Installation eines Terminalservers mit Thinstuff. Windows Musterlösung für Schulen in Baden-Württemberg. in der paedml Windows

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1 Musterlösung für Schulen in Baden-Württemberg Windows 2003 Installation eines Terminalservers mit Thinstuff in der paedml Windows Stand: /1. Version

2 Impressum Herausgeber Zentrale Planungsgruppe Netze (ZPN) am Kultusministerium Baden-Württemberg Autoren Andreas Mayer Adrian Koch Endredaktion Jochen Wizemann Weitere Informationen Veröffentlicht: 2009 Zentrale Planungsgruppe Netze (ZPN)

3 Inhaltsverzeichnis 1. Terminalserver in der paedml Windows Was ist ein Terminalserver? Möglichkeiten eines Terminalservers Windows XP mit Thinstuff als Terminalserver Vorteile von Thinstuff Installation S1 für Terminalserver einrichten Raum TS einrichten Neue Gruppenrichtlinie für die RaumOU TS Terminalserver installieren und konfigurieren Grundinstallation Thinstuff installieren Thinstuff Lizenz eintragen Remote Desktop Verbindung zum Terminalserver herstellen Druckerzuordnung Manuelle Druckerverbindung per Skript Druckerauswahl über PrivateMap ermöglichen Optionale Nachkonfiguration Regelmäßiger Neustart des Terminalservers Zugriffssteuerung Beispiel: RDP nur für Lehrer freigeben Beispiel: Nur ausgewählten Benutzern RDP ermöglichen PrivateMap nur ausgewählten Benutzern ermöglichen Deinstallation Links und Literatur...15

4 Terminalserver in der paedml Windows 1. Terminalserver in der paedml Windows 1.1. Was ist ein Terminalserver? Ein Terminalserver ist ein Computer, an dem mehrere Benutzer gleichzeitig arbeiten können. Typischerweise sitzen diese Benutzer jedoch nicht am Terminalserver selbst, sondern greifen von entfernten Computern aus auf den Terminalserver zu. Anders als beispielsweise bei einem Fileserver, bei dem lediglich die dort gespeicherten Daten zur Verfügung stehen, kann man auf einem Terminalserver alle dort installierten Komponenten nutzen: Installierte Programme, Daten, Drucker usw.. Auf dem Terminalserver ist ein geeignetes Betriebssystem installiert, welches den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Benutzer ermöglicht. Weit verbreitet ist der Microsoft Windows Server, welcher auch im Terminalserver Modus betrieben werden kann. Das Programm Thinstuff ermöglicht es, auch einen Windows XP Rechner als Terminalserver zu verwenden.. Im Netzwerk verhält sich der Terminalserver wie ein herkömmlicher Client und übernimmt keine weiteren Serveraufgaben. Die Verbindung zwischen dem Windows-Terminalserver und dem Computer am Arbeitsplatz geschieht in aller Regel über das Remote Desktop Protokoll (RDP). Sie wird daher auch als Remote Desktop Verbindung bezeichnet. Um eine solche Remote Desktop Verbindung herzustellen, benötigt man einen Remote Desktop Client. Dies ist ein Programm, das die Verbindung zum Terminalserver herstellt. Seit Windows XP gehört dieses zu den Windows Bordmitteln. Aber auch andere Betriebssysteme (Linux, Mac) verfügen über entsprechende Remote Desktop Clients und können eine Verbindung zu einem Windows Terminalserver herstellen. Für eine Terminalssitzung sind also immer zwei Computer notwendig: ein Terminalserver und ein Terminalclient, der Rechner am Arbeitsplatz. Auf dem Terminalserver sind alle notwendigen Programme installiert. Zudem stellt er die Rechenleistung zur Verfügung, die für das Arbeiten mit den Programmen notwendig ist. Der Terminalclient muss dagegen nur eine geringe Zahl an Aufgaben übernehmen. Nach dem EVA-Prinzip 1 nimmt er Eingaben von Maus und Tastatur entgegen und sendet diese Befehle über eine Netzwerkverbindung zum Terminalserver. Dort geschieht die gesamte Verarbeitung der Befehle. Das errechnete Ergebnis wird über die Remote Desktop Verbindung zurück an den Terminalclient gesandt. Hier wandelt der 4 1 EVA-Prinzip = Funktionsweise von Computern nach dem Prinzip von Eingabe Verarbeitung - Ausgabe

5 Terminalserver in der paedml Windows Kapitel 1 Remote Desktop Client diese um. Jetzt erfolgt über den lokalen PC die Ausgabe also all das, was man als Anwender zu sehen und ggf. zu auch hören bekommt. Der Zugriff auf den Terminalserver ist jedoch nicht auf einen Client beschränkt, sondern erlaubt mehrere zeitgleiche Zugriffe von verschiedenen Clients aus. Der Zugriff auf den Terminalserver wird als Sitzung bezeichnet. Abbildung 1: Funktionsprinzip Terminalserver 1.2. Möglichkeiten eines Terminalservers Der Einsatz eines Terminalservers im Konzept der paedml Windows ist bislang auf die Möglichkeit beschränkt, private Notebooks im Schulnetz zu verwenden. Dies ermöglicht ein Arbeiten am privaten Notebook, als säße man an einem Schulcomputer. Man hat dadurch auch die Möglichkeit alle dort installierten Programme zu nutzen und Dateien zwischen dem privaten Notebook und dem Schulnetz austauschen. Er bietet jedoch darüber hinaus auch weitere interessante Möglichkeiten und Perspektiven: Zugriff auch von Computern mit Linux oder Mac OS als Betriebssystem inklusive der Möglichkeit des Dateiaustauschs zwischen Schulnetz und privatem Computer. Über das Internet ist der Zugriff auch vom heimischen PC aus auf den Terminalserver möglich. Da für das Bereitstellen einer RDP Verbindung nur sehr wenig Rechenleistung benötigt wird, können hierfür auch auch ältere Geräte verwendet werden. Als Betriebssystem kann zudem eine abgespeckte Linuxdistribution 2 dienen, die entweder per PXE Boot von einer Live CD oder von der Festplatte geladen wird. 2 z.b. 5

6 Terminalserver in der paedml Windows Unter finden Sie weitere Informationen zum Thema. Bitte beachten Sie, dass die Hotline für die paedml für den Einsatz eines Terminalservers keine Unterstützung anbietet Windows XP mit Thinstuff als Terminalserver Die auf support-netz veröffentlichte Lösung verwendet als Betriebssystem des Terminalservers einen Windows 2003 Server 3. In der hier vorliegenden Anleitung wird ein alternatives Vorgehen dargestellt. Die Firma Thinstuff bietet hierfür eine äußerst interessante Alternative zum Microsoft Windows 2003 Server an. Als Betriebssystem des Terminalservers kann Windows XP verwendet werden. Auf diesem Rechner wird dann Thinstuff installiert. Thinstuff macht aus diesem Windows XP Rechner einen vollwertigen Terminalserver Vorteile von Thinstuff Thinstuff bietet einige Vorteile gegenüber dem Windows Terminalserver: Sehr anwenderfreundliches Lizenzierungsmodell für die Zugriffslizenzen, da keine Lizenzen für Geräte oder Benutzer reserviert werden, sondern lediglich gleichzeitige Zugriffe relevant sind. Einfachere Installation, d.h., es ist kein weiteres RIS Abbild erforderlich. Ab fünf Zugriffslizenzen erhält man deutlich günstigere Preise 4 : 10 Connection Pack, für zehn gleichzeitige Zugriffe, kostet ca. 180 Euro. Unlimited Connections, unbegrenzte Zugriffe, kostet ca. 250 Euro. ThinStuff geht schonender mit Rechnerleistung um als der Windows 2003 Terminalserver (Herstellerangabe). Da als Betriebssystem Windows XP verwendet wird, kann der Computer auch als herkömmlicher Arbeitsplatz verwendet werden Stand März 2009

7 Installation Kapitel 2 2. Installation Die Installation eines Terminalservers mit Thinstuff hat viele Gemeinsamkeiten mit der auf support-netz veröffentlichten Lösung. Die dort angebotene Lösung läuft aufgrund der Setupskripte zu großen Teilen automatisiert ab. Da hier mit einem anderen Betriebssystem auf dem Terminalserver gearbeitet wird und sich die Einstellungen in dem zu erstellenden Gruppenrichtlinienobjekt geringfügig unterscheiden, werden die Einstellungen hier manuell vorgenommen, was hier auch einem besseren Verständnis der Konfiguration dient S1 für Terminalserver einrichten Die Arbeiten auf dem Server S1 beinhaltet zwei Schritte. Zunächst wird auf dem Server eine neue RaumOU für den Terminalserver erstellt. Anschließend wird für diese neue RaumOU eine neue Gruppenrichtlinie erstellt, in der die für den Terminalserver notwendigen Einstellungen vorgenommen werden. Führen Sie diese Arbeiten als Administrator auf dem Server S1 aus Raum TS einrichten Erstellen Sie mit der Schulkonsole einen neuen Raum TS. Daraufhin wird im ActiveDirectory und in der Gruppenrichtlinienverwaltung unterhalb der OU Workstations eine neue RaumOU TS angezeigt Neue Gruppenrichtlinie für die RaumOU TS Erstellen Sie in der Gruppenrichtlinienverwaltung für die RaumOU TS ein neues Gruppenrichtlinienobjekt mit dem Namen Einstellungen Terminalserver. Nehmen Sie darin folgende Einstellungen vor: Computerkonfiguration Windows-Einstellungen Sicherheitseinstellungen Eingeschränkte Gruppen Rechtsklick Gruppe hinzufügen Remotedesktopbenutzer Computerkonfiguration Windows-Einstellungen Sicherheitseinstellungen Eingeschränkte Gruppen Remotedesktopbenutzer Gruppe G_Benutzer 5 zu Remotedesktopbenutzer hinzufügen 5 Wie Sie den Zugriff auf einen kleineren Benutzerkreis einschränken können, erfahren Sie in Kapitel 2.5 7

8 Installation Computerkonfiguration Administrative Vorlagen Netzwerk Netzwerkverbindungen Windows-Firewall Domänenprofil Alle Netzwerkverbindungen schützen: deaktivieren Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Terminaldienste Terminaldienstebenutzer auf eine Remotesitzung beschränken: aktivieren Maximale Farbtiefe beschränken: aktivieren (auf 16-Bit stellen) Eintrag "Windows-Sicherheit" aus dem Startmenü entfernen: aktivieren Element Trennen aus dem Dialog Herunterfahren entfernen: aktivieren Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Terminaldienste/Client Speichern von Kennwörtern nicht zulassen: aktivieren Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Terminaldienste/Client/Server-Datenumleitung Audioumleitung zulassen: aktivieren Laufwerkumleitung nicht zulassen: deaktivieren Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Terminaldienste/Sitzungen Zeitlimit für getrennte Sitzungen festlegen: aktivieren, auf z.b. 1 Minute setzen Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Terminaldienste/Verschlüsselung und Sicherheit Verschlüsselungsstufe der Clientverbindung festlegen: aktivieren und auf Kompatibel mit dem Client stellen 2.2. Terminalserver installieren und konfigurieren Die Installation des Terminalservers gliedert sich in zwei Schritte. Zunächst wird in der Grundinstallation eine herkömmliche XP Clientinstallation durchgeführt. Anschließend wird auf diesem Computer Thinstuff installiert Grundinstallation Installieren Sie nun den Terminalserver per RIS Installation. Hierzu wählen Sie das bereits vorhandene RIS Abbild für Windows XP, mit dem Sie auch Ihre normalen Clients installieren. Verwenden Sie als Rechnername TS und wählen Sie als RaumOU ebenfalls TS. Überprüfen Sie nach Beendigung der Installation, ob alle Hardwarekomponenten erkannt wurden. Fehlende Treiber können Sie nun manuell nachinstallieren Thinstuff installieren Diese Anleitung zeigt die Installation am Beispiel einer Demoversion des Programms Thinstuff, die 14 Tage nach dem Downloadzeitpunkt lauffähig ist Sie können die Laufzeit beliebig lang erweitern, indem Sie ein neues Installationspaket herunterladen und die darin befindliche Demolizenz erneut importieren.

9 Installation Kapitel 2 Um von der Demoversion zur Vollversion umzusteigen, müssen Sie lediglich eine andere Lizenzdatei importieren. Laden Sie sich zur Installation von der Seite die Datei ThinstuffXPVSServer std-DE.zip herunter und entpacken Sie diese an eine beliebige Stelle auf dem Terminalserver. Dabei wird ein neuer Ordner ThinstuffXPVSServer pro-DE erzeugt. In diesem finden Sie den Unterordner x86 Installer (32-Bit). Mit einem Doppelklick auf die Datei ThinstuffXPVSServer DE.msi starten Sie die Installation. Wählen Sie bei der Frage nach der Installationsart Typisch. Nach einiger Zeit ist die Installation abgeschlossen. Der PC muss jetzt neu gestartet werden Thinstuff Lizenz eintragen Nun müssen Sie noch die Lizenzdatei hinzufügen. Bei der Demoversion ist diese im heruntergeladenen Paket enthalten. Für die Vollversion erhalten Sie ein Thinstuff-Shop-Coupon, mit dem Sie bei Thinstuff in einem anzulegenden Benutzer-Account ihre Lizenz aktivieren können. Näheres entnehmen Sie bitte der Installationsanleitung für Thinstuff ab Seite 10. Sie finden diese Anleitung ebenfalls in dem entpackten Ordner mit den Installationsdateien. Starten Sie als Administrator das Programm Thinstuff XP/VS Server Administrator. Wählen Sie Datei Lizenz aus Datei importieren und wählen Sie die Lizenzdatei aus. Bei der Demoversion lautet diese demo_license_pro.tlic. Hiermit ist die Installation von Thinstuff abgeschlossen Remote Desktop Verbindung zum Terminalserver herstellen Sie können nun von einem beliebigen PC, der über eine Netzwerkverbindung zum Schulnetz verfügt, eine Remotedesktopverbindung zum Terminalserver aufbauen. Dieser Rechner muss kein Mitglied der Domäne sein, es kann sich hierbei z.b. auch um ein privates Notebook handeln. Das Programm Remotedesktopverbindung findet sich bei einem XP Rechner unter Zubehör, manchmal auch im Unterverzeichnis Kommunikation. Starten Sie das Programm und geben Sie bei Computer TS ein. Anschließend melden Sie sich wie gewohnt am Schulnetz an. Weitere Hinweise zu den Möglichkeiten der Remote Desktop Verbindung finden Sie in den Handreichungen für Benutzer der Terminalserverlösung unter Windows/paedML-Windows-Terminalserver-Handreichung.pdf. 9

10 Installation Dort wird u.a. auch beschrieben, wie auf Laufwerke des lokalen Rechners in der Remote Desktop Sitzung zugegriffen werden kann. Um von einem Linux Rechner auf den Terminalserver zugreifen zu können, benötigt man das Programm Rdesktop, bei einem Mac Rechner den Remote Desktop Connection Client Druckerzuordnung Als weitere Aufgabe muss nun die automatische Druckerzuordnung gelöst werden, wenn in der RDP Sitzung ein Drucker zur Verfügung stehen soll. Auch bei der Anmeldung an einer Terminalsitzung wird das Anmeldeskript der paedml (Benutzer.vbs) ausgeführt. Dieses Skript schaut nach, in welchem Raum der PC, an dem man sich anmeldet, steht und ordnet dann den Drucker zu, der sich in der entsprechenden DruckerOU befindet. Da man sich hier innerhalb einer RDP Sitzung immer am Terminalserver TS anmeldet, ergeben sich für die Druckerzuordnung folgende Möglichkeiten: Möglichkeit 1: Man kann der DruckerOU TS einen Drucker zuordnen. Diesen Drucker bekommen dann alle Benutzer als Drucker verbunden, die eine Terminalsitzung öffnen. In diesem Fall installieren Sie einfach einen Drucker wie im Basiskurs beschrieben und verschieben diesen in die DruckerOU TS. Sie können auch einen bereits installierten Drucker ein zweites Mal installieren. Möglichkeit 2: Wenn Sie eine flexible Druckerzuordnung wünschen, können Sie den Kollegen, denen diese Möglichkeit zur Verfügung stehen soll, ein Skript zur manuellen Druckerverbindung zur Verfügung stellen, welches diese z.b. in ihrem Homeverzeichnis speichern (siehe Kap ) Möglichkeit 3: Die Druckerauswahl erfolgt über das Tool PrivateMap 8. Hierfür muss das Ausführen von ActiveX Komponenten für Benutzer erlaubt werden (siehe Kap ) Manuelle Druckerverbindung per Skript Eine einfache Lösung zum Verbinden einer geringen Zahl von Druckern ist, den Benutzern pro Drucker ein VB Skript zur Verfügung zu stellen. Möchte ein Benutzer auf einem bestimmten Drucker ausdrucken, führt er vorher per Doppelklick das für diesen Drucker bestimmte Skript aus. Jetzt steht ihm dieser Drucker zur Verfügung. Beispiel: Verbindung zum Drucker im Lehrerzimmer. Man erstellt mit dem Editor eine neue Datei 9 namens Drucker_LZ.vbs und öffnet diese zum Bearbeiten (Rechtsklick Bearbeiten). Nun fügt man folgenden Inhalt ein: 10 7 Als kostenlosen Download unter Sie können auch die Vorlage drucker.txt verwenden, die Sie neben dieser Anleitung herunterladen können. Ändern Sie diese und speichern Sie sie dann mit der Endung.vbs ab.

11 Installation Kapitel 2 Drucker="\\S1\Laser_LZ" 'Hier den Drucker eintragen Set WshNet = CreateObject("WScript.Network") WshNet.AddWindowsPrinterConnection Drucker WshNet.SetDefaultPrinter Drucker Msgbox "Sie können nun auf " & Drucker & " drucken." Hinweis: In die Zeile Drucker kommt der UNC Pfad zum Drucker. Dieser setzt sich zusammen aus dem Pfad zum Server und dem Druckernamen, wie er unter Start Einstellungen Drucker und Faxgeräte zu sehen ist. Im Beispiel lautet der Name des Druckers Laser_LZ. Ersetzen Sie diesen Namen durch den Namen ihres Druckers. Der gewählte Drucker wird außerdem gleichzeitig zum Standarddrucker bestimmt. Den bestätigenden Hinweis in der Zeile Msgbox können Sie bei Bedarf auch entfernen, indem Sie die entsprechende Zeile einfach löschen. Erstellen Sie für jeden Drucker ein Skript nach obiger Vorlage. Dieses Skript speichern die Benutzer z.b. in ihren Eigene Dateien (H:) Druckerauswahl über PrivateMap ermöglichen Eine weitere Möglichkeit ist, die Druckerauswahl über PrivateMap zu realisieren. In diesem Fall stehen alle im Netz verfügbaren Drucker zur Auswahl vorausgesetzt, man verfügt über die entsprechenden Berechtigungen. In diesem Fall benötigt man ein weiteres Gruppenrichtlinienobjekt, das für alle Benutzer gelten soll und daher mit der OU Benutzer verknüpft wird. Erstellen Sie dieses Gruppenrichtlinieobjekt und nennen sie es Active X ermöglichen. Nehmen Sie folgende Einstellung vor: Benutzerkonfiguration Administrative Vorlagen Windows-Komponenten Internet Explorer Internetsystemsteuerung Sicherheitsseite Intranetzone ActiveX-Steuerelemente initialisieren und ausführen, die nicht sicher sind: aktivieren Wie Sie den Kreis der berechtigten Personen einschränken, erfahren Sie in Kapitel Optionale Nachkonfiguration Regelmäßiger Neustart des Terminalservers Für den Windows 2003 Terminalserver wird ein täglicher Neustart empfohlen, um den Arbeitsspeicher wieder frei zu machen. In der Installationsanleitung zu Thinstuff steht zwar nichts dergleichen, im Bedarfsfall wäre dies aber auch mit Bordmitteln leicht konfigurierbar. Hierfür erstellt man auf dem Terminalserver einen geplanten Task mit folgenden Einstellungen: auszuführendes Programm: C:\Windows\system32\shutdown.exe Taskname: beliebig Task ausführen: z.b. täglich Startzeit: nachts, z.b. 01:00 11

12 Installation Nach Eingabe des Kennworts setzen Sie einen Haken bei Erweiterte Eigenschaften für diesen Task beim Klicken auf Fertig stellen öffnen. Ergänzen Sie in der ersten Zeile unter Ausführen: den Befehl durch die Parameter /r /c : C:\WINDOWS\system32\shutdown.exe /r /c /r bedeutet reboot, /c bricht evtl. offene Anwendungen ab Sie müssen nochmals mit Ihrem Kennwort bestätigen, dann ist die Einrichtung des geplanten Tasks fertiggestellt. Um den eingerichteten geplanten Task sofort zu testen, klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf diesen und wählen Ausführen Zugriffssteuerung Ziel dieses Kapitels ist es, verfeinerte Möglichkeiten der Zugriffssteuerung auf den Terminalserver aufzuzeigen. In Kap wurde die Gruppe G_Benutzer zur Gruppe Remotedesktopbenutzer hinzugefügt. Dies bewirkt, dass sich alle Schüler und Lehrer mit dem Terminalserver verbinden können Beispiel: RDP nur für Lehrer freigeben Möchten Sie nur Lehrern das Recht geben, eine Remote Desktop Verbindung zum Terminalserver herzustellen, so müssen Sie die Mitgliedschaft der Gruppe Remotedesktopbenutzer ändern. Öffnen Sie hierzu in der Gruppenrichtlinienverwaltung das Gruppenrichtlinieobjekt Einstellungen Terminalserver für die RaumOU TS (Rechtsklick Bearbeiten). Computerkonfiguration Windows-Einstellungen Sicherheitseinstellungen Eingeschränkte Gruppen Doppelklick auf die Gruppe Remotedesktopbenutzer SCHULE G_Benutzer markieren und entfernen Fügen Sie nun die Gruppe G_Lehrer hinzu Beispiel: Nur ausgewählten Benutzern RDP ermöglichen Um nur ausgewählten Benutzern den Remote Desktop Zugriff zu ermöglichen, eignet sich am besten die Steuerung über ein Projekt. Erstellen Sie hierzu ein neues Projekt mit der Schulkonsole namens RDP_Zugriff. Fügen Sie diesem Projekt die Benutzer hinzu, denen Zugriff auf den Terminalserver gewährt werden soll. Entfernen Sie wie in beschrieben alle anderen Gruppen aus der Gruppe der Remotedesktopbenutzer und fügen Sie dann die Gruppe G_Projekt_RDP_Zugriff hinzu. Nun können Sie bequem über die Zugehörigkeit zum Projekt RDP_Zugriff steuern, wer befugt ist, eine RDP Verbindung zum Terminalserver herzustellen. 12

13 Installation Kapitel PrivateMap nur ausgewählten Benutzern ermöglichen Wer auf PrivateMap zugreifen kann, hat prinzipiell die Möglichkeit, sich mit jedem Drucker im Netzwerk zu verbinden und dort auszudrucken wenn er am entsprechenden Drucker drucken darf. Dies eröffnet natürlich auch die Möglichkeiten des Missbrauchs. Im Systemprotokoll des Servers kann nachvollzogen werden, wer was gedruckt hat. Effektiver und zeitsparender aber ist die Möglichkeit, den Zugriff auf PrivateMap einzuschränken. Dies geschieht in diesem Fall am leichtesten über die Sicherheitseinstellungen des Ordners C:\Programme\PrivateMap auf dem Server. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Ordner und wählen Sie Eigenschaften. Wechseln Sie zur Registerkarte Sicherheit. Klicken Sie im unteren Bereich des Fensters auf Erweitert. Entfernen Sie im nächsten Fenster den Haken bei Berechtigungen übergeordneter Objekte, sofern vererbbar, über alle untergeordneten Objekte verbreiten. Diese Objekte inklusive den hier definierten Einträgen mit einbeziehen. Im nächsten Fenster wählen Sie die Schaltfläche Kopieren, bestätigen Sie mit OK. Sie kommen zum ersten Fenster zurück. Entfernen Sie nun Authentifizierte Benutzer. An deren Stelle fügen Sie nun die Gruppe ein, deren Mitgliedern die Verwendung von PrivateMap gestattet werden soll. Für alle Lehrer wäre dies die Gruppe G_Lehrer. Besteht die gewünschte Gruppe aus Schülern und Lehrern, so bietet es sich auch hier wieder an, die Schüler in einem Projekt zusammenzufassen und diese Projektgruppe dann zusätzlich zu der Gruppe G_Lehrer an oben genannter Stelle hinzuzufügen. 13

14 Deinstallation 3. Deinstallation Sollten Sie den Terminalserver innerhalb Ihres Schulnetzes nicht mehr benötigen, dann kann er zusammen mit den zuvor notwendigen Einstellungen in wenigen Schritten aus der Domäne entfernt werden: Zunächst werden die für den Terminalserver relevanten Verknüpfungen zu Gruppenrichtlinieobjekten entfernt. Gehen Sie dazu in die Gruppenrichtlinienverwaltung zu Gruppenrichtlinienobjekte. Öffnen Sie mit einem Klick der rechten Maustaste auf das Gruppenrichtlinienobjekt Einstellungen Terminalserver das Kontextmenu. Wählen Sie hier Löschen und bestätigen Sie die Meldung, dass... dieses Gruppenrichtlinienobjekt und alle Verknüpfungen mit ihm in dieser Domäne gelöscht werden soll. Haben Sie die Druckerauswahl über PrivateMap ermöglicht und dazu das Gruppenrichtlinienobjekt Active X ermöglichen erstellt, so ist dieses ebenfalls zu löschen. Nun kann der Computer TS gelöscht werden. Öffnen Sie das Active Directory-Benutzer und -Computer. Markieren Sie unter der OU Workstations die RaumOU TS. Im rechten Fensterbereich wird Ihnen der Computer TS angezeigt. Löschen Sie ihn über das Kontextmenü. Im Anschluss muss noch der Raum TS aus der Domäne genommen werden. Hierzu gehen Sie in der Schulkonsole über den Menüpunkt Räume zu Räume löschen. Bestimmen Sie den zu löschenden Raum TS, der jetzt mit einem Klick auf den Button Löschen aus der Domäne entfernt wird. Wurden von Ihnen im Zuge der Zugriffssteuerung entsprechende Projekte angelegt, so sollten Sie diese ebenfalls über die Schulkonsole löschen. Markieren Sie dazu in der Schulkonsole im Menü Projekte Projekt löschen Ihr erstelltes Projekt, z.b. RDP_Zugriff, belassen Sie den Löschmodus wie vorgegeben, und klicken Sie auf Löschen. Falls Sie, wie in beschrieben, die Sicherheitseinstellungen von PrivateMap verändert haben, sollten Sie diese wieder in den Ausgangszustand zurücksetzen. Damit wäre die Deinstallation abgeschlossen. 14

15 Links und Literatur Kapitel 4 4. Links und Literatur Homepage Thinstuff: Terminalserver an der Längenfeldschule Ehingen: Terminalserver bei support-netz: Fordermaier, M., Heuckendorf B.I.: Das große Buch Windows 2003 Server, Düsseldorf

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