Die wesentlichen versicherungsrechtliche Voraussetzungen für Leistungen zur med. Rehabilitation. Sechs Pflichtbeiträge in den letzten zwei

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1 Die wesentlichen versicherungsrechtliche Voraussetzungen für Leistungen zur med. Rehabilitation Sechs Pflichtbeiträge in den letzten zwei Jahren oder Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von fünf Jahren, wenn verminderte Erwerbsfähigkeit vorliegt oder droht oder Erfüllung der Wartezeit von 15 Jahren

2 Prüfung medizinische Voraussetzungen Liegt eine Abhängigkeitserkrankung vor, welche die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder mindert? Kann durch eine Entwöhnungstherapie die Erwerbsfähigkeit wesentlich gebessert, bzw. wiederhergestellt werden?

3 Kostenzusagen: Grundsätzlich Abhängigkeitserkrankung liegt vor Erwerbsfähigkeit ist gefährdet Erwerbsfähigkeit ist durch Entwöhnungstherapie wiederherstellbar Motivation ist überwiegend intrinsisch Dauerhafte Erfolgsaussicht ist gegeben Abstinenz Wiedereingliederung ins Erwerbsleben

4 Arbeitslosigkeit und Suchtbehandlung: Arbeitslosenquote der Alkoholabhängigen in der Suchtrehabilitation und allgemeine Arbeitslosenquote in Deutschlang im Vergleich Arbeitslosenquote Suchtreha allgemeine Arbeitslosenquote

5 Therapiemodule Suchtbehandlung bei Alkohol und Medikamente Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg 1. Stationäre Therapie 5 W 10 W 15 W 20 W Kombi-Modul 6 Wochen Kurzzeit 8 Wochen Wiederholer Integrierte Kombi 10 Wochen 12 Wochen Adaption 14 Wochen Langzeit 16 Wochen Langzeit schwere Fälle 20 Wochen

6 2. Tagesklinisch/Gesamttagsambulante Therapie Tagesklinisch/ Kombi-Modul/ Wiederholer 8 Wochen 5 W 10 W 15 W 20 W Tagesklinisch 12 Wochen 3. Ambulante Therapie ( Feierabend bzw. berufsbegleitende Therapie) Minimum 6 Monate Maximum 18 Monate

7 Berufsorientierende Maßnahmen während medizinischer Reha Arbeitstherapie Bewerbungstrainings /PC-Kurse/Internet Sprachkurse für Migranten Hauptschulabschluss Interne und externe Belastungserprobung Externe Praktika Anerkannte angegliederte Ausbildungsstätten Arbeitsprojekte auf dem 2. Arbeitsmarkt Adaptionsphase Beratung zu LTA in Rehaeinrichtungen

8 Adaption Kann Bestandteil der Therapie sein (letzte Therapiephase: i. d. R. 12 Wo.) Personen mit schweren psychosozialen Schädigungen (z. B. wohnsitzlos, langzeitarbeitslos, keine familiäre Bindungen) Erprobung Alltagsrealität Arbeitsrealität - eigenverantwortliche - Arbeitserprobung Lebensführung - Praktikum - Tagesablauf selbst erstellen Zusätzliche stützende therapeutische Gespräche

9 Fazit Die DRV BW ist weiterhin für die Gruppe der arbeitslosen Suchtabhängigen zuständig Struktureller Umbau der Therapie-Module hin zur Frühintervention schafft finanzielle Ressourcen für längerfristige Fälle Die Behandlungsangebote der Suchtfachkliniken sind für die Klientel passgenau und erfolgreich (Abstinenz und Beitragsleistung) Die Nachsorge-Finanzierung durch die DRV BW wird spätestens 2007 erhöht. DRV BW ist am Zustande kommen und an der Mitwirkung regionaler Arbeitskreise/Suchthilfeverbünde interessiert Mittelfristige Option für DRV, seitherige Therapieangebote Entwöhnung mit Schwerpunkt auf (Re-)Integration ins Erwerbsleben für nicht vermittelbare Klientel zu erweitern

10 Berufliche Rehabilitation = Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 16 SGB VI i. V. m SGB IX

11 Versicherungsrechtliche Voraussetzungen ( 11 SGB VI) Antrag auf Rehabilitation Wartezeit von 15 Jahren Große Witwen-/ Witwerrente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Unmittelbar nach medizinischen Leistungen zur Rehabilitation Rentenbezieher wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

12 Persönliche Voraussetzungen ( 10 SGB VI) Rehabilitationsbedürftigkeit Positive Rehabilitationsprognose Rehabilitationsfähigkeit Erhebliche Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit Voraussichtlich -wesentliche Besserung bzw. Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit oder -Abwendung einer Minderung der Erwerbsfähigkeit Vom Versicherten wird erwartet, dass er aktiv zum größtmöglichen Rehabilitationserfolg beiträgt

13 Berufs- und Gesundheitsprofil Belastungsmerkmale im Bezugsberuf Belastungseinschränkungen wegen Körperliche Anforderungen Geistige Anforderungen Seelische Anforderungen Körperliche Behinderung Geistige Einschränkungen Seelische Erkrankung und Behinderung

14 Kann der Antragssteller seinen Beruf unter üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes... mit seinen dauerhaften gesundheitlichen Einschränkung weiter ausüben

15 Zur Beurteilung wird die überwiegend ausgeübte versicherungspflichtige berufliche Tätigkeit herangezogen

16 Ziele der Rentenversicherung Erhalt des Arbeitsplatzes oder Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt

17 Maßnahmen zur Eignungsfestellung ( 33 SGB IX) Psychologische Testung Arbeitserprobung /Berufsfindung Betriebliche Trainingsmaßnahme

18 Qualifizierungsmaßnahmen ( 33 SGB IX) Umschulung Fortbildung Anpassungslehrgänge

19 Eingliederungsmaßnahmen ( 33 SGB IX) Reintegrationsmaßnahme mit Betriebspraktikas Probebeschäftigung Eingliederungszuschüsse an den Arbeitgeber Leistungen für Selbstständigkeit (Überbrückungsgeld)

20 Sonstige Leistungen ( 33 SGB IX) Ergänzende Leistungen (Haushaltshilfe, Fahrkosten, Schulgebühren, Übergangsgeld etc.) Technische Ausstattung am Arbeitsplatz Leistungen in einer Werkstatt für behinderte Menschen Kraftfahrzeughilfe

21 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) Ziel: Eingliederung von Arbeitnehmern nach längerer Arbeitsunfähigkeit ( Reha vor Entlassung ) Aufgaben des Reha-Trägers: Reha-Träger als Partner des Arbeitgebers bei Durchführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements ( 84 II SGB IX) Förderung der Einführung von betrieblichem Eingliederungsmanagement ( 84 III SGB IX)

22 Unterstützung durch die Rentenversicherung bei Durchführung des BEM Vor der Reha: Schnelle Einleitung der Reha-Leistung durch u. a. - Reha-Beratungsdienst - A- und B-Stellen/gemeinsame Servicestellen Während der Reha: - Berufsorientierung in der med. Rehabilitation - Ggf. Kontakt zu Arbeitgebern - Bedarfsorientierte Empfehlung LTA - Stufenweise Wiedereingliederung im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation

23 Berufsorientierende Maßnahmen während medizinischer Reha Arbeitstherapie Bewerbungstrainings /PC-Kurse/Internet Sprachkurse für Migranten Hauptschulabschluss Interne und externe Belastungserprobung Externe Praktika Anerkannte angegliederte Ausbildungsstätten Arbeitsprojekte auf dem 2. Arbeitsmarkt Adaptionsphase Beratung zu LTA in Rehaeinrichtungen

24 Adaption Adaption ist eine therapeutische Maßnahme im Anschluss an eine stationäre Therapie, in welcher sowohl Arbeits- als auch Alltagsrealität ohne Einfluss von Suchtmitteln erfahren werden soll! Voraussetzungen Drogen Adaption dort immer ein Teil der Therapie Voraussetzungen Alkohol (Antragstellung aus Reha) Langzeitarbeitslosigkeit kein fester oder eigener Wohnsitz (z. B. wohnt noch bei Mama )

25 Beispielfall Sozialanamnese: 36-jährige Frau, hat Alkoholentwöhnungstherapie erfolgreich abgeschlossen, gelernte Köchin, im Entlassungsbericht LTA vorgeschlagen, da sie auf Grund orthopädischer Beschwerden (Schultergelenksarthrose) als Köchin nicht mehr arbeiten kann. Anfrage mit Unterlagen ob Interesse an LTA besteht - sie bejaht das - 1. Beratungsgespräch - BFAP Ergebnis der BFAP: Technische Berufe z. B. Metallfeinarbeiterin, Werkzeugmacherin Kaufmännische Berufe z. B. Bürokauffrau IT-Berufe Soziale Berufe z. B. Arzthelferin 2. Beratungsgespräch: Sie hat sich ausschließlich für Arzthelferin entschieden Bedenken unsererseits: starker psychischer Druck (Patienten), Nähe zu Medikamenten Hat sich durchgesetzt und konnte uns überzeugen Genehmigung einer Vorförderung (4 Monate) Umschulung von 07/2004 bis 06/2006 zur Arzthelferin - jetzt erfolgreich beendet

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