Integration von Kundenwissen im Technologieumfeld Lead User Workshops in Theorie und Praxis , Oliver Wiesener

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1 Integration von Kundenwissen im Technologieumfeld Lead User Workshops in Theorie und Praxis , Oliver Wiesener

2 Das Unternehmen Familienunternehmen in der 3. Generation 1951 gegründet, seitdem entwickelt vom Spezialbetrieb für geprägte Siegelmarken und Etiketten zur High-Tech Group für selbstklebende Funktionsteile Geprägt durch die Unternehmenswerte: Innovation, Qualität, Leistungskraft und Freude ca. 800 Mitarbeiter ca m 2 Betriebsfläche ca. 130 Mio. Euro Umsatz mit über 60% Exportanteil

3 Werteorientierung Innovation als Unternehmenswert Innovation steht für die Freiheit des Denkens Innovation ist unsere ständige Herausforderung Innovation heißt Aufwand durch Intelligenz ersetzen Innovation führt uns zur besseren Lösung Schreiner Ideen, die haften bleiben

4 Innovation und Ideensuche im Druckumfeld

5 Folien als Innovationsträger aus dem Bereich Pharma Schutz für den Anwender in der medizinischen Praxis Einfache Bedienung, Systemaktivierung erfolgt intuitiv Erhebliche Kostensenkung durch einfaches Konstruktionsprinzip im Vergleich zu herkömmlichen Nadelschutzsystemen Individuelle Gestaltung der Etiketten möglich (z.b. Integration von ( Dokumentationsteilen

6 Techniken zur Realisierung von innovativen Funktionsfolien Gedruckte Elektronik Präzisionsstanzen von Metallfolien Laserstrukturierung von ITO-Folien Strukturierung durch Ätzprozesse Schreiner Group

7 Anwendung von Funktionsfolien Veredelung von Touchfolien Designfolien (z.b. Klavierlack- Oberflächen) oder Designdrucktechnologien Kontaktierung Aufbringen von Bauelementen oder LED auf Folienstrukturen; dünn, flexibel, selbstklebend, robust

8 Formen der Ideengenerierung

9 Vorgehensweisen zur Generierung von Innovationen Strukturiert - Füllen des Innovationstrichters mit vielen Ideen - Strukturierte Vorgehensweise bis zum Produkt Geringes Risiko und geringe Chance Anzahl der Produktideen Verfallskurve von Neuproduktideen Zufällig / Offen Der Prozess ist offen, eine Planung ist schwierig Hohes Risiko und hohe Chancen 10 5 Kumulative Dauer des Innovationsprozesses in % Ideenbeurteilung Forschung & Entwicklung Markterprobung Markteinführung Quelle: WEIBER, R./KOLLMANN, T./POHL, A. (2006): S. 130

10 Technologiepotenzial Warum Kundenintegration? Technologieinduzierte Innovation ( Technology Push ) Erfolgreiche Innovation Kein/geringes Erfolgspotenzial Bedarfsinduzierte Innovation ( Demand Pull ) Bedarfspotential Quelle: WEIBER, R./KOLLMANN, T./POHL, A. (2006): S. 122

11 Formen der Ideengenerierung Einsatz von Kreativitätstechniken Einbezug innovativer Kunden, den Lead Usern Studien zur Simulation von Anwendungssituationen Technologiebezogene Simulationsstudien? Expertenbefragung Szenariotechnik Technologiefrühaufklärung und -vorhersage Quelle: WEIBER, R./KOLLMANN, T./POHL, A. (2006), S. 122

12 Lead User Methode

13 Phasen der Lead User Methode

14 Phase I: Suchfeldbestimmung Grobe Definition des Suchfeldes Beliebige Informationen und Ideen Wenig spezifisch Keine konkreten Anwendungen Enge Definition des Suchfeldes Bandbreite stark eingeschränkt Mögliches Innovationspotenzial beschränkt Konkrete Anwendungsideen

15 Phase I: Zielformulierung TECHNOLOGIE-EBENE Verfahren zur Absorption von CO2 TECHNIK-EBENE Technik der Staubfilterung Werkstofftechnik Human- Engineering Technik PRODUKT-EBENE Schadstoffkontrollgerät Quelle: WEIBER, R./KOLLMANN, T./POHL, A. (2006): S. 107

16 Phase I: Teambildung Welche Mitarbeiter aus Marketing & Vertrieb, Fertigung sowie Forschung & Entwicklung haben fundierte Kenntnisse in Bezug auf das Innovationsvorhaben? Welche Mitarbeiter haben eine besonders kreative Herangehensweise beim Lösen von Problemen? Welche Mitarbeiter sind besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Herangehensweisen und scheuen nicht den offenen Ideenaustausch mit anderen? Welche Mitarbeiter haben eine gewisse Erfahrung beziehungsweise sind in der Organisation als erfolgreiche Innovationsmanager anerkannt? Quelle: Wagner, P; Piller, F.T. (2011), S. 11

17 Phase II: Bedürfnisse und Trends Bestimmung von Auswahlkriterien für die Identifikation von Lead Usern durch: Analyse von Gesellschafts-, Technologie-, Markt- und Wirtschaftstrends Interviews mit Experten (intern/extern) Externe Marktforschungsinstitute

18 Phase III: Identifikation von Lead User Sie sind innovativ und können Marktbedürfnisse antizipieren. Ihre Bedürfnisse sind repräsentativ für einen Markt. Sie profitieren von Innovationen Quelle: WEIBER, R./KOLLMANN, T./POHL, A. (2006): S. 175

19 Phase IV: Durchführung Einführungsphase Zeit Thema Beteiligte Begrüßung Veranstalter Kennen lernen im Team Alle Darstellung der bisherigen Ergebnisse Veranstalter / Institut Aktivierungsphase Kaffeepause Werksführung Alle Ideenabfrage Lead User Arbeitsphase Arbeitssession Alle Mittagspause Arbeitssession Alle Kaffeepause Diskussionsphase Arbeitssession Alle Bewertung der entwickelten Konzepte Alle

20 Fazit: Lead User Workshop

21 Zusammenfassung Die Lead User Methode kann nachweislich zu Innovationen führen Theoretische Vorgehensweisen helfen zum Erfolg Wissenschaftliche Unterstützung ist hilfreich Erfahrung bei der Durchführung steigert den Erfolg LUW kann auch heißen: keine neue Idee => Wissen um Markttauglichkeit einer Technologie

22 Anwendungsideen? Quelle: Enfucell, HdM/VARTA Microbattery

23 Kontakt Oliver Wiesener Head of Business Development New Technologies Tel Fax Mobile Schreiner Group GmbH & Co. KG Bruckmannring Oberschleißheim Germany Tel Fax

24 Zitierte Literatur Chesbrough, H.W. (2003): Open Innovation - The New Imperative for Creating and Profiting from Technology, Boston/Massachusetts. Von Hippel, E. (1986): Lead Users. A Source of novel product concepts, in: Management Science, Vol. 32, S Wagner, P; Piller, F.T. (2011): Mit der Lead-User-Methode zum Innovationserfolg Ein Leitfaden zur praktischen Umsetzung, in: CLIC Executive Briefing No.: 20, ISSN , Leipzig 2011 WEIBER, R./KOLLMANN, T./POHL, A. (2006): Das Management technologischer Innovationen. IN: KLEINALTENKAMP, M. (Hrsg.) Markt- und Produktmanagement: Die Instrumente des Business-to-business-marketing, Wiesbaden, S

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