O P E R & B A L L E T T SPIELZEIT

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1 O P E R & B A L L E T T SPIELZEIT 2015/16

2 6 0. S P I E L Z E I T D E R T H E A T E R G E M E I N S C H A F T SPIELZEIT 2015 /16 DEUTSCHE OPER AM RHEIN DÜSSELDORF DUISBURG Generalintendant: Prof. Christoph Meyer Geschäftsführende Direktorin: Alexandra Stampler-Brown Generalmusikdirektor: Axel Kober BALLETT AM RHEIN DÜSSELDORF DUISBURG Ballettdirektor: Martin Schläpfer VERKAUF & SERVICE OPERNSHOP DÜSSELDORF Heinrich-Heine-Allee Düsseldorf Mo Fr: Uhr Sa: Uhr TELEFONSERVICE + 49 (0) Mo Sa: Uhr Fax + 49 (0) Abendkasse im Opernhaus Düsseldorf jeweils ab 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Vorverkaufsstart für die Spielzeit 2015 /16, wenn nicht anders angegeben: 7. Mai 2015

3 DANK DANK DEUTSCHE OPER AM RHEIN PARTNER Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Stadt Duisburg. UNSERE GESELLSCHAFTER Zwei Städte, zwei Sparten, jährlich rund 280 Vorstellungen auf zwei großen Bühnen: 1956 gründeten die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Stadt Duisburg die Deutsche Oper am Rhein eine Theatergemeinschaft mit Tradition. Schon vor fast 130 Jahren unterhielten die beiden Städte ihre erste Bühnenkooperation, von 1886 bis Bis heute gilt die jetzt seit 59 Jahren bestehende, zweitälteste deutsche Theaterehe als künstlerisch und ökonomisch äußerst erfolgreiche Kulturinstitution. Der Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein e.v. wurde 1976 durch namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Industrie und Politik ins Leben gerufen und übernimmt seither die Aufgabe, die Deutsche Oper am Rhein in ihren Zielen zu fördern und mit den Spenden seiner Mitglieder die öffentlichen Mittel für den Spielbetrieb zu ergänzen. Seit 2003 ist der Freundeskreis zudem neben den beiden Städten Düsseldorf und Duisburg Gesellschafter der Deutschen Oper am Rhein. Mehr Informationen finden Sie auf Seite 66. BALLETTFREUNDE DER DEUTSCHEN OPER AM RHEIN Nach dem großen Erfolg des 100 Jahre Theater Duisburg -Konzerts auf dem Opernplatz im Sommer 2012 ermöglicht die Franz Haniel & Cie. GmbH seit 2013 alle zwei Jahre das Haniel Klassik Open Air vor dem Theater Duisburg. Mehr Informationen zum 2. Haniel Klassik Open Air am 28. August auf Seite Im Rahmen des Fonds Neues Musiktheater unterstützen das Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und das NRW KULTURsekretariat ausgewählte Opern- und Ballettproduktionen. In der Spielzeit 2015/16 wird Ronja Räubertochter gefördert. Gegründet 1997, fördern und begleiten die Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein e. V. speziell den Tanz in Düsseldorf und Duisburg und pflegen in vielfältiger Weise einen engen Kontakt zur Compagnie des Balletts am Rhein. Mehr Informationen finden Sie auf Seite UNSERE UNTERSTÜTZER Die Theater sind bedeutende Eckpfeiler der kulturellen Infrastruktur des Landes Nordrhein-Westfalen. Kunst, kulturelle Bildung, Breitenkultur und Spitzenleistungen sind in ihrer Arbeit untrennbar miteinander verbunden. Die Landesregierung unterstützt die Kommunen in NRW in ihrem bundesweit einzigartigen Engagement für die Theater und Orchester. Ministerin Ute Schäfer ist Schirmherrin des Projekts Junge Opern Rhein-Ruhr, einer Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn. Die WGZ BANK unterstützt als Sponsor die Deutsche Oper am Rhein seit 2010/11. Die erfolgreiche Kooperation wurde zu Beginn der Spielzeit 2012/13 auf das Ballett am Rhein ausgeweitet. Seit der Eröffnung von Breuninger im Düsseldorfer Kö-Bogen 2013 ist der Departmentstore Kooperationspartner der Sparte Oper an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg. Holmes Place Health Club Düsseldorf-Königsallee kooperiert mit der Compagnie des Balletts am Rhein und ermög licht den Tänzerinnen und Tänzern ein individuelles Training. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Mercedes-Benz Rhein-Ruhr offizieller Fahrzeugsponsor der Deutschen Oper am Rhein. Dadurch wird u.a. dem Bereich Junge Oper am Rhein ermöglicht, die Schulen, Jugendeinrichtungen und Kindertagesstätten im Umkreis der beiden Spielstätten regelmäßig zu besuchen. Seit mehr als zehn Jahren ist die Deutsche Oper am Rhein Kulturpartner von WDR 3. Unter dem Motto Partnerschaft für mehr Kultur arbeitet WDR 3 mit 85 Kultureinrichtungen und Organisationen zusammen eines der größten Kulturnetzwerke in Deutschland und informiert in regelmäßigen Programmhinweisen über deren Veranstaltungen. & 2 3

4 GRUSSWORT GRUSSWORT Sehr geehrte Damen und Herren, 2015 und 2016 fallen einige für das kulturelle Leben der Region bedeutende Jahrestage ins Auge: 1955 vor genau 60 Jahren wurde die Opernehe zwischen Duisburg und Düsseldorf beschlossen, am 22. April 1956 gab es mit Beethovens beliebtem Fidelio die erste Aufführung im renovierten Opernhaus an der Düsseldorfer Alleestraße, der heutigen Heinrich-Heine-Allee, im September darauf wurde die erste Spielzeit der Theatergemeinschaft eröffnet. Seitdem verbindet nicht nur der Rhein unsere beiden Stä dte, sondern zieht sich auch ein breites musikalisches Band entlang des Flusses. Der Austausch der beiden Nachbarn und Partner hat sich bewährt und belebt wechselseitig. Der Reigen der runden Jubiläen bietet sicherlich gute Gelegenheiten, sich an viele erfolgreiche Inszenierungen der vergangenen sechs Jahrzehnte zu erinnern und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Und auch aktuell begeistert die Oper und bietet außergewöhnliche Inszenierungen, die Herz und Gefühl ansprechen. Zur Freude des treuen Publikums führt der vielfach gefeierte Ballettdirektor Martin Schläpfer, der erfreulicherweise hier seine künstlerische Heimat gefunden hat, Tanz und Ballett von Höhepunkt zu Höhepunkt. Generalintendant Prof. Christoph Meyer bereitet daneben auch jungen Opernregisseuren die große Bühne. Ein Opernhaus solcher Größe funktioniert nur mit einem herausragenden Ensemble und den engagierten Mitarbei terinnen und Mitarbeitern im Hintergrund. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Das Spielzeitheft verschafft allen leidenschaftlichen Freunden unserer Oper einen umfassenden Einblick in das attraktive neue Programm und schürt die Vorfreude auf eine eindrucksvolle Spielzeit 2015/16. Es erwarten uns anregende Premieren, wahre Klassiker und bewährte Inszenierungen. Die Zauberflöte bleibt im Programm, was mich persönlich sehr freut. Sie verblüfft mit einem ungewöhnlichen Bühnenbild, ist kindgerecht und passt zu den vielen erfolgreichen Be mühungen, ein junges Publikum für die Musik im Allgemein en und für die Oper im Besonderen zu begeistern. Die beiden Häuser in Duisburg und Düsseldorf bieten somit erlebnisreiche Aufführungen für die ganze Familie. Und so ist es, um mit Papagena und Papageno zu sprechen, das höchste der Gefühle, als Besucherin oder Besucher schöne Aufführungen zu erleben. Ich freue mich mit Ihnen auf die neue Spielzeit 2015/16 und zähle auf Ihre anhaltende Begeisterung für die Deutsche Oper am Rhein mit ihren wunderbaren Bühnen in Duisburg und Düsseldorf. Ihr Thomas Geisel Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Liebe Opern- und Ballettfreunde, schon zu Zeiten der Gründung der Deutschen Oper am Rhein im Jahre 1956 wusste man, welche herausragende Bedeutung Kultur für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort hat. Kultur fördert nicht nur die Selbstverwirklichung und Teilhabe am öffentlichen Leben, sie stärkt zugleich den gesellschaftlichen Austausch und den Zusammenhalt. Trotz dieser unbestrittenen Fülle an Bedeutungen für jeden Einzelnen, aber auch für die gesamte Stadtgesellschaft zählt der Bereich der Kultur nur zu den sogenannten freiwilligen Aufgaben einer Kommune und ist somit immer wieder auch von Kürzungen finanzieller Mittel bedroht. Deshalb sind wir heute, in einer Zeit, in der die Bereiche Kunst, Kultur und kulturelle Bildung eben oft nur noch unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden, gut beraten, uns der Motivation der Gründerzeit bewusst zu werden. Denn damals war es trotz der Nöte der Nachkriegszeit, in der es finanziell an allen Ecken und Enden mangelte, ein zentrales Thema, mit der Deutschen Oper am Rhein in den benachbarten Städten Düsseldorf und Duisburg ein Kulturangebot zu schaffen, das die Bürgerinnen und Bürger auf hohem Niveau unterhalten sollte. Was damals galt, ist heute von umso höherer Bedeutung: In unserer sich immerzu wandelnden Gesellschaft, die geprägt ist von Individualität, Schnelllebigkeit und vielfältigen Veränderungen, nehmen die Spielorte unserer Deutschen Oper am Rhein, indem sie das Publikum Jahr für Jahr mit herausragenden Leistungen begeistern, als wesentliche Zentren des kulturellen Lebens eine immer wichtigere Rolle in unserer Region ein. Die Standorte Düsseldorf und Duisburg genießen weit über deren Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf als lebendige Kulturstädte. Das haben sie nicht zuletzt den Bühnen der Deutschen Oper am Rhein unter der Leitung von Generalintendant Prof. Christoph Meyer, Ballettdirektor Martin Schläpfer und Generalmusikdirektor Axel Kober zu verdanken. Diese stehen exemplarisch dafür, dass die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur unserer Städte immer auch eine wichtige Investition in die Attraktivität und die Individualität eines Standortes darstellt. Und wie so oft in der nunmehr knapp sechs Jahrzehnte andauernden Opernehe unserer beiden Städte ist es auch für die kommende Spielzeit gelungen, ein äußerst vielversprechendes Programm mit einer gelungenen Mischung aus Oper, Ballett, Konzert und Schauspiel zu konzipieren. Deshalb blicke ich der Spielzeit 2015/16 gemeinsam mit dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein mit großer Vorfreude entgegen und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern begeisternde Aufführungen und Erlebnisse. Ihr Sören Link Oberbürgermeister der Stadt Duisburg 4 5

5 INHALT Applaus, Applaus für die Kunst, uns zu begeistern. 4 GRUSSWORT Thomas Geisel Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf 5 GRUSSWORT Sören Link Oberbürgermeister der Stadt Duisburg DEUTSCHE OPER AM RHEIN 16 ÜBERSICHT Spielzeit 2015/16 18 VORWORT Axel Kober Generalmusikdirektor 43 DER FEURIGE ENGEL Sergej Prokofjew 44 RONJA RÄUBERTOCHTER Jörn Arnecke 46 DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL Wolfgang Amadeus Mozart 12 VORWORT Christoph Meyer Generalintendant OPER PREMIEREN 47 LE NOZZE DI FIGARO Wolfgang Amadeus Mozart 14 VORWORT Alexandra Stampler-Brown Geschäftsführende Direktorin 20 ARABELLA Richard Strauss 22 L ELISIR D AMORE Gaetano Donizetti 48 HÄNSEL UND GRETEL Engelbert Humperdinck 50 LES CONTES D HOFFMANN Jacques Offenbach 24 DIE ZIRKUSPRINZESSIN Emmerich Kálmán 51 TOSCA Giacomo Puccini 26 TURANDOT Giacomo Puccini 52 LOHENGRIN Richard Wagner 28 DON CARLO Giuseppe Verdi 53 LUCIA DI LAMMERMOOR Gaetano Donizetti 30 ARIADNE AUF NAXOS Richard Strauss 54 DER FLIEGENDE HOLLÄNDER Richard Wagner 32 DER GOLDENE HAHN Nikolai Rimski-Korsakow 55 WERTHER Jules Massenet INITIATIVBANKING ZUM THEMA KUNST UND KULTUR Kulturelle Verantwortung hat einen festen Platz in unserer Unternehmensphilosophie, so Hans-Bernd Wolberg, Vorsitzender des Vorstands der WGZ BANK. Zu den Engagements der WGZ BANK zählen insbesondere die Unterstützung der Deutschen Oper und des Balletts am Rhein sowie die Förderung von jungen Künstlerinnen und Künstlern der Kunstakademien in Düsseldorf und Münster, für die die Bank jährlich eine große Förderausstellung organisiert. OPERNHAUS DÜSSELDORF SAALPLAN Vordere Umschlagklappe THEATER DUISBURG SAALPLAN Hintere Umschlagklappe SPIELZEITKALENDER 2015/16 Zwischen Seite 152 / DIE SCHNEEKÖNIGIN Marius Felix Lange 36 YOUNG DIRECTORS: WHAT NEXT? / TROUBLE IN TAHITI Plattform Regie Deutsche Oper am Rhein 38 DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR Otto Nicolai OPER WIEDERAUFNAHMEN 40 DIE ZAUBERFLÖTE Wolfgang Amadeus Mozart 56 DON GIOVANNI Wolfgang Amadeus Mozart 57 CARMEN Georges Bizet 58 IL TRITTICO Giacomo Puccini 59 DER ZWERG Alexander Zemlinsky 60 RIGOLETTO Giuseppe Verdi 61 DER ROSENKAVALIER Richard Strauss BESTELLFORMULAR Nach Seite AIDA Giuseppe Verdi 190x248_WGZ_Spielzeitheft_Applaus.indd :25 7

6 INHALT SÄNGERINNEN & SÄNGER 62 Ensemble 64 Gäste 88 b.28 ESPLANADE Paul Taylor JUNGE OPER AM RHEIN 66 Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein 68 Der neue Ring am Rhein BALLETT AM RHEIN URAUFFÜHRUNG Hubert Essakow URAUFFÜHRUNG Nils Christe 92 YOUNG MOVES Plattform Choreographie Ballett am Rhein 128 ÜBERSICHT 130 Kinderoper auf den großen Bühnen 132 Auf der Bühne und im Foyer 134 Sonderprojekte 135 Für Familien und Kinder ab Für Jugendliche ab Für Schulklassen und Lehrer VIVE ELLE NEUE DIAMANT-KOLLEKTION AUS DEM ATELIER BUCHERER Das feine Formenspiel im Esprit des Art déco Triumph der Schönheit, Hommage an die Sinnlichkeit der 20er-Jahre. 70 ÜBERSICHT Spielzeit 2015/16 72 VORWORT Martin Schläpfer Ballettdirektor BALLETT PREMIEREN 74 b.17 7 Martin Schläpfer 76 b.25 WORKWITHINWORK William Forsythe SYMPHONIC VARIATIONS Frederick Ashton TWO GOLD VARIATIONS Hans van Manen 80 b.26 BOURNONVILLE DIVERTISSEMENT August Bournonville DARK ELEGIES Antony Tudor ONE URAUFFÜHRUNG Terence Kohler 84 b.27 DUO CONCERTANT George Balanchine VARIATIONEN UND PARTITEN 98 Tänzerinnen & Tänzer 100 Gastspiele in der Spielzeit 2015/ Film-Preview: Der Choreograf Martin Schläpfer 102 Ballettschule 103 Ballettfreunde OPERNGALAS, KONZERTE & OPER EXTRA 104 ÜBERSICHT Spielzeit 2015/ Haniel Klassik Open Air 108 Tag des offenen Denkmals 110 DRK-Gala Großes Silvesterkonzert Jahre Freundeskreis 114 AIDS-Gala Der Ring an einem Abend 117 Gala des Freundeskreises 118 Oper Extra 122 Gastspiele: BB Promotion OPERNSTUDIO 124 ÜBERSICHT 126 Ensemble & Meisterkurse THEATER- GEMEINSCHAFT 138 ÜBERSICHT 140 Opernhaus Düsseldorf 141 Theater Duisburg 142 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter 146 Chor der Deutschen Oper am Rhein 148 Düsseldorfer Symphoniker 150 Duisburger Philharmoniker VERKAUF & SERVICE 152 ÜBERSICHT SPIELZEITKALENDER 2015/ Kartenservice 156 Wissenswertes 158 Barrierefreiheit 160 8er- / 6er- / 4er-Karte 161 Abonnements 2015/ Abos Düsseldorf 166 Abos Duisburg 170 Abonnementbedingungen 172 Oper & Ballett verschenken 174 Oper & Ballett im Internet 176 Anfahrt Düsseldorf 177 Anfahrt Duisburg 178 Impressum URAUFFÜHRUNG Martin Schläpfer BESTELLFORMULAR UHREN SCHMUCK JUWELEN DER GRÜNE TISCH Kurt Jooss Düsseldorf Königsallee 26 bucherer.com 9

7 Martin Schläpfer, Axel Kober, Alexandra Stampler-Brown, Christoph Meyer (v. l. n. r.). Foto: Susanne Diesner

8 VORWORT VORWORT G E N E R A L I N T E N D A N T CHRISTOPH MEYER Liebes Publikum, im Januar 2015 haben wir uns einem breiten Bündnis von Kulturinstitutionen und Sportvereinen angeschlossen und gemeinsam in Düsseldorf und Duisburg ein Bekenntnis für Humanität, Respekt und Vielfalt abgelegt. Als Theater sind wir ein öffentlicher Raum, in dem diese Grundwerte als Kern eines offenen Miteinanders immer wieder thematisiert und gelebt werden. Musik und Kunst verbinden Menschen über alle geographischen, politischen und sprachlichen Grenzen hinweg und bringen sie in Dialog miteinander eine Er fahrung, die wir nicht nur immer wieder bei Gastspielbegegnungen (zum Beispiel bei unserem Ballett-Gastspiel im Oman im vergangenen Jahr), sondern tagtäglich erleben dürfen: An der Deutschen Oper am Rhein arbeiten in Düsseldorf und Duisburg über 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 35 verschiedenen Natio nen zusammen. So standen zum Beispiel bei der Wiederaufnahme von Rigoletto im Januar 2015 neben unserem international besetzten Opernchor dreizehn So listen aus elf verschiedenen Ländern auf der Bühne, verbunden durch die gemeinsame Sprache von Giuseppe Verdis Musik. Die Stärke unserer Kunst, der Musik und des Gesangs ebenso wie der wortlosen Kunst des Tanzes, besteht darin, in Tiefenregionen unseres Menschseins vordringen und dort nachdrücklich wirken zu können. Die Klassiker nannten es Herzensbildung, wir sprechen von Empathie, Empfindsamkeit, Toleranz und Achtung des Anderen, die für unser gesellschaftliches Zusammenleben notwendig sind in einer Zeit, die von großer Vielfalt, aber auch grundlegenden Veränderungen geprägt ist. Diese individuellen wie kollektiven Ei genschaften zu stärken, braucht es Ge schichten wie die von Arabella, Turandot, Don Carlo oder auch der lustigen Weiber von Windsor, die von Verunsicherung, Verhärtung, politischer Willkür oder menschlichen Eitelkeiten erzählen und uns anregen oder herausfordern, Position zu beziehen. Und es braucht die vielfältigen Hand- schriften verschiedener Regis seure, die jeweils ihren ganz eigenen Blick auf ein Werk mitbringen als Beispiele seien hier der taiwanesische Regisseur Huan- Hsiung Li genannt, der in einer Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem National Kaohsiung Center of Arts, Taiwan, Giacomo Puccinis Turandot inszenieren wird, oder auch Tatjana Gürbaca, Guy Joosten und Dietrich W. Hilsdorf, die uns Geschichten der Opernliteratur wieder neu erzählen werden. Wir setzen dabei besonders auf die junge Generation. Die beiden Kinderopern Die Schneekönigin und Ronja Räubertochter, mit denen wir unsere mit den Theatern in Bonn und Dortmund begonnene Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr fortsetzen, sind geradezu beispielhaft für die Fragen, was es bedeutet, sich für andere einzusetzen, und wie viel Mut und Ehrlichkeit es braucht, um Feindseligkeit und kollektive Barrieren zu überwinden. Darüber hinaus zielt unser theaterpädagogisch breit gefächertes Programm verstärkt darauf, Kinder aktiv an künstlerische Prozesse heranzuführen und ihnen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem schulischen Hinter grund die Beschäftigung mit Oper, Tanz und Musik zu ermöglichen, ihre Phan tasie anzuregen und bei ihnen die Faszi nation für die Kunst zu wecken. Junge Menschen zu fördern, ist eine der schönsten Aufgaben in unserem Beruf das gilt sowohl für die Kinder und Jugendlichen im Publikum als auch für junge Nachwuchstalente in unserem eigenen Haus. Das Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein hat sich inzwischen sehr erfolgreich als eine der begehrtesten Adressen für junge Sängerinnen und Sänger etabliert; und auch junge Nachwuchs-Regisseure und -Choreographen erhalten in dieser Spielzeit eine eigene Plattform, um ihre Inszenierungen und Choreographien auf der großen Bühne vorzustellen. Ich danke dem Leitungsteam, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Förderern und Sponsoren für die Unterstützung auf unserem Weg und wünsche Ihnen allen eine schöne und bereichernde Spielzeit 2015/16. Herzlichst Ihr Christoph Meyer 12 13

9 VORWORT VORWORT G E S C H Ä F T S F Ü H R E N D E D I R E K T O R I N ALEXANDRA STAMPLER-BROWN Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, herzlich willkommen zu Oper und Ballett am Rhein in Düsseldorf und Duisburg! Seit bald 60 Jahren gilt dieser Gruß sechs Jahrzehnte währt bereits die Partnerschaft der beiden Städte, die 1956 die Deutsche Oper am Rhein gründeten, um gemeinsam den Bürgern und Gästen der Region ein künstlerisch hochkarätiges Programm zu bieten. Einige Stürme hat unsere Theaterehe erlebt und es geschafft, das Niveau der Veranstaltungen stets hoch zu halten und zugleich als einer der wirtschaftlichsten Theaterbetriebe der Republik zu bestehen. Vor einem Jahr bin ich an den Rhein und die Ruhr gekommen und wurde von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Partnern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie von Ihnen, liebes Publikum, mit einem so herzlichen Willkommen aufgenommen, dass ich sofort den besonderen spirit der Deutschen Oper und des Balletts am Rhein erleben und in das intensive Theaterleben der beiden großen Häuser eintauchen konnte. Ein aufregendes, spannendes und erfülltes Jahr liegt jetzt hinter uns, und mit unserem Team ist es gelungen, eine Vielzahl an höchst attraktiven Produktionen auf die Bühnen zu bringen. Dazu braucht es professionelle Planung, Abstimmung und Zusammenarbeit, um mit den vorhandenen finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen außerordentliche Ergebnisse zu erzielen und die kreativen Ansprüche unserer Institution zu erfüllen. In diesen Tagen wird besonders viel über die ökonomischen Aspekte der Kultur diskutiert, über die Bezahlbarkeit und Notwendigkeit der etablierten Kulturorganisationen, Kennzahlen wie Umwegrentabilität und Standortfaktoren für Städterankings. Aber sind wirtschaftliche Kennzahlen für das Erreichen unserer Ziele allein aussagekräftig? Nein! Ich denke, wir generieren einen Mehrwert, der darin besteht, dass in einer Zeit des Wertewandels und -verlusts unsere Auseinandersetzung mit wichtigen Themen gesellschaftsbildend, integrierend und identitätsstiftend ist. Unsere Oper und unser Ballett bieten Raum für das intensive gemeinsame Erleben von Kunst und schaffen Angebote der kulturellen Bildung für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Vor wenigen Monaten hat die UNESCO die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft als immaterielles Weltkulturerbe ausgezeichnet die Vielfalt und Dichte der Theater hierzulande ist einzigartig und bewahrenswert. Dass diese Tradition bei uns lebendig ist, erfahren wir Abend für Abend: Hohe Besucherzahlen und jubelnder Applaus geben uns die Antwort auf jeden Zweifel an der Ex istenzberechtigung unserer Kunstform. Für das positive Echo und das Engagement danken wir allen unseren Unterstützern! Für die neue Saison 2015/16 laden wir Sie herzlich ein, aus der breiten Palette von Neuproduktionen und bekannten Stücken, die wegen des großen Erfolges weiter auf dem Programm stehen, Ihren persönlichen Spielplan zusammenzustellen. Besuchen Sie uns mit Familie oder mit Freunden, mit Ihrem Verein, Ihren Kollegen oder Ihren Gästen, organisieren Sie Oper und Ballett für einen Schulklassenausflug oder Ihre Weihnachtsfeier: Unsere Teams im Bereich Verkauf & Service und an den Theaterkassen beraten Sie gerne und stellen Ihnen individuelle Angebote zusammen. Vom klassischen Abonnement über die flexiblen 8er-, 6erund Jungen 4er-Karten bis hin zum kompletten Gruppenarrangement inklusive Sektempfang, Theaterführung und Pausenimbiss zum Opern- oder Ballettbesuch reicht die Bandbreite der Möglichkeiten, unvergessliche Abende im Opernhaus Düsseldorf oder im Theater Duisburg zu erleben. Wir sind gern persönlich für Sie da: Im Opernshop an der Heinrich-Heine- Allee 24 in Düsseldorf und neu an der Theaterkasse im Theater am Opernplatz in Duisburg beraten wir Sie in allen Servicefragen, geben Tipps bei der Auswahl der Stücke und Sitzplätze und liefern Ihn en Geschenkideen von den flexiblen Gutscheinen bis zu den saisonalen Paketen. Darüber hinaus sind Tickets für viele weitere Kulturveranstaltungen in der Region erhältlich mehr dazu auf Seite 173 in diesem Heft. Mehr Service bieten wir Ihnen mit unserem neuen Internetauftritt: Unter finden Sie neben den Szenenfotos jetzt auch informative Video-Trailer zu vielen Opern- und Ballettproduktionen und einen Magazinbereich mit Hintergrundberichten, Interviews und mehr. Wie bisher können Sie über unsere Internetseite Ihre Wunschplätze direkt buchen und über home bequem zuhause ausdrucken. Dies gilt übrigens auch für die Geschenkgutscheine, die Sie digital kaufen und einlösen können. Ganz neu ist die Dreisprachigkeit unseres Internetauftritts: Die wichtigsten Inhalte und Servicetexte können jetzt in deutscher, englischer und niederländischer Sprache aufgerufen werden. Damit laden wir besonders die Opernund Ballettfreunde aus unserem Nachbarland zu uns ein: Hartelijk welkom! Ich wünsche unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern toi toi toi und gutes Gelingen, und Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, unterhaltsame Stunden mit unserem Programm der Spielzeit 2015/16. Ihre Alexandra Stampler-Brown 14 15

10 SPIELZEIT 2015/16 PREMIEREN WIEDERAUFNAHMEN D E U T S C H E O P E R A M R H E I N PREMIEREN & WIEDERAUFNAHMEN RICHARD STRAUSS ARABELLA Fr GAETANO DONIZETTI L ELISIR D AMORE Sa Do Theater Duisburg Opernhaus Düsseldorf (WA) EMMERICH KÁLMÁN DIE ZIRKUSPRINZESSIN Fr Fr Opernhaus Düsseldorf Theater Duisburg (WA) WOLFGANG AMADEUS MOZART DIE ZAUBERFLÖTE Sa Do GIUSEPPE VERDI AIDA Mi Fr Opernhaus Düsseldorf Theater Duisburg Theater Duisburg Opernhaus Düsseldorf SERGEJ PROKOFJEW DER FEURIGE ENGEL Fr GAETANO DONIZETTI LUCIA DI LAMMERMOOR Do RICHARD WAGNER DER FLIEGENDE HOLLÄNDER Do Theater Duisburg JULES MASSENET WERTHER Mi Theater Duisburg PREMIEREN WIEDERAUFNAHMEN ARABELLA L ELISIR D AMORE DIE ZIRKUSPRINZESSIN TURANDOT DON CARLO ARIADNE AUF NAXOS DER GOLDENE HAHN DIE SCHNEEKÖNIGIN YOUNG DIRECTORS: WHAT NEXT? / TROUBLE IN TAHITI DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR DIE ZAUBERFLÖTE AIDA DER FEURIGE ENGEL RONJA RÄUBERTOCHTER DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL LE NOZZE DI FIGARO HÄNSEL UND GRETEL LES CONTES D HOFFMANN TOSCA LOHENGRIN LUCIA DI LAMMERMOOR DER FLIEGENDE HOLLÄNDER WERTHER DON GIOVANNI CARMEN IL TRITTICO DER ZWERG RIGOLETTO DER ROSENKAVALIER GIACOMO PUCCINI TURANDOT Sa Theater Duisburg GIUSEPPE VERDI DON CARLO Sa RICHARD STRAUSS ARIADNE AUF NAXOS Do So Theater Duisburg Opernhaus Düsseldorf (WA) NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW DER GOLDENE HAHN Fr MARIUS FELIX LANGE DIE SCHNEEKÖNIGIN JUNGE OPER AM RHEIN URAUFFÜHRUNG / AUFTRAGSKOMPOSITION FÜR ALLE AB 6 JAHREN Theater Duisburg Sa Mo Opernhaus Düsseldorf PLATTFORM REGIE DEUTSCHE OPER AM RHEIN YOUNG DIRECTORS: WHAT NEXT? TROUBLE IN TAHITI Sa Theater Duisburg OTTO NICOLAI DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR Fr JÖRN ARNECKE RONJA RÄUBERTOCHTER JUNGE OPER AM RHEIN So WOLFGANG AMADEUS MOZART DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL Do So Opernhaus Düsseldorf Theater Duisburg WOLFGANG AMADEUS MOZART LE NOZZE DI FIGARO Di ENGELBERT HUMPERDINCK HÄNSEL UND GRETEL Do So Opernhaus Düsseldorf Theater Duisburg JACQUES OFFENBACH LES CONTES D HOFFMANN Sa GIACOMO PUCCINI TOSCA Fr RICHARD WAGNER LOHENGRIN Sa WOLFGANG AMADEUS MOZART DON GIOVANNI So GEORGES BIZET CARMEN Do GIACOMO PUCCINI IL TRITTICO So Theater Duisburg ALEXANDER ZEMLINSKY DER ZWERG Do GIUSEPPE VERDI RIGOLETTO Do Fr Theater Duisburg Opernhaus Düsseldorf RICHARD STRAUSS DER ROSENKAVALIER Fr Sa Theater Duisburg Opernhaus Düsseldorf

11 VORWORT VORWORT G E N E R A L M U S I K D I R E K T O R AXEL KOBER Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum, mit dem Spielplan einer neuen Saison sind stets viele Erwartungen verbunden. Das beginnt bereits mit der Eröffnungsprem iere. Dafür ein Werk von Richard Strauss auszuwählen, bedeutet immer, sich mit großem sängerischen und orchestralen Verve in die neue Saison zu begeben. Das habe ich in den vergangenen Spielzeiten mehrfach mit Die Frau ohne Schatten, Elektra und zuletzt mit Ariadne auf Naxos erleben können. Diesmal wird mein Ka pellmeisterkollege Lukas Beikircher zum Auftakt der Saison die Neuproduktion von Arabella leiten. Er hat es dabei mit einer feinsinnigen lyrischen Komödie oder, wie manche sagen, einer heimlichen Operette zu tun sehr wienerisch, sehr walzerselig und wehmütig und eine letzte Glanzleistung des großartigen Autorenduos Strauss und Hugo von Hofmannsthal, die Operngenuss pur verspricht. Für mich ist es eine große Freude, in der kommenden Saison die Zusammenarbeit mit Dietrich W. Hilsdorf fortsetzen zu können diesmal mit Otto Nicolais Oper Die lustigen Weiber von Windsor. Wir sind uns beide einig, dass man für dieses Werk einiges tun kann, um es von dem Vorurteil zu befreien, eine biedere und angestaubte deutsche Spieloper zu sein. Ich sehe es vor allem in der Tradition der deutschen romantischen Oper, woraus sein besonderer musikalischer Reiz resultiert. Mit dieser gemeinsamen Arbeit gehen wir einen Schritt auf das große Vorhaben zu, das wir in der Spielzeit 2016/17 in Angriff nehmen werden. Im Juni 2017 fällt der Startschuss für eine Neuproduktion von Richard Wagners Ring des Nibelungen, den Dietrich W. Hilsdorf ins zenieren wird. Der Zeitpunkt dafür ist bewusst gewählt. Nach der Vielzahl von Neuinszenierungen im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 braucht es ein Durchatmen, um diesem Monumentalwerk mit neuem Elan begegnen zu können. Inzwischen waren wir übrigens keineswegs Ring - abstinent, sondern haben mit Loriots Ring an einem Abend die Neugierde unseres Publikums wach gehalten und sicher auch einige Wagner-Freunde hinzugewonnen. Der großen Nachfrage entsprechend werden wir diesen konzertanten Abend auch in dieser Spielzeit wiederholen, um die Erwartung auf den kompletten Ring noch zu steigern. Bis es dazu kommt, ist eine lange künstlerische, konzeptionelle und produktionstechnische Vorarbeit notwendig. Denn noch immer ist die Aufführung dieses Gesamtkunstwerks eine große Herausforderung für jedes Opernhaus, der man nur mit höchster musikalischer Qualität und überzeugender szenischer Intention gerecht werden kann. Für meine musikalische Arbeit bedeutet das, dass ich durch den Ring sehr stark auf das große deutsche Fach fixiert sein werde. Deshalb möchte ich mich vorab anderen musikalischen Stilrichtungen widmen und werde in dieser Spielzeit unter anderem auch die Premieren von Puccinis Turandot und Rimski-Korsakows Märchenoper Der goldene Hahn dirigieren. Mit letzterem Werk setzen wir unsere Bemühungen um das leider viel zu wenig bekannte russische Opernrepertoire fort wie zuletzt mit Prokofjews Der feurige Engel. Zusätzlich zu diesem Angebot an Neuproduktionen, zu denen auch Verdis Don Carlo, eine weitere Uraufführung einer Kinderoper und ein Doppelabend mit zwei amerikanischen Kurzopern der Moderne gehören, können Sie natürlich wieder aus einem reichhaltigen Repertoire wählen: insgesamt 28 Opern und eine Operette. Für dieses große Programm sind wir mit unserem künstlerischen Ensemble bestens aufgestellt. Unser Kapellmeisterteam hat sich durch die Neuengagements von Giuliano Betta und Aziz Shokhakimov vergrößert. Gemeinsam mit den erfahrenen Kollegen Wen-Pin Chien und Lukas Beikircher und meinen anderen musikalischen Mitarbeitern werden sie mir künftig künstlerisch zur Seite stehen. Auch in unserem Solistenensemble hat sich einiges bewegt. Wir haben eine Reihe von vielversprechenden Talenten hinzugewonnen, von denen einige wie Elena Sancho Pereg in der Rolle der Zerbinetta oder Ramona Zaharia als Carmen bereits zu Publikumslieblingen avanciert sind. Und auch die jetzigen Mitglieder unseres Opernstudios haben im ersten Jahr ihres Engagements bereits viel Aufmerksamkeit auf sich lenken können. An diesen persönlichen künstlerischen Entwicklungen teilzunehmen, auch dazu laden wir Sie herzlich ein. Was meine Zusammenarbeit mit dem Ballett am Rhein betrifft, so freue ich mich, dass Martin Schläpfer für seinen Ballettabend b.26 Terence Kohlers Choreographie One zu Brahms 1. Sinfonie ausgewählt hat. Damit stellt sich für mich eine wichtige musikalische Kontinuität zu Brahms Ein Deutsches Requiem und der 2. Sinfonie in b.14 her. Außerdem werden in dem neuen Ballettabend auch Gustav Mahlers Kindertotenlieder zu hören sein, die nicht nur zu den persönlichsten Werken des Komponisten gehören, sondern auch musikalisch sehr berührend sind. Wenn ich der kommenden Spielzeit mit besonderer Erwartung entgegensehe, so hat das auch mit der Ernennung von Adam Fischer zum Ersten Konzertdirigenten der Düsseldorfer Symphoniker zu tun. Für mich ist er einer der besten und erfahrensten Dirigenten und Orchesterleiter, den ich mir für dieses Amt in Düsseldorf vorstellen kann. Aus unserer gemeinsamen Zeit in Mannheim weiß ich, dass wir gut und künstlerisch kreativ zusammenarbeiten können. Das wollen wir in Düsseldorf fortsetzen und fruchtbar machen unter den besonderen Gegebenheiten der Opern- und Orchestergemeinschaft, die die Deutsche Oper am Rhein mit den Düsseldorfer Symphonikern und den ebenso eigenständigen Duisburger Philharmonikern verbindet. Alle diese Vorhaben sind nur erfolgversprechend, wenn wir damit unser Publikum in Düsseldorf und Duisburg erreichen. Wir wünschen uns daher, dass Sie Ihrer Deutschen Oper am Rhein die Treue halten und sich mit uns gemeinsam auf die neue Spielzeit 2015/16 freuen. Ihr Axel Kober 18 19

12 OPER PREMIEREN R I C H A R D S T R A U S S ARABELLA Arabella kann sich vor Verehrern kaum retten: Nicht nur drei Grafen werben um sie, sondern auch der Offizier Matteo. In diesen ist wiederum Arabellas Schwester Zdenka verliebt, die sich allerdings als Junge verkleiden muss, da sich ihre Eltern der spielsüchtige Graf Waldner und seine Gattin Adelaide nicht in der Lage sehen, beide Töchter standesgemäß aufwachsen zu lassen. Um Matteo trotzdem nahe sein zu können, schürt Zdenka seine Hoffnungen auf Arabellas Liebe, doch diese wartet auf ihren Traum-Mann. Als schließlich ein geheimnisvoller Fremder namens Mandryka auftaucht, beginnt ein Spiel der Verwicklungen, das in einen orgiastischen Ball mündet. Doch am Ende finden nicht nur Arabella und Mandryka zusammen, sondern auch Zdenka offenbart ihre wahre Identität, so dass ihrer Verbindung mit Matteo nichts mehr im Wege steht. An das Erfolgsrezept ihres Rosenkavaliers wollten Richard Strauss ( ) und Hugo von Hofmannsthal mit ihrer letzten gemeinsamen Arbeit anknüpfen und noch einmal eine Oper schreiben, in der sich aristokratisches Flair, Wiener Walzerseligkeit, berückende Gesangsmelodien und schillernde Orchesterfarben zu einem opulenten Abgesang auf eine vergangene Welt paaren. Eine andere Brüchigkeit als jener für den Rosenkavalier so typische Hauch von Wehmut durchtränkt jedoch dieses 1933 in Dresden uraufgeführte Werk, geriet es den beiden Autoren doch vor der historischen Folie der 1860er Jahre zu einem eindringlichen Bild ihrer eigenen Zeit: der Widerspiegelung der Verlorenheit wie Utopien einer entwurzelten Gesellschaft, in der es einer jungen Frau jedoch gelingt, ihre Sehnsucht nach Ehrlichkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu leben. Gegen den Champagner-Taumel der dekadenten Wiener Aristokratie besiegeln Arabella und Mandryka ihre Verlobung schließlich mit einem schlichten Glas Wasser. Nach Salome kehrt Tatjana Gürbaca mit einer weiteren Strauss-Inszenierung an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Die gebürtige Berlinerin zählt zu den erfolgreichsten Regisseurinnen ihrer Generation. Sie inszenierte u.a. an den Häusern in Berlin, Wien, Graz, Leipzig, Köln, Bremen, Zürich, im Festspielhaus Baden-Baden sowie bei den Schwetzinger Festspielen. Von 2011 bis 2014 war sie Operndirektorin am Staatstheater Mainz. Für Wagners Parsifal an der Vlaamse Opera Antwerpen / Gent wurde sie 2013 von der Zeitschrift Opernwelt zur Regisseurin des Jahres gekürt. *** Lyrische Komödie in drei Aufzügen op. 79 Dichtung von Hugo von Hofmannsthal In deutscher Sprache mit Übertiteln PREMIERE Fr , Uhr WEITERE TERMINE SEPTEMBER So Sa OKTOBER Do So Mi So So Sa OPERNWERKSTATT Fr , Uhr Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause MUSIKALISCHE LEITUNG Lukas Beikircher INSZENIERUNG Tatjana Gürbaca BÜHNE Henrik Ahr KOSTÜME Silke Willrett LICHT Stefan Bollinger CHOR Gerhard Michalski DRAMATURGIE Anne do Paço GRAF WALDNER Thorsten Grümbel ADELAIDE Susan Maclean ARABELLA Jacquelyn Wagner ZDENKA Anett Fritsch MANDRYKA Simon Neal MATTEO Corby Welch GRAF ELEMER Jussi Myllys GRAF DOMINIK Dmitri Vargin GRAF LAMORAL Günes Gürle FIAKER-MILLI Elena Sancho Pereg KARTENAUFSCHLÄGERIN Romana Noack // Chor der Deutschen Oper am Rhein // Düsseldorfer Symphoniker ARABELLA Jacquelyn Wagner (Arabella). Foto: Hans Jörg Michel 21

13 OPER PREMIEREN G A E T A N O D O N I Z E T T I L ELISIR D AMORE Als ein Komponist die geplante Oper nicht abliefern konnte, befand sich das Mailänder Teatro della Canobbiana in Schwierigkeiten und man bat Gaetano Donizetti ( ), eine ältere Partitur zu überarbeiten. Doch dieser antwortete: Sie werden sehen, dass ich genug Energie habe, Ihnen eine funkelnagelneue Oper in vierzehn Tagen zu liefern! Ich gebe Ihnen mein Wort. Gemeinsam mit seinem Librettisten Felice Romani gelang ihm dieses Kunststück und L elisir d amore wurde bei seiner Uraufführung am 12. Mai 1832 einer der größten Erfolge in Donizettis Karriere. Bis heute hat seine Opera comica eine ungebrochene Aufführungstradition in allen wichtigen Opernhäusern der Welt und wird vom Publikum geliebt. Der junge Nemorino ist seit langem in Adina verliebt, die jedoch unerreichbar scheint. Als die Gefahr droht, dass sie den eitlen Offizier Belcore heiraten könnte, gibt Nemorino sein ganzes Vermögen für einen angeblichen Liebestrank des Quacksalbers Dulcamara aus, der ihm endlich den ersehnten Erfolg bringen soll. Nach zahlreichen Verwirrungen, die mitunter an Shakespeares Sommernachtstraum erinnern, findet das Paar schließlich tatsächlich zusammen, der arme Nemorino kommt wieder zu Geld und niemand hat gemerkt, dass in der Flasche mit dem Liebestrank lediglich billiger Wein war. Regisseur Joan Anton Rechi hat Gaetano Donizettis L elisir d amore als erstaunlich vielschichtiges Meisterwerk enttarnt, er paarte Frohsinn mit Nachdenklichkeit und ließ den Bühnenbildner Alfons Flores hinreißende Bilder erfinden. Alles spielt unter einem funkelnden und blinkenden Himmel aus Tausenden von Partygläsern, die kopfüber vom Schnürboden hängen und dort schillernde Symbolfreude abstrahlen: Sie sind Glöckchen, Tränen, Champagnerpokale, sie kristallisieren Licht, brechen es und lassen es milchig verschwimmen. Es gibt gigantischen Beifall für eine sehr, sehr schöne Produktion. So schilderte Wolfram Goertz in der Rheinischen Post seinen Eindruck der Düsseldorfer Premiere von L elisir d amore. Am 17. Oktober 2015 feiert die umjubelte Inszenierung von Joan Anton Rechi auch im Theater Duisburg Premiere. *** MUSIKALISCHE LEITUNG Giuliano Betta INSZENIERUNG Joan Anton Rechi BÜHNE Alfons Flores KOSTÜME Sebastian Ellrich LICHT Volker Weinhart CHOR Christoph Kurig DRAMATURGIE Bernhard F. Loges ADINA Luiza Fatyol / Anett Fritsch NEMORINO Ovidiu Purcel / Georgy Vasiliev BELCORE Laimonas Pautienius DULCAMARA Bruno Balmelli / Günes Gürle GIANNETTA Anna Tsartsidze // Chor der Deutschen Oper am Rhein // Duisburger Philharmoniker / Düsseldorfer Symphoniker Opera comica in zwei Akten Libretto von Felice Romani nach Eugène Scribes Le philtre In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln PREMIERE Sa , Uhr Theater Duisburg WIEDERAUFNAHME Do , Uhr WEITERE TERMINE OKTOBER Theater Duisburg Sa NOVEMBER Theater Duisburg So Sa APRIL Theater Duisburg Fr APRIL Do MAI Di JUNI Do OPERNWERKSTATT Di , Uhr Theater Duisburg Dauer: ca. 2 ½ Stunden, eine Pause L ELISIR D AMORE Anett Fritsch (Adina). Foto: Hans Jörg Michel 23

14 OPER PREMIEREN E M M E R I C H K Á L M Á N DIE ZIRKUSPRINZESSIN Es war einmal ein schneidiger junger Husarenoffizier, der heißgeliebte Neffe und Erbe eines der reichsten Fürsten Russlands. Das ganze Leben war für ihn ein toller Rausch, bis er eines Abends in der Oper eine Frau erblickte, die ihn so sehr faszinierte, dass er tagein, tagaus nur mehr an sie denken konnte. So sagte er zu seinem Onkel: Die oder keine! Worauf der Onkel wutschnaubend antwortete: Was fällt dir ein, das ist meine Braut! Am nächsten Tag war der junge Offizier versetzt, abgeschoben in ein schmutziges Grenznest und enterbt. Seine Karriere vernichtet, quittierte er den Dienst und zog hinaus in die Welt. Er war ein glänzender Reiter und ging... zum Zirkus! Mit diesen Worten lüftet Mister X das Geheimnis seiner Herkunft und schnell ist klar: Geschichten wie diese wurden auf der Operettenbühne so oder ähnlich schon oft erzählt. Aber noch nie zuvor hatte ein Komponist sie im Zirkus angesiedelt, jenem Ort der Spiele, Verkleidungen, Clowns und Akrobaten, der auch für die Theaterbühne jede Menge Atmosphäre schafft. Die Liebes- und Lebenswirren des Mister X sind dabei nur ein Handlungsstrang des äußerst turbulenten Geschehens der Zirkusprinzessin, deren Uraufführung 1926 im Theater an der Wien Emmerich Kálmán ( ) einen sensationellen Erfolg bescherte. Denn genauso wie seine Csárdásfürstin und Gräfin Mariza lebt auch diese Operette von mitreißenden Melodien, Tänzen vom Walzer bis zum Foxtrott, schmissigen Varieté-Nummern und berührend-sentimentalen Liebesduetten. Über Josef E. Köpplingers Inszenierung, die in der vergangenen Spielzeit bereits im Theater Duisburg gefeiert wurde, schrieb Manuel Brug in der Welt: So geht perfekte, sanft modernisierte klassische Operette. Und Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung: Alles rast und tobt, alles ist bunt, lebendig und toll, und dann steht in der Mitte der Manege Daniel Prohaska und träumt traurig von Liebe und Glück. Josef E. Köpplinger ist seit 2012/13 Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz München. Der international äußerst erfahrene Theatermann machte sich in den letzten Jahren vor allem durch seine spritzig-fantasievollen Operetten- und Musical-Inszenierungen einen Namen wurde er mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. *** MUSIKALISCHE LEITUNG Giuliano Betta / Patrick Francis Chestnut INSZENIERUNG Josef E. Köpplinger BÜHNE Rainer Sinell KOSTÜME Marie-Luise Walek LICHT Michael Heidinger CHOREOGRAPHIE Karl Alfred Schreiner CHOR Gerhard Michalski DRAMATURGIE David Treffinger FÜRSTIN FEDORA PALINSKA Romana Noack PRINZ SERGIUS WLADIMIR Wolfgang Schmidt RITTMEISTER GRAF SASKUSIN Joeri Burger LEUTNANT VON PETROWITSCH Matthias Schlüter BARON PETER BRUSOWSKY David Jerusalem / Tobias Scharfenberger ZIRKUSDIREKTOR STANISLAWSKI Franz Wyzner WANJA Gisela Ehrensperger MISTER X Daniel Prohaska / Carsten Süss / Jevgenij Taruntsov MISS MABEL GIBSON Susanne Grosssteiner CARLA SCHLUMBERGER Rosina Bacher / Sigrid Hauser TONI SCHLUMBERGER Christoph Filler OBERKELLNER PELIKAN Wolfgang Reinbacher PICCOLO MAXL Steffen Köhler PORTIER FRANTISCHEK Udo Bodnik BILLETEUR FEDJA Norbert Kaulhausen u. a. // Chor der Deutschen Oper am Rhein // Düsseldorfer Symphoniker / Duisburger Philharmoniker In Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München Operette in drei Akten Text von Julius Brammer und Alfred Grünwald Neue Textfassung von Josef E. Köpplinger In deutscher Sprache mit Übertiteln PREMIERE Fr , Uhr WIEDERAUFNAHME Fr , Uhr Theater Duisburg WEITERE TERMINE NOVEMBER So Sa DEZEMBER Fr So Do JANUAR So FEBRUAR So Di MÄRZ Di APRIL Sa MAI Fr JULI Theater Duisburg So OPERNWERKSTATT Mo , Uhr Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause DIE ZIRKUSPRINZESSIN Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska). Foto: Hans Jörg Michel 25

15 OPER PREMIEREN G I A C O M O P U C C I N I TURANDOT Als chinesische Prinzessin ist sie bekannt, die schöne und unnahbare Turandot, deren Legende vermutlich persischen Ursprungs ist. Drei Rätsel muss derjenige lösen, der, kopflos vom Anblick ihrer Schönheit, sie zur Frau begehrt. Wahrhaft kopflos endet der Wagemutige, wenn ihm die Lösung der Rätsel nicht glückt. Doch die Todesgefahr kann die jungen Freier nicht schrecken. Je grausamer die Prinzessin ihr Spiel mit ihnen treibt, umso stärker erstrahlt sie in einer Aura, die sie vor jeglicher Inbesitznahme durch einen Mann schützen soll. So wollen es alle Turandot-Märchen. Doch die Rätselprinzessin gehört nicht zur Gattung der männerfeindlichen Amazonen und Zauberinnen. Ihr Wesen ist archaischer Natur, rückbezogen auf den gewaltsamen Tod einer Urahnin, den sie im Glauben an die Wiedergeburt rächen will. Der Preis für diese selbst auferlegte Passion ist die Einsamkeit, unter der Turandot, ohne es zuzugeben, am meisten leidet. Turandot ist Puccinis ( ) letzte Oper, die er nicht mehr vollenden konnte, weil er mitten in der Arbeit einem tödlichen Kehlkopfleiden erlag. Das ist umso tragischer, da diese Oper als einziges seiner Bühnenwerke einen glücklichen Ausgang nehmen sollte. Aber für das große Schlussduett zwischen Kalaf und Turandot, in dem sich die Wandlung der Prinzessin vollziehen und mit einem emphatischen Kuss der Liebenden besiegelt werden sollte, blieb Puccini keine Zeit mehr. Er hinterließ ein unvollendetes Werk, das trotz der musikalischen Vervollständigung durch Franco Alfano 1924 oder Luciano Berio 2002 rätselhaft bleibt. Für dieses Rätsel eine Deutung zu finden, hat sich Huan-Hsiung Li, Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Creative Society, einer der populärsten und innovativsten Theatergruppen Taiwans, vorgenommen. Er betrachtet Puccinis Turandot aus dem Blickwinkel seiner eigenen kulturellen Herkunft und versteht die Oper als eine Parabel auf ein China, das die Wunden seiner wechselvollen Vergangenheit durch den Aufstieg zu einer beherrschenden Weltmacht zu überdecken sucht. *** MUSIKALISCHE LEITUNG Axel Kober / Wen-Pin Chien INSZENIERUNG Huan-Hsiung Li BÜHNE Jo-Shan Liang KOSTÜME Hsuan-Wu Lai LICHT Volker Weinhart VIDEO / MEDIA DESIGN Jun-Jieh Wang CHOR Gerhard Michalski KINDERCHOR Sabina López Miguez DRAMATURGIE Hella Bartnig TURANDOT Linda Watson ALTOUM Bruce Rankin TIMUR Sami Luttinen KALAF Zoran Todorovich LIÙ Brigitta Kele PING Bogdan Baciu PANG Florian Simson PONG Cornel Frey MANDARIN Daniel Djambazian PRINZ VON PERSIEN Hubert Walawski // Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein // Kinderchor am Rhein // Duisburger Philharmoniker In Kooperation mit dem National Kaohsiung Center of Arts, Taiwan Dramma lirico in drei Akten Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach der Fiaba chinese teatrale tragicomica von Carlo Lucio Graf Gozzi und der deutschen Bearbeitung als Turandot, Prinzessin von China. Ein tragikomisches Märchen von Friedrich von Schiller in der italienischen Übersetzung von Andrea Maffei Aufführung der von Franco Alfano ergänzten Version In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln PREMIERE Sa , Uhr Theater Duisburg WEITERE TERMINE DEZEMBER Theater Duisburg Mi Sa Do So Sa OPERNWERKSTATT Fr , Uhr Theater Duisburg Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause AIDA TURANDOT Morenike Linda Fadayomi Watson (Aida). (Turandot). Foto: Hans Jörg Michel 27

16 OPER PREMIEREN G I U S E P P E V E R D I DON CARLO Don Carlo muss erfahren, dass Elisabetta di Valois, die zunächst ihm als Gattin versprochen wurde, aus Gründen der Staatsräson seinen Vater Filippo II. ehelichen soll. Zutiefst traurig hofft er auf Vergessen, als er von seinem Freund Rodrigo di Posa aufgesucht wird, der ihm die Befreiung Flanderns von der spanischen Besatzung ans Herz legt und ihm in dieser Aufgabe einen neuen Lebenssinn zu geben glaubt. Zugleich ist Marquis Posa durchaus ein kalkulierender Politiker, der seine Ideale von Freiheit im totalitären, von der Inquisition durchsetzten Staate verwirklichen will. Er steht dem König nahe, der in ihm gar einen Freund zu erkennen glaubt. Doch für menschliche Beziehungen, ob Freundschaft oder Liebe, ist in diesem System kein Platz. Filippo muss Posa töten lassen, Carlo muss Elisabetta aufgeben und verliert schlussendlich ebenfalls sein Leben. Allein die Macht des Großinquisitors, ohne den das Reich Filippos nicht existieren kann, ist ungebrochen und stärker denn je. Das vernichtende Autodafé, bei dem die Feinde der Inquisition verbrannt werden, ist hier gleichbedeutend mit der Zerstörung jeglicher Privatsphäre und Menschlichkeit. Der Drang nach Freiheit im Denken und Handeln, wie ihn Schiller in seinem Don Karlos 1787 auf die Bühne brachte, bestimmte auch das Leben Giuseppe Verdis ( ). Viermal vertonte er Stoffe Schillers, zuletzt Don Karlos wurde seine gleichnamige Oper an der Pariser Opéra uraufgeführt, doch zunächst blieb der Erfolg aus. In den folgenden 20 Jahren sollte Verdi sein Werk siebenmal umarbeiten wurde eine vieraktige Fassung in Mailand aufgeführt, die bis heute die meistgespielte Version ist und auch an der Deutschen Oper am Rhein zu hören sein wird. Regie führt der international erfolgreiche flämische Regisseur Guy Joosten, der hier bereits für seine Inszenierungen von Strauss Die Frau ohne Schatten und Poulencs Dialogues des Carmélites gefeiert wurde. Das Bühnenbild gestaltet Alfons Flores, der an der Deutschen Oper am Rhein zuletzt mit seiner poetischen Bühnenbildidee für Donizettis L elisir d amore begeisterte. *** Oper in vier Akten nach Friedrich von Schiller Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle Italienischer Text von Antonio Ghislanzoni In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln PREMIERE Sa , Uhr WEITERE TERMINE FEBRUAR Mi Sa Sa MÄRZ Do So So Sa Mo APRIL Sa MUSIKALISCHE LEITUNG Andriy Yurkevych / Giuliano Betta INSZENIERUNG Guy Joosten BÜHNE Alfons Flores KOSTÜME Eva Krämer LICHT Manfred Voss CHOR Gerhard Michalski DRAMATURGIE Bernhard F. Loges FILIPPO II. Adrian Sâmpetrean DON CARLO Gianluca Terranova RODRIGO DI POSA Laimonas Pautienius IL GRANDE INQUISITORE Sami Luttinen UN FRATE Torben Jürgens ELISABETTA DI VALOIS Olesya Golovneva EBOLI Ramona Zaharia TEBALDO Anna Tsartsidze IL CONTE DI LERMA Ibrahim Yeşilay L ARALDO REALE Luis Fernando Piedra // Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein // Düsseldorfer Symphoniker OPERNWERKSTATT Di , Uhr Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause DON CARLO Gianluca Terranova (Don Carlo). Foto: Hans Jörg Michel Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein e. V. 29

17 OPER PREMIEREN R I C H A R D S T R A U S S ARIADNE AUF NAXOS Keine andere Oper erzählt so viel über das Wesen des Musiktheaters wie Hugo von Hofmannsthals und Richard Strauss ( ) Ariadne auf Naxos. Ursprünglich war die Kammeroper als Einlage für Hofmannsthals Bearbeitung von Molières Komödie Der Bürger als Edelmann gedacht und in diesem Kontext am 25. Oktober 1912 zur Eröffnung des Stuttgarter Hoftheaters uraufgeführt worden. Da diese Fassung jedoch bei Publikum und Kritik keinen großen Anklang fand, bearbeiteten die Autoren ihr Werk einige Jahre später und die heutige Fassung als Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel wurde am 4. Oktober 1916 an der Hofoper in Wien aufgeführt. In dieser Version fand Ariadne auf Naxos schließlich den Weg auf die Spielpläne aller wichtigen Opernhäuser. Im Vorspiel bringen Hofmannsthal und Strauss die Situation des dem Markt ausgelieferten Künstlers auf den Punkt: Um den willkürlichen Geschmack des reichen Souveräns zu befriedigen, ist der Komponist gezwungen, seine Oper Ariadne mit improvisierten Einlagen durch eine Commedia dell arte-truppe aufzuführen. Die Kunst zählt hier nur so viel, wie ihr Subventionsgeber zahlen will und dieser zahlt nur, wenn s ihm gefällt. In der dann als Theater auf dem Theater gegebenen Oper Ariadne auf Naxos verschwimmen schließlich Komödie und Tragödie, Mythos und Ironie. Schein und Wirklichkeit, Bühne und Publikum gehen hier bruchlos ineinander über; es saugt den Zuschauer in einen imaginären Raum, macht ihn unweigerlich zum Akteur in diesem großen Welttheater, wo das Leben ein Spiel und das Spiel das Leben ist. In ihrer spielerischen Virtuosität, in der abgründigen Leichtigkeit, die alles Doktrinäre verdampfen lässt, zugleich aber auch in ihrem ganz aus der Musik gewonnenen Bewegungs- und Gestenreichtum wird diese Inszenie - r ung vielmehr zu einer zu Recht bejubelten Sternstunde aktueller Opernregie. So feierte Markus Schwering im Kölner Stadt-Anzeiger die Düsseldorfer Premiere von Dietrich W. Hilsdorfs erster Strauss-Insze nierung. *** MUSIKALISCHE LEITUNG Wen-Pin Chien INSZENIERUNG Dietrich W. Hilsdorf BÜHNE Dieter Richter KOSTÜME Renate Schmitzer LICHT Volker Weinhart DRAMATURGIE Bernhard F. Loges Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Hugo von Hofmannsthal In deutscher Sprache mit Übertiteln PREMIERE Do , Uhr Theater Duisburg WIEDERAUFNAHME So , Uhr WEITERE TERMINE MÄRZ Theater Duisburg Do So Sa APRIL So OPERNWERKSTATT Fr , Uhr Theater Duisburg Dauer: ca. 2 ¼ Stunden, keine Pause DER HAUSHOFMEISTER Peter Nikolaus Kante EIN MUSIKLEHRER Stefan Heidemann DER KOMPONIST Katarzyna Kuncio DER TENOR / BACCHUS Scott MacAllister / Corby Welch EIN OFFIZIER Hubert Walawski EIN TANZMEISTER Florian Simson EIN PERÜCKENMACHER Roman Hoza EIN LAKAI Doğuş Güney ZERBINETTA Heidi Elisabeth Meier / Elena Sancho Pereg PRIMADONNA / ARIADNE Karine Babajanyan / Linda Watson HARLEKIN Bogdan Baciu SCARAMUCCIO Bruce Rankin TRUFFALDIN Lukasz Konieczny / Bogdan Taloş BRIGHELLA Cornel Frey NAJADE Elisabeth Selle DRYADE Maria Popa / Iryna Vakula ECHO Eva Bodorová / Lavinia Dames // Duisburger Philharmoniker / Düsseldorfer Symphoniker ARIADNE AUF NAXOS Karine Babajanyan (Primadonna / Ariadne), Elena Sancho Pereg (Zerbinetta). Foto: Hans Jörg Michel 31

18 OPER PREMIEREN N I K O L A I R I M S K I - K O R S A K O W DER GOLDENE HAHN Dieser groteske Deal zwischen einem Astrologen, einem mächtigen König und einer liebeskundigen Orientalin, der mit den unberechenbaren Manövern eines goldenen Hahns kollidiert, das muss das reinste Märchen sein. Doch der russische Komponist Nikolai Rimski-Korsakow ( ) hat darüber hinaus mit seiner letzten Oper eine witzige Politsatire geschrieben, die auf das revolutionär aufgeladene Russland von 1905 Bezug nimmt. Der König Dodon ist alt und kampfesmüde. Er muss sich beständig gegen Feinde schützen, ohne zu wissen wie. Deshalb lässt er sich von einem dubiosen Sternengucker einen goldenen Hahn schenken, dessen Krähen ihn vor Gefahren warnen soll. Doch anstatt sich fortan im Gefühl der Sicherheit wiegen zu können, verliert Dodon seine beiden Söhne, verfällt den Reizen der Königin von Schemacha und wird schließlich von dem goldenen Hahn getötet, der mit der schönen Königin verschwindet und das Volk in banger Ungewissheit zurücklässt, wie eine Zukunft ohne Herrscher aussehen soll. Der Sprengstoff, mit dem Rimski-Korsakow seine Oper auch musikalisch auflud, verhinderte es, dass das Werk noch zu Lebzeiten des Komponisten auf die Bühne gebracht werden konnte. Inzwischen ist unbestritten, dass Rimski-Korsakow und sein Librettist Belski damit eine der geistreichsten und musikalisch prallsten Opern des russischen Repertoires geschaffen haben. Ein philosophisches Märchen für Erwachsene, eine groteske Gesellschaftssatire, eine erotische Komödie vor allem ist Der goldene Hahn ein großer Theaterspaß, ein unverhohlener Angriff auf Dummheit, Bequem lichkeit und eitle Gefallsucht, bei dem es viel zu lachen gibt, auch wenn einem das Lachen gelegentlich im Halse stecken bleiben kann. Als Regisseur dieser Neuproduktion ist Dmitry Bertman erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast gründete er die Moskauer Helikon-Oper, deren unkonventionelle Aufführungen in Moskau und inzwischen auch in aller Welt zu sehen sind. *** MUSIKALISCHE LEITUNG Axel Kober / Aziz Shokhakimov INSZENIERUNG Dmitry Bertman BÜHNE & KOSTÜME Ene-Liis Semper CHOREOGRAPHIE Edvald Smirnov REGIEMITARBEIT Ilian Ilin CHOR Christoph Kurig DRAMATURGIE Hella Bartnig KÖNIG DODON Boris Statsenko PRINZ GWIDON N.N. PRINZ AFRON Bogdan Baciu GENERAL POLKAN Sami Luttinen AMELFA Renée Morloc ASTROLOGE Cornel Frey KÖNIGIN VON SCHEMACHA Elena Sancho Pereg DER GOLDENE HAHN Eva Bodorová // Chor der Deutschen Oper am Rhein // Düsseldorfer Symphoniker Das reinste Märchen (Nebyliza w lizach) Oper in drei Akten nach dem Märchen von Alexander Puschkin Libretto von Wladimir Iwanowitsch Belski In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln PREMIERE Fr , Uhr WEITERE TERMINE APRIL So Sa Mi Sa MAI Mi So So OPERNWERKSTATT Mo , Uhr Dauer: ca. 2 ½ Stunden, eine Pause DER GOLDENE HAHN Cornel Frey (Astrologe). Foto: Hans Jörg Michel 33

19 OPER PREMIEREN M A R I U S F E L I X L A N G E DIE SCHNEEKÖNIGIN JUNGE OPER AM RHEIN URAUFFÜHRUNG / AUFTRAGSKOMPOSITION FÜR ALLE AB 6 JAHREN Nach den beiden Uraufführungen Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte von Marius Felix Lange und Ronja Räubertochter von Jörn Arnecke feiert die Kooperation Junge Opern Rhein- Ruhr der Deutschen Oper am Rhein und der Theater Dortmund und Bonn in der Spielzeit 2015/16 bereits die dritte Premiere einer Auftragskomposition für junges Publikum. Erneut konnte Marius Felix Lange (*1968) als Komponist gewonnen werden. Er vertont diesmal ein Märchen, das ihm seit seiner Kindheit am Herzen liegt: Hans Christian Andersens Die Schneekönigin. Das in traumartigen Sequenzen erzählte Kunstmärchen des dänischen Dichters ist bereits häufig für die Büh ne bearbeitet worden, doch die Faszination, die von dieser Geschichte ausgeht, regt Künstler immer wieder aufs Neue an, sich mit dem Stoff zu beschäftigen. Die kleine Gerda und der Nachbarjunge Kay sind enge Freunde. Gerdas Großmutter erzählt den beiden zum Einschlafen die Geschichte, wie ein Troll im Auftrag der Schneekönigin einen Spiegel erschaffen hat, der alles Schöne und Gute verzerrt und hässlich aussehen lässt. Dieser zerbrach und derjenige, den seine Splitter treffen, verliert alle Liebe und Empathie. Als Gerda und Kay miteinander spielen, trifft den Jungen ein solcher Splitter. Er stößt Gerda zurück und interessiert sich nur noch für alles Rationale, alle Gefühle sind ihm fremd. Auf einem Schlitten nimmt ihn die Schneekönigin mit in ihr Reich. Gerda begibt sich auf die Suche nach ihrem Kay und mit der Hilfe einer Krähe, eines Rentiers, des Räu bermädchens und vieler anderer Gefährten gelangt sie schließlich zum Eispalast der Königin und kann ihren Freund befreien. Regie führen wird bei Die Schneekönigin wieder Johannes Schmid, der bereits Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte und Ronja Räubertochter inszenierte. Die opulenten Bühnenbilder und Kostüme von Tatjana Ivschina, die seit 2009 alle Kinderopern an der Deutschen Oper am Rhein ausstattete, entführen wieder in eine traumhafte Fantasiewelt. *** MUSIKALISCHE LEITUNG Lukas Beikircher / Christoph Stöcker INSZENIERUNG Johannes Schmid BÜHNE & KOSTÜME Tatjana Ivschina LICHT Volker Weinhart DRAMATURGIE Bernhard F. Loges SCHNEEKÖNIGIN Eva Bodorová / Adela Zaharia K AY Roman Hoza / Dmitri Vargin GERDA Lavinia Dames / Heidi Elisabeth Meier BLUMENFRAU Annika Kaschenz / Maria Popa KRÄHE Johannes Preißinger / Florian Simson PRINZ Cornel Frey / Hubert Walawski PRINZESSIN Anna Tsartsidze RÄUBERMÄDCHEN Maria Kataeva / Iryna Vakula RENTIER David Jerusalem / Peter Nikolaus Kante GROSSMUTTER / FINNIN Katarzyna Kuncio / Susan Maclean TROLLE Doğuş Güney, Luis Fernando Piedra, N.N. u. a. // Projektchor der Robert-Schumann-Hochschule // Duisburger Philharmoniker / altstadtherbst orchester Eine Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn im Rahmen von Junge Opern Rhein-Ruhr Eine Familienoper nach Hans Christian Andersen Libretto vom Komponisten In deutscher Sprache mit Übertiteln PREMIEREN Sa , Uhr Theater Duisburg Mo , Uhr WEITERE TERMINE APRIL Theater Duisburg Sa , Uhr MAI Theater Duisburg So , Uhr JUNI Theater Duisburg Mo , Uhr Di , Uhr Mo , Uhr Di , Uhr JULI Di , & Uhr Mi , Uhr FAMILIENOPERNWERKSTATT Fr , Uhr Theater Duisburg Do , Uhr Dauer: ca. 1 ½ Stunden, keine Pause DIE SCHNEEKÖNIGIN Adela Zaharia (Schneekönigin). Foto: Hans Jörg Michel 35

20 OPER PREMIEREN P L A T T F O R M R E G I E D E U T S C H E O P E R A M R H E I N YOUNG DIRECTORS: WHAT NEXT? TROUBLE IN TAHITI Young Directors ist eine neue Plattform, in der wir jungen Künstlern aus dem eigenen Ensemble die Gelegenheit geben möchten, in den Strukturen eines großen Opernhauses erste eigene Inszenierungen zu entwickeln. 2015/16 stellen sich in dieser Reihe erstmals Tibor Torell und Philipp Westerbarkei mit zwei amerikanischen Einaktern des 20. Jahrhunderts vor. What Next? ist das einzige Musiktheaterwerk Elliott Carters ( ) ein faszinierendes Spiel über die Fragen nach Wahrnehmung und Identität: Auf einer Landstraße kommt es zu einem Autounfall. Die sechs Opfer sind unverletzt, können sich aber nicht mehr erinnern, wie und warum sie überhaupt in diese Lage gekommen sind und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. In mehreren Anläufen versuchen sie die Situation zu klären vergeblich. In eine amerikanische Vorstadt der 1950er Jahre entführt uns Trouble in Tahiti : Nach zehn Jahren ist die Ehe von Dinah und Sam nicht mehr so ganz in Hochform. Schon beim Frühstück wird gestritten. Während sich Sam an seinen beruflichen und sportlichen Erfolgen berauscht, verbringt Dinah ihre Tage beim Psychiater und im Kino Mit seiner ersten, 1952 uraufgeführten Oper schuf Leonard Bernstein ( ) mit leichter Hand Szenen einer Ehe, die uns mit dem ihm eigenen Witz vor Augen führen, dass materieller Wohlstand und beruflicher Erfolg ganz und gar kein Garant für ein erfülltes Leben sind. Arienhafte Melodien wechseln mit fetzigen Songs, die schon den Komponisten der West Side Story verraten. Ein Jazz-Trio kommentiert auf unterhaltsame Weise das Geschehen. Der in Tschechien geborene Tibor Torell war an Theatern in Brünn, Prag, Köln sowie von 2007 bis 2011 am Theater Aachen tätig, wo er in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Köln mit Dido and Aeneas, Albert Herring und La descente d Orphée aux Enfers / sweetieorpheus_27 erste eigene Inszenierungen erarbeitete. Seit 2011/12 ist er an der Deutschen Oper am Rhein als Spielleiter engagiert. Philipp Westerbarkei studierte Italienische Philologie und Theaterwissenschaft an der Ruhr- Universität Bochum. Erste Theatererfahrungen sammelte er an der Deutschen Oper am Rhein, wo er seit 2013/14 als Spielleiter engagiert ist und seine Version der Zauberflöte für Kinder auf dem Spielplan steht. An der Deutschen Oper Berlin war er Assistent von Jan Bosse. *** ELLIOTT CARTER WHAT NEXT? Eine Oper in einem Akt Text von Paul Griffith LEONARD BERNSTEIN TROUBLE IN TAHITI Oper in einem Akt Text vom Komponisten In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln PREMIERE Sa , Uhr Theater Duisburg WEITERE TERMINE JUNI Theater Duisburg So Fr JULI Theater Duisburg Sa OPERNWERKSTATT Di , Uhr Theater Duisburg WHAT NEXT? // MUSIKALISCHE LEITUNG Jesse Wong INSZENIERUNG Tibor Torell BÜHNE & KOSTÜME Ana Tasic LICHT Franz-Xaver Schaffer DRAMATURGIE Anne do Paço // ROSE Heidi Elisabeth Meier MAMA Romana Noack STELLA Susan Maclean ZEN Corby Welch HARRY OR LARRY Dmitri Vargin // Duisburger Philharmoniker Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause TROUBLE IN TAHITI // MUSIKALISCHE LEITUNG Patrick Francis Chestnut INSZENIERUNG Philipp Westerbarkei BÜHNE & KOSTÜME Tatjana Ivschina LICHT Franz-Xaver Schaffer DRAMATURGIE Anne do Paço // DINAH Ramona Zaharia SAM Peter Savidge GIRL Annika Kaschenz BOY 1 Cornel Frey BOY 2 Roman Hoza // Duisburger Philharmoniker YOUNG DIRECTORS Philipp Westerbarkei ( Trouble in Tahiti ), Tibor Torell ( What Next? ). Foto: Hans Jörg Michel 37

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SPIELZEIT 2015/16 ABOS DUISBURG SPIELZEIT 2015/16 ABOS DUISBURG TELEFONSERVICE Duisburg: + 49 (0) 203. 940 77 77 Düsseldorf: + 49 (0) 211. 89 25-211 Mo Sa: 9.00 18.00 Uhr THEATERKASSE DUISBURG Opernplatz, 47051 Duisburg Mo Fr: 10.00

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