem Einkommensteuergesetz ermitteter Gewinn aus Gewerbebetrieb) nach dem Einkommensteuergesetz übersteigt keine Euro. z z Gewerbetreibende (natüriche Personen), die nach 1 Abs. 2 Nr. 1 Handwerksordnung im Zeitraum von bis zu drei Monaten erernbare Tätigkeiten ausüben, gehören entweder der Industrie- und Handeskammer oder der Handwerkskammer an. Sie sind unabhängig davon, wecher Kammer sie an gehören, vom Beitrag voständig freigestet, wenn ihr Gewerbeertrag nicht über Euro im Jahr iegt. HINWEIS: Auch Nebenerwerbs- und Keinstgründungen müssen beim Gewerbeamt angemedet werden. Handet es sich um eine freiberufiche Tätigkeit, muss beim Finanzamt eine Steuernummer beantragt werden. Finanzierung von Keingründungen Spezie für Keingründungen kommen zwei Förderprogramme des Bundes infrage: ERP-Gründerkredit StartGed Mikrokreditfonds Deutschand NETZWERK-MARKETING Netzwerk-Marketing (auch Muti-Leve-Marketing) kann eine speziee Form des Direktverkaufs (www.direktvertrieb.de) sein. Dabei sucht sich ein Unternehmen eine Reihe von Geschäftspartnern für den Vertrieb eines Produktes oder einer Dienst eistung. An den Umsätzen, die in diesem Fiia- Netz erwirtschaftet werden, sind die Netzwerk-Partner beteiigt. Jeder Unternehmer kann eigenständig weitere Netzwerk-Unternehmen gründen. In der Vergangenheit haben Verbraucherschützer immer wieder vor unseriösen Netzwerk-Marketing-Unternehmen gewarnt. Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen, die darüber nachdenken, sich as Netzwerk-Partner sebständig zu machen, soten darum zuvor die betreffenden Unternehmen, deren Vertriebs-Provisionen und das Preis- Leistungs- Verhätnis der Produkte genau unter die Lupe nehmen. Die Mitgieder des Bundesverbandes Network Marketing müssen sich zur Einhatung von Ver ha tensstandards verpfichten (www.bvnm.de). WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Teizeit- und Keingründungen BMWi-eMagazin Sma ist beautifu: Teizeitunternehmen Mikrokreditfonds Deutschand

28 28 3. DER GRÜNDUNGSWEG Einer nach dem anderen: Unternehmensnachfoge/Betriebsübernahme Bei einer Unternehmensnachfoge übernehmen Gründerinnen oder Gründer ein bestehendes Unternehmen und führen es weiter. Hintergrund ist meist, dass der At-Inhaber sich zur Ruhe setzen möchte. Die Übernahme eines Unternehmens hat viee Vorteie: z z das Unternehmen ist auf dem Markt bereits etabiert Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sind aufgebaut z z die Diensteistung bzw. das Produkt des Unter nehmens sind eingeführt z z Räume und Betriebsinventar sind vorhanden z z die Mitarbeiter sind eingearbeitet Das soten Sie in Ihrem Businesspan berücksichtigen: Ist-Zustand des Unternehmens: Wie ist die bis he r ige Entwickung, Produktpaette, Steung am Markt usw.? Preisermittung: Wie hoch ist der Kaufpreis? Wie hoch waren die Erträge der etzten Jahre? z z So-Zustand: Was woen Sie im Unternehmen ändern? Weche Marktpotenziae wurden noch nicht ausgeschöpft? Finanz- und Ertragspanung: Weche Finanzierung und Förderung kommen infrage? Personapanung: Weche Quaifikationen werden zukünftig benötigt? Variationen der Unternehmensnachfoge Kauf durch eigenes oder fremdes Management (MBO/MBI) Bei einem Management-Buy-Out (MBO) wird das Unternehmen durch das eigene Management, in der Rege durch eitende Angestete oder die Geschäftsführung, übernommen. Unter Management-Buy-In (MBI) wird dagegen die Übernahme eines Unternehmens durch (fremde) Manager von außen verstanden. Outsourcing Beim Outsourcing werden bestimmte Unternehmensabteiungen in die Sebständigkeit entassen. Aus der Marketing-Abteiung kann z. B. eine sebständige Werbeagentur werden, aus der Personaabteiung eine Personaberatung. Unterstützung bei der Unternehmensnachfoge: Initiative nexxt nexxt ist eine gemeinsame Initiative des Bundes ministeriums für Wirtschaft und Energie, der KfW Bankengruppe sowie Vertretern von Verbänden, Institutionen und Organisationen der Wirtschaft, des Kreditwesens und der Freien Berufe. Ae Partner bieten Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung von Unternehmensübertragungen an. Ein zentraes Angebot der nexxt-initiative ist die nexxtchange Unternehmensnachfogebörse. Sie ist bundesweit der größte Marktpatz für Nachfoger und Unternehmer. DIE NEXXT-CHANGE UNTERNEHMENS- NACHFOLGEBÖRSE BIETET: über Inserate von Betrieben, die einen Nachfoger suchen über Inserate von potenzieen Nachfogern quaifizierte Betreuung und Vermittung durch 810 Regionapartner (IHK, HWK, Sparkassen, Voks- und Raiffeisenbanken u. a.) automatische Benachrichtigung bei passenden Neu- Inseraten (Abo-Funktion) einfache Einsteung von Inseraten bzw. Unternehmensprofien zdownoadbarer z Exposé-Manager : strukturierte Vorage, um eine Präsentation für ein Unternehmen oder einen potenzieen Übernehmer (Käufer- oder Verkäuferprofi) fas gewünscht, auch mit Bidern zu ersteen. Agemeine Fragen zur nexxt-change Unternehmens börse beantwortet die KfW Bankengruppe (www.kfw.de), Te.: , Detaifragen zu bestimmten Angeboten oder der Er steung von Inseraten beantworten die Regionapartner. WEITERE INFORMATIONEN Unternehmensbörse nexxt-change Infoetter und Broschüren BMWi-Broschüre nexxt Unternehmens nachfoge Die optimae Panung

29 3. DER GRÜNDUNGSWEG 29 Konzept gegen Gebühr: Franchising Beim Franchising eröffnet ein Unternehmer (Franchise-Geber) interessierten Gründerinnen und Gründern (Franchise-Nehmern) die Mögichkeit, mit seinem am Markt erprobten Geschäftskonzept gegen Gebühr sebständig tätig zu werden. Dabei arbeiten Franchise-Nehmer auf eigene Rechnung und tragen das jeweiige unternehmerische Risiko. Für den Franchise-Geber stet Franchising eine Ex - pansionsmögichkeit dar. Gründerinnen und Gründer, die sich mit einem Franchising-Konzept sebständig machen, erhaten Hifesteung und ideaerweise kontinuieriche Betreuung. Dies kann den Einstieg in die Sebständigkeit ereichtern und das Risiko des Scheiterns reduzieren. Franchise-Nehmer erhaten gegen Zahung einer Eintrittsgebühr sowie weiterer aufender Gebühren das Nutzungsrecht für ein am Markt etabiertes Geschäftskonzept und eine bereits eingeführte Produkt- oder Diensteistungsmarke. Leistungen des Franchise-Gebers Im Franchise-Vertrag ist in der Rege eine Grundausbidung in wesentichen betriebswirtschaftichen Be angen durch den Franchise-Geber vorgesehen. Diese Schuung so den Franchise-Nehmer in die Lage versetzen, den eigenen Be - trieb sebständig und eigenverantwortich zu führen. Wird vom Franchise-Geber im Vertrag Gebietsschutz ge währt, bedeutet dies, dass kein weiterer Franchise- Nehmer sich im Einzugsbereich ansieden darf. Darüber hinaus bietet der Franchise-Geber häufig Diensteistungen oder Kostenteiung in Sachen Marketing und Pubic Reations an. Durch den Anschuss an ein kooperierendes Unternehmensnetzwerk können Synergieeffekte genutzt, Erfahrungen geteit und bessere Einkaufskonditionen (Großabnehmer) erziet werden. Aerdings ist ein Franchise-Nehmer durch den gemeinsamen Markenauftritt des Franchise-Systems meist auch mit straffen Marketing-, Weisungs- und Kontrosystemen konfrontiert, die seinen unternehmerischen Entscheidungsfreiraum begrenzen. Die Qua der Wah Derzeit gibt es in Deutschand etwa Franchise-Sys teme am Markt. Nicht ae davon sind Mitgieder im Deutschen Franchise-Verband. Dieser arbeitet mit eigenen Auf nah merichtinien und versucht so, seriöse von weniger seriösen An - bietern zu trennen. Denn Vorsicht: Mancher Franchise- Geber iefert seinen Franchise-Partnern neben der Ware bzw. Dienst - eistung wenig Zusatzeistungen. Informieren Sie sich bei Franchise-Verbänden, In - dustrie- und Handeskammern, Handwerkskammern und Ban ken sowie Wirtschaftsverbänden über das Franchise- Unternehmen Ihrer Wah. Nehmen Sie auch mit anderen Fran chise-nehmern des Franchise-Gebers Kontakt auf. Existenzgründungen per Franchising werden nicht in je dem Fa öffentich gefördert. Erkundigen Sie sich recht zei tig vor Abschuss eines Franchising-Vertrages (zum Beispie bei der KfW). WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Franchising Deutscher Franchise-Verband e. V. (DFV) Deutscher Franchise-Nehmer Verband e. V. (DFNV) Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 04 Franchise

30 30 4. Der Businesspan Von der Idee zum Erfog: Der Businesspan Wer sich berufich sebständig machen wi, braucht zunächst eine Erfog versprechende Geschäftsidee. Aber die Idee aein reicht nicht aus. Jede Gründung benötigt außerdem einen ausgefeiten Pan, wie diese Idee erfogreich in die Tat umgesetzt werden kann. Dieser Pan muss ae Faktoren berücksichtigen, die für Erfog oder Misserfog entscheidend sein können. Er ist die Regieanweisung, die die einzenen Schritte des Gründungsvorhabens genau festegt. Je nach Vorhaben und Branche werden an einen Businesspan unterschiediche Ansprüche gestet: Wer ein kapitaintensives Hightech-Unternehmen gründet, muss sebstverständich be stimmte Inhate wesentich umfangreicher darsteen as derjenige, der einen Kurierservice betreiben wi. Warum ein Businesspan? Je durchdachter und detaiierter die Panung, desto größer ist die Chance, dass Ihr Vorhaben zum ge wünsch ten Erfog führt. Ein ausführicher Businesspan zwingt Sie dazu, ae wichtigen Punkte Ihrer Gründung, ae Chancen und Risiken, zu überdenken. Jedes Pro bem, das Sie schon bei der Panung erkannt und womögich geöst haben, bedeutet eine Ereich terung und zusätzichen Spieraum nach dem Unternehmensstart. Tragen Sie ae Informationen zusammen, die der Businesspan von Ihnen verangt. Erst dann können Sie mit großer Wahrscheinichkeit feststeen, ob Ihre Geschäftsidee funktioniert. Ein aussagefähiger Businesspan ist außerdem die Voraussetzung dafür, Ihre Gedgeber davon zu überzeugen, dass Ihr gepantes Unternehmen genug Umsatz erwirtschaften wird, um das geiehene Ged wieder zurückzuzahen. Es gibt eine ganze Reihe von Angeboten, die Sie bei der Aus arbeitung Ihres Businesspans unterstützen: aen voran die Kammern, die Businesspanwettbewerbe, die Gründerinitiativen vor Ort und auch die Beratungs an gebo te der KfW Bankengruppe (siehe Kapite Wer hift? Beratung und Coaching ).

31 4. DER BUSINESSPLAN 31 Form des Businesspans Ein guter Businesspan ist z z aussagekräftig: Er enthät ae Informationen, die für das Vorhaben reevant sind. kar gegiedert: Er ist in verschiedene Kapite unterteit. gut verständich: Er sote in einer auch für Laien verständichen Sprache geschrieben sein. kurz und knapp: Er sote einschießich Anhang nicht mehr as 30 Seiten umfassen. z z eicht esbar: Schriftgröße 12 Punkt, Zeienabstand 1,5, Ränder mindestens 2,5, Absätze, Zwischenüberschriften. zoptisch z ansprechend: Das äußere Erscheinungsbid ist ordentich, professione, nicht übertrieben bunt oder grafisch verspiet. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta zbusinesspan z ersteen Checkisten und Übersichten BMWi-Businesspan Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 06 Existenzgründungsfinanzierung Nr. 07 Businesspan Hinweise zur Erarbeitung Ihres Businesspans Kapite Inhat Tipps Zusammenfassung Geschäftsidee Produkt/Diensteistung Produkt/Diensteistung technoogieorientiert Formuieren Sie hier kurz und übersichtich die Argumente, die Ihre Kapitageber und Geschäftspartner von Ihrer Geschäfts idee über zeugen soen. Eräutern Sie, warum Sie sich mit diesem Vorhaben sebständig machen möchten. Beantworten Sie kar und einfach die Frage: Was möchten Sie tun? Beschreiben Sie sowoh Ihre kurzfristigen as auch angfristigen Unternehmensziee. Beschreiben Sie Ihr Produkt oder Ihre Diensteistung mit einfachen Worten, so dass sie auch ein Laie versteht und attraktiv findet. Gerade technische Produkte und technikastige Diensteistungen soten Sie so verständich beschreiben, dass ein potenzieer Gedgeber und Geschäftspartner versteht, was Sie vorhaben. Die Zusammenfassung schreiben Sie, wenn Sie Ihren Businesspan fertig gestet haben. Sie sote nicht änger as zwei Seiten sein. Achten Sie auf das Aeinsteungsmerkma Ihrer Geschäftsidee, damit sich Ihr Angebot von dem Ihrer Wettbewerber unterscheidet. Führen Sie kurz aus, in weche Richtung sich Ihre Idee bzw. Ihr Angebot weiterentwicken ässt. Vermeiden Sie Fachausdrücke, Formen oder technische Detais (wenn überhaupt, dann im Anhang). Ob Ihre technischen Ausführungen zu - treffend sind, soten Sie im Zwei fesfa durch ein technisches Gut achten beegen. Legen Sie Fotos, Zeichnungen oder Diagramme bei. Benennen Sie, fas vorhanden, Patente, Rechte, Lizenzen, Verträge und fügen Sie Ihrem Businesspan Kopien im Anhang bei. Vor aem bei aufwändigen Produk ten ist es notwendig, die einzenen Produktionsschritte deutich zu ma chen. Was wird z. B. im Unternehmen sebst, was außerhab bearbeitet?

32 32 4. DER BUSINESSPLAN Hinweise zur Erarbeitung Ihres Businesspans Kapite Inhat Tipps Marktübersicht Kunden Marktübersicht Konkurrenz Standort Marketing Unternehmensorganisation Unternehmensführung Gründerperson(-en) Mitarbeiter Beschreiben Sie Ihr Produkt bzw. Ihre Diensteistung aus der Sicht künftiger Kunden. Führen Sie Ihre wichtigsten Konkurrenten auf. Begründen Sie die Wah Ihres Standorts. Der Standort spiet unter Umständen eine entscheidende Roe für den Unternehmenserfog. Beschreiben Sie, wie Sie Ihr Angebot entwicken und präsentieren können, damit es sich von der Konkurrenz abhebt. Je nachdem in wechem Umfang Sie starten, soten Sie beschreiben, weche Aufgabe bzw. weche Roe jeder Beteiigte im Unternehmen hat, z. B.: Geschäftsführer, Marketingbeauftragter, Vertriebsbeauftragter, Geseschafter usw. Beschreiben Sie Ihre fachiche Quaifikation, Ihre berufiche Erfahrung und Ihr unternehmerisches bzw. kaufmännisches Know-how. Begründen Sie, wie viee und weche Mitarbeiter Sie für weche Aufgaben benötigen. Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten. Bewerten Sie, wechen Nutzen Sie Ihren Kunden anbieten. Vergeichen Sie sich mit Mitbewerbern. Recherchieren Sie, wie sich Ihre Branche entwicket. Fragen Sie bei Banken und Sparkassen. Recherchieren Sie im Internet. Kon - kurrenten können auch Unternehmen mit ähnichen Angeboten sein. Erkundigen Sie sich bei der Industrieund Handeskammer oder Handwerkskammer und bei Verbänden. Wegen der Viezah gewerbe- und baurechticher Verordnungen und Gesetze, die zum Tei nicht bundeseinheitich gereget sind, soten Sie bei Ihrer Gemeinde (Baupanungsamt) nachfragen, wie das Gebiet, in dem Sie die Gründung Ihres Betriebs panen, im Bebauungspan ausgewiesen ist. Wechen besonderen Nutzen hat Ihr Angebot für Ihre Kunden (z. B. ein besonderer Service oder Ersatzteidienst)? Wie hoch ist der Preis (z. B. besonders günstiger Preis durch niedrige Kosten in Ihrem Unternehmen)? Über wechen Vertriebsweg erreichen Sie Ihre Kunden (z. B. durch einen schneen und kostengünstigen Onine-Vertrieb)? Mit Hife wecher Werbemaßnahmen woen Sie Ihre Kunden informieren? Informieren Sie sich darüber, weche der verschiedenen Arbeitsverhätnisse (Vozeit-, Mini-, befristeter Job u. a.) für Ihre(n) Mitarbeiter während der un - ternehmerischen Startphase infrage kommen.

33 4. DER BUSINESSPLAN 33 Hinweise zur Erarbeitung Ihres Businesspans Kapite Inhat Tipps Rechtsform Chancen/Risiken Finanzierung Kapitabedarfspan Steen Sie die Rechtsform vor, mit der Sie Ihr Unternehmen starten möchten. Beschreiben Sie reaistisch die Chancen und Risiken Ihres Gründungsvorhabens und zukünftigen Unternehmens. Der Finanzpan ist ein wesenticher Bestandtei Ihres Businesspans. Er be - steht aus den fogenden Unteragen: Kapitabedarfspan Finanzierungspan Liquiditätspan Ertragsvorschau/Rentabiitätsrechnung Der Kapitabedarfspan zeigt Ihnen, wie vie Kapita Sie für Anschaffungen und die unternehmerische Startphase brauchen. (ca Monate) Wie viee Personen soen Verantwortung übernehmen? Woen Sie mögichst ohne viee Formaitäten starten? Woen Sie die Haftung beschränken? Weche Rechtsform ist in Ihrer Branche übich? Woen Sie eine Rechtsform, die eine mögichst einfache Buchführung verangt? Woen Sie eine Rechtsform, die einen mögichst geringen Kapitaeinsatz verangt? Steen Sie Worst-case- und Bestcase-Betrachtungen an. Überegen Sie genau: Unter wechen Bedingungen funktioniert Ihr Konzept nicht mehr? Wie können Sie in diesem Fa reagieren (z. B. Kosten reduzieren, Angebote verändern, neue Absatzmärkte suchen)? Bewerten Sie die Wahrscheinichkeit der aufgezeigten Chancen und Risiken. Begründen Sie Ihre Annahmen mit recherchierten und beegbaren Fakten und Zahen von Kammern, Banken, Branchenverbänden usw. Auch wenn Sie zum Tei auf Schätzungen angewiesen sind, soten die von Ihnen ermitteten Zahen reaistisch und nachvoziehbar sein. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Industrieund Handeskammer, Handwerkskammer und/oder Branchenverbänden. Berücksichtigen Sie eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben und Kosten der privaten Lebensführung. Denken Sie an die unterschiedichen Lauf zeiten der Fremdfinanzierungsmitte. Wenn bei öffentichen Förderdarehen die tigungs freie Zeit vorbei ist, kommt u. U. eine erhebiche finanziee Mehrbeastung auf Sie zu.

34 34 4. DER BUSINESSPLAN Hinweise zur Erarbeitung Ihres Businesspans Kapite Inhat Tipps Finanzierungspan Geben Sie Eigen- und Fremdkapita an. Wechen Investitionsantei müssten Sie durch einen Kredit ab decken? Weche öffentichen Förderprogramme kommen für Sie infrage? Die Laufzeiten von Krediten soten mit Ihrem Liquiditätsbedarf korrespondieren. Liquiditätspan Eine fundierte Liquiditätsvorschau zeigt Ihre Zahungs fähigkeit für einen be - stimmten Zeitraum an. Steen Sie die zu erwartenden Einnahmen den Ausgaben für die ersten drei Jahre gegenüber. Legen Sie Branchendaten zur Zahungsmora Ihrer Kunden vor und erkären Sie, wie Sie z. B. ange Zahungsfristen überbrücken können. Erkären Sie, wie ange es dauern wird, bis Sie tatsächich schwarze Zahen schreiben werden, und wie Sie die Zeit bis dahin finanzie überstehen können. Ertragsvorschau/Rentabiitätsrechnung Die Ertragsvorschau/Rentabiitätsrechnung zeigt, ob sich Ihr Vorhaben ohnt. Werden Ihre Umsätze höher sein as Ihre Kosten? Zeigen Sie, weche Umsätze Sie mit wechem Produkt oder wecher Dienst eistung bei wechen Kunden machen. Die Zahen müssen auch wenn es sich um Schätzungen handet nachvoziehbar sein. Wenn Sie nach Zahen für erwartete Umsätze suchen: Kammern, Verbände, Banken und Sparkassen können Ihnen hier mit Branchenwerten hefen. Eräutern Sie auch, weche Maßnahmen Sie panen, wenn ein geringer bis gar kein Umsatz erziet wird.

35 35 5. Die Finanzierung Lohnt sich der Aufwand? Rentabiitätsvorschau Der Weg in die berufiche Sebständigkeit ohnt sich nur dann, wenn er auf Dauer ausreichend Gewinn verspricht, aso rentabe ist. Um zu beurteien, ob Sie as Sebständige oder Sebständiger tatsächich auf Ihre Kosten kommen, müssen Sie vor Ihrer Gründung unbedingt die fogenden Fragen beantworten: Wie vie Ged muss bzw. wi ich mit meiner Sebständigkeit verdienen, um meine aufenden Kosten (Miete, Lebensmitte, Versicherungen usw.) und eventue die meiner Famiie zu finanzieren? Wie vie wi ich kurz-, mitte- und angfristig verdienen, um mir eine finanziee Reserve zu schaffen? z z Wie hoch sind meine jährichen privaten Ausgaben? Sie müssen später über die Einnahmen aus Ihrer berufichen Sebständigkeit gedeckt werden (Unternehmerohn). Zu den privaten Ausgaben gehören: Miete oder vergeichbare Kosten Lebensmitte/Hausrat/Keidung Strom/Heizung/Wasser/Müabfuhr Teekommunikation Freizeit Kindergarten Sonderausgaben (Weihnachten, Geburtstage, Uraub, Reparaturen u. a.) Versicherungen Rückage für Einkommensteuer Unterhatsverpfichtungen Tigung/Zinszahung für Privatdarehen usw. Ziehen Sie von Ihren Ausgaben ae Einnahmen wie beispiesweise das Einkommen Ihres Partners, Miet einnahmen, Gründungszuschuss ab, und Sie erhaten as Ergebnis die Höhe Ihrer privaten Ausgaben, die auf jeden Fa über Ihre berufiche Sebständigkeit gedeckt werden müssen (erfordericher Unternehmerohn). Wird mein Unternehmen genug Ged erwirtschaften? Bei der Beantwortung dieser Frage hift Ihnen die Rentabiitätsvorschau. Sie sote mindestens die ersten drei Geschäftsjahre umfassen. Wenn Sie öffentiche Förderdarehen in Anspruch nehmen, berücksichtigen Sie bitte die später einsetzende Tigung (Rückzahung des Darehens), um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Das Betriebsergebnis sote Ihnen ermögichen, Ihren Unternehmerohn (bei Einzeunternehmen und Personen geseschaften) zu decken, eine Liquiditätsreserve zu schaffen und ihre betrieb ichen Kredite zu tigen. zerwartete z Umsatzeröse: Schätzen Sie, wie vie Umsatz Sie in den nächsten Jahren machen werden. Orientieren Sie sich an den Umsatz zahen der Branche, in der Sie Ihr Unternehmen gründen. Die Kammern, Banken oder auch Branchenverbände haben in der Rege entsprechende Daten aus Ihrer Region. Staffen Sie Ihre Umsatzschätzungen: Im ersten Jahr müssen Sie von eher niedrigen Umsatzerwartungen ausgehen. Im zweiten

36 36 5. DIE FINANZIERUNG Jahr können Sie, wenn die Auftragsentwickung entsprechend veräuft, von einer Steigerung ausgehen. Beachten Sie aber: Eine Umsatzsteigerung kommt nicht von aein; Sie müssen auch etwas dafür tun. Für den Einzehande veröffenticht das Institut für Handesforschung, Universität Kön, jähriche Ver geichs daten. Gewinnspannen für das so genannte Keingewerbe ermitten die Oberfinanzdirektionen mit Hife so genannter Richtsatzsammungen. z z Wareneinsatz (git nicht für Diensteister): Nur wenn Sie den Einkaufspreis der Waren kennen, die Sie verkaufen oder bearbeiten möchten, können Sie Ihren voraussichtichen Umsatz berechnen. Erkundigen Sie sich bei Großhändern und auf Fachmessen oder ggf. auch bei Unternehmen derseben Branche. z z Aufwendungen: Führen Sie hier die Kosten z. B. für Com - puter, Software, Miete, Versicherungen oder Persona auf. WEITERE INFORMATIONEN Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 06 Existenzgründungsfinanzierung Nr. 07 Businesspan RENTABILITÄTSVORSCHAU Ae Beträge in Euro und ohne MwSt. 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr Erwartete Umsatzeröse Wareneinsatz (entfät für Diensteister) = Rohgewinn + sonstige betriebiche Erträge (z. B. Mieten) Aufwendungen Personakosten inkusive Nebenkosten und inkusive Geschäftsführergehat bei GmbH Raumkosten Betriebiche Steuern Versicherungen, Beiträge Kraftfahrzeugkosten Werbe- und Reisekosten Werbung, Repräsentation Reparaturen und Instandhatung Leasinggebühren Teefon, Fax, Internet Bürobedarf Rechts- und Beratungskosten Sonstige Aufwendungen Zinsaufwendungen Abschreibungen = Summe Aufwendungen = Betriebsergebnis

37 5. DIE FINANZIERUNG 37 Was so der Spaß kosten? Kapitabedarf Wie vie Startkapita ist für die Unternehmensgründung erforderich? Anders gesagt: Wie hoch ist der Kapita bedarf oder Finanzbedarf? Überegen Sie genau! Denn eine gute Finanzierung ist die Basis für den erfogreichen und sicheren Aufbau Ihres Unternehmens. Und wieder git: Sprechen Sie in aen Ged ange e gen heiten unbedingt mit Ihrem Berater (auch mit der Kammer und insbesondere mit Ihrer Bank)! Ermitten Sie zunächst die Höhe der notwendigen Investitionen! Wer ein Unternehmen gründet, muss in aer Rege zunächst einma Ged in sein Vorhaben investieren. Wie vie Sie investieren müssen, steen Sie anhand einer Kapitabedarfspanung fest. Ein Kapitabedarfspan ge hört in jeden Businesspan, unabhängig davon, ob Sie Ihr Vorhaben aein aus Ihren Ersparnissen oder mit Hife von Darehen finanzieren. Wer auf eine genaue Panung verzichtet, riskiert, dass am Ende das Ged nicht ausreicht. Auf die Schnee muss dann eine Fremdfinan zierung gefunden werden. Für öffentiche Existenzgründungsdarehen ist es dann aber schon zu spät. Sie können nur vor der rechtsverbindichen Unterschrift unter einen Kauf-, Liefer- oder Leistungsvertrag beantragt werden. Eine gründiche Kapitabedarfspanung gehört daher zum keinen Einmaeins jeder Gründungsvorbereitung. Dabei soten Sie fogende Größen genau ermitten: Kapitabedarf vor der Gründung Beginnen Sie mit den Kosten, die während Ihrer Gründungsvorbereitung anfaen. Dazu zähen beispiesweise Beratungskosten, Notarkosten, Gebühren für Anmedungen und Genehmigungen. Sprechen Sie mit Ihrem Gründungsberater und steen Sie gemeinsam fest, weche Gründungskosten in wecher Höhe anfaen. Kapitabedarf für die betriebiche Anaufphase Wie vie Ged müssen Sie ausgeben, um Ihr Unternehmen startkar zu machen? Unterscheiden Sie in Anagevermögen wie z. B. Lizenzen, Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Büroeinrichtung und Umaufvermögen. Letzteres bezeichnet die au fenden betriebichen Aufwendungen für Waren, Verwatung, Vertrieb, Persona u. a., die Sie später durch Ihre Einnahmen decken. Da Sie in der An auf phase noch keinen bzw. einen geringen Umsatz haben, müssen Sie die Anaufphase erst einma vor finanzieren. Kakuieren Sie hier einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten. Kapitabedarf zur Sicherung des Lebensunterhates Wie vie müssen Sie mit Ihrer berufichen Sebständigkeit verdienen, um davon eben zu können? Dazu zähen ae monatichen Ausgaben, die Sie für Ihren privaten Lebensunterhat benötigen. Kakuieren Sie großzügig und berücksichtigen Sie auch unvorhergesehene Ereignisse wie Krankheit, Unfa, aber auch Reparaturen an Haus oder Auto. Die Höhe Ihrer privaten Ausgaben ist die Grundage für Ihr monatiches Gehat, das Sie as Unternehmer beziehen. Haben Sie vor, ein Einzeunternehmen oder eine Personengeseschaft (z. B. GbR) zu gründen, wird dieses Gehat übrigens Unternehmerohn genannt. Bei einer Kapitageseschaft würden Sie as angesteter Geschäftsführer ein Gehat (Personakosten) beziehen. Finanzierung des Kapitabedarfs Wie vie Kapita erwirtschaftet Ihr Unternehmen zur Deckung der Kosten und wie vie Kapita müssen Sie zunächst zusätzich in Ihr Unternehmen investieren? Um dies festzusteen, müssen Sie die Liquidität, aso die Zahungsfähigkeit Ihres Unternehmens, ermitten. Fremdfinanzierung des Kapitabedarfs Wenn Sie feststeen, dass Sie Ihr Vorhaben nicht aein aus eigenen finanzieen Mitten, sondern auch mit Hife öffenticher Förderdarehen und/oder Bankkredite finanzieren müssen, soten Sie ermitten, wie hoch die monatichen Zinskosten und Tigungsraten sein werden. Bei öffentichen Förderdarehen setzt die Tigung in der Rege erst später ein. Die anfaenden Zinsasten und Tigungen müssen Sie in Ihrer Kapitabedarfspanung be - rück sichtigen. Denn auch hier handet es sich um Kosten, die (ggf. mit Ausnahme der Tigungsraten) vom ersten Tag nach dem Unternehmensstart anfaen. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Finanzierungswissen Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 06 Existenzgründungsfinanzierung Nr. 07 Businesspan

38 38 5. DIE FINANZIERUNG KAPITALBEDARFSPLAN (OHNE MWST.) Gründungskosten Beratungen Anmedungen/Genehmigungen Eintrag ins Handesregister Notar Sonstige Gesamt Kosten für Anaufphase (Ausgaben bis zum ersten Gedeingang aus Umsatz für bestimmten Zeitraum, z. B. 3 Monate) Personakosten, ink. eigenes Geschäftsführergehat bei Kapitageseschaften (ae Kosten ink. Lohnnebenkosten) Beratung Leasingraten Miete/Pacht Werbung Vertrieb Betriebiche Steuern Versicherungen Reserve für Startphase, Fogeinvestitionen und Unvorhergesehenes Sonstige Gesamt Unternehmerohn (Bei Einzeunternehmen und Personengeseschaften zur Sichersteung der privaten Lebenshatungskosten) Anagevermögen Patent-, Lizenz-, Franchisegebühren u. Ä. Grundstücke/Immobiien einsch. Nebenkosten Produktionsanagen, Maschinen, Werkzeuge Betriebs-, Geschäftsausstattung Fahrzeuge Gesamt Umaufvermögen Materia- und Warenager Kapitadienst Zinsen für Existenzgründungsdarehen/Bankkredite Tigung = Kapitabedarf

39 5. DIE FINANZIERUNG 39 Wer so das bezahen? Finanzierung Sie müssen sich nun um die Finanzierung kümmern, aso Gedqueen für Ihr Unternehmen finden. Queen sind: Eigenkapita Ihr eigenes Ged- und Beteiigungskapita/Fremdkapita Bankkredite, aber auch öffent iche Fördermitte. Eigenkapita Je mehr Eigenkapita Sie haben, desto besser: as Sicherheits- und Risikoposter, um finanziee Engpässe zu vermeiden, die zur Insovenz führen können; as Zeichen für Ihre Kreditwürdigkeit gegenüber Ged - gebern. Denn wer bereit ist, auch eigenes Ged zu riskieren, erweckt mehr Vertrauen bei Kreditgebern. Wichtig: Unter 20 Prozent sote der Antei des Eigenkapitas am Gesamtkapita mögichst nicht iegen, eher höher. Prüfen Sie deshab gründich ae Queen für Ihre Eigenmitte! Eigenkapitaqueen eigene Bargedbestände eigene Sachmitte, die ins künftige Betriebsvermögen überführt werden Eigeneistungen Das Förderprogramm ERP-Kapita für Gründung trägt as Nachrangdarehen Eigenkapitacharakter. Es muss nicht bankübich besichert werden und erhöht die Eigenkapitaquote. Verwandte und Freunde (bei geringeren Kapitabedarfssummen) Stie Geseschafter. Auch stie Teihaber können Ihnen zusätziches Eigenkapita iefern. Die stie Ge seschaft ist im Handesgesetzbuch ( 230) gereget. Kapitabeteiigungen. Business Anges beteiigen sich mit einem bestimmten Prozentsatz am Wert des Unternehmens. Es handet sich um erfahrene Manager oder Unter nehmer, die ihr privates Kapita, ihr Know-how und ihr Kontaktnetzwerk in junge Unternehmen einbringen. Darüber hinaus gibt es die mitteständischen Beteiigungs geseschaften der Bundesänder. Sie sind eigens geschaffen worden, um (jungen) Betrieben Mitte zur Verfügung zu steen, die diese aein nicht aufbringen können (und die die Banken wegen mangender Sicherheiten nicht eihen woen). Bei ihnen wird zum Beispie der neue Mikro meaninfonds Deutschand für keine und junge Unternehmen beantragt. Für schne wachsende Start-ups mit hohem Finanzbedarf stehen private Venture Capita -Geseschaften zur Verfügung. Sie steigen erst bei 7-steigen Summen ein und erwarten zudem hohe Renditen. Seite 42 Fremdkapita Wenn Sie die Höhe Ihres Eigenkapitas kennen, werden Sie feststeen, ob Sie zusätziches Ged, aso Fremdkapita wie Bankkredite oder Förderdarehen, benötigen. Bankkredite Kredite erhaten Sie von Ihrer Hausbank (Bank oder Sparkasse, bei der Sie Ihr Geschäftskonto einrichten) zu den aktueen Zinssätzen. Die Lauf zeit eines Darehens sote mit der Nutzungsdauer der Investition übereinstimmen, die Sie mit dem Darehen finanzieren woen. Gerade in der Anfangsphase kann es sinnvo sein, die Tigung eines Darehens mögichst ange zu strecken. Immerhin verbessern Sie so Ihre Zahungsfähigkeit. Sie soten dabei jedoch nicht außer Acht assen, dass jede Tigungsstreckung Ihr Darehen verteuert. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Finanzierungswissen Förderdatenbank des Bundes KfW Bankengruppe Business Anges Netzwerk Deutschand Bundesverband Deutscher Kapitabeteiigungsgeseschaften e.v. Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 06 Existenzgründungsfinanzierung znr. z 07 Businesspan

40 40 5. DIE FINANZIERUNG Kreditarten Kurzfristige Finanzierung (bis zwöf Monate Laufzeit) Kontokorrentkredit z z Lieferantenkredit Mittefristige/angfristige Finanzierung (ab 12 Monate Laufzeit) Der Kredit für Ihr Geschäftskonto, über das ae aufenden Zahungen abgewicket werden. Der Konto korrent kredit dient as kurzfristiges Finanzierungsmitte, nicht jedoch für Anagegüter oder für angfristig gebundene Teie Ihres Umaufvermögens. Vereinbaren Sie mit Ihrer Hausbank einen Kreditrahmen. Faustrege: ein Monatsumsatz. Der Lieferantenkredit entsteht dadurch, dass Sie eine Ware oder eine Diensteistung nicht sofort, sondern erst später bezahen (in der Rege haben Sie ein Zahungszie von 30 Tagen). Investitionskredit Der Investitionskredit dient zur Finanzierung des Anagevermögens (Grundstück, Gebäude, Maschinen, Fuhr park usw.). Die Laufzeit des Kredits ist abhängig von Ihrer Kreditsumme, Ihrer Zahungsfähigkeit, den Zinsen usw. Förderdarehen Förderdarehen des Bundes und der Länder bieten in der Rege günstigere Konditionen as Darehen von Kreditinstituten. Die Zinsen sind in der Rege niedriger, mit der Rückzahung muss erst nach einigen Jahren begonnen werden. Seite 44 Förderdarehen beantragen Sie immer bei Ihrer Hausbank (Bank oder Sparkasse, bei der Sie Ihr Geschäftskonto führen). Ausnahme: Mikrodarehen aus dem Mikrokreditfonds Deutschand und einige Förderbanken der Länder. Seite 14 Scheuen Sie sich nicht vor Schuden. Aber: z z Gehen Sie nicht zum erstbesten Kreditinstitut, nur wei es geich an der nächsten Ecke iegt. As erste Adresse empfieht sich Ihre Hausbank, denn dort sind Sie bereits bekannt und dort kennt man sich mit den örtichen Verhätnissen aus. Prüfen Sie die Leistungen und Konditionen anderer Institute. Verhanden Sie frühzeitig über Kreditkondi tionen. z z Reden Sie mit den entscheidenden Leuten in den Banken und Sparkassen: Zweigsteeneiter, Fiiadirektoren oder Leiter von Sonderkreditabteiungen sind nicht nur für die großen Kunden da. z z Legen Sie bei Ihren Verhandungen Ihr unternehmerisches Konzept, Ihre Rentabiitätsvorschau und Ihren Finanzierungspan auf den Tisch. Geben Sie Ihrer Gesprächspartnerin bzw. Ihrem Gesprächspartner das sichere Gefüh, ein durchdachtes und aussichtsreiches Vorhaben mitzutragen. z z Bedenken Sie, dass das Kreditinstitut zu Ihrem Vorhaben passen sote: Es kann von Vortei sein, die in Ihrer Branche und bei Ihren zukünftigen Ge schäftspartnern übichen Bankverbindungen zu nutzen. Lassen Sie sich nicht in die Roe der Bittsteerin bzw. des Bittsteers drängen. Die Kreditinstitute soten Ihnen eine Abehnung Ihrer Finanzierung begründen. Überarbeiten Sie ggf. Ihr Unternehmenskonzept mit der fachkundigen Hife eines Gründungsberaters. Gibt die Bank mangende Sicherheiten as Abehnungsgrund an, er kundigen Sie sich nach den Besicherungshifen der Bürgschaftsbanken, die es in jedem Bundesand gibt. Bedenken Sie, dass es das Geschäft der Kreditinstitute ist, Ged zu vereihen. Sprechen Sie aber auch den Finanzfachmann in Ihrer Gesprächspartnerin bzw. Ihrem Gesprächspartner an; assen Sie sich von ihren bzw. seinen Erfahrungen berichten, fragen Sie nach ihrer bzw. seiner Expertenmeinung zu Ihren Pänen. Beim ERP-Gründerkredit StartGed stet die KfW die Hausbank in jedem Fa immer zu 80 Prozent von der Haftung frei ( Haftungsfreisteung ). Der ERP-Gründerkredit Universe ist bankübich zu besichern. z z Bei einigen Förderprogrammen sind Bonität und Sicherheiten des Kunden ausschaggebend für den Zinssatz. Für Gründerinnen und Gründer betrifft dies den ERP-Gründerkredit Universe. Dabei werden von der KfW Preiskassen vorgegeben, in die Ihr Darehensantrag durch Ihre Hausbank eingruppiert wird.

41 5. DIE FINANZIERUNG 41 Bankgespräch Förderkredite und Bankkredite müssen bei der Hausbank beantragt werden. Aber: Nicht jede Gründerin und nicht jeder Gründer hat dabei Erfog. Was Sie beachten soten! Vorbereitung: Je besser Sie vorbereitet sind, desto größer sind Ihre Chancen, das zu bekommen, was Sie erreichen woen. Zur guten Vorbereitung gehören ein ausgereiftes Konzept, die Investi tions- und Rentabiitätspanung und die Absatzpanung. Erkundigen Sie sich, ob und weche Unteragen ggf. vor dem Gespräch eingereicht werden soen. Von mehreren Steen beraten assen: Rech nen Sie damit, dass nicht jede Bank vor Ort Ihr Vorhaben finanzieren wird. Vereinbaren Sie deshab Termine bei verschiedenen Banken. Rentabiität daregen: Damit Sie die Bank für Ihr Vorhaben gewinnen können, müssen Sie den Kundenberater von der Rentabiität Ihres Unternehmenspanes überzeugen. Schidern Sie, warum die gepanten Investi tionen notwendig sind. Begründen Sie, weches Umsatz- und Ertragspotenzia die Investition schafft und wie Sie sich von der Kon kurrenz ab heben. Berater mitnehmen: Es spricht nichts dagegen, dass Sie einen Berater mitnehmen. Doch reden müssen haupt - sächich Sie. Ein Banker würde Ihnen kaum abnehmen, dass Sie Ihre Panungen umsetzen werden, wenn Sie diese nicht einma erkären können. Sicher auftreten: Wenn Sie nicht zeigen, dass Sie hundertprozentig hinter der gepanten Investition stehen, werden Sie die Bank nicht überzeugen. Je mehr Informationen Sie dabei über die gepante Investition geben, desto besser sind Ihre Chancen. Machen Sie dem Kundenberater kar, dass Sie ihn auch künftig gut informieren werden und an einer vertrauensvoen Zusammenarbeit interessiert sind. Geschäftspartner suchen: Knüpfen Sie Kontakte zu mögichen Geschäftspartnern. Eine Referenziste bzw. Bestätigungen des Interesses an künftigen Aufträgen dokumentieren Ihre Erfogsaussichten. Fristen einhaten: Wer Fördermitte nutzen wi, muss unbedingt die Fristen einhaten. Die Anträge sind vor der Investition zu steen, zwischen Antrag und Auszahung der Mitte können mehrere Wochen vergehen. Kakuieren Sie die Bearbeitungszeit ein. Probeme und Lösungen bedenken: Fragen Sie sich, weche Probeme die Bank sehen könnte. Werden Sie auf diese angesprochen, zeigen Sie Lösungsansätze auf. Damit beweisen Sie Kompetenz. Öffentiche Fördermitte verangen: Behaten Sie das Zie des Gesprächs im Auge: Zunächst müssen Sie die Bank überzeugen, Ihr Vorhaben zu finanzieren. Dann suchen Sie nach der günstigsten Lösung. Die autet in der Rege: öffentiche Fördermitte, ergänzt um ein Hausbankdarehen. Förderprogramme kennen Bewährt hat es sich, wenn Sie die infrage kommenden Programme nennen können. Informieren Sie sich aso vor dem Bankgespräch. Dann kann Ihnen auch niemand weismachen, dass kein Förderprogramm auf Ihre Investition zutrifft. Konzept ggf. überprüfen: Im Fa einer Abehnung: Fragen Sie unbedingt nach den Gründen. Nutzen Sie diese, um Ihr Konzept zu überprüfen, und arbeiten Sie die Argumente dort ein. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Finanzierungswissen BMWi-eTraining Vorbereitung auf das Bankgespräch zbmwi-etraining z Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Förderdatenbank des Bundes Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten znr. z 06 Existenzgründungsfinanzierung Nr. 07 Businesspan Wirtschaftiche Förderung. Hifen für Investitionen und Innovationen

42 42 5. DIE FINANZIERUNG Informationen zur Finanzierung finden Sie im Existenzgründungsporta des BMWi unter Ergänzung und Aternative zum Darehen: Beteiigungskapita Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen haben in der Rege Probeme, genügend Kapita für größere und risikoreichere Projekte,,aufzutreiben. Der Grund: Bei Neuingen im Markt ist es anders as bei etabierten Unternehmen schwierig, die Erfogschancen, vor aem eines neuen Produktes oder eines neuen Verfahrens, zu beurteien. Hier können Beteiigungsgeseschaften oder private Gedgeber einspringen. Sie bieten Beteiigungskapita ohne die bankübichen Sicher - heiten an: Risikokapita (Wagniskapita, Venture Capita). Beteiigungskapita ist dabei nichts anderes as Eigenkapita, das dem Unternehmen von Betei i gungs geseschaften oder außenstehenden Privatpersonen zur Verfügung gestet wird. Es erhöht den Liqui di täts spieraum und dient einer betriebsgerechten Unternehmensfinanzierung. Aber: Zur kurzfristigen Betriebs mittefinanzierung ist es kaum geeignet. Und es ist teurer as ein Darehen. Wofür Beteiigungskapita? Beteiigungskapita kann in Anspruch genommen werden: z z zur (Mit-)Finanzierung größerer Investitionen für Immobiien, Maschinen und Geräte z z um Geseschafter auszuzahen oder Erbauseinandersetzungen zu beenden z z für die Wachstumsfinanzierung, um z. B. ein Produkt in den Markt einzuführen z z für besonders kostenintensive technoogieorientierte Gründungen z z zur erfogreichen Bewätigung von Turn-Around-Situationen Wer stet Beteiigungskapita zur Verfügung? Es gibt in Deutschand rund 200 Kapitabeteiigungsgeseschaften. Weche Geseschaft für weches Projekt infrage kommt, ist den Informationen des Bundesverbands Deutscher Kapitabeteiigungsgeseschaften in Berin (BVK) zu entnehmen (s. Adressen). Kapitageber sind: z z Banken und Industrieunternehmen, aber auch private Finanziers (auch aus dem Ausand). Sie übernehmen Beteiigungen aerdings nur dann, wenn hohe Renditen (von mehr as 25 Prozent) in Aussicht stehen z z die öffentich geförderten mitteständischen Beteiigungsgeseschaften. Sie sind nicht in erster Linie ge - winnorientiert und bieten Beteiigungen an, die spezie auf keine und mittere Unternehmen sowie Gründungen zugeschnitten sind. Geseschafter sind Kammern, Verbände und Banken, die keinen Einfuss auf die aufende Geschäftsführung nehmen. Die mitteständischen Beteiigungsgeseschaften sind in nahezu aen Bundesändern vertreten

43 5. DIE FINANZIERUNG 43 die KfW Bankengruppe. Sie beteiigt sich an keinen und mitteren Unternehmen, außerdem an Kapita beteiigungs geseschaften, die keinen und mitteren Unternehmen Beteiigungskapita zur Verfügung steen Business Anges. Bei den Business Anges handet es sich um vermögende Privat personen oder Unter nehmer, die nicht nur Beteiigungskapita zur Verfügung steen, sondern Gründern auch mit ihren unternehmerischen Er - fahrungen zur Seite stehen Förderung von Beteiigungen ERP-Beteiigungsprogramm zur Finanzierung von Errich - tung, Erweiterung, Rationaisierung, Innovation, Unternehmensumsteung für Kapitabeteiigungsgeseschaften (KfW) ERP-Startfonds (KfW) ERP-Innovationsprogramm (KfW) INVEST Zuschuss für Wagniskapita (BAFA) High-Tech Gründerfonds (High-Tech Gründerfonds Management GmbH) Mikromeaninfonds Deutschand Der Fonds bietet keinen und jungen Unternehmen sowie Existenzgründerinnen und -gründern wirtschaftiches Eigenkapita bis zu Euro. Für die Beteiigungen aus dem Mikromeaninfonds, die den Unternehmen für zehn Jahre zur Verfügung gestet werden, sind keine Sicherheiten zu steen. Zudem mischt sich der Beteiigungsgeber nicht in das Tagesgeschäft ein. Der Mikromeaninfonds wird aus Mitten des ERP- Sondervermögens und des Europäischen Soziafonds (ESF) finanziert. Ansprechpartner ist die Mitteständische Beteiigungsgeseschaft in dem Bundesand, in dem die Investition erfogen so. Neu: INVEST Zuschuss für Wagniskapita INVEST Zuschuss für Wagniskapita ist der neue Name für den Investitionszuschuss Wagniskapita, den es be - reits seit Mai 2013 gibt. Die Förderung wurde darüber hinaus noch besser an die Besonderheiten des Wagniskapitamarktes angepasst. Um die Finanzierungsbedingungen von jungen, innova tiven Unternehmen zu verbessern, fördert das Bundes ministerium für Wirtschaft und Energie private Investoren, insbesondere Business Anges, die Geseschaftsanteie an Start-ups erwerben. Der Investor erhät 20 Prozent des Kaufpreises für den Anteis erwerb zurückerstattet. Unternehmen und Investoren müssen u. a. fogende Voraussetzungen erfüen, um die Förderung in Anspruch zu nehmen: Der Investor muss Anteie am Unternehmen er werben und diese mindestens drei Jahre haten. Das kapitasuchende Unternehmen muss unab hängig, innovativ und jünger as 10 Jahre sein. Es muss weniger as 50 Mitarbeiter (Vozeitäquiva ente) beschäftigen und einen Jahresumsatz von weniger as 10 Mio. Euro erzieen. Der Investor muss dem Unternehmen mindestens Euro zur Verfügung steen. Weitere Informationen: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontroe WEITERE INFORMATIONEN Bundesverband Deutscher Kapitabeteiigungsgeseschaften e. V. Förderdatenbank des Bundes KfW Bankengruppe Business Anges Netzwerk Deutschand e.v. High-Tech Gründerfonds

44 44 5. DIE FINANZIERUNG Öffentiche Starthifen: Förderprogramme Bund und Länder unterstützen Ihren Start in die unternehmerische Sebständigkeit mit Förderdarehen und Zuschüssen. Öffentiche Fördermitte (des Bundes und der Länder) müssen Sie in der Rege bei Ihrer Hausbank (Bank oder Sparkasse, bei der Sie Ihr Geschäftskonto führen) bean tragen (Ausnahme: Mikrodarehen, Beratungskostenzuschüsse und Zuschüsse der Arbeitsagenturen und Jobcenter). Gehen Sie keine finanzieen Bindungen ein, ohne sich über Förderprogramme informiert und diese vor dem Vor habens - beginn beantragt zu haben. Im Nachhinein werden keine Fördermitte bewiigt. Auch hier git und zwar ganz besonders: Lassen Sie sich beraten! Beratung muss nicht teuer sein. Aber ohne Rat können Sie vie Ged verschenken. Einen voständigen und aktueen Überbick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union bietet die Förderdatenbank des Bundes. Eine einfache Benutzerführung hift Ihnen bei der Suche: Schne- und Detaisuche: z. B. nach Fördergebiet, Förderberechtigte, Förder bereich, Förderart Förderassistent: hift, durch Eingabe von Such kriterien geeignete Förderpro gramme auszuwähen Inhatsverzeichnis: sortiert nach Förderthemen Suche nach FuE-Bereichen: mögich für tech no ogieoffene und technoogiespezifische Förderung Ergebnisiste: Kurztext zu jedem gefundenen Programm Dokumentansicht: aktuee Hinweise zu Programmen (Verfügbarkeit, Ansprech partner, weiterführende Informationen usw.) Informationsrubriken: Grundagen und Praxis der Förderung Informationen zu Förderprogrammen finden Sie außer dem in den kostenosen Broschüren des Bundes minis te riums für Wirtschaft und Energie. Fragen Sie auch das für Sie zuständige Landeswirtschaftsministerium. Ae Bundesänder verfügen über eigene Förderprogramme. Auch die Hausbanken eisten wichtige Beratungsdienste. Wichtige Förderprogramme des Bundes und der Länder für Gründer/-innen (Auswah) Zuschüsse zur Gründungsberatung durch die Länder Gründercoaching Deutschand Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit ERP-Kapita für Gründung ERP-Gründerkredit Universe ERP-Gründerkredit StartGed Mikrokreditfonds Deutschand EXIST-Gründerstipendium Existenzgründungsdarehen der Länder Voraussetzung für eine Förderung Antragsteerinnen oder Antragsteer müssen eine ausreichende fachiche und kaufmännische Quaifikation nachweisen. Darüber hinaus wird erwartet, dass eine sebständige und tragfähige Voexistenz as Haupterwerbsgrundage entsteht. Ausnahme ist der ERP-Gründerkredit StartGed. Hier kann das Unter nehmen zunächst auch im Nebenerwerb geführt werden. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta z z BMWi-eTraining Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Förderdatenbank des Bundes KfW Bankengruppe Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 06 Existenzgründungsfinanzierung Nr. 07 Businesspan Wirtschaftiche Förderung. Hifen für Investitionen und Innovationen

45 5. DIE FINANZIERUNG 45 Ged gegen Vertrauen: Sicherheiten und Bürgschaften Vertrauen ist gut Sicherheiten sind besser: Jedes Kreditinstitut vertraut darauf, dass es das veriehene Ged wieder zurückbekommt. Für ae Fäe erwartet die Bank oder Sparkasse aber auch Sicherheiten, die sie bei einem Kreditausfa verwerten kann. Stehen dem Kreditnehmer keine Sicherheiten zur Verfügung, kann auch eine Bürgschaft weiterhefen. Sicherheiten Jedes Kreditinstitut gibt nur dann ein Darehen, wenn es sicher ist, das geiehene Ged auch zurückzubekommen. Diese Gewissheit wird vermittet durch drei Faktoren: Das Erfog versprechende Unternehmenskonzept Von besonderer Bedeutung ist die so genannte Kapitadienstfähigkeit eines Unternehmens. Das bedeutet: Seine zu erwartende Rentabiität muss ausreichend hoch sein, um Zinszahungen und Tigungsraten zu eisten. Dafür sote der Kreditnehmer diese Rentabi i tät pausibe aufbereitet haben. Er sote dafür auch die Höhe des gesamten Investitionsvoumens und der benötigten Betriebsmitte genau kennen. Eigenkapita Je mehr Eigenkapita der Kreditnehmer einsetzen kann, desto besser. Bedenken Sie: Nur wer auch sein eigenes Ged riskiert, dem vertraut ein Ged geber zusätziches fremdes Ged an. Zusätz iches Eigenkapita kann bianztechnisch mit dem ERP-Kapita für Gründung ge schaffen werden. z z Bewertbare Sicherheiten In der Rege werden von der Hausbank bei einer Kreditvergabe bankübiche Sicherheiten verangt. Dafür über trägt der Kreditnehmer Teie seines Vermögens bzw. bestimmte Rechte daran auf den Kreditgeber. Das Spektrum dieser Sicherheiten reicht von der persönichen Haftung bis hin zur Übereignung von eindeutig bewertbaren Mobiien oder Immo biien an die Bank: as Pfand. Eine wichtige Roe spiet das so genannte Rating (eng.: to rate = jemanden einschätzen, beurteien). Unterneh men mit schechter Bonität (Kreditwürdigkeit) zahen für ihre Bankkredite höhere Zinsen. Unter neh men mit einer guten Bonität können dagegen günstige Zins sätze erhaten. Anders as bestehende Unternehmen können Gründerinnen und Gründer noch keine Jahresabschüsse vorweisen, aus denen ersichtich wäre, wie gut das Unter neh men äuft. Da her kommt es für Gründerinnen und Gründer vor aem darauf an, ein überzeugendes Unternehmenskonzept zu erarbeiten bzw. vorzusteen und fachiche sowie kaufmännische Quaifikationen nachzuweisen. Bürgschaften Manget es beim Kreditnehmer an ausreichenden Sicherheiten, so können private (eher seten) oder öffentiche Bürgschaften der Bürgschaftsbanken weiterhefen. Was sind Ausfabürgschaften? Ausfabürgschaften sind für die privaten Banken, Sparkassen, Voks- und Raiffeisenbanken sowie andere Finanzierungsinstitute vowertige Kredit sicherheiten. Eine Bürgschaftsbank bürgt hier für einen Kreditnehmer bei dessen Hausbank für einen Kredit. Sie bürgt aerdings nur bis zu 80 Prozent der Summe, für die der Kredit beantragt wurde (max. 1,25 Mio. Euro). Für die restichen 20 Prozent geht die finanzierende Hausbank ins eigene Risiko. Achtung: Im Insovenzfa haftet der Kreditnehmer der Bürgschaftsbank gegenüber auch für die Summe, für die diese der Hausbank gegenüber gebürgt hat. Das heißt: Er haftet immer für die gesamte Kreditsumme! Für Kredite für Sanierungs projekte gewähren die Bürgschaftsbanken keine Bürgschaften. Die Laufzeit der verbürgten Kredite kann bis zu 15 Jahre betragen. Wer kann eine Ausfabürgschaft erhaten? In jedem Bundesand gibt es Bürgschaftsbanken, die Bürgschaften für mitteständische Unternehmen der gewerbichen Wirtschaft und Angehörige der Freien Berufe bei deren Kreditfinanzierung übernehmen. Finanziert werden können ae wirtschaftich tragfähigen Vorhaben.

46 46 5. DIE FINANZIERUNG Wie bewerten Banken Sicherheiten? Banken und Sparkassen bewerten die angebotenen bzw. eingeforderten Kreditsicherheiten mit Bick auf einen mögichen Verwertungserös. Von diesem Beeihungswert nehmen sie dann in einem zweiten Schritt noch einen Sicherheitsabschag vor. Dieser Abschag vom Beeihungswert, der je nach Wertschwankung oder schneer Verwertbarkeit unterschiedich hoch ausfaen kann, ergibt die Beeihungsgrenze. Die nachfogenden Prozent angaben sind Orientierungswerte, die mitunter auch verhandebar sind, da es weder gesetziche Vorschriften noch einheitiche Richtinien für die Bewertung von Kreditsicherheiten gibt außer bei Hypothekenbanken und Versicherungen. Grundstücke Bank- und Bausparguthaben Lebensversicherungen Forderungen gegen die öffentiche Hand: gegen sonstige Kunden: Steuererstattungsansprüche: Wertpapiere Bundesschatzbriefe: Schudverschreibungen öffenticher Steen: sonstige Schudverschreibungen: an inändischer Börse notierte Aktien: an ausändischer Börse notierte Aktien: Aktienfonds: Rentenfonds: Zertifikate offener Immobiienfonds: Bürgschaften einer inändischen (Bürgschafts-)Bank: von fremden Dritten: von Ehepartner: Sonstiges Warenager: Ladeneinrichtung: Maschinen und Geschäftsausstattung: Fahrzeuge: Edemetae: 60 bis 80 Prozent der von den Kreditinstituten ermitteten Beeihungsgrenzen 100 Prozent des Nennwertes 100 Prozent des Rückkaufwertes 90 Prozent des Forderungsbetrages 0 bis 100 Prozent des Forderungsbetrages; je nach Bonität des Kunden 100 Prozent des Erstattungsanspruches 100 Prozent des Zeitwertes 80 Prozent des Kurswertes 60 bis 80 Prozent des Kurswertes 60 Prozent des Kurswertes 40 bis 50 Prozent des Kurswertes 60 Prozent des Kurswertes 60 bis 80 Prozent des Rücknahmepreises 70 Prozent des Rücknahmepreises 100 Prozent des Bürgschaftsbetrages 0 bis 100 Prozent; je nach Bonität des Bürgen ohne Bewertung 50 Prozent des Einstandswertes (von Handesware und Vorräten) 40 Prozent des Zeitwertes 50 Prozent des Zeitwertes 50 Prozent des Zeitwertes (Schwacke-Liste) 40 bis 50 Prozent des Zeitwertes Diese Aufsteung so nur erste Hinweise geben und erhebt keinen Anspruch auf Voständigkeit. Obwoh sie mit größtmögicher Sorgfat erstet wurde, kann keine Haftung für die inhatiche Richtigkeit übernommen werden. Quee: IHK Hannover 2013

47 5. DIE FINANZIERUNG 47 Wo und wie werden Ausfabürgschaften beantragt? Der Antrag wird gemeinsam mit der Hausbank bei der Bürgschaftsbank gestet. z z Bürgschaft ohne Bank : Gründerinnen und Gründer, die noch auf der Suche nach einer geeigneten Hausbank sind, können sich direkt an die Bürgschaftsbank in ihrem Bundesand wenden. Die Bürgschaftsbank prüft dann das Vorhaben und gibt nach positiver Beurteiung eine Zusage. Antragsformuare und Adressen gibt es im Internet unter oder bei jeder Bürgschaftsbank. Wichtig: Die Hausbank und die Bürgschaftsbank frühzeitig in die eigene Panung einschaten! Vor Vertragsabschüssen die Finanzierung kären! Ae Gespräche mit konkreten Unteragen führen! Bürgschaftsbanken übernehmen ein besonders hohes Risiko. Sie brauchen deshab aktuee und umfassende Informationen. Keine Un-Sicherheiten Genere git: Je weniger Sicherheiten man der Bank überässt, desto größer ist der unternehmerische Spieraum: Die Verfügungsgewat über Grundstücke, Maschinen oder Waren verbeibt beim Unternehmer und geht im Fa eines Zahungsverzugs nicht auf die Bank über. Wenn Sie Sicherheiten anbieten, soten Sie wissen, weche Risiken mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Sicherheiten verbunden sind. Kapitaebensversicherung Mit Kapitaebensversicherungen, die der Atersvor sorge dienen, soten Gründerinnen und Gründer besonders vorsichtig umgehen. Kündigt die Bank bei Zahungsunfähigkeit des Unternehmens die Versicherung vorzeitig, so veriert man einen je nach Laufzeit erhebichen Tei seiner Einzahungen, wei nur die niedrigen Rückkaufswerte gutgeschrieben werden. Natürich ist auch die Atersvorsorge damit zunichtegemacht. Bürgschaft Bei einer Bürgschaft garantieren Dritte die Rückzahung des Darehens und müssen die Schud begeichen, wenn der Kreditausfa feststeht. Abzuraten ist daher von betriebs - fremden Famiienangehörigen oder Freunden. Die emotionae Beastung ist enorm und führt, sote die Bürgschaft wirksam werden, nicht seten zu dauerhaften Zerwürfnissen. Grundstücke Grundstückssicherheiten für Bankkredite werden in der Praxis nur as Grundschuden genommen. Die Bank hat damit für die Laufzeit des Darehens im Fae eines Zahungsverzugs Zugriff auf Gebäude bzw. Grundstück. Die Grundschud ist gäubigerfreundicher as die Hypothek. Ein Betriebsgrundstück as Sicherheit ist meist dem privaten Wohneigentum vorzuziehen. Sicherungsübereignung Man kann Maschinen, Waren oder Fahrzeuge, die mit Hife eines Kredits angeschafft werden, in Form einer Sicherungsübereignung der Bank zur Verfügung steen. Die Bank wird damit Eigentümerin der übereigneten Gegenstände, die Nutzung beibt beim Darehensnehmer. Abtretung von Forderungen Bei der Abtretung von Forderungen gegenüber Kunden as Sicherheit an die Bank soten Gründer und Unter neh mer sich über die Fogen im Karen sein: Wendet sich die Bank bereits in der Frühphase einer Krise an Kunden, um Forderungen einzutreiben, werden diese womögich abgeschreckt und suchen sich einen anderen Lieferanten. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Bürgschaften und Garantien Förderdatenbank des Bundes Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.v. Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten z z Nr. 14 Sicherheiten Bürgschaften Rating Wirtschaftiche Förderung. Hifen für Investitionen und Innovationen

48 48 5. DIE FINANZIERUNG Mieten statt kaufen: Leasing Anstatt über einen Kredit notwendige Geräte, Maschinen, Computer, Kopierer oder Fahrzeuge anzuschaffen, können Gründerinnen und Gründer fast ae Gegenstände auch easen. Der Begriff Leasing kommt aus dem Engischen und be - deu tet Mieten oder Vermieten. Dabei zaht der Leasingnehmer eine bestimmte monatiche Gebühr und mögicherweise eine Leasingsonderzahung und erhät im Ge genzug das gewünschte Objekt. Außerdem übernimmt er ganz bestimmte Rechte, Risiken und Pfichten. So kann es sein, dass er für Beschädigungen haftet und Reparaturen oder Instandhatungen ausführen muss. Die Leasing geseschaft, die das Leasingobjekt vermietet, beibt in jedem Fa juristische und wirtschaftiche Eigentümerin des Objekts. Existenzgründung und Leasing Drei Leasingaspekte sind für Gründerinnen und Gründer besonders wichtig: Leasing und Liquidität Leasing kann der Liquidität nützen. Der Leasingnehmer verfügt ab der ersten Leasingrate über ein Produkt oder ein Objekt, das er nicht im Voraus bzw. ab dem Zeitpunkt der Nutzung kompett bezahen muss. Ideaer weise können die Leasing raten aus den Erträgen, die das Leasinggut erwirtschaftet, bezaht werden. Leasing und Steuervorteie Leasing bietet auch Steuervorteie, aerdings greifen diese bei Gründerinnen und Gründern in der Anfangsphase kaum, da bei ihnen in der Rege, wenn überhaupt, nur geringe Steuern anfaen. Ein Vergeich zwischen Leasingrate, Vertragsaufzeit, Restwert und Vertragsart ohnt sich, denn nicht immer ist der Leasingvertrag mit der niedrigsten Leasingrate der günstigste. Neben der Höhe der Leasingraten müssen auch die übrigen Bedingungen (Abrechnung nach Abauf der Laufzeit, Kosten bei vorzeitigem Abbruch des Vertrags usw.) und Serviceeistungen der Geseschaften geprüft werden. Ob im konkreten Fa eine Leasingfinanzierung tatsächich günstiger ist as eine Kreditfinanzierung, sote über eine Vergeichsrechnung festgestet werden. Dabei hefen Ihnen Ihr Steuerberater oder auch freie Leasingvermitter, die mit unterschiedichen Leasinggeseschaften zusammenarbeiten und das optimae Leasingangebot erarbeiten können. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Leasing Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 06 Existenzgründungsfinanzierung Nr. 07 Businesspan Leasing und Service Einige Leasinggeseschaften bieten ihren Kunden Zusatzeistungen an, z. B. Wartungs- und Versi cherungs verträge oder Softwareservice. Die Kosten für diesen Service sind in entsprechend höheren Leasingraten enthaten. KLEINSTLEASING Leasinggeseschaften, die auf Keinsteasing speziaisiert sind, bieten speziee Abaufverfahren und günstige Konditionen an. Sie haben meist einen so genannten Leasing- Shop. Dabei handet es sich um gebrauchte Leasinggegenstände, die beispiesweise aus ausgeaufenen Leasingverträgen stammen.

49 49 6. Die Formaitäten Passend für jeden Zweck: Rechtsform Eine Rechtsform ist wie ein festes Gerüst für Ihr Unternehmen. Je nach Wah der Rechtsform hat dies unterschiediche rechtiche, steueriche und finanziee Fogen. Sie soten daher auf jeden Fa Ihren Steuerberater und Anwat in die Entschei dung mit einbeziehen. Kar ist: Es gibt weder die optimae Rechtsform noch die Rechtsform auf Dauer, denn mit der Ent wickung des Unternehmens ändern sich auch die Ansprüche an dessen Rechtsform. Wer sich mit dem Thema Rechtsform beschäftigt, trifft immer wieder auf zwei Begriffe: Personengeseschaft und Kapitageseschaft. Zu den Personengeseschaften zähen Rechtsformen wie die Geseschaft des bürger ichen Rechts GbR, Kommanditgeseschaft KG, offene Handesgeseschaft OHG, die Partnerschaftsgeseschaft PartG, die Partnerschaftsgeseschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbb) oder auch die GmbH & Co. KG. Typisch für Personengeseschaften ist, dass die Geseschafter für die Schu den des Unter neh mens mit ihrem persönichen Vermögen haften und kein Mindestkapita aufbringen müssen. Anders verhät es sich bei den Kapitageseschaften. Zu ihnen gehören die Geseschaft mit beschränkter Haftung GmbH, die Unternehmergeseschaft (haftungsbeschränkt) UG und die Aktiengeseschaft AG. Ihre Geseschafter bzw. Aktionäre haften mit Ausnahmen nur in Höhe ihrer Ein age. Die Haftungs beschränkung ist je nach Branche ein wichtiger Grund für die Wah einer Kapita gese schaft as Rechtsform. Für größere Vorhaben spiet aerdings auch die notwendige Kapita beschaf fung eine Roe, die hier über Geseschafter bzw. Aktionäre mögich ist, ohne dass diese aktiv an der Geschäfts führung beteiigt werden müssen. Neben dieser groben Einteiung in Kapita- und Personengeseschaften beinhaten die verschiedenen Rechtsformen aber noch weitere Besonderheiten. So gibt es zum Beispie je nach Rechtsform unterschiediche Regeungen für die Angaben in Geschäftsbriefen. Dadurch erhaten Ihre Geschäftspartner die Mögichkeit, sich über die wesentichen Verhätnisse Ihres Unternehmens zu informieren.

50 50 6. DIE FORMALITÄTEN Weche Rechtsform passt zu Ihnen? Woen Sie Ihr Unternehmen aein oder mit Partnern führen? Je nachdem, ob Sie Ihr Unternehmen aein oder ge - meinsam mit einem oder mehreren Partnern füh ren woen, soten Sie die geeignete Rechtsform wähen. Woen Sie mögichst wenige Formaitäten bei der Gründung haben? Der bürokratische Aufwand ist je nach Rechtsform sehr unterschiedich. Gründer müssen diese Aufgaben (z. B. Einberufung und Dokumentation von Geseschafterversammungen usw.) zumeist sebst übernehmen, da sie noch nicht über die entsprechende personee Ausstattung verfügen. Wie umfangreich sote Ihre Haftung sein? Der Vortei bei Kapitageseschaften ist, dass die Haftung der Geseschafter in der Rege auf ihren Kapita antei be schränkt beibt. Dies git aber nur für die vertragiche Haftung, nicht aber beispiesweise für die Produkt haftung. Beim Einzeunternehmen oder bei Personengeseschaften haften die Geseschafter in der Rege unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen. Wie hoch ist Ihre Steuerbeastung? Je nach Gewinnhöhe bietet jede Rechtsform unterschiediche Mögichkeiten, Steuern zu sparen. Be rechnen Sie daher gemeinsam mit Ihrem Steuerberater, weche Rechtsform in wecher Ausgestatung und bei wecher Ertragsage das steueriche Optimum bietet. Auf keinen Fa gibt es DAS Steuerspar mode. Bedenken Sie auch, dass je nach Rechtsform zusätziche Steuern anfaen können, z. B. die Lohnsteuer für das Geschäfts führergehat bei der GmbH. Passt die Rechtsform zu Ihrer Branche? Eine Rechtsform sote immer auch zum Unternehmen und zu seiner Branche passen. Ob der Unternehmer im Schadensfa mit seinem Privatvermögen oder seinem Kapitaantei haftet, wird je nach Branche und Risiko unterschiedich gehandhabt. Für einen Vermögensberater mag beispiesweise die GmbH die übiche Rechtsform sein, ein Journaistenbüro würde dagegen eher die GbR wähen. Wechen Aufwand können und woen Sie für Ihre Buchführung betreiben? Neben dem Steuergesetz entscheidet auch die Rechtsform darüber, ob ein Unternehmen buch führungs pfichtig ist oder nicht. Dies hat beträchtiche Fogen, schießich ist der Aufwand für eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung wesentich geringer as für eine kompette Buchführung mit Jahresabschuss. Sind Sie bereit, Ihre Unternehmensdaten zu veröffentichen? Pubizitätspfichtige Unternehmen müssen ihre Bianz je nach Größe der Öffentichkeit zugängich machen. Manch ein Unternehmer mag hierin das Risiko sehen, der Konkurrenz Daten frei Haus zu iefern und da durch Wettbewerbsnachteie in Kauf zu nehmen. Wie vie darf die Rechtsform kosten? Kosten faen an für Anwat oder Notar (wenn es um Geseschaftsverträge geht). Ein Musterproto ko für einfache Standardgründungen bei GmbH und UG (haftungsbeschränkt) (u. a. Bargründung, höchstens drei Geseschafter) kombiniert Geseschaftsvertrag, Geseschafteriste und Besteung des Geschäftsführers. Weitere Kosten faen für An medegebühren an. Anwatund Notarhonorare orientieren sich in der Rege an der Höhe des Stamm kapitas. Ein gesetzich vorgeschriebenes Mindest ka pita gibt es für die GmbH ( Euro), die UG (haf tungsbeschränkt) (1 Euro) und die AG ( Euro). Wer stet Ihnen Ihr Startkapita zur Verfügung? Die Rechtsform spiet vor aem dann eine Roe, wenn Beteiigungskapitageber mit einbezogen werden. Wichtig ist, mit Hife der Rechtsform festzuegen, weche Mitsprache- und Kontro rechte die Investoren haben und unter wechen Bedingungen sie ihr Kapita wieder abziehen können. So oder muss Ihr Unternehmen ins Handesregister eingetragen werden? Ein kaufmännisches Unternehmen wird immer ins Handesregister eingetragen mit der Foge, dass es nach den Regen des Handesgesetzbuches geführt werden muss. Dazu gehört beispiesweise, dass auf aen Geschäftsbriefen neben dem Namen die Rechtsform, der Sitz und die Registernummer aufgeführt werden müssen. Kaufeute sind gewerbetrei bende Einzeunternehmer; es sei denn, ihr Unter nehmen erfordert keinen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb. Auch Rechtsformen wie die GmbH, UG, AG, aber auch die OHG und KG geten ebenfas as Kaufeute. Wer dagegen einfache, überschaubare Geschäftsbeziehungen hat, ist kein Kaufmann. Diese Keingewerbetreibenden haben aber die Mögichkeit, sich freiwiig mit aen Rechten und Pfichten ins Handesregister eintragen zu assen.

51 6. DIE FORMALITÄTEN 51 EINZELUNTERNEHMEN Einzeunternehmen Voe Kontroe, voe Haftung Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Keingewerbetreibende, Handwerker, Diensteister, Freie Berufe ein Unternehmer entsteht bei Geschäftseröffnung, wenn keine andere Rechtsform ge - wäht wurde Kaufeute: Eintrag ins Handes register Pficht, Keingewerbe treibende freiwiig kein Mindestkapita Unternehmer haftet unbeschränkt mit seinem gesamten Vermögen, auch Privatvermögen. Es gibt nur einen Betriebsinhaber. Diese Rechtsform eignet sich zum Einstieg. z z As Einzeunternehmer/-in können Sie kein anfangen, as so genannte/-r Keingewerbetreibende/-r. D. h., Ihre Um sätze und Ihr Geschäftsverkehr erfordern keine vokaufmännische Einrichtung, wie z. B. Buchhatung. Nichtsdestotrotz steht es Ihnen frei, sich auch as Keingewerbetreibender ins Handesregister einzutragen (git nicht für Freie Berufe). Mit dem Eintrag ins Handesregister übernehmen Sie ae Rechte und Pfichten eines Kaufmanns. Bei dem eingetragenen Kaufmann handet es sich nicht um eine Rechtsform, sondern um einen Firmenbestandtei. PERSONENGESELLSCHAFTEN Geseschaft des bürgerichen Rechts (GbR- oder BGB-Geseschaft) Einfache Partnerschaft Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Keingewerbetreibende, Freiberufer mind. zwei Geseschafter formfreier Geseschaftsvertrag kein Mindestkapita Geseschafter haften für die Verbindichkeiten der Gese schaft gegenüber Gäubigern as Gesamtschudner persönich. z z Jede Geschäftspartnerschaft kann die Form einer GbR annehmen: Keingewerbetreibende, Praxisgemein schaften, Freie Berufe, Arbeitsgemeinschaften. Besondere Formaitäten sind nicht erforderich, sogar eine mündiche Vereinbarung reicht, wenn auch ein schrifticher Vertrag empfehenswert ist. Für die Kompetenzen der Geseschafter bietet die GbR einen breiten Spieraum. Partnerschaftsgeseschaft (PartG) Für Freiberufer Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Freie Berufe (je nach Berufsrecht) mind. zwei Geseschafter schrifticher Partnerschaftsvertrag Eintragung ins Partnerschaftsregister kein Mindestkapita Geseschafter haften neben dem Vermögen der PartG für die Verbindichkeiten der Gese schaft gegenüber Gäubigern as Gesamtschudner persönich. Nur für Feher in der Berufsaus übung haftet aein der jenige, der den Feher be gangen hat. Für Berufsgruppen, denen die Rechtsform der GmbH verwehrt oder zu aufwändig ist, ist die Partnerschaftsgeseschaft eine attraktive Aternative zur Sozietät (GbR). Für Kooperationen unterschiedicher Freier Berufe ist diese Form geeignet. Freiberufer, deren Haftung per Berufsgesetze und -verordnungen beschränkt ist, müssen eine Haftpficht versicherung abschießen.

52 52 6. DIE FORMALITÄTEN Partnerschaftsgeseschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbb) Für Freiberufer Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Insbesondere für Kanzeien und andere freiberufiche Zusammenschüsse, in denen die Partner hoch speziaisiert in Teams zusammenarbeiten. mind. zwei Geseschafter schrifticher Partnerschaftsvertrag Eintragung ins Partnerschaftsregister kein Mindestkapita Bei der Anmedung einer PartG mbb muss der Nachweis einer Berufshaftpfichtversicherung voriegen, die für die gesamte Partnerschaft git. Die Mindestversicherungssummen reget das jeweiige Berufsrecht. Die Haftung ist beschränkt auf die Versicherungssumme der Berufshaftpfichtversicherung. Keiner der Partner haftet persönich. Darüber hinaus geten für die Gründung und Anmedung dieseben Regen wie bei der Partnerschaftsgeseschaft. Offene Handesgeseschaft (OHG) Hohes Ansehen Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Mehrere Personen, die gemeinsam ein kauf männisches Gewerbe betreiben mind. zwei Geseschafter formfreier Geseschaftsvertrag Eintragung ins Handesregister kein Mindestkapita Geseschafter haften für die Verbindichkeiten der Gese schaft gegenüber Gäubigern as Gesamtschudner persönich. z z Wegen der Bereitschaft zur persönichen Haftung steht eine OHG bei Kreditinstituten und Geschäftspartnern in höherem Ansehen as z. B. eine GmbH.

53 6. DIE FORMALITÄTEN 53 Kommanditgeseschaft (KG) Leichteres Startkapita Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Kaufeute, die zusätziches Kapita benötigen, oder Geseschafter, die keine persöniche Haftung übernehmen woen und von der Geschäftsführung ausgeschossen werden können ein oder mehrere Kompementär(e) ein oder mehrere Kommanditist(-en) formfreier Geseschaftsvertrag Eintragung ins Handesregister kein Mindestkapita Kompementär (persönich haftender Geseschafter) haftet für die Verbindichkeiten der Geseschaft gegenüber Gäubi gern persönich as Gesamt schudner. Kommanditist haftet persönich bis zur Höhe seiner Einage. Die persöniche Haftung ist ausgeschossen, soweit die Einage geeistet ist. Die Kommanditgeseschaft besteht aus dem Kompementär und dem Kommanditisten. In einer KG führt aein der Kompementär die Geschäfte. z z Leichter as auf dem Kreditweg können Sie an Startkapita kommen, wenn sich Partner (Kommanditisten) finanzie an Ihrem Unternehmen beteiigen. Diese können Ihnen meist nicht in Ihre Geschäfte hineinreden und haften nur in der Höhe ihrer Einagen. z z Kompementär behät in der Rege aeiniges Entscheidungsrecht und haftet dafür mit seinem gesamten Privatvermögen. z z Rechtsform z. B. für Famiienmitgieder, die nicht persönich haften woen/soen. GmbH & Co. KG Vieseitige Mögichkeiten Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Kaufeute, die zusätziches Kapita benötigen, oder Geseschafter, die keine persöniche Haftung übernehmen woen und von der Geschäftsführung ausgeschossen werden können. Besonderheit: Persönich haftender Geseschafter ist die GmbH. ein oder mehrere Kompementär(e) ein oder mehrere Kommandi tist(-en) formfreier Geseschaftsvertrag Eintragung ins Handesregister Mindestkapita für die GmbH GmbH haftet as Kompementär mit ihrem Gesamtvermögen. Im Ergebnis haftet die GmbH & Co. KG wie eine GmbH zuzügich der Kommanditeinage. Gründungsformaitäten sind aufwändiger as bei den oben genannten Rechtsformen. Es handet sich um eine KG, bei der statt einer natürichen Person eine GmbH persönich haftende Geseschafterin (Kompementärin) ist. Daher ist die Haftung im Ergebnis wie bei einer GmbH beschränkt. Die Geseschafter der GmbH sind meist geichzeitig die Kommanditisten der KG. Von der Höhe der Vermögenseinage der GmbH (Kompementärin) und der jeweiigen Kommanditisten hängen die jeweiigen Entscheidungsbefugnisse und natürich auch die Verteiung der Gewinne und Veruste ab. KAPITALGESELLSCHAFTEN GmbH Geseschaft mit beschränkter Haftung Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Unternehmer, die die Haftung beschränken oder nicht aktiv mitarbeiten woen mind. ein Geseschafter (Ein-Personen-GmbH) Eintragung ins Handesregister Geseschaftsvertrag oder Musterprotoko (bei einfachen Gründungen, bspw. max. drei Gese schafter) beide müssen notarie beurkundet werden Mindeststammkapita: Euro beschränkt auf Geseschafts vermögen

54 54 6. DIE FORMALITÄTEN GmbH-Variante: Unternehmergeseschaft (UG) (haftungsbeschränkt) Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Gründer keiner Unternehmen, die die Haftung beschränken woen mind. ein Geseschafter Geseschaftsvertrag oder Musterprotoko bei einfachen Gründungen beide müssen notarie beurkundet werden Eintragung ins Handesregister Mindeststammkapita: 1 Euro (Höhe der Kapita ausstattung sote sich aber nach dem tatsächichen Bedarf richten) beschränkt auf Geseschafts vermögen z z Es kann einen oder mehrere Geseschafter geben, von denen einer oder mehrere as Geschäftsführer aus gewiesen sind (auch angestete Geschäftsführer sind mögich). z z Trotz beschränkter Haftung: Kreditgeber achten i. d. R. darauf, dass ihnen bei der Aufnahme von Krediten private Sicherheiten angeboten werden. z z Woen Sie in Ihrer GmbH das Sagen haben, müssen Sie per Vertrag zum/zur Geschäftsführer/-in bestet und Ihre Befugnisse sowie die Gewinnverteiung festgeegt werden. z z Woen Sie Ihre Führung in einer GmbH sichersteen, so soten mehr as 50 Prozent der oben erwähnten Einagen von Ihnen sein. z z Bei UG (haftungsbeschränkt): Pficht zur Rückagenbidung, bis ein Stammkapita von Euro aufgebracht ist. Geseschafter haften zusätzich mit Privatvermögen bei persönichen Krediten oder Bürgschaften. Sie haften auch persönich bei Verstößen gegen die strengen Regen des GmbH-Gesetzes sowie bei der so genannten Durchgriffshaftung (z. B. bei bestimmten Schadenersatzansprüchen). Keine Aktiengeseschaft (AG) Aternative für Mitteständer Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Unternehmer, die zusätz iches Kapita benötigen und/oder zum ausschieß ichen Zweck der Unternehmensübertragung AG ohne Börsennotierung Aneger sind i. d. R. Mitarbeiter, Kunden oder Nachfoger Unternehmer kann aeiniger Aktionär und Vorstand sein Vorstand hat Entscheidungsbefugnis Aufsichtsrat hat Kontrobefugnis notariee Satzung Eintragung ins Handesregister Grundkapita: Euro beschränkt auf Geseschafts vermögen Gründer/-innen haben die Mögichkeit, eine keine AG aein zu gründen (as aeiniger Aktionär und Vorstand, sie benötigen jedoch zusätzich drei Aufsichtsräte). z z Sie können weitere Aneger an ihrem Vorhaben durch die Ausgabe von Aktien oder durch die Aufnahme von Kunden as Geseschafter beteiigen. z z Bis 500 Mitarbeiter ist keine Mitbestimmung im Aufsichtsrat vorgesehen.

55 6. DIE FORMALITÄTEN 55 Eingetragene Genossenschaft (eg) Gemeinschafticher Geschäftsbetrieb Für wen und was? Wie gründen? Höhe der Haftung Rechtsform für Gründungs teams und Kooperationsmode für keine und mittere Unternehmen. Vorstand erfüt im Auftrag seiner Mitgieder Aufgaben wie Einkauf, Auftragsakquisition und Abwickung, Werbung, Sicherung von Quaitätsstandards, Fortbidungsmaßnahmen. mind. drei Mitgieder schriftiche Satzung weitere Mitgieder durch einfache schriftiche Beitrittserkärung Jedes Mitgied muss mind. einen Ge - schäfts antei zeichnen, dessen Höhe in der Satzung festgeegt wurde. Jedes Mitgied hat eine Stimme, unabhängig von der Zah der gezeichneten Geschäftsanteie. Eintragung ins Genossenschaftsregister Genossenschaft muss zuständigem Genossenschaftsverband angehören, der berät und Ge schäfte sowie wirtschaftiche Verhätnisse prüft. eg haftet gegenüber Gäubigern in Höhe ihres Vermögens. Genossen schaftsmitgieder haften nicht persönich. Das Genossenschaftsgesetz sieht zwar eine unbeschränkte Nach schusspficht für Mitgieder vor, diese kann jedoch durch die Satzung beschränkt oder ausgeschossen werden. Eine Genossenschaft besteht aus drei Organen: der Generaversammung aer Mitgieder bzw. Vertreterversammung, die u. a. über den Jahresabschuss, die Wah der Aufsichtsratsmitgieder und Satzungsänderungen entscheiden; dem Vorstand, der die Genossenschaft eigenverantwortich eitet, und dem Aufsichtsrat, der die Tätigkeit des Vorstands kontroiert. Bei bis zu 20 Mitgiedern kann auf einen Aufsichtsrat verzichtet werden. Die Gründung sebst muss nicht notarie beurkundet werden. Die eg muss ins Genossenschaftsregister beim Amtsgericht eingetragen werden. z z Eine öffentiche Existenzgründungsförderung ist nur mögich, wenn die Genossenschaft as gewinnorientiert wirtschaftendes keines oder mitteres Unternehmen auftritt. Unternehmen mit Sitz in einem der EU-Mitgiedstaaten steht es frei, eine Rechtsform aus einem der EU-Mitgiedstaaten zu wähen. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta etraining Rechtsformen Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 11 Rechtsformen

56 56 6. DIE FORMALITÄTEN Nomen est omen: Der Name des Unternehmens Jedes Unternehmen hat einen Namen. Aber nicht irgendeinen. Entscheidend ist u. a., weche Rechtsform das Unternehmen hat. Übrigens: Viee Existenzgründer sprechen auch von der Firma. Eine Firma haben aber nur Unternehmen, die im Handesregister eingetragen sind, ae anderen tragen eine Geschäfts- oder Unternehmensbezeichnung. Bezeichnung von Unternehmen, die nicht im Handesregister eingetragen sind: a. Keingewerbetreibende (Einzeunternehmen) Keingewerbetreibende, die nicht im Handesregister eingetragen sind, müssen im Geschäftsverkehr mit ihrem bürgerichen Vor- und Famiiennamen auftreten und diesen spätestens vor Vertragsabschuss oder Erbringung ihrer Diensteistung dem Vertragspartner nennen. Daneben sind Zusätze eraubt, z. B. Branchenbezeichnungen oder Tätigkeitsangaben ( Susanne Musterfrau, Web-Design ), Phantasie- oder Etabissementbezeichnungen ( Zur godenen Gans oder Modeeck ). Die zusätziche Nutzung eines Logos ist mögich. Der Namenszusatz darf nicht irreführend sein. Vor aem muss er stimmen. Wer nur eine keine handwerk iche Produktion vorhät, darf sich nicht as Fabrik bezeichnen. Auch darf nicht der Eindruck entstehen, dass Ihr Unternehmen im Handesregister eingetragen ist oder eine andere Rechtsform hat. Dies wäre der Fa, wenn Sie beispiesweise den Zusatz AG, wecher für Aktiengeseschaften reserviert ist, as Namenszusatz führen würden. Schon die Endung...ag kann auf eine Aktiengeseschaft schießen assen (z. B. INDROHAG ). Auch die Aufnahme des Ortsnamens oder gar von Zusätzen wie Deutsche oder Europäische kann im Einzefa den faschen Eindruck erwecken, dass Ihr Geschäft eine besondere Bedeutung an dem genannten Ort oder in der Region hat. Beispiee für Unternehmensbezeichnungen: Peter Mohr, Zeitungen Zweirad-Kurier, Anna Kirch Vierbeiner und Co. Hundeschue Hannes Kein Ae Regeungen dazu, wie Diensteistungserbringer im agemeinen Geschäftsverkehr auftreten müssen, finden Sie in 2 Abs. 1 der Diensteistungs-Informationspfichten-Verordnung (DL-InfoV). b. Freiberufer Für Freiberufer geten weitgehend auch die oben aufgeführten Bestimmungen bei der Unternehmensbezeichnung. Zusätze wie Branchenbezeichnungen und Phantasienamen sind ebenfas unter den oben genannten Bedingungen eraubt. Um keine Missverständnisse zwischen einer gewerb ichen und freiberufichen Tätigkeit aufkommen zu assen, soten Freiberufer, wenn sie eine zusätziche Berufs- bzw. Branchenbezeichnung aufnehmen, darauf achten, dass diese tatsächich einem Freien Beruf entspricht, auch um fasche Vorsteungen bei Behörden, z. B. beim Gewerbeamt oder gar Finanzamt, zu vermeiden. Beispiee für freiberufiche Unternehmensbezeichnungen: Kar Müer, Steuerberater Topentwurf, Dip.-Ing. Michae Schuz, Architekt c. Geseschaften Die Geseschaft bürgerichen Rechts (auch GbR oder BGB-Geseschaft ) tritt im Geschäftsverkehr mit den bürgerichen Vor- und Zunamen ihrer Geseschafter auf. Neben den Namen dürfen ae Zusätze verwendet werden, die auch beim Einzeunternehmer zuässig sind, z. B. Branchen-, Etabissement- oder Geschäftsbezeichnungen und Phantasienamen. Häufig wird auch der Zusatz GbR verwendet. Bei der ausschießich Freiberufern vorbehatenen Rechtsform der Partnerschaftsgeseschaft (PartG) müssen der Name mindestens eines Partners, der Zusatz und Partner oder Partnerschaft sowie die Berufsbezeichnungen aer in der Partnerschaft vertretenen Berufe im Namen enthaten sein. Der Begriff Partner ist bei aen anderen Rechtsformen irreführend und daher verboten. Die Beifügung von Vornamen ist nicht erforderich. Ansonsten geten hinsichtich des Namens dieseben Grundsätze wie bei der GbR. Bezeichnung von Unternehmen, die im Handesregister eingetragen sind Unternehmen, die im Handesregister eingetragen sind (eingetragener Kaufmann, ohg, KG, GmbH u. a.), haben eine Firma as Name des Kaufmanns. Die Firma kann die Tätigkeit des Unternehmens beschreiben (Sachfirma), die Namen der Geseschafter wiedergeben (Personenfirma), as Phantasiefirma oder auch as Kombination dieser Mögichkeiten gebidet werden. Man muss sie nicht as Wort aussprechen können, es reicht, wenn sie artikuierbar ist (z. B. HM & A GmbH ). Sie muss zur Kennzeichnung geeignet

57 6. DIE FORMALITÄTEN 57 sein und Unterscheidungskraft besitzen. Bider dürfen nicht verwendet werden; so ist noch immer ungekärt, ob Bestandtei der Firma sein darf. Eine wichtige Roe bei der Firmenbidung spieen die 18 und 30 des Handes gesetzbuches (HGB). Die Firma darf demnach keine Angaben enthaten, die geeignet sind, über geschäft iche Verhätnisse, die für die angesprochenen Verkehrskreise wesentich sind, irrezuführen. Nach 30 HGB muss sich die Firma zudem von aen an demseben Ort oder in derseben Gemeinde bereits bestehenden und in das Handesregister oder das Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen unterscheiden. Beispiee für zuässige Firmen: Sachfirma: Medico Geseschaft für Medizintechnik mbh Namensfirma: Maria Meister e. K.; Kaiser & Bauer OHG Phantasiefirma: Sisyphos AG Genannt werden muss in jedem Fa die Rechtsform, um die Haftungsverhätnisse deutich zu machen. Beispie: GmbH, UG (haftungsbeschränkt), OHG, KG, AG oder auch GmbH & Co. KG. Die Firma muss bei Einzekaufeuten die Bezeichnung eingetragener Kaufmann, eingetragene Kauffrau oder eine agemein verständiche Abkürzung dieser Bezeichnung, insbesondere e. K., e. Kfm. oder e. Kfr., enthaten ( 19 HGB). Woen Sie den Namenszusatz Ihres Unternehmens intensiver schützen, kommt eine Markeneintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt in München infrage. Eine soche Eintragung ist aerdings mit reativ hohen Kosten verbunden. Vortei der Markenanmedung ist u.a., dass eine Marke nicht nur Schutz in dem Gebiet genießt, u. a., in dem sie tatsächich benutzt wird, sondern innerhab des gesamten Territoriums ihrer Anmedung. Nützich ist dies, wenn das Unternehmen in Zukunft seine Tätigkeit nach und nach ausweitet. BERATUNG Bei der Wah der Firma/Geschäftsbezeichnung können Sie sich von der für Sie örtich zuständigen Industrie- und Handeskammer beraten assen. Diese prüft auch, ob es im Kammerbezirk bereits Unternehmen gibt, die genauso oder so ähnich heißen. Achten Sie darauf, dass Sie keine fremden Marken- oder Wettbewerbsrechte veretzen. Sie soten vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit prüfen assen, ob die von Ihnen beabsichtigte Firma/Geschäftsbezeichnung bereits für Dritte markenrechtich geschützt ist. Hier kann ein im Markenrecht versierter Rechtsanwat Hifesteung eisten. Eine deutschandweite Identitätsrecherche nach Firmen- und Markennamen erstet kostengünstig die IHK Erfurt (www.erfurt.ihk.de). Eventue ist es sinnvo, für die von Ihnen beabsichtigte Bezeichnung sebst Markenschutz in Anspruch zu nehmen. Unternehmensnamen schützen Unternehmen, die im Handesregister eingetragen sind, genießen einen gewissen Schutz ihres Namens in ihrem Handesregisterbezirk. Da jede neue Firma sich nach 30 HGB von den am seben Ort bestehenden und in das Handesregister eingetragenen Firmen deutich unterscheiden muss, kann ein Newcomer nicht eine bereits vergebene Firma zur Eintragung in das Handesregister wähen. In Zweifesfäen prüft dies die IHK auf Anfrage des Registergerichts. Außerdem wird der Name eines jeden Unternehmens (un abhängig von der Eintragung im Handesregister) durch und mit dem tatsächichen Beginn der Benutzung ge - schützt, insbesondere durch das Wettbewerbsrecht. Dieser Schutz beschränkt sich jedoch grundsätzich auf denjenigen Markt, in dem das jeweiige Unternehmen tätig ist und in dem noch mit seiner werbenden Tätigkeit gerechnet werden kann. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Unternehmensname Deutscher Industrie- und Handeskammertag Deutsches Patent- und Markenamt

58 58 6. DIE FORMALITÄTEN Aes mit rechten Dingen: Anmedungen und Genehmigungen Wer sich berufich sebständig macht, kommt nicht darum herum, eine Reihe von Anmedeformaitäten und gesetzichen Vorschriften zu beachten. Gewerbeamt Jeder Gewerbebetrieb (aso jedes Unternehmen, das auf Dauer auf Gewinnerzieung angeegt ist ) muss beim zuständigen Gewerbeamt (Bürgermeisteramt, Gemeinde) angemedet werden. Notwendig sind hierzu ein Personaausweis bzw. Pass sowie eventue besondere Genehmigungen und Nachweise (z. B. Handwerkskarte, Kon zessio nen usw.). Beim Gewerbeamt müssen nicht angemedet werden: Freie Berufe (z. B. Ärzte, Architekten, Steuerberater, Rechtsanwäte, Künster, Schriftsteer), Sebständige in der Land- und Forstwirtschaft. Freiberufer meden sich direkt beim Finanzamt an. Mit der Gewerbeanmedung werden in der Rege fogende Behörden automatisch informiert: das Finanzamt die Handwerkskammer (bei Handwerksberufen) die Berufsgenossenschaft die Industrie- und Handeskammer das Statistische Landesamt das Handesregister (Amtsgericht) Es ist trotzdem zu empfehen, mit diesen Behörden sebst Kontakt aufzunehmen, um die Anmedeformaitäten zu bescheunigen und Fragen direkt kären zu können. Handesregister Kaufeute müssen sich beim zuständigen Amtsgericht in das Handesregister eintragen und diese Eintragung von einem Notar begaubigen assen. Rechtiche Grundage hierfür ist das Handesgesetzbuch (HGB). Es egt z. B. fest, dass Kaufeute den Zusatz e. K. führen, Bianzen aufsteen oder auch in ihren Geschäftsbriefen bestimmte Angaben berücksichtigen müssen. Kaufmann im Sinne des HGB ist, wer ein Handesgewerbe betreibt. Ein Handesgewerbe ist jede Art Gewerbetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert ( 1 HGB). Zu den Kaufeuten zähen außerdem die Rechtsformen GmbH/ UG, AG sowie OHG, KG und GmbH & Co. KG. Handesregistereintrag bidet für ihren Geschäftsbetrieb das Bürgeriche Gesetzbuch (BGB) und nicht das HGB die rechtiche Grundage. Freiberufich Tätige werden ebenfas nicht im Handesregister eingetragen. Die Eintragung und die Übermittung von Unteragen müssen eektronisch durchgeführt werden. Für Grün de rinnen und Gründer eredigt dies der Notar. Für weitere Mitteiungen müssen Sie dies, wenn Ihr Unternehmen besteht, später sebst tun. (Gesetz über das eektro ni sche Handesregister und das Genossen schafts register sowie das Unternehmensregister [EHUG]) Finanzamt Das Finanzamt wird über Ihre gewerbiche Tätigkeit vom Gewerbeamt unterrichtet. Sie erhaten daraufhin vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerichen Erfassung. Anhand Ihrer Angaben wird Ihnen das Finanzamt eine Steuernummer zuteien und eventue Vorauszahungen festsetzen. Bitte beantworten Sie diese Fragen sorgfätig und schätzen Sie Ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen reaistisch ein. Die Informationen sind für die steuerich zutreffende Einordnung Ihrer Tätigkeit durch das Finanzamt wichtig. Übrigens: Bezieher des Gründungszuschusses müssen dem Finanzamt ihren Businesspan voregen. Üben Sie eine freiberufiche Tätigkeit aus, müssen Sie dies innerhab eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit dem Finanzamt mitteien. Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk Sie Ihren Wohnsitz haben. Es genügt eine formose Anmedung. Sie erhaten im Anschuss ebenfas einen Fragebogen zur steuerichen Erfassung. Auch hier git: Bitte beantworten Sie diese Fragen sorg - fätig und schätzen Sie Ihre Umsatz- und Ge winn er war - tungen reaistisch ein. Kären Sie vorab, ob Ihre Tätigkeit auch tatsächich zu den Freien Berufen gehört. Im Zweifesfa entscheidet das Finanzamt darüber. Einzeunternehmen oder BGB-Geseschaften (= GbR), deren Geschäftsumfang, Umsatz und Vermögen vergeichsweise kein bzw. gering sind, müssen sich nicht im Handesregister eintragen können dies aber auf freiwiiger Basis tun. Ohne

59 6. DIE FORMALITÄTEN 59 Arbeitsagentur Wenn Sie soziaversicherungspfichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Minijobber oder Auszubidende beschäftigen, benötigen Sie eine Betriebsnummer. Beantragt wird die achtsteige Nummer beim Be triebs nummern-service der Bundesagentur für Arbeit. Die Beantragung kann teefonisch, schriftich, per Fax oder E-Mai erfogen. Seite 85 Berufsgenossenschaft (BG) Die Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzi chen Unfaversicherung und für ae Betriebe, Ein rich tun gen und Freiberufer zuständig, soweit sich nicht eine Zuständigkeit der andwirtschaftichen Berufsgenossenschaften oder der Unfaversicherungsträger der öffentichen Hand ergibt. Wer ein Unternehmen eröffnet, sote sich mit den zuständigen Berufsgenossenschaften in Verbindung setzen und kären, ob Versicherungspficht besteht. Unternehmerinnen und Unternehmer, die keine Mitarbeiter beschäftigen, sind nicht in jedem Fa versicherungspfichtig. Eine freiwiige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft kann aber sinnvo sein, um sich gegen die Fogen von Arbeitsunfäen und Berufskrankheiten zu versichern. Die Mitgiedschaft in der Berufsgenossenschaft ist Pficht, sobad der Betrieb Arbeitnehmerinnen und Arbeit neh mer beschäftigt. Die zuständige Berufsgenossenschaft sote innerhab einer Woche nach Gewerbeanmedung bzw. Aufnahme der sebständigen Tätigkeit informiert werden. Auch wenn es gängige Praxis ist, dass die Gewerbe ämter die Gewerbeanmedung an die Berufsgenossenschaft schickt. Erkundigen Sie sich bei der Deutschen Gesetzichen Unfaversicherung (DGUV). Gesundheitsamt Für Gründungen im Bereich der Gastronomie muss beispiesweise eine Beehrung des Gesundheitsamtes oder eines beauftragten Arztes nach dem Infektionsschutzgesetz stattgefunden haben. Diese Bescheinigung ist bei der Gewerbeanmedung vorzuegen und darf nicht äter as drei Monate sein. Bei Gründungen in den Bereichen Gastronomie oder Kinderbetreuung wird das Gesundheitsamt oder das Gewerbeaufsichtsamt (regiona unterschiedich) z. B. auch die hygienischen Standards Ihrer Räumichkeiten überprüfen. Darüber hinaus müssen Sie neben einem behördichen Führungszeugnis eine Bestätigung der Industrie- und Handeskammer über die Teinahme an einem Seminar für Hygiene und den Umgang mit Lebensmitten vorweisen. Wenn Sie einen gastronomischen Betrieb führen oder Lebensmitte verkaufen, benötigen auch Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Unbedenkichkeitsbescheinigung des Amtsarztes. Freiberufiche Tätigkeiten, wie die Führung von Zahnarztpraxen, Arztpraxen sowie Praxen sonstiger Heiberufe, in denen invasive Tätigkeiten ausgeübt werden, werden entweder durch das Gesundheitsamt oder die zuständige Berufsgenossenschaft infektionshygienisch überprüft. Heipraktikerinnen und Heipraktiker benötigen eine Eraubnis vom zuständigen Gesundheitsamt. Bauamt Wenn Sie Wohnräume künftig as Betriebsräume nutzen woen, müssen Sie eine Nutzungsänderung beim zuständigen Bauamt beantragen. Die Panung gewerbicher Um- und Neubauten sote ebenfas rechtzeitig mit dem Bauamt abgestimmt werden. Gewerbeaufsichtsamt Die Gewerbeaufsichtsämter der Bundesänder beaufsichtigen die Einhatung von Vorschriften des Arbeits-, Umwet- und Verbraucherschutzes. Je nach Bundesand werden sie auch as Amt für Arbeitsschutz oder Staat i ches Umwetamt bezeichnet. Ihre Aufgabe ist es, eraub nis- bzw. genehmigungspfichtige Gewerbe während der ge samten Betriebsdauer auf Einhatung der für das entsprechende Gewerbe zutreffenden Vorschriften und Pfich ten zu beaufsichtigen. Erkundigen Sie sich deshab rechtzeitig vor der Eröffnung Ihres Betriebes, ob die von Ihnen gepanten Betriebsräume und Anagen den gesetzichen Bestimmungen entsprechen. Umwetamt Prüfen Sie auch die Aufagen des Umwetamts. Die gesetzichen Bestimmungen, etwa des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG), z. B. für nachts abfahrenden Verkehr von Gaststätten in Wohngebieten, werden häufig unterschätzt, ebenso die Kosten zur Erfüung von Umwetschutzaufagen.

60 60 6. DIE FORMALITÄTEN Versorgungsunternehmen Je nach Bedarf soten Sie mit den zuständigen Versorgungsunternehmen (z. B. Stadtwerke, Eektrizitäts werke usw.) Lieferverträge für Wasser, Strom, Gas usw. abschießen. Das Geiche git für die Entsorgung (z. B. Ab wasser und Mübeseitigung). Besondere Genehmigungen Für verschiedene Gewerbezweige besteht eine besondere Genehmigungspficht. z z Handwerk: Die Meisterpficht ist auf die zu as sungs - pfichtigen Handwerke beschränkt. Ae übrigen Handwerke sind zuassungsfrei. Ihre sebständige Ausübung setzt keinen Befähigungsnachweis voraus. Bis auf wenige Ausnahmen können sich erfahrene Geseen auch in den zuassungspfichtigen Handwerken sebständig machen, wenn sie sechs Jahre praktische Tätigkeit in dem Handwerk vorweisen können, davon vier Jahre in eitender Position. Betriebe, die ein zuassungspfichtiges Handwerk ausüben, können von aen Einzeunternehmern oder Personengeseschaften geführt werden, die einen Meister as Betriebseiter einsteen. Für Ingenieure, Hochschuabsoventen und staatich geprüfte Techniker besteht ein ereichterter Zugang zum Handwerk. Neuen Handwerksunternehmen wird in den ersten vier Jahren nach der Existenzgründung eine abgestufte Befreiung von den Kammer beiträgen gewährt. Für die sebständige Ausführung einfacher handwerkicher Tätigkeiten besteht ein ereichterter Zugang. Aerdings dürfen einfache Tätig keiten nicht so kumuiert werden, dass sie einen wesentichen Tei eines Handwerks ausmachen. z z Industrie: Anagen mit besonderen Umweteinfüssen müssen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt werden. zeinzehande: z Für verschiedene Handesbereiche sind besondere Sachkundenachweise notwendig. Gaststätten und Hotes: Erforderich ist eine Eraubnis, die Sie nach einer (eintägigen) Unter weisung bei der zuständigen IHK vom Gewerbeamt erhaten. Bewachungsgewerbe: Voraussetzung für die vom Gewerbeamt zu erteiende Eraubnis sind persön iche Zuverässigkeit, erforderiche Mitte oder Sicherheiten und die Teinahme an einer Unterrichtung für Beschäftigte und Sebständige durch die IHK. Verkehrsgewerbe: Die geschäftsmäßige Beförderung von Personen mit Omnibussen, Mietwagen und Taxen ist genehmigungspfichtig. Die Konzessionen erteit das zuständige Gewerbeamt bzw. Regierungspräsidium. z z Reisegewerbe: Dazu zähen Gewerbetreibende, die keine feste Betriebsstätte haben. Eine erforderiche Reisegewerbekarte stet das zuständige Gewerbeamt aus. z z Freiberufer: Wer zu den verkammerten Freien Berufen zäht (z. B. Rechtsanwäte, Ärzte oder Steuerberater), braucht bestimmte Zuassungen, um sich sebständig zu machen. Bei den nicht-verkammerten Freien Berufen (z. B. Künster, Schriftsteer, Wissenschafter) bedarf es keiner besonderen Genehmigung. Für eine Reihe weiterer Gewerbezweige ist ebenfas eine besondere Eraubnis erforderich (z. B. Über prüfung der persönichen und wirtschaftichen Zuverässigkeit durch das Gewerbeamt): Aufsteen von Spiegeräten mit Gewinnmögichkeit, Veranstatungen von anderen Spieen mit Gewinnmögichkeit, Spiehaen z z Immobiienmaker, Anagevermitter, Bauträger und Baubetreuer z z Versteigerer, Pfandvermitter und Pfandvereiher z z Fahrschuen, Güterkraftverkehr usw. Soziaversicherung Informationen zur persönichen Absicherung von Sebständigen und zur Soziaversicherung Ihrer Mit arbeiter finden Sie auf Seite 78 bzw. 88. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Behörden BMWi-Behördenwegweiser BMWi-GründerZeiten Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 26 Eraubnisse und Genehmigungen

61 6. DIE FORMALITÄTEN 61 Kare Verhätnisse: Verträge und Verhandungen Gründerinnen und Gründer schießen auf dem Weg zum eigenen Unternehmen eine Reihe von Verträgen ab: Kaufverträge, Mietverträge, Arbeitsverträge usw. Kaufvertrag Dem Kaufrecht unteriegen z. B. Unternehmen, neue und ge - brauchte Gegenstände, Grundstücke, Rechte, z. B. an Marken oder Lizenzen, Domain-Adressen oder auch Software. Erhät der Käufer eine mangehafte Sache, hat er einen An spruch auf Erfüung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann er vom Kaufvertrag zurücktreten, den Kaufpreis mindern oder Schadenersatz verangen. Für verkaufte Sachen oder Leistungen geten jeweis bestimmte Gewähreistungs fristen. Arbeitsvertrag As Arbeitgeber können Sie grundsätzich frei entscheiden, mit wem und unter wechen Bedingungen Sie einen Arbeitsvertrag abschießen. Aerdings müssen Sie bestehende Tarifverträge beachten. Bitte informieren Sie sich daher, ob es für Ihren Betrieb bzw. Ihre Branche einen für verbindich erkärten Tarifvertrag gibt. Tarifverträge egen in der Rege Mindestvoraussetzungen für die Einsteung und Arbeitsverträge von Mitarbeitern fest. Diese Vertragsbedingungen dürfen nicht zu Ungunsten des Arbeitnehmers geändert werden. Mietvertrag In Geschäftsraummietverträgen kommt es häufig vor, dass diese für einen befristeten Zeitraum von drei, fünf oder mehr Jahren abgeschossen werden. In dieser Zeit ist eine ordentiche Kündigung des Mietverhätnisses ausgeschossen, so dass das Mietverhätnis grund sätzich bis zum Abauf der Befristung aufrechterhaten werden muss. Bei der Anmietung von Geschäftsräumen soten Sie versuchen, sich im Mietvertrag eine Berechtigung zur Untervermietung einräumen zu assen. Damit haben Sie die Mögichkeit, einen Tei oder auch die ganzen Mieträume weiterzuvermieten, wenn die Geschäfte schechter gehen soten. Pachtvertrag Nicht seten wird ein Unternehmen für eine Übergangszeit zunächst nur verpachtet, z. B. um den Generations wechse vorzubereiten. Der Pächter erhät ein Nutzungsrecht. Typisches Beispie ist die Pacht einer eingerichteten Gaststätte: Hier muss der Pächter eine regemäßige (monatiche) Pacht bezahen: ent weder festgeegte Beträge oder umsatz- oder gewinnabhängige Zahungen. Der Gewinn aus dem Unternehmen gehört aein dem Pächter. Verkauft wird zu Beginn einer Verpachtung zuweien der Waren bestand.

62 62 6. DIE FORMALITÄTEN Agemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Vieen Verträgen iegen die Agemeinen Geschäfts be dingungen (AGB) zugrunde. Dabei handet es sich in der Rege um das Keingedruckte eines Vertrags. Aerdings sind Ihnen as Unternehmerin bzw. Unternehmer dabei Grenzen gesetzt: AGB müssen den gesetzichen Anforderungen des Bürgerichen Gesetzbuchs entsprechen. Von daher ist es sinnvo, sie von einem Anwat prüfen zu assen. Verhandungen Gründerinnen und Gründer sowie junge Unterneh merinnen und Unternehmer müssen bei ihren Ver hand ungspartnern immer wieder typische Hindernisse überwinden. Typische Verhandungspartner Gründer und (junge) Unternehmer verhanden hauptsächich z z mit Banken über die Bewiigung von Krediten und die Höhe der Zinsen (hier haben Banken und Sparkassen durchaus Spieräume) z z mit Kunden über die Quaität ihrer Produkte oder Diensteistungen und die Preise, die sie dafür verangen mit Lieferanten über Lieferkonditionen wie Preise und Rabatte z z mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Auf gaben am Arbeitspatz, Leistungserwartungen und Gehatsvorsteungen TYPISCHE PROBLEME z z Verhandungen mit Banken und Sparkassen scheitern oft daran, dass Gründer oder junge Unternehmer ihr Vorhaben nicht überzeugend vertreten. z z Verhandungen mit Kunden empfinden viee Gründer oder junge Unternehmer as ästig und unangenehme Anbiederung. Verhandungen mit Kunden und Lieferanten verursachen vieen Gründern oder jungen Unternehmern Gefühe von Unsicherheit und Angst. Verhandungen mit Kunden und Lieferanten enden für Gründer oder junge Unternehmer manches Ma unbefriedigend, wenn sie es nicht schaffen, ihre Ziee zu erreichen. z z Verhandungen mit Mitarbeitern sind anfangs ungewohnt, da man die Grenzen nicht kennt (Mitarbeiter geben oft nach, um ihren Arbeitspatz nicht zu gefährden). TIPPS FÜR VERHANDLUNGEN Verhandungen mit Banken und Sparkassen gute Vorbereitung Wissen um Angebote der Konkurrenz-Institute voständige und aussagekräftige Unteragen (Zeugnisse, Umsatz- und Kostenpan, Rentabiitätsvorschau, Verträge usw.) Verhandungen mit Kunden Informationen über die Ziesetzungen/Erwartungen des Kunden z z mögiche Einwände vorher überegen und vorwegnehmen sich immer wieder auf die vom Kunden genannten Rahmenbedingungen beziehen den Nutzen eines Produktes/einer Diensteistung für den Kunden schidern, nicht nur einzene Produktmerkmae ein Produkt erfahrbar machen (in die Hand geben, Testphase vereinbaren, zur Probe zu Hause auf bauen) Verhandungen mit Lieferanten voständige Beschreibung der erwarteten Diensteistung eigene Vorsteungen im Vorfed kären und über Angebote der Konkurrenz festigen z z Kosten von Verhandungsfedern im Vorfed kakuieren (verkürzte Zahungsziee, erhöhte Losgrößen und Mindestabnahmen, reduzierte Servicegaran tien usw.) Verhandungen mit Mitarbeitern Mitarbeitern Unternehmensstrategie erkären Fragen: Was ist für den/die Mitarbeiter/-in wichtig (z. B. Zeit für Kinder) Atmosphäre für offenen Austausch schaffen Fragen: Was würden Sie an meiner Stee tun? Testphase für Lösung vereinbaren WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Recht und Verträge Verhandungstipps BMWi-eTraining Vorbereitung auf das Bankgespräch

63 6. DIE FORMALITÄTEN 63 SIEBEN MERKPUNKTE FÜR VERTRÄGE 1. Verbindichkeit Geschossene Verträge müssen eingehaten werden. Jeder Vertragspartner ist sebst dafür verantwortich, dass er die eingegangenen Verpfichtungen tatsächich erfüen kann. 2. Gütigkeit Grundsätzich können Verträge mündich abgeschossen werden. Besondere Verträge wie beispiesweise Bürgschaftserkärungen, Grundstücksverträge oder Abzahungsverträge müssen schriftich abgefasst wer den. Grundstücksübereignungen und Beastungen von Grundstücken müssen außerdem notarie be ur kun det werden. Das git auch für geseschaftsrechtiche Verträge einer GmbH. Weche Verträge weche Form haben müssen, ist in verbindichen Übersichten fest geegt und kann bei Rechtsanwäten erfragt werden. 3. Schrifticher Vertrag Verträge soten grundsätzich schriftich abgeschossen werden, auch wenn die Schriftform per Gesetz nicht vorgeschrieben ist. So können Missverständnisse vermieden werden. Ein Vertrag sote fogende Fragen beantworten: Wer sind die Vertragsparteien? Was so im Vertrag gereget werden? Wie ist die Laufzeit des Vertrages? Wie sind die Kündigungsfristen? Wie sind die Zahungs- und Lieferbedingungen? Was geschieht, wenn die Vertragsbedingungen nicht eingehaten werden? 4. Handesgebräuche und Gepfogenheiten Jungunternehmer, die am Markt auftreten, dürfen sich nicht mehr wie unwissende Verbraucher (die oftmas durch Verbraucherschutzbestimmungen geschützt sind) verhaten. Sie müssen viemehr die einschägigen Handesgebräuche und Gepfogenheiten der Branche beachten. 5. Gesetziche Regeungen Zahreiche gesetziche Regeungen des Handesgesetzbuches betreffen die rechtichen Beziehungen zwischen Kaufeuten. Wer eine mangehafte Ware rekamieren wi, muss dies unverzügich tun: bei verderbichen Waren, z. B. eicht verderbiche Lebensmitte, innerhab kürzester, bei Maschinen z. B. innerhab än gerer Frist. Andernfas verfät der Anspruch auf Ausgeich oder Ersatz. 6. Sprache Bestimmte Begriffe wie Gewähreistung, Haftungsausschuss oder auch Verbrauchsgüterkauf und die damit verbundenen weitreichenden Fogen soten jungen Unternehmern geäufig sein. 7. Hande im Internet Für die rechtiche Absicherung von Eectronic commerce - Verträgen (im Normafa bei schrift ichen Verträgen in Papierform durch die Unterschrift) sorgt das Gesetz zur eektronischen Signatur. Der Ver trags partner kann anhand eines Signaturschüsses genau identifiziert werden. Darüber hinaus soten Onine-Händer die Vorschriften des Teemediengesetzes (TMG) kennen. Formfreie Verträge können in der Rege (soweit nichts anderes vereinbart ist) auch per Fax oder per E-Mai geschossen werden; bei E-Mais ist aerdings eine quaifizierte eektronische Signatur empfehenswert.

64 64 7. Das Kaufmännische Einmaeins Jede Gründerin und jeder Gründer möchte natürich wissen, wie erfogreich ihr oder sein Unternehmen ist. Viee wissen es aber eider nicht, da sie nicht über das notwendige kaufmännische Know-how verfügen. Dieses Defizit ist nicht zuetzt dafür verantwortich, dass viee Gründungen scheitern. Um festzusteen, wie es um die Einnahmen und Ausgaben, die Zahungsfähigkeit (Liquidität), die Kosten und die Leistungsfähigkeit, aso Rentabiität und Gewinne, in Ihrem Unternehmen steht, stehen Ihnen eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung, die Ihnen bei der Beantwortung der fogenden Fragen hefen: Wie steht es um Ihr Unternehmen? Informationsbedarf Weche Einnahmen und Ausgaben habe ich? Ist mein Unternehmen zahungsfähig? Weche Kosten habe ich; wie hoch sind sie? Weche Preise so ich nehmen? Sind ae Kunden-Rechnungen bezaht? Wie erfogreich arbeitet mein Unternehmen? Habe ich gut gepant? Wie hoch ist mein Gewinn? Wie hoch ist mein Verust? Informationsquee Buchführung Liquiditätspanung Kostenrechnung Preiskakuation Forderungsmanagement Kurzfristige Erfogsrechnung Umsatzrentabiität So-Ist-Vergeich Jahreserfogsrechnungen für keine Unternehmen: Einnahmen-Überschuss-Rechnung für buchführungspfichtige Unternehmen mit kompexeren Geschäftsprozessen: Gewinn-und-Verust-Rechnung + Bianz (Berechnung von Vermögen und Schuden)

65 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 65 Weche Einnahmen und Ausgaben habe ich? Buchführung Mit Hife der Buchführung assen sich ae Einnahmen und Ausgaben festhaten. Auf diese Weise sind Unterneh me rinnen und Unternehmer jederzeit über die aktuee finanziee Situation ihres Unternehmens informiert. Voraussetzung: Die Buch füh rung ist voständig und up to date. Praktiker sagen: Wer seine Buchführung im Griff hat, hat auch sein Unternehmen im Griff. Es gibt zwei Arten der Buchführung: die so genannte einfache Buch führung (für Keinunternehmer) und die doppete Buchführung (für Kaufeute und buchführungspfichtige Unternehmen mit kompexeren Geschäfts prozessen). Einfache Buchführung Die einfache Buchführung ist nur für keine Betriebe mit einfachen und eicht überschaubaren Geschäftsprozessen empfehenswert (z. B. Freiberufer, Einze-Unternehmen mit einem Angesteten). Das betrifft Unternehmen, die ohnehin einen guten Überbick über die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätssituation haben. Die einfache Buch führung ist dabei aerdings nur für Unternehmen zuässig, die nicht buchführungspfichtig sind. zkonten z anegen: Bei der einfachen Buchführung richten Sie Rubriken (= Konten) für gängige Geschäfts vorgänge ein: z. B. Warenverkäufe, Personakosten, Bürokosten. Da Sie verpfichtet sind, Ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung auf einem amtichen Formuar abzugeben, soten Sie Ihre Aufzeichnungen dem Vordruck entsprechend giedern. Diese Konten soten identisch mit den Konten sein, die Sie für eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung verwenden. Innerhab der einzenen Konten werden die Einnahmen bzw. Ausgaben in zeit icher Reihen foge erfasst. Außer dem werden die Buchungen von Kasse (aso Barged-Einnahmen und -Aus gaben) und Bankkonten festgehaten. Zwei Buchungen pro Geschäftsvorgang: Die doppete Buchführung hat ihren Namen daher, dass jeder Geschäftsvorfa auf mindestens zwei Buch füh rungs - konten verbucht wird. Wird z. B. eine Lieferantenrechnung per Banküberweisung be zaht, so wird dies sowoh im Konto für Wareneinkäufe as auch im Konto Bank festgehaten (Gegenbuchung). So und Haben: Jedes Konto verfügt dabei über eine So- und Habenseite. Hier werden Einnahmen und Aus gaben erfasst. Buchführungspficht Der gesetzichen Buchführungspficht (doppete Buchführung samt Jahresabschuss mit Gewinn-und-Verust-Rechnung) unteriegen ae Kaufeute Nicht-Kaufeute mit Umsätzen von mehr as Euro im Kaender jahr oder Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr as Euro. z z Die Rechtsformen GmbH/UG, AG sowie OHG, KG und GmbH & Co. KG geten immer as Kaufeute, ega womit sie sich befassen. Nicht buchführungspfichtig sind ae anderen Nicht-Kaufeute z z ae anderen Betriebe der Land- und Forstwirtschaft Freiberufer. z z Überbick über Einnahmen und Ausgaben: Vor aem dann, wenn Sie die einfache Buchführung mit einem Computer eredigen, haben Sie einen schneen Überbick über die Summe Ihrer Einnahmen und Ausgaben sowie über Ihren Überschuss (Gewinn) oder Fehbetrag. Doppete Buchführung Die doppete Buchführung ist für ae Betriebe mit diffe renzierteren und nicht ganz eicht überschaubaren Geschäftsprozessen empfehenswert. Für bestimmte Unternehmen ist sie darüber hinaus Pficht. Gründerinnen und Gründer, die die einfache, vor aem aber die doppete Buchführung sebst eredigen woen, soten unbedingt einen Buchführungskursus beegen (z. B. bei der zuständigen Kammer). Sie können damit auch einen Steuerberater oder ein Buchführungsbüro beauftragen. Aber: Verantwortich beiben Sie as Unternehmerin bzw. Unternehmer. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Rechnungswesen

66 66 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS Ist mein Unternehmen zahungsfähig? Liquiditätspanung Ist das Unternehmen zahungsfähig? Kann es die aufenden Rechnungen für Versicherungen, Steuerzahungen oder Miete in den nächsten drei bis sechs Monaten bezahen? Sind die Lohnkosten gesichert? Von den Antworten auf diese Fragen hängt das Fortbestehen Ihres Unternehmens ab. Eine sorgfätige und fortaufende Liquiditätspanung ist für jeden Unternehmer ein absoutes Muss. Sie umfasst die nächsten sechs, besser noch zwöf Monate. Anders as bei der Buchführung, in der Sie nur die tatsächichen Ein nahmen und Ausgaben festhaten, müssen Sie bei der Liquiditätspanung Ihre gepanten und zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegenübersteen. Diese so ten Sie nach den Rubriken (Konten) erfassen, die Sie auch für Ihre Buchführung nutzen (z. B. Warenverkäufe, Personakosten, Bürokosten usw.). Aus der Differenz der voraussichtichen Einnahmen und Ausgaben ergibt sich der monatiche Überschuss (Überdeckung), den Sie zur Verfügung haben, um Ihre Rechnungen zu bezahen. Womögich stet sich auch ein Fehbetrag (Unterdeckung) heraus, den Sie schnestmögich beheben soten. z z Weche eigenen Reserven können Sie einbringen, wenn das Ged knapp wird? Die für die Liquiditätspanung erforderichen Zahen finden Sie: z z in den Kontoauszügen Ihres Geschäftskontos z z in der Übersicht Ihrer offenen Forderungen, aso der noch nicht bezahten Rechnungen Ihrer Kunden z z in der Übersicht Ihrer offenen Verbindichkeiten, aso Ihren noch nicht bezahten Rechnungen Ihrer Lieferanten z z in den Arbeits-, Miet-, Versicherungs-, Kreditund Leasingverträgen Übrigens: Ein Großtei aer Insovenzen von Unternehmen in den kritischen ersten fünf Jahren geht auf Liqui - ditätsschwierigkeiten zurück. Der Grund dafür ist zumeist, dass die jungen Unternehmer den Kapitabedarf für Wareneinkäufe und Forderungen in der Gründungsphase zu niedrig einschätzen. Dabei soten Sie immer dafür sorgen, dass Sie jederzeit über eine eiserne Reserve verfügen können. Diese eigenen füssigen Mitte sind, zu sammen mit Ihrer Kreditinie bei der Bank, Ihre Liquiditätsreserve. Faustrege: Die Liquiditätsreserve muss für drei Monate ausreichen. Ohne die Hife der Hausbank ist eine Liquiditätskrise normaerweise nicht zu bewätigen. Überegen Sie: Weche fixen Kosten faen an (z. B. Miete, Persona)? z z Wann faen Zinszahungen und Tigung für Kredite an? z z Bis wann müssen Sie Verbindichkeiten bei Liefe ranten begichen haben? z z Wann werden Ihre Kunden (voraussichtich) weche Rechnungen bezahen? z z Wechen Umfang hat Ihr Kontokorrentkredit bei Ihrer Bank? z z Weche weiteren Kreditspieräume stehen Ihnen zur Verfügung? Mögiche Hifen bei drohender Unterdeckung: Kunden kein zu anges Zahungszie einräumen Skonto bei schneer Bezahung anbieten Anzahungen oder Teizahung vereinbaren massives Eintreiben von Forderungen (z. B. mit Inkassounternehmen) z z Kontokorrentkredite bei Ihrem Kreditinstitut nur kurzfristig und nicht für angfristige Investitionen ausnutzen Ausgaben/Zahungen nach Absprache mit den Lieferanten verschieben z z frisches Beteiigungskapita besorgen Abtretung der Forderung an Ihr Kredit- bzw. Finanzierungsinstitut Teie des Unternehmensvermögens verkaufen Verkauf und dann Leasing von Objekten ( sae and ease back ) WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Liquiditätspan

67 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 67 LIQUIDITÄTSVORSCHAU Angaben in Euro 1. Monat 2. Monat 3. Monat (...) (...) (...) Bestand an füssigen Mitten (Kasse, Bank) Zahungseingänge (Umsatzeröse, sonstige Einnahmen, Privateinagen) Summe verfügbare Mitte Ausgaben Löhne, Gehäter Soziaabgaben Lieferanten Bareinkäufe Marketing Vertrieb Investitionen Kreditzinsen Kredittigung Miete, Nebenkosten Mehrwertsteuer Versicherung Privatentnahmen Sonstige Ausgaben Summe Ausgaben +/ Überschuss/Fehbetrag vom Vormonat Ergebnis Liquidität

68 68 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS Weche Kosten habe ich? Kostenrechnung Gewinn ist Umsatz minus Kosten. Wer aso einen Gewinn erwirtschaften wi, muss deutich mehr Einnahmen as Ausgaben vorweisen können. Um keine Veruste zu erwirtschaften, soten Unternehmerinnen und Unternehmer genau wissen, weche Ausgaben anfaen. Neben verschiedenen Kostenrechnungssystemen, die in gro ßen Unternehmen eingesetzt werden, gibt es auch die Kostenartenrechnung. Sie eignet sich vor aem für keine Unternehmen. Kostenartenrechnung Mit der Kostenartenrechnung fassen Sie ae Kosten zusammen, die z. B. in einem Monat, einem Quarta oder einem Jahr in Ihrem Unternehmen anfaen. Die Kostenarten können und soten grob den Rubriken (Konten) entsprechen, die Sie auch für Ihre Buchführung nutzen (z. B. Personakosten, Kfz-Kosten, Bürokosten usw.). Die Differenz zwischen Ihren Einnahmen und den Kosten in dieser Zeit ist Ihr (noch nicht versteuerter) Gewinn. Bei der Kostenartenrechnung können und soten Sie die Konten Ihrer Buchführung weiter unterteien (z. B. Bürokosten: Büromateriaien, Teefon, Porto). So können Sie feststeen, wie sich die Kosten im Unternehmen verteien: auf einzene Aufträge (= variabe Kosten, z. B. Wareneinkauf) oder aber auf die Gemeinkosten des Unter nehmens (= fixe Kosten, z. B. Bürokosten). Auf diese Weise wird ggf. auch deutich, wo die Kostenfresser im Unternehmen sind. So können Sie geziet darüber nachdenken, wie Sie in diesen Bereichen die hohen Kosten senken können. Die für die Kostenartenrechnung erforderichen Zahen finden Sie in Ihrer Buchführung in Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung Typische Kosten im Unternehmen Raumkosten/Miete Energiekosten Reparatur/Instandhatung Gebühren, Beiträge, Versicherung Gewerbesteuer, sonstige Steuern Fahrzeugkosten Kosten aus Leasingverträgen Werbe- und Reisekosten Vertriebskosten Teekommunikation WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Kostenrechnung Weche Preise so ich nehmen? Preiskakuation Wer den Preis für ein Produkt oder eine Diensteistung kakuieren wi, muss den optimaen Absatzpreis für sein Angebot finden. Das bedeutet: Wer etwas verkaufen wi, muss sicher sein, dass er es zu dem verangten Preis oswird. Geichzeitig muss er vom Erös seine Kosten decken und davon eben können. Bei der Preiskakuation soten Sie zunächst einen Kostenpreis ermitten: Weche Kosten verursacht es im Unternehmen, Ihr Produkt einzukaufen, herzusteen und zu verkaufen bzw. Ihre Diensteistung zu erbringen? Diese Frage beantwortet vor aem Ihre Kosten artenrechnung: Hier können Sie feststeen, weche Kosten direkt auf Hersteung und Verkauf von Produkten bzw. die Erbringung von Diensteistungen entfaen (z. B. Waren einkauf) und wecher Antei der Gemeinkosten (z. B. Bürokosten) dazukommt. In aer Rege git: Der Verkaufspreis sote ae dazugehörigen Kosten pus einen Gewinn abdecken. Vergessen Sie bei Ihrer Kakuation nicht ggf. groß zü gige Liefer- und Zahungsbedingungen wie Ratenkauf oder Rabatte. Sie sind für die Auftragserteiung ein wichtiges Argument und absatzpoitisches Mitte, verringern aber den Kostenpreis.

69 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 69 Marktpreis Der zunächst errechnete Kostenpreis wird in der Rege für die avisierte Kundschaft und im Verhätnis zur Konkurrenz zu hoch sein. Das bedeutet: Wenn Sie Ihren Preis auf Ihrem Markt durchsetzen woen, müssen Sie herausfinden, wie vie Ihre Kunden bereit sind zu bezahen und weche Preise Ihre Konkurrenz für vergeichbare Produkte bzw. Diensteistungen verangt. An beiden Vorgaben muss sich Ihr Preis ausrichten. Wenn der Kostenpreis über dem Marktpreis iegt Wenn der (betriebswirtschaftich notwendige) Kostenpreis über dem Marktpreis iegt, müssen Sie sich in der Rege zwischen zwei Aternativen entscheiden. Entweder Neue Kunden: Weche Kunden würden den Kostenpreis bezahen? Wer und wo sind diese Kunden? Oder zneuer z Preis: Wo und wie können Sie Kosten einsparen? Womögich ässt sich der Marktpreis haten, wenn Sie die Kosten reduzieren. Achtung: Der etztich wichtigere Faktor ist der Marktpreis. Er entscheidet darüber, ob Sie Ihre Pro dukte und Diensteistungen absetzen können oder nicht. Die für die Preiskakuation erforderichen Zahen finden Sie in den Ausgaben-Konten Ihrer Buchführung in Ihrer Kostenrechnung in den Tarifverträgen für Persona: Stunden je Tag/Woche/Monat/Uraub usw. in den Zeitaufschreibungen der Mitarbeiter in den Angaben von Kammern und Verbänden WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Rechnungswesen Sind ae Rechnungen bezaht? Forderungsmanagement Immer mehr Kunden assen sich immer mehr Zeit, ihre Rechnungen bei beauftragten Unternehmen zu bezahen. Zahungsfristen zwischen 30 und 60 Tagen sind die Rege. Auch wenn sich die meisten Unternehmen auf diese Situation eingestet haben, so werden scheppende Zahungseingänge oder gar totae Forderungsausfäe zunehmend zum Probem gerade auch für Gründerinnen und Gründer. Unternehmen, die über einen ängeren Zeitraum Werk eistungen erbringen, soten von ihren Kunden Abschagszahungen fordern. Nach dem Forderungssicherungsgesetz (FoSiG) steht Unternehmen eine Abschagszahung in der Höhe zu, in der der Kunde durch die Werk eis tung einen Wertzuwachs erangt hat. Der Kunde darf die Abschagszahung nicht wegen un wesenticher Mänge verweigern. Subunternehmer aus dem Baubereich soten sich außerdem über das Gesetz über die Sicherung der Bauforderungen informieren. Rechnungen werden in den setensten Fäen sofort bezaht. In diesem Fa wird derjenige, der auf sein Ged wartet, zum Kreditgeber. Probematisch ist dabei, dass sich Unternehmen dabei seten wie professionee Kreditgeber verhaten. Ggf. muss ein junger Betrieb auch einma einen Auftrag aus Risikogründen abehnen. Beachten Sie: 1. Prüfen Sie die Kreditwürdigkeit Ihrer Kunden! Prüfen Sie Ihre Kunden, denen Sie Zahungsziee einräumen möchten, vor Abschuss von Lieferverträgen. Greifen Sie dabei auf ae verfügbaren Informationen zurück, die eine Bewertung der Kundenbonität erauben. Kunden mit unzureichender Bonität soten Sie keinen Kredit einräumen. Bonitätsauskünfte sind nicht teuer. 2. Vorsicht mit großzügigen Zahungszieen! Verkaufen Sie Ihre Leistung nicht über großzügige oder branchenunübiche Zahungsziee. Bieten Sie Ihren Kunden viemehr Anreize, mögichst rasch zu zahen (Skonto). Bei größeren Kreditbeträgen soten Sie Sicher heiten (z. B. Bank - bürgschaften) schaffen. Kakuieren Sie in jedem Fa Ihre eigenen Kosten, die Ihnen durch den Lieferantenkredit entstehen, in den Angebotspreis ein.

70 70 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 3. Steen Sie Ihre Rechnungen so schne wie mögich! Wenn Sie Ihre vereinbarte Leistung erbracht haben, zögern Sie nicht damit, unverzügich Ihre Forderung in Rechnung zu steen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die erbrachten Leistungen korrekt und voständig aufzähen (siehe Vorgaben für Rechnungen der Bundessteuerberaterkammer). Steen Sie sicher, dass die jeweis vereinbarten Preise in Rechnung gestet werden. Jede Ungenauigkeit, jeder Feher in Ihrer Rechnung kann von Ihrem Kunden dazu genutzt werden, die Zahung hinauszuschieben oder zu verweigern. 4. Überwachen Sie Ihre Zahungseingänge! Steen Sie sicher, dass Zahungstermine und Zahungsbeträge in Ihrem Rechnungswesen genauestens überwacht werden. Ihr Kunde erwartet von Ihnen pünkt iche Lieferung. Verangen Sie von Ihrem Kunden da her auch, dass er die vereinbarten Zahungsziee einhät. 5. Organisieren Sie Ihr Mahnwesen! Zahungserinnerung und Mahnung hefen manch einem Kunden auf die Sprünge, ohne dass sich dieser vom Unternehmen abwendet. Bevor Sie Ihren Kunden die erste Mahnung schicken, soten Sie intern prüfen, ob Sie Ihre Leistung wie vereinbart erbracht haben: Ist die Lieferung voständig erfogt? Liegen berechtigte Rekamationen vor? z z Wann ist die korrekte Rechnung an den Kunden versandt worden? Liegen Buchungsfeher vor? Weches Zahungszie wurde eingeräumt? 6. Panen Sie Ihre Ein- und Auszahungen! Bedenken Sie, dass säumige Zaher Ihre Existenz gefährden können. Panen Sie daher Ihre Finanzen sorgfätig! Berücksichtigen Sie bei Ihrer Liquiditätspanung die Zahungsmora Ihrer Kunden nicht zu optimistisch. Ermitten Sie daher die durchschnittiche Zahungsfrist Ihrer eigenen Forderungen und berücksichtigen Sie diese bei Ihrer Finanzpanung. 7. Sorgen Sie für zusätziche Finanzierungs mögichkeiten! Wenn Kunden auf sich warten assen, müssen Sie ggf. Ged eihen, um neue Aufträge bearbeiten zu können. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Hausbank über diese Finanzierung und warten Sie damit nicht, bis Sie wegen der hohen Forderungsbestände Ihre verfügbare Kreditinie voständig ausgeschöpft haben. Es wird Ihnen schwer faen, erweiterte Kredite zu erhaten, wenn Sie nicht iquide sind. 8. Lassen Sie sich beim Forderungseinzug hefen! Wenn Kunden nicht zahen, können Sie ein professionees Inkassoinstitut damit beauftragen, Ihre Forderungen ein - zutreiben. Je änger Sie mit diesem Schritt warten, desto unwahrscheinicher wird es, dass Sie Ihr Ged bekommen. Rechnungen Immer wieder führen fasch ausgestete Rechnungen zu Zahungsverzögerungen. Achten Sie deshab darauf, dass Ihre Rechnungen fogende Angaben enthaten: voständiger Name und Anschrift Ihres Unternehmens voständiger Name und Anschrift des Rechnungsempfängers Ort und Datum Umsatzsteuer-Identifikationsnummer fortaufende Rechnungsnummer Menge und Art der geieferten Gegenstände bzw. Umfang der Leistung Höhe des Entgets für die Lieferung oder sonstige Leistung Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung z z Umsatzsteuersatz (in der Rege 19 Prozent), die Höhe des Steuerbetrags oder im Fa der Steuer befreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung bzw. Leistung eine Steuerbefreiung git Zahungszie (Datum, bis wann die Überweisung eingegangen sein sote) im Voraus vereinbarte Boni, Rabatte, sofern nicht bereits im Entget berücksichtigt Mahnungen Wenn Kunden ihre Rechnungen nicht bezahen, geraten Unternehmen nicht seten in ernste Liquiditätsschwierigkeiten. Viee Unternehmerinnen und Unternehmer sind in dieser Lage unsicher, wie sie die ausstehenden Geder eintreiben können. Sie woen ihre Kunden nicht verpreen, haten sich zudem nicht seten an wenig effektive überkommene Geschäftspraktiken und verieren dadurch wertvoe Zeit. Um Liquiditätsprobeme so schne wie mögich zu beheben, sote man sowoh bei Privat- as auch bei Unternehmenskunden überegt zu Werke gehen. Dabei git der Grundsatz: Nicht aes, was rechtich mögich ist, ist auch wirtschaftich sinnvo. Außenstände verkaufen: Factoring Beim Factoring tritt ein Unternehmen seine Außenstände an eine Factoringgeseschaft ab und erhät die Rechnungssumme abzügich eines Abschags ausgezaht. Der Kunde zaht direkt an die Factoring geseschaft.

71 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 71 Vorteie: keine Wartezeit, bis Kunde bezaht erhöht Zahungsfähigkeit (Liquidität) kein Aufwand für eventuees Mahnverfahren usw. Factoringgeseschaft bewertet im Vorfed Bonität des Kunden Voraussetzungen: In der Rege: Mindestumsatz des Unternehmens sote bei 1 bis 1,5 Mio. Euro iegen In der Rege: Bevorzugt werden Unternehmen mit gewerbichen Kunden Nachteie: Factoringgebühren bzw. Abschäge verringern Rechnungssumme Factoring wird nicht für jede Branche und jedes Pro dukt angeboten (z. B. nicht für die Baubranche und nicht für Branchen mit hohen Rekamationszahen). WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Forderungsmanagement Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 8 Forderungsmanagement Wie erfogreich arbeitet mein Unternehmen? Erfogsrechnung Etiche Gründerinnen und Gründer haben durchaus den Eindruck, dass der Laden äuft, genügend Aufträge anstehen und das Unternehmen ausgeastet ist. Wirkich sicher sind sie sich aber nicht. Sind tatsächich ae Kosten gedeckt? Ist das Unternehmen rentabe? Ob Sie im grünen Bereich wirtschaften, erfahren Sie durch die kurzfristige Erfogsrechnung für keine Un ternehmen. Sie ist gewissermaßen die keine Schwes ter der Ein nahmen- Überschuss-Rechnung zum Jahresende. Die kurzfristige Erfogsrechnung soten Sie sich monatich oder auch pro Quarta vornehmen. Da für müssen Sie Ihre Eröse und Kosten gegenübersteen. Zu den Erösen zähen zunächst Ihre tatsächichen Einnahmen. Dazu gehören aber auch noch nicht reaisierte Einnahmen: aso z. B. das Honorar für Aufträge, an denen Sie in der betreffenden Zeit gearbeitet haben, für die aber noch kein Ged eingegangen ist. Oder der Wert der Waren, die Sie verkauft haben, die der Kunde aber noch nicht bezaht hat (= Bestandsveränderung). Die Summe aer Eröse ist die Gesamteistung Ihres Unternehmens. Zu den Kosten gehören neben den tatsächich entstandenen Ausgaben auch Lieferantenrechnungen, die Sie noch nicht bezaht haben. Die kurzfristige Erfogsrechnung soten Sie nach den Ru - briken (Konten) vornehmen, die Sie auch für Ihre Buchführung nutzen (z. B. Warenverkäufe, Personakosten, Bürokosten usw.). Die Differenz zwischen Ihren Erösen und den Kosten in dieser Zeit ist die Leistung Ihres Unternehmens, der Erfog. Achtung: Die kurzfristige Erfogs rechnung sagt (wegen der noch nicht reaisierten Einnahmen und Ausgaben) noch nichts über Ihren Gewinn oder Ihre Liquidität aus. Die für die kurzfristige Erfogsrechnung erforderichen Zahen finden Sie in Ihrer Buchführung in Aufträgen (wie hoch sind die vereinbarten Rechnungsbeträge?) in den Bestandsaufnahmen von Waren (git für Hande und produzierendes Gewerbe) Rentabiität Ein Unternehmen ist dann rentabe, wenn es einen (mögichst hohen) Gewinn erwirtschaftet. Bestehende Unter-

72 72 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS nehmen soten regemäßig (am besten monatich) ihre tatsächiche Rentabiität berechnen. Diese Berechnung ist ein Bestandtei wichtiger Statusberichte (z. B. für die Bank, die Ihnen einen Kredit gewährt hat). Die Rentabiität Ihres Unternehmens können Sie mittes verschiedener so genannter Kennzahen feststeen: Eigenkapitarentabiität, Gesamtkapitarentabiität und Umsatzrentabiität. Für keine Unternehmen ist die Umsatzrentabiität entscheidend und ausreichend. Ob Ihre Rentabiität gut oder schecht ist, können Sie über den Daumen an durchschnittichen Renta biitäts zahen von Unternehmen Ihrer Branche überprüfen. Die entsprechenden Vergeichsdaten bekommen Sie von Kammern, Verbänden oder Ihrer Hausbank. Umsatzgewinnrate bezeichnet. Sie wird nach fogender Forme berechnet (siehe unten): Hier finden Sie die für die Berechnung der Umsatzrentabiität erforderichen Zahen: Gewinn: entweder in Ihrer einfachen Buchführung Überschuss (Gewinn) oder in Ihrer kurzfristigen Erfogsrechnung: Erfog z z Umsatz: entweder in Ihrer einfachen Buchführung: Summe Einnahmen oder in Ihrer kurzfristigen Erfogsrechnung: Gesamteistung in Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (bei ängerfristiger Berechnung) in Ihrer Gewinn-und-Verust-Rechnung (bei ängerfristiger Berechnung) Die Umsatzrentabiität zeigt, wie vie Gewinn Sie mit Ihrem Umsatz machen. Sie wird auch as Umsatzrendite oder Gewinn (Euro/Jahr) Umsatz (=Summe aer Einnahmen) 100 = x Prozent im Jahr WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Rechnungswesen Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 23 Controing Habe ich gut gepant? So-Ist-Vergeich Unternehmerinnen und Unternehmer müssen aufend Vorhaben panen und kakuieren (z. B. Wareneinkauf, Personakosten). Oftmas faen aber gerade die Kosten deutich höher aus as angenommen. Um dies zu vermeiden, soten sie regemäßig überprüfen, ob Theorie und Praxis tatsächich übereinstimmen. Panung: Um uniebsame Überraschungen wie zu hohe Kosten oder zu niedrige Gewinne zu vermeiden, soten Sie Eröse und Kosten vorab panen. Zu den Erösen zähen zunächst Ihre tatsächich getätigten Einnahmen (bei denen aso Ged gefossen ist). Dazu gehören aber auch noch nicht reaisierte Einnahmen: aso z. B. das Honorar für Aufträge, an denen Sie in der betreffenden Zeit gearbeitet haben, für die aber noch kein Ged eingegangen ist, oder der Wert Ihrer verkauften Waren, die noch nicht bezaht sind. Die Summe aer Eröse ist die Gesamteistung Ihres Unter nehmens. Zu den Kosten gehören neben den tatsächich entstandenen Ausgaben auch Lieferantenrechnungen, die Sie noch nicht bezaht haben. zkontroe: z Ob Ihre Kosten- und Eröserwartungen auch eintreffen, müssen Sie regemäßig kontroieren, damit Sie wissen, ob Ihre Panung stimmt. Dafür müssen Sie die So-Zahen mit den tatsäch ichen Erösen und Kosten (= Ist-Zahen) vergeichen, und zwar für ae einzenen Erösund Kosten-Rubriken. Diesen Vorgang nennt man So- Ist-Vergeich.

73 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 73 Wenn die Ist-Werte von den So-Werten abweichen, müssen Sie nachprüfen, warum dies so ist (z. B. Wareneinkauf teurer as gepant). So haben Sie die Mögichkeit, Probeme zu erkennen und Schwachsteen im Unternehmen zu beseitigen (z. B. günstigere Lieferanten suchen). Den So-Ist-Vergeich soten Sie nach den Rubriken (Kon ten) vornehmen, die Sie auch für Ihre Buchführung nutzen (z. B. Warenverkäufe, Personakosten, Bürokosten usw.). Hier finden Sie die für den So-Ist-Vergeich erforderichen Zahen: Ist-Zahen: z z Eröse: entweder in Ihrer einfachen Buchführung: Summe Einnahmen oder in Ihrer kurzfristigen Erfogsrechnung: Gesamteistung Eröse: in den Bestandsaufnahmen von Waren z z Kosten: in Ihrer Kostenartenrechnung z z Eröse und Kosten: in Ihrer Einnahmen-Überschuss- Rechnung So-Zahen: zeröse: z in Aufträgen (z. B. vereinbarte Honorare) z z Kosten: z. B. Kostenvoranschäge von Lieferanten Der So-Ist-Vergeich sagt aber (wegen der noch nicht reaisierten Einnahmen und Ausgaben) nichts über Ihren Gewinn oder Ihre Liquidität aus. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta So-Ist-Vergeich Wie hoch ist mein Gewinn? Jahreserfogsrechnung Jedes Unternehmen ist unabhängig von der Rechtsform verpfichtet, eine Jahreserfogsrechnung bzw. einen Jahresabschuss durchzuführen. Jeder Unternehmer muss wissen, ob sein Unternehmen Gewinne oder Veruste erziet. Darüber hinaus erwarten auch der Gesetzgeber sowie verschiedene Institutionen einen Nachweis darüber, wie erfogreich das Unternehmen arbeitet. Das verangen zdas z Handesgesetzbuch z z das Finanzamt, das auf der Grundage der Gewinnermittung die Steuern festsetzt. Dies betrifft Steuern wie Körperschaft-, Gewerbe-, Umsatz- und Einkom - mensteuer z z die Krankenkassen. Dieses git insbesondere für Einzeunternehmer, da je nach Gewinn die Krankenkassenbeiträge festgesetzt werden z z Banken und private Gedgeber Zu den Jahreserfogsrechnungen gehören: die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) die Gewinn-und-Verust-Rechnung (GuV) und Bianz Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) Sie git für keine Unternehmen mit einfachen und eicht überschaubaren Geschäftsprozessen, die auch edigich eine einfache Buchführung betreiben dürfen: Freiberufer Einzeunternehmer, die nicht unter die Bianzierungsvorschriften faen Gewerbetreibende bis Euro Umsatz oder Euro Gewinn Bei der EÜR handet es sich um eine einfache Gegenübersteung der betriebichen Ein nahmen und Ausgaben. Sind die Einnahmen höher as die Ausgaben, so handet es sich hierbei um einen Überschuss bzw. den Unter nehmensgewinn (oder einen Fehbetrag bzw. Verust). Wenn Sie einzene Konten (z. B. die Konten der Einnahmen pro Kunden oder die Kostenarten) prüfen, können Sie feststeen, weche Faktoren für den Gewinn oder Verust Ihres Unternehmens verantwortich sind. Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung müssen Sie einen amtichen Vordruck verwenden (s. Formuar-Management-System des Bundesministeriums der Finanzen). Wenn Ihre Einnahmen unter der Grenze von Euro iegen, können Sie Ihre Einnahmen-Über schuss -Rechnung nach einem beiebigen Giederungsschema einteien. Sie soten sich dabei an der Giederung orien tieren, die Sie auch für Ihre einfache Buchführung verwenden.

74 74 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS Die für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung erforderichen Zahen finden Sie in den Konten Ihrer einfachen Buchführung Die Gewinn-und-Verust-Rechnung (GuV) und Bianz Sie git für Kapitageseschaften, erweitert ggf. um Anhang und Lagebericht, und für Unternehmen, die zu einer doppeten Buchführung verpfichtet sind: z z ae (im Handesregister eingetragenen) Kaufeute Nicht-Kaufeute, die Umsätze von mehr as Euro im Kaenderjahr oder Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr as Euro erzieen Kapitageseschaften (GmbH und AG); sie geten immer as Kaufeute die Personengeseschaften OHG, KG und GmbH & Co. KG Die GuV stet Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Sie berücksichtigt außerdem das Unternehmens-Vermögen: so genannte Bestandsveränderungen im Unternehmen (Veränderung Ihrer Vorräte oder Ihres Warenagers), außerdem Aufträge, an denen Sie gerade arbeiten (oder die eredigt sind), für die Sie aber noch kein Ged erhaten haben, sowie steueriche Abschreibungen. Die Giederung der GuV ist festgeegt nach 275 Handesgesetzbuch (HGB). Anhand der einzenen Konten (z. B. die Konten der Einnahmen pro Kunden oder die Kostenarten) können Sie feststeen, weche Faktoren für den Gewinn oder Verust Ihres Unternehmens verantwortich sind. Insbesondere ein Vor jahres vergeich ist hierbei sehr aufschussreich. Die für die Gewinn-und-Verust-Rechnung erforderichen Zahen finden Sie in den Konten Ihrer doppeten Buchführung. Die Bianz zeigt, wie sich das Unternehmensvermögen und die Schuden im Geschäftsjahr entwicket haben: Wurden z. B. Teie des Anagevermögens, etwa Maschinen, verkauft? Wurden Kredite aufgenommen? Außerdem rechnet die Bianz das Ergebnis der Gewinn-und-Verust-Rechnung mit ein: Ein Gewinn würde das Unter nehmensvermögen steigern. Eine Bianz wird in der Rege vom Steuerberater angefertigt. Stichtag: des Fogejahres. Veröffentichung der Jahresabschüsse Pubizitätspfichtige Unternehmen müssen je nach Größe Bianz, Anhang und weitere Informationen sowoh im eektronischen Unternehmensregister as auch im eektronischen Bundesanzeiger offenegen. Pubizitäts pfichtig sind: Kapitageseschaften (GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG). Außerdem: Personen handes geseschaften (GmbH & Co. KG, OHG, KG), wenn keine natüriche Person Geseschafter ist, sowie eingetragene Genossenschaften. Keinstkapitageseschaften können wähen, ob sie ihre Jahresabschüsse beim Bundesanzeiger einreichen und offenegen oder beim Unternehmensregister hinteregen. Keinstkapitageseschaft dürfen aut 267a HGB höchstens eines der fogenden Merkmae überschreiten: Euro Bianzsumme nach Abzug eines auf der Aktivseite ausgewiesenen Fehbetrags Euro Umsatzeröse in den zwöf Monaten vor dem Abschussstichtag 10 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Abschreibungen Abgeschrieben werden nur Wirtschaftsgüter, deren Hersteungs- oder Anschaffungskosten Euro (netto) überschreiten. Unternehmerinnen und Unternehmer, die einen Computer, eine Maschine oder einen Geschäftswagen kaufen, können die Anschaffungs- oder Hersteungskosten dafür auf mehrere Jahre steuerich aufteien. Die jährichen Abschreibungsbeiträge verringern das Be triebsergebnis, so dass das Unternehmen weniger Steuern zahen muss. Das Einkommensteuergesetz ( 7) egt fest, dass die Kosten für Wirtschaftsgüter auf die betriebsgewöhniche Nutzungsdauer aufgeteit werden müssen. Über wechen Zeitraum die einzenen Wirtschaftsgüter abgeschrieben werden können, steht in den AfA-Tabeen, die u. a. auf der Internetseite des Bundes finanzministeriums veröffenticht werden. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Her steungs kosten zwischen 150 und Euro iegen, geten as geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), für deren Abschreibung Sonderregeungen geten: Unternehmen können geringwertige Wirtschaftsgüter (Keinmöbe, Faxgeräte usw.) bis 410 Euro entweder sofort abschreiben oder eine Pooabschreibung für Wirtschaftsgüter zwischen 150 und Euro vornehmen.

75 7. DAS KAUFMÄNNISCHE EINMALEINS 75 EINFACHE BUCHFÜHRUNG (BEISPIEL FÜR KONTENEINTEILUNG) Einnahmen Warenverkäufe Honorare Provisionen sonstige Einnahmen = Summe Einnahmen Ausgaben Wareneinkäufe Personakosten (ink. aer Nebenkosten und Abgaben) Kfz-Kosten Büro- und Verwatungskosten (Materia, Teefon, Porto, Steuerberater usw.) Mieten (ink. Nebenkosten) Versicherungen Werbe- und Reisekosten (ink. Bewirtungsaufwand) Anschaffungen bis 410 Euro netto Finanzierungskosten (Leasingraten, Zinsen) sonstige Ausgaben = Summe Ausgaben = Überschuss (Gewinn)/Fehbetrag WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Formuar-Management-System (FMS) Bundesanzeiger

76 76 8. Die Absicherung Sicherheit für ae Fäe: Betriebiche Versicherungen Das unternehmerische Risiko, das jede und jeder Sebständige tragen muss, kann niemand versichern. Vorsorge kann jedoch jeder Unternehmer und Freiberufer gegen Schäden treffen, die beispiesweise durch Dieb stah, Wasserrohrbruch oder Fahrässigkeit entstehen. Gerade für Gründerinnen und Gründer kann der Traum vom eigenen Betrieb schne zu Ende gehen, wenn soche Pannen aus eigener Tasche bezaht werden müssen. Wo iegen meine Risiken? Bevor Gründerinnen und Gründer Versicherungen ab - schie ßen, soten sie wissen, wo die Hauptrisiken für ihr Unternehmen iegen: Ganz besonders wichtig: Wo sind die Katastrophenrisiken, die besonders große Schäden verursachen? Beispie: Betriebsunterbrechung, bei der z. B. durch den Wegfa von Kunden oder einen Maschinenschaden die Produktion Tage, Wochen oder auch Monate stisteht. Weche Versicherung? Die Qua der Wah Durch das viefätige Angebot von Versicherungsanbietern mit ihren unterschiedichen Leistungen haben Gründerinnen und Gründer die Qua der Wah. Informationen bieten hier beispiesweise Unternehmer aus der geichen Branche oder dem geichen Arbeitskreis. Unabhängige Institutionen wie der Deutsche Versicherungs-Schutzverband (DVS) hefen bei der Auswah geeigneter Versicherungsunternehmen. Schadensverhütung spart Ged Ein bewusstes Risiko-Management im Versicherungsbereich, das Schäden vermeidet, wird von keinen und mitteren Unternehmen vie zu sehr vernachässigt. Für Maßnahmen zur Schadensverhütung gewähren Versiche rungen Prämienrabatte. Wenn für einen gewissen Zeitraum keine Schadensfäe aufgetreten sind, kann mit dem Versi che rer ein weiterer Rabatt vereinbart werden.

77 8. DIE ABSICHERUNG 77 VORSICHT BEI LANGFRISTIGEN VERTRÄGEN Gründerinnen und Gründer wissen in der Rege nicht, wie sich der Versicherer z. B. im Scha dens fa verhät. Hinzu kommt, dass man nicht sicher sein kann, ob sich das eigene Unternehmen tatsächich am Markt haten wird. Um fexibe zu beiben, ist der Abschuss kurzfristiger Verträge sinnvo. Aso Jahresverträge mit der Option auf Verängerung, wenn nicht vor Vertragsende gekündigt wird. Die wichtigsten betriebichen Versicherungen für Sebständige: Betriebshaftpfichtversicherung Schäden gegenüber Dritten werden durch die Betriebshaftpfichtversicherung abgedeckt. Für Ingenieure, Architekten und Maker gibt es speziee Berufs- bzw. Vermögensschadenhaftpfichtversicherungen. Betriebs-Unterbrechungsversicherung (BU-Versicherung/Kein-BU-Versicherung/Praxisausfaversicherung) Feuer, Maschinen-, EDV- und Teefonausfa, Montageund Transportschäden sowie Personaausfa können den gesamten Betrieb ahmegen. Soange keine Erträge erwirtschaftet werden können, kommt die BU-Versi cherung bis zum Wiederaufbau des Betriebs für die aufenden Kosten wie Löhne, Gehäter, Miete und Zinsen usw. auf. Eementar-BU-Versicherung für Geschäfte und Gewerbebetriebe Sie versichert die Fogen von Naturereignissen wie Überschwemmung, Lawinen, Erdrutsch usw. Berufshaftpficht- bzw. Vermögensschadenhaftpfichtversicherung Für Diensteistungsunternehmen und Freie Berufe. Sie schützt vor den finanzieen Fogen eines Berufsversehens, wie beispiesweise fasche Beratung, Begutachtung. Sachversicherung Absicherung von Vermögenswerten im Fa von Brand, Einbruchdiebstah, Leitungswasser u. a. Eektronik-Versicherung Durch unsachgemäßen Gebrauch, Kurzschuss, Feuchtigkeit, Sabotage usw. können Schäden an EDV-Anagen, Teefonanagen oder bürotechnischen Anagen entstehen. Feuerversicherung Schäden, die durch Brand, Bitzschag, Exposion oder Fugzeugabsturz entstanden sind, werden durch die Feuerversicherung reguiert. Dies betrifft Schäden an der technischen und kaufmännischen Einrichtung, an Waren, an fremdem Eigentum usw. Kfz-Haftpfichtversicherung Sie kommt für ae Schäden an Personen, Sachen und Vermögen auf, die der Fahrer gegenüber Dritten ver - ursacht hat. Schäden am eigenen Fahrzeug sind über die Tei- und Vokaskoversicherung gedeckt; auch dann, wenn der Versicherte den Unfa sebst verschudet hat. Produkt-Haftpfichtversicherung Mit der Betriebshaftpficht sote eine Produkt-Haftpfichtversicherung kombiniert werden. Sie tritt in Kraft, wenn Dritte durch feherhafte Produkte Schaden ereiden. Sinnvo ist dies für Hersteer, Lieferanten, Lizenznehmer, Importeure. Umwethaftpficht-Versicherung Mit der Betriebshaftpficht kombiniert ist in der Rege die Umwethaftpficht-Versicherung. Die Umwet haftpficht schützt vor Schadenersatzansprüchen, wenn durch den Betrieb Boden, Wasser, Luft verunreinigt wurden. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Betriebiche Versicherungen Deutscher Versicherungs-Schutzverband e.v.

78 78 8. DIE ABSICHERUNG Und sebst? Persöniche Absicherung für Unternehmer Eine angwierige Krankheit oder ein schwerer Unfa können den Unternehmer in große finanziee Schwierig keiten bringen und das Aus für sein Unternehmen bedeuten. Genauso wichtig ist die finanziee Aters vorsorge. Sie soten daher geich zu Beginn Ihrer Sebständigkeit an eine geeignete persöniche Risiko- und Atersvorsorge denken. Darüber hinaus soten Sie aber auch noch an einen weiteren Punkt denken: Was ist, wenn Sie Ihre berufiche Sebständigkeit frühzeitig wieder aufgeben woen oder gar müssen? Diese Versicherungen brauchen Sie: Krankenversicherung Sebständige sind, wie ae Bürgerinnen und Bürger, verpfichtet, sich entweder über eine gesetziche oder private Krankenversicherung abzusichern. Wer zuvor soziaversicherungspfichtig beschäftigt oder beitragsfreies Mitgied in der Famiienversicherung war, kann zwischen einer privaten Kran ken ver si cherung und einer freiwiigen Mitgiedschaft in der gesetzichen Krankenversicherung wähen. Der Schritt in die berufiche Sebständigkeit muss der gesetzichen Krankenversicherung gemedet werden. Sebständige, die ohne anderweitige Absicherung im Krankheitsfa sind und die zuetzt privat krankenversichert waren oder der privaten Krankenversicherung (PKV) zuzuordnen sind, können sich im Basistarif, bei dem es weder Risikozuschäge noch Leistungsausschüsse gibt, versichern. Private oder gesetziche Krankenversicherung: Wer sich für eine private Kranken versi cherung entscheidet, hat keine Mögichkeit mehr, in die gesetziche Krankenversicherung zurückzukehren, soange er oder sie sebständig ist. Bedenken Sie auch, dass Sie im Fa einer Famiiengründung in der privaten Krankenversicherung grundsätzich für jedes Mitgied Beiträge zahen müssen, während in der gesetzichen Krankenversicherung grundsätzich die Mögichkeit einer Famiienversicherung und damit Beitragsfreiheit für den Ehepartner und die Kinder besteht, soweit die Voraussetzungen dafür erfüt sind, z. B. bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Geringere Beiträge für hauptberufich Seb stän dige: Sowoh Bezieher des Gründungszuschusses as auch Keingewerbetreibende können unter bestimmten Voraussetzungen bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Zahung des Mindestbei trages steen. In diesem Fa wird eine abgesenkte Mindestbemessungsgrundage as Bezugsgröße herangezogen. Famiienversicherung: Teizeitsebständige, deren Gesamteinkommen einen bestimmten Betrag nicht übersteigt, dürfen beitragsfrei in der Famiienversicherung beiben. Kranken(tage)ged As Sebständiger können Sie mit Ihrer gesetzichen oder privaten Krankenkasse einen Vertrag über Krankenged bzw. Krankentageged abschießen und damit Einkommenseinbußen ausgeichen. Das gesetziche Krankenged wird ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit oder stationären Behandung bezaht. Entsprechende Wahtarife ermögichen auch eine frühere Zahung. Pfegeversicherung Sebständige, die bei einer gesetzichen Kranken ver si cherung versichert sind, sind hier auch pfegever sichert. Sie können aber auch eine private Pfegever sicherung wähen. Unfaversicherung Unfaversicherungen gibt es bei der für Sie zuständigen Berufsgenossenschaft as freiwiige oder Pficht-Unternehmerversicherung, bei privaten Unfaversicherungsgeseschaften sowie bei be triebichen Gruppen unfaver sicherungen. Private betriebiche Gruppenunfaversicherungen sichern Mitarbeiter und Famiienangehörige nicht nur im Beruf, sondern auch in der Freizeit ab. Aters- und Hinterbiebenenabsicherung Die Ansprüche an die gesetziche Rentenversicherung, die man sich in der Zeit as Arbeitnehmer erworben hat, beiben erhaten. Überegen Sie, ob eine weitere freiwiige Mitgiedschaft in der ge setzichen Rentenversicherung sinnvo ist. Um im Ater ausreichend abgesichert zu sein, soten Sie aber auch für weitere Rück agen sorgen: durch Gedanagen wie Sparverträge, kapitabidende Lebens versi cherun gen oder eine private Rentenversicherung. Für einige sebständig Tätige besteht Versicherungspficht in der gesetzichen Rentenversicherung. Dazu zähen beispiesweise Handwerker, Hebammen, Lehrer, Künster und Pubizisten. Eine Aufistung versicherungspfichtiger Sebständiger finden Sie in 2 Soziagesetzbuch VI (www.gesetze-im-internet.de). Informationen bietet auch die Deutsche Rentenversicherung Bund.

79 8. DIE ABSICHERUNG 79 Pfändungsschutz für die Atersvorsorge In Fae eines Faes können Vermögenswerte ge pfändet werden. Für die Atersvorsorge Sebstän diger gibt es aerdings einen Pfändungsschutz. Seite 95 Erwerbsminderungs- oder Berufsunfähigkeits-Versicherung Gesetziche Rentenversicherung: Wer aus gesundheitichen Gründen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr arbeiten kann, erhät eine gesetziche Rente wegen Erwerbsminderung; vorausgesetzt, Sie haben in den etzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Kaendermonate Pfichtbeiträge gezaht und die Wartezeit von fünf Jahren erfüt. Auf die Wartezeit werden ae Beitragszeiten (Pfichtbeiträge und freiwiige Beiträge) angerechnet. Private Versicherungen: Ergänzend soten Sie prü fen, ob es für Sie sinnvo ist, eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung ab zuschießen. Meist handet es sich um Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen zur Lebens-, Renten- oder Risikoebensversicherung. Arbeits osenversicherung für Sebständige Um sich as berufich Sebständiger freiwiig in der Arbeits osenversicherung weiterversichern zu können, müssen Sie fogende Voraussetzungen erfüen: Sie müssen vor Aufnahme Ihrer Tätigkeit innerhab der etzten 24 Monate mindestens 12 Monate in einem versicherungspfichtigen Beschäftigungsverhätnis gestanden haben. Es wird auch der Bezug einer Entgetersatzeistung wie z. B. Arbeitsosenged unmittebar vor der Sebständigkeit akzeptiert. Antragsteung: Die Versicherungspficht auf Antrag in der Arbeitsosenversicherung wird bei der Arbeits agentur am Wohnort beantragt. Der Antrag muss innerhab von drei Monaten nach Aufnahme der Sebständigkeit gestet werden. Eternged Auch Sebständige haben Anspruch auf Eternged. Grundage für die Höhe ist die Einkommensteuer erkärung. Um Ihren Betrieb aufrechtzuerhaten, können Sie auch während des Bezugs von Eternged as Sebständige mit haber Kraft weiter tätig sein. Sie dürfen bis zu 30 Stunden wöchentich in Ihrem Unternehmen arbeiten. Der Gewinn aus dieser Teizeitsebständigkeit wird mit dem Eternged verrechnet. Künstersoziakasse Über die Künstersoziakasse werden sebständige Künster und Pubizisten gesetzich renten-, krankenund pfegeversichert. Es handet sich um eine Pfichtversicherung. Das heißt, wer die Voraussetzungen für die Aufnahme in die KSK erfüt, muss sich dort auch versichern. Der besondere Puspunkt der Künstersoziaversicherung ist: Sie zahen wie ein Arbeitnehmer nur etwa die Häfte der Versicherungsbeiträge. Den anderen Beitragsantei trägt die Künstersoziakasse. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Existenzgründungsporta Versicherungen/Vorsorge Bundesministerium für Famiie, Senioren, Frauen und Jugend Bundesministerium für Gesundheit Bundesministerium der Justiz Zwangsvostreckung und Pfändungsschutz Deutsche Gesetziche Unfaversicherung Deutsche Rentenversicherung Künstersoziakasse Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. Verbraucherzentraen in Deutschand

80 80 9. Das Unternehmen führen Kunden und Konkurrenz immer im Bick: Marketing Im Fachbegriff Marketing steckt das Wort Markt. Marketing umfasst aes, was den Absatz auf Märkten fördert. Es bezeichnet jedes unternehmerische Panen und Handen, das sich am Markt orientiert. Um Marketing zu betreiben, brauchen Sie nicht unbedingt wissenschaftiche Methoden zu kennen. Viees geschieht mit Hife genauer Beobachtung und indem Sie sich in Ihre zukünftigen Kunden hineinversetzen. Marketing ist mehr as Werbung Viefach wird Marketing mit Werbung geichgesetzt. Das ist fasch. Zwar gehört Werbung zum Marketing, doch erfogreiches Marketing beginnt vie früher. Marketing muss fogende Fragen beantworten: z z Wie kann Ihr Unternehmen Kundenwünsche durch entsprechende Produkte oder Diensteistungen erfüen? Weche Eigenschaften muss Ihr Produkt bzw. Ihre Diensteistung haben, um es bzw. sie erfogreich zu verkaufen? Wer und wie sind Ihre Kunden? Wie stark ist Ihre Konkurrenz? z z Wechen Preis können oder woen Sie für Ihr Produkt bzw. Ihre Diensteistung verangen? z z Wie woen Sie mit Ihrem Produkt bzw. Ihrer Diensteistung zum Kunden geangen (Vertrieb bzw. der Verkauf)? zmit z wechen Mitten von Werbung/Kommunikation woen Sie den Kunden die Vorteie Ihres Produkts bzw. Ihrer Diensteistung vermitten? Produkteigenschaften Sie können ein Produkt oder eine Diensteistung nur dann verkaufen, wenn dafür ein Bedarf besteht (oder Sie einen Bedarf dafür wecken). Das Marketing nennt diesen Bedarf

81 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 81 Kundennutzen. Dabei kann ein Nutzen vieerei sein: Ihr Produkt kann dabei hefen, ein Probem zu ösen. Es kann dabei unterstützen, eine Aufgabe oder Arbeit eichter oder besser zu eredigen. Der Nutzen kann auch darin iegen, Spaß und Lebensfreude zu vermitten. Mindestens einen Nutzen sote Ihr Produkt oder Ihre Diensteistung haben. Wechen Nutzen auch immer Sie anbieten woen: Sie müssen genau wissen, weche Probeme bzw. Wünsche Ihre Kunden haben. Kunden Ein Kunde wird sich nur dann für Ihr Produkt bzw. für Ihre Diensteistung entscheiden, wenn es bei ihm einen Bedarf dafür gibt, wei sie ihm einen Nutzen versprechen. Einen sochen Nutzen können Sie ihm aber nur dann anbieten, wenn Sie sich an den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden orientieren. Um diese Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigen zu können, benötigen Sie genaue Informationen darüber, wer Ihre Kunden sind und was sie (von Ihnen) erwarten. Konkurrenz Entscheidend ist: Ihr Angebot sote anders und/oder besser sein as das Ihrer Konkurrenz. Dafür benötigen Sie eine genaue Bestandsaufnahme über Ihre (zukünftigen) Konkurrenten. Sie müssen wissen, was genau Ihre Kunden wünschen und was ihnen Ihre Konkurrenten bereits anbieten. Wer sind Ihre Konkurrenten? Wechen besonderen Nutzen bieten sie den Kunden an? Wo sind Ihre Konkurrenten besser as Sie? Wo können Sie besser werden as Ihre Konkurrenten? Dabei wird der Markt durch die Gobaisierung der Wirtschaft immer größer. Immer mehr Mitbewerber kommen as Konkurrenten infrage. Das Zie, zumindest in einem Punkt besser zu sein, wird darum immer wichtiger. Dies git ganz besonders für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen, die auf ihrem Markt erst einma Fuß fassen woen. Preisgestatung Wer etwas verkaufen wi, muss sicher sein, dass er es zu dem verangten Preis os wird. Geichzeitig muss er vom Erös eben können. Das praktische Preis-Marketing sucht den optimaen Absatzpreis für ein Produkt oder eine Diensteistung. Dabei geht es nicht nur um die Höhe des konkreten Verkaufspreises. Dazu kommen Liefer- und Zahungsbedingungen, ggf. Rabatte. Vertrieb Wer sein Produkt oder seine Diensteistung verkaufen wi, muss seine Kunden erreichen: die richtige Kun den gruppe, auf dem richtigen Weg, in ausreichender Menge und pünktich zur vereinbarten Zeit. Sie können Ihre Angebote (je nach ihrer Art) auf unterschiedichen Wegen vertreiben, die mit unterschiedichem Aufwand und unterschiedichen Kosten verbunden sind. Fremdvertrieb Fremdvertrieb wird über so genannte Absatz mitter, aso z. B. Groß- oder Einzehänder, abge wicket. Der Fremdvertrieb eignet sich vor aem dafür, Angebote schne und fächendeckend unters Vok zu bringen. Sie soten aber sicher sein, dass Ihre Vertriebspartner in den Ziemärkten wirkich zu Hause sind. Direktvertrieb Nur im Direkt- bzw. Eigenvertrieb können Sie gewähreisten, dass Ihre Kunden Ihre besondere Kompetenz garantiert wahrnehmen (z. B. bei der Vorsteung technisch anspruchsvoer und erkärungsbedürftiger Produkte). Vertrieb über das Internet Der Vertrieb über das Internet kann den hohen Aufwand an Zeit und Kosten, die für einen traditioneen Vertrieb anfaen, deutich reduzieren. Wege des eektronischen Vertriebs sind z. B. Onine-Shops, virtuee Kaufhäuser, Suchmaschinen, Kataoge, Portae, Marktpätze. Export Der Vertriebsweg in den Export sote sorgfätig vorbereitet werden. Besonders wichtig ist: Wähen Sie Ihre Partner sorgfätig aus. Der Vertrieb vor aem der Fremdvertrieb ist heute oft das Teuerste an einem Produkt. In einigen Branchen machen die Hersteungskosten nur ca. 10 Prozent des Endpreises aus. Der Löwenantei der anfaenden Kosten entfät auf Transporte, Händerrabatte oder Provisionen. Dies zeigt, dass der Vertrieb aufwändig ist und nicht unterschätzt werden darf. Panen Sie aso sorgfätig. Verkaufsfördernde Maßnahmen Service und Kundendienst Viee Kunden entscheiden sich heute für Anbieter, die einen Service oder Kundendienst anbieten. Verstehen Sie sich as Probemöser Ihrer Kunden. Bieten Sie im Unterschied zur Konkurrenz einen Zusatznutzen an.

82 82 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Kuanz Eine Garantie auf Produkte oder Diensteistungen gehört heute zur Standardausstattung eines Angebots. Es überzeugt die Devise Bei Nichtgefaen Ged zurück. Wer sich aso für Sie entscheidet, geht kein Risiko ein. Finanziee Anreize und Rabatte Besondere finanziee Kauf-Konditionen ocken Kunden (fast immer) an. Autohäuser bieten beispiesweise günstige Kredite, nehmen At-Autos in Zahung. Wichtiger noch sind Rabatte. Sie werden in der Rege auf größere Mengen einer Ware oder bei schneer Bezahung (Skonto) gewährt. Werbung und Kommunikation Kunden kaufen nur Produkte oder Diensteistungen, die sie kennen. Dies git sowoh für neue as auch für bereits ge - wonnene Kunden, die Sie nicht an die Konkurrenz verieren soten. Gerade in neu gegründeten Unternehmen manget es meist an übersichtichen und aussagekräftigen Informationen über das kon krete Unternehmens-Angebot. Lassen Sie wenn mögich auf jeden Fa etwas von sich sehen oder hören. Schon das kann der erste Wettbewerbsvortei vor den Konkurrenten sein, die dies nicht tun. Unternehmensidentität (corporate identity) Verhefen Sie Ihrem Unternehmen zu einem indivi du een und (wieder)erkennbaren Erscheinungsbid. Durch ein bestimmtes Leitbid, einen bestimmten Kommunikationssti mit Ihren Kunden und ein ein heit iches Design nehmen Ihre (potenzieen) Kunden Ihr Unternehmen mit eigenem Charakter wahr. Messen, Tagungen, Kongresse Nutzen Sie diese Veranstatungen, um Ihr Angebot zu prä sentieren und mit Kunden ins Gespräch zu kommen. Mediawerbung Anzeigen oder Prospektbeiagen in Tageszeitungen, Fachzeitschriften, IHK-Zeitschriften erreichen jeweis den gesamten Leserkreis. Tipp: Mit regemäßigen Keinanzeigen können Sie größere Effekte erzieen as mit einer einmaigen großen Anzeige. Geeignet sind darüber hinaus Kino- und Hörfunkspots. Großfächen-Pakate Damit erreichen Sie erfahrungsgemäß die meisten Menschen. Aerdings haben Sie hier weniger die Geegen heit, mit Ihrer Information in die Tiefe zu gehen. Presseveröffentichungen Zu besonderen Anässen (Eröffnung, Jubiäum, neues Angebot usw.) soten Sie die okae Presse informieren oder einaden. z z Anzeigenbätter Der große Vortei der Anzeigenbätter ist: Auch wenn sie redaktione nicht sehr anspruchsvo sein mögen, so werden sie doch kostenos in jeden Haushat geiefert. Verkehrsmittewerbung Aufschriften auf Ihrem Geschäftswagen, aber ggf. auch auf Bussen, Straßenbahnen oder Taxis erreichen viee Menschen. Wurfzette Wurfzette können Sie bei Bedarf schne hersteen und verteien assen (z. B. durch Schüer-Aushifen). Aber: Sie wirken weniger seriös as z. B. Prospekte. Tag der offenen Tür Er bietet Ihnen die Geegenheit, Ihrer Kundschaft z. B. mit einer Aussteung Ihre Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Nicht nur beim Unternehmensstart, sondern ggf. einma im Jahr soten Sie Ihre (potenzieen) Kunden zu sich einaden. Prospekte und Referenzmappen Professionee Unteragen mit Fotos sind eine hochwertige Imagewerbung. Sie soten darum nicht mit der Gießkanne, sondern geziet an bekannte Kunden verteit werden. Werbebriefe Sie sind eine sehr persöniche Art, Kontakt zu Ihrer Kundschaft zu haten. Schreiben Sie Ihren Kunden: eine Information über ein besonderes Angebot oder aber einen Geburtstagsgruß. Kundenzeitschrift, (E-Mai-)Newsetter, Erfahrungsberichte Damit haten Sie Kontakt zu Ihren Kunden und pfegen Ihr Image. Erzähen Sie Ihren Stammkunden, was es Neues in Ihrem Unternehmen gibt. Werbegeschenke Keine Geschenke mit dem Namen Ihres Unternehmens bedruckt soen Ihre Kunden unaufdringich an Sie erinnern. Veranstatungen Aussteungen, Musikveranstatungen usw. in Ihrem Unternehmen (oder von Ihnen organisiert) machen Kunden und Presse geziet auf Sie aufmerksam.

83 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 83 Internet Das Internet bietet Ihnen eine Viezah von Mögichkeiten. Sie können Ihr Unternehmen auf Ihrer Homepage und in den sog. Soziaen Netzwerken bzw. Socia Media präsentieren, Ihre Kunden regemäßig über neue Angebote informieren und/oder einen Onine-Shop eröffnen. GESETZLICHE AUFLAGEN BEACHTEN Informieren Sie sich, ob es eventuee Einschränkungen für Ihre gepanten Werbemaßnahmen gibt. Bei Maiings oder teefonischen Akquisegesprächen müssen zum Beispie die Kunden vorher ausdrückich zustimmen. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Absatz panen (Marketing) Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 20 Marketing Rechnen Sie mit dem Finanzamt: Steuern Speziee steueriche Vergünstigungen für Gründerinnen und Gründer gibt es nicht. Sie sind daher zunächst wie ae anderen Steuerzaher darauf angewiesen, die bestehenden Steuergesetze optima für ihre Situation zu nutzen. As Sebständige bzw. Sebständiger haben Sie es mit einer ganzen Reihe von Steuern zu tun: Einkommensteuer Die Einkommensteuer richtet sich nach dem persön ichen Gewinn, den Sie (nach Abzug aer Betriebs ausgaben) mit Ihrem Unternehmen erwirtschaften. Im ersten Jahr Ihrer Sebständigkeit geht das Finanzamt dabei von Ihren Angaben über den erwarteten Gewinn aus. Von dem zu versteuernden Einkommen beibt ein Grundfreibetrag steuerfrei. Einkommen, das über dem Grund freibetrag iegt, muss versteuert werden. Das Finanzamt egt jährich eine bestimmte Summe fest, die Sie as Vorauszahung viertejährich überweisen müssen. Die Steuererkärung für das gesamte Kaenderjahr wird im Fogejahr erstet und die Steuerschud mit den Vorauszahungen verrechnet. Körperschaftsteuer Die Körperschaftsteuer fät ausschießich für Kapitageseschaften (GmbH, UG [haftungsbeschränkt], AG) oder Genossenschaften an, genauer: auf deren Gewinn. Dieser Gewinn kann ausgeschüttet werden oder aber im Besitz der Geseschaft beiben. Ae Gewinne werden mit 15 Prozent besteuert. Körperschaftsteuer müssen Sie pro Viertejahr an das für Ihr Unternehmen zuständige Finanzamt vorauszahen. Eine Jahresabrechnung erfogt mit Ihrer Körper schaftsteuer-erkärung nach Abauf des Kaenderjahres. Lohnsteuer Lohnsteuer müssen Sie einbehaten und an das Finanz amt weitereiten, wenn Sie Mitarbeiter/-innen beschäftigen. Dazu gehört auch der Geschäftsführer einer GmbH. Gewerbesteuer Gewerbesteuer müssen Sie bezahen, wenn Sie ein Gewerbe betreiben, aso keine freiberufiche Tätigkeit ausüben. Die Gewerbesteuer wird von den Kommunen auf den Gewerbeertrag eines Unternehmens erhoben. Die etztendiche Höhe wird von diesen auch sebst festgesetzt. Die Gewerbesteuer ist abhängig vom Gewerbeertrag eines Betriebes, wobei natüriche Personen und Personengeseschaften einen Freibetrag von Euro pro Jahr getend machen können. Bei Kapitageseschaften beträgt der Freibetrag Euro. Gewerbesteuer müssen Sie pro Quarta vorauszahen. Die Gewerbesteuer kann nicht as Betriebsausgabe bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer abgesetzt werden. Umsatzsteuer/Vorsteuer Die Umsatzsteuer (oder auch Mehrwertsteuer) wird auf (fast) jeden getätigten Umsatz fäig, aso immer dann, wenn Sie Waren oder Leistungen verkaufen. Der agemeine Satz beträgt 19 Prozent, der ermäßigte Satz 7 Pro zent (z. B. Hoteiers, Journaisten). Ausgenommen sind die typischen Umsätze bestimmter Berufsgruppen (z. B. Ärzte, Physiotherapeuten). Vorsteuer zahen Sie für (fast) ae unternehmensbezogenen Einkäufe. Achten Sie darauf, dass diese auf den Rechnun gen, die Sie bezahen müssen, extra ausgewiesen ist (as Umsatzsteuer).

84 84 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN In der Umsatzsteuer-Voranmedung geben Sie sowoh die Umsatzsteuer an, die Sie eingenommen haben, as auch die Vorsteuer, die Sie bei Ihren Einkäufen bezaht haben. An das Finanzamt abgeführt wird dann nur die Differenz aus Umsatzsteuer und Vorsteuer. In den ersten zwei Kaenderjahren nach der Gründung müs - sen Sie Ihre Umsatzsteuer-Voranmedungen monatich bis zum 10. des Fogemonats abgeben und den sebst berechneten Steuerbetrag an das Finanzamt ab führen. Auf Antrag kann das Finanzamt Ihnen einen Monat Fristverängerung gewähren. Die Umsatz steuer-voranmedung müssen Sie auf eektronischem Wege beim Finanzamt abgeben. Den amtich vorgeschriebenen Vordruck finden Sie unter Damit Sie Ihren neuen Steuerpfichten nachkommen können, müssen Sie z z Geschäftsunteragen und ae geschäftichen Beege aufbewahren, auch die für die Vorbereitung Ihrer Existenzgründung, z. B. Reisekosten und Beratungshonorare. Soche Voraufkosten sind bereits Betriebsausgaben und können steuermindernd wirken. z z Geschäftsvorgänge sorgfätig aufzeichnen und Steuererkärungen abgeben. Steuer-Vorauszahungen eisten und Steuerbescheide bezahen. z z je nach Höhe des Gewinns und der Höhe der Vorauszahungen eventue Steuern an das Finanzamt nachzahen. Keinunternehmerregeung As Keinunternehmer können Sie sich von der Um satz steuer befreien assen (Umsatzsteuergesetz 19). Ihre Umsätze dürfen im vorangegangenen Kaenderjahr Euro nicht überstiegen haben und im aufenden Kaenderjahr voraussichtich Euro nicht übersteigen. As Keinunternehmer dürfen Sie auf Ihren Rechnun gen keine Umsatzsteuer ausweisen. Fogich können Sie auch nicht die Vorsteuer eingehender Rechnungen beim Finanzamt getend machen. Wenn aufgrund von Investitionsaufwendungen hohe Vorsteuer beträge anfaen, soten Sie überegen, ob Sie besser auf die Keinunternehmerregeung verzichten soten. Kirchensteuer Angehörige der evangeischen oder kathoischen Kirche müssen mit den Einkommensteuer-Vorauszahungen Kirchensteuer zahen. Die Höhe hängt von der Einkommensteuer und dem Kirchensteuersatz der einzenen Bundesänder ab. Soidaritätszuschag Bei Einkommen- und Körperschaftsteuer fät jeweis noch der Soidaritätszuschag an. Vermeiden Sie typische Feher: fasche Rechtsform, z. B. GmbH: Für Geschäftsführergehat muss Lohnsteuer abgeführt werden, auch wenn kein Gewinn erziet wird zu niedrige Steuervorauszahung führt unter Umständen zu hohen Steuernachzahungen fehende Arbeitsverträge und Darehensverträge von (mithefenden) Famiienangehörigen Fristverängerung zur Voranmedung der Umsatzsteuer führt zu verspäteter Vorsteuererstattung Umsatzsteuer ist auf Beegen nicht oder feherhaft ausgewiesen Vorsteuerabzug wird nicht anerkannt feherhafte Buchführung kann zu verspäteter Umsatzsteuerzahung führen Aein werden Sie sich im Dickicht der Steuer-Bestimmungen und Formaitäten kaum zurechtfinden. Sie könnten fogenschwere Feher machen. Darum: Suchen Sie sich schon in einem frühen Stadium Ihrer Existenzgründung einen Steuerberater! In der Rege zaht ein junges Unternehmen in der Anfangsphase keine oder nur wenige Steuern, wei die Einnahmen in der Rege noch nicht so hoch sind. Wenn aber Ihre Geschäfte später gut aufen, kann es Ihnen passieren, dass das Finanzamt im dritten oder vierten Jahr etwa die Steuerforderungen drastisch erhöht. Wenn dann zur geichen Zeit z. B. noch eine Nachzahung ansteht, geraten Sie schne in finanziee Schwierigkeiten. Darum: Legen Sie Ihre zu erwartenden Steuerzahungen auf die hohe Kante. Beachten Sie dabei, dass Sie die Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbe steuer viertejährich zahen müssen! WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Steuern bezahen Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 09 Steuern

85 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 85 So gut wie Ihre Mitarbeiter: Persona Das Thema Persona wird von den meisten Gründerinnen und Gründern stiefmütterich behandet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden aber zunehmend zum entscheidenden Faktor im Wett bewerb. Nur die Unternehmen werden sich dauerhaft einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen, die über quaifiziertes und motiviertes Persona verfügen. Viefätige Arbeitsverhätnisse zminijobber z Minijobber erhaten ein regemäßiges Arbeitsentget, das monatich 450 Euro nicht überschreitet. As Arbeitgeber meden Sie Ihre(n) Minijobber bei der Minijob-Zentrae der Knappschaft-Bahn-See und bei der gesetzichen Unfaversicherung (Berufsgenossenschaft) an. Außerdem entrichten Sie monatich eine Pauschae (u. a. zur Renten- und Krankenversicherung) an die Minijob-Zentrae. Beschäftigung in der Geitzone (zwischen 450,01 und 850 Euro monatich) Der Arbeitgeber zaht die Häfte des reguären Soziaversicherungsbeitrags. Der Arbeitnehmer ist versicherungspfichtig in aen Zweigen der Soziaversicherung, zaht aber nur einen verminderten Beitragssatz. Es besteht aerdings die Mögichkeit, den Beitrag zur Rentenversicherung dem tatsächichen Arbeitsentget entsprechend aufzustocken. Hinzu kommt ein progressiv steigender Lohnsteuersatz, je nach Höhe des Lohns und der Lohnsteuerkasse. Kurzfristige Beschäftigungen Eine kurzfristige Beschäftigung umfasst einen Zeitraum bis zu zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kaenderjahr. Sie ist weder für den Arbeitnehmer noch für den Arbeitgeber soziaversicherungspfichtig. Die Höhe des Arbeitsentgets spiet dabei keine Roe. Je nach Vereinbarung muss der Arbeitsgeber eine pauschae Lohnsteuer ab führen. Teizeitarbeit In Betrieben mit mehr as 15 Vozeitbeschäftigten besteht ein Anspruch auf Teizeitarbeit. Bei der Berechnung der Zah der Vozeit beschäftigungs verhätnisse werden Auszubidende nicht eingerechnet. Teizeitkräfte mit bis zu 20 Wochenarbeitsstunden werden nur zur Häfte mitgezäht, Teizeitkräfte mit bis zu 30 Wochenarbeitsstunden zu drei Vierten. Voraussetzung: Das Ar - beitsverhätnis besteht änger as sechs Monate. Ausnahmen geten bei Beeinträchtigungen des Betriebs und bei unverhätnismäßigen Kosten. Nähere Informationen finden Sie im Gesetz über Teizeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG). Befristete Arbeitsverhätnisse Ein Arbeitsvertrag kann auch nur für eine be stimm te Zeit abgeschossen werden, aerdings nur dann, wenn dafür die Voraussetzungen des Teizeit- und Befristungsgesetzes gegeben sind. Die Befristung eines Arbeitsverhätnisses ist mög ich, wenn dafür ein sachicher Grund voriegt: z. B. ein vorübergehender betriebicher Bedarf (v. a. Kampagnen, Saisonarbeitspätze), eine Be fris tung im Anschuss an eine Ausbidung oder ein Studium, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschussbeschäftigung zu ereichtern oder bei Vertretung eines Arbeitnehmers, der z. B. wegen Eternzeit oder ängerer Krankheit abwesend ist. Ohne sachichen Grund ist die Befristung eines Arbeitsverhätnisses bis zu zwei Jahre mögich. In den ersten vier Jahren nach der Unternehmensgründung kann ein Arbeitsverhätnis sogar auf bis zu vier Jahre befristet werden. Das git aerdings nicht für Neugründungen, die aus einer rechtichen Umstrukturierung eines bestehenden Unternehmens hervorgehen. Über 52-Jährige, die mindestens vier Monate arbeitsos oder in öffentich geförderten Beschäftigungsmaßnahmen waren, können bis zu fünf Jahre befristet eingestet werden. Vozeitarbeitsverhätnis Es handet sich um ein soziaversicherungspfichtiges Arbeitsverhätnis und umfasst die gesamte Arbeitszeit des Arbeitnehmers. Arbeitnehmerüberassung (Leiharbeit) Bei der Arbeitnehmerüberassung vereiht ein Arbeitgeber (Vereiher) einen Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) an einen Dritten (Enteiher), um bei diesem zu ar beiten. Der Leiharbeitnehmer steht in einem Arbeits verhätnis zum Vereiher. Der Enteiher zaht dem Vereiher einen vereinbarten Stundensatz. Teearbeit Arbeitnehmer haben in diesem Fa ihren Arbeitspatz in der Rege entweder zu Hause oder beim Kunden. Mit Hife moderner Informations- und Kommunikationstechnoogien sind sie mit dem Unternehmen verbunden.

86 86 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Arbeitspätze für behinderte Menschen Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen ausbiden und beschäftigen möchten, können sich von ihrem Integrationsamt Ansprechpartner für Beratung und Hife vor Ort benennen assen. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Arbeitsverhätnisse Förderdatenbank des Bundes Bundesministerium für Arbeit und Soziaes Arbeitsrecht Bundesagentur für Arbeit Minijob-Zentrae Ihre Pfichten as Arbeitgeber Anmedung As Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie zu nächst bei der Agentur für Arbeit eine Betriebsnummer beantragen. Sie ist Grundage für die Medung zur Soziaversicherung. Mit ihr werden die Beschäftigten bei der Krankenkasse an- und abgemedet sowie die Beiträge zur Kranken-, Renten- und Ar beitsosenversicherung abgerechnet. Außerdem ist sie für betriebsbezogene Arbeitsgenehmigungen oder Unfaanzeigen an die Berufsgenossenschaft erforderich. Auch wenn Sie einen schon bestehenden Betrieb übernehmen, müssen Sie eine neue Betriebsnummer beantragen, da sie an den Inhaber eines jeden Betriebes gebunden ist. Geichzeitig erhaten Sie auch ein Schüsseverzeichnis über die Art der versicherungspfichtigen Tätigkeiten, die Sie für die Anmedung zur Berufsgenossenschaft benötigen. Außerdem müssen Sie Ihre Beschäftigten bei der Krankenkasse zur Renten-, Kranken-/Pfege- und Arbeitsosenversicherung anmeden. Dazu kommt die zuständige Berufsgenossenschaft (gesetziche Unfaversicherung). Geringfügig oder kurzfristig Beschäftigte werden bei der Minijobzentrae angemedet. Gehat As Arbeitgeberin oder Arbeitgeber zahen Sie Ihren Angesteten ein Bruttogehat. Das besteht aus dem vereinbarten Nettogehat, dem Arbeitnehmerantei zur Soziaversicherung (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitsosenversicherung, Pfegeversicherung), der Lohnsteuer je nach Steuerkasse und Einkommen. Um festzusteen, wie hoch Ihre Gesamtbeastung für jeden Arbeitnehmer ist, müssen Sie zum Bruttogehat noch den Arbeitgeberantei der Soziaversicherungsbeiträge addieren: Soziaversicherung As Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie für Ihre Angesteten die Beiträge zur Kranken-, Pfege-, Rentenund Arbeitsosenversicherung berechnen und mit Hife eines Beitragsnachweises bei deren Krankenkasse meden und dorthin überweisen. Die Soziaversicherungsbeiträge tragen je zur Häfte Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ausnahmen gibt es bei Minijobs und Niedrig ohnjobs. Die Krankenkassen bieten Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ein kostenfreies Internet-Too an (sv.net), mit dem Medungen zur Soziaversicherung, Beitragsnachweise sowie Entgetbescheinigungen erstet und verschüsset über das Internet an die Krankenkassen übermittet werden können. Daneben verwatet sv.net die Medungen und Beitragsnachweise und ist in der Lage, nach Eingabe der individueen Personadaten einzener Beschäftigter deren soziaversicherungsrechtiche Beurteiung automatisch vorzunehmen. sv.net ist jedoch kein Ersatz für ein Entgetabrechnungsprogramm. Unfaversicherung Ae Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft (BG) gesetzich unfaversichert sein. Die Beiträge für die gesetziche Unfaversicherung trägt aein das Unternehmen. Die Adresse der zuständigen BG erhaten Gründer bei der Deutschen Gesetzichen Unfaversicherung (DGUV). Künstersoziaabgabe Unternehmen, die den Absatz künsterischer oder pubizistischer Leistungen ermögichen oder regemäßig von Künstern oder Pubizisten erbrachte Werke oder Leistungen für das eigene Unternehmen nutzen (z. B. Werbeagenturen, Verage, Gaerien, Ausbidungseinrichtungen), müssen eine Künstersoziaabgabe an die Künstersoziakasse abführen. Bemessungsgrundage der Künstersoziaabgabe sind ae in einem Kaenderjahr an sebständige Künster und Pubizisten gezahten Entgete. Bei den Entgeten kann es sich um Honorare, Gagen, Lizenzen, Tantiemen, Ankaufpreise und andere Formen der Bezahung handen.

87 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 87 Gesundheitsvorsorge Wenn Sie Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einsteen, müssen Sie Arbeitsstätten, Maschinen, Geräte, Anagen usw. so einrichten und unterhaten sowie den gesamten Betrieb so organisieren, dass Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer gegen Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt sind. Dazu gehören Maßnahmen, die Unfäe bei der Arbeit und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren verhüten und eine angemessene Gestatung der Arbeit ermögichen. Achten Sie deshab bei der Bereitsteung und Einrichtung von Arbeitspätzen auf die getenden Rechtsvorschriften. Sie werden sowoh vom Staat as auch von den Berufsgenossenschaften as Unfaversicherungsträger erassen. Empfehungen der Berufsgenossenschaften unterstützen Sie dabei, die Arbeit und die Arbeitsbedingungen optima zu gestaten. Die Beratung hier ist kostenos und erspart oft nachträgiche Korrekturen. WEITERE INFORMATIONEN Bundesagentur für Arbeit Deutsche Gesetziche Unfaversicherung sv.net Künstersoziakasse Unternehmen und Verwerter Minijob-Zentrae Personaauswah Geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwähen, geschieht in der Praxis häufig unsystematisch. Oder es werden dafür ungeeignete Verfahren eingesetzt. Dabei steht zur Diagnose von fachicher und persön icher Quaifikation eine Viezah von Methoden zur Verfügung. Diese Viefat ist auch erforderich: Denn jedes Verfahren nähert sich der Eignung der Bewerberin bzw. des Bewerbers auf eigene Art und Weise. Hier ein Überbick praxiserprobter Personaauswah-Verfahren (die einzen oder auch verknüpft eingesetzt werden können). Wichtige gesetziche Regeungen Agemeines Geichbehandungsgesetz (AGG) (Antidiskriminierungsgesetz): Zie ist es, Benach teii gun gen aus Gründen der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Geschechts, der Reigion oder Wetanschauung, einer Behinderung, des Aters oder der sexueen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Arbeitszeitgesetz: Bestimmung der regemäßigen Arbeitszeit mit Sonderregeungen Arbeitsstättenverordnung: Einrichtung und Unterhatung der Arbeitsstätten. Bestimmung über Raumgröße, Beeuchtung, Temperatur, Sanitärräume, Pausenräume usw. Berufsbidungsgesetz: Generee Regeungen zur Berufsausbidung Bundesuraubsgesetz: Gesetziche Regeung des Erhoungsuraubes Betriebsverfassungsgesetz: Regeung der Mitwirkungsrechte der Beschäftigten bei betriebichen Entscheidungen, Betriebsrat Heimarbeitsgesetz: Beschäftigung von Heimarbeitern, Regeung der Formaitäten Jugendarbeitsschutzgesetz: Beschäftigungsmögichkeit von Jugendichen, Ruhe- und Freizeitregeungen, Verbote für bestimmte Beschäftigungen zkündigungsschutzgesetz: z Schutz vor sozia ungerechtfertigten Kündigungen zbürgeriches z Gesetzbuch: 622 Gesetziche Kündigungsfristen, 623 Schriftform der Kündigung und des Aufhebungsvertrages, 626 fristose Kündigung aus wichtigem Grund, 629 Freizeit zur Steensuche, 630 Pficht zur Zeugniserteiung zentgetfortzahungsgesetz: z Reget Anspruch, Höhe und Dauer der Lohn-/Gehatsfortzahung während Krankheit und an Feiertagen Mutterschutzgesetz: Arbeitseinschränkungen und Kündigungsschutz für werdende Mütter Verordnung über ausändische IT-Fachkräfte: Regeung zur Arbeitsgenehmigung und die Aufenthatseraubnis für hoch quaifizierte ausändische Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnoogie Gesetz zur Geichsteung behinderter Menschen: Geichsteung und Barrierefreiheit für behinderte Menschen Teizeit und Befristungsgesetz: Regeungen zur Fexibiisierung der Arbeitszeit und zur Befristung von Arbeitsverträgen Schwerbehindertengesetz: Regeung der Beschäftigungspficht von Schwerbehinderten, besonderer Kündigungs- und Uraubsfristen Soziagesetzbuch III (SGB III): 169 ff. und 421t. Regeungen zur Kurzarbeit und Kurzarbeiterged

88 88 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Instrumente zur Auswah geeigneter Mitarbeiter Anayse schrifticher Bewerbungsunteragen Für wen? Für was? Voständigkeit der Unteragen: Formee und inhatiche Zusammensteung der Unteragen: Darsteung des Bewerbers: Massenentwurf oder Individuaität? Lebensauf: Fach- und Führungskräfte über ae Positionen, Auszubidende Die schriftichen Bewerbungsunteragen dienen meist einer ersten Auswah. Um dabei Feher zu vermeiden, sote man die Schriftstücke systematisch nach bestimmten vorher festgeegten An forderungskriterien sichten und prüfen. Liegen An schrei ben, Lebensauf, Foto und ae reevanten Bidungs- und Arbeitszeugnisse vor? Sind die Bewerbungsunteragen systematisch zusammengestet und auf die Zieposition abgestimmt? Antwortet die Bewerberin/der Bewerber auf das Anforderungsprofi? Wechen Eindruck hinterässt die Bewerberin/der Bewerber? Wird ihre/seine Motivation für die Zieposition deutich? Werden Brüche im Werdegang pausibe eräutert? Sind die Bewerbungsunteragen auf das Unternehmen und die angestrebte Position angepasst? Hat sich die Bewerberin/der Bewerber mit Position und Arbeitgeber auseinandergesetzt und Informationen recherchiert? Ist der Lebensauf systematisch aufgebaut? Weist der Werdegang Lücken auf? Werden Lücken bewusst kaschiert (z. B. berufiche, fachiche Umorientierungen)? Bewerbungsgespräch (Auswahinterview) Für wen? Für was? Fach- und Führungskräfte, Auszubidende Persöniche Einschätzung des Bewerbers Das Bewerbungsgespräch ist das kassische und häufigste Personaauswah-Verfahren. Aerdings schneidet es auf dem wissenschaftichen Prüfstand schecht ab. So zeigt sich in empirischen Untersuchungen u. a. ein geringer Zusammenhang von Interviewurtei und späterem Berufserfog. Die geringe Vorhersagegenauigkeit hat mehrere Gründe: Fehen eines standardisierten, strukturierten Abaufs Fehen eines Anforderungsprofis Redeantei der Interviewer ist meist höher as der der Bewerber Urtei wird oft in den ersten drei bis vier Minuten gefät Einsteungen des Interviewers und sein Bid, wie ein guter Bewerber aussehen so, beeinfussen die Bewertung Strukturiertes Interview: Die Treffsicherheit bei Personaentscheidungen im Interview ässt sich durch eine standardisierte Panung und Durchführung wesentich erhöhen. In einem Strukturierten Interview stet man aen Bewerbern dieseben Fragen, die sich exakt auf das Steenprofi beziehen: Wie würde die Bewerberin/der Bewerber beispiesweise ein konkretes Probem ösen oder eine bestimmte Aufgabe angehen? Zu diesem Zweck muss ein genauer Intervieweitfaden entwicket werden. Die Antworten werden während des Interviews protokoiert und anschießend ausgewertet. Wichtiger Baustein eines sochen Strukturierten Interviews ist auch, dass geschute Interviewer das Gespräch nach dem Vieraugenprinzip führen (zwei Interviewer zur geichen Zeit). Assessment-Center (AC) Für wen? Für was? Interne und externe Bewerber Überprüfung spezieer Kompetenzen (fachich, sozia usw.) Beim AC handet es sich um ein systematisches Auswahverfahren, das in Unternehmen zunehmend großen Ankang findet. Bewerberinnen und Bewerber müssen dabei eine Reihe von Aufgaben bewätigen. Hintergrund für diese Aufgaben ist das Aufgaben- und Anforderungsprofi der zu besetzenden Position. Die Bewerberinnen und Bewerber werden über verschiedene Übungen hinweg von geschuten Beobachtern (z. B. zukünftige Vorgesetzte, Führungskräfte aus anderen Bereichen, Mitarbeiter aus dem Personabereich) beobachtet, die das registrierte Verhaten im Anschuss bewerten.

89 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 89 Instrumente zur Auswah geeigneter Mitarbeiter Das Gruppenauswah-AC Das Verfahren hat einige Vorteie, die andere Auswahinstrumente nicht bieten können: Das Arbeitsverhaten der Bewerberinnen und Bewerber wird beobachtet und muss nicht erschossen werden. Die Art der Übungen und die Beurteiung der Bewerberinnen und Bewerber fogen einer gründichen Anforderungsanayse. Der Einsatz verschiedener Übungsarten (Methoden mix) und mehrerer Beobachter (Mehraugenprinzip) erhöht die Urteisgenauigkeit und Objektivität. Übungssimuationen zeigen starke Nähe zur Arbeitsreaität. Der Berufserfog kann mit hoher Genauigkeit vorhergesagt werden. Die Akzeptanz bei den Bewerberinnen und Bewerbern ist hoch. Für wen? Für was? Auszubidende, Hochschuabsoventen, spezi fische Ziegruppen, wie z. B. Vertriebsmitarbeiter Überprüfung spezieer Kompetenzen (fachich, sozia usw.) Das Gruppenauswah-AC dient in erster Linie der Auswah von Auszubidenden und Hochschuabsoventen bei Neueinsteung. Dabei soen sie sich in reevanten Anforderungssitua tionen der zu besetzenden Stee verhaten und bewähren. Je nach Ausgangssituation kommen verschiedene Varianten des AC infrage. Arbeitsproben Für wen? Für was? Spezifische Ziegruppen, z. B. aus den kreativen Bereichen Marketing, Design, Architektur, Journaismus Überprüfung der Passgenauigkeit zum Unternehmen Arbeitsproben können Nachweise oder Beschreibungen geeisteter Arbeit sein. Man erbittet sie häufig bei der Auswah von Bewerbern im krea tiven Bereich. Man kann Bewerberinnen und Bewerber im Anschuss an das Vorsteungsgespräch probeweise eine Aufgabe eredigen assen. Entscheidend ist, dass die Arbeitsproben wirkich Aufschuss über die Leistungsfähigkeit angesichts der konkreten Aufgaben und Anforderungen geben. Referenzen Für wen? Für was? Besetzung höherwertiger Positionen Absicherung der Einsteungsentscheidung Referenzen soten bei der Besetzung höherwertiger Positionen in Betracht gezogen werden. Die beste Adresse as Referenzgeber sind in der Rege die jetzigen oder ehemaigen direkten Vorgesetzten der Bewerberin/des Bewerbers, vorausgesetzt, sie/ er gibt dafür ihr/sein Einverständnis. Referenzen sote man auf teefonischem Wege beschaffen, nach dem Vorsteungsgespräch und ausschießich über die Bewerberin/den Bewerber der engsten Wah. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Persona und Beschäftigung BMWi-eMagazin Gesucht und (nicht) gefunden? Fachkräfte BMWi-Kompetenentrum Fachkräftesicherung Bundesministerium der Justiz Gesetze im Internet Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 15 Persona

90 90 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Der Bessere gewinnt: Quaitätsmanagement Je nach Produkt, Branche und Kundensegment ist die Quaität der Ware oder Diensteistung der entscheidende Wettbewerbs faktor. Vom ersten Tag eines Unternehmens an spiet der Quaitätsgedanke eine wichtige Roe. Das betrifft nicht nur das fertige Produkt, sondern beginnt bereits bei dessen Panung oder Hersteung. Wer sich nicht an die für seine Branche übichen Quai tätsmaßstäbe hät, wird sehr schne vom Markt verschwinden. Das Motto muss sein: Der Kunde so zurückkommen. Nicht die Ware. Die Quaität kann dabei hoch oder weniger hoch sein; je nachdem, mit wecher Sorgfat und wechen Materiaien ge arbeitet wird. Kunden, die sich eher am Preis as an der hohen Quaität eines Angebots orientieren, sind bereit, geringere Quaität in Kauf zu nehmen. Was gute Quaität ist, wird je nach Branche verbindich festgeegt und aufend fortgeschrieben. Zu den brancheneigenen Quaitätsvorschriften gehören beispiesweise die gesetzichen Vorschriften oder der internationae HACCP-Hygiene standard (Hazard Anaysis Critica Contro Point) in der Lebensmitteindustrie. Auch Handwerksordnungen beschreiben zum Tei sehr präzise, weche technischen Regen zu beachten sind. gesteckten Quaitätsziee zu erreichen. Eine Weiterentwickung ist das Tota Quaity Mana ge ment (TQM) bzw. das Mode for Exceence der European Foundation for Quaity Management (EFQM). Während die ISO 9000-Serie es dem Unternehmer sebst überässt, weche Unternehmensbereiche er in das Quai täts mana gement mit einbeziehen wi, sind beim TQM ae Unternehmensbereiche vom Quaitätsgedanken durchdrungen. Wie kann man seine Quaität verkaufen? Quaitätsbewusste Unternehmen soten nach außen dokumentieren, dass sie kontinuierich und nach anerkann ten Standards auf ihre Produktgüte achten. Noch deuticher machen dies Unternehmen, die sich von neutraen Gutachtern zertifizieren assen. Wie vie Quaität ist notwendig? Die Ansprüche an die Quaität verändern sich fortaufend. Jedes Produkt und jede Diensteistung muss darum regemäßig auf den Prüfstand: Lassen sich Materia, Verarbeitung, Design verbessern? Kann der Kundenservice besser sein? Sind Kundenorientierung und Know-how der Mitarbeiter auf dem neuesten Stand? Erfüt das Pro dukt die Kundenwünsche von heute und vieeicht schon von morgen? WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Quaitätsmanagement Aufbau eines Quaitätsmanagementsystems Auf Quaität zu achten heißt, die Quaitätsanforderungen festzuegen. Wichtigste Hifesteung ist dabei die in ter nationae Norm ISO 9000-Serie, die mitterweie in aen Branchen Anwendung findet. Die Quaitäts-Norm ist eine Art Leitfaden für den Aufbau eines Quaitätsmanagementsystems. Sie unterstützt das Unternehmen dabei, systematisch die sebst

91 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 91 Gemeinsam stärker: Kooperationen nutzen Kooperationen vergrößern unternehmerische Chancen und verteien geichzeitig die Risiken auf mehrere Schutern. Kooperationen sind mögich mit einem oder mehreren Partner-Unternehmen, auch mit konkurrierenden Unternehmen der geichen Branche, mit regionaen oder überregionaen Partnern, mit Partnern im Ausand oder mit Forschungseinrichtungen. Unternehmenskooperationen können ganz unterschiedicher Art sein: vom Informationsaustausch zwischen zwei Geschäftsführern bis hin zur Gründung eines eigenen Unternehmens für einen bestimmten Kooperationszweck. Einkauf/Beschaffung Einkaufs-Gemeinschaften im Einzehande gemeinschaftiche Ausschreibungen Nutzung von Marktpätzen im Internet Vertrieb Kooperation innerhab eines Landes, z. B. ein süddeutsches Unternehmen vertritt ein norddeutsches Unternehmen regiona Kooperation mit Partnern im Ausand: Ein Unternehmen im Ausand vertreibt die Produkte eines deutschen Unternehmens z z Kooperation mit Unternehmen, die andere Absatzwege erschießen Vertrieb: Verkauf z z Nutzung gemeinsamer Aussteungs- und Verkaufsräume zgemeinsame z Vertriebsgeseschaften z z gemeinsame Niederassungen oder Vertreterstäbe z z Transport- und Lagergemeinschaften z z Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften bei kompexen Ausschreibungen oder Aufträgen z z gemeinschaftiche Marktpätze im Internet Vertrieb: Service, Kundendienst z z Übernahme von fachspezifischen Kundendienst-Aufträgen z z gegenseitige Vertretung der Kooperationspartner in bestimmten Regionen zgemeinsame z Kunden-Beratungssteen Vertrieb: Werbung z z gemeinsame Verkaufsförderungsaktionen (z. B. Messen, Video- und Tonbidschauen) z z Werbung zur gemeinschaftichen Bedarfsweckung (z. B. für Hoz, Feischwaren, regionae Produkte) Akquise und Ausführung von Kompettaufträgen Bietergemeinschaften Arbeitsgemeinschaften Produktion/Fertigung gemeinsame Anschaffung und Nutzung bestimmter Produktionsanagen (z. B. teure Spezia maschinen) gemeinsame Fertigung bestimmter Teie Verwatung gemeinsame Büroorganisation (z. B. Empfang, Teefonzentrae, Sekretariat) gemeinsames Rechnungswesen (z. B. zentrae Buchsteen) Forschung und Entwickung (FuE) z z gemeinsame Forschungs- und Entwickungs- Projekte mit Forschungseinrichtungen z z gemeinsame Vergabe von FuE-Aufträgen an Forschungseinrichtungen Personapanung/Aus- und Fortbidung Austausch von Persona (z. B. zur Abdeckung von Arbeitsspitzen) Einrichtung und Durchführung gemeinsamer Seminare, Kurse usw. Errichtung und Unterhatung gemeinsamer Lehrwerkstätten und Ausbidungsstätten WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Kooperationen pfegen BMWi-eMagazin Neue Idee trifft unternehmerische Erfahrung Kooperationen zwischen jungen und etabierten Unternehmen Beschaffung und Auswertung von Informationen zgemeinsame z Finanzierung von Forschungsaktivitäten oder -aufträgen durch eine Gruppe von Unternehmen

92 92 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Ressourcen schützen: Betriebicher Umwetschutz Gerade im Umwetschutz ist es mögich, (viee) Erfog versprechende Geschäftsideen zu verwirkichen. Die Umwetwirtschaft hat angfristig Konjunktur. Unabhängig davon sote man die Umwetbeastungen sowoh innerhab as auch außerhab des Betriebes vermeiden bzw. so gering wie mögich haten. Die Kosten zur Erfüung von Um wetschutzaufagen werden häufig unterschätzt, ebenso die gesetzichen Bestim mungen. Durch geeignete Umwetschutzmaßnahmen assen sich jede Menge Kosten sparen. Bereits bei der An schaffung von Ge - räten und Maschinen soten Sie daher auf ressourcen- und energiesparende Technik setzen. Darüber hinaus so ten Sie für sich und Ihre Mitarbeiter einen bewussten und sparsamen Umgang trainieren. Das fängt beim Ausscha ten der Geräte bei Nicht-Gebrauch an, geht über den sparsamen Gebrauch von Papier und anderen Büro materia ien und reicht bis hin zu einem sparsamen effizienten Fuhrpark-, Rohstoff- und Produktionsmanagement. Zugeich soten Sie aber auch bereits während Ihrer Gründungsvorbereitungen wissen, weche Investitionen zur Erfüung von Umwetschutzaufagen not wendig sind, und dies in Ihrem Finanzpan berücksichtigen. Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena) informiert Unternehmerinnen und Unter neh mer über die Mögichkeiten und Beispiee zur Nutzung von Energieeffizienzpotenziaen in Industrie und Gewerbe. In aen Branchen gibt es noch erheb iche Potenziae zur Steigerung der Energieeffizienz durch verbesserte Verfahren. Für Diensteister bietet die dena-kampagne Effiziente Stromnutzung im Diensteistungssektor konkrete Hifen bei Kauf und Nutzung energieeffizienter Bürogeräte an. Geräte: Achten Sie schon beim Einkauf auf energiesparende Geräte. Schaten Sie auch die Stand-by-Funktion von Geräten aus, wenn sie nicht im Einsatz sind. z z Lüftung: Steen Sie sicher, dass Ihre Kimaanage bedarfsgerecht gereget wird. Trink- und Abwasserkosten Führen Sie, wenn mögich, Brauchwasser in Ihren Wasserkreisauf zurück. Nutzen Sie wassersparende Arma turen. Vermeiden Sie tropfende Wasserhähne. Treibstoffkosten Steigen Sie auf treibstoffsparende Fahrzeuge oder Erdgasautos um. Lasten Sie Ihre Transportmitte optima aus und vermeiden Sie unnötige Leerfahrten und Standzeiten. Nutzen Sie, wo mögich, auch die Bahn. Umwetschutz- und Energiesparmaßnahmen werden gefördert, u. a. durch: KfW-Umwetprogramm und KfW-Energieeffizienzprogramm KfW-Programm Erneuerbare Energien Förderung von Energieberatungen im Mittestand Förderung von Energiemanagementsystemen Förderung Deutsche Bundesstiftung Umwet BMU-Umwetinnovationsprogramm Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm) WEITERE INFORMATIONEN Kosten sparen durch Umwetschutz Heizkosten Steen Sie sicher, dass das Gebäude, aber auch Heizungsrohre sowie Heizkesseanage ausreichend gedämmt sind. Stromkosten z z Beeuchtung: Patzieren Sie Schreibtische in Fensternähe. Verwenden Sie, wo mögich, Bewegungsmeder. Nutzen Sie Leuchtstoffröhren mit Refektoren oder Energiesparampen. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Energieberatung und Förderung BMWi-Unternehmensporta Umwet schützen Förderdatenbank des Bundes BMWi/BITKOM Wegweiser Green-It

93 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 93 Mit karem Bick: Krisen vermeiden Unternehmenskrisen gibt es sebst in Zeiten guter Konjunktur. Das bedeutet: Unternehmenskrisen werden nicht nur von außen an Unternehmen herangetragen, sondern sind oftmas hausgemacht. Von einer Krise spricht man, wenn die Verkaufszahen drastisch zurückgehen, Kunden ihre Forderungen nicht begeichen, die Zahungsunfähigkeit droht. Dann heißt es, schne zu handen und gegenzusteuern. Gründe für Unternehmenskrisen Gründe für Krisen sind meistens Feher in der Unternehmensführung, z. B.: Fehentscheidungen bei der Besetzung von Führungspositionen ungenügende Berücksichtigung der Marktentwickungen Feher bei der Gestatung des Produktprogramms Fehentscheidungen bei der technoogischen Ausstattung, der Rohstoffsicherung, der Standortwah, der finanzieen Ausstattung oder der Betriebs abäufe Mänge in Panung und Information In der Frühphase: Kurskorrektur Ein konkretes Krisenmanagement hängt fast immer davon ab, in wecher Situation sich Ihr Unternehmen befindet. In einem frühen Krisenstadium müssen Sie vor aem einige strategische Fragen kären. Beispiee: Wo sind die Kostenfresser im Unternehmen? Wie können Kosten eingespart werden? Weche (Erfog versprechenden) Produkte und Leistungen woen Sie in Zukunft anbieten? Wenn dies rechtzeitig und konsequent geschieht, kann eine Krise meist abgewendet oder bereits in der Frühphase überwunden werden. Mögiche Sofortmaßnahmen, um einen drohenden Liquiditätsausfa zu vermeiden Bareinage Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögensteien Bestands-Sonderverkauf massives Einhoen von Forderungen, Übergabe an Inkasso-Unternehmen z z frisches Beteiigungskapita besorgen Verkauf und dann Leasing von Objekten (Sae and ease back) Liquiditätsverbessernde Maßnahmen Controing-Fachmann-/frau hinzuziehen Mit Lieferanten über Zahungsmodaitäten sprechen Verhandungen mit Factoring-Unternehmen Kontokorrentkredite in angfristige Darehen umwanden Einigung mit Kreditinstituten zum Stihaten (Tigung aussetzen und Zinsstundung) Kreditinie bei der Bank erhöhen z z Vertrauen bei der Bank durch Transparenz und Kommunikationsbereitschaft stärken. Dann werden die Kreditinstitute auch nicht geich den Hahn zudrehen, wenn es ernst wird. Warnsignae beachten Krisenmanagement bedeutet immer, offene Augen für mögiche Warnzeichen innerhab und außerhab des Unternehmens zu haben und frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dafür müssen Sie beispiesweise stets den Überbick über die finanziee Lage Ihres Unter nehmens haben. Sie soten wissen, was Ihre Kunden über Ihr Angebot und das der Konkurrenz denken und wie sich Vertragspartner verhaten. Ein wichtiges Instrument für das Erkennen (und Vermeiden) von Krisen ist das Controing. Wichtige Warnsignae sind: sinkende Umsätze und Gewinne zunehmende Kundenbeschwerden zunehmende Konfikte mit Lieferanten steigende Kosten abnehmende Liquidität geringe oder keine Kreditspieräume bei der Hausbank Bei anhatender Krise: Sanierung Wenn absehbar ist, dass eine Krise in Ihrem Unternehmen andauert, müssen Sie entschossen handen und das Ruder herumwerfen (Turn-Around). Vor aem dann, wenn sich die Liquiditäts- und/oder Ertrags situation nicht kurzfristig und anhatend verbessern und wenn Ihre beunruhigte Hausbank schon um ein Gespräch gebeten hat, die Kreditmögichkeiten weitgehend ausgeschöpft sind und dringende Zahungen anstehen.

94 94 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Gründe für eine Verschärfung der Krise können sein: Frühwarnsignae werden nicht wahrgenommen. Externe Faktoren werden für den Ausöser der Krise gehaten. Erste Maßnahmen führen zu Anfangserfogen und entspannen vermeintich die Situation, die angfristige Sicherung tritt in den Hintergrund. Der einseitige Abbau von Verust bringenden Tätigkeiten führt meist nicht zur Überwindung der Krise. Der Ausbau zukünftig profitaber Bereiche wird vernachässigt. Es gibt keine ausreichende Liquidität zur Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Runder Tisch und Turn-Around-Beratung Die KfW bietet keinen und mitteren Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten sind, Hife steung an. Beim Runden Tisch werden eine Schwachsteenanayse und Lösungsvorschäge durch einen Be ra ter erarbeitet. Der Unternehmer erhät im Ergebnis ein Maßnahmenpaket. Für die Um setzung der Maßnahmen kann unter bestimmten Voraussetzungen eine begeitende Turn-Around-Beratung in Anspruch genommen wer den. Der Unternehmer erhät in diesem Fa einen Zuschuss zu den Beratungskosten. Übrigens: Wenn gegen Sie eine Pfändung erwirkt wird, sorgt das P-Konto für wirksamen und unbürokratischen Kontopfändungsschutz. Mit dem P-Konto behaten Schudner trotz Pfändung eine funktionierende Kontoverbindung und können so auch im Interesse ihrer Gäubiger am Arbeits- und Wirtschaftseben teinehmen. Weitere Informationen: Beratungs- und Hifsangebote nutzen Bei den ersten Warnzeichen (Umsatzrückgang, Liquiditätsengpässe) soten Sie sich sofort beraten assen. Unterstützung bieten an: die Runden Tische und Beratungszentren der KfW, Infocenter: (kostenfreie Rufnummer), Industrie- und Handeskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), Ihre Hausbank (Bank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank), z z Coaching-Programme des Rationaisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft. Ansprechpartner: RKW-Landesgruppen, Wirtschaftsministerien der Länder, zsenior-experten/paten. z Ansprechpartner: Senior-Experten-Service oder Bundesarbeitsgemeinschaft At hift Jung e. V. Die Früherkennungstreppe Ja Nein Zukunft des Unternehmens Leistung des Unternehmens Finanzen des Unternehmens Haben Sie neue Geschäftsideen? Haben Sie neue Produkte/Diensteistungen? Kunden des Unternehmens Haben Sie genügend neue Kunden gewonnen? Wettbewerber des Unternehmens Ist Ihr Betriebsergebnis wirkich gut? Steigt Ihr Umsatz? Haben Sie die Kosten im Griff? Können Sie gegen die Konkurrenz bestehen? Reichen Ihre finanzieen Mitte aus, um den Betrieb aufrechtzuerhaten? Erhaten Sie von Ihren Kreditgebern noch Ged? Können Sie eine Insovenz vermeiden?

95 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN 95 Zur Früherkennung von mögichen Krisen hift Ihnen die Früherkennungstreppe. Sie zeigt Ihnen, wie es um Ihr Unternehmen momentan bestet ist. Beantworten Sie die fogenden Fragen von unten nach oben. Auswertung Wenn Sie in diesem Bereich nein sagen müssen, besteht Handungsbedarf. Sie haben aber noch genügend Zeit, geeignete Maßnahmen zu überegen. Wenn Sie in diesem Bereich überwiegend nein sagen müssen, müssen Sie rasch handen und den Kurs korrigieren. Wenn Sie in diesem Bereich nein sagen, ist der Fortbestand Ihres Unternehmens gefährdet. Eine Sanierung scheint notwendig. WEITERE INFORMATIONEN BMWi-Unternehmensporta Krisenmanagement betreiben BMWi-Existenzgründungsporta PC-Lernprogramm Früherkennung von Chancen und Risiken Runder Tisch Bundesarbeitsgemeinschaft At hift Jung Infoetter und Broschüren BMWi-GründerZeiten Nr. 23 Controing Wenn Sie Ihr Unternehmen wieder aufgeben Was geschieht, wenn ein Projekt Sebständigkeit schiefgeht oder aber Sebständige nach einer gewissen Zeit ihr Unter nehmen beenden woen? Genere git: Jede gesetziche Versicherung, die in der Zeit der Sebständigkeit freiwiig weitergeführt worden war, beibt erhaten. Änderungen ergeben sich nur bei privaten Versicherungen. Rückkehr ins Angestetenverhätnis Kranken- und Pfegeversicherung Wer nach seiner Sebständigkeit eine soziaversi che rungs - pfichtige Beschäftigung aufnimmt, wird automatisch Mitgied in der gesetzichen Krankenversicherung und Pfegeversicherung. Auch wer in der privaten Krankenversi cherung beiben möchte und eine soziaversicherungspfichtige Tätigkeit aufnimmt, muss zunächst gesetzich versichert sein. Bei Aufnahme einer Beschäftigung mit einem Arbeitsentget über der Versicherungspfichtgrenze tritt sofort Versicherungsfreiheit ein. Ein bis dahin privat Versicherter kann dann auch as Arbeitnehmer privat versichert beiben. Ausnahme: Wer das 55. Lebensjahr voendet hat, beibt von vorn herein in der privaten Krankenversicherung. Erwerbsminderungsversicherung Jeder Angestete wird automatisch gesetzich rentenversichert, auch für den Fa der Erwerbs minde rung. An sprüche an die gesetziche Versicherung, die hier beim Start in die Sebständigkeit ggf. ver oren gegangen waren, sind spätestens nach drei Jahren Pfichtversicherung wieder vo erworben, wenn zusätzich auch die fünfjährige Wartezeit erfüt ist. Pfändungsschutz für die Atersvorsorge In Fae eines Faes können Vermögenswerte gepfändet werden. Für die Atersvorsorge Sebständiger gibt es aerdings einen Pfändungsschutz. Er so dafür sorgen, das angesparte Kapita einer Lebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung vor einem unbeschränkten Pfändungszugriff zu schützen. Der Pfändungsschutz ist in der Höhe nach dem Lebensater gestaffet und beträgt maxima Euro, die für die Aterssicherung in bestimmten Verträgen zurückgeegt werden können. Auch die Hinterbiebenenversorgung ist in den Pfändungsschutz mit einbezogen. Arbeitsosenged weiter beziehen Wenn Sie vor dem Start in die Sebständigkeit arbeitsos waren und Ihr Unternehmen innerhab der ersten drei Jahre wieder aufgeben, erhaten Sie Arbeitsosenged. Voraussetzung: Der Anspruch auf Arbeitsosenged ist vor weniger as vier Jahren entstanden und es ist noch ein Restanspruch vorhanden. Besteht kein Restanspruch auf Arbeitsosenged, können Sie Arbeits osenged II beantragen. Haben Sie einen neuen An spruch auf Arbeitsosenged erworben, wei

96 96 9. DAS UNTERNEHMEN FÜHREN Sie während Ihrer Sebständigkeit freiwiig in der Arbeitsosenversicherung versichert waren, und besteht noch ein Rest anspruch, werden diese zu einem Gesamthöchstanspruch zusammengerechnet. Sebständigkeit beenden Fas Sie mit Ihrer Geschäftsidee keinen Erfog haben soten und Sie Ihr Unternehmen wieder aufgeben müssen, soten Sie Fogendes beachten: Die Förderung durch den Gründungszuschuss müssen Sie nicht zurückbezahen. Meden Sie wenn Sie ein Gewerbe betrieben haben dieses beim Gewerbeamt wieder ab. Kündigen Sie Ihren Pacht- oder Mietvertrag sowie be - triebiche Versicherungs-, Leasing- und Wartungsverträge fristgerecht. z z Kären Sie, ob auch nach Ihrer Betriebsaufgabe betriebiche Schäden auftreten können (z. B. Produkthaftung, Gewähreistungsfristen), und vereinbaren Sie für Ihre Betriebshaftpfichtversicherung ggf. eine Nach versi cherung für einen bestimmten Zeitraum. Meden Sie auch Ihrer Krankenkasse und der Berufsgenossenschaft die Aufgabe Ihrer berufichen Seb stän digkeit. Die Krankenkasse eitet die Medung automatisch an die gesetziche Rentenversicherung weiter. Meden Sie Ihren Betrieb ggf. bei der Kammer ab. Wenn Sie ein Darehen in Anspruch genommen haben, können Sie dies durch eine Sondertigung auf einen Schag tigen, aerdings müssen Sie hier mögicherweise eine Vorfäigkeitsentschädigung zahen.

97 Service Weitere BMWi-Serviceangebote für Gründerinnen und Gründer Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bietet Gründerinnen, Gründern und jungen Unternehmen neben der voriegenden Broschüre Start hife jede Menge weitere viefätige Informationen an. Eine Auswah davon steen wir Ihnen hier vor. Broschüren und Infoetter (Auswah) GründerZeiten Infoetter zu verschie denen Themen der Gründung und Unternehmens führung Die rund dreißig Ausgaben der GründerZeiten behanden jeweis ein Schwerpunktthema wie Finanzierung, Businesspan, Steuern oder persöniche Absicherung. Jedes Thema ist übersichtich und eicht verständich aufbereitet Unternehmensnachfoge: Die optimae Panung Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens kann eine gute Aternative zu einer Neugründung sein. Die Broschüre bietet vieseitige Hinweise für Nachfoger und Unternehmer und weist auf typische Fastricke hin Wirtschaftiche Förderung Hifen für Inves ti tionen und Innovationen Die Broschüre otst Gründerinnen und Gründer mit Hife von Kurzbeschreibungen, Praxisbeispieen und Checkisten durch die Förderprogramme des Bundes. Downoad und Besteadresse: Sowoh diese as auch ae weiteren Broschüren und Infoetter für Gründerinnen und Gründer sind kostenfrei. Ggf. können bei der Besteung einer hohen Anzah von Broschü ren Portogebühren in Rechnung gestet werden. Fax: , Te.: (030) , E-Mai: Ae Broschüren stehen auch as PDF im Internet zur Verfügung: Onine-Informationen (Auswah) BMWi-Existenzgründungsporta Das BMWi-Existenzgründungsporta ist die zentrae Pattform für Gründerinnen und Gründer sowie junge Unternehmen. Neben informativen Textbeiträgen stehen interaktive Checkisten, ein Businesspaner, Lernprogramme, eine Adressdatenbank sowie ein Expertenforum für individuee Anfragen zur Verfügung. Und für ae, die sich gerne mobi informieren, gibt es die Start-App, den mobien Gründungsbegeiter. Zum BMWi-Existenzgründungsporta emagazin EXG Das Onine-Magazin EXG des BMWi-Existenzgrün dungsportas enthät jeweis ein Schwerpunktthema zum aktueen Gründungsgeschehen. Darüber hinaus erhaten

98 SERVICE Gründerinnen und Gründer informative Kurzmedungen, Veranstatungshinweise sowie Print- und Onine-Tipps. Start-App In dem mobien Gründungsbegeiter bündet das BMWi kompakt und übersichtich seine viefätigen Unterstützungsangebote. Den Schwerpunkt biden Angebote für Gründerinnen und Gründer im Bereich der Informationsund Kommunikationstechnoogien. Start-App kostenos herunteraden: itunes-store Googe Pay Store Förderdatenbank des Bundes Die Förderdatenbank informiert über sämtiche Förder programme des Bundes, der Länder und der Europä ischen Union. Mit Hife einer einfachen Suchfunktion werden ge eignete Programme angezeigt, die auch für Laien verständich beschrieben sind. Darüber hinaus bietet die Förderdatenbank Hintergrundwissen zur Gründungs- und Unternehmensfinanzierung und -förderung. Infoteefone (Auswah) Infoteefon zu Mittestand und Existenzgründung Te.: , Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr, Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr Finanzierungshotine Te.: , Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 16:00 Uhr, Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr Weitere BMWi-Infoteefone finden Sie unter Gründungsveranstatungen/Messen Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie betei igt sich bundesweit an Messen, um Gründerinnen und Gründer vor Ort zu informieren. Aktuee Messe- und Veranstatungstermine des BMWi finden Sie unter Der Fyer Gründungsotse Deutschand bietet Ihnen einen voständigen Überbick über ae Serviceangebote des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Mit der Start-App des BMWi zum erfogreichen Start-up.

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