Erhalt der Biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften. Die Strategie des Landes. BIOLOGISCHE VIELFALT Die Grundlage unseres Lebens

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1 Christian Christian Bank Bank Referat Referat Natura Natura 2000, 2000, Flächen- Flächen- und Artenschutz, und Artenschutz, Eingriffsregelung BIOLOGISCHE VIELFALT Die Grundlage unseres Lebens Erhalt der Biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften Die Strategie des Landes Christian Bank Quelle: BMU 1

2 Biodiversitäts-Strategie Landesstrategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in wurde am von der Landesregierung bestätigt. 2

3 Biodiversitäts-Strategie 12 Sachkapitel: Schutz von Arten und Lebensräumen Flächen- und Gebietsschutz Klima- und Bodenschutz Wasserwirtschaft und Gewässerschutz Landwirtschaft Forstwirtschaft Jagd und Fischerei Siedlung und Verkehr Rohstoffabbau und Energieerzeugung Nachhaltigkeit u. Bildung für nachhaltige Entwicklung Tourismus, Erholung und Sport Biodiversität und Ehrenamt Anhänge zum Indikatorenset und zu Naturschutzgroßprojekten 3 Brunswyk Daplaza Dixi LFL BY LFL BY Th. Kraft

4 Biodiversitäts-Strategie Zielgebiet ist gesamte Landesfläche Natur- und landschaftsgeschütze Gebiete leisten segmentarischen Beitrag Die größten Anforderungen liegen auf der Normallandschaft! Ergebnis : große Themenbreite umfassendes und fortschreibbares Indikatorenset Ziele und strategische Handlungslinien 4 Foto Quartl BMELV BMELV BMELV BMELV Foto Quartl

5 Themenbereiche: 6.1. Acker-, Wein- und Gartenbau 6.2. Grünland 6.3. Tierische Erzeugung 6.4. Ökolandbau 6.5. Biologische Sicherheit Im Rahmen dieser Themenbereiche zeichnen sich vor allem drei Zielbereiche in der Landwirtschaft ab: 5 Michel H Lemmer Factumquintus Jehl Jeffdelonge Katanski David Pilz Foto Schäufele

6 1. Landwirtschaftliches Kulturgut Landwirtschaft ist wichtigster Nutzer natürlicher Grundlagen regionalklimatisch oder an Standortvoraussetzungen angepasste Nutztier- und Pflanzenarten und Rassen/Sorten sind große Werte für die biologische Vielfalt Jahrhundert lange Selektion ist heute die Grundlage für die Ernährung der Menschheit Landwirtschaft sieht in der Behütung der von ihr geschaffenen Werte ihre größte Aufgabe im Rahmen der Erhaltung der Biodiversität 6 Brunswyk Daplaza Dixi LFL BY LFL BY Th. Kraft

7 1. Landwirtschaftliches Kulturgut ca. 150 Pflanzenarten für die Ernährung - nur 30 Arten liefern 95% der pflanzlichen Nahrungsmittel - davon werden über 50% aus nur noch wenigen Sorten der Arten Weizen, Reis und Mais gewonnen ca bekannte Nutztierrassen - davon ausgestorben sind vom Aussterben bedroht - derzeit verschwinden 2 Rassen pro Woche. 7 Foto Quartl BMELV BMELV BMELV BMELV Foto Quartl

8 1. Landwirtschaftliches Kulturgut Zielstellungen Strategie ST sind u.a.: Erhalt landwirtschaftlicher Kulturarten und sorten sowie der Vielfalt an landwirtschaftlichen Nutztierrassen Erhalt regional angepasster, widerstandsfähiger und schmackhafter Kulturpflanzensorten so genannter Hof- und Landsorten Erhalt alter Rebsorten im Anbaugebiet Saale-Unstrut Erhalt naturraumtypischer Artenvielfalt des Grünlandes und der Saumstrukturen flächendeckende Bienenhaltung 8 Michel H Lemmer Factumquintus Jehl Jeffdelonge Katanski David Pilz Foto Schäufele

9 2. Flächenwirksamkeit der Landwirtschaft a) Landwirtschaftliche Nutzfläche Anspruch: hohe Erträge von geringen Flächen einheitliche Bestände zur hochtechnisierten Bearbeitung Hochleistungskultursorten zur Nahrungsmittelerzeugung verlangen intensive Pflege von der Aussaat bis zur Ernte BMELV 9 Brunswyk Daplaza Dixi LFL BY LFL BY Th. Kraft

10 2. Flächenwirksamkeit der Landwirtschaft a) Landwirtschaftliche Nutzfläche aber auch in solchen Nutzungssystemen gibt es Möglichkeiten für Strukturvielfalt Beispiele: - Blüh- oder Brachstreifen, - gezielt gesetzte Fehlstellen - unbehandelte Vorgewende BMELV S. Ellermann 10 Foto Quartl BMELV BMELV BMELV BMELV Foto Quartl

11 2. Flächenwirksamkeit der Landwirtschaft a) Landwirtschaftliche Nutzfläche Zielstellungen Strategie ST sind u.a.: Senkung bewirtschaftungsbedingte Einträge in land- und forstwirtschaftlich genutzte Böden nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen auch bei Energiegewinnung aus Biomasse Ausgleich negativer Entwicklungen der Struktur- und Biotopvielfalt, breitere Kulturpflanzenpalette Entwicklung und Erhalt artenreicher Grünlandlebensräume Erhöhung Anteil des ökologischen Landbaues u. langfristige Förderung 11 Michel H Lemmer Factumquintus Jehl Jeffdelonge Katanski David Pilz Foto Schäufele

12 2. Flächenwirksamkeit der Landwirtschaft b) Strukturen außerhalb landwirtschaftlicher Nutzfläche Landbewirtschaftung hat Auswirkungen über die Nutzfläche hinaus Gewässerrandstreifen, Wegränder, Feldraine und besondere Geländestrukturen in der Agrarlandschaft haben immense Funktion für das Überleben von Pflanzen- und Tierarten ihr Verschwinden aus der Agrarlandschaft mit dem Verlust von Randstrukturen ist bereits auffällig 12 Brunswyk Daplaza Dixi LFL BY LFL BY Th. Kraft

13 Beispiel: Feldrainmahd zur Vollblüte 13

14 2. Flächenwirksamkeit der Landwirtschaft b) Strukturen außerhalb landwirtschaftlicher Nutzfläche Zielstellungen Strategie ST sind u.a.: Weiterentwicklung der guten fachlichen Praxis hinsichtlich der Mindestanforderungen im Arten- und Biotopschutz Schaffung geeignete Biotopverbundstrukturen durch Erhöhung des Anteils an Strukturelementen Schaffung und Erhaltung von Gewässerschonstreifen, extensiv bewirtschafteten Gewässerrandstreifen, Feldrainen und Wegrändern dazu ist umfassende Informations- und Aufklärungsarbeit zu leisten 14 Foto Quartl BMELV BMELV BMELV BMELV Foto Quartl

15 Rein mensch-gemachtes Problem! Was kostet uns die Erhaltung der Biodiversität? Materielle Grundwerte und das Geld als deren Wertäquivalent resultieren letztendlich aus der Benutzung der Natur durch den Menschen. Gesellschaftliche Wertediskussion über die Natur und ihren Schutz ist auf Geldwerte ausgerichtet. Aber gleichzeitig sind alternative Wege zu suchen, wie der Natur Ihr Wert zurückgeben werden kann. Biodiversität ist kein käufliches Luxusgut sondern vor allem die uns umgebende Normalität. 15 Michel H Lemmer Factumquintus Jehl Jeffdelonge Katanski David Pilz Foto Schäufele

16 Was kostet uns die Erhaltung der Biodiversität? Der Wert der Natur besteht vor allem darin, dass sie sich selbst regenerieren kann - wenn sie es noch schafft, und vor allem, wenn man sie lässt. S. Ellermann 16 Brunswyk Daplaza Dixi LFL BY LFL BY Th. Kraft

17 Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! ALG Schweiz 17 Foto Quartl BMELV BMELV BMELV BMELV Foto Quartl

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